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	<title>Kommune &#8211; Nonprofits-vernetzt.de</title>
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	<description>Partizipatives Stakeholder-Management &#38; Digitalisierung im Nonprofit-Sektor</description>
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		<title>Quartiersvernetzung fördern (Teil 11) &#8211; Kooperationen im Quartier</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Dec 2017 11:52:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommune]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine gut verständliche Handreichung für die Bildung von gelingenden Kooperationen im Quartier hat jüngst die Stiftung Mitarbeit veröffentlicht. Das 40-seitige Papier basiert auf den Ergebnissen eines empirischen Forschungsprojektes in Niedersachsen, welches die Quartiersarbeit in einzelnen Stadtteilen dreier Kommunen untersuchte. Zwei dieser Quartiere gehören zum Bund-Länder-Programm &#8220;Soziale Stadt&#8221;, das Kooperationen fördert. Ein Quartier setzt die Kooperation [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine gut verständliche Handreichung für die <a href="https://www.mitarbeit.de/publikationen/shop/kooperationen_im_quartier/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bildung von gelingenden Kooperationen im Quartier</a> hat jüngst die Stiftung Mitarbeit veröffentlicht.</p>
<p>Das 40-seitige Papier basiert auf den Ergebnissen eines empirischen Forschungsprojektes in Niedersachsen, welches die Quartiersarbeit in einzelnen Stadtteilen dreier Kommunen untersuchte. Zwei dieser Quartiere gehören zum Bund-Länder-Programm &#8220;Soziale Stadt&#8221;, das Kooperationen fördert. Ein Quartier setzt die Kooperation in Eigenregie um, &#8211; hier war eine Bewohnerinitiative der zentrale Akteur.</p>
<p>Was wird in der Handreichung unter &#8220;Kooperation&#8221; verstanden? &#8220;Ein Zusammenschluss von Akteur/innen auf Quartiersebene, die zusammenarbeiten, um ein bestimmtes Projekt oder Ziel zu verwirklichen&#8221;(Gliszczynski 2017, 7), &#8211; im Mittelpunkt steht also das konkrete Umsetzen und nicht der bloße Informationsaustausch.</p>
<p>Folgende Bedingungen fördern Kooperationen im Quartier (Gliszczynski 2017, 9f):</p>
<ul>
<li>Ressourcen wie Zeit/Geld/Material/Räume müssen ausreichend verfügbar sein. Sie bilden die Mindestvoraussetzung für eine gelingende Kooperation, weil ohne Zeit Kontakte nicht gepflegt werden können</li>
<li>&#8220;belastbare persönliche Beziehungen&#8221; zwischen den Akteur/innen im Quartier</li>
<li>feste Kommunikationsstrukturen, u.a. durch regelmäßige Treffen im Quartier. Dies erleichtert die Kontaktaufnahme zu neuen Akteuren, die man noch nicht kennt und fördert das Wissen über die Strukturen im Viertel und die Potenziale anderer Akteure</li>
<li>ein regelmäßiger Austausch über die Quartiersentwicklung unter den Kooperationspartnern, entweder im Rahmen formeller oder informeller Treffen</li>
<li>gerade bei intensiven und formalisierten Kooperationen sind klare Ziele, die messbar sind und gut planbare Umsetzungsschritte erlauben, sehr wichtig</li>
<li>ebenso sind bei intensiven und formalisierten Formen der Kooperation  klare Verantwortlichkeiten, einschließlich klarer Führungs- und Koordinationsrollen, von Bedeutung</li>
</ul>
<p>Es verwundert, dass bei diesen Bedingungen nicht der &#8220;Netzwerk-Katalysator&#8221; oder der &#8220;Netzwerk-Treiber&#8221; auftaucht, &#8211; eine Rolle, die bei <a href="http://www.lambertus.de/de/shop-details/netzwerkarbeit-und-selbstorganisation-im-demografischen-wandel,1423.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bott (2014, 27ff) </a>oder <a href="https://www.kda.de/kdaShop/altersgerechtes-planen-bauen-und-wohnen/2010/handreichung-quartiersentwicklung-praktische-umsetzung-sozialraumorientierter-ansaetze-in-der-altenhilfe.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mehnert/Kremer-Preiß (2016, 74)</a> stärker betont wird. Auch Miriam Zimmer schreibt in ihrem Beitrag für die Handreichung, dass es Initiator/innen braucht, die für eine Kooperation werben, speziell in deren Anfangsphase (Zimmer 2017, 18).</p>
