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	Kommentare zu: Auf dem Weg zur NPO 2.0	</title>
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	<description>Partizipatives Stakeholder-Management &#38; Digitalisierung im Nonprofit-Sektor</description>
	<lastBuildDate>Thu, 17 Jun 2010 08:37:59 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Gerald Czech		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/auf-dem-weg-zur-npo-2-0/#comment-334</link>

		<dc:creator><![CDATA[Gerald Czech]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 08:37:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich hab&#039; eher den von Luhmann verwendeten &quot;neutralen&quot; Beobachter 2. Ordnung gemeint, der in der Lage ist, die Blinden Flecken des Eigenbeobachtens zu erkennen. Genau diese blinden Flecken führen ja dazu, dass man als System in der Realitätskonstruktion einiges gar nicht wahrnehmen kann. 
Als in einem Organisation Gefangener kann man die Eigeninteressen dieser Organisation oftmals auch nicht als solche Wahrnehmen, da sich dieser hinter der &quot;Feldillusio&quot;, wenn ich nun zu Bourdieu schwenken darf, verstecken. Diese werden dann oft euphemisiert und als Organisationsziele getarnt nach außen projiziert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hab&#8217; eher den von Luhmann verwendeten &#8220;neutralen&#8221; Beobachter 2. Ordnung gemeint, der in der Lage ist, die Blinden Flecken des Eigenbeobachtens zu erkennen. Genau diese blinden Flecken führen ja dazu, dass man als System in der Realitätskonstruktion einiges gar nicht wahrnehmen kann.<br />
Als in einem Organisation Gefangener kann man die Eigeninteressen dieser Organisation oftmals auch nicht als solche Wahrnehmen, da sich dieser hinter der &#8220;Feldillusio&#8221;, wenn ich nun zu Bourdieu schwenken darf, verstecken. Diese werden dann oft euphemisiert und als Organisationsziele getarnt nach außen projiziert.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: Brigitte Reiser		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/auf-dem-weg-zur-npo-2-0/#comment-333</link>

		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 17:56:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Gerald Habe Deine Slides gesehen, - vielen Dank für das Zitieren. Ich freue mich, wenn ich inspirieren kann.
Zu Deinem Statement oben: wenn ich es recht verstehe, dann ist der Beobachter 2. Ordnung das Individuum, das aufgrund eigener Wertvorstellungen/subjektiver Erfahrungen urteilt, - in diesem Fall über eine NPO. 

In der Tat besteht auch meiner Auffassung nach ein erheblicher Unterschied zwischen der individuellen Wahrnehmung einer Organisation und ihrer objektiven Existenz, - das hat der Diskurs hier glaube ich deutlich gemacht. Es wundert mich nur,  dass dieser Blick auf die Eigeninteressen einer Organisation als Institution nicht verbreiteter ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Gerald Habe Deine Slides gesehen, &#8211; vielen Dank für das Zitieren. Ich freue mich, wenn ich inspirieren kann.<br />
Zu Deinem Statement oben: wenn ich es recht verstehe, dann ist der Beobachter 2. Ordnung das Individuum, das aufgrund eigener Wertvorstellungen/subjektiver Erfahrungen urteilt, &#8211; in diesem Fall über eine NPO. </p>
<p>In der Tat besteht auch meiner Auffassung nach ein erheblicher Unterschied zwischen der individuellen Wahrnehmung einer Organisation und ihrer objektiven Existenz, &#8211; das hat der Diskurs hier glaube ich deutlich gemacht. Es wundert mich nur,  dass dieser Blick auf die Eigeninteressen einer Organisation als Institution nicht verbreiteter ist.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Gerald Czech		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/auf-dem-weg-zur-npo-2-0/#comment-332</link>

		<dc:creator><![CDATA[Gerald Czech]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 09:34:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=271#comment-332</guid>

					<description><![CDATA[Hallo Brigitte,

Vielen Dank für die Präsentation. Ganz schamlos habe ich Dich in meinen Slides zitiert, die Du unter http://www.slideshare.net/redcrosswebmaster/virtuelles-rotes-kreuz finden kannst.

