<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Finanzkrise &#8211; Nonprofits-vernetzt.de</title>
	<atom:link href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/category/finanzkrise/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de</link>
	<description>Partizipatives Stakeholder-Management &#38; Digitalisierung im Nonprofit-Sektor</description>
	<lastBuildDate>Tue, 19 Oct 2010 08:29:38 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.1.1</generator>
	<item>
		<title>&#8220;Big Society&#8221; &#8211; neue Pläne für die britische Zivilgesellschaft</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/big-society-neue-plane-fur-die-britische-zivilgesellschaft/</link>
					<comments>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/big-society-neue-plane-fur-die-britische-zivilgesellschaft/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Oct 2010 08:29:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bürgergesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Community]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Empowerment]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Kommune]]></category>
		<category><![CDATA[Macht]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[NPO]]></category>
		<category><![CDATA[open data]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Profession]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Dienste]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialeinrichtung]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Kapital]]></category>
		<category><![CDATA[Staat]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
		<category><![CDATA[UK]]></category>
		<category><![CDATA[Ziele]]></category>
		<category><![CDATA[Big Society]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerengagement]]></category>
		<category><![CDATA[Community Organising]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilgesellschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=378</guid>

					<description><![CDATA[Die britische Koalitionsregierung aus Konservativen und Liberaldemokraten, seit Mai 2010 im Amt, hat angesichts des enormen staatlichen Haushaltsdefizits von 12% beschlossen, öffentliche Leistungsangebote zu reduzieren und mehr Macht und Handlungsmöglichkeiten in die Hände der Bürger zu legen. Anstatt &#8216;Big Government&#8217; und &#8216;Big Bureaucracy&#8217; wird nun auf eine starke Zivilgesellschaft gesetzt, die nicht nur zu Einsparungen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die britische Koalitionsregierung aus Konservativen und Liberaldemokraten, seit Mai 2010 im Amt, hat angesichts des enormen staatlichen <a href="http://www.egovernment-computing.de/forum/messages.cfm?threadid=297A706B-A368-4B03-8819E10F8DBBE3A0&amp;page=1&amp;%231">Haushaltsdefizits von 12%</a> beschlossen, öffentliche Leistungsangebote zu reduzieren und mehr Macht und Handlungsmöglichkeiten in die Hände der Bürger zu legen. Anstatt &#8216;Big Government&#8217; und &#8216;Big Bureaucracy&#8217; wird nun auf eine starke Zivilgesellschaft gesetzt, die nicht nur zu Einsparungen verhelfen soll, sondern auch zu qualitativ besseren Diensten auf kommunaler Ebene. Dazu bekommen die Bürger neue Instrumente an die Hand, die Kompetenzen von staatlichen Institutionen zu Bürgern umverteilen. Das <a href="http://www.cabinetoffice.gov.uk/newsroom/news_releases/2010/100518-news-big-society-launch.aspx">Big Society Programm</a> umfasst offiziell die folgenden Ziele (siehe <a href="http://www.cabinetoffice.gov.uk/media/407789/building-big-society.pdf">pdf</a>):</p>
<ul>
<li>Zivilgesellschaftliche Gruppen und Gemeinschaften sollen mehr Macht erhalten</li>
<li>Bürger werden ermuntert, eine aktive Rolle in ihrem Gemeinwesen zu übernehmen</li>
<li>Kompetenzen werden dezentralisiert bzw. von der nationalen auf die lokale Verwaltung übertragen</li>
<li>Genossenschaften, gemeinnützige Wohlfahrtsorganisationen, Sozialunternehmen, Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit sollen unterstützt werden</li>
<li>Die Regierung verspricht, dass Bürger ein Recht auf Daten erhalten und damit Zugriff auf staatliche Datensätze.</li>
</ul>
<p>Diese Grobkonzeption der Big Society vom Mai 2010 wurde zwischenzeitlich in vielen Regierungsreden, &#8211; papieren und -interviews näher ausgeführt, ohne dass das Konzept ganz konsistent vorliegen würde. Es befindet sich sozusagen noch im Entwicklungsstadium, so dass ich froh bin, auf ein gutes und aktuelles Papier gestoßen zu sein, das die zivilgesellschaftlichen Implikationen des Politikprogramms systematisch bespricht.</p>
<p>Das<a href="http://www.cdx.org.uk/sites/default/files/CDF%20expert%20panel%20paper%20two%20-%20The%20Big%20Society%20and%20the%20responsive%20state.pdf"> Papier ist von Melanie Bowles</a> von der <a href="http://cdf.org.uk/web/guest">Community Development Foundation</a>. Es listet die Instrumente auf, mit denen die Regierung die Big Society bauen will (S. 3ff):</p>
<p>Unter dem Stichwort<strong> &#8216;Community Empowerment&#8217; </strong>wird angestrebt, dass jeder Bürger Mitglied einer Nachbarschaftsgruppe wird und sich bürgerschaftliches Engagement als Norm etabliert. Bürger, Gruppen, Nonprofits und Sozialunternehmen sollen die Möglichkeit erhalten, öffentliche Dienste oder öffentliche Infrastrukturangebote (Post) neu anzubieten oder von der staatlichen Hand zu übernehmen. Sie müssen sich hierfür einem öffentlichen Angebotsverfahren unterwerfen. Auch Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung erhalten das Recht, öffentliche Dienste gemeinsam mit anderen Kollegen in Genossenschaftsform zu übernehmen. Gemeinnützige soziale Dienstleister bekommen längerfristige Verträge mit der öffentlichen Hand, die auf den Outcome &#8211; und nicht mehr auf den Output &#8211; abzielen, mit allen wirtschaftlichen Unwägbarkeiten für die Anbieter, die damit verbunden sind.</p>