<p>Netzwerk-Katalysatoren sind aus meiner Sicht immer wichtig, auch nach der Gründungsphase eines Netzwerks. Sie setzen inhaltliche Impulse, holen neue Akteure ins Netzwerk, überwinden Flauten und suchen nach Unterstützern. Aber ihre Rolle ist in selbstorganisierten Netzwerken wahrscheinlich größer als in Kooperationen, die im Rahmen öffentlicher Programme initiiert und gefördert werden.</p>
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		<title>Quartiersvernetzung fördern (Teil 10) &#8211; Migranten einbinden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Oct 2016 13:03:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Kommune]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Koproduktion]]></category>
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					<description><![CDATA[Quartiere und Nachbarschaften werden in einer Einwanderungsgesellschaft wie der unsrigen zu den zentralen Orten von Integration und Inklusion: &#8220;Integration geschieht nicht irgendwo in unserer Gesellschaft, sondern dort, wo die Menschen ihren Alltag leben. Das ist neben Schule/Arbeit der Ort, wo Menschen wohnen, der Ort, wo sie mit ihren Nachbar/innen reden, Freundschaft schließen oder sich streiten. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Quartiere und Nachbarschaften werden in einer Einwanderungsgesellschaft wie der unsrigen zu den zentralen Orten von Integration und Inklusion:</p>
<p>&#8220;Integration geschieht nicht irgendwo in unserer Gesellschaft, sondern dort, wo die Menschen ihren Alltag leben. Das ist neben Schule/Arbeit der Ort, wo Menschen wohnen, der Ort, wo sie mit ihren Nachbar/innen reden, Freundschaft schließen oder sich streiten. Integration beginnt im Sozialraum des Quartiers oder der Gemeinde, im Gemeinwesen vor Ort. Scheitert sie dort, scheitert sie insgesamt.&#8221; (<a href="http://vska.de/wp-content/uploads/2016/06/2016_BAG_PositionForderungen-langfristigen-Integration-von-Gefl%C3%BCchteten.pdf" target="_blank">BAG Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit</a>, Juni 2016).</p>
<p>Die Stiftung Mitarbeit hat ihren <a href="http://www.buergergesellschaft.de/mitteilen/news/archiv-des-enewsletters/enewsletter-archiv-2016/enewsletter-wegweiser-buergergesellschaft-72016-13072016/#c7590" target="_blank">Juli-Newsletter (7/2016)</a> deshalb dem Schwerpunktthema &#8220;Gemeinwesenarbeit und Migration&#8221; gewidmet. Fünf Texte aus Theorie und Praxis der Gemeinwesenarbeit werben für den Ausbau der professionellen Gemeinwesenarbeit vor Ort und für ein integriertes, vernetztes Vorgehen aller Akteure auf lokaler Ebene.  Für die Schaffung inklusiver Quartiere, die Jung und Alt, Alteingesessene und Zugewanderte, unterschiedliche Kulturen und soziale Milieus zusammenführen, bringt eine Konzentration auf einzelne Zielgruppen oder Themen nicht viel. Notwendig ist vielmehr eine fach-und sektorenübergreifende Herangehensweise und das Poolen von Ressourcen wie Wissen, Gute Praxis, finanzielle Mittel usw.. Ganz entscheidend sind auch Partizipationsmöglichkeiten für alle und hier speziell die Teilhabe von Zugewanderten und Flüchtlingen, die Mitsprache- und Mitmach-Chancen brauchen, um sich in die Gesellschaft einbringen zu können (siehe dazu das <a href="http://www.buergergesellschaft.de/fileadmin/pdf/impulspapier_tagung_integration_nl_160819.pdf" target="_blank">Impuls-Papier</a> der Stiftung Mitarbeit).</p>
<p>Welche Instrumente haben sich auf lokaler Ebene bewährt, um angesichts von Einwanderung und kultureller Vielfalt Menschen im Quartier zusammenzubringen? Das <a href="http://vska.de/wp-content/uploads/2016/06/2016_GWA-DGSA_Diskussionspapier-Gemeinwesenarbeit-Gefl%C3%BCchtete.pdf" target="_blank">Diskussionspapier der deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit/AG &#8220;Gemeinwesenarbeit und Flucht&#8221;</a> (2016) enthält eine ganze Sammlung von konstruktiven Tools (S. 6f), u.a.:</p>
