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	<title>Freiwilligenmanagement &#8211; Nonprofits-vernetzt.de</title>
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	<description>Partizipatives Stakeholder-Management &#38; Digitalisierung im Nonprofit-Sektor</description>
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		<title>Gute Prinzipien für das Freiwilligenmanagement</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jun 2016 16:26:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwilligenmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
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		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Freiwilligenmanagement in gemeinnützigen Organisationen wird häufig an den Erkenntnissen ausgerichtet, die im betriebswirtschaftlichen Personalmanagement gesammelt wurden. Die Managementaufgaben im Umgang mit den Freiwilligen werden in die folgenden Phasen eingeteilt: Planung, Rekrutierung, Orientierung und Training, Supervision und Monitoring, Anerkennung, Verabschiedung/Trennung. Die Freiwilligentätigkeit wird in der Organisation so gehandhabt wie eine ganz gewöhnliche  betriebliche Beschäftigung. Dieses [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Freiwilligenmanagement in gemeinnützigen Organisationen wird häufig an den Erkenntnissen ausgerichtet, die im betriebswirtschaftlichen Personalmanagement gesammelt wurden. Die Managementaufgaben im Umgang mit den Freiwilligen werden in die folgenden Phasen eingeteilt: Planung, Rekrutierung, Orientierung und Training, Supervision und Monitoring, Anerkennung, Verabschiedung/Trennung. Die Freiwilligentätigkeit wird in der Organisation so gehandhabt wie eine ganz gewöhnliche  betriebliche Beschäftigung.</p>
<p>Dieses &#8220;Arbeitsplatzmodell&#8221; des Freiwilligenmanagements wird dem Umstand nicht gerecht, dass es häufig in den Institutionen keine ganz klar abgegrenzten Aufgaben für einen Freiwilligen gibt, sondern diese in der Praxis ausgehandelt werden zwischen dem Freiwilligen, den bezahlten Mitarbeitern, der Führungsebene und anderen Stakeholdern der Organisation. Die Freiwilligen sind hier eher &#8220;Co-Worker&#8221; der professionellen Mitarbeiter als &#8220;Dienstleister&#8221; (<a href="http://www.ivr.org.uk/images/stories/Institute-of-Volunteering-Research/VA-Documents/VA1_2/article1_rochester.pdf">Rochester 1999</a>). In diesem Fall muss auch das Freiwilligenmanagement den Aushandlungsprozessen zwischen Freiwilligen und Mitarbeitern Rechnung tragen.</p>
<p>Sibylle Studer hat die Komponenten bzw. Prinzipien eines <em>interaktionalen Freiwilligenmanagements</em> in einem wissenschaftlichen <a href="http://nvs.sagepub.com/content/early/2015/08/06/0899764015597786.abstract?cited-by=yes&amp;legid=spnvs;0899764015597786v1#cited-by">Aufsatz </a> (2015) zusammengetragen. Sie hat dafür die relevante Fachliteratur und 399 ausgefüllte Fragebögen von Freiwilligenmanagern aus schweizerischen Nonprofit-Organisationen ausgewertet.  Was ist wichtig, um im Rahmen des Freiwilligenmanagements Aushandlungsprozesse zwischen Freiwilligen und Mitarbeitern, Freiwilligen und der Führungseben der Organisation und den Stakeholdern einer Einrichtung erfolgreich zu steuern?</p>
<ul>
<li>Unterschiedliche Interessen und Werte müssen ausbalanciert werden</li>
<li>Für den Einsatz und die Wertschätzung von Freiwilligen ist in der Organisation Überzeugungsarbeit zu leisten</li>
<li>Freiwillige brauchen Partizipations &#8211; und Mitbestimmungsmöglichkeiten</li>
<li>Strategisches Commitment, d.h. die Führung der Organisation muss den Einsatz von Freiwilligen befürworten, diesen fördern und in die dafür zuständigen Organisationsstrukturen investieren</li>
<li>Koordination und Austausch in Freiwilligen-Angelegenheiten über Organisationsgrenzen hinweg</li>
<li>Rollenklarheit bei Freiwilligen und bezahlten Mitarbeitern schaffen</li>
<li>Den Teamgeist in der Organisation stärken</li>
<li>Respekt und Wertschätzung der Freiwilligen fördern</li>
</ul>
<p>(<a href="http://nvs.sagepub.com/content/early/2015/08/06/0899764015597786.abstract?cited-by=yes&amp;legid=spnvs;0899764015597786v1#cited-by">Studer 2015, S. 10 und 11</a>). Diese Prinzipien beeinflussen die Ergebnisse des Freiwilligenmanagements laut Studer positiv. Wobei hier die Ergebnisse &#8220;Rekrutierung&#8221; und &#8220;Erhalt&#8221; von Freiwilligen im Mittelpunkt der Betrachtung stehen. Lediglich die Komponenten &#8220;Partizipation und Mitbestimmung&#8221; bleiben ohne positive Korrelation mit dem outcome des Freiwilligenmanagements, &#8211; ein Ergebnis, das Studer verwundert (ebd., S. 17). Ihr zufolge könnte eine mögliche Erklärung dafür sein, dass Freiwillige, die mitgestalten wollen, gemeinsam mit anderen Freiwilligen ihre eigenen Projekte organisieren und nicht mehr beim klassischen Ehrenamt in Organisationen mitmachen (ebd.).  Schaut man sich die Ergebnisse des Deutschen Freiwilligensurveys 2014 an, dann sieht man tatsächlich, dass der Anteil derjenigen steigt, die in selbstorganisierten Gruppen aktiv sind, und der Anteil jener sinkt, die sich in formalen Organisationen  engagieren (<a href="http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/publikationen,did=224190.html">Freiwilligensurvey 2014</a>, S. 522). Gleichzeitig ist im Freiwilligensurvey aber zu lesen, dass die Mehrheit der Freiwilligen ihre Mitsprachemöglichkeiten in Organisationen als gut oder sehr gut bewerten, &#8211; wobei die Älteren die Dinge positiver sehen als die Jüngeren (Freiwilligensurvey 2014, S. 526).</p>
<p>Laut Studer eignen sich die obigen Prinzipien sehr gut, um organisationsintern das eigene Freiwilligenmanagement auf den Prüfstand zu stellen und zu schauen, inwieweit es den Prinzipien des interaktionalen Freiwilligenmanagements gerecht wird.</p>
<p>Studer hat ihre Forschungsergebnisse gemeinsam mit Schnurbein in einer deutschsprachigen Studie zusammengefasst, die Umsetzungshilfen und Checklisten für Nonprofits enthält:<br />
Studer, S./ von Schnurbein, G.: <a href="https://ceps.unibas.ch/fileadmin/ceps/redaktion/Downloads/Forschung/CEPS_Forschung_Praxis/FP09_CEPS_Integrierte-Freiwilligenkoordination_web.pdf">Integrierte Freiwilligenkoordination</a>, CEPS Forschung und Praxis Bd. 9, Basel: CEPS, 2013.</p>
<p>Ein Manko der  ganzen Untersuchung ist, dass die Komponenten für ein interaktionales Freiwilligenmanagement nur aus Organisations- und Wissenschaftsperspektive zusammengestellt wurden. Die Freiwilligen selbst wurden nicht befragt.</p>
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		<title>Partizipation in Sozialeinrichtungen (Teil 3): Bürgerengagement und Beteiligung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Feb 2015 09:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Co-Design]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[In diesem Beitrag beschäftige ich mich mit der Frage, inwieweit Sozialeinrichtungen die politische Beteiligung ihrer freiwilligen Helfer in den Einrichtungen und im Gemeinwesen fördern. Wird &#8220;Mithelfen&#8221; und &#8220;Mitsprache&#8221; in den Einrichtungen als eine Einheit begriffen?  Der Blogartikel ergänzt die Ausführungen von Teil 1 und Teil 2 der Serie, die sich mit Partizipationsformen- und strukturen und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>In diesem Beitrag beschäftige ich mich mit der Frage, inwieweit Sozialeinrichtungen die politische Beteiligung ihrer freiwilligen Helfer in den Einrichtungen und im Gemeinwesen fördern. Wird &#8220;Mithelfen&#8221; und &#8220;Mitsprache&#8221; in den Einrichtungen als eine Einheit begriffen?  Der Blogartikel ergänzt die Ausführungen von <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/partizipation-sozialeinrichtungen-formen-und-strukturen-teil-1/">Teil 1 </a>und <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/partizipation-sozialeinrichtungen-teil-2-partizipationsrechte-entwickeln/">Teil 2</a> der Serie, die sich mit Partizipationsformen- und strukturen und ihrer Institutionalisierung in sozialen Organisationen befassen. </em></p>
