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	<title>Allgemein &#8211; Nonprofits-vernetzt.de</title>
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	<description>Partizipatives Stakeholder-Management &#38; Digitalisierung im Nonprofit-Sektor</description>
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		<title>Quartiersvernetzung fördern (Teil 4) &#8211; die Rolle von Unternehmen und Stiftungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2015 13:37:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dritter Sektor]]></category>
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		<category><![CDATA[Quartiersvernetzung]]></category>
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					<description><![CDATA[Dies ist der vierte Beitrag einer kleinen, wöchentlichen Artikelserie hier im Blog zum Thema &#8220;Quartiersvernetzung&#8221;. Nach dem ersten Beitrag, warum Quartiersvernetzung wichtig ist, ging es im zweiten Blogartikel  um den Wissensaustausch unter den örtlichen Stadtteilvernetzern. Der dritte Beitrag nahm die engagierten Bürger, die als Vernetzer tätig sind, und die örtlichen Freiwilligenagenturen in den Blick. Der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dies ist der vierte Beitrag einer kleinen, wöchentlichen Artikelserie hier im Blog zum Thema &#8220;Quartiersvernetzung&#8221;. Nach dem <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-nutzen-stiften/">ersten Beitrag</a>, warum Quartiersvernetzung wichtig ist, ging es im zweiten Blogartikel  um den <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-durch-wissenstransfer/">Wissensaustausch</a> unter den örtlichen Stadtteilvernetzern. Der <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-buergerprojekte-ermoeglichen/">dritte Beitrag</a> nahm die engagierten Bürger, die als Vernetzer tätig sind, und die örtlichen Freiwilligenagenturen in den Blick. Der nun folgende Artikel beleuchtet die Rolle von Unternehmen und Stiftungen in der Quartiersvernetzung. Und die nächsten beiden Beiträge fragen nach der Bedeutung von Sozialunternehmen und Kirchen beim Aufbau neuer sozialer Beziehungen im Viertel.</em></p>
<p>Wie können Unternehmen und Stiftungen den Aufbau und die Stärkung neuer Nachbarschaften auf Quartiersebene vorantreiben und welchen Stellenwert besitzt das Thema derzeit bei den wirtschaftlichen Akteuren, die sich gesellschaftlich engagieren?</p>
<p>Dazu hat der Expertenbeirat im Forschungsprogramm &#8220;Experimenteller Wohnungs- und Städtebau&#8221; des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung ein Papier verfasst.  Im Beirat vertreten sind viele Stiftungen , der Industrie- und Handelskammertag, engagierte Unternehmen, die Wissenschaft und die Städte. Mit dem Positionspapier <a href="https://www.csi.uni-heidelberg.de/downloads/Gesellschaftliche%20Engagement%20von%20Unternehmen%20und%20Stiftungen%20in%20der%20sozialen%20Quartiersentwicklung.pdf">&#8220;Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen und Stiftungen in der sozialen Quartiersentwicklung &#8220;</a> will der Beirat das Thema &#8220;Aufbau von Nachbarschafts-Netzwerken im direkten Lebensumfeld&#8221; als möglichen Bereich für ein Unternehmens-Engagement präsentieren. Gleichzeitig wird an die öffentliche Hand und an andere in der Quartiersvernetzung Engagierte appelliert, Unternehmen und Stiftungen stärker als bisher in die soziale Quartiersentwicklung einzubeziehen und sie als Partner auf Augenhöhe wahrzunehmen.</p>
<p>Obwohl sich Unternehmen und Stiftungen in vielen Bereichen gesellschaftlich engagieren und dies zum großen Teil auch auf der lokalen Ebene geschieht, spiele der Aufbau von Netzwerken im Quartier bisher als Engagementbereich in der Wirtschaft keine wichtige Rolle und sei auch in der Stiftungs- und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Corporate_Social_Responsibility">CSR</a>-Landschaft &#8220;als eigenständiges Thema kaum präsent&#8221; (Positionspapier, S. 4), &#8211; obwohl die politische und wissenschaftliche Diskussion gerade in diese inhaltliche Richtung ziele.</p>
<p>Dem Beirat zufolge fehlt es gegenwärtig nicht nur ganz grundsätzlich am Dialog zwischen den unterschiedlichen Sektoren (Markt, Staat, Zivilgesellschaft), sondern auch an langfristigen, transparenten Partnerschaftsmodellen auf lokaler Ebene: die Zusammenarbeit zwischen engagierten Unternehmen und anderen  sei &#8220;zu schwach ausgeprägt, oft nur zufällig sowie kurzfristiger, anlassbezogener Natur&#8221; (ebd., S. 5).</p>
<p>Dialog und Partnerschaft brauchen laut Beirat auf lokaler Ebene einen &#8220;Kümmerer&#8221; (ebd., S. 6), den es häufig nicht gibt und den man lokal deshalb einsetzen müsse. Ferner sei eine förmlich zu verabschiedende Engagementstrategie seitens der Kommune notwendig, die Chefsache sein müsse und ohne die eine Kooperation zwischen der Kommune und anderen Akteuren schwierig sei, weil dann Unklarheit herrsche über Beteiligungsmöglichkeiten und die Verteilung der Rollen (ebd., S. 11).</p>
<p>Grundsätzlich gehe es in der sozialen Quartiersentwicklung darum, die Selbstorganisation und Selbstverantwortung im Viertel zu stärken und so die Mitwirkung und Selbstbestimmung der Bürgerinnen und Bürger zu fördern. Flankiert werden müsse dies durch eine entsprechende Gesetzgebung auf Bundes- und Landesebene und durch die überörtlichen Verbände aller Sektoren.</p>
<p>Speziell in benachteiligten Quartieren spielt der Aufbau sozialer Beziehungen eine wichtige Rolle. Hier sollten deshalb laut Beirat Unternehmen als soziale Quartiers(mit)entwickler unbedingt präsent sein (ebd., S. 8).</p>
<p>Wie kann man den Dialog zwischen der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft und kommunalen Akteuren auf lokaler Ebene beginnen? Dem Beirat  zufolge &#8220;fällt es bislang schwer, Plattformen für Begegnung und derartige Gesprächsforen zu öffnen und zu pflegen&#8221; (ebd., S. 5).</p>
<p>Vielleicht wirkt das folgende Beispiel aus Großbritannien inspirierend, das ich vor kurzem entdeckt habe. Es etabliert Austauschbeziehungen zwischen der lokalen Wirtschaft und dem gemeinnützigen Sektor in East Sussex und geht über einmalige Tauschveranstaltungen oder Marktplätze hinaus. Bei lokalen Veranstaltungen an unterschiedlichen Orten der Grafschaft begegneten sich unzählige örtliche Unternehmen und gemeinnützige Gruppen, um sich kennenzulernen und auszutauschen. Die Entwicklung der Austauschplattform <a href="http://www.wowexchange.org/">WOW Exchange</a> war dann der zweite Schritt.</p>
<p>Vielleicht wäre es ein guter Anfang, man würde die unterschiedlichen Sektoren in den Quartieren zu solch niedrigschwelligen Vernetzungsveranstaltungen einladen,  um überhaupt erst einmal untereinander ins Gespräch zu kommen und darauf aufbauend trisektorale Kooperationen zu schaffen.</p>
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		<title>28. NPO-Blogparade: &#8220;Wo bitte geht&#8217;s hier zu mehr Teilhabe?&#8221; &#8211; Koproduktion in Sozialeinrichtungen</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/28-npo-blogparade-wo-bitte-gehts-hier-zu-mehr-teilhabe-koproduktion-in-sozialeinrichtungen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2015 13:32:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Anlässlich des openTransfer CAMP &#8220;Inklusion&#8221;, das am 21. März 2015 in Dortmund stattfand, veranstalten openTransfer.de und Aktion Mensch eine NPO-Blogparade. Die beiden Blogparaden-Gastgeber fragen nach guten Projekten und Top-Ideen, die die Partizipation und Inklusion von Menschen mit Behinderungen vorantreiben können. Zu den Top-Ideen gehört das Konzept der &#8220;Koproduktion&#8221;, bei dem die Nutzer sozialer Dienste an [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Anlässlich des openTransfer CAMP &#8220;Inklusion&#8221;, das am 21. März 2015 in Dortmund stattfand, veranstalten <a href="http://www.opentransfer.de/">openTransfer.de </a>und <a href="https://www.aktion-mensch.de/blog/beitraege.html">Aktion Mensch</a> eine NPO-Blogparade. Die beiden Blogparaden-Gastgeber fragen nach guten Projekten und Top-Ideen, die die Partizipation und Inklusion von Menschen mit Behinderungen vorantreiben können.</em></p>