<ul>
<li>Aufbau von heterogenen Gremien aus Vertretern der bisherigen und der neuen Bewohnerschaft in den Quartieren (&#8220;Nachbarschaftsräte&#8221;)</li>
<li>Schaffung von niedrigschwelligen Begegnungsorten</li>
<li>Förderung der Selbstorganisation von Bürgern über kulturelle Grenzen hinweg</li>
<li>Gemeinschaftliche Aktivitäten wie  gemeinsames Kochen und Backen und kulturelle Aktivitäten</li>
<li>Ausbildung von Paten/Mentoren/Peer-Helpern</li>
<li>Mediation bei Nachbarschaftskonflikten</li>
<li>Aufsuchende Gemeinwesenarbeit, um jene zu erreichen, die nicht in Begegnungsstätten oder Beratungsstellen kommen.</li>
</ul>
<p>Bürger spielen eine ganz zentrale Rolle, wenn es um den Aufbau inklusiver Nachbarschaften geht. &#8220;Die eigentliche Integration kann nur in Interaktion mit denen, die schon da sind, geschehen&#8221; (BAG Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit 2016, S. 2).</p>
<p>Viele Bürger/innen bringen sich derzeit ehrenamtlich in die Flüchtlingsarbeit ein, agieren dabei häufig selbstständig, unabhängig und höchst professionell (Sanli/Runge 2016, S.5).  Im Mittelpunkt stehen zumeist praktische Hilfen und Spenden, nicht die strukturelle Integration der Neuangekommenen (<a href="http://www.bim.hu-berlin.de/media/Studie_EFA2_BIM_11082016_V%C3%96.pdf" target="_blank">EFA 2, 2016, S.4</a>). Wie können sich Bürgerinnen und Bürger auch  am Aufbau inklusiver Quartiere beteiligen? Wie kann man Bürger darin unterstützen, Nachbarschaftinitiativen und Netzwerke über kulturelle Grenzen hinweg aufzubauen?</p>
<p>Die Papiere im Themenschwerpunkt der Stiftung Mitarbeit sagen dazu nur wenig. Sie konzentrieren sich auf die professionelle Gemeinwesenarbeit und fordern einen Stellenausbau derselben. Zu wenig beleuchtet wird die Rolle der Bürger beim Aufbau inklusiver Quartiere und in diesem Zusammenhang der Umgang zwischen Bürgern und Professionellen. Zumindest die Freiwilligen in der Flüchtlingshilfe wissen genau, wie die Zusammenarbeit mit öffentlichen Stellen aussehen sollte, nämlich paritätisch, d.h. auf Augenhöhe (EFA 2, 2016, S. 4). Interessant werden damit <a href="http://www.nonprofits-vernetzt.de/download/Forum-Zivilgesellschaft-01-2014.pdf" target="_blank">Koproduktions</a>-Konzepte, die öffentliche und gemeinnützige Institutionen befähigen, konstruktiv und gleichberechtigt mit der Zivilgesellschaft zusammenzuarbeiten.</p>
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		<title>Quartiersvernetzung fördern (Teil 9) &#8211; Leitfaden&#8221;Quartiersentwicklung&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Sep 2016 09:56:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demographie]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine &#8220;Handreichung Quartiersentwicklung&#8221; zur praktischen Umsetzung sozialraumorientierter Ansätze in der Altenhilfe  hat das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) Mitte Juni 2016 veröffentlicht. Die Handreichung soll den lokalen Akteuren dabei helfen, Quartiere und ihre Infrastruktur so weiter zu entwickeln, dass sie altersgerecht sind und Senioren möglichst lange in ihrem Umfeld wohnen bleiben können. Von barrierefreien Wohnungen, Einkaufsmöglichkeiten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine <a href="https://www.kda.de/kdaShop/altersgerechtes-planen-bauen-und-wohnen/2010/handreichung-quartiersentwicklung-praktische-umsetzung-sozialraumorientierter-ansaetze-in-der-altenhilfe.html" target="_blank">&#8220;Handreichung Quartiersentwicklung&#8221;</a> zur praktischen Umsetzung sozialraumorientierter Ansätze in der Altenhilfe  hat das <a href="http://www.kda.de/" target="_blank">Kuratorium Deutsche Altershilfe</a> (KDA) Mitte Juni 2016 veröffentlicht.</p>