<p>Inwieweit ermuntern Sozialeinrichtungen ihre Freiwilligen über das Helfen hinaus zur aktiven Mitsprache in den Organisationen und im Gemeinwesen? Werden &#8220;Partizipation&#8221; und &#8220;Engagement&#8221; speziell  im gemeinnützigen/wohlfahrtsverbandlichen Bereich als zwei Seiten einer Medaille verstanden?</p>
<p>Über die Verbindung von freiwilligem Engagement und politischer Partizipation in Deutschland fand vor kurzem im Bundestag eine Debatte statt, deren Beiträge im <a href="http://www.b-b-e.de/archiv-des-newsletters/newsletter-archiv-2015/1-quartal-2015/newsletter-nr-1-vom-812015/#22338">BBE-Newsletter Nr. 1</a> vom 8.1.2015 dokumentiert sind.</p>
<p>In den Beiträgen wird kritisiert, dass in unserem Land beide Facetten der Beteiligung &#8211; das praktische Tun und die politische Mitsprache &#8211;  ganz getrennt voneinander behandelt werden. Ob in der Wissenschaft, in der staatlichen Politik, in öffentlichen Debatten oder im Internet &#8211; zumeist werden die Phänomene &#8216;Engagement&#8217; und &#8216;Beteiligung&#8217; streng voneinander unterschieden und es haben sich themenspezifische Communities &#8211; übrigens auch unter Bloggern &#8211; gebildet, die in der Regel nicht miteinander verbunden sind. Es konnten bisher noch keine Konzepte zur Verbindung von freiwilliger Mitarbeit und politischer Partizipation entwickelt werden (<a href="http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2015/01/nl01_thesenpapier_evers.pdf">Evers 2015</a>), was dazu führt, dass (1.) das  freiwillige Engagement entpolitisiert wird und (2.) seitens der politischen Partizipation der aktive Bürger zu einem ausschließlich mitsprechenden und mitentscheidenden Bürger &#8220;eingeschrumpft&#8221; wird (Evers 2015, 2).</p>
<p>Dabei zielt der Begriff &#8220;bürgerschaftliches Engagement&#8221; schon immer auch auf die politische Dimension des Handelns (<a href="http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2015/01/nl01_thesenpapier_klein.pdf">Klein 2015</a>), -vorausgesetzt, man definiert politische Partizipation nicht zu eng als bloße Teilnahme an Wahlen, deliberativen Prozessen und Kampagnen. Gerade in der <em>Umsetzungsphase</em> von politischen Programmen nimmt das Bürgerengagement einen breiten Raum ein (Stichwort: Koproduktion), so dass eine Entpolitisierung desselben auch Implementationsprozesse entpolitisiert.</p>
<p>Fördern Sozialeinrichtungen die politische Partizipation ihrer freiwillig Engagierten? Realisieren gemeinnützige Organisationen ihr Potenzial als &#8220;Schulen der Demokratie&#8221;,  in denen der einzelne lernt, sich einzubringen und mitzusprechen, nicht nur in der Einrichtung, sondern auch im örtlichen Gemeinwesen? Gerade gemeinnützige Organisationen könnten als Akteure der Zivilgesellschaft Vorreiter sein im Zusammendenken von Bürgerengagement und politischer Partizipation und einer Förderung von beidem.</p>
<p>Wie sehen Wohlfahrtsverbände diese Thematik? In den <a href="http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2013/10/NL20_Thesen_Diakonie.pdf">&#8220;10 Thesen zur Weiterentwicklung von Freiwilligem Engagement&#8221;</a> der Diakonie Deutschland vom August 2013  kommen die Begriffe &#8220;Partizipation&#8221; und &#8220;Beteiligung&#8221; nicht vor.  Das Bild der Freiwilligen wird wie folgt gezeichnet:&#8221;Freiwillige vermitteln Normalität, sind zusätzliche Qualitätsmanager, verbessern das Image und sind eine Bereicherung für Einrichtungen und Dienste (&#8230;.) Sie bringen Kompetenzen und Erfahrungen ein und schenken Zeit.&#8221; (Diakonie, These 2). Differenzierter und programmatischer fallen die <a href="http://www.kirche-findet-stadt.de/pdf/downloads/nc21_doku-zivilgesellschaft.pdf">&#8220;Eckpunkte zum bürgerschaftlichen Engagement im Verständnis der Caritas&#8221;</a> aus vom Oktober 2014. Hier wird das bürgerschaftliche Engagement ganz klar in Zusammenhang mit Teilhabe gebracht. Wer sich bürgerschaftlich engagiert, nimmt der Caritas zufolge sein &#8220;Recht auf Teilhabe und Beteiligung an der Gestaltung der Gesellschaft&#8221; wahr (Caritas, S. II). Die Selbsthilfe und Mitgestaltung der Betroffenen wird für gut befunden und an den Verband ergeht der folgende Appell: &#8220;Vorhandene Strukturen und etablierte Prozesse sind daraufhin zu prüfen, ob diese für engagementbereite Menschen attraktiv sind und ihren Bedürfnissen nach Gestaltung und Entscheidung entprechen&#8221; (Caritas, S. III). Zudem werden Bürger/innen gesucht, die ihre Ideen in die verbandlichen Planungen und Entwicklungen einbringen (ebd.).</p>
<p>Nun sind verbandliche Papiere und Empfehlungen das eine, &#8211; wie die Praxis vor Ort ausgestaltet ist, steht auf einem anderen Blatt.  Roth zufolge gibt es für die Mitsprache und Mitwirkung der bürgerschaftlich Engagierten vor Ort &#8220;keine&#8221; &#8211; ich würde sagen: zu wenig &#8211; institutionelle Angebote (<a href="http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2015/01/nl01_thesenpapier_roth.pdf">Roth 2015, 4</a>). Ihm zufolge wissen wir auch zu wenig über den Zusammenhang von Partizipationsrechten und Engagementbereitschaft: &#8220;die Frage, ob verweigerte Partizipationsrechte und fehlende Gestaltungsmöglichkeiten entscheidende Engagementbarrieren darstellen oder den Ausstieg aus dem Ehrenamt provozieren&#8221; müsse stärker untersucht werden&#8221; (Roth 2015, 6), &#8211; eine wichtige Anregung, die die Engagementabstinenz von Teilen der Bürgerschaft besser beleuchten könnte.</p>
<p>Bürgerinnen und Bürger, die sich freiwillig engagieren wollen und die gleichzeitig Spaß am Mitgestalten haben, sollten &#8211; bevor sie sich in eine gemeinnützige Organisation einbringen &#8211; zuerst fragen: wie verbindet diese Organisation Bürgerengagement und politische Partizipation oder in den Worten <a href="http://eu.wiley.com/WileyCDA/WileyTitle/productCd-0745650031.html">Eliasophs (2013, 63)</a>: &#8220;How do people in a civic association connect or disconnect &#8216;caring about people&#8217; and &#8216;caring about politics?'&#8221; Immerhin haben wir Bürger/innen die Möglichkeit, mit den Füßen abzustimmen, wenn es darum geht, soziale Organisationen mit Mitgestaltungsmöglichkeiten zu finden.</p>
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			</item>
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		<title>Netzwerke im demografischen Wandel aufbauen &#8211; Teil 1: Bürgernetzwerke</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/netzwerke-im-demografischen-wandel-aufbauen-teil-1-buergernetzwerke/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Apr 2014 14:19:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bürgergesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[(Brigitte Reiser) Dies ist ein Beitrag für die 27. NPO-Blogparade: &#8220;Netzwerke im demografischen Wandel aufbauen &#8211; Chancen und Hindernisse?&#8221;. Diskussionsbeiträge sind willkommen.  Die Politik will das Engagement von Bürgern und deren Vernetzung fördern. Viele bürgerschaftliche Aktivitäten finden in Form informeller Gruppen und Initiativen statt. Ist die lokale Infrastruktur für das Bürgerengagement so ausgerichtet, dass sie [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>(Brigitte Reiser) Dies ist ein Beitrag für die <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/27-npo-blogparade-netzwerke-aufbauen-chancen-und-hindernisse/">27. NPO-Blogparade: &#8220;Netzwerke im demografischen Wandel aufbauen &#8211; Chancen und Hindernisse?&#8221;</a></em>. <em>Diskussionsbeiträge sind willkommen.  </em></p>