<p>Zu den Top-Ideen gehört das Konzept der &#8220;Koproduktion&#8221;, bei dem die Nutzer sozialer Dienste an deren Planung, Umsetzung und Evaluation beteiligt sind. Nutzerinnen und Nutzer werden als <em>Bürger</em> ernst genommen, die Wissen und Kompetenzen einbringen, und nicht als Klienten oder Hilfsempfänger betrachtet, die mit fertigen Angeboten und Produkten konfrontiert werden. Im Rahmen der Koproduktion fördern die Mitarbeiter die Selbstbestimmung und Vernetzung ihrer Nutzer, statt lediglich Dienste <em>für</em> sie zu erbringen.</p>
<p>Diese partizipative Form der Steuerung sozialer Dienste funktioniert auch in der Behindertenhilfe, wo die bürgerschaftliche Mitgestaltung der Nutzer selbst noch nicht zum Standard gehört . Beck schreibt 2013, dass Partizipation gerade im Feld Behinderung ein relativ neues Thema zu sein scheint. Mit drei Facetten der Partizipation von Bürgern mit Behinderungen &#8211; mit ihrer <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/burger-statt-klienten-mehr-mitbestimmung-fur-behinderte-menschen/">politischen</a>, <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/digitale-teilhabe-von-burgern-mit-behinderungen/">digitalen</a>, <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/freiwilliges-engagement-von-burgern-mit-behinderungen/">sozialen </a>Beteiligung &#8211; habe ich mich in drei Blogbeiträgen schon auseinandergesetzt. Das daraus entstandene Papier &#8220;Bürger statt Klienten &#8211; mehr Selbst-und Mitbestimmung für Behinderte&#8221; steht rechts in der sidebar als zweite Ausgabe des Forum Zivilgesellschaft zum download bereit.</p>
<p>Wie kann man im Alltag einer Sozialeinrichtung die Nutzer und Nutzerinnen in die Mitgestaltung und Umsetzung von Dienstleistungen einbeziehen? Die britische <a href="http://www.thinklocalactpersonal.org.uk/About_us/">&#8220;Think Local Act Personal&#8221; (TLAP)-Partnerschaft </a>aus über 50 Organisationen aus dem staatlichen und gemeinnützigen Bereich hat gemeinsam mit Nutzern und deren Angehörigen 2014 auf <a href="http://www.thinklocalactpersonal.org.uk/_library/COPRODUCTION/1_page_profile_for_coproduction_2.pdf">einer Seite </a>zusammengefasst, was man unter Koproduktion versteht, welchen Nutzen sie bringt, welche Punkte wichtig sind, um Koproduktion erfolgreich umzusetzen und wie die Koproduktion in Organisationen gefördert werden kann.</p>
<p>Diese Informationen liegen auch in <a href="http://www.thinklocalactpersonal.org.uk/_library/COPRODUCTION/ISL144_14_10_HIGH_RES_FINAL_Top_Tips_EasyRead_14OCT14.pdf">einfacher Sprache</a> vor, um unter den Nutzern sozialer Dienste, die auf einfache Sprache angewiesen sind, die Mitbestimmung und Mitgestaltung durch Koproduktion zu bewerben. In der Behindertenhilfe kann man mit den zehn folgenden Tipps (Quelle s. <a href="http://www.thinklocalactpersonal.org.uk/Latest/Resource/?cid=10010">hier</a>, leichte Sprache S. 2 und 3) von<a href="http://www.thinklocalactpersonal.org.uk/Latest/Resource/?cid=10010"> TLAP bzw. der &#8220;National Co-production Advisory Group&#8221;</a> die Koproduktion angehen und so die Partizipation von Nutzern fördern:</p>
<ol>
<li> Bei der Koproduktion hat jeder Beteiligte das gleiche Mitspracherecht.</li>
<li>Die Nutzer eines Dienstes müssen von Anfang an einbezogen werden.</li>
<li>Die Mitsprache bezieht sich auf alle Aufgaben. Auf die Planung. Auf die Umsetzung. Und auf die Prüfung, ob etwas auch funktioniert.</li>
<li>Für die Koproduktion ist wichtig, dass Mitarbeiter und Nutzer die selben Ziele teilen.</li>
<li>Es ist gut, mit der Koproduktion klein anzufangen. Und dann nach und nach größere Projekte anzupacken. Führen sollen die Nutzer. Nicht die Mitarbeiter.</li>
<li>Für die Koproduktion braucht man Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten.</li>
<li>Für die Koproduktion braucht man Mitarbeiter, die Mitbestimmung fördern.</li>
<li>Nutzer sollten genau wissen, was sie wollen. Und sie sollen das auch umsetzen.</li>
<li>Nutzer eines Dienstes wissen, was funktioniert. Deshalb kann man ohne sie die Dinge nicht richtig machen.</li>
<li>In der Gruppe kann man nach Lösungen suchen. Das muss man nicht alleine machen.</li>
</ol>
<p>Welchen Nutzen bringt die Partizipation dem sozialen Dienst und den betroffenen Bürgern? Der Dienst wird besser. Es entsteht eine produktive Form der Zusammenarbeit. Alle profitieren von den unterschiedlichen Perspektiven. Die Nutzer und ihre Angehörigen fühlen sich wertgeschätzt (<a href="http://www.thinklocalactpersonal.org.uk/_library/COPRODUCTION/1_page_profile_for_coproduction_2.pdf">TLAP 2014</a>).</p>
<p>Damit Koproduktion funktioniert, muss Macht geteilt werden. &#8220;Learn to share power&#8221; lautet deshalb der Aufruf an die sozialen Dienste (<a href="http://www.thinklocalactpersonal.org.uk/_library/COPRODUCTION/1_page_profile_for_coproduction_2.pdf">TLAP 2014</a>).</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Staat und freie Wohlfahrtspflege &#8211; ein problematisches Verhältnis</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/staat-und-freie-wohlfahrtspflege-ein-problematisches-verhaltnis/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Nov 2013 10:53:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Verhältnis zwischen Staat und gemeinnützigen Organisationen ist aktuell von Problemen geprägt. Mittelkürzungen, strengere Vergabekritierien für öffentliche Gelder, Verringerung inhaltlicher Handlungsspielräume, zu starke Steuerung und Kontrolle, Vereinnahmung als Dienstleister, &#8211; das sind die staatlich forcierten Entwicklungen, unter denen speziell die freie Wohlfahrtspflege leidet (Droß/Priller 2013). Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) hat dem belasteten Verhältnis zwischen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Verhältnis zwischen Staat und gemeinnützigen Organisationen ist aktuell von Problemen geprägt. Mittelkürzungen, strengere Vergabekritierien für öffentliche Gelder, Verringerung inhaltlicher Handlungsspielräume, zu starke Steuerung und Kontrolle, Vereinnahmung als Dienstleister, &#8211; das sind die staatlich forcierten Entwicklungen, unter denen speziell die freie Wohlfahrtspflege leidet (<a href="http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2013/10/NL21_Gastbeitrag_Dross_Priller.pdf">Droß/Priller 2013</a>). Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) hat dem belasteten Verhältnis zwischen Staat &#8211; Drittem Sektor &#8211; Zivilgesellschaft erst kürzlich <a href="http://www.b-b-e.de/archiv-des-newsletters/newsletter-archiv-2013/4-quartal-2013/newsletter-nr-21-vom-17102013/#20797">einen Themenschwerpunkt im BBE-Newsletter</a> gewidmet, der einen guten Überblick über die aktuellen Forschungsergebnisse und Diskurse zum Thema gibt.</p>
<p>Wie sich die Probleme zwischen Staat und freien Trägern im Alltag am Beispiel der Behindertenhilfe auswirken, macht ein Beitrag von Walter/Raß (2013) in der<a href="http://www.sozialwirtschaft.nomos.de/archiv/2013/heft-2/"> Zeitschrift für Sozialwirtschaft</a> deutlich, der auch auf der <a href="http://www.consozial.de/index.php?section=232">ConSozia</a>l diskutiert wurde. Die Autoren sehen einige Stolpersteine, die die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Kostenträgern und Nonprofit-Organisationen in diesem Hilfefeld prägen:</p>
<ol>
<li>Der Preiswettbewerb verdrängt den Qualitätswettbewerb. Unter Qualität wird immer häufiger nur ein Mindeststandard verstanden. Innovative Dienste werden in vielen Regionen von ihren Kostenträgern ausgebremst. In der Fläche gibt es zu wenig Anreize für die Dienste, ihr Angebot effektiver oder innovativer zu gestalten, da dieses Engagement von den Kostenträgern nicht honoriert und als &#8220;mehr Arbeit&#8221; empfunden wird. Speziell in der Behindertenhilfe vermissen die Autoren in vielen Regionen den politischen Gestaltungswillen der Kostenträger, der notwendig wäre, um die UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen, die auf Inklusion zielt. In diesen Regionen wird die Teilhabe von öffentlicher Seite nicht forciert, so dass die Teilhabe-Landschaft sich in Deutschland immer mehr zu einem &#8220;Flickenteppich&#8221; entwickelt, mit ganz unterschiedlichen Chancen für die Realisierung von Inklusion (Walter/Raß 2013, 13).</li>