Herzlichen Dank auch an die interessanten Postings zu dieser Präsentation, ich denke diese Diskussion ist eine ganz wichtige, dann die sozialwissenschaftliche Position des &quot;Eigenzwecks&quot; einer Organisation im Sinne des Beobachters 2. Ordnung muss aus der Innenperspektive des Systems ganz klar abgelehnt werden :-)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Brigitte,</p>
<p>Vielen Dank für die Präsentation. Ganz schamlos habe ich Dich in meinen Slides zitiert, die Du unter <a href="http://www.slideshare.net/redcrosswebmaster/virtuelles-rotes-kreuz" rel="nofollow ugc">http://www.slideshare.net/redcrosswebmaster/virtuelles-rotes-kreuz</a> finden kannst.</p>
<p>Herzlichen Dank auch an die interessanten Postings zu dieser Präsentation, ich denke diese Diskussion ist eine ganz wichtige, dann die sozialwissenschaftliche Position des &#8220;Eigenzwecks&#8221; einer Organisation im Sinne des Beobachters 2. Ordnung muss aus der Innenperspektive des Systems ganz klar abgelehnt werden 🙂</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hans Bayartz		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/auf-dem-weg-zur-npo-2-0/#comment-331</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hans Bayartz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 May 2010 13:25:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hallo,
ab Ende Mai / Anfang Juni geht unser Community-Portal in der Beta-Phase online. Dann sind Sie herzlich eingeladen, Nonprofits in einer Networking-Plattform zu vernetzen - kostenlos!

Ist das für alle NPOs/NGOs interessant - vlt. zunächst als internes Instrument zwischen den Mitarbeitern und später auch als Verknüpfung zu Mitgliedern (Nicht-Mitgliedern)?

Freue mich auf Ihre Unterstützung.
Hans Bayartz]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,<br />
ab Ende Mai / Anfang Juni geht unser Community-Portal in der Beta-Phase online. Dann sind Sie herzlich eingeladen, Nonprofits in einer Networking-Plattform zu vernetzen &#8211; kostenlos!</p>
<p>Ist das für alle NPOs/NGOs interessant &#8211; vlt. zunächst als internes Instrument zwischen den Mitarbeitern und später auch als Verknüpfung zu Mitgliedern (Nicht-Mitgliedern)?</p>
<p>Freue mich auf Ihre Unterstützung.<br />
Hans Bayartz</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Alexandra Ripken		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/auf-dem-weg-zur-npo-2-0/#comment-330</link>

		<dc:creator><![CDATA[Alexandra Ripken]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 May 2010 16:43:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=271#comment-330</guid>

					<description><![CDATA[Ach, das freut mich aber von Ihrem Außenblick dies zu hören! An Langfristigkeit bin ich vor allem interessiert. Ihre Worte tun mir gut. Ihre Überzeugung teile ich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ach, das freut mich aber von Ihrem Außenblick dies zu hören! An Langfristigkeit bin ich vor allem interessiert. Ihre Worte tun mir gut. Ihre Überzeugung teile ich.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: brigitte.reiser		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/auf-dem-weg-zur-npo-2-0/#comment-329</link>

		<dc:creator><![CDATA[brigitte.reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 May 2010 11:43:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=271#comment-329</guid>

					<description><![CDATA[@Alexandra Ripken Freut mich, wenn ich Sie inspirieren konnte.

Ich bin keine Fundraiserin und nicht im Detail mit dem Handwerk vertraut, aber von außen betrachtet, wenn ich die Aktivitäten der Organisationen im Netz sehe, drängt sich mir der Eindruck auf, dass es vielen NPOs nicht um den Aufbau von partnerschaftlichen Beziehungen hin zu den Bürger-Spendern geht.