<p>Ein <strong>Big Society Day</strong>, der die Selbsthilfe und das Bürgerengagement zelebriert, und ein <strong>National Citizen Service</strong>, der 16- Jährige für acht Wochen in gemeinwesenorientierte Aufgaben bringt, sollen bei den Jugendlichen das Bewusstsein für &#8220;What can we do for others? What can we do for ourselves?&#8221; (S. 2) stärken.</p>
<p>Um die Bildung von Gruppen, Gemeinschaften, Genossenschaften etc. auf kommunaler Ebene zu fördern, will die Regierung<strong> 5000 Community Organiser</strong> neu ausbilden, die allerdings keinen Job in der öffentlichen Verwaltung bekommen, sondern sich auf eigene Faust eine Finanzierung suchen müssen &#8211; wenn sie ihre Dienste als Freiwillige nicht umsonst anbieten wollen.</p>
<p>Auch lokale Aktivisten können als Community Organiser verpflichtet werden, was freiwillig Engagierte gegenüber den Professionellen aufwertet. Andererseits ist eine Installation von Community Organisern auf lokaler Ebene ohne eine entsprechende öffentliche Förderung ihrer Tätigkeit höchst fragwürdig. Die Regierung sieht diese Nicht-Finanzierung positiv, weil dadurch die lokalen Gruppen und Gemeinwesenarbeiter von ihrer Abhängigkeit von staatlichen Mitteln und staatlicher Kontrolle befreit wären. Dazu kritisch Bowles (2010): &#8220;Any new found &#8216;freedom&#8217; to respond to community needs may not deliver much social change without resourcing and support for grassroots community activity&#8221; (S. 5). Die Regierung wird lediglich das Geld für 100 Projekte bereithalten, um den Community-Aufbau in den benachteiligsten Gebieten des Landes finanziell zu unterstützen.</p>
<p>Im <strong>Verhältnis Staat- Bürger</strong> sollen sich durch das Big Society-Konzept ebenfalls einige Dinge verändern:</p>
<p>Bürger erhalten das Recht, zu jeder lokalen Angelegenheit ein Referendum zu initiieren, ohne dass ein Quorum notwendig wäre. Bürger erhalten mehr Mitsprache bei kommunalen Planungen, wohingegen zentrale/regionale Planungskompetenzen beschnitten werden (S. 7). Verwaltungsleistungen sollen den Bürger zum Mittelpunkt haben und nicht die Rationalität der einzelnen Ämter und Fachbereiche (S. 8).</p>
<p>Nat Wei, einer der Big Society-Vordenker und Regierungsberater, <a href="http://natwei.wordpress.com/2010/09/10/navigating-the-big-society-part-2/">zieht eine Analogie</a> zwischen der angestrebten <strong>Gesellschaftsform</strong> und dem <strong>Internet</strong>: bei beiden gehe es um eine Machtverschiebung hin zum einzelnen Bürger und zu Lasten traditionell mächtiger Institutionen.</p>
<p>Diese Aussage bietet einen guten Punkt, um mit ein paar kritischen Fragen zum Big Society-Konzept anzudocken:</p>
<p>1. Gerade das Internet, auf das Nat Wei Bezug nimmt, verschafft hauptsächlich aktiven und weniger aktiven Bürgern Partizipationsgewinne. Die passiven Bürger bleiben auch im Internet weitgehend stumm (vgl.<a href="http://www.ingentaconnect.com/content/routledg/rics/2008/00000011/00000007/art00004"> Kavanaugh et. al</a>. 2008). Die Big Society zielt auf den aktiven Bürger ab. Es stellt sich die Frage, in wieweit die Menschen am Rand hier mitgenommen werden. Ohne spezielle Förderung besteht die Gefahr, dass durch das Konzept nur bestimmte Schichten ermächtigt werden, &#8211; jene, die in der Lage sind, ihre Interessen wahrzunehmen und sich aktiv auf kommunaler Ebene einzubringen.</p>
<p>2. Das Community-Organising, das einen zentralen Stellenwert auf kommunaler Ebene erhält, muss weitgehend ohne Mittel auskommen, was die Möglichkeit einschränkt, die Beteiligungskompetenzen von benachteiligten Gruppen flächendeckend zu stärken.</p>
<p>3. Traditionell konzentriert sich das Community- Organising darauf, die Bedürfnisse der einzelnen Gemeinschaften mit den Betroffenen auszuarbeiten und, wo es notwendig ist, Interessenkonflikte auf lokaler Ebene auch offensiv zu thematisieren und anzugehen. Die Gemeinwesenarbeit, wie sie die konservativ-liberaldemokratische Regierung entwirft, dient hingegen der Umsetzung des Big Society- Konzepts, &#8211; Alternativen stehen nicht zur Diskussion.</p>
<p>4. Die Big Society will in erster Linie eine aktive Bürger- und Helfergesellschaft sein. Bürger als politische Subjekte, Interessensunterschiede zwischen Gruppen und Konflikte spielen in dem Konzept keine Rolle. Es geht von einem Konsens aus, der doch in einer pluralistischen Gesellschaft so nicht vorausgesetzt werden kann.</p>
<p>5. Bürger können und sollen im Rahmen der Big Society öffentliche Dienste selbst übernehmen. Ungeklärt ist, wie sich diese Privatisierung auf die Professionalität der Dienste, auf ihre Preise und ihre Reichweite auswirkt.</p>
<p>6. Die Community Organiser sollen als Intermediäre zwischen Bürgern und lokalen Gemeinschaften fungieren sowie als Vermittlungsinstanz zwischen Bürgern und der Lokalverwaltung. Andere Intermediäre sind im Big Society-Konzept nicht erkennbar. Die Labour-Partei hat die wichtige Rolle der Organiser schon erkannt und selbst rasch 1000 Kandidaten für diese Funktion auf lokaler Ebene rekrutiert (RSA, via <a href="http://www.designingforcivilsociety.org/2010/10/community-organisers-for-big-society-from-both-sides.html">David Wilcox</a>), was die politische Dimension dieses Jobs deutlich macht.</p>
<p>Insbesondere Dritte-Sektor-Organisationen werden als mögliche Vermittlungsinstanzen im Big Society-Konzept nicht erwähnt. Das ist schade. Und ein defizitärer Punkt. Denn Dritte Sektor- Institutionen können Bürger jene Kompetenzen vermitteln und Instrumente an die Hand geben, die notwendig sind, um Interessen effektiv zu vertreten. Wie es in einem <a href="http://www.timesonline.co.uk/tol/comment/faith/article7116843.ece?token=null&amp;offset=0&amp;page=1">Times-Artikel</a> zutreffend heißt: &#8220;Without the institutions and the modes of associative power institutions enable, the individual is left utterly naked before the power of the market and the state&#8221; (Bretherton 2010).</p>
