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	Kommentare zu: Bürger beteiligen und Interessen vertreten &#8211; für ein neues Selbstverständnis im Dritten Sektor	</title>
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	<description>Partizipatives Stakeholder-Management &#38; Digitalisierung im Nonprofit-Sektor</description>
	<lastBuildDate>Tue, 03 May 2011 10:01:33 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Die Kirche 2.0 Links im April 2011 &#124; ThemaTisch Blog-Community		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Die Kirche 2.0 Links im April 2011 &#124; ThemaTisch Blog-Community]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 May 2011 10:01:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[...] zu lesen, ist das Pl&#228;doyer von Brigitte Reiser f&#252;r die st&#228;rkere Partizipation im Dritten Sektor. &#034;Gemeinn&#252;tzige Dienstleister werden zu aktiven Mitgestaltern unseres Gemeinwesens und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] zu lesen, ist das Pl&auml;doyer von Brigitte Reiser f&uuml;r die st&auml;rkere Partizipation im Dritten Sektor. &quot;Gemeinn&uuml;tzige Dienstleister werden zu aktiven Mitgestaltern unseres Gemeinwesens und [&#8230;]</p>
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		<title>
		Von: Brigitte Reiser		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/burger-beteiligen-und-interessen-vertreten-fur-ein-neues-selbstverstandnis-im-dritten-sektor/#comment-382</link>

		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Apr 2011 10:07:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hallo Hannes, Dein Feedback freut mich. Wir müssen bei der Debatte um den Wandel des Dritten Sektors am Ball bleiben und - für mich immer noch ein Thema - die NP0-Blogparade war eigentlich ein gutes Instrument, um hier mehr (kritische) Öffentlichkeit zu erzeugen.  Wie könnten wir hier weitermachen? Ideen sind willkommen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Hannes, Dein Feedback freut mich. Wir müssen bei der Debatte um den Wandel des Dritten Sektors am Ball bleiben und &#8211; für mich immer noch ein Thema &#8211; die NP0-Blogparade war eigentlich ein gutes Instrument, um hier mehr (kritische) Öffentlichkeit zu erzeugen.  Wie könnten wir hier weitermachen? Ideen sind willkommen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: Hannes Jähnert		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/burger-beteiligen-und-interessen-vertreten-fur-ein-neues-selbstverstandnis-im-dritten-sektor/#comment-381</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hannes Jähnert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Apr 2011 09:50:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hallo Brigitte, vielen Dank für den tollen Beitrag. Beim lesen musste ich (wieder einmal) an unsere Vorstellunge einer &quot;anderen Bürgergesellschaft&quot; denken, als der, die gerade versucht wird zu konstruieren (&quot;Bund, Länder und Kommunen sind die zentralen Akteure der Engagementförderung&quot;). 

Tatsächlich halte ich den Verweis auf die mangelnden Ressourcen (&quot;kein Geld, kein Personal, keine Zeit&quot;) für ein Indiz rein reaktiven Agierens. In vielen Dritt-Sektor-Organisationen fehlen mir die Visionen bzw. der Glaube daran. Und das ist auch keine Frage kulturellen Umbruchs. Das Management von NPOs und NGOs kommt ohne Visionen gar nicht aus. Visionslose NPOs lassen sich einfach zu leicht abschaffen -- was auf kommunaler Ebene übrigens gerade passiert (Stichwort: Soziale Stadt).