<p>Die Politik will das Engagement von Bürgern und deren Vernetzung fördern. Viele bürgerschaftliche Aktivitäten finden in Form informeller Gruppen und Initiativen statt. Ist die lokale Infrastruktur für das Bürgerengagement so ausgerichtet, dass sie diesen informellen Netzwerken Unterstützung leisten kann?</p>
<p>Das Problem ist, dass über den Bereich der selbstorganisierten Initiativen auf örtlicher Ebene in der Regel zu wenig Informationen vorliegen. Entsprechend schwierig ist es,  herauszufinden, welche Unterstützung diese informellen Netzwerke &#8211; reale und virtuelle &#8211; eigentlich brauchen. Viele der vorhandenen Fördermaßnahmen konzentrieren sich deshalb auf die institutionalisierten Akteure, die als gemeinnützig eingetragen sind, und lassen informelle Initiativen und Bewegungen eher außer Acht.</p>
<p>Auch die Dritte-Sektor-Forschung kann kein Licht ins Dunkel bringen, wenn es um die informellen Aktivitäten der Bürgergesellschaft geht. Erhebungen konzentrieren sich auf den institutionalisierten Bereich der Zivilgesellschaft, so dass Kritiker vom &#8220;flat earth-approach&#8221; der Dritte-Sektor-Forschung sprechen (Smith, zit. nach Soteri-Proctor/Alcock 2012, 381). Die Verantwortlichen des jüngsten <a href="http://www.ziviz.info/fileadmin/download/ziviz_survey2012.pdf">ZiviZ-Surveys</a> stellen klar, dass &#8220;eine Organisationserhebung (&#8230;) keine Zivilgesellschaftserhebung sein&#8221; kann (<a href="http://www.ziviz.info/fileadmin/download/ziviz_survey2012.pdf">Krimmer/Priemer, ZiviZ 2013, 13</a>), weil die Zivilgesellschaft aus vielen informellen Formen besteht: aus Bewegungen, selbstorganisierten Initiativen, virtuellen Netzwerken usw. So beschränkte sich auch der ZiviZ-Survey auf die Befragung von eingetragenen Vereinen, Genossenschaften, gemeinnützigen GmbHs und Stiftungen.  Danach gab es in Deutschland im Jahr 2012 616.154 Drittsektor-Organisationen. Die Zahl der bürgerschaftlichen Aktiviäten &#8220;unter dem Radar&#8221; des Dritten Sektors dürfte um ein Vielfaches größer sein.</p>
<p>Die britischen Forscher Soteri-Proctor und Alcock haben sich um ein Micro-Mapping bürgerschaftlicher Initiativen in zwei Gemeinden bemüht. Allein in elf Straßen der beiden Orte konnten sie durch Befragungen, Aushänge, Begehungen von Gebäuden und andere Bemühungen 58 Initiativen ausfindig machen und kartieren, die in keiner offiziellen Statistik auftauchen, die nicht registriert sind und zum Teil auch keinen Namen und keine Adresse haben. Sie gehen davon aus, dass dieses Ergebnis noch weit höher ausgefallen wäre, hätten sie auch Netzwerke einbezogen, die in der Gemeinde umher wandern oder virtueller Natur sind (<a href="http://www.ingentaconnect.com/content/tpp/vsr/2012/00000003/00000003/art00005">Soteri-Proctor/Alcock 2012</a>) (Infos zum britischen Projekt gibt es auch <a href="http://www.birmingham.ac.uk/generic/tsrc/documents/tsrc/working-papers/working-paper-71.pdf">hier</a>).</p>
<p>Welcher Art sind diese informellen Bürgernetzwerke und unter welchen Bedingungen gedeihen sie?</p>
<p>In der britischen Untersuchung konnten sechs Bereiche identifiziert werden, in denen die informellen Netzwerke aktiv sind: Kunst und Musik/multikulturelle Aktivitäten/Nischenthemen/Selbsthilfe und Hilfe auf Gegenseitigkeit/spezielle Glaubens- oder kulturelle Gemeinschaften/Freizeitaktivitäten (<a href="http://www.ingentaconnect.com/content/tpp/vsr/2012/00000003/00000003/art00005">Soteri-Proctor/Alcock 2012</a>, 386). Die Netzwerke dienen der Unterstützung derjenigen, die in ihnen aktiv sind. Manche aber geben zum Teil auch Unterstützung an das Gemeinwesen weiter (ebd., 389). Drei Faktoren sind für den Fortbestand der informellen Initiativen wichtig:</p>
<ul>
<li>&#8220;Bricoleurs&#8221;, &#8211; das sind Leute, die in der Lage sind, Ressourcen aufzutreiben und die Ziele der Gruppe effektiv zu verfolgen</li>
<li>Community Hubs, &#8211; das sind öffentliche Räume, in denen unterschiedliche Initiativen Platz finden</li>
<li>Unterstützung durch Mitarbeiter, fest angestellte und ehrenamtliche, die in den Community Hubs arbeiten (ebd., 392f).</li>
</ul>
<p>Speziell im demografischen Wandel wird auf Bürgerengagement, freiwillige Gemeinschaften und Netzwerke gesetzt, um untereinander und füreinander die kleinen Hilfsdienste zu leisten, die es dem einzelnen ermöglichen, länger in den eigenen vier Wänden zu bleiben, sofern er auch noch Zugriff auf professionelle Dienste hat. Viele der Netzwerke starten mit großem Idealismus und enden dann nicht selten, weil Freiwillige abspringen oder der &#8220;Netzwerker&#8221; aufgibt. Das sind die Erfahrungen aus dem Forschungsprojekt &#8220;Soziale Innovationen für Lebensqualität im Alter&#8221; von Julia M. Bott (2014): &#8220;Die Ergebnisse (&#8230;) bezüglich des Funktionierens von Selbstorganisationsprozessen sind in gewisser Weise ernüchternd. In manchen Orten funktioniert etwas, in anderen genau wiederum nicht. Das heißt, eindeutige &#8216;Erfolgsrezepte&#8217; gibt es nicht. Unrealistisch ist jedoch, dass auf professionelle Steuerung, Moderation und/oder Beratung gänzlich verzichtet werden kann&#8221; (<a href="http://verlag.deutscher-verein.de/index.php?main_page=product_info&amp;products_id=237">Bott 2014, 58</a>).</p>
<p>Bott hat deshalb Tipps für die lokale Netzwerkarbeit und Selbstorganisation in einem <a href="http://verlag.deutscher-verein.de/index.php?main_page=product_info&amp;products_id=237">Hand- und Arbeitsbuch des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge</a> veröffentlicht. Fertige Rezepte gibt es hier wirklich nicht, aber nützliche Hinweise wie die folgenden:</p>
<ul>
<li>Netzwerker sind für lokale Selbstorganisationsprozesse wichtig, sie sollten entsprechend gefördert werden (ebd., 58)</li>
<li>wer Bürger für ein Engagement in Netzwerken gewinnen möchte, muss darauf achten, für sie eine Win-win-Situation zu schaffen (ebd., 55)</li>
<li>Die Kooperation von Netzwerken mit und ihre Förderung durch professionelle Einrichtungen ist wichtig (ebd., 38)</li>
</ul>
<p>Professionelle spielen &#8211; wie schon oben erwähnt &#8211; eine bedeutende Rolle bei der Unterstützung von Vernetzungsprozessen. Es ist wichtig, dass Mitarbeiter ihr Wissen teilen, im Zweifel auch ihre Räume, um für Freiwillige stundenweise einen Büroplatz zu bieten. Ebenso wichtig sind fachliche Beratung, Supervision und inhaltliche Unterstützung der Ehrenamtlichen. Das Ehrenamt braucht das Hauptamt, wenn vor Ort etwas bewegt werden soll, &#8211;  das ist zumindest auch meine persönliche Erfahrung als Freiwillige in lokalen Vernetzungsprozessen.</p>
<p>Sind die gemeinnützigen Träger und die <a href="http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xbcr/SID-ED2DBCFB-9A7DE5B2/bst/xcms_bst_dms_39388_39389_2.pdf">lokalen Infrastrukturen des Bürgerengagements</a> auf diese Mentoren-Funktion vorbereitet?  Können speziell Freiwilligenagenturen angesichts ihrer &#8220;noch ausstehenden Profilbildung&#8221; und ihrer &#8220;nur allenfalls ansatzweise erkennbaren (Selbst)Professionalisierung&#8221; (<a href="http://www.volunteertolearn.eu/wp-content/uploads/2013/06/Backhaus-Maul-Speck-Freiwilligenagenturen_in_Deutschland.pdf">Backhaus-Maul/Speck 2011, 308</a>) diese Unterstützung von lokalen Selbstorganisations- und Vernetzungsprozessen leisten?</p>
<p>Mein Eindruck ist, dass wir eine ganze Reihe neuer Förder- und Unterstützungsinstrumente brauchen, um bürgerschaftliche (Hilfs)Netzwerke auf örtlicher Ebene aufzubauen, zu pflegen und ihre Nachhaltigkeit zu sichern.</p>