<p>Die Handreichung soll den lokalen Akteuren dabei helfen, Quartiere und ihre Infrastruktur so weiter zu entwickeln, dass sie altersgerecht sind und Senioren möglichst lange in ihrem Umfeld wohnen bleiben können. Von barrierefreien Wohnungen, Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe, guten ÖPNV-Verbindungen und Begegnungsmöglichkeiten profitieren dabei nicht nur alte Menschen, sondern auch andere Quartiersbewohner (Familien, Jugendliche, Zuwanderer, Bürger mit Behinderungen usw.).</p>
<p>Folgende Elemente sind für den Prozess der Quartiersentwicklung wichtig und werden im Leitfaden ausführlich besprochen:</p>
<ol>
<li><strong>Ist-Analyse des Quartiers:</strong> Zuerst müssen die Stärken und Schwächen eines Quartiers erhoben werden. Daten dafür gibt es u.a.  in der <a href="https://www.regionalstatistik.de/genesis/online;jsessionid=C8446B2D5B340782EE68625F41C1836D?Menu=Willkommen">Regionaldatenbank Deutschland </a>und im <a href="http://statistikportal.de/Statistik-Portal/Regionalatlas/" target="_blank">Interaktiven Regionalatlas. </a>Aber auch die Quartiersbewohner können Orte im Quartier kartieren, die für die wichtig sind. Versorgungslagen und -defizite können über Interviews, Fragebögen und Quartiersbegehungen abgefragt werden. Ein Musterfragebogen und diverse Checklisten, um das örtliche Versorgungsangebot zu erheben, sind in der Handreichung vorhanden.</li>
<li><strong>Projektmanagement:</strong> Der Leitfaden bietet Hilfen zu den Themen Projektvorbereitung, -planung, &#8211; durchführung und -abschluss und enthält unterschiedliche Checklisten wie bspw. eine Checkliste &#8220;Kick-off-Veranstaltung&#8221;, auf der das Konzept der altersgerechten Quartiersentwicklung den Bewohnern eines Stadtbezirks oder Stadtteils vorgestellt wird.</li>
<li><strong>Kooperation und Vernetzung:</strong> Altersgerechte Quartiersentwicklung setzt auf Vernetzung im Quartier, weil kein einzelner Akteur die Aufgaben stemmen kann, die mit einem sozialraumorientierten Ansatz einhergehen. Der Leitfaden beschreibt unterschiedliche lokale Netzwerkformen und den Nutzen von Netzwerken, erklärt, wie eine Stakeholder-Analyse gemacht wird und bietet Checklisten für den Netzwerk-Aufbau und die Arbeit in Netzwerken</li>
<li><strong>Partizipation:</strong> Bürger sollen in die Bedarfsermittlung, Planung und Umsetzung von altersgerechten Quartieren einbezogen werden. Der Leitfaden listet auf S. 90 unterschiedliche Bürgerbeteiligungsmethoden auf, die von der Quartiersbegehung bis zum Runden Tisch, Open Space-Veranstaltungen und Zukunftswerkstätten reichen.</li>
<li><strong>Nachhaltigkeit und Finanzierung:</strong> Um sozialraumbezogene Konzepte erfolgreich umsetzen zu können, braucht es dem Leitfaden zufolge ein professionelles Quartiersmanagement und eine längerfristige Finanzierung. Letztere wird oft durch eine Umlage oder Pauschale finanziert, die Bewohner des betreuten Wohnens oder Mieter von Wohnungsgenossenschaften zahlen, wie bspw. im Fall der <a href="http://www.freie-scholle.de/" target="_blank">&#8220;Freien Scholle&#8221;</a> in Bielefeld.</li>
</ol>
<p>Die Handreichung des KDA richtet sich an Fachleute. Obwohl auch Bürger einen wichtigen Anteil an der Quartiersentwicklung haben und oftmals Vereine oder Genossenschaften mit Quartiersprojekten beginnen, steht in dem Leitfaden eher die kommunale, in jedem Fall aber die professionelle Perspektive im Mittelpunkt.</p>
<p>Für mich bleibt zum Schluss die Frage ungeklärt, weshalb man das Konzept auf &#8220;altersgerechte Quartiere&#8221; konzentriert, wenn Barrierefreiheit und inklusive Strukturen nicht nur für alte Menschen, sondern auch für alle anderen Quartiersbewohner/innen wichtig sind. In diesem Fall wäre es doch besser, gleich von vornherein eine &#8220;inklusive Quartiersentwicklung&#8221; in den Blick zu nehmen und sich nicht strategisch und begrifflich auf eine Zielgruppe zu beschränken.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Partizipation von Ehrenamtlichen in Einrichtungen</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/partizipation-von-ehrenamtlichen-in-einrichtungen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Apr 2016 09:52:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Daten]]></category>