Sicherlich sind Ressourcen wichtig, doch sind sie nicht das einzige, was zählt. Wir haben in unserem Forschungsprojekt zu SocialBar (http://tinyurl.com/Forschungsbericht-SocialBar) gezeigt, dass der aktive und gewinnbringende Social Media Gebrauch einer Orientierung bedarf, die sich nur bedingt einzukaufen lässt. Man muss sich damit beschäftigen &lt;i&gt;wollen&lt;/i&gt; wofür man eben auch eine Vorstellung braucht, was man jeweils damit erreichen will -- ein Vision eben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Brigitte, vielen Dank für den tollen Beitrag. Beim lesen musste ich (wieder einmal) an unsere Vorstellunge einer &#8220;anderen Bürgergesellschaft&#8221; denken, als der, die gerade versucht wird zu konstruieren (&#8220;Bund, Länder und Kommunen sind die zentralen Akteure der Engagementförderung&#8221;). </p>
<p>Tatsächlich halte ich den Verweis auf die mangelnden Ressourcen (&#8220;kein Geld, kein Personal, keine Zeit&#8221;) für ein Indiz rein reaktiven Agierens. In vielen Dritt-Sektor-Organisationen fehlen mir die Visionen bzw. der Glaube daran. Und das ist auch keine Frage kulturellen Umbruchs. Das Management von NPOs und NGOs kommt ohne Visionen gar nicht aus. Visionslose NPOs lassen sich einfach zu leicht abschaffen &#8212; was auf kommunaler Ebene übrigens gerade passiert (Stichwort: Soziale Stadt).</p>
<p>Sicherlich sind Ressourcen wichtig, doch sind sie nicht das einzige, was zählt. Wir haben in unserem Forschungsprojekt zu SocialBar (<a href="http://tinyurl.com/Forschungsbericht-SocialBar" rel="nofollow ugc">http://tinyurl.com/Forschungsbericht-SocialBar</a>) gezeigt, dass der aktive und gewinnbringende Social Media Gebrauch einer Orientierung bedarf, die sich nur bedingt einzukaufen lässt. Man muss sich damit beschäftigen <i>wollen</i> wofür man eben auch eine Vorstellung braucht, was man jeweils damit erreichen will &#8212; ein Vision eben.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Brigitte Reiser		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/burger-beteiligen-und-interessen-vertreten-fur-ein-neues-selbstverstandnis-im-dritten-sektor/#comment-380</link>

		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Apr 2011 09:33:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=475#comment-380</guid>

					<description><![CDATA[Hallo Frau Russau, die Innovationsfähigkeit des Sektors im Hinblick auf das Dienstleistungsangebot selbst ist sicher immer noch gegeben und wird häufig einfach durch mangelnde öffentliche Förderung usw. verhindert (s. die Ergebnisse oben).

Ganz anders sieht es aber aus, wenn man das Feld des professionellen Leistungsangebotes verlässt und sich auf das der  *Beziehungen* begibt, insbesondere zu denen in Richtung Zivilgesellschaft. Hier liegen die größten Probleme, die Sie mit mangelnder Öffnung und Transparenz richtig benennen.

Diese Probleme hängen aber ganz eindeutig mit der Selbstpositionierung bzw. dem Selbstbild der freien Wohlfahrtspflege zusammen, die für sich nicht geklärt hat, welche Art von Beziehungen zur Zivilgesellschaft sie pflegen möchte und wem ihre primäre Loyalität gilt: dem Staat oder der Bürgerschaft. Solange die Wohlfahrtspflege diese grundsätzliche Frage für sich nicht beantwortet hat - und eine ganze Reihe weiterer Fragen sind mit dieser Grundsatzdiskussion verbunden - , solange wird sie im Hinblick auf den Umgang mit der Zivilgesellschaft, sei es via Social Media oder offline, keine klare Linie fahren bzw. nur halbherzige Versuche starten können. 

Dem verbandlichen Dritten Sektor steht eine Grundsatzdebatte darüber ins Haus, wo seine Wurzeln liegen, wo er seine Zukunft sieht und wie die Beziehungen zu seiner Umwelt (Staat/Zivilgesellschaft/Wirtschaft) gestaltet sind und gestaltet werden sollten. Leider wird diese Debatte öffentlich noch nicht geführt, - vielleicht hinter verschlossenen Türen (aber dann ohne Partizipationsmöglichkeiten für Bürger....) - ich weiß es nicht.  

Der verbandliche Sektor selbst müsste sich stärker auf das Gespräch mit den Bürgern einlassen und diese fragen - in Abwandlung des Slogans &quot; in welcher Gesellschaft wollen wir leben&quot; - mit welchem Dritten Sektor wollen wir eigentlich leben?