<p>Unabhängig von den hier kritisierten Punkten ist es spannend zu sehen, welche Diskussionen und Entwicklungen derzeit in einem europäischen Nachbarland stattfinden. Wer die Diskussion in der britischen Blogosphäre zum Thema &#8216;Big Society&#8217; verfolgen will, findet <a href="http://bigsociety.amplify.com/">hier</a> einen guten Ausgangspunkt.</p>
<p>Interessant ist ebenfalls , wie weit die Forschung über Communities und Netzwerke und ihre Bedeutung für die Zivilgesellschaft in Großbritannien schon gediehen ist. Während man bei uns noch sehr stark auf den einzelnen Bürger fokussiert und weniger auf die Strukturen in den Gemeinden und Organisationen (exemplarisch hierfür: die<a href="http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2010/10/Nationale%20Engagementstrategie_10-10-06.pdf"> nationale Engagementstrategie der Bundesregierung</a>), ist die Gemeinwesenarbeit und die Bedeutung von Netzwerken in Großbritannien schon ein großes Thema. Dazu aber mehr in einem weiteren Blogbeitrag.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/big-society-neue-plane-fur-die-britische-zivilgesellschaft/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vernetzung als Chance für gemeinnützige Organisationen</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/vernetzung-als-chance-fur-gemeinnutzige-organisationen/</link>
					<comments>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/vernetzung-als-chance-fur-gemeinnutzige-organisationen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 11:05:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Kommune]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[NPO]]></category>
		<category><![CDATA[Ressourcen]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Dienste]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialeinrichtung]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Kapital]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Ziele]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=176</guid>

					<description><![CDATA[In Zeiten von Wirtschaftskrise und kommunaler Sparhaushalte sorgen sich gemeinnützige Organisationen um ihre Budgets. In der Regel wird ein linearer Zusammenhang zwischen den zur Verfügung stehenden Ressourcen und der Größe und Vitalität des Nonprofit-Sektors gezogen. Die Netzwerkforschung zeigt jedoch, dass es nicht so sehr auf den Ressourcenbestand ankommt, über den der Nonprofit-Sektor verfügt, sondern darauf, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In Zeiten von Wirtschaftskrise und kommunaler Sparhaushalte sorgen sich gemeinnützige Organisationen um ihre Budgets. In der Regel wird ein linearer Zusammenhang zwischen den zur Verfügung stehenden Ressourcen und der Größe und Vitalität des Nonprofit-Sektors gezogen. Die Netzwerkforschung zeigt jedoch, dass es nicht so sehr auf den Ressourcen<em>bestand</em> ankommt, über den der Nonprofit-Sektor verfügt, sondern darauf, ob Ressourcen zwischen Organisationen <em>ausgetauscht</em> werden<a href="http://nvs.sagepub.com/cgi/content/abstract/38/4/597"> (Paarlberg/Varda 2009)</a>. Durch den Ressourcenaustausch erweitern Nonprofits ihre Handlungsoptionen, weil sie auf einen größeren Pool an Ressourcen zugreifen können, als wenn sie ausschliesslich über ihre eigenen Mittel und Möglichkeiten verfügen können.</p>
<p>Existieren in den Gemeinden Netzwerke zwischen gemeinnützigen Einrichtungen, örtlichen Institutionen und Bürgern, in denen Informationen und Wissen ausgetauscht, Kompetenzen und Ressourcen gebündelt und gemeinsame Projekte initiiert und umgesetzt werden?</p>
<p>Wie wichtig der Ressourcenaustausch zwischen Organisationen ist, zeigen Paarlberg/Varda zufolge auch die Beispiele der High-Tech-Gründerzentren Silicon Valley und Route 128: beide verfügten anfangs über eine ähnliche Ressourcenausstattung. Aber während das Silicon Valley aufgrund des hier existierenden Ressourcenaustausches zwischen Organisationen schnell prosperierte, hinkte das Projekt Route 128 in Boston hinterher. Die dort herrschende &#8216;Geheimhaltungskultur&#8217; und die Selbstbezogenheit der Organisationen verhinderten einen regen wechselseitigen Austausch.</p>
<p>Wo Menschen der Zugang zu sozialen Diensten fehlt oder dieser Zugang erschwert ist, muss es sich laut Paarlberg/Varda nicht unbedingt um eine arme Gebietskörperschaft handeln. Der Mangel kann auch daran liegen, dass in der Kommune die gemeinnützigen Anbieter untereinander zu wenig im Austausch stehen bzw. sie ihre wechselseitigen Beziehungen nur mangelhaft steuern.</p>
<p>Wenn speziell der <em>Austausch von Ressourcen</em> einen Mehrwert schafft, dann rücken <em>Beziehungen</em> zwischen Tauschpartnern in den Vordergrund. Es geht dann darum, kommunale Netzwerke aufzubauen, die durch Wechselseitigkeit, Stabilität und Vertrauen gekennzeichnet sind. Aber viele Verantwortliche im Nonprofit-Sektor betrachten ihre Organisation als Solitär und investieren zu wenig in den Netzwerkaufbau (über ihr eigenes Milieu hinaus), weil sie noch daran glauben, den Weg alleine gehen zu können. Dass durch mangelhafte Kooperation langfristig nicht nur ihre Organisation Schaden nimmt, sondern der gesamte Dritte Sektor einer Stadt und das Gemeinwesen als Ganzes, ficht sie nicht an. Zu groß sind ihre Bedenken, wenn es um eine Öffnung nach außen geht, zu wenig wird von einer Kooperation erwartet. Letzteres kommt zum Teil daher, dass manche Kooperations- und Vernetzungsprojekte nicht wirklich soziales Kapital schaffen. Denn dieses entsteht nicht automatisch durch gemeinsame Sitzungen, sondern nur, wenn man Ressourcen aktiv untereinander teilt.</p>