Schade finde ich auch, dass oft wenig nachhaltig vorgegangen wird, gerade im Internet. Der schnelle Erfolg zählt,  es gibt keine Perspektive, die über den Tag hinausreicht. Aber der Nachhaltigkeit und dem langfristigen Blick gehört die Zukunft, - davon bin ich überzeugt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Alexandra Ripken Freut mich, wenn ich Sie inspirieren konnte.</p>
<p>Ich bin keine Fundraiserin und nicht im Detail mit dem Handwerk vertraut, aber von außen betrachtet, wenn ich die Aktivitäten der Organisationen im Netz sehe, drängt sich mir der Eindruck auf, dass es vielen NPOs nicht um den Aufbau von partnerschaftlichen Beziehungen hin zu den Bürger-Spendern geht.</p>
<p>Schade finde ich auch, dass oft wenig nachhaltig vorgegangen wird, gerade im Internet. Der schnelle Erfolg zählt,  es gibt keine Perspektive, die über den Tag hinausreicht. Aber der Nachhaltigkeit und dem langfristigen Blick gehört die Zukunft, &#8211; davon bin ich überzeugt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Alexandra Ripken		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/auf-dem-weg-zur-npo-2-0/#comment-328</link>

		<dc:creator><![CDATA[Alexandra Ripken]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 May 2010 10:33:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=271#comment-328</guid>

					<description><![CDATA[Liebe Frau Reiser,
Danke für Ihren Artikel samt Folien. In Ihren Ausführungen zu den Hemmnissen auf dem Weg zur NPO 2.0 habe ich für mich schlüssige Begründungen gefunden für die -jedenfalls von mir als solche wahrnegnommene- Stagnation des Fundraising als Handwerk. Das erlebe ich zurzeit primär als Betteln und Schlechtes-Gewissen-Machen. Gründe dafür mögen eben die von Ihnen genannte Selbstwahrnehmung der NPO als reine Dienstleister, der Rückzug der NPO auf den eigenen Expertenstatus, ihre Fixierung auf staatliche Gelder und die fehlende partnerschaftliche Perspektive gegenüber Bürgern sein. Gern habe ich über Ihre Impulse nachgedacht.
Alexandra Ripken]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Frau Reiser,<br />
Danke für Ihren Artikel samt Folien. In Ihren Ausführungen zu den Hemmnissen auf dem Weg zur NPO 2.0 habe ich für mich schlüssige Begründungen gefunden für die -jedenfalls von mir als solche wahrnegnommene- Stagnation des Fundraising als Handwerk. Das erlebe ich zurzeit primär als Betteln und Schlechtes-Gewissen-Machen. Gründe dafür mögen eben die von Ihnen genannte Selbstwahrnehmung der NPO als reine Dienstleister, der Rückzug der NPO auf den eigenen Expertenstatus, ihre Fixierung auf staatliche Gelder und die fehlende partnerschaftliche Perspektive gegenüber Bürgern sein. Gern habe ich über Ihre Impulse nachgedacht.<br />
Alexandra Ripken</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Christian Henner-Fehr		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/auf-dem-weg-zur-npo-2-0/#comment-327</link>

		<dc:creator><![CDATA[Christian Henner-Fehr]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 May 2010 18:06:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=271#comment-327</guid>

					<description><![CDATA[@Brigitte @Basti: wir könnten eine Online-Diskussion mit Hilfe von Adobe Connect veranstalten. ;-)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Brigitte @Basti: wir könnten eine Online-Diskussion mit Hilfe von Adobe Connect veranstalten. 😉</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Nonprofits-vernetzt.de &#187; Wissensmanagement in Nonprofits mit Social Media- Auswertung der Blogparade		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/auf-dem-weg-zur-npo-2-0/#comment-326</link>

		<dc:creator><![CDATA[Nonprofits-vernetzt.de &#187; Wissensmanagement in Nonprofits mit Social Media- Auswertung der Blogparade]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 May 2010 16:24:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=271#comment-326</guid>