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		<title>Freiwilliges Engagement attraktiver machen &#8211; Auswertung der 26. NPO-Blogparade</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Oct 2013 08:28:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Anlässlich der Woche des bürgerschaftlichen Engagements, die alljährlich vom BBE organisiert wird, luden Hannes Jähnert und ich zu einer neuen Runde der NPO-Blogparade ein, bei der wir die Frage zur Diskussion stellten &#8220;Freiwilliges Engagement attraktiver machen &#8211; aber wie?!&#8221; Hannes&#8217; Hoffnung, die Wochen des bürgerschaftlichen Engagements ins Netz zu holen, konnten wir mit der Blogparade [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich der <a href="http://www.b-b-e.de/projekte/woche-des-buergerschaftlichen-engagements/#c12359">Woche des bürgerschaftlichen Engagements</a>, die alljährlich vom <a href="http://www.b-b-e.de/">BBE</a> organisiert wird, luden Hannes Jähnert und ich zu einer<a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/auftakt-zu-einer-neuen-npo-blogparade-freiwilliges-engagement-attraktiver-machen-aber-wie/"> neuen Runde der NPO-Blogparade </a>ein, bei der wir die Frage zur Diskussion stellten <strong>&#8220;Freiwilliges Engagement attraktiver machen &#8211; aber wie?!&#8221;</strong></p>
<p>Hannes&#8217; Hoffnung, die <a href="https://twitter.com/foulder/status/379617211176206336">Wochen des bürgerschaftlichen Engagements ins Netz zu holen</a>, konnten wir mit der Blogparade nicht einlösen. Trotz Verlängerung blieben Beiträge aus den Kreisen des BBE und der Landesfreiwilligenagentur Berlin aus, so dass der sich entwickelnde Diskurs nicht über den Kreis der Blogosphäre hinausging. Dafür aber kamen aus unserem Blogger(innen)-Netzwerk einige sehr gute Beiträge. Beiträge, die ein Schlaglicht auf die vielen konstruktiven Ideen zum Thema werfen.</p>
<p>Wie kann man freiwilliges Engagement attraktiver machen?</p>
<p>Durch <a href="http://www.zollondz-kommunikation.de/zollondz-kommunikation/npoblogparade/liquid-engagement-freiwilliges-engagement-attraktiver-machen-zur-woche-des-buergerschaftlichen-engagements/">&#8220;Liquid Engagement&#8221;</a>, &#8211; das war der Vorschlag von Stefan Zollondz. Unter <strong>Liquid Engagement</strong> versteht er &#8220;eine flexible Form der Beteiligung innerhalb der Bürgergesellschaft. Die Person, die sich liquid engagiert bringt ihr spezifisches Wissen selbstbestimmt an Stellen ein, wo sie einen hedonistisch geprägten Handlungsbedarf sieht. Dabei kommt es im besten Fall zu einer temporären Identifikation mit dem Empfänger des Engagements.&#8221; Für Organisationen ist es folglich wichtig, ganz unterschiedliche Andock-Möglichkeiten für das sie &#8216;umfliessende&#8217; Bürgerengagement zu schaffen. Wie dies praktisch funktionieren kann, lässt sich bei Campact-Kampagnen beobachten, die Bürger in <strong>dezentralisierte, selbstorganisierte Events</strong> einbinden, &#8211; Carsten Direske beschreibt solche &#8220;decentralised events&#8221; im <a href="http://blog.campact.de/2013/09/13899/">Campact-Blog</a>.</p>
<p>Für <a href="http://hannes-jaehnert.de/wordpress/2013/09/26/prozess-statt-moment-engagement-braucht-zeit/">Hannes Jähnert</a> ist es wichtig, dass Bürgerinnen und Bürger ihre individuellen <strong>Kompetenzen</strong> im Rahmen eines Freiwilligenengagements <strong>weiterentwickeln</strong> können. Dabei sollten die Herausforderungen im Zeitverlauf immer anspruchsvoller werden, damit keine Langeweile aufkommt. <a href="http://hannes-jaehnert.de/wordpress/2013/09/26/prozess-statt-moment-engagement-braucht-zeit/#comment-1084">Lisa Schürmann</a> wies in ihrem Kommentar zu Hannes&#8217; Beitrag daraufhin, wie wichtig es für Nonprofits sein muss, auch &#8220;ungewollte&#8221; Kompetenzen einbinden zu können, &#8211; das weiterzuentwickelnde Kompetenzthema also aus Bürgersicht und nicht nur aus der Perspektive der Organisation zu betrachten.</p>
<p>Engagement muss kritisch, attraktiv und/oder <strong>einfach umzusetzen</strong> sein, schreibt <a href="http://www.anerkennung-sozial.de/2013/09/wie-bringe-ich-jemanden-dazu-sich-zu-engagieren-anstatt-fernzusehen-beitrag-zur-npoblogparade/">Julia Russau</a> in ihrem Beitrag &#8211; es muss sich also für oder gegen etwas richten, das man &#8220;unbedingt verändern möchte&#8221;, dabei die &#8220;bessere&#8221; Alternative zu konkurrierenden Freizeitangeboten und außerdem möglichst einfach zu realisieren sein: &#8220;Wer Freiwillige gewinnen will, darf nicht darauf warten, dass die Freiwilligen von sich aus kommen<strong>.</strong> Im Gegenteil: Organisationen müssen Freiwillige gezielt ansprechen und Angebote so platzieren, dass sie für die Freiwilligen unübersehbar und mit einem möglichst geringen Aufwand verbunden sind&#8221;.</p>
<p><strong>Tauschnetzwerke im Freiwilligenengagement</strong> könnten die Attraktivität des Ehrenamts steigern, &#8211; diese Idee brachten <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/tauschnetzwerke-im-freiwilligenengagement/">Martin Horstmann und Brigitte Reiser </a>gemeinsam ein. Mit dem eignen Engagement credits erarbeiten, die einem anderen wiederum über freiwilliges Engagement zugute kommen können &#8211; solche Tauschringe müssten überörtlich und trägerbezogen gebildet werden. Die Etablierung entsprechender Tauschringe (&#8220;weg vom Raum, hin zum Träger&#8221;) wäre Aufgabe des Freiwilligenmanagements in Organisationen.</p>
<p><a href="http://www.opentransfer.de/2955/an-der-infrastruktur-kann-es-nicht-liegen-oder-doch/">Katarina Peranic von openTransfer.de</a> ist überzeugt davon, dass die <strong>Präsenz</strong> des Themas Freiwilligenengagements &#8220;<strong>in den Medien</strong>, analog und digital, eine viel größere Rolle spielen müsste, um Engagement attraktiver zu machen, mentale Hürden abzubauen und Einstiege zu erleichtern.&#8221; Ihr zufolge müssten gemeinnützige Organisationen ihre Budgets für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising stärker bündeln und einen Pool an guten Redner/innen zum Thema aufbauen, damit das Thema stärker in den Fokus rückt. Aber auch der einzelne Engagierte sollte häufiger soziale Medien nutzen, um über sein Engagement zu berichten und seine Begeisterung in die Öffentlichkeit zu transportieren.</p>
<p>Das Thema <strong>&#8216;Geld&#8217;</strong> schneidet auch <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/auftakt-zu-einer-neuen-npo-blogparade-freiwilliges-engagement-attraktiver-machen-aber-wie/#comment-8188">Stefan Nährlich in seinem Kommentar</a> an. Er geht davon aus, dass mehr Mittel &#8211; aber nicht von staatlicher Seite &#8211; die Unabhängigkeit von Nonprofits steigern können. Er verweist auf das Modell der &#8220;Percentage Philanthropy oder 1%-Philanthropie. Steuerzahler können 1-2 Prozent ihrer Einkommensteuer nicht an den Staat, sondern an eine gemeinnützige Organisation ihrer Wahl durch das Finanzamt überweisen lassen. Kein Weg der alle Probleme löst, aber die Finanzierungsbasis vergrößert&#8221; &#8211; und Organisationen mehr Spielraum gibt, um Engagement attraktiver zu machen.</p>