<p>Netzwerke für den Ressourcenaustausch sind lebensnotwendig für gemeinnützige Träger, wenn sie wachsen, gedeihen und effektiv sein wollen. Netzwerke bilden das <em>soziale Kapital</em> von Nonprofit-Organisationen, weil sie über Netzwerke Ressourcen akquirieren können.</p>
<p>Die Netzwerk-Perspektive bildet laut Michael C. Gilbert vom Nonprofit Online News &#8211; Blog den neuen <a href="http://news.gilbert.org/NetworksOfTrust">&#8220;frame of reference&#8221;</a> für gemeinnützige Organisationen. Nimmt man die Welt aus der Netzwerk-Perspektive wahr, dann sieht man auch Spender oder freiwillige Helfer nicht als isolierte Wesen, die mit einer Nonprofit-Einrichtung Verbindung aufnehmen. Sondern man sieht sie ebenfalls als Teil von Netzwerken. Was bedeutet, dass man als Nonprofit-Organisation Spender und Freiwillige nicht nur über Einzelwerbung und -ansprache erreichen kann, sondern auch über die eigene Vernetzung mit anderen Institutionen.</p>
<p>Das Internet ist eine große Hilfe, wenn Vernetzung angestrebt wird. Man kann sich hier nicht nur mit anderen direkt verbinden, sondern &#8211; wie im Fall von Xing oder Twitter &#8211; auch (indirekt) auf die Netzwerke anderer zugreifen. Allerdings bringt die Vernetzung allein noch keinen Mehrwert. Soziales Kapital entsteht erst &#8211; wie oben erwähnt &#8211; durch den Austausch und das Teilen von Ressourcen.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/vernetzung-als-chance-fur-gemeinnutzige-organisationen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>6</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Forward together&#8221;- der amerikanische Nonprofit-Sektor fordert einen neuen Pakt mit dem Staat</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/forward-together-der-amerikanische-nonprofit-sektor-fordert-einen-neuen-pakt-mit-dem-staat/</link>
					<comments>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/forward-together-der-amerikanische-nonprofit-sektor-fordert-einen-neuen-pakt-mit-dem-staat/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 09:35:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Fundraising]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[NPO]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Ressourcen]]></category>
		<category><![CDATA[Social Software]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Dienste]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialeinrichtung]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Kapital]]></category>
		<category><![CDATA[Stakeholder]]></category>
		<category><![CDATA[Wiki]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzierung]]></category>
		<category><![CDATA[Staat]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=138</guid>

					<description><![CDATA[Seit Anfang März sammelt eine Deklaration aus dem amerikanischen Nonprofit-Sektor Unterschriften für einen neuen Pakt mit Amerika, weil speziell das Verhältnis zwischen Nonprofits und Staat auf eine neue Grundlage gestellt werden müsse. Die Deklaration wurde zwischenzeitlich von hunderten NPO-Vertretern unterschrieben. Die Erklärung geht von der Feststellung aus, dass amerikanische Nonprofits in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise ihre [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Anfang März sammelt eine <a href="http://www.jhu.edu/listeningpost/forward/ForwardTogetherDeclaration.pdf">Deklaration</a> aus dem amerikanischen Nonprofit-Sektor Unterschriften für einen neuen Pakt mit Amerika, weil speziell das Verhältnis zwischen Nonprofits und Staat auf eine neue Grundlage gestellt werden müsse. Die Deklaration wurde zwischenzeitlich von hunderten NPO-Vertretern unterschrieben.</p>
<p>Die Erklärung geht von der Feststellung aus, dass amerikanische Nonprofits in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise ihre volles Potential nicht entfalten könnten, weil finanzielle, rechtliche und politische Restriktionen ihren Handlungsspielraum einschränkten. Insbesondere die Partnerschaft mit dem Staat würde nicht optimal funktionieren. Lester M. Salamon, eine Koryphäe der Nonprofit-Forschung, spitzt dies sogar noch zu und stellt gegenüber der <a href="http://www.nytimes.com/2009/03/05/us/05charity.html?_r=2">NYTimes </a> fest ÂOne of the messages of this declaration is that the partnership between us and the government isnÂt working, and thatÂs not good for the country.Â</p>
<p>Die Erklärung fordert eine institutionalisierte politische Teilhabe für den Nonprofit-Sektor auf allen politischen Ebenen, eine Investition in die Kompetenzen und Innovationsfähigkeit des Nonprofit-Sektors und eine größere Wertschätzung der anwaltschaftlichen Funktionen von Nonprofits. Gefordert wird eine &quot;Citizen-Sector Capacity-Building Initiative&quot;. Die Forderung erinnert an das britische Programm &quot;Change Up&quot;, das sich seit 1996 um die Stärkung des Nonprofit-Sektors bemüht. 1996 bis 2011 stehen dafür in Großbritannien rd. 158 Mio. Pfund zur Verfügung, die in die Kompetenzförderung von gemeinnützigen Organisationen fließen. Details über das britische Programm findet man bei den <a href="http://www.capacitybuilders.org.uk/">Capacitybuilders</a> .</p>
<p>Die amerikanische Deklaration fordert neue Modelle für die Finanzierung von Nonprofits, da die öffentliche Förderung und das Spendenwesen an Grenzen stießen. Man will mehr Möglichkeiten für die Einbindung von privatem Risikokapital, welches das soziale Unternehmertum fördern kann.</p>
<p>Die Erklärung ist insgesamt sehr auf die externen Akteure (und hier insbesondere auf den Staat) ausgerichtet. Man hofft, dass sich die Probleme des Nonprofit-Sektors durch das Handeln der externen Partner &#8211; speziell des Staates &#8211; beseitigen lassen. Zu wenig geht die Erklärung auf die Verantwortung des Sektors selbst ein.</p>