					<description><![CDATA[[...] RSS Feed Beiträge Auf dem Weg zur NPO 2.0 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] RSS Feed Beiträge Auf dem Weg zur NPO 2.0 [&#8230;]</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: brigitte.reiser		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/auf-dem-weg-zur-npo-2-0/#comment-325</link>

		<dc:creator><![CDATA[brigitte.reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 09:51:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=271#comment-325</guid>

					<description><![CDATA[@Christian und @Basti, danke für Eure Kommentare. Ich versuche nun, auf Deinen, @Basti, letzten Kommentar systematisch zu antworten:

1. Organisationen jeder Art, unabhängig von der Rechtsform, verfolgen Eigeninteressen, die sich auf ihr Überleben als Institution richten. Das ist ganz normal, nicht verwerflich und hängt mit der Institutionalisierung an sich zusammen, die - wie Christian oben sagt - zur Ausbildung fester Strukturen und Abläufe führt, mit denen bestimmte Ziele erreicht werden sollen. 

2. Die Frage, die @Basti nun stellt, lautet: gibt es für Außenstehende - Spender/Steuerzahler - einen schlüssigen Grund, die Interessen einer NPO, die auf ihr eigenes Überleben zielen, zu unterstützen bzw. können wir den &quot;Selbsterhalt&quot; von Nonprofits als gemeinnützige Aufgabe betrachten oder sollten wir diese institutionellen Ziele vom Steuerprivileg ausnehmen?
 
Du plädierst für letzteres, nimmst also einen eher dienstleistungs- und ökonomisch orientierten Blick ein, der sagt: NPOs sollten nur für ihre Hilfe am Hilfsbedürftigen unterstützt werden und für sonst nichts. 

Ich hingegen vertrete eine eher sektororientierte Perspektive, die den Nonprofit-Bereich als Ganzes in den Blick nimmt und nach seinen Funktionen für die Gesellschaft fragt, zu denen eine 
- Interessenvermittlungsfunktion
-Integrationsfunktion (von Klienten, Bürgern usw.)
und eine demokratiepolitische Funktion gehören, die momentan etwas im Hintergrund steht, meines Erachtens aber in den Vordergrund gehört (&quot;Nonprofits als Schulen der Demokratie&quot;). 

Meine Sektor-Perspektive impliziert nicht, dass ich &quot;civility&quot; nur im Dritten Sektor sehe. Eine bürgerschaftlich ausgerichtete Perspektive, die Bürger stärken möchte, findet man auch manchmal in der Verwaltung, der Politik und vielleicht auch in (Sozial)Unternehmen. Aber der Nonprofit-Sektor steht für mich deshalb im Mittelpunkt, weil er aufgrund seiner Verfasstheit die besten Chancen hat, Bürger zu stärken und zu fördern - als Klienten, Ehrenamtliche, Interessenvertreter usw.

Im Unterschied zu Dir bin ich deshalb der Auffassung, dass der Dritte Sektor als Institution bzw. gemeinnützige Träger als Institutionen aufgrund ihrer zivilgesellschaftlichen und demokratiepolitischen Funktionen sogar &lt;i&gt;unbedingt&lt;/i&gt; staatlich gefördert werden sollten. Das heißt, ihr Überleben sollte nicht als nicht-gemeinnütziges Ziel ausgeschlossen, sondern explizit gefördert werden. In Großbritannien ist man sich der wichtigen zivilgesellschaftlichen Rolle, die Nonprofits spielen, schon längst viel besser bewusst. Es gibt deshalb millionenschwere Regierungsprogramme, die Nonprofit-Kompetenzen -z.B. auch im Bereich Social Media -  fördern, weil man verstanden hat, wie wichtige ein kompetenter Dritter Sektor auch gesamtgesellschaftlich ist (siehe u.a. capacitybuilders.org.uk).