<p>Engagement braucht <strong>Pluralität</strong> &#8211; das ist ein erstes Fazit, das <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/engagement-braucht-pluralitat/">Brigitte Reiser</a> aus den eingegangenen Beiträgen zieht. So vielfältig, wie die Motive und Wünsche der Freiwilligen sind, so vielfältig sollten auch die organisationalen Kontexte sein, in denen freiwilliges Engagement stattfindet. Zumeist dominiert aber in Nonprofits bezogen auf das Bürgerengagement das Dienstleistungs- und Arbeitsplatzmodell. Diese Form des Engagements (&#8220;Engagement als Beschäftigung&#8221;) kann laut <a href="http://hannes-jaehnert.de/wordpress/2013/09/22/gute-grunde-fur-das-engagement/">Hannes Jähnert </a>unserer Gesellschaft nicht das Sozialkapital und den Mehrwert verschaffen, den sie sich erhofft. Es kommt ihm zufolge &#8220;auf das <strong>Wie des freiwilligen Engagements </strong>an!&#8221;: statt nur Dienstleistungen zu erbringen ist Mitwirkung angesagt. Dies könnte laut Hannes auch das Band zwischen Organisation und Basis verstärken. <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/engagement-braucht-pluralitat/">Brigitte Reiser </a>bringt hierfür alternative Modelle für das Freiwilligenmanagement ins Spiel: mit dem Co-Working- und Aktivismus-Modell könnte der Paradigmenwechsel von der helfenden Hand zur mitgestaltenden Kraft befördert werden.</p>
<p>Freiwilliges Engagement attraktiver machen &#8211; als Erkenntnis aus der NPO-Blogparade können wir mitnehmen, dass eine gemeinnützige Organisation, aber auch die lokalen Freiwilligenagenturen, an vielen Stellschrauben und Angeboten arbeiten müssen, wenn sie mehr Bürger/innen für ein Engagement gewinnen möchten. Vor diesem Hintergrund ist es unverständlich und schade, dass das <strong>Freiwilligenmanagement in unserem Land</strong> diese Pluralität der Zugänge nicht bietet, sondern allein vom Arbeitsplatz- bzw. workplace-Paradigma dominiert wird, d.h. von der Vorstellung des &#8220;Engagements als Beschäftigung&#8221;.</p>
<p>Kein anderer Ansatz konnte sich bisher in der Praxis durchsetzen. Das workplace-Paradigma wird Tag für Tag in zahllosen Einrichtungen und Kommunen im Freiwilligenmanagement umgesetzt und wir fragen uns, ob überhaupt im Moment konkurrierende Ansätze, die mehr Pluralität bieten, entwickelt werden? Welche Forschungsinstitute und welche Organisationen arbeiten an mehr Vielfalt im Freiwilligenengagement und -management? Dieses Thema, das im Fokus von Nonprofits stehen sollte, um Engagement attraktiver zu machen, steht offensichtlich eher am Rand.</p>
<p>Vielleicht kann die Skizzierung eines neuen Freiwilligenmanagements das Thema einer der nächsten NPO-Blogparaden sein&#8230;. Vorerst danken wir aber allen herzlich, die an dieser Blogparade mitgewirkt und ihr Wissen beigesteuert haben. Wir wollen versuchen, die Ergebnisse dieser Blogparade noch in einen Aufsatz zu packen, &#8211; Mitwirkende aus dieser Runde sind herzlich willkommen.</p>
<p>Der Twichat zur Blogparade (<strong>#npochat</strong>) findet am <strong>Dienstag, 15. Oktober, von 11-12 Uhr</strong> statt. Bis dahin gibt es vielleicht noch neue Antworten auf die Frage, wie freiwilliges Engagement attraktiver gemacht werden kann. Gerne hier in den Kommentaren, oder drüben im <a href="http://hannes-jaehnert.de/wordpress/2013/10/10/auswertung-npoblogparade-freiwilliges-engagement">Blog von Hannes Jähnert</a>, der den gemeinsamen Auswertungsartikel ebenfalls posten wird.</p>
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		<title>Engagement braucht Pluralität</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Sep 2013 08:25:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwilligenmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[NPO]]></category>
		<category><![CDATA[NPO-Blogparade]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialeinrichtung]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie kann man freiwilliges Engagement attraktiver machen? , &#8211; diese Frage steht zur Diskussion in der 26. Runde der NPO-Blogparade. Im Sozialbereich bieten Organisationen interessierten Freiwilligen häufig nur einen Kontext an, in dem freiwilliges Engagement stattfinden kann: nämlich das Dienstleistungs- oder Arbeitsplatzmodell. Hier sind die Aufgaben der Freiwilligen ganz klar festgelegt, ebenso wie die Rollenverteilung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie kann man freiwilliges Engagement attraktiver machen? , &#8211; diese Frage steht zur Diskussion in der <a href="http://npoblogparade.wordpress.com/2013/09/16/26-npo-blogparade-freiwilliges-engagement-attraktiver-machen-aber-wie/">26. Runde der NPO-Blogparade</a>.</p>
<p>Im Sozialbereich bieten Organisationen interessierten Freiwilligen häufig nur einen Kontext an, in dem freiwilliges Engagement stattfinden kann: nämlich <strong>das Dienstleistungs- oder Arbeitsplatzmodell</strong>. Hier sind die Aufgaben der Freiwilligen ganz klar festgelegt, ebenso wie die Rollenverteilung zwischen Bürger und Fachkraft: der Laie erledigt seine Aufgaben, über die Inhalte und Strukturen entscheiden Fachkräfte und die Einrichtungsleitung.</p>
<p>Es wäre wichtig, zusätzliche Kontexte in den Organisationen zu schaffen, in denen freiwilliges Engagement erbracht werden kann. Denn Engagement braucht Pluralität.</p>
<p>Die Motive der Bürger, die sich einbringen wollen, sind vielfältig: Spaß an der freiwilligen Tätigkeit, Freude am Helfen, selbstbestimmtes Handeln, soziale Einbindung, Weiterentwicklung der eigenen Kompetenzen &#8211; das sind wichtige Motive für Freiwillige, wie <a href="http://hannes-jaehnert.de/wordpress/2013/09/26/prozess-statt-moment-engagement-braucht-zeit/">Hannes Jähnert</a> und <a href="http://www.anerkennung-sozial.de/2013/09/wie-bringe-ich-jemanden-dazu-sich-zu-engagieren-anstatt-fernzusehen-beitrag-zur-npoblogparade/">Julia Russau</a> in ihren Beiträgen detailliert darlegen. Entsprechend vielfältig wie die Beweggründe der Freiwilligen sollten auch die Organisationsangebote sein, nicht nur in inhaltlicher Hinsicht, sondern auch bezogen auf die Strukturen, in denen Engagement erbracht wird. Denn es gilt eben nicht: &#8220;Volunteering is volunteering is volunteering&#8221; (<a href="http://www.ivr.org.uk/images/stories/Institute-of-Volunteering-Research/VA-Documents/VA1_2/article1_rochester.pdf">Rochester 1999).</a> Aus diesem Grund entwirft Rochester unterschiedliche Modelle für unterschiedliche Organisationskontexte, in denen Engagement stattfindet. Neben dem Dienstleistungs- bzw. Arbeitsplatzmodell gibt es z.B. noch das &#8220;Co-Working-Modell&#8221; und das &#8220;Aktivismus-Modell&#8221;.</p>
<p>Im <strong>Co-Working-Modell</strong> sind die Rollen des Freiwilligen und der Profession nicht klar voneinander abgegrenzt. Die Aufgaben und Verantwortlichkeiten des Freiwilligen werden zwischen ihm/ihr und der Organisation ständig aus- und neuverhandelt. Dieses Modell setzt auf Teilhabe statt auf Hierarchie. Es ist attraktiv für Freiwillige, die sich mit einer Organisation (und nicht nur mit einer Tätigkeit in einer Organisation) stark identifizieren.</p>
<p>Das <strong>Aktivismus-Modell</strong> setzt ebenfalls nicht auf vorher detailliert festgelegte Tätigkeiten für Freiwillige, sondern es lädt diese ein, sich Gedanken über mögliche Beiträge für die Organisation zu machen und bietet gleichzeitig Andock-Möglichkeiten zum Mitmachen. Im <a href="http://blog.campact.de/2013/09/13899/">Campact-Blog</a> schildert Carsten Direske, wie sich Tausende zu selbstorganisierten Grill- und Diskussionstreffen zusammengefunden haben als Teil einer Kampagne gegen Massentierhaltung.</p>
<p>Der Sozialbereich kann von Kampagnen-Profis wie <a href="https://www.campact.de/">Campact</a> noch einiges lernen, &#8211; insbesondere wie man Bürger in dezentrale, selbstorganisierte Events einbindet als Teil einer Kampagne. Im traditionellen Sozialbereich ist das &#8220;Aktivismus-Modell&#8221; für Freiwillige nicht weit verbreitet, mit dem Ergebnis, dass Demos und andere Protestaktionen meist örtlich begrenzt bleiben.</p>