Diese Debatte wird viel Zeit in Anspruch nehmen und - wer weiß - vielleicht wird sie auch nie kommen. Das würde ich allerdings sehr bedauern.

Was Sie über Ihre Erfahrungen mit Ihrem Blog berichten, so ähneln diese denen meines Bloggerkollegen Stefan Zollondz, der selbst in der praktischen Sozialarbeit tätig ist. Ich empfehle Ihnen seinen folgenden Erfahrungsbericht: http://www.net-pilots.de/net-pilots/digitale-wissensarbeit/socialcamp-2010-oder-wissen-ist-eine-zumutung/]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Frau Russau, die Innovationsfähigkeit des Sektors im Hinblick auf das Dienstleistungsangebot selbst ist sicher immer noch gegeben und wird häufig einfach durch mangelnde öffentliche Förderung usw. verhindert (s. die Ergebnisse oben).</p>
<p>Ganz anders sieht es aber aus, wenn man das Feld des professionellen Leistungsangebotes verlässt und sich auf das der  *Beziehungen* begibt, insbesondere zu denen in Richtung Zivilgesellschaft. Hier liegen die größten Probleme, die Sie mit mangelnder Öffnung und Transparenz richtig benennen.</p>
<p>Diese Probleme hängen aber ganz eindeutig mit der Selbstpositionierung bzw. dem Selbstbild der freien Wohlfahrtspflege zusammen, die für sich nicht geklärt hat, welche Art von Beziehungen zur Zivilgesellschaft sie pflegen möchte und wem ihre primäre Loyalität gilt: dem Staat oder der Bürgerschaft. Solange die Wohlfahrtspflege diese grundsätzliche Frage für sich nicht beantwortet hat &#8211; und eine ganze Reihe weiterer Fragen sind mit dieser Grundsatzdiskussion verbunden &#8211; , solange wird sie im Hinblick auf den Umgang mit der Zivilgesellschaft, sei es via Social Media oder offline, keine klare Linie fahren bzw. nur halbherzige Versuche starten können. </p>
<p>Dem verbandlichen Dritten Sektor steht eine Grundsatzdebatte darüber ins Haus, wo seine Wurzeln liegen, wo er seine Zukunft sieht und wie die Beziehungen zu seiner Umwelt (Staat/Zivilgesellschaft/Wirtschaft) gestaltet sind und gestaltet werden sollten. Leider wird diese Debatte öffentlich noch nicht geführt, &#8211; vielleicht hinter verschlossenen Türen (aber dann ohne Partizipationsmöglichkeiten für Bürger&#8230;.) &#8211; ich weiß es nicht.  </p>
<p>Der verbandliche Sektor selbst müsste sich stärker auf das Gespräch mit den Bürgern einlassen und diese fragen &#8211; in Abwandlung des Slogans &#8221; in welcher Gesellschaft wollen wir leben&#8221; &#8211; mit welchem Dritten Sektor wollen wir eigentlich leben?</p>
<p>Diese Debatte wird viel Zeit in Anspruch nehmen und &#8211; wer weiß &#8211; vielleicht wird sie auch nie kommen. Das würde ich allerdings sehr bedauern.</p>
<p>Was Sie über Ihre Erfahrungen mit Ihrem Blog berichten, so ähneln diese denen meines Bloggerkollegen Stefan Zollondz, der selbst in der praktischen Sozialarbeit tätig ist. Ich empfehle Ihnen seinen folgenden Erfahrungsbericht: <a href="http://www.net-pilots.de/net-pilots/digitale-wissensarbeit/socialcamp-2010-oder-wissen-ist-eine-zumutung/" rel="nofollow ugc">http://www.net-pilots.de/net-pilots/digitale-wissensarbeit/socialcamp-2010-oder-wissen-ist-eine-zumutung/</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: julia.russau		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/burger-beteiligen-und-interessen-vertreten-fur-ein-neues-selbstverstandnis-im-dritten-sektor/#comment-379</link>