		<category><![CDATA[Dritter Sektor]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Kommune]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Profession]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialeinrichtung]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie gut kommen Haupt- und Ehrenamtliche miteinander aus und welche Möglichkeiten gibt es, freiwillige Helfer in Institutionen stärker zu beteiligen? Diesen Fragen geht die Studie &#8220;Kooperation von Haupt- und Ehrenamtlichen in Pflege, Sport und Kultur&#8221; nach, die im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von INBAS Sozialforschung erstellt und 2015 veröffentlicht wurde.  [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie gut kommen Haupt- und Ehrenamtliche miteinander aus und welche Möglichkeiten gibt es, freiwillige Helfer in Institutionen stärker zu beteiligen?</p>
<p>Diesen Fragen geht die Studie <a href="http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/Kooperation-von-Haupt-und-Ehrenamtlichen-in-Pflege-Sport-und-Kultur-Endbericht,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf">&#8220;Kooperation von Haupt- und Ehrenamtlichen in Pflege, Sport und Kultur&#8221;</a> nach, die im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von INBAS Sozialforschung erstellt und 2015 veröffentlicht wurde.  Befragt wurden dafür fast 3.300 Personen (jeweils etwa zur Hälfte Haupt- und Ehrenamtliche) in rund 1900 Einrichtungen und Vereinen. Die Zahl der erfassten Einrichtungen war ursprünglich größer, aber etwa ein Drittel der Institutionen hat gar keine Ehrenamtlichen, &#8211; was in der<a href="http://www.aktive-buergerschaft.de/buergergesellschaft/kommentare/2016#2016-02"> Aktiven Bürgerschaft</a> jüngst kritisch kommentiert wurde: &#8220;Debatten und Ansätze eines neuen Welfare Mixes und einer Stärkung des zivilgesellschaftlichen Profils von Einrichtungen (haben) kaum Resonanz in der Praxis von Trägerorganisationen und Einrichtungen gefunden&#8221; (G. Jakob).</p>
<p>Aus den Interviews mit den Haupt- und Ehrenamtlichen in der INBAS-Studie geht hervor, dass trotz gängiger Vorbehalte in öffentlichen Diskussionen (&#8220;Ehrenamtliche kosten Zeit, gefährden Arbeitsplätze und machen die schönen Arbeiten&#8221;, &#8220;Das Hauptamt engagiert sich zu wenig für die Zielgruppe&#8221;) sich beide Seiten, Haupt- und Ehrenamt, in der Praxis wechselseitig anerkennen (162 f). Unzufrieden sind aber viele Ehrenamtliche mit den ihn gebotenen Gestaltungs- und Partizipationschancen. Speziell in der Pflege und in Museen bemängeln ein Fünftel der Ehrenamtlichen Defizite, wenn es darum geht, Kritik und Änderungsvorschläge einbringen zu können (S. 170). Hauptamtliche sind sogar noch stärker unzufrieden mit ihren eigenen Partizipationsmöglichkeiten (S. 171). Offensichtlich wird das Thema &#8220;Partizipation&#8221; auf der Führungsebene vieler Organisationen strategisch vernachlässigt.</p>
<p>Welche Möglichkeiten gibt es, Ehrenamtlichen Gestaltungsspielräume zu eröffnen?</p>
<p>Die INBAS-Studie listet einige Partizipationsmöglichkeiten für Ehrenamtliche auf (S. 68f), die hier in eine  Partizipationspyramide in Anlehnung an <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/partizipation-sozialeinrichtungen-formen-und-strukturen-teil-1/">Straßburger/Rieger</a> übertragen werden, deren Beteiligungsmöglichkeiten &#8211; von unten nach oben betrachtet &#8211; immer weitreichender werden und in die eigenverantwortliche Selbstorganisation münden:<a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/wp-content/uploads/2016/03/Partizipationspyramide-Ehrenamt.jpg" rel="attachment