<p>Aber diese Sicht der Dinge wird unterstützt durch wissenschaftliche Erklärungsansätze, die das Verhältnis Staat-Nonprofits wie folgt betrachten:</p>
<p>Indem der Nonprofit-Sektor im Auftrag des Staates die Erbringung sozialer Dienste übernimmt, besteht die Pflicht des Staates, den Nonprofit-Sektor adäquat zu finanzieren. Denn ob das Sozialwesen funktioniert, ist davon abhängig, ob der Nonprofit-Sektor funktioniert. In dieser Sache ist also die Legitimation des Staates im Sozialbereich untrennbar mit dem Nonprofit-Sektor verbunden.</p>
<p>Oder anders formuliert: &quot; ..effective governmental performance (..) now hinges on the health of nonprofit organizations&quot; (<a href="http://www3.interscience.wiley.com/journal/121473541/abstract">S. Ratgeb Smith</a> ). Durch die Einbindung von gemeinnützigen Organisationen in die Produktion sozialer Dienste haben der Staat und die Kommunen ihre finanzielle Instabilität in den Nonprofit-Sektor exportiert, &#8211; und demnach auch die Pflicht, Nonprofits aus dieser misslichen Lage herauszuhelfen.</p>
<p>In Deutschland bildet die Finanz- und Wirtschaftskrise keinen Anlass für den Nonprofit-Sektor, die eigenen Potentiale und Probleme stärker in die öffentliche Diskussion zu bringen. Die Krise ist für sie nicht so dramatisch wie für gemeinnützige Organisationen in den USA. Es gibt in Deutschland ein ausdifferenziertes öffentliches Vergütungssystem für Nonprofits, die hier weit weniger von privaten Mittel abhängig sind wie in den USA.</p>
<p>Dennoch leiden auch bei uns gemeinnützige Organisationen im Sozialsektor in vielen Bereichen unter einer chronischen Unterfinanzierung. Grund genug, sich in die öffentliche Debatte um die staatlichen Konjunkturpakete einzubringen. Auf der Webseite der <a href="http://www.bagfw.de/">Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege</a> finden sich hierzu jedoch keine Stellungnahmen. Die <a href="http://portal.diakonie-wuerttemberg.de/index.php3?module=category&amp;location=subcategory&amp;subcategory=&amp;catid=00000000000000000002&amp;subcatid=00000000000000000001&amp;ContentID=00000000000000002207">Diakonie Württemberg</a> immerhin moniert, dass bei den bisherigen Konjunkturpakten der soziale Bereich nicht berücksichtigt worden sei und in den Paketen der Ausbau neuer Strassen als wichtiger angesehen werde als der Ausbau sozialer Infrastruktur.</p>
<p>Von einer breiten öffentlichen Diskussion dieses Themas sind wir in Deutschland aber weit entfernt. Was nicht zuletzt am Nonprofit-Sektor selbst liegt, der sich von informellen Gesprächen mit den staatlichen Partnern mehr Erfolg erhofft als von einer öffentlichen Diskussion, die die Bürgerschaft zu Verbündeten macht.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/forward-together-der-amerikanische-nonprofit-sektor-fordert-einen-neuen-pakt-mit-dem-staat/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nonprofits und der Aufbau von sozialem Kapital &#8211; Ziele für 2009</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/nonprofits-und-der-aufbau-von-sozialem-kapital-ziele-fur-2009/</link>
					<comments>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/nonprofits-und-der-aufbau-von-sozialem-kapital-ziele-fur-2009/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 23:34:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[NPO]]></category>
		<category><![CDATA[Ressourcen]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Social Software]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialeinrichtung]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Kapital]]></category>
		<category><![CDATA[Stakeholder]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[Ziele]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Dienste]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=127</guid>

					<description><![CDATA[Unter sozialem Kapital versteht man die immateriellen/materiellen Ressourcen, die man aus sozialen Beziehungen gewinnen kann. Je besser und intensiver eine gemeinnützige Organisation mit anderen Menschen und Organisationen verbunden ist, desto stärker wird sie von deren Ressourcen profitieren können. Soziales Kapital wird langsam zu einem Thema in amerikanischen Blogs, die sich mit dem Nonprofit-Sektor befassen. Vor [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Unter sozialem Kapital versteht man die immateriellen/materiellen Ressourcen, die man aus sozialen Beziehungen gewinnen kann. Je besser und intensiver eine gemeinnützige Organisation mit anderen Menschen und Organisationen verbunden ist, desto stärker wird sie von deren Ressourcen profitieren können. Soziales Kapital wird langsam zu einem Thema in amerikanischen Blogs, die sich mit dem Nonprofit-Sektor befassen.</p>
<p>Vor dem Hintergrund der internationalen Finanzkrise, die amerikanische Nonprofits besonders hart trifft, wird jenes Kapital entdeckt, dass nicht aus Finanzmärkten, sondern aus menschlichen Beziehungen gezogen werden kann. Bei <a href="http://beth.typepad.com/beths_blog/2008/12/collaborative-paper-what-to-do-in-the-nonprofit-sector-to-offset-the-economic-crash-.html">Beth Kanther</a> heißt es: &#8220;<strong>Invest in Social Capital</strong> . It will be the only growing market in 2009&#8243;.</p>
<p>Michael Gilbert von den <a href="http://news.gilbert.org/BuildSocialCapitalInHardTimes">Nonprofit Online News</a> thematisiert, dass gemeinnützige Organisationen sehr häufig das Ausmaß des sozialen Kapitals, über das sie verfügen, gar nicht genau kennen, weil bestehende Kontakte und Beziehungen nicht richtig ausgewertet werden. Zumeist wird nur eine Dimension eines Stakeholders wahrgenommen (des freiwilligen Helfers, des Spender usw.) und andere Kompetenzen und Handlungsoptionen, die er bietet, ausgeblendet. Gilbert fordert, sich im Jahr 2009 ganz auf die Entdeckung, die Pflege und den Aufbau von sozialem Kapital zu konzentrieren:</p>