<li>Der bürokratische Aufwand für die Sozialeinrichtungen nimmt erheblich zu aufgrund von mehrfachen und unterschiedlichen Dokumentationspflichten. Jede Behörde, mit der eine Einrichtung in der Behindertenhilfe zusammenarbeitet, &#8211; und sie ist mit dutzenden von Behörden in Kontakt (am Beispiel einer Behindertenwerkstätte sind dies 60-90 Ämter u.a. Bundesanstalt für Arbeit, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Sozialhilfeträger, Landesamt für Versorgung, Berufsgenossenschaft, Brandschutzbehörden, Landesbehörden, Baubehörden, Gewerbeaufsicht, kommunale Behörden, Integrationsamt usw.), &#8211; jede dieser Behörden hat ihre eigenen Qualitätsvorgaben und Prüfmethoden, denen die Sozialeinrichtung Rechnung tragen muss. Dazu kommen noch die unterschiedlichen Messverfahren, um den personenbezogenen Hilfebedarf zu erfassen. Hier herrscht keine Einigkeit zwischen Staat und freien Trägern. Im Gegenteil: die Messung des Hilfebedarfs und des notwendigen Personaleinsatzes sind ein Quell unendlicher Diskussionen zwischen Kostenträgern und der Sozialeinrichtung, die viele Ressourcen bindet (ebd., 14).</li>
<li>Angesichts der staatlichen Regulierung ist es schwierig, inklusive Projekte in der Praxis umzusetzen, da hier erhebliche administrative Probleme auftauchen. Werden Kinder mit und ohne Behinderung gleichzeitig betreut, gelten für beide Gruppen ganz unterschiedliche Personalschlüssel und räumliche Vorgaben. Die Sozialeinrichtung muss gegenüber der staatlichen Aufsichtsbehörde sicherstellen, dass die unterschiedliche Leistungsbemessung exakt umgesetzt wird, &#8211; in einem inklusiven Projekt, das den Anspruch hat, Menschen zusammenzubringen und nicht zu trennen (ebd., 14). <a href="http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2013/10/NL21_Gastbeitrag_Heinze.pdf">Heinze (2013)</a> redet angesichts des hohen Regulierungsgrades im Sozialsektor von der &#8220;frozen welfare state&#8221;-Landschaft, die integrative Angebote erschwert.</li>
</ol>
<p>Die geschilderten Rahmenbedingungen führen laut <a href="http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2013/10/NL21_Gastbeitrag_Klenk.pdf">Klenk (2013)</a> zu einer &#8220;institutionellen Auszehrung&#8221; des Dritten Sektors, d.h. zu einem Verlust von Autonomie, Ehrenamt und Glaubwürdigkeit gemeinnütziger Organisationen.</p>
<p>Wie kann der Dritte Sektor gegenüber dem Staat gestärkt werden? Zwei Bausteine werden wichtig: <strong>mehr Teilhabe</strong> und <strong>mehr Transparenz</strong>.</p>
<p>Walter/Raß (2013) weisen selbst daraufhin: die Nutzer sozialer Dienste, hier: der Behindertenhilfe, sind an den Preisverhandlungen zwischen öffentlicher Hand und freier Wohlfahrtspflege nicht beteiligt. Letztere kann sich mit ihren Vorstellungen gegenüber öffentlichen Kostenträgern nicht durchsetzen. Mehr Durchsetzungsvermögen könnten hier die Nutzer entwickeln, die mangelnde Qualität und Rationierungen am eigenen Leib erfahren. Die freie Wohlfahrtspflege sollte mehr Nutzer-Teilhabe in der Politikformulierung und in Leistungs- und Preisverhandlungen deshalb nicht als Störfaktor begreifen, sondern als Chance für ein Bündnis, um Interessen gegenüber staatlichen Akteuren besser durchsetzen zu können.</p>
<p>Ein weiterer wichtiger potentieller Bündnispartner, der bisher von der freien Wohlfahrtspflege vernachlässigt wird, ist die Öffentlichkeit bzw. sind die Bürger selbst, die es verstärkt anzusprechen gilt. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist mehr Transparenz: Bürger müssen von Problemen und Mißständen, wie den oben geschilderten, erfahren. Solange die freie Wohlfahrtspflege versucht, die Probleme ausschließlich hinter verschlossenen Türen, gemeinsam mit ihren staatlichen Partnern, zu besprechen, wird sich nichts grundlegend ändern. Oder anders gesagt: die Reform des Dreiecksverhältnisses aus Staat, freier Wohlfahrtspflege und Bürger-Nutzern können Nonprofits nicht alleine schultern, &#8211; sie brauchen dazu den offenen Diskurs mit Bürgern, um neue Mehrheiten zu bilden.</p>
<p>Auf der ConSozial wurde dieser Vorschlag in die Diskussion eingebracht, wurde aber von der Führungsebene eines Verbandes zurückgewiesen mit der Begründung: die Sachlage im Wohlfahrtsbereich bzw. das angesprochene Dreiecksverhältnis sei zu kompliziert, als dass Bürger dies verstehen könnten und entsprechende Debatten auf größeres Interesse in der Bürgerschaft oder unter Journalisten stoßen würden. Man solle deshalb bitte Verständnis dafür haben, dass Reformen in den bewährten Gremien zwischen freien Trägern und Staat ausgehandelt werden müssten.</p>
<p>Vielleicht ist es diese Haltung, die Bürgern die Solidarität mit den großen Wohlfahrtsverbänden schwierig macht. Mehr Transparenz auf verbandlicher Seite könnte dagegen neue Bündnisse zwischen freier Wohlfahrtspflege und der Zivilgesellschaft schmieden.</p>
<p>Von sozialen Diensten wird die Prüf- und Kontrollwut des Staates beklagt, hinter der die Annahme stehe, dass in eine Einrichtung &#8220;Qualität und Transparenz quasi &#8216;hineingeprüft&#8217; werden können&#8221; (Walter/Raß 2013, 14), &#8211; Transparenz &#8220;hineinprüfen&#8221; kann man nicht wirklich, &#8211; aber was ist die Alternative dazu, wenn sich die freien Träger nicht von sich aus mehr nach außen hin öffnen?</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der demografische Wandel und die wichtige Rolle von Vereinen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jul 2013 09:08:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[demografischer Wandel]]></category>
		<category><![CDATA[Empowerment]]></category>
		<category><![CDATA[Vereine]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenstransfer]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilgesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Gemeinnüzige Organisationen spielen für die Zivilgesellschaft eine zentrale Rolle: sie integrieren Bürger und bilden Gemeinschaften, sie schaffen Beteiligungsmöglichkeiten, sie vertreten Interessen und bieten Dienstleistungen an. Viele Vereine auf örtlicher Ebene befinden sich derzeit jedoch in einer schwierigen Situation. Ämter können nicht besetzt werden, Freiwillige sind schwer zu finden, Mitgliederzahlen gehen zurück und Budgets schrumpfen. Es [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gemeinnüzige Organisationen spielen für die Zivilgesellschaft eine zentrale Rolle: sie integrieren Bürger und bilden Gemeinschaften, sie schaffen Beteiligungsmöglichkeiten, sie vertreten Interessen und bieten Dienstleistungen an.</p>
<p>Viele Vereine auf örtlicher Ebene befinden sich derzeit jedoch in einer schwierigen Situation. Ämter können nicht besetzt werden, Freiwillige sind schwer zu finden, Mitgliederzahlen gehen zurück und Budgets schrumpfen. Es fehlt am Wissen, wie man mit den veränderten Ansprüchen von Freiwilligen umgehen kann, wie man attraktive Beteiligungsmöglichkeiten schafft, welchen Beitrag hier auch das Internet leisten kann. Es mangelt häufig auch an einer Vernetzung von Vereinen untereinander, um gemeinsam Probleme zu lösen, und an der Überzeugung, dass eine solche Vernetzung Nutzen stiftet und nicht nur mit Kosten einher geht. Der Horizont vieler Vereine ist deckungsgleich mit der eigenen Organisation. Das Potential von Vernetzung</p>
<ul>
<li>für einen niedrigschwelligen und kostengünstigen Wissenstransfer</li>
<li>für den Aufbau neuer Nachbarschaften und Dienstleistungsketten sowie die Stärkung der Zivilgesellschaft</li>
</ul>
<p>wird häufig sehr unterschätzt. Dies ist nachteilig, speziell aus folgenden Gründen: Ohne eine wechselseitige Vernetzung mit Wissensaustausch und der gemeinschaftlichen Entwicklung innovativer Konzepte werden viele Vereine auf lokaler Ebene ihre Krise nicht überwinden können. Ihre gemeinschaftsbildende Funktion und ihre Bedeutung für ein vitales, demokratisches Gemeinwesen werden darunter leiden, &#8211; angesichts des demografischen Wandels wäre dies eine tragische Entwicklung. Denn gemeinnützige Organisationen werden eigentlich dringend gebraucht, um vor Ort neue Nachbarschaften und Unterstützungsstrukturen aufzubauen. Engagierte Bürger und Initiativen sind wichtige Motoren, um Neues zu initiieren. Aber um innovative Projekte wie Tauschnetzwerke, Seniorengenossenschaften, gemeinschaftliches Wohnen usw. in der Fläche umzusetzen, wird die Kooperation mit und die Unterstützung durch die bestehenden Vereine zumeist benötigt.</p>
<p>Annette Zimmer, die auf die Erforschung des Dritten Sektors spezialisiert ist, fordert &#8220;Tools, Instrumente für Beratung und Unterstützung&#8221;, um Vereine für die kommenden Aufgaben fit zu machen (Zimmer 2012, 31). Auch die Einrichtungen vor Ort, die sich um die Förderung des Bürgerengagements bemühen, hätten sich den Vereins-Problemen noch nicht richtig angenommen (ebd.). Es reicht aber nicht aus, auf kommunaler Ebene nur das individuelle Bürgerengagement zu fördern. Es ist mindestens ebenso wichtig, die Vereine als Orte des Bürgerengagements zu stärken. Und sie in die Lage zu versetzen, mit den Veränderungen, die soziale, ökonomische und demografische Umbrüche mit sich bringen, umzugehen.</p>