		<dc:creator><![CDATA[julia.russau]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Apr 2011 07:46:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hallo Frau Reiser, ja sie haben natürlich Recht: Die Zeit drängt. Wenn (gerade in den großen) Wohlfahrtsverbänden nicht langsam ein Umdenken hin zu mehr Öffnung und Transparenz stattfindet, werden sich die Bürger zunehmend selbst organisieren. Der Dritte Sektor ist zu bequem und behäbig geworden - Flexibilität, Innovation oder einfach nur der Mut Neues auszuprobieren (z.B. im Social-Media-Bereich) grenzen bisweilen schon an eine mittelschwere Revolution. Ich frage mich, was es konkret braucht, um sozialen Organisationen die Vorzüge des Online-Dialogs näher zu bringen? Ich merke z.B., dass ich mit meinem eigenen Blog immer wieder auf Unverständnis stoße, da der Begriff ÂWeblogÂ den meisten bislang ein Fremdwort ist. Allein schon die regelmäßige Verwendung von Email ist im sozialen Sektor noch lange nicht zur Selbstverständlichkeit geworden (Stichwort: Medienkompetenz). Manchmal denke ich, vielleicht ist es sogar gut, wenn die Bürger den ÂProfessionellenÂ zunehmend den Rücken kehren. Und vielleicht brauchen die herkömmlichen Strukturen dieses Gefühl des Verlustes auch, um endlich aufzuwachen und in Bewegung zu geraten. Beste Grüße.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Frau Reiser, ja sie haben natürlich Recht: Die Zeit drängt. Wenn (gerade in den großen) Wohlfahrtsverbänden nicht langsam ein Umdenken hin zu mehr Öffnung und Transparenz stattfindet, werden sich die Bürger zunehmend selbst organisieren. Der Dritte Sektor ist zu bequem und behäbig geworden &#8211; Flexibilität, Innovation oder einfach nur der Mut Neues auszuprobieren (z.B. im Social-Media-Bereich) grenzen bisweilen schon an eine mittelschwere Revolution. Ich frage mich, was es konkret braucht, um sozialen Organisationen die Vorzüge des Online-Dialogs näher zu bringen? Ich merke z.B., dass ich mit meinem eigenen Blog immer wieder auf Unverständnis stoße, da der Begriff ÂWeblogÂ den meisten bislang ein Fremdwort ist. Allein schon die regelmäßige Verwendung von Email ist im sozialen Sektor noch lange nicht zur Selbstverständlichkeit geworden (Stichwort: Medienkompetenz). Manchmal denke ich, vielleicht ist es sogar gut, wenn die Bürger den ÂProfessionellenÂ zunehmend den Rücken kehren. Und vielleicht brauchen die herkömmlichen Strukturen dieses Gefühl des Verlustes auch, um endlich aufzuwachen und in Bewegung zu geraten. Beste Grüße.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Brigitte Reiser		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/burger-beteiligen-und-interessen-vertreten-fur-ein-neues-selbstverstandnis-im-dritten-sektor/#comment-378</link>

		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Apr 2011 20:31:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Liebe Frau Ripken, ich stimme Ihnen zu: es wichtig, eine gemeinsame Geschichte, gemeinsame Ziele und Visionen zu teilen.

Dieser Aspekt wird auch von den Autoren des CLEAR-Modells betont (Link siehe oben) &quot;Sense of community can be a strong motivator for participation. But given the inherent diversity in many communities then, conversly, an absence of identity or a sense of being an outsider can militate against participation&quot; (Pratchett u.a. 2009, 11).