wp-att-1257"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-1257" src="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/wp-content/uploads/2016/03/Partizipationspyramide-Ehrenamt.jpg" alt="Partizipationspyramide-Ehrenamt" width="522" height="573" srcset="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/wp-content/uploads/2016/03/Partizipationspyramide-Ehrenamt.jpg 522w, http://blog.nonprofits-vernetzt.de/wp-content/uploads/2016/03/Partizipationspyramide-Ehrenamt-273x300.jpg 273w" sizes="(max-width: 522px) 100vw, 522px" /></a>Zu den eigenständigen Teams aus Ehrenamtlichen,  die einen Arbeitsbereich ganz übernehmen und dabei vom Hauptamt unterstützt werden (s. zweitoberste Stufe), gehören z.B. ehrenamtlich betriebene Museumsshops oder ehrenamtlich organisierte Caféterien in Pflegeheimen. Die oberste Stufe wird von der zivilgesellschaftlichen Selbstorganisation bestimmt, d.h. hier wird das Ehrenamt auch ehrenamtlich verwaltet. In welcher Form? Zum Beispiel im Rahmen von Fördervereinen und Freundeskreisen, die sich in diesem Fall nicht nur auf die Mittelakquise beschränken (wie üblich), sondern auch die Inhalte, Formen und Rahmenbedingungen des Ehrenamts sowie den ehrenamtlichen Einsatz in einer Einrichtung mit der Einrichtungsleitung aushandeln und organisieren (INBAS S. 80).</p>
<p>Eine interessante Partizipationsmöglichkeit für Ehrenamtliche <em>stadtweit</em> bzw. <em>institutionenübergreifend</em> bieten die beiden folgenden Modelle (INBAS, S. 80f):</p>
<ol>
<li>Die stadtweite Organisation von Ehrenamtlichen in <em>einem</em> Engagementfeld.<br />
INBAS nennt hier den Verein <a href="http://www.ehrenamt-kultur-wiesbaden.de/startseite.cfm">Ehrenamt für Kultur Wiesbaden</a>, wo Ehrenamtliche zusammengeschlossen sind, die sich in den unterschiedlichen Kultureinrichtungen engagieren. Dazu INBAS: &#8220;Die Beziehung 1 zu N, also ein Verein zu vielen Kultureinrichtungen, stärkt die Position der Ehrenamtlichen nachhaltig. Rahmenbedingungen der ehrenamtlichen Arbeit und insbesondere Formen der Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen können vom Verein über eine Palette von Einrichtungen hinweg verglichen werden. Eine Verbreitung derjenigen Kooperationsformen und Rahmenbedingungen, die der Verein für angemessen erachtet, kann dann gezielt vorangetrieben werden. Bei Problemen kann sich die oder der einzelne Ehrenamtliche zudem an den Verein wenden, der, wenn er sich des Anliegens annimmt, gegenüber der Kultureinrichtung eine viel bessere Verhandlungsposition besitzt&#8221; (S. 81)</li>
<li>Die stadtweite Organisation von Ehrenamtlichen <em>verschiedener</em> Engagementfelder.  INBAS nennt als Beispiel das <a href="http://www.karlsruhe.de/b4/buergerengagement/aktivbuero/forum_ehrenamt.de">Forum Ehrenamt in Karlsruhe </a>(S. 81). Auch in Konstanz hat sich ein stadtweites <a href="http://www.konstanz.de/soziales/00631/06441/index.html">Netzwerk Bürgerengagement </a>gebildet. Solche Netzwerke und Beiräte befassen sich mit der Situation des Ehrenamts in einer Gemeinde und arbeiten an Verbesserungsvorschlägen und Weiterbildungsmöglichkeiten.</li>
</ol>
<p>Was in der INBAS-Studie fehlt, ist eine Analyse differenziert nach Trägerart: funktionieren Kooperation und Partizipation in gemeinnützigen, öffentlichen oder privatwirtschaftlichen Einrichtungen jeweils gleich oder wirken sich hier unterschiedliche Trägertraditionen auch unterschiedlich aus?</p>
<p>Was ebenfalls in der Studie fehlt, ist eine Analyse der Kooperation zwischen Haupt- und Ehrenamt in zivilgesellschaftlichen Netzwerken. Das ist schade, da gerade Netzwerke als Organisationsform auf dem Vormarsch sind, auf allen räumlichen Ebenen, aber auch online. Mehr dazu im nächsten Blog-Beitrag.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Palliativnetze auf lokaler Ebene – Strukturen und Trends</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/palliativnetze-auf-lokaler-ebene-strukturen-und-trends/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Mar 2016 10:41:06 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Empowerment]]></category>