<p>Welche zentrale Bedeutung diesem Empowerment der Zivilgesellschaft zukommt, wird von staatliche Seite noch verkannt. Auf dem <a href="http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/2013/ergebnisdokumentation.pdf?__blob=publicationFile">2. Demografiegipfel der Bundesregierung</a> im Mai, bei dem es um eine Demografiestrategie für unser Land ging, kam die Zivilgesellschaft als Akteur bzw. das zivilgesellschaftliche Engagement &#8220;nur am Rande vor und war als eigenes Thema auch in keiner der Arbeitsgruppen behandelt worden. So gab es keine zufriedenstellende Antworten auf die Fragen, welche Akteure die anstehenden gesellschaftlichen Aufgaben erledigen sollen und wie das alles finanziert werden soll&#8221; (<a href="http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2013/05/NL11_Demografiegipfel.pdf">Rubart 2013, 1</a>). Fazit der BBE-Vertreterin: &#8220;Vom Gipfel nichts Neues&#8221; (<a href="http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2013/05/NL11_Demografiegipfel.pdf">ebd</a>.).</p>
<p>Wenn der Staat den intermediären Sektor und dessen Rolle in Anbetracht des demografischen Wandels zu wenig würdigt und unterstützt, dann sollte die Zivilgesellschaft nicht auf staatliche Initiativen warten. Sondern sich untereinander und mit den lokalen Kräften, die an einer Zusammenarbeit interessiert sind, stärker vernetzen um Wissen auszutauschen. Ein erster Schritt könnte sein, einen überregionalen Wissensaustausch zum Themenkomplex &#8220;demografischer Wandel &#8211; gute lokale Praxis&#8221; zu beginnen, und in diesem Themenkomplex die Stärkung der örtlichen Vereine mitzubehandeln. Ein Veranstaltungsformat wie das OpenTransfer-Camp könnte einen guten Rahmen abgeben für den Wissensaustausch jener, die lokal am Aufbau neuer Nachbarschaften und Vernetzungen mitwirken.</p>
<p>Literatur (wenn nicht verlinkt):</p>
<ul>
<li>Zimmer, Annette (2012): Neue Herausforderungen erfordern neue Konzepte, in: Generali Zukunftsfonds, Jahresbericht 2012, S. 31, Download-Link <a href="http://zukunftsfonds.generali-deutschland.de/online/portal/gdinternet/zukunftsfonds/content/314342/386032">hier</a>.</li>
</ul>
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			</item>
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		<title>Welche Funktionen erfüllen gemeinnützige Organisationen für unsere Gesellschaft und wie können Social Media sie darin unterstützen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jul 2011 11:37:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Social Media werden häufig in gemeinnützigen Organisationen eingeführt, ohne dass der Zusammenhang zwischen den neuen Medien und den Funktionen der Organisation klar herausgearbeitet und für die Mitarbeiter/innen verständlich gemacht wird. Social Media bleiben zumeist eine Domäne der Öffentlichkeitsarbeit und wirken für viele Mitarbeiter wie ein grell-bunter Hut, den man sich nun auch aufsetzt, weil alle [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Social Media werden häufig in gemeinnützigen Organisationen eingeführt, ohne dass der Zusammenhang zwischen den neuen Medien und den Funktionen der Organisation klar herausgearbeitet und für die Mitarbeiter/innen verständlich gemacht wird. Social Media bleiben zumeist eine Domäne der Öffentlichkeitsarbeit und wirken für viele Mitarbeiter wie ein grell-bunter Hut, den man sich nun auch aufsetzt, weil alle ihn tragen, ohne dass er einem wirklich gefällt und man sich mit ihm identifiziert.</p>
<p>Wie kann man die Mitarbeiter im Hinblick auf Social Media besser mitnehmen? Wie kann man ihr Verständnis und vielleicht sogar ihre Begeisterung für das Social Web wecken? Nur, indem man den Nutzen von Social Media für die Organisation vermittelt. Und dieser Nutzen sollte nicht anhand von einzelnen Organisationsaufgaben vermittelt werden &#8211; wie &#8220;Kommunikation&#8221;, &#8220;Marketing&#8221;, &#8220;Fundraising&#8221; usw. &#8211; sondern in Zusammenhang mit den <em>Funktionen</em> einer gemeinnützigen Organisation. Sie bilden die Legitimationsgrundlage für Nonprofits, an diesen Funktionen wird die Gesellschaft sie messen und um diese Funktionen kreist die Aufmerksamkeit einer Einrichtung in unterschiedlichem Ausmaß.</p>
<p>Welche Aufgaben erfüllen gemeinnützige Organisationen für die Gesellschaft? Im allgemeinen werden drei Funktionen genannt:<br />
<strong>Dienstleistungserbringung</strong>, <strong>Interessenvertretung</strong>, <strong>Community-Building</strong> (vgl. Neumayr/Meyer, in <a href="http://www.nomos-shop.de/Brandsen-Dekker-Evers-Civicness-Governance-Delivery-of-Social-Services/productview.aspx?product=12317">Brandsen/Dekker/Evers (eds.) 2010</a>).</p>
<p>Ich möchte eine vierte Funktion hinzufügen, die zum Teil in der &#8220;community-building&#8221; &#8211; Funktion versteckt wird, aber einen höheren Stellenwert erhalten sollte: die <strong>Partizipation</strong> von Bürgern, &#8211; in der Gesellschaft, aber auch in gemeinnützigen Organisationen selbst. Bürger wollen sich beteiligen oder können Beteiligungskompetenzen erwerben. Nonprofits sind Orte, in denen Partizipation ermöglicht und gefördert werden kann. Gemeinnützige Organisationen leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für den Erhalt und die Legitimation unserer Demokratie.</p>
<p>Auf diese öffentliche, demokratiepolitische Funktion von gemeinnützigen Organisationen, die im Alltag der Einrichtungen häufig nicht explizit gemacht wird, zielen auch die englischsprachigen Begriffe der &#8220;civicness&#8221;/Bürgerschaftlichkeit und der &#8220;civility&#8221;/Zivilität (Evers, in <a href="http://www.nomos-shop.de/Brandsen-Dekker-Evers-Civicness-Governance-Delivery-of-Social-Services/productview.aspx?product=12317">Brandsen/Dekker/Evers (eds.) 2010)</a>, die für Nonprofits handlungsanleitend sein sollten. Eine gemeinnützige Organisation ist nicht deswegen schon &#8220;zivil&#8221;, weil sie Teil des Dritten Sektors bzw. der Zivilgesellschaft ist. Sondern sie muss die Zivilität in ihren Strukturen und ihren Aktivitäten Tag für Tag neu unter Beweis stellen <a href="http://www.fjnsb.org/sites/default/files/Evers.pdf">(Evers 2009)</a>. Ebenso sollte die Bedeutung der demokratischen Steuerung in gemeinnützigen Organisationen höher bewertet werden, da über sie Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger geschaffen werden.</p>
<p>Das folgende Schaubild visualisiert die vier Funktionen von Nonprofits und zeigt im Innern ein Normen-Set für gemeinnützige Organisationen, das die Einrichtungen anschlussfähig macht an gesellschaftliche Diskurse:</p>
<p><a href="http://neu.nonprofits-vernetzt.de/wp-content/uploads/2011/07/Funktionen-NPO3.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-570" title="Funktionen-NPO" src="http://neu.nonprofits-vernetzt.de/wp-content/uploads/2011/07/Funktionen-NPO3.jpg" alt="" width="504" height="280" srcset="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/wp-content/uploads/2011/07/Funktionen-NPO3.jpg 504w, http://blog.nonprofits-vernetzt.de/wp-content/uploads/2011/07/Funktionen-NPO3-300x166.jpg 300w" sizes="(max-width: 504px) 100vw, 504px" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sind die Funktionen und Normen für gemeinnützige Organisationen definiert, kann man nach der Rolle von Sozialen Medien fragen. Die Chancen, die Soziale Medien bieten, müssen in Bezug zu den Funktionen gesetzt werden. Die Normen im Innern können auch als Richtschnur für den Social Media-Gebrauch dienen.</p>
<p>Hier habe ich die Funktionen von NPOs und Chancen von Social Media miteinander verbunden, &#8211; das Schaubild reißt die Möglichkeiten des Internets für NPOs nur an:</p>
<p><a href="http://neu.nonprofits-vernetzt.de/wp-content/uploads/2011/07/Chancen-SoMe3.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-571" title="Chancen-SocialMedia-NPO" src="http://neu.nonprofits-vernetzt.de/wp-content/uploads/2011/07/Chancen-SoMe3.jpg" alt="" width="520" height="315" srcset="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/wp-content/uploads/2011/07/Chancen-SoMe3.jpg 520w, http://blog.nonprofits-vernetzt.de/wp-content/uploads/2011/07/Chancen-SoMe3-300x181.jpg 300w" sizes="(max-width: 520px) 100vw, 520px" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die zwei Schaubilder können auch auf <a href="http://www.slideshare.net/npovernetzt/funktionen-von-npos-und-chancen-von-social-media">slideshare</a> angesehen werden. Kritik und Anregungen sind willkommen!</p>