Ich glaube allerdings nicht, dass man diesen &quot;emotionalen Zusammenhang&quot; zwischen den Institutionen und Bürgern, den Sie vermissen, geplant wird schaffen können. Ich denke, dass gerade eine gemeinsam gelebte *Praxis* der Kooperation, der Beteiligung (und auch des Konflikts) die Chance bietet, sich gegenseitig besser kennen- und vielleicht auch verstehen zu lernen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Frau Ripken, ich stimme Ihnen zu: es wichtig, eine gemeinsame Geschichte, gemeinsame Ziele und Visionen zu teilen.</p>
<p>Dieser Aspekt wird auch von den Autoren des CLEAR-Modells betont (Link siehe oben) &#8220;Sense of community can be a strong motivator for participation. But given the inherent diversity in many communities then, conversly, an absence of identity or a sense of being an outsider can militate against participation&#8221; (Pratchett u.a. 2009, 11).</p>
<p>Ich glaube allerdings nicht, dass man diesen &#8220;emotionalen Zusammenhang&#8221; zwischen den Institutionen und Bürgern, den Sie vermissen, geplant wird schaffen können. Ich denke, dass gerade eine gemeinsam gelebte *Praxis* der Kooperation, der Beteiligung (und auch des Konflikts) die Chance bietet, sich gegenseitig besser kennen- und vielleicht auch verstehen zu lernen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Alexandra Ripken		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/burger-beteiligen-und-interessen-vertreten-fur-ein-neues-selbstverstandnis-im-dritten-sektor/#comment-377</link>

		<dc:creator><![CDATA[Alexandra Ripken]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Apr 2011 17:38:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Liebe Frau Reiser, Ihren Wunsch nach einer lebendigen Demokratie mit vielen Akteuren teile ich. Deshalb lese ich regelmäßig Ihr Blog. Deshlab danke ich Ihnen für Ihre konstruktive Antwort.

Ob der von Ihnen benannte Graben zwischen etablierten Institutionen und der Gesellschaft über Empowerment leichter zu überbrücken ist? Das mag ein Ansatz sein. 
Für mich fehlt eher der innere, der emotionale Zusammenhang zwischen diesen Organisationen und der Gesellschaft, also den Bürgern. Sie erzählen nur noch hier und da eine gemeimsame Geschichte. Sie gründen nur noch partziell auf einer gemeinsamen Geschichte. Oftmals ist diese gemeinsame Geschichte tot. Sie wird nicht mehr gemeinsam weiter erzählt. 

Hier, am Gefühl, an der Identität, gemeinsam weiter zu kommen, halte ich für wichtiger als Empowerment. Empowerment ist für mich eher eine Technik, ein Werkzeug. Deshalb meine Zurückhaltung und weiteres Suchen. :-)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Frau Reiser, Ihren Wunsch nach einer lebendigen Demokratie mit vielen Akteuren teile ich. Deshalb lese ich regelmäßig Ihr Blog. Deshlab danke ich Ihnen für Ihre konstruktive Antwort.</p>
<p>Ob der von Ihnen benannte Graben zwischen etablierten Institutionen und der Gesellschaft über Empowerment leichter zu überbrücken ist? Das mag ein Ansatz sein.<br />
Für mich fehlt eher der innere, der emotionale Zusammenhang zwischen diesen Organisationen und der Gesellschaft, also den Bürgern. Sie erzählen nur noch hier und da eine gemeimsame Geschichte. Sie gründen nur noch partziell auf einer gemeinsamen Geschichte. Oftmals ist diese gemeinsame Geschichte tot. Sie wird nicht mehr gemeinsam weiter erzählt. </p>
<p>Hier, am Gefühl, an der Identität, gemeinsam weiter zu kommen, halte ich für wichtiger als Empowerment. Empowerment ist für mich eher eine Technik, ein Werkzeug. Deshalb meine Zurückhaltung und weiteres Suchen. 🙂</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Brigitte Reiser		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/burger-beteiligen-und-interessen-vertreten-fur-ein-neues-selbstverstandnis-im-dritten-sektor/#comment-376</link>

		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Apr 2011 14:57:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=475#comment-376</guid>

					<description><![CDATA[&quot;Empowerment&quot; von Bürgern bedeutet 1. diese gewinnen mehr Entscheidungsräume und -möglichkeiten, die auf das Gemeinwesen zielen, hinzu und 2. sie verfügen über die Kompetenzen, die notwendig sind, um im öffentlichen Raum selbstbewusst und erfolgreich handeln zu können.