In Deutschland gab es in der Vergangenheit auch immer eine institutionelle Förderung von Nonprofits als freiwillige Leistung von Kommunen, die zwischenzeitlich durch die Leistungsvereinbarungen und knapper öffentlicher Kassen aber in den Hintergrund rückte. Ein schwerer Fehler meines Erachtens, weil Nonprofits über zu wenig Mittel verfügen, um sich entsprechend weiterzubilden, von Mitteln und Kompetenzen für den adäquaten Social Media-Einsatz ganz zu schweigen. 
Ein derartig unterfinanzierter Dritter Sektor, der nur Geld für seine unmittelbaren Hilfsleistungen bekommt, ist gesamtgesellschaftlich betrachtet natürlich eine Katastrophe. Ein solcher Sektor &lt;i&gt;kann&lt;/i&gt; aufgrund mangelnder Ressourcen die in ihm angelegten Potentiale nicht umsetzen und muss Partizipationschancen brach liegen lassen, weil Zeit und Geld fehlen.

3. Die Zukunft des Dritten Sektors liegt für mich nicht in dem Ruf  &quot;Auf in Richtung Sozialunternehmen&quot; sondern &quot;Auf in Richtung zu mehr Demokratie/Integration und Partizipation&quot;.
Ich finde nicht, dass man soziale Dienstleistungen immer ökonomischer gestalten sollte und Träger sich deshalb immer häufiger aufspalten bzw. ihre Dienste in Sozialunternehmen ausgliedern. Sondern ich bin der Auffassung, dass gerade der Dienstleistungsbereich selbst &quot;entschleunigt&quot; und um mehr Partizipation von Klienten-, Angehörigen, und Bürgerseite (Stichwort: Koproduktion) bereichert werden sollte.  Also statt für mehr Effizienz plädiere ich für mehr Mitsprache, - und die kostet Zeit und Mühe.

Unabhängig davon sind Sozialunternehmen zu begrüßen, eine Pluralität der Formen und Perspektiven ist immer gut. Aber Nonprofits sollte man nicht flächendeckend zu Sozialunternehmen ummodeln. 