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		<title>Web 2.0, Partizipation und die Blogosphäre</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/web-20-partizipation-und-die-blogosphare/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2009 11:59:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgergesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Empowerment]]></category>
		<category><![CDATA[Fundraising]]></category>
		<category><![CDATA[Macht]]></category>
		<category><![CDATA[NPO]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Ressourcen]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Staat]]></category>
		<category><![CDATA[Stakeholder]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn wir Blogger/innen über Web 2.0 schreiben, dann erwecken wir häufig den Eindruck, als wäre die Einführung von Social Media das Ziel und nicht der Beginn der eigentlichen Herausforderung: nämlich der Kooperation und des Meinungsaustausches mit den Stakeholdern, die via Internet mit einer Organisation in Kontakt treten. Der Umgang mit der verstärkten Partizipation von Bürgern, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn wir Blogger/innen über Web 2.0 schreiben, dann erwecken wir häufig den Eindruck, als wäre die Einführung von Social Media das <em>Ziel </em> und nicht der <em>Beginn</em> der eigentlichen Herausforderung: nämlich der Kooperation und des Meinungsaustausches mit den Stakeholdern, die via Internet mit einer Organisation in Kontakt treten.</p>
<p>Der Umgang mit der verstärkten Partizipation von Bürgern, Klienten, Kunden und die Steuerung der Kooperation zwischen Organisation und Stakeholdern, &#8211; das ist meines Erachtens die wirkliche Aufgabe, die Social Media mit sich bringen. Alles andere &#8211; die Technik, die Social Media-Strategie, die Auswahl der Instrumente, die Einführung der Tools &#8211; das sind nur die Vorbereitungen für das wirkliche Spiel, das beginnt, wenn die partizipativen Tools installiert sind.</p>
<p>In der Blogosphäre gibt es überraschend wenig Beiträge, die sich mit dieser Zeit <em>nach</em> der Einführung von Web 2.0 befassen. Die meisten Blogger haben nur die erste Phase im Blick. Wenige liefern Ideen, wie Partizipation und Kooperation online und offline erfolgreich gestaltet werden können.</p>
<p>Vielleicht haben die etablierten Organisationen wie Kommunen und Nonprofit-Einrichtungen eine Vorahnung über die Herausforderungen, die Web 2.0 mit sich bringt, wenn Hierarchie auf Netzwerke und repräsentative Systeme auf direkte Demokratie stoßen. Vielleicht erklärt sich so ihre Zurückhaltung bezüglich der Implementation von interaktiven Instrumenten.</p>
<p>Web 2.0 hat einen eminent politischen Charakter, &#8211; nicht nur wegen möglicher Machtverluste auf Seiten hierarchischer Organisationen, sondern auch deshalb, weil es das Verhältnis zwischen Bürger und Staat, Klient und professionellem Mitarbeiter, Nonprofits und Ehrenamtlichen usw. neu justiert.</p>
<p>Wird Web 2.0 angewandt, dann verkomplizieren sich die Politikformulierung und die Politikumsetzung (beides im weitesten Sinne), weil es den Kreis der Beteiligten ausdehnt. Je mehr Akteure mitsprechen, desto heterogener sind die Interessen, desto schwieriger ist die Entscheidungsfindung, desto weniger haben professionelle/fachliche Konzepte eine Chance, die sich plötzlich mit Vorschlägen von Laien konfrontiert sehen.</p>
<p>Es ist eine Fiktion, zu glauben, man könne in strittigen Fällen alles ausdiskutieren und früher oder später einen Konsens finden. In Wahrheit sind viele Positionen miteinander unvereinbar und es ist die Frage, ob Beziehungen, Projekte, Organisationen nicht an dieser schwierigen Entscheidungsfindung zwischen multiplen Akteuren &#8211; gefördert durch Social Media &#8211; zerbrechen können. Web 2.0-Anwendungen helfen uns aus diesem Dilemma nicht heraus. Lösungen sind nur aus der Weiterentwicklung partizipativer Konzepte und von Kooperationsverfahren zu erwarten.</p>
<p>Aus der Wissenschaft kommt das Feedback, dass das Phänomen der &#8216;Partizipation&#8217; theoretisch und empirisch noch zu wenig erforscht ist. Zumeist beschränken sich Befürworter und Gegner auf Positionen, die ideologisch motiviert sind, aber nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen (<a href="http://arp.sagepub.com/cgi/content/abstract/36/1/19">Fischer 2006</a> ).</p>
<p>Grundsätzlich zeigt aber die empirische Partizipationsforschung folgendes (vgl. <a href="http://arp.sagepub.com/cgi/content/abstract/36/1/19">Fischer 2006</a> ):</p>
<ul>
<li>Partizipation ist kein Selbstläufer. Es handelt sich vielmehr um einen komplizierten Prozess, der sorgfältig gepflegt, moderiert und gesteuert werden muss.</li>
<li>Partizipation führt nicht per se zu inhaltlich guten Ergebnissen mit gesellschaftlichem Mehrwert. Die empirische Untersuchung von Newig/Fritsch in <a href="http://www.amazon.de/s/ref=nb_ss_b?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&amp;url=search-alias%3Dstripbooks&amp;field-keywords=bode+b%FCrgergesellschaft&amp;x=18&amp;y=13">Bode/Evers</a> (2009) zeigt, dass partizipative Verfahren im Umweltbereich nicht immer bessere ökologische Entscheidungen produzieren. In 15 untersuchten Fällen kam es nur in sechs Verfahren zu Verbesserungen, in 5 Verfahren hat die Partizipation die ökologische Qualität der Entscheidungen verschlechtert, &#8211; weil die persönlichen Interessen über fachlich bedeutsame Aspekte dominierten.</li>
<li>Partizipation ist ein Prozess mit ungewissem Ausgang. Man kann nicht von der Ausgestaltung des Partizipationsverfahrens automatisch auf dessen Ausgang schließen.</li>
<li>Es fehlt noch detailliertes Wissen darüber, wie Partizipation genau funktioniert. Bezüglich der Beteiligungsverfahren muss erst noch gelernt werden &quot;what is good and what is bad, what works and what does not&quot; (Cornwall/Jewkes, zit. nach Fischer 2006).</li>
<li>Es zeichnet sich aber jetzt schon ab, dass eine formale Theorie über Partizipationsverfahren nicht möglich sein wird, weil jedes Verfahren sehr stark von den beteiligten Akteuren und deren Ideen/Haltungen/Wünschen dominiert wird.</li>
</ul>
<p>Angesichts der spärlichen Aufmerksamkeit, die in der Blogosphäre dem Thema &#8216;Partizipation in der Praxis&#8217; zu teil wird (obwohl Web 2.0 das Thema höchst aktuell macht), freue ich mich über Webseiten wie die diese:</p>
<p><a href="http://www.partizipative-qualitaetsentwicklung.de/partizipative-qualitaetsentwicklung.html">Partizipative Qualitätsentwicklung</a> : Die Seite bietet allen, die in der &quot;Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten&quot; aktiv sind, gutes Material über Partizipation und Kooperation.</p>
<p><a href="http://www.peopleandparticipation.net/display/Involve/Home">Involve </a> des people and participation.net, das eine interessante &quot;Bibliothek&quot; bzw. Linksammlung zum Thema Partizipation bietet.</p>
<p>Wegweiser-bürgergesellschaft.de, die unter dem Stichwort <a href="http://www.buergergesellschaft.de/politische-teilhabe/modelle-und-methoden-der-buergerbeteiligung/103413/">&#8216;Modelle und Methoden der Bürgergeteiligung&#8217;</a> auch Ressourcen für konkrete Partizipationsprozesse bieten.</p>
<p><strong>Nachtrag: </strong> ein aktuelles empirisches Beispiel, die Kampagne &#8216;StopStarbucks&#8217;, die ich beim <a href="http://klauseck.typepad.com/prblogger/2009/05/starbuckskampagne-ins-gegenteil-verkehrt.html">PR Blogger</a> gefunden habe, veranschaulicht sehr gut die system- und strukturkritischen Potentiale von Social Media.</p>
<p>Wenn eine Organisation hofft, durch einen strategischen Social Media-Einsatz, der hinsichtlich der Tools dem state-of-the-art entspricht, Interessensunterschiede zwischen ihr und ihren Stakeholdern durch einen Online-Dialog einfach auflösen zu können, dann irrt sie. Im Gegenteil: durch Social Media werden Interessensunterschiede sehr schnell sehr deutlich und sehr öffentlich. Konflikte können nicht tabuisiert werden und Defizite innerhalb der Organistion auch nicht. Es kommt alles früher oder später auf den Tisch &#8211; wer an Organisationsstrukturen festhält, die Stakeholder nicht auf Augenhöhe behandeln, wird es mit Social Media schwer haben. Denn sie zielen auch auf strukturelle Veränderungen in einer Organisation.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Nonprofit-Blogparade: Folgen der Finanzkrise für Nonprofits &#8211; Bedrohung  oder Chance?</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/nonprofit-blogparade-folgen-der-finanzkrise-fur-nonprofits-bedrohung-oder-chance/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2008 05:56:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[NPO]]></category>