 Die Begriffe, die Sie vorschlagen - &quot;Freiräume zum Ausprobieren&quot; oder &quot;Geschützte Räume&quot; - treffen m.E.  den Sachverhalt nicht ganz, weil Empowerment im obigen Zusammenhang durchaus zielorientiert angelegt ist bzw. sich auf den öffentlichen Raum/das Gemeinwesen hin ausrichtet.  

Nonprofits können eine konstruktive Rolle spielen, indem sie Partizipationsräume bieten oder neu schaffen und dem einzelnen durch die Teilhabemöglichkeiten Partizipationskompetenzen vermitteln (nicht top-down, sondern auf Augenhöhe....). Mit den &quot;laboraties for citizenship&quot; wäre kein Zwang verbunden und kein hierarchisches Konzept.  Aber ich bin überzeugt davon, dass Beteiligung - in der Kooperation mit anderen - gelernt und geübt werden muss. Und dass sie dann am effektivsten für alle Seiten ist, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind (Vgl. das CLEAR-Modell, das ich in einem älteren Beitrag beschrieben habe http://tinyurl.com/394gwje).

Ihre Haltung - &quot;wenn Parteien, Wohlfahrtsverbände oder NPO mir diese Partizipationsmöglichkeiten nicht einräumen, so lasse ich sie eben links liegen und suche mir eigene und andere Wege&quot; - ist nachvollziehbar und wird von vielen Bürgern so gesehen. Aber sie vergrößert den Graben zwischen den etablierten Institutionen und der Gesellschaft. 

Es ist meines Erachtens der bessere Weg, wenn Bürger und Institutionen sich aufeinander zu bewegen, voneinander lernen und ihre Stärken kombinieren, als wenn jeder seiner eigenen Handlungslogik verhaftet bleibt und dieser nachgeht.

Die negativen Konnotationen, die Sie mit dem Begriff &quot;Ermächtigung&quot; verbinden, bedaure ich. Ich benutze einfach öfters die deutsche Übersetzung von &#039;Empowerment&#039;, um jene nicht auszuschließen, die Anglizismen nicht mögen und allein durch Anglizismen von Texten oder Ideen abgeschreckt werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Empowerment&#8221; von Bürgern bedeutet 1. diese gewinnen mehr Entscheidungsräume und -möglichkeiten, die auf das Gemeinwesen zielen, hinzu und 2. sie verfügen über die Kompetenzen, die notwendig sind, um im öffentlichen Raum selbstbewusst und erfolgreich handeln zu können.</p>
<p> Die Begriffe, die Sie vorschlagen &#8211; &#8220;Freiräume zum Ausprobieren&#8221; oder &#8220;Geschützte Räume&#8221; &#8211; treffen m.E.  den Sachverhalt nicht ganz, weil Empowerment im obigen Zusammenhang durchaus zielorientiert angelegt ist bzw. sich auf den öffentlichen Raum/das Gemeinwesen hin ausrichtet.  </p>
<p>Nonprofits können eine konstruktive Rolle spielen, indem sie Partizipationsräume bieten oder neu schaffen und dem einzelnen durch die Teilhabemöglichkeiten Partizipationskompetenzen vermitteln (nicht top-down, sondern auf Augenhöhe&#8230;.). Mit den &#8220;laboraties for citizenship&#8221; wäre kein Zwang verbunden und kein hierarchisches Konzept.  Aber ich bin überzeugt davon, dass Beteiligung &#8211; in der Kooperation mit anderen &#8211; gelernt und geübt werden muss. Und dass sie dann am effektivsten für alle Seiten ist, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind (Vgl. das CLEAR-Modell, das ich in einem älteren Beitrag beschrieben habe <a href="http://tinyurl.com/394gwje" rel="nofollow ugc">http://tinyurl.com/394gwje</a>).</p>
<p>Ihre Haltung &#8211; &#8220;wenn Parteien, Wohlfahrtsverbände oder NPO mir diese Partizipationsmöglichkeiten nicht einräumen, so lasse ich sie eben links liegen und suche mir eigene und andere Wege&#8221; &#8211; ist nachvollziehbar und wird von vielen Bürgern so gesehen. Aber sie vergrößert den Graben zwischen den etablierten Institutionen und der Gesellschaft. </p>
<p>Es ist meines Erachtens der bessere Weg, wenn Bürger und Institutionen sich aufeinander zu bewegen, voneinander lernen und ihre Stärken kombinieren, als wenn jeder seiner eigenen Handlungslogik verhaftet bleibt und dieser nachgeht.</p>
<p>Die negativen Konnotationen, die Sie mit dem Begriff &#8220;Ermächtigung&#8221; verbinden, bedaure ich. Ich benutze einfach öfters die deutsche Übersetzung von &#8216;Empowerment&#8217;, um jene nicht auszuschließen, die Anglizismen nicht mögen und allein durch Anglizismen von Texten oder Ideen abgeschreckt werden.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Alexandra Ripken		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/burger-beteiligen-und-interessen-vertreten-fur-ein-neues-selbstverstandnis-im-dritten-sektor/#comment-375</link>