<p><strong>&#8220;We are sitting on top of social assets that we often ignore in the good times. We can no longer afford to do that. We must turn our attention, our resources, and our strategies to social capital. We must uncover the social capital we have, we must use it and nurture it, and we must grow more of it.&#8221;</strong></p>
<p>Wichtig ist, dass gemeinnützige Organisationen diese Aufgabe nicht planlos angehen und es dem Zufall oder dem <em>muddling through</em> überlassen, wie gut der Aufbau von sozialem Kapital gelingt. Vielmehr muss dieses Ziel strategisch verankert werden und zwar auf allen Organisationsebenen, angefangen vom Dachverband bis hinunter zur Hilfseinrichtung vor Ort: &#8220;Social capital must be the strategic mantra of our organizations&#8221;, wie Gilbert formuliert.</p>
<p>Speziell die Einrichtungen vor Ort spielen beim Aufbau von Netzwerken eine wichtige Rolle, die unbedingt gestärkt werden muss. Dies kollidiert allerdings mit der Tendenz, die seit längerem im wohlfahrts-<br />
verbandlichen Bereich zu beobachten ist: dass nämlich die Einrichtungen vor Ort immer häufiger als selbstständige Betriebe geführt werden, die sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und von weiteren verbandlichen Aufgaben (wie Lobbying, Integrativen Funktionen usw.) befreit sind.</p>
<p>Es hängt dann vom Engagement der örtlichen Einrichtungsleitung ab, wie sehr man sich um Freiwillige bemüht und wie stark der Netzwerkaufbau mit dem lokalen Umfeld vorangetrieben wird. In den Verbänden gibt es deshalb die Forderung, die Öffnung zur Bürgerschaft und die Förderung des freiwilligen Engagements als verbandliche Ziele festzuschreiben. Nur so könne das bürgerschaftliche Engagement aus der randständigen Zone ins Zentrum rücken und eine erfolgreiche Vernetzung zwischen der Nonprofit-Organisation und ihrem Umfeld erzielt werden <a href="http://b-b-e.de/uploads/media/nl25_pott.pdf">(Pott im BBE-Newsletter Nr. 25)</a> .</p>
<p>Neue Ziele im verbandlichen Leitbild reichen aber nicht aus, um den Aufbau von sozialem Kapital voranzutreiben. Man benötigt auch die passenden Instrumente für deren Umsetzung. Gilbert fordert, alle IuK-Technologien und Managementmethoden, die eine gemeinnützige Organisation benutzt, daraufhin zu hinterfragen, ob sie der Pflege und dem Aufbau von Beziehungen dienen oder ob sie Beziehungen behindern, belasten, zerstören.</p>
<p>Sein Ratschlag lautet u.a.:</p>
<ol>
<li>Technologien und Methoden, die soziales Kapital beeinträchtigen, sofort einzustellen. Dazu gehören z.B. Kommunikationsabläufe, die Hürden aufrichten und den Dialog mit den Stakeholdern stören, statt ihn zu erleichtern.</li>
<li>In Technologien, die soziales Kapital zwar nicht beeinträchtigen, aber auch nicht weiter voranbringen, nicht weiter zu investieren.</li>
<li>Technologien und Methoden zu fördern, die soziale Beziehungen aufbauen und sichtbar machen können. Gilbert zielt hier auf Web 2.0-Technologien bzw. Social Media ab. Sie seien zwar nicht der einzige Weg, wie Beziehungen zwischen Menschen aufgebaut werden können. Aber im Unterschied zu anderen Medien sind die Beziehungen im Internet gut sichtbar und dementsprechend gut zu erheben und zu nutzen.</li>
</ol>
<p>Aus meiner Sicht ist eine breite und intensive Vernetzung zwischen einer Nonprofit-Organisation und ihrem sozialen Umfeld (das dank Internet nicht auf einen Ort beschränkt bleiben muss) unabdingbar, um den Charakter einer gemeinnützigen Einrichtung zu erhalten. Denn das Besondere an Nonprofits sind nicht ihre sozialen Dienstleistungen &#8211; diese können in den meisten Fällen auch von gewerblichen oder staatlichen Trägern erbracht werden. Das Besondere sind vielmehr ihre Verbindungen zur Bürgerschaft, aus der Nonprofits ihre Energien und ihre Legitimation beziehen.</p>
<p>Wenn diese Verbindung zur Gesellschaft abreißt, kann eine Nonprofit-Organisation mit staatlicher Hilfe zwar weiterbestehen, aber sie verliert einen wichtigen Teil ihrer Identiät. Nämlich jenen, der darin besteht, eine Botschaft weiterzutragen und gemeinsam mit anderen an der Lösung von gesellschaftlichen Missständen zu arbeiten.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/nonprofits-und-der-aufbau-von-sozialem-kapital-ziele-fur-2009/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>NPO-Blogparade: Finanzkrise und die Folgen für Nonprofits</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/npo-blogparade-finanzkrise-und-die-folgen-fur-nonprofits/</link>
					<comments>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/npo-blogparade-finanzkrise-und-die-folgen-fur-nonprofits/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Nov 2008 23:19:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Fundraising]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[NPO]]></category>
		<category><![CDATA[NPO-Blogparade]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofits]]></category>
		<category><![CDATA[npoblogparade]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=121</guid>

					<description><![CDATA[Die erste Nonprofit-Blogparade startete mit der Frage , ob die Folgen der Finanzkrise eine Bedrohung oder eine Chance für gemeinnützige Träger bedeuten. Speziell die Blogs, die über den Kultursektor schreiben, haben sich rege beteiligt. So sind einige interessante Beiträge zusammen gekommen. Christian Henner-Fehr machte den Anfang mit der These, dass die Chancen, die mit der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die erste Nonprofit-Blogparade startete mit der <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/nonprofit-blogparade-folgen-der-finanzkrise-fur-nonprofits-bedrohung-oder-chance/">Frage</a> , ob die Folgen der Finanzkrise eine Bedrohung oder eine Chance für gemeinnützige Träger bedeuten. Speziell die Blogs, die über den Kultursektor schreiben, haben sich rege beteiligt. So sind einige interessante Beiträge zusammen gekommen.</p>