		<category><![CDATA[npoblogparade]]></category>
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					<description><![CDATA[Dieser Beitrag initiiert mit der Frage &#34;Folgen der Finanzkrise für Nonprofits &#8211; Bedrohung oder Chance?&#34; eine NPO-Blogparade. Was ist eine Blogparade? Ein Blogautor stellt eine Frage und fordert die Leser dazu auf, einen eigenen Blogbeitrag über das vorgegebene Thema zu schreiben und diesen Beitrag per trackback mit dem Blogbeitrag des Initiators (Host) zu verlinken. Karin [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Beitrag initiiert mit der Frage <strong>&quot;Folgen der Finanzkrise für Nonprofits &#8211; Bedrohung oder Chance?&quot; </strong> eine NPO-Blogparade. Was ist eine Blogparade? Ein Blogautor stellt eine Frage und fordert die Leser dazu auf, einen eigenen Blogbeitrag über das vorgegebene Thema zu schreiben und diesen Beitrag per trackback mit dem Blogbeitrag des Initiators (Host) zu verlinken.</p>
<p>Karin Janner vom <a href="http://kulturmarketingblog.de/">Kulturmarketing-Blog</a> , Christian Henner-Fehr vom <a href="http://kulturmanagement.wordpress.com/">Kulturmanagement-Blog</a> , Sebastian Schwiecker von <a href="http://blog.helpedia.org/">Helpedia </a> und ich möchten eine NPO-Blogparade institutionalisieren, die sich mit dem Nonprofit-Sektor befasst. Wir möchten im Rahmen dieser NPO-Blogparaden Fragen stellen und bearbeiten, die den gemeinnützigen Bereich als Ganzes in den Blick nehmen und nicht nur Teile davon (wie Kultur, Soziales, Umwelt). Der Nutzen einer NPO-Blogparade:</p>
<ol>
<li>Indem Blogger aus den unterschiedlichen NPO-Bereichen daran teilnehmen, wächst das vorhandene Wissen über den Sektor</li>
<li>Blogs, die das Thema NPOs bearbeiten, können sich vernetzen, so dass ein Nonprofit-Blogger-Netzwerk samt den damit verbundenen Synergie-Effekten entsteht</li>
<li>Das Thema &#8216;Nonprofit-Organisationen&#8217; rückt stärker ins Rampenlicht und bekommt neue Unterstützer</li>
<li>Es entstehen neue Ideen und Kontakte</li>
</ol>
<p>Wir suchen noch BloggerInnen, die über den Nonprofit-Sektor schreiben und die bereit wären, als Host einer Blogparade mitzumachen. Bitte meldet Euch bei Interesse.<br />
In organisatorischer Hinsicht startet die erste NPO-Blogparade ganz bescheiden, ohne eigenes Logo usw. Aber wir sind noch in der Anfangsphase. Über Ideen und Anregungen zu unserem Projekt freuen wir uns.</p>
<p>Doch nun zum Thema, um das sich in dieser Blogparade alles dreht:</p>
<p>Ich habe versucht, in einem Blogbeitrag die <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/folgen-der-finanzkrise-fur-nonprofit-organisationen/">Folgen der Finanzkrise für Nonprofits</a> in acht Punkten zusammenzufassen. <a href="http://kulturmanagement.wordpress.com/2008/10/12/die-finanzkrise-auswirkungen-auf-kunst-und-kultur/">Christian Henner-Fehr</a> fragt nach den Auswirkungen der Krise auf den Kulturbereich und sieht darin auch Chancen für ein Umsteuern und für Veränderungen.</p>
<p>Besonders in Großbritannien und den USA sind wohl viele Nonprofits von der Krise betroffen. In Großbritannien scheint regelrecht <a href="http://www.guardian.co.uk/money/2008/oct/11/savings-consumeraffairs">Panik</a> unter den Wohlfahrtsorganisationen ausgebrochen zu sein, von denen viele bei isländischen Banken ihr Geld anlegten. Die interne Umfrage einer Dachorganisation ergab potentielle Verluste in Höhe von 120 Mio Pfund. Ein britischer NPO-Experte geht davon aus, dass Wohlfahrtseinrichtungen bis zu 1 Billion Pfund verlieren könnten.</p>
<p>In Deutschland ist von solchen Hiobsbotschaften noch nichts zu hören. Aber unabhängig von konkreten Verlusten werden Nonprofits auch hier bei uns langfristig in vielerlei Hinsicht von der Finanzkrise betroffen sein: weil öffentliche Gelder reduziert werden, Spender sich zurückhalten, der Wettbewerb unter NP0s noch zunimmt. <strong>Sind die Folgen der Finanzkrise für Nonprofits eine Bedrohung oder eine Chance? Wie ist Ihre/Eure Meinung hierzu?</strong></p>
<p>Wir freuen uns über Blogbeiträge, die diese Diskussion aufgreifen. Verlinkt bitte Euren Beitrag per trackback mit diesem Post. Am <span style="text-decoration: line-through;">24.10.</span> , 5. November ist die Deadline, dann sichte ich die eingegangenen Beiträge.</p>
<p>Nachtrag: um möglichst vielen BloggerInnen eine Teilnahme zu ermöglichen, habe ich den Termin für den Rücklauf auf 5.11.08 verschoben. Der ursprüngliche Zeitpunkt war zu knapp bemessen.</p>
<p>Tag: npoblogparade</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Nutzen von Online-Videos für Nonprofits</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/der-nutzen-von-online-videos-fur-nonprofits/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Jul 2008 18:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Empowerment]]></category>
		<category><![CDATA[Fundraising]]></category>
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		<category><![CDATA[Ressourcen]]></category>
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					<description><![CDATA[Weshalb sollten gemeinnützige Organisationen Online-Videos nutzen? Joitske Hulsebosch hat darüber ein Blogpost verfasst, das mich via Martin Koser erreichte. Der Beitrag hat mich dazu inspiriert, die Funktionen zusammenzutragen, die Online-Videos Nonprofits bieten können: Videos können die Botschaft einer Organisation anders transportieren als Texte auf der Webseite oder in Broschüren. Texte sprechen eher den Kopf an, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Weshalb sollten gemeinnützige Organisationen Online-Videos nutzen? Joitske Hulsebosch hat darüber ein <a href="http://joitskehulsebosch.blogspot.com/2008/07/how-can-nonprofits-use-online-video.html">Blogpost</a> verfasst, das mich via <a href="http://www.frogpond.de/">Martin Koser</a> erreichte. Der Beitrag hat mich dazu inspiriert, die Funktionen zusammenzutragen, die Online-Videos Nonprofits bieten können:</p>
<p>Videos können die Botschaft einer Organisation anders transportieren als Texte auf der Webseite oder in Broschüren. Texte sprechen eher den Kopf an, Bilder bedienen auch die Gefühle. Ein Video, das Klienten oder Mitarbeiter zu Wort kommen lässt, kann überzeugender wirken als Texte, die in der &#8216;Über uns&#8217;-Kategorie von der Organisation ins Netz gestellt werden. Allerdings müssen die Videos einen authentischen Charakter haben und dürfen nicht inszeniert wirken. Sonst ist ihre Wirkung kontraproduktiv. Die Videos sollten Menschen zeigen, die sich als Ehrenamtliche, Mitarbeiter , Klienten und Förderer über die Organisation äußern und mit ihrem Auftritt für die Organisation einstehen. Auf diese Weise kann eine Nonprofit-Einrichtung dokumentieren, wie gut sie mit ihren Stakeholdern verbunden ist und wie wichtig ihr diese Menschen sind, denen Raum gegeben wird, um öffentlich ihre Gedanken und Überzeugungen über die Arbeit der NPO zum Ausdruck zu bringen.</p>
<p>Beeindruckend gemacht sind in dieser Hinsicht die Videos von Crisis, einer britischen Organisation die sich um Obdachlose kümmert. Das Kampagnenvideo und die Videos, in denen Betroffene zu Wort kommen, sind sehr überzeugend. Genial finde ich auch die Videos von Mencap, ebenfalls einer britischen NPO, die mit behinderten Menschen zusammenarbeitet. Derartig gute Videos wie auf dieser Seite habe ich im Sozial-<br />
bereich noch selten gesehen.</p>
<p>Nicht alle Videos, die eine Nonprofit-Organisation verwendet, müssen so professionell wie die der beiden britischen NPOs und insbesondere die von Mencap ausfallen. Genutzt werden können auch selbst erstellte Videos, die anlässlich einer Konferenz, eines Interviews usw. gemacht werden. Ihre Qualität ist vielleicht nicht optimal, aber sie stehen für Aktualität und &#8211; wieder &#8211; Authentizität. Solche Amateur-Videos bieten sich speziell für Nonprofit-Weblogs an. Es gibt Blogger, die Videos stark nutzen und keine Konferenz ohne ein selbst aufgezeichnetes Interview verlassen. David Wilcox&#8217; Blog ist so ein <a href="http://www.designingforcivilsociety.org/2008/01/barcamping-with.html">Beispiel</a> . Er bietet seinen Lesern mit den Videos von Tagungen einen interessanten Mehrwert.</p>