		<dc:creator><![CDATA[Alexandra Ripken]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Apr 2011 10:50:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=475#comment-375</guid>

					<description><![CDATA[Liebe Frau Reiser,
Danke für Ihren Artikel. 
Über das Wort &quot;Ermächtigung&quot; bzw. Empowerment stolpere ich doch immer stärker. Es erinnert mich intuitiv an die &quot;Ermächtigungsgesetze aus dem Dritten Reich. Auf diesem Hintergrund frage ich wirklich: Wer ermächtigt da wen? Oder: Wer meint denn da, wen ermächtigen zu dürfen oder zu müssen? 
Ich als Demokratin fühle mich durchaus mächtig. Ich habe Patizipationsmöglichkeiten. Doch wenn Parteien, Wohlfartverbände oder NPO mir diese Partizipationsmöglichkeiten nicht einräumen, so lasse ich sie eben links liegen und suche mir eigene und andere Wege.

Deshalb bin ich mir nicht sicher, ob der Ansatz &quot;Ermächtigung&quot; scharf zieht. Das schwingt für mich noch zu stark ein Top-Down-Blick mit, den gerade Sie doch gar nicht intendieren, nicht wahr? So habe ich Ihre Beiträge jedenfalls bisher gelesen. :-)

Ist da ein anderer Ausdruck vielleicht fruchtbarer? Wie wäre es mit &quot;Freiräumen zum Ausprobieren&quot; oder  &quot;Geschützten Räumen&quot;?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Frau Reiser,<br />
Danke für Ihren Artikel.<br />
Über das Wort &#8220;Ermächtigung&#8221; bzw. Empowerment stolpere ich doch immer stärker. Es erinnert mich intuitiv an die &#8220;Ermächtigungsgesetze aus dem Dritten Reich. Auf diesem Hintergrund frage ich wirklich: Wer ermächtigt da wen? Oder: Wer meint denn da, wen ermächtigen zu dürfen oder zu müssen?<br />
Ich als Demokratin fühle mich durchaus mächtig. Ich habe Patizipationsmöglichkeiten. Doch wenn Parteien, Wohlfartverbände oder NPO mir diese Partizipationsmöglichkeiten nicht einräumen, so lasse ich sie eben links liegen und suche mir eigene und andere Wege.</p>
<p>Deshalb bin ich mir nicht sicher, ob der Ansatz &#8220;Ermächtigung&#8221; scharf zieht. Das schwingt für mich noch zu stark ein Top-Down-Blick mit, den gerade Sie doch gar nicht intendieren, nicht wahr? So habe ich Ihre Beiträge jedenfalls bisher gelesen. 🙂</p>
<p>Ist da ein anderer Ausdruck vielleicht fruchtbarer? Wie wäre es mit &#8220;Freiräumen zum Ausprobieren&#8221; oder  &#8220;Geschützten Räumen&#8221;?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Brigitte Reiser		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/burger-beteiligen-und-interessen-vertreten-fur-ein-neues-selbstverstandnis-im-dritten-sektor/#comment-374</link>