Soweit meine Antwort :-) . Eine interessante Debatte, die wir vielleicht mal mündlich fortführen können. Für eine Blogparade ist das Thema zu speziell, denke ich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Christian und @Basti, danke für Eure Kommentare. Ich versuche nun, auf Deinen, @Basti, letzten Kommentar systematisch zu antworten:</p>
<p>1. Organisationen jeder Art, unabhängig von der Rechtsform, verfolgen Eigeninteressen, die sich auf ihr Überleben als Institution richten. Das ist ganz normal, nicht verwerflich und hängt mit der Institutionalisierung an sich zusammen, die &#8211; wie Christian oben sagt &#8211; zur Ausbildung fester Strukturen und Abläufe führt, mit denen bestimmte Ziele erreicht werden sollen. </p>
<p>2. Die Frage, die @Basti nun stellt, lautet: gibt es für Außenstehende &#8211; Spender/Steuerzahler &#8211; einen schlüssigen Grund, die Interessen einer NPO, die auf ihr eigenes Überleben zielen, zu unterstützen bzw. können wir den &#8220;Selbsterhalt&#8221; von Nonprofits als gemeinnützige Aufgabe betrachten oder sollten wir diese institutionellen Ziele vom Steuerprivileg ausnehmen?</p>
<p>Du plädierst für letzteres, nimmst also einen eher dienstleistungs- und ökonomisch orientierten Blick ein, der sagt: NPOs sollten nur für ihre Hilfe am Hilfsbedürftigen unterstützt werden und für sonst nichts. </p>
<p>Ich hingegen vertrete eine eher sektororientierte Perspektive, die den Nonprofit-Bereich als Ganzes in den Blick nimmt und nach seinen Funktionen für die Gesellschaft fragt, zu denen eine<br />
&#8211; Interessenvermittlungsfunktion<br />
-Integrationsfunktion (von Klienten, Bürgern usw.)<br />
und eine demokratiepolitische Funktion gehören, die momentan etwas im Hintergrund steht, meines Erachtens aber in den Vordergrund gehört (&#8220;Nonprofits als Schulen der Demokratie&#8221;). </p>
<p>Meine Sektor-Perspektive impliziert nicht, dass ich &#8220;civility&#8221; nur im Dritten Sektor sehe. Eine bürgerschaftlich ausgerichtete Perspektive, die Bürger stärken möchte, findet man auch manchmal in der Verwaltung, der Politik und vielleicht auch in (Sozial)Unternehmen. Aber der Nonprofit-Sektor steht für mich deshalb im Mittelpunkt, weil er aufgrund seiner Verfasstheit die besten Chancen hat, Bürger zu stärken und zu fördern &#8211; als Klienten, Ehrenamtliche, Interessenvertreter usw.</p>
<p>Im Unterschied zu Dir bin ich deshalb der Auffassung, dass der Dritte Sektor als Institution bzw. gemeinnützige Träger als Institutionen aufgrund ihrer zivilgesellschaftlichen und demokratiepolitischen Funktionen sogar <i>unbedingt</i> staatlich gefördert werden sollten. Das heißt, ihr Überleben sollte nicht als nicht-gemeinnütziges Ziel ausgeschlossen, sondern explizit gefördert werden. In Großbritannien ist man sich der wichtigen zivilgesellschaftlichen Rolle, die Nonprofits spielen, schon längst viel besser bewusst. Es gibt deshalb millionenschwere Regierungsprogramme, die Nonprofit-Kompetenzen -z.B. auch im Bereich Social Media &#8211;  fördern, weil man verstanden hat, wie wichtige ein kompetenter Dritter Sektor auch gesamtgesellschaftlich ist (siehe u.a. capacitybuilders.org.uk).</p>
<p>In Deutschland gab es in der Vergangenheit auch immer eine institutionelle Förderung von Nonprofits als freiwillige Leistung von Kommunen, die zwischenzeitlich durch die Leistungsvereinbarungen und knapper öffentlicher Kassen aber in den Hintergrund rückte. Ein schwerer Fehler meines Erachtens, weil Nonprofits über zu wenig Mittel verfügen, um sich entsprechend weiterzubilden, von Mitteln und Kompetenzen für den adäquaten Social Media-Einsatz ganz zu schweigen.<br />
Ein derartig unterfinanzierter Dritter Sektor, der nur Geld für seine unmittelbaren Hilfsleistungen bekommt, ist gesamtgesellschaftlich betrachtet natürlich eine Katastrophe. Ein solcher Sektor <i>kann</i> aufgrund mangelnder Ressourcen die in ihm angelegten Potentiale nicht umsetzen und muss Partizipationschancen brach liegen lassen, weil Zeit und Geld fehlen.</p>
<p>3. Die Zukunft des Dritten Sektors liegt für mich nicht in dem Ruf  &#8220;Auf in Richtung Sozialunternehmen&#8221; sondern &#8220;Auf in Richtung zu mehr Demokratie/Integration und Partizipation&#8221;.<br />
Ich finde nicht, dass man soziale Dienstleistungen immer ökonomischer gestalten sollte und Träger sich deshalb immer häufiger aufspalten bzw. ihre Dienste in Sozialunternehmen ausgliedern. Sondern ich bin der Auffassung, dass gerade der Dienstleistungsbereich selbst &#8220;entschleunigt&#8221; und um mehr Partizipation von Klienten-, Angehörigen, und Bürgerseite (Stichwort: Koproduktion) bereichert werden sollte.  Also statt für mehr Effizienz plädiere ich für mehr Mitsprache, &#8211; und die kostet Zeit und Mühe.</p>
<p>Unabhängig davon sind Sozialunternehmen zu begrüßen, eine Pluralität der Formen und Perspektiven ist immer gut. Aber Nonprofits sollte man nicht flächendeckend zu Sozialunternehmen ummodeln. </p>
<p>Soweit meine Antwort 🙂 . Eine interessante Debatte, die wir vielleicht mal mündlich fortführen können. Für eine Blogparade ist das Thema zu speziell, denke ich.</p>
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