<p>Videos transportieren nicht nur die Botschaft einer Organisation, sondern können darüberhinaus noch folgendes leisten:</p>
<p>&#8211; Videos erhöhen die Transparenz einer Einrichtung. Räumlichkeiten, Mitarbeiter, Leistungen, Konferenzen, Feste können so visualisiert werden</p>
<p>&#8211; Videos dienen der politischen Arbeit von Nonprofits. Das Netz bietet die Voraussetzungen, die notwendig sind, um Videos im Rahmen von Kampagnen breit zu streuen (über youtube, blogs usw.)</p>
<p>&#8211; Videos können für die Schulung von Mitarbeitern, Angehörigen, Internetnutzern eingesetzt werden, indem Vorträge, Interviews, Anleitungen gefilmt und den Zielgruppen zur Verfügung gestellt werden.</p>
<p>&#8211; Videos können die Entwicklung eines Hilfsprojektes dokumentieren, z.B. den Baufortschritt einer Hilfseinrichtung, den Einsatz eines neu angeschafften Hilfegerätes usw. Dies erhöht die Legitimation der Nonprofit-Organisation gegenüber den Spendern und der Öffentlichkeit.</p>
<p>&#8211; Videos können als Fundraising-Instrument eingesetzt werden. Speziell Youtube.com unterstützt Nonprofits beim Geldsammeln. Einer amerikanischen Studie zufolge sind gerade die größzügigsten Spender auch gleichzeitig Youtube-Nutzer, und zwar in einem stärkerem Ausmaß, als sie Facebook oder LinkedIn nutzen. Mehr dazu in einem <a href="http://www.netsquared.org/blog/agentchange/nonprofits-using-youtube-raise-money">Beitrag</a> von NetSquared.</p>
<p>YouTube hat ein spezielles <a href="http://www.youtube.com/nonprofits">Programm</a> für Nonprofits eröffnet, allerdings bisher nur für amerikanische und britische NPOs. Viele international bekannte Organisationen sind hier präsent und zeigen ihre Videos auf eigenen Kanälen, wie bspw. <a href="http://www.youtube.com/user/OxfamGreatBritain">Oxfam</a> . Die Videos der Nonprofit-Organisation werden auf ihrer YouTube-Seite ergänzt durch Videos, die Freunde der jeweiligen NPO eingestellt haben. Das heißt, die Stakeholder bekommen hier die Möglichkeit, einen Beitrag zum Image der NPO und deren Botschaft oder Kampagne zu leisten.</p>
<p>Videos machen eine Nonprofit-Einrichtung unabhängiger von Fernsehanstalten. Wie viel Filme über die Organisation gesendet werden, liegt nun nicht mehr in der Hand der Sender, sondern der Nonprofit-Organisation selbst. Sie entscheidet auf der Basis ihres Budgets, ihrer Zeit- und Mitarbeiterressourcen, ob ein Video (selbst) produziert wird.</p>
<p>Zusammenfassend würde ich sagen, dass bei einem Video nicht die technische Perfektion im Vordergrund stehen sollte. Dies ist ein Trugschluss, dem manche Nonprofits, die sich an Videos heranwagen, aufsitzen. Sicherlich muss die Aufnahmequalität gut sein und ansprechend, &#8211; entscheidend sind aber die Emotionen, die das Video beim Betrachter auslöst (oder auch nicht). Und diese hängen eng mit der inhaltlichen Botschaft des Videos und mit den Personen zusammen, die im Video den gemeinnützigen Träger repräsentieren</p>
<p>Weitere interessante Links zumThema<br />
<a href="http://nptimes.blogspot.com/2007/11/5-reasons-you-should-be-on-tube.html">The NonProfit Times</a> , <a href="http://www.netsquared.org/blog/britt-bravo/audio-or-video-podcast-which-should-my-nonprofit-use">NetSquared</a></p>
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		<title>SocialCamp Berlin: Nachlese</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/socialcamp-berlin-nachlese/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jun 2008 22:06:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[NPO]]></category>
		<category><![CDATA[Plattform]]></category>
		<category><![CDATA[Social Software]]></category>
		<category><![CDATA[SocialCamp]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8220;Was passiert, wenn man 60 Internet- spezialisten mit 60 Weltverbesserern der NGO-Gemeinde aus ganz Deutschland für 48 Stunden in eine Berliner Fabriketage schließt?&#8221; &#8211; fragten die Organisatoren des SocialCamp um Basti Schwiecker von Helpedia und selfHUB. Meine Antwort als SocialCamp-Teilnehmerin: es ergeben sich viele gute Gespräche, Ideen und Lösungsansätze für den Nonprofit-Sektor. Vertreten waren aus [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" loading="lazy" class="alignleft" style="float: left;" src="http://alles-was-gerecht-ist.de/wp-content/uploads/2008/06/logo.jpg" alt="" width="200" height="38" /><br />
&#8220;Was passiert, wenn man 60 Internet-</p>
<p>spezialisten mit 60 Weltverbesserern der NGO-Gemeinde aus ganz Deutschland für 48 Stunden in eine Berliner Fabriketage schließt?&#8221; &#8211; fragten die Organisatoren des SocialCamp um Basti Schwiecker von <a href="http://blog.helpedia.org/">Helpedia</a> und <a href="http://www.self-germany.de/pageID_2681939.html">selfHUB</a>.</p>
<p>Meine Antwort als SocialCamp-Teilnehmerin: es ergeben sich viele gute Gespräche, Ideen und Lösungsansätze für den Nonprofit-Sektor. Vertreten waren aus dem gemeinnützigen Bereich vor allem die Akteure der Neuen Sozialen Bewegungen, die mit ihren Projekten inspirieren.</p>
<p>Es gab auf dem Camp eine große Bandbreite an Sessions, allesamt von den Teilnehmer/innen selbst gestaltet. Die Themen und Dokumentationen stehen im <a href="http://socialcamp.mixxt.de/networks/wiki/index">SocialCamp Wiki</a> .</p>
<p>Ich selbst besuchte die Veranstaltung von Charlotte Buttkus von <a href="http://www.guidestar-deutschland.de/">GuideStar Deutschland</a>. Vor Tagen erst habe ich über GuideStar <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/guidestar-eine-online-datenbank-des-nonprofit-sektors/">gebloggt</a> und nun profitiert von den Informationen aus erster Hand. Mein Fazit der Session: der Nutzen von GuideStar für Nonprofits muss noch deutlicher kommuniziert werden. Die Länder könnten wichtige Bündnispartner von GuideStar und Multiplikatoren des Projekts sein, das mehr Transparenz im gemeinnützigen Sektor anstrebt. Schade nur, dass ein solches Projekt unter finanziellen Restriktionen leidet und vom Auslaufen der Fördermittel bedroht ist.</p>
<p>Bei Sophie Scholz von <a href="http://fairdo.net/">fairdo.net</a> diskutierten wir über die Idee, eine Online-Börse einzurichten, die ehrenamtliche IT- und Internetexperten an kleine Nonprofits vermittelt, die zur regulären Finanzierung von Fachleuten nicht in der Lage sind. In Großbritannien gibt es bereits ein solches Reservoir an Ehrenamtlichen, die dann alljährlich die Chance auf den <a href="http://www.icthub.org.uk/ictawards/National_ICT_Hub_Awards_2008_-_individual_contribution_to_ICT_in_the_voluntary_sector.html">ICT Hub award</a> für das besondere IT-Engagement von Individuen haben.</p>
<p>Markus Beckedahl von <a href="http://netzpolitik.org">netzpolitik.org </a> informierte über freie Software für Nonprofits und Stefan Evertz von <a href="http://www.hirnrinde.de">hirnrinde.de </a> stellte die Idee eines Kollegen vor, ein Online-Kampagnennetzwerk aufzubauen, von dem Internetnutzer Kampagnen-Banner herunterladen können um sie in ihr eigenes Internetangebot zu integrieren.</p>
<p>Interessant war für mich auch die Session von Karin Janner vom <a href="http://kulturmarketingblog.de/">Kulturmarketing Blog</a> , die den Einsatz von Web2.0 für Kultureinrichtungen thematisierte. Ihre Ideen und Vorschläge gleichen meinem Zugang, sozialen Dienstleistern die Möglichkeiten des Web2.0 zu vermitteln.</p>
<p>Ich selbst habe in einer Session meine Idee eines Web2.0-für-Nonprofits-Wikis vorgestellt. Ein paar konzeptionelle Stichworte dazu finden sich <a href="http://socialcamp.mixxt.de/networks/wiki/index.sesa">hier</a> . Die Reaktion der Teilnehmer/innen war ambivalent. Die einen fanden die Idee sehr gut, die anderen sahen keinen besonderen Mehrwert darin, weil sie der Ansicht sind, dass es genügend Infos über Web2.0 im Netz gibt bzw. die Zielgruppe kein Wiki ansteuern wird. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass ein solch niedrigschwelliges Fach-Wiki, das auf den deutschen Nonprofit-Sektor zugeschnitten ist, eine sinnvolle Ergänzung zu den häufig technikorientierten und englischsprachigen Informationsangeboten wäre. Ich bleibe an der Idee dran. Näheres hierzu bei Gelegenheit im Blog.</p>