<p>Die Option auf mehr Teilhabe ist für Freiwillige im klassischen Wohlfahrtsbereich, die sich auf kein Ehrenamt einlassen wollen, häufig nicht gegeben. Oft regiert hier noch die &#8220;Kultur der Verantwortung&#8221; statt die &#8220;Kultur der Teilhabe&#8221;. Dennoch sollten Nonprofits im Sozialbereich ihr Angebot für Freiwillige ausdehnen und zusätzlich zum Standard-Modell (dem &#8220;Dienstleistungs- und Arbeitsplatz-Modell&#8221;) noch andere organisationale Kontexte für Engagement schaffen, gerade auch für temporäres Engagement (siehe den Beitrag von Stefan Zollondz über <a href="http://www.zollondz-kommunikation.de/zollondz-kommunikation/npoblogparade/liquid-engagement-freiwilliges-engagement-attraktiver-machen-zur-woche-des-buergerschaftlichen-engagements/">&#8220;Liquid Engagement&#8221;</a>). &#8220;One size does not fit all&#8221; <a href="http://www.ivr.org.uk/images/stories/Institute-of-Volunteering-Research/VA-Documents/VA1_2/article1_rochester.pdf">(Rochester 1999</a>) &#8211; Pluralität im und für das Engagement ist notwendig.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund ist auch zu fragen, welchen Beitrag die <strong>lokalen Freiwilligenagenturen</strong> leisten, um die Kontexte für Engagement pluralistischer zu gestalten. Wird nicht häufig das &#8220;Arbeitsplatzmodell&#8221;, das gemeinnützige Organisationen Freiwilligen anbieten, unkritisch übernommen und weiterverbreitet? Anders gefragt: inwieweit wird freiwilliges Engagement aus Sicht der Bürger behandelt und mit Blick auf Teilhabe und Mitgestaltungsmöglichkeiten? Die Angebote in den Freiwilligendatenbanken gleichen jedenfalls fertigen &#8220;Engagement-Produkten&#8221;, die Nonprofits auf den lokalen Markt werfen.</p>
<p>Solange die Rolle der örtlichen Freiwilligenagenturen in dieser Hinsicht nicht geklärt ist, kann ich die Forderung, die im Politikfeld &#8220;Bürgerengagement&#8221; überall erhoben wird (so auch in <a href="http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2013/09/Nl19_Gastbeitrag_Demografie.pdf">diesem Text von Ansgar Klein u.a., 2013</a>), nämlich die &#8220;Engagement fördernden Infrastruktureinrichtungen&#8221; auf örtlicher Ebene auszubauen (s. Klein u.a. S. 10f), nicht uneingeschränkt teilen. Falls diese das Weltbild wohlfahrtsverbandlicher Sozialeinrichtungen einfach nur reproduzieren, leisten sie keinen Beitrag zur Bürgeremanzipation und zur Diversifizierung organisationaler Kontexte des Bürgerengagements.</p>
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		<title>Tauschnetzwerke im Freiwilligenengagement</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/tauschnetzwerke-im-freiwilligenengagement/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Sep 2013 15:56:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bürgergesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwilligenmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[NPO]]></category>
		<category><![CDATA[NPO-Blogparade]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Dienste]]></category>
		<category><![CDATA[Tauschringe]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwillige]]></category>
		<category><![CDATA[npoblogparade]]></category>
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					<description><![CDATA[Martin Horstmann von diakonisch.de und ich haben gemeinsam eine Idee für die aktuelle Runde der NPO-Blogparade ausgearbeitet. Die Frage der 26. NPO-Blogparade lautet: &#8220;Freiwilliges Engagement attraktiver machen &#8211; aber wie?!&#8221;. Wir präsentieren unsere Idee im Rahmen eines Dialogs und freuen uns über Feedback aus der Zivilgesellschaft Martin Horstmann (MH): Wie kann man freiwilliges Engagement attraktiver [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Martin Horstmann von <a href="http://diakonisch.wordpress.com/">diakonisch.de </a>und ich haben gemeinsam eine Idee für die <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/auftakt-zu-einer-neuen-npo-blogparade-freiwilliges-engagement-attraktiver-machen-aber-wie/">aktuelle Runde der NPO-Blogparade </a>ausgearbeitet. Die Frage der 26. NPO-Blogparade lautet: &#8220;Freiwilliges Engagement attraktiver machen &#8211; aber wie?!&#8221;. Wir präsentieren unsere Idee im Rahmen eines Dialogs und freuen uns über Feedback aus der Zivilgesellschaft</em></p>
<p>Martin Horstmann<em> (MH)</em>:</p>
<p>Wie kann man freiwilliges Engagement attraktiver machen?</p>
<p>Brigitte Reiser<em> (BR</em>):</p>
<p>Engagement wäre für viele attraktiver, wenn man sich credits erarbeiten könnte, die man einer hilfsbedürftigen Person in einer anderen Stadt oder Gemeinde wiederum in Form von freiwilligem Engagement durch andere zukommen lassen könnte.</p>
<p>Denn die gestiegene gesellschaftliche Mobilität führt doch dazu, dass viele Familien und Bekanntenkreise getrennt sind. Man kann aufgrund dieser räumlichen Trennung den Nahestehenden oft nicht so helfen, wie man gerne möchte. Wenn ich aber wüsste, dass mein Engagement in einer Stadt über Umwege und indirekt auch einer hilfsbedürftigen Person in einer anderen Kommune zugute kommt, &#8211; dann wäre dies doch ein sehr attraktiver (und tröstlicher) Gedanke.</p>
<p><em>MH</em>:</p>
<p>Das klingt ja nach einem Tauschring-Konzept. Ich engagiere mich an einer Stelle und bekomme an anderer Stelle -vielleicht sogar für jemand anderes, ganz woanders &#8211; wiederum freiwillig erbrachte Leistungen. Eine wunderbare Idee, finde ich. So etwas gibt es übrigens schon. Ich bin einmal bei einer Recherche auf &#8217;Fureai Kippu&#8217; gestoßen. Ein ehrenamtliches Unterstützungssystem in Japan, mit dem Schwerpunkt auf Pflege, das als Tauschring mit Zeitkonten konzipiert ist (siehe <a href="http://diakonisch.wordpress.com/2011/04/04/fureai-kippu/">http://diakonisch.wordpress.com/2011/04/04/fureai-kippu/)</a></p>
<p><em>BR:</em></p>
<p>Ja, man könnte freiwilliges Engagement tatsächlich mit der<a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/tauschnetzwerke-ein-attraktives-modell-fur-gemeinnutzige-organisationen-und-burger/"> Idee von Tauschnetzwerken</a> kombinieren. Allerdings kämpfen viele Tauschringe mit ähnlichen Schwierigkeiten: zu klein, überaltert, zu wenig Beteiligung usw. Das liegt ganz stark an der lokalen Begrenztheit dieser Netze. Ein interessanter Blickwechsel könnte also sein: weg vom Raum, hin zum Träger! Man müsste überlegen, wie man innerhalb von Trägern &#8211; oder Trägergemeinschaften, aber das liegt eher noch weit in der Zukunft &#8211; solche Tauschsysteme etablieren kann.</p>
<p><em>MH:</em></p>
<p>Und das pfiffige an dieser Idee wäre es dann, dass man diese Idee ins Freiwilligenmanagement der beteiligten Träger einbindet. Also: Wir kombinieren das Freiwilligenmanagement mit der Tauschnetzwerk-Idee. Und entgrenzen das ehrenamtliche Tauschnetz in dreifacher Hinsicht: Erstens kann über Zeitkonten das Einspeisen und Abrufen von Engagement zeitlich auseinanderfallen, zweitens ist In- und Output nicht auf eine bestimmte Region begrenzt und drittens könnte man ja auch noch überlegen, ob dies nicht auch noch bereichsübergreifend funktionieren könnte.</p>
<p><em>BR:</em></p>
<p>Sehr ambitioniert! Aber vielleicht kann es uns gelingen, für diese Perspektive mehr Aufmerksamkeit zu generieren. Das könnte eine gute Diskussion in NPOs anstoßen.</p>
<p><em>MH:</em></p>
<p>Im Grunde wären hier die beiden großen Kirchen mit ihren Wohlfahrtsverbänden die geborenen Trägerorganisationen dafür: Sie verfügen über flächendeckende Strukturen in ganz Deutschland, sie haben sozusagen ein riesiges Filialnetz, sie sind groß und was Freiwilligenmanagement und Ehrenamtskoordination angeht, sind sie mittlerweile ganz gut aufgestellt. Da ist noch viel Luft nach oben, sicherlich, aber da ist in den letzten Jahren wirklich eine Menge Positives passiert.</p>
<p><em>BR:</em></p>
<p>Ein anderer Ansatz wäre es, wenn die Idee nicht von einem Träger übernommen und &#8216;hochgezogen&#8217; würde &#8211; was sicherlich viele Vorteile hätte &#8211; sondern wenn es eher eine freie Bewegung ist, ein Konzept, in das sich jeder Träger und jeder Verband, einklinken kann.</p>