		<category><![CDATA[Kommune]]></category>
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		<category><![CDATA[Bürgerengagement]]></category>
		<category><![CDATA[Palliativnetze]]></category>
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					<description><![CDATA[In einigen Gemeinden und Landkreisen haben sich Palliativnetze aus Akteuren gebildet, die sich mit der Versorgung und Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen befassen. Die Kooperation zwischen diesen Anbietern, seien es medizinische und pflegerische Dienste oder die ehrenamtliche Sterbebegleitung, wird vom Gesetzgeber erwartet. Auch Krankenkassen und Spitzenverbände der Palliative Care-Träger streben eine „vernetzte Versorgungsstruktur“ an, die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In einigen Gemeinden und Landkreisen haben sich Palliativnetze aus Akteuren gebildet, die sich mit der Versorgung und Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen befassen. Die Kooperation zwischen diesen Anbietern, seien es medizinische und pflegerische Dienste oder die ehrenamtliche Sterbebegleitung, wird vom Gesetzgeber erwartet. Auch Krankenkassen und Spitzenverbände der Palliative Care-Träger streben eine „vernetzte Versorgungsstruktur“ an, die derzeit aber noch „zu wenig ausgeprägt“ sei, wie es im verabschiedeten Hospiz- und Palliativgesetz heißt (<a href="http://www.dhpv.de/tl_files/public/Service/HPG_Stand_6_2015.pdf">BT-Drs. 18/5170</a>, S. 1).</p>
<p>Wie viel Palliativnetze gibt es auf lokaler Ebene? Dazu existiert keine amtliche Statistik. Auch die <a href="http://www.gbe-bund.de/gbe10/pkg_isgbe5.prc_isgbe?p_uid=gast&amp;p_aid=74300088&amp;p_sprache=D">Gesundheitsberichterstattung </a>und einschlägige Verbände bieten hier keinen systematischen und vor allem aktuellen Überblick an. Man findet nur Einzelfragmente zum Thema, z.B. eine Auflistung von sechs Palliativnetzen auf der <a href="http://hpvbw.de/search/node/palliativnetz">Webseite </a>des Hospiz-und PalliativVerbands Baden-Württemberg, eine <a href="https://www.stmgp.bayern.de/palliativmedizin/netzwerk/index.htm">Webseite </a>des bayerischen Staatsministerium mit neun Palliativnetzen oder das (private) Palliativportal mit einer bundesweiten <a href="http://www.palliativ-portal.de/palliative/map">Karte</a> über Palliativeinrichtungen und -netzwerke. Neben den in diesen Quellen genannten Palliativnetzen gibt es sicherlich noch viele informelle Arbeitskreise und Runde Tische, die sich mit der lokalen Situation in der Pflege befassen und damit auch das Thema palliative Versorgung streifen, aber nicht als &#8220;Palliativnetz&#8221; firmieren.</p>
<p>Analysiert man die <a href="http://hpvbw.de/search/node/palliativnetz">sechs Palliativnetze</a> in Baden-Württemberg fällt folgendes auf:</p>
<ul>
<li>die Strukturen reichen von gering formalisierten Netzwerken bis zu gGmbHs</li>
<li>die Professionalisierung der Palliativnetze nimmt zu. Die meisten bieten eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)</li>
<li>die Bedeutung des medizinischen Bereichs nimmt zu. Damit geraten unter Umständen andere Themen (spirituelle, soziale etc.) in den Hintergrund</li>
<li>die ambulanten ehrenamtlichen Hospizdienste und damit die freiwillig Engagierten gehören nicht durchgängig zum Kern des Netzwerks.</li>
</ul>
<p>Die Hospizbewegung war ursprünglich eine Bürgerbewegung. Es gibt noch heute ca. <a href="http://www.dhpv.de/service_zahlen-fakten.html">1500 </a>ambulante ehrenamtliche Hospizdienste. Die ambulanten Hospizdienste könnten überall die Initiatoren von Palliativnetzen sein, &#8211; sind dies aber nicht. Warum? Vielerorts sind sie durch die Professionalisierung und den Bedeutungszugewinn des medizinischen Bereichs in die Defensive geraten.</p>