<p>Neben all den Veranstaltungen war auch das persönliche Zusammentreffen mit Bloggern, die ich bisher nur über ihre Weblogs kannte, sehr nett und erfreulich. So bspw. das Gespräch mit Christian Kreutz von <a href="http://crisscrossed.net/">crisscrossed.net</a> , Ina Müller-Schmoß von <a href="http://www.kreative-strukturen.de">Kreative Strukturen</a> , Andrea Nienhaus von  <a href="http://alles-was-gerecht-ist.de">Alles, was gerecht is</a>t und vielen anderen mehr. Übrigens hat Andrea Nienhaus vor zwei Jahren an einem sehr interessanten Buchprojekt mitgewirkt: <a href="http://www.initiative-sozialmarketing.de/inhalt.html">Sozialmarketing als Stakeholder-Management</a> (2006). Wir haben auf dem SocialCamp darüber gesprochen. Ein sehr gutes und schön gemachtes Buch, das ich nur wärmstens empfehlen kann.</p>
<p>Zum Abschluss: herzlichen Dank an das Organisationsteam! Ich hoffe, es gibt im kommenden Jahr eine Fortsetzung des SocialCamp.</p>
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		<title>Online Fundraising-Plattformen, Teil II</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/online-fundraising-plattformen-teil-ii/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jan 2008 23:01:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fundraising]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[NPO]]></category>
		<category><![CDATA[Plattform]]></category>
		<category><![CDATA[Ressourcen]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>
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					<description><![CDATA[Dank der Kommentare zu meinem letzten Beitrag über Fundraising-Plattformen im Netz habe ich mich noch einmal auf die Suche nach Plattformen gemacht, die hier in Deutschland bzw. im deutschsprachigen Raum Spender und gemeinnützige Organisationen zusammenbringen wollen. Bei npo-info.de bin ich auf eine Charity-Website-Analyse aus dem Jahr 2007 gestoßen, die u.a. die Reichweite von Spendenportalen untersucht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dank der Kommentare zu meinem letzten <a href="http://nonprofits-vernetzt.de/blog/index.php/online-fundraising-plattformen/">Beitrag</a> über Fundraising-Plattformen im Netz habe ich mich noch einmal auf die Suche nach Plattformen gemacht, die hier in Deutschland bzw. im deutschsprachigen Raum Spender und gemeinnützige Organisationen zusammenbringen wollen. Bei <a href="http://www.npo-info.de/">npo-info.de</a> bin ich auf eine <a href="http://www.registeronline.de/archiv/Default.asp?bid=1131">Charity-Website-Analyse</a> aus dem Jahr 2007 gestoßen, die u.a. die Reichweite von Spendenportalen untersucht und eine Liste mit hiesigen gemeinnützigen und kommerziellen Plattformen enthält. Diese Plattformen habe ich mir angesehen und wie folgt klassifiziert:</p>
<ol>
<li>Plattformen, die NPO-Verzeichnisse bieten mit Links auf die Webseite der jeweiligen gemeinnützigen Organisation, wo dann auch gespendet werden kann (das sind lediglich Fundraising-Plattformen im weitesten Sinne): <a href="http://www.hilfsorganisationen.de">hilfsorganisationen.de</a>, <a href="http://www.charity-label.com">charity-label.com</a>, <a href="http://www.helpedia.org">helpedia.org</a> (im Aufbau)</li>
<li>Plattformen, die für bestimmte Zwecke Spenden  sammeln: <a href="http://www.gutetat.de">gutetat.de </a>konzentriert sich auf Sachspenden und ehrenamtliche Hilfe für kleinere und mittlere Hilfsprojekte, die auf individuellen Initiativen  basieren. Der räumliche Schwerpunkt für die freiwilligen Helfer liegt derzeit noch auf Berlin und München. Wer in einem Projekt mithelfen möchte, muss zu den örtlichen Treffen kommen, d.h. es wird hier nicht alles online geregelt.</li>
<li>Plattformen, die Spenden für registrierte Nonprofit-Organisationen sammeln: über <a href="http://www.spendenportal.de">spendenportal.de</a> werden Geld- und Sachspenden direkt an gemeinnützige Organisationen  geleitet. Es gibt auch die Möglichkeit, sich für ein freiwilliges Engagement zu melden. Originell ist die Ausgabe von Sozialaktien, falls man eine Einrichtung dauerhaft unterstützen möchte. Spendenbuttons und Plattform-Logo können auf private Webseiten geladen werden. Bei <a href="http://www.helpdirect.org">helpdirect.org</a> kann ebenfalls direkt an eine Organisation gespendet werden. Wer sich für keine entscheiden kann, zahlt das Geld in thematisch gegliederte Spendenpools ein, deren Mittel dann vom Vorstand der gemeinnützigen Plattform an Hilfsprojekte verteilt werden.  helpdirect erstellt zudem für Interessenten individuelle Spendenbutton, so dass man auf den eigenen Webseiten zeigen kann, welches konkrete Projekt man unterstützt (nicht nur welche Organisation). <a href="http://www.spenden.de">Spenden.de</a> wurde von einem Softwareunternehmen gegründet. Es können sich hier gemeinnützige Organisationen eintragen, an die man über die Plattform direkt spenden kann.</li>
<li>Plattformen, auf denen neben Organisationen auch Einzelpersonen ein Projekt vorschlagen können: <a href="http://de.betterplace.org/">betterplace.org</a>. Für das jeweilige Projekt wird eine eigene Seite mit Projektblog, Photos, Unterstützer, Spendenbarometer etc. erstellt.</li>
<li>Plattform, die Banner anbietet, welche auf die Seiten gemeinnütziger Organisationen verlinken (d.h. eine direkte Spende ist hier nicht möglich): <a href="http://www.web2help.de">web2help.de</a></li>
<li>Einkaufs- und Auktions-Plattformen, bei denen der Spender gleichzeitig einen sozialen Zweck unterstützen kann: <a href="http://www.socialpower.net">socialpower.net</a> und <a href="http://www.ycare.de">ycare.de</a></li>
<li>Plattformen, die nicht nur den Kontakt zu NPOs herstellen, sondern auch ein Netzwerk bieten, in dem man nach Unterstützern für eine gute Sache suchen kann: <a href="http://de.betterplace.org/">betterplace.org</a>.</li>
</ol>
<p>Laut der <a href="http://www.registeronline.de/archiv/Default.asp?bid=1131">Charity-Website-Analyse</a> von npo-info, die über einen vierwöchigen Zeitraum mit Hilfe von statbrain.com erstellt wurde (wie zuverlässig ist dieses Tool?), schneidet helpdirect.org als Marktführer bei den Spendenportalen ab.</p>
<p>Grundsätzlich hatte ich beim Durchforsten all  der hier vorgestellten Seiten den Eindruck, dass sich hier noch vieles im Entwicklungsstadium befindet.  Die Zahl der bei den Plattformen registrierten Organisationen ist noch bescheiden im Vergleich zu den amerikanischen Vorbildern, wo man z.B. bei <a href="http://www.change.org/">change.org</a>  in einer Datenbank unter 1,5 Mio. Nonprofits auswählen kann. Ebenso bescheiden wird auf manch einer Spenden-Plattform das Spendenaufkommen sein. Auch hier schneiden amerikanische Plattformen sehr gut ab, siehe <a href="http://www.networkforgood.org/">networkforgood.org</a>, wo seit 2001 über 100 Mio. Dollar Spenden eingesammelt wurden.</p>
<p>Sicherlich ist die unterschiedliche Spendentradition in den USA hierfür mitverantwortlich und die hier weiter entwickelte Nutzung des Internets. In Deutschland waren im ersten Halbjahr 2007 die über 50-Jährigen für 70% der Spenden verantwortlich (vgl. <a href="http://www.spendenrat.de/index.php?id=56,114,0,0,1,0">Deutscher Spendenrat</a>). Und diese Altersgruppe ist nicht durchgängig im Netz vertreten. Andererseits haben es die NPOs noch nicht geschafft, die Ressourcen der Jüngeren und der Menschen mit hohem Einkommen anzuzapfen. Für diese Zielgruppen, &#8211; die übrigens, wenn sie spenden, einen viel höheren Betrag geben als die ältere Generation, sind Spenden-Plattformen eine gute Einrichtung.</p>
<p>Nur: allein mit bürgerschaftlichen Projekten und Initiativen wird man nicht den Traffic auf die obigen Plattformen bringen bzw. das Spendenaufkommen erzielen, das sich alle wünschen. Hier in Deutschland ist der dritte Sektor (= der Nonprofit-Bereich) zu einem guten Teil verbandlich verfasst. Man muss demnach die großen Dienstleistungsanbieter ins Boot bekommen, wenn man eine große und erfolgreiche Plattform betreiben will. Wenn sämtliche Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege in einer Plattform registriert wären, könnte man als Spender aus einer Datenbank mit rd. 100 000 Einrichtungen auswählen. In den USA gibt es mit <a href="http://www.guidestar.org">guidestar.org</a> eine riesige NPO-Datenbank, die mehreren Spenden-Plattformen zur Verfügung steht. Vielleicht würde ein solch umfassender Informationspool manche Spenden-Plattform attraktiver machen?</p>
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