<p><em>MH:</em></p>
<p>Genauso funktioniert es beim Fureai Kippu. Es gibt anscheinend eine Rechnungsstelle, aber der Rest läuft dezentral und autonom über hunderte NPOs.</p>
<p><em>BR:</em></p>
<p>Ja, beide Ansätze sind möglich. Aber schauen wir doch mal auf potentielle Schwierigkeiten. Was stünde der Idee entgegen?</p>
<p><em>MH:</em></p>
<p>Ich glaube das größte Problem liegt darin, wenn der Ausgleich nicht aufgeht. Es gibt engagementstarke und -schwache Regionen. Das kann man ja an dem <a href="http://zukunftsfonds.generali-deutschland.de/online/portal/gdinternet/zukunftsfonds/content/314342/309588">Generali-Engagementatlas</a> gut sehen. Und was ist, wenn zum Beispiel alle Leute ihr Engagement in Kitas reinstecken wollen, aber ehrenamtliche Leistungen im Bereich der Altenhilfe rausbekommen wollen &#8211; mal etwas platt gesagt? Vielleicht sollte man doch erst einmal nur Zeit und Raum entgrenzen, sich aber auf einen Sektor bzw. auf ein Arbeitsfeld beschränken.</p>
<p><em>BR:</em></p>
<p>Und das Problem der unterschiedlichen regionalen Verteilung?</p>
<p><em>MH:</em></p>
<p>Vielleicht pusht so ein Konzept ja auch die Engagementbereitschaft noch einmal in ungeahnter Weise. Denn das ist ja wirklich ein sehr großer Attraktivitäts-Faktor. Es gibt aber noch eine andere Idee: Man könnte das Ganze ja nicht als tit-for-tat-Tausch aufziehen, sondern eher als Bonussystem. So wie bahn.bonus, zum Beispiel. Das heißt, es gibt einen Bonus-Faktor, für X Stunden bekomme ich nur einen gewissen Prozentsatz davon zurück. Dann würden zumindest die Spitzen abgefedert.</p>
<p><em>BR:</em></p>
<p>Das gefällt mir. Ich will ja nicht alles eins zu eins verrechnen. Engagement ist ja keine pure Ökonomie, Engagement ist ja immer auch lustbetont und durchaus auch uneigennützig. Ich muss nicht alles wieder rauskriegen, das würde ja auch freiwilliges Engagement destruieren. Aber es wäre eine schöne Anerkennung.</p>
<p><em>MH:</em></p>
<p>Genau! Und haben wir das freiwillige Engagement jetzt attraktiver gemacht?</p>
<p><em>BR:</em></p>
<p>Absolut! Wir schauen, was draus wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Auftakt zu einer neuen NPO-Blogparade: Freiwilliges Engagement attraktiver machen &#8211; aber wie?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Sep 2013 14:16:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bürgergesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwilligenmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[NPO]]></category>
		<category><![CDATA[NPO-Blogparade]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Dienste]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwillige]]></category>
		<category><![CDATA[npoblogparade]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilgesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Derzeit findet die Woche des bürgerschaftlichen Engagements statt, die seit vielen Jahren vom BBE organisiert wird, um das freiwillige Engagement von 23 Millionen Bürgern in Deutschland zu würdigen. Die Woche soll durch viele Veranstaltungen im ganzen Land die zahlreichen Möglichkeiten des Engagements aufzeigen. Ein Ziel der Aktionswoche ist es dabei, die Hindernisse zu thematisieren, auf [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Derzeit findet die <a href="http://www.b-b-e.de/projekte/woche-des-buergerschaftlichen-engagements/#c12359">Woche des bürgerschaftlichen Engagements</a> statt, die seit vielen Jahren vom <a href="http://www.b-b-e.de">BBE</a> organisiert wird, um das freiwillige Engagement von 23 Millionen Bürgern in Deutschland zu würdigen. Die Woche soll durch viele Veranstaltungen im ganzen Land die zahlreichen Möglichkeiten des Engagements aufzeigen. Ein Ziel der Aktionswoche ist es dabei, die Hindernisse zu thematisieren, auf die Engagementwillige stoßen und Vorschläge zu formulieren, wie das Ehrenamt gefördert werden kann.</p>
<p>Wir &#8211; das heißt <a href="http://hannes-jaehnert.de/wordpress/">Hannes Jähnert</a> und ich &#8211; möchten die Diskussion über das bürgerschaftliche Engagement gemeinsam mit Euch ins Netz holen. Wir starten deshalb eine NPO-Blogparade zur Frage</p>
<p><b>&#8220;Freiwilliges Engagement attraktiver machen &#8212; aber wie?</b>!&#8221;</p>
<p>Viele Menschen engagieren sich in Deutschland bereits, &#8211; und viele würden sich gerne (noch) mehr einbringen. Interessierte scheitern aber zum Beispiel an den Engagement-Angeboten gemeinnütziger Einrichtungen, die inhaltlich oder zeitlich nicht flexibel genug sind oder zu wenig Mitgestaltungs-<br />
möglichkeiten bieten. Manch einer würde sich gerne über Online-Kanäle mehr ins Gemeinwesen einbringen und findet hier noch zu wenig Angebote. Viele haben gute Ideen für ein gemeinnütziges Projekt, aber finden auf lokaler Ebene keine Ansprechpartner, die sie mit Wissen, Kontakten und einem kleinen Budget unterstützen könnten.</p>
<p>Wer sich engagiert, bekommt am Ende des Jahres meist einen Blumenstrauß und warme Worte. Die Frage ist, ob solche Anerkennungsformen ausreichen, um freiwilliges Engagement attraktiv zu gestalten oder um überhaupt Interesse dafür zu wecken.</p>
<p>Ein Teil der Vereine hat Schwierigkeiten damit, Freiwillige zu gewinnen und Ehrenämter zu besetzen. Speziell im <a href="http://www.bisp.de/SharedDocs/Downloads/Sportentwicklungsberichte/SEB_2011_2012/SEB_2011_2012_Kurzfassung_Deutsch.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2">Sport</a> ist das ein großes Problem.</p>
<p><strong>Welche Maßnahmen fallen Euch ein, um das freiwillige Engagement für uns alle attraktiver zu machen? Bitte bringt Eure Ideen ein und macht mit bei der Nonprofit-Blogparade, die über die Engagementwoche hinaus bis zum 29. September 2013 läuft.</strong> Verlinkt Eure Beiträge mit diesem Artikel hier oder mit dem Blog von Hannes Jähnert, der ebenfalls einen <a href="http://hannes-jaehnert.de/wordpress/2013/09/16/npoblogparade-freiwilliges-engagement/">Aufruf zur Blogparade postet</a>. Wir sind Eure Hosts und werden die Diskussion begleiten, moderieren und anschließend zusammenfassen.</p>
<p>Wer nicht weiß, was eine Blogparade ist, findet <a href="http://npoblogparade.wordpress.com/about/">hier weitere Informationen</a><strong></strong>.</p>
<p>Wer kein eigenes Blog hat, kann seine Ideen auch als Gastbeitrag (hier vermitteln wir gern), über die Kommentarfunktion in unseren Blogs veröffentlichen oder die Xing-Gruppe <a href="https://www.xing.com/net/prife2ae6x/zivilgesellschaft20/npo-blogparade-446897/">ÂInternet und ZivilgesellschaftÂ</a> dafür nutzen.</p>
<p>Im Anschluss an die NPO-Blogparade wird es wieder einen Twitchat (#npochat) geben, bei dem wir unsere Fragestellung &#8220;freiwilliges Engagement attraktiver machen &#8211; aber wie?!&#8221; eine Stunde lang auf Twitter diskutieren. Der Termin dafür wird noch bekannt gegeben.</p>
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		<title>Gemeinnützige Organisationen brauchen Netzwerke &#8211; welche genau?</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/gemeinnutzige-organisationen-brauchen-netzwerke-welche-genau/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Sep 2012 14:27:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[crowdsourcing]]></category>
		<category><![CDATA[Dritter Sektor]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwilligenmanagement]]></category>
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		<category><![CDATA[räumliches Netzwerk]]></category>