		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Apr 2011 20:41:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=475#comment-374</guid>

					<description><![CDATA[@Andrea Meyer-Edoloey  Chancen (und Hoffnungen) sind mit Social Media auf jeden Fall verbunden. Aber es gibt keinen Determinismus (&quot;Technologie schafft Dialog&quot;). Entscheidend bleibt das Handeln der Nutzer, - und es gibt viele monologische Accounts. Oder große Probleme, die Pluralität der Perspektiven zu akzeptieren. Für uns alle gibt es da noch einiges zu lernen. Die &#039;laboratories for citizenship&#039; im Dritten Sektor müssten auch den konstruktiven Umgang mit Vielfalt lehren. 

@Julia Russau, Sie haben recht - der anstehende kultureller Wandel im Dritten Sektor macht den dort Beschäftigten Angst und es geht darum, diese Ängste ernstzunehmen und nicht von oben nach unten neue Konzepte zu oktroyieren, sondern die Mitarbeiter mitzunehmen.

Das einzige, was bedacht werden muss, ist folgendes: es steht für diesen Wandel hin zu mehr Dialog und Partizipation nicht unendlich viel Zeit zur Verfügung. Die Umwelt von Nonprofits ändert sich unablässig weiter und Nutzer stimmen im Zweifel mit den Füßen ab und machen sich unabhängig von den intermediären Instanzen: sie regeln ihre Bedarfe zunehmend untereinander, genauso, wie sie Hilfe immer häufiger im peer-to-peer-Verfahren leisten.

Eben weil ich es schade fände, wenn der wohlfahrtsverbandliche Sektor seine Bedeutung verlieren würde, mache ich mir Gedanken darüber, welche neue Rolle er im 21. Jahrhundert spielen könnte bzw. welche Funktionen man stärken müsste, um ihn wieder enger mit der Zivilgesellschaft zu verbinden]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Andrea Meyer-Edoloey  Chancen (und Hoffnungen) sind mit Social Media auf jeden Fall verbunden. Aber es gibt keinen Determinismus (&#8220;Technologie schafft Dialog&#8221;). Entscheidend bleibt das Handeln der Nutzer, &#8211; und es gibt viele monologische Accounts. Oder große Probleme, die Pluralität der Perspektiven zu akzeptieren. Für uns alle gibt es da noch einiges zu lernen. Die &#8216;laboratories for citizenship&#8217; im Dritten Sektor müssten auch den konstruktiven Umgang mit Vielfalt lehren. </p>
<p>@Julia Russau, Sie haben recht &#8211; der anstehende kultureller Wandel im Dritten Sektor macht den dort Beschäftigten Angst und es geht darum, diese Ängste ernstzunehmen und nicht von oben nach unten neue Konzepte zu oktroyieren, sondern die Mitarbeiter mitzunehmen.</p>
<p>Das einzige, was bedacht werden muss, ist folgendes: es steht für diesen Wandel hin zu mehr Dialog und Partizipation nicht unendlich viel Zeit zur Verfügung. Die Umwelt von Nonprofits ändert sich unablässig weiter und Nutzer stimmen im Zweifel mit den Füßen ab und machen sich unabhängig von den intermediären Instanzen: sie regeln ihre Bedarfe zunehmend untereinander, genauso, wie sie Hilfe immer häufiger im peer-to-peer-Verfahren leisten.</p>
<p>Eben weil ich es schade fände, wenn der wohlfahrtsverbandliche Sektor seine Bedeutung verlieren würde, mache ich mir Gedanken darüber, welche neue Rolle er im 21. Jahrhundert spielen könnte bzw. welche Funktionen man stärken müsste, um ihn wieder enger mit der Zivilgesellschaft zu verbinden</p>
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