<p><a href="http://kulturmanagement.wordpress.com/2008/10/12/die-finanzkrise-auswirkungen-auf-kunst-und-kultur/">Christian Henner-Fehr</a> machte den Anfang mit der These, dass die Chancen, die mit der Krise einhergehen, deren negative Implikationen (öffentliche Einsparungen, Rückgang von Sponsoren- und Spendengeldern) überwiegen werden. Denn Krisen bieten die Chance, Althergebrachtes zu überdenken und neue Strategien aufzugreifen. Er sieht insbesondere die Chance, dass 1. gemeinwohlorientierte Werte wieder mehr in den Mittelpunkt rücken (Gier und Geiz haben ausgedient), 2. Kooperationen im Kultursektor entstehen, durch die Ressourcen gebündelt werden, 3. private Kredite die Finanzierungslücken von Nonprofits schließen könnten. Durch eine <a href="http://kulturmanagement.wordpress.com/2008/10/21/finanzkrise-werden-die-weichen-neu-gestellt/">freiwillige Selbstbeschränkung</a> von einzelnen gut finanzierten Kultureinrichtungen wäre es möglich, Mittel zugunsten notleidender Einrichtungen umzuverteilen. Ein m. E. sehr idealistischer Vorschlag, für den noch keine empirischen Ergebnisse vorliegen.</p>
<p>Auch <a href="http://kulturmarketingblog.de/npo-blogparade-folgen-der-finanzkrise-fur-nonprofits-bedrohung-oder-chance/87">Karin Janner </a> sieht in der Krise die Chance, dass insbesondere die großen, tendenziell bürokratischen Kultureinrichtungen ihre Management-Praxis überdenken und sich zukünftig dynamischer, offener und strategischer verhalten. Für sie ist der Schlüssel zur Überwindung der Krise ein auf die Stakeholder hin orientiertes Kulturmarketing, das bislang in vielen Einrichtungen noch fehlt. Ihre These: nicht alle Kultureinrichtungen werden die Krise überleben, aber jene, die bleiben, werden stärker als in der Vergangenheit den Interessen der Besucher verpflichtet sein.</p>
<p><a href="http://kulturblog.net/2008/11/03/npo-blogparade-selbstbestatigung-durch-finanzkrise/">Christian Holst</a> dagegen sieht keine Notwendigkeit zum Umsteuern im Kultursektor. Im Gegenteil: ihm zufolge zeigt sich gerade jetzt im Zusammenhang mit der Finanzkrise, wie gut aufgestellt der überwiegend öffentlich finanzierte Kultursektor in Deutschland ist verglichen mit dem amerikanischen, der sich zum Großteil aus privaten und gewerblichen Spenden finanziert. Das amerikanische Kultursystem sollte deshalb auch nicht als Modell weiterempfohlen werden. Notwendig ist laut Holst vielmehr ein klares, selbstbewusstes Bekenntnis zum deutschen Kulturmodell mit breiter öffentlicher und damit relativ krisensicherer Finanzierung.</p>
<p>Die positive Rolle des Staates bei der Finanzierung von Kunst und Kultur ist unbestritten. Dennoch sollten meines Erachtens Nonprofits die Vernetzung mit dem gesellschaftlichen Raum nicht vernachlässigen. Nicht nur aus monetären Gründen, sondern um einen Dialog zu führen. Nonprofits fragen ihre Stakeholder zumeist nach Geld, aber nur ganz selten nach Ideen. Die Finanzkrise sollte Anlass für Nonprofits sein, dies ist <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/finanzkrise-und-die-perspektiven-fur-nonprofit-organisationen/">mein Fazit</a> , nicht nur nach Geld zu fragen, sondern auch die anderen Ressourcen der Stakeholder wie Wissen, Ideen, Engagement etc. abzufragen. Voraussetzung hierfür sind ausbalancierte Beziehungen zwischen der Nonprofit-Organisation und den gesellschaftlichen Akteuren. Von einer hierarchischen Position aus lassen sich schlecht Kooperationen pflegen.</p>
<p><a href="http://kulturzweinull.eu/?p=72">Ulrike Schmid</a> von Kultur 2.0 sieht in der Finanzkrise die Chance, dass insbesondere jüngere Künstler wieder unabhängiger vom Markt agieren und experimentierfreudige Kunst schaffen, die sich nicht anpasst.</p>
<p><a href="http://blog.helpedia.org/gemeinnutziger-sektor/auswirkung-der-finanzkrise-auf-nonprofit-organisationen/">Sebastian Schwiecker</a> von Helpedia rückt in seinem Beitrag die Situation von Stiftungen in den Mittelpunkt, die &#8211; weil selbst am Kapitalmarkt aktiv &#8211; die Krise etwas deutlicher spüren. Er verlinkt zur Seite des <a href="http://foundationcenter.org/gainknowledge/research/pdf/researchadvisory_economy_200810.pdf">Foundation Center</a> , das Daten über die Entwicklung des amerikanischen Stiftungsvermögens und der Stftungszuwendungen seit 1975 liefert. Die vergangenen Rezessionen führten immer zu einem leichten Rückgang der Stftungsmittel für Nonprofits. Gleichzeitig sieht Schwiecker in der Finanzkrise die Chance, dass Stiftungen ihre Investitionspolitik überdenken und sich stärker um ethische Investitionsmöglichkeiten bemühen, die ihre Glaubwürdigkeit nicht verletzen.</p>
<p><a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2008/11/03/uber-wissen-und-unternehmertum/">Matthias Schwenk</a> schließlich vertritt die Ansicht, dass die wirkliche Schwierigkeit in der Gegenwart gar nicht in der Finanzkrise liegt, sondern in den Spannungen zwischen dem etablierten System, das auf altherge-<br />
brachtem Wissen basiert, und jenen innovativen Kräften, die mit neuen Ideen und Technologien Modelle für die zukünftige Wertschöpfung liefern. Auch der Bildungssektor als Nonprofit-Bereich sei zu sehr der Tradition verpflichtet und sperre sich gegen neue Formen des Lernens und den Einsatz des Internets. Doch dessenungeachtet wird das Internet die Welt verändern. &quot;Recognize, that this is not the beginning of a recession &#8211; this is the end of the world as we have known it&quot; (Faith Popcorn).</p>
<p>Gastgeberin der nächsten NPO-Blogparade ist Karin Janner vom <a href="http://kulturmarketingblog.de/">Kulturmarketing-Blog</a> . Sie wird am <strong>15. November </strong> die nächste Frage zum Nonprofit-Sektor stellen.</p>