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					<description><![CDATA[Soziale Dienste sind auf den Einzelfall fixiert. &#8220;Trotz Gruppenarbeit, trotz Gemeinwesenarbeit: Der Fallbezug dominierte die Soziale Arbeit und er prägt sie bis heute&#8221; (Hinte 2011, 101). Verantwortlich dafür sind die Leistungsgesetze und die sozialarbeiterische Praxis: beide lösen den einzelnen aus seinen sozialen Zusammenhängen heraus, um seinen Besonderheiten gerecht zu werden, und desintegrieren somit. Durch die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Soziale Dienste sind auf den Einzelfall fixiert. &#8220;Trotz Gruppenarbeit, trotz Gemeinwesenarbeit: Der Fallbezug dominierte die Soziale Arbeit und er prägt sie bis heute&#8221; (Hinte 2011, 101). Verantwortlich dafür sind die Leistungsgesetze und die sozialarbeiterische Praxis: beide lösen den einzelnen aus seinen sozialen Zusammenhängen heraus, um seinen Besonderheiten gerecht zu werden, und desintegrieren somit.</p>
<p>Durch die Personalisierung der Hilfen rücken kollektive Ressourcen und Möglichkeiten in den Hintergrund und damit die Chance, kollaborative Systeme sozialer Hilfen zu schaffen.</p>
<p>Der Blick auf den Einzelfall prägt den sozialen Bereich bis ins Innerste. Auch im Freiwilligenmanagement dominieren Kozepte, die das bilaterale Verhältnis zwischen der Einrichtung und dem einzelnen Freiwilligen regeln, statt die Community der Freiwilligen und ihre Netzwerke stärker in den Blick zu nehmen.</p>
<p>Die soziale Arbeit mit ihren verbandlichen Einrichtungen hat sich durch diese individualisierende und desintegrative Praxis selbst zu einem gesonderten System entwickelt, das zu wenig in die Gesellschaft eingebunden ist. Die zentrale Zukunftsstrategie für Nonprofits im Sozialbereich muss deshalb lauten, Netzwerke aufzubauen &#8211; in die Zivilgesellschaft hinein und gemeinsam mit staatlichen Akteuren und Unternehmen. Welche Netzwerke werden notwendig?</p>
<p><strong>Wissens &#8211; und Kommunikationsnetzwerke:</strong> Nonprofits sollten sich auf lokaler Ebene zu Knotenpunkten entwickeln, die das Wissen der Bürger aufgreifen, Diskurse anstossen und der Zivilgesellschaft die Möglichkeit zum wechselseitigen Austausch bieten. Soziale Dienste wären demnach auch &#8220;information-associations&#8221; bzw &#8220;info-sociations&#8221; (<a href="http://ci-journal.net/index.php/ciej/article/view/807">Sadoway 2012</a>), die lokal Wissen bündeln, abbilden und in den politischen Prozeß einspeisen (dazu gehören auch offene Daten). Vom Bürgerwissen profitiert die Qualität der lokalen Infrastruktur. Durch die Vernetzung und den Dialog untereinander werden Gegenöffentlichkeiten geschaffen. Bürger erhalten die Möglichkeit, ihre Perspektive auf das örtliche Gemeinwesen schicht- und generationenübergreifend einzubringen. Das Internet spielt eine wichtige Rolle, um solche Wissens- und Kommunikationsnetzwerke aufzubauen. Tools wie Wikis, Webkarten oder Online-Communities können dafür sehr gut genutzt werden.</p>
<p><strong>Partizipationsnetzwerke:</strong> Nonprofits sollten sich zu Knotenpunkten der Beteiligung entwickeln. In den Einrichtungen und durch sie muss Teilhabe gefördert werden. Nicht nur Bürger profitieren von einer partizipativen Praxis in Nonprofits, &#8211; auch die Dienste selbst können sich vor Ort als zivilgesellschaftlich eingebundene Akteure im politischen Prozeß profilieren. Das Internet bietet viele Möglichkeiten, um Bürger auch digital zu beteiligen und ihnen Gestaltungs- und Mitmach-Chancen anzubieten (vgl. meinen letzten <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/burgerschaftliches-engagement-als-burgerbeteiligung-welche-moglichkeiten-bietet-das-internet/">Blogbeitrag</a>).</p>
<p><strong>Koproduktionsnetzwerke:</strong> Koproduktion weist über das bilaterale Verhältnis zwischen Dienst und Nutzer hinaus: &#8220;co-production opens up the arena to other actors who could possbly play a role in the provision of public services&#8221; (<a href="http://www.springerlink.com/content/6588064g12242337/">Meijer 2012,s.p.</a>). Soziale Dienste sollten Koproduktionsnetzwerke gemeinsam mit Bürgern und anderen Einrichtungen aufbauen, um soziale Dienstleistungen kollaborativ zu erstellen. Dafür kann auch das Internet genutzt werden. Koproduktion über das Internet findet derzeit im Sozialbereich hautsächlich in der Beratung statt: Bürger steuern in Foren ihr Wissen bei und koproduzieren so Beratungsleistungen gemeinsam mit Fachkräften, die sich bei Bedarf einschalten (siehe z.B. &#8211; in Ansätzen &#8211; den <a href="http://www.familienratgeber.de/dialog/familienratgeber.php">Familienratgeber</a> der Aktion Mensch). Diese kollektive Form der Koproduktion hat einen besonderen Mehrwert: sie schafft zusätzlich noch &#8216;communities of interests&#8217; &#8211; d.h. den teilnehmenden Bürger/inenn wird bewusst, dass sie mit ihrer Anfrage und ihrem Problem nicht alleine sind (<a href="http://www.springerlink.com/content/6588064g12242337/">Meijer 2012</a>).<br />
Wo geht die Koproduktion über den Beratungsbereich hinaus und bezieht das Service-Design oder die Implementation von Dienstleistungen mit ein? Auf Anhieb fällt mir keine hiesige (kollektiv ausgerichtete) Koproduktions-Plattform im Sozialbereich ein, die schon diese beiden Bereiche mit einschliessen würde.</p>
<p><strong>Ressourcennetzwerke:</strong> Nonprofits sollten untereinander und über Fachgrenzen hinweg Netzwerke aufbauen, um (zusätzlich zum Fundraising) vorhandene Ressourcen zu teilen, zu tauschen und sich wechselseitig auszuleihen. Was auf Bürgerseite immer mehr Unterstützer findet &#8211; das Teilen von <a href="http://www.autonetzer.de/">Autos</a>, <a href="http://www.couchsurfing.org/">Wohnräumen</a>, <a href="http://www.lamachineduvoisin.fr/">Waschmaschinen </a>und das wechselseitige <a href="http://www.leihdirwas.de/">Ausleihen </a>von Gegenständen sowie das <a href="http://www.tauschforum-stuttgart.de/">Tauschen </a>von Dienstleistungen und Dingen &#8211; sollte auch im Nonprofit-Sektor zur Normalität werden, um dem chronischen Ressourcenmangel abzuhelfen. Dieser Ressourcenmangel existiert nur auf den ersten Blick, &#8211; auf den zweiten sieht man, wie viel Wissen, Fertigkeiten, Räume, technische Geräte, Autos usw. in gemeinnützigen Organisationen nur unzureichend genutzt werden. Solche Aktivposten sollten stärker in gemeinsame Ressourcennetzwerke eingebracht werden. Wo über eine Zeitbank oder einen Tauschring Schnittstellen hin zum Gemeinwesen existieren, können auch Bürger und die lokale Wirtschaft in das Ressourcennetzwerk einbezogen werden (vgl. <a href="http://www.ncvo-vol.org.uk/networking-discussions/blogs/18683/12/02/03/timebanking-across-organisations-how-create-economy-abun">Camden Shares</a>). So können Nonprofits auch ihre Verbindungen zur Gesellschaft stärken und mit begrenzten Budgets den maximalen impact erzielen.</p>
<p><strong>Räumliche Netzwerke über verschiedene Ebenen:</strong> Nonprofits müssen ihre örtlichen Netzwerke über das Internet um Akteure und Ressourcen aus anderen Orten ergänzen. Von dieser überörtlichen Vernetzung profitieren die eigenen Zielgruppen, die zum Teil erst über das Internet Gleichgesinnte und Menschen mit ähnlichen Bedarfen kennenlernen. So entstehen &#8211; digital vermittelt &#8211; vor Ort neue Interessens- und Identitätsgemeinschaften (vgl. <a href="http://www.thersa.org/__data/assets/pdf_file/0011/518924/RSA_Communities-Connected-AW_181011.pdf">Morris/Gilchrist o.J., 8</a>), die die örtliche Zivilgesellschaft mit neuen Handlungspotentialen ausstatten. Nonprofit-Organisationen profitieren ihrerseits von den Ressourcen überörtlicher Akteure, &#8211; nicht nur unmittelbar, sondern auch mittelbar durch die Ressourcen, die in den jeweiligen Netzwerken der überörtlichen Akteure schlummern.</p>
<p>Literatur (wenn nicht verlinkt):</p>
<ul>
<li>Hinte, Wolfgang (2011): Sozialräume gestalten statt Sondersysteme befördern, in: Teilhabe , Heft 3, 100-106.</li>
</ul>
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