<p>Vielen Dank an alle, die sich an der ersten Runde der NPO-Blogparade beteiligten!</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/npo-blogparade-finanzkrise-und-die-folgen-fur-nonprofits/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>8</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Finanzkrise und die Perspektiven für Nonprofit-Organisationen</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/finanzkrise-und-die-perspektiven-fur-nonprofit-organisationen/</link>
					<comments>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/finanzkrise-und-die-perspektiven-fur-nonprofit-organisationen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Oct 2008 12:03:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Fundraising]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[NPO]]></category>
		<category><![CDATA[NPO-Blogparade]]></category>
		<category><![CDATA[Profession]]></category>
		<category><![CDATA[Ressourcen]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialeinrichtung]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Kapital]]></category>
		<category><![CDATA[Stakeholder]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>
		<category><![CDATA[npoblogparade]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Dienste]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=119</guid>

					<description><![CDATA[Sind die Folgen der Finanzkrise eine Bedrohung oder eine Chance für Nonprofits?, so lautet die Frage der ersten Nonprofit-Blogparade, für die noch bis zum 5.11. Beiträge geschrieben werden können. Meines Erachtens bedeutet die Finanzkrise beides für gemeinnützige Organisationen: sie ist eine Bedrohung, weil sie negative Auswirkungen auf die Finanzen von Nonprofits hat. Und sie beinhaltet [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sind die Folgen der Finanzkrise eine Bedrohung oder eine Chance für Nonprofits?, so lautet die Frage der ersten <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/nonprofit-blogparade-folgen-der-finanzkrise-fur-nonprofits-bedrohung-oder-chance/">Nonprofit-Blogparade</a>, für die noch bis zum 5.11. Beiträge geschrieben werden können.</p>
<p>Meines Erachtens bedeutet die Finanzkrise beides für gemeinnützige Organisationen: sie ist eine Bedrohung, weil sie <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/folgen-der-finanzkrise-fur-nonprofit-organisationen/">negative Auswirkungen</a> auf die Finanzen von Nonprofits hat. Und sie beinhaltet die Chance zum Umsteuern.</p>
<p>Hier in Deutschland wurden noch nicht viele Verlustfälle im Nonprofit-Sektor öffentlich. Vielleicht halten sich die Träger aber auch mit Informationen diesbezüglich zurück. Ähnlich wie in Großbritannien, wo aufgrund von anonymen Verbandsumfragen feststeht, dass mindestens 120 Mio. Pfund von gemeinnützigen Organisationen bei isländischen Banken liegen, die betroffenen Organisationen aber nicht an die Öffentlichkeit gehen, um ihre Marke und die Spendenbereitschaft der Menschen nicht zu gefährden. Was den <a href="http://www.guardian.co.uk/society/joepublic/2008/oct/10/voluntarysector-marketturmoil">Guardian</a> zu der Frage animiert, weshalb Nonprofits so zurückhaltend informieren, obwohl sie von öffentlichen Geldern und privaten Spenden leben, d.h. die Öffentlichkeit ein Recht auf Auskunft und Transparenz hätte?</p>
<p>Obwohl also die Summe spekulativ angelegter und damit gefährdeter Mittel von hiesigen Nonprofits nicht bekannt ist, muss man von Verlusten und einem gewissen Spendenrückgang ausgehen. Die Frage ist, wie gemeinnützige Organisationen auf diese Situation reagieren sollen. Mein Vorschlag: mit einer stärkeren Öffung nach außen bzw. zur Gesellschaft hin. Hier gilt es, die Ressourcen der Stakeholder &#8211; und keineswegs nur die monetären &#8211; zu entdecken und für die Organisation zu gewinnen. Eine knappe Mittelausstattung bietet die Chance, sich intensiv mit dem Umfeld und allen Interessierten zu vernetzen, um von den Handlungsmöglichkeiten der Stakeholder zu profitieren. Dies würde die zivilgesellschaftliche Rolle von gemeinnützigen Organisationen stärken. Web 2.0 bzw. Social Media-Tools helfen beim Aufbau von Netzwerken und dem Dialog mit den Stakeholdern.</p>
<p>Voraussetzung einer solchen Strategie ist allerdings, dass gemeinnützige Träger bereit sind, die Ressourcen von Stakeholdern wertzuschätzen und anzunehmen. Derzeit gilt ihre Wertschätzung hauptsächlich den Spenden. Nonprofits fragen ihre Stakeholder zumeist nach Geld, aber nur ganz selten nach Ideen. Oder wie <a href="http://sethgodin.typepad.com/seths_blog/2008/10/this-is-not-the.html">Seth Godin</a> es formuliert: Nonprofits &#8220;are good at asking for money, and that&#8217;s what they measure (&#8230;) They get in a habit of doing one thing (pay, pay, pay!) and they forget that this has a real cost. Ask enough times and people will shut you out.&#8221;</p>
<p>Ihr Selbstverständnis als professionelle Dienstleister (dies trifft insbesondere auf die sozialen Dienste zu) erschwert es ihnen, Ideen und Anregungen von außen anzunehmen. Denn Profis müssen von Laien eigentlich nichts lernen, &#8211; so die dominante Haltung, weil ihre Profession sie mit dem notwendigen Wissen ausstattet. Dass dieses Selbstbild nicht die optimalen Voraussetzungen bietet, um die Schätze der Stakeholder zu heben, ist naheliegend.</p>
<p>Von genau diesem Selbstbild aber ist es abhängig, ob Nonprofits ihr Angewiesen-Sein auf die Gesellschaft erkennen, oder ob sie weiterhin hauptsächlich auf den Staat als stärksten Partner schielen. Die Turbulenzen, die mit der Finanzkrise und dem wirtschaftlichen Abschwung einhergehen, werden sicher von jenen gemeinnützigen Organisationen am besten überwunden werden, die sich der Gesellschaft zuwenden und den Austausch mit ihr suchen.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/finanzkrise-und-die-perspektiven-fur-nonprofit-organisationen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