<p>Dabei wären ambulante ehrenamtliche Hospizdienste mit einer/einem hauptamtlichen Koodinator/in eigentlich die passenden Netzwerk-Knüpfer, weil sie eine Anbindung an die Bürgerschaft besitzen und zwischen den Interessen der betroffenen Bürgern und den Vorstellungen der Professionen vermitteln könnten.  Auch sollten die Themen &#8220;Tod&#8221; und &#8220;Sterben&#8221; nicht nur medizinisch und pflegerisch besetzt werden, sondern in der Mitte der Gesellschaft verwurzelt sein. Dementsprechend sollten auch die Palliativnetze nicht ohne bürgerschaftliche Anbindung existieren.</p>
<p>Ambulante ehrenamtliche Hospizdienste sollten dort, wo noch kein Palliativnetz existiert, die lokale Vernetzung der Angebote aktiv in die Hand nehmen. Ihre Anbindung an die Bürgerschaft, ihr Bürgerbewegungswissen, ihre psychosozialen Kompetenzen sind Aktivposten, von denen ein lokales Netzwerk profitiert. Die Zusammenarbeit von engagierten Bürgern und professionellen Vertretern verläuft aber nicht immer reibungslos. Wo hier die Probleme liegen (zusätzlich zu den interprofessionellen Kooperationsproblemen zwischen dem medizinischen und dem pflegerischen Bereich) und wie Abhilfe geschaffen werden kann, thematisiert der nächste Blogbeitrag.</p>
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		<item>
		<title>Inklusion durch Innovation</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jan 2016 12:02:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dritter Sektor]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
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		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 30. Januar 2016 findet in München das zweite openTransfer CAMP Inklusion statt. Im Vorfeld laden die Macher von openTransfer in Kooperation mit der Aktion Mensch zu einer NPO-Blogparade ein über die Frage &#8220;Wie kommt Barrierefreiheit im Netz voran?&#8221;. Beiträge sind bis zum 28.1. 2016 willkommen. Die Inklusion von Bürgern &#8211; mit und ohne Behinderung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Am 30. Januar 2016 findet in München das zweite <a href="http://www.opentransfer.de/event/otc16-inklusion/">openTransfer CAMP Inklusion</a> statt. Im Vorfeld laden die Macher von <a href="http://www.opentransfer.de/#home">openTransfer</a> in Kooperation mit der <a href="https://www.aktion-mensch.de/">Aktion Mensch</a> zu einer <a href="https://npoblogparade.wordpress.com/">NPO-Blogparade</a> ein über die Frage <a href="http://www.opentransfer.de/7273/npo-blogparade-wie-kommt-barrierefreiheit-im-netz-voran/">&#8220;Wie kommt Barrierefreiheit im Netz voran?&#8221;</a>. Beiträge sind bis zum 28.1. 2016 willkommen.</em></p>
<p>Die Inklusion von Bürgern &#8211; mit und ohne Behinderung &#8211; in das örtliche Gemeinwesen kann durch innovative Praktiken vor Ort gefördert werden. Zu diesen Praktiken zählen:</p>
<ul>
<li>der Aufbau von Netzwerken</li>
<li>der Wissenstransfer</li>
<li>die Förderung von Bürger-Ideen und Bürger-Projekten</li>
<li>das Bürgerengagement von Menschen mit und ohne Behinderung</li>
<li>die Nutzung des Internets</li>
</ul>
<p>Die Bedenken mancher Kommune,  angesichts knapper Budgets und überlasteter Mitarbeiter/innen nur wenig Handlungsspielräume für die Realisierung eines inklusiven Gemeinwesens zu haben, sind viel zu pessimistisch. Geld ist nicht alles &#8211; wichtig sind auch neue Praktiken, die die vorhandenen Ressourcen besser nutzen und Menschen im Gemeinwesen über Fach-, Sektoren- und Quartiersgrenzen hinweg zusammenführen.</p>
<p>In vielen Gemeinden gibt es schon Arbeitsgruppen oder Beiräte, die sich mit dem Thema &#8220;Inklusion&#8221; befassen. Allerdings sind diese in der Regel nicht trisektoral (Zivilgesellschaft, Verwaltung, Wirtschaft),  &#8211; oft bleiben Bürger und die Stadt unter sich. Wenn ein Gemeinwesen aber inklusiver werden soll, dann müssen alle Bereiche einer Stadtgesellschaft an einen Tisch, &#8211; man kann es sich nicht leisten, einen Sektor außen vor zu lassen und damit auf Ressourcen und Handlungsmöglichkeiten zu verzichten.</p>
<p>Wer sich vor Ort mit inklusiven Maßnahmen auf den Weg macht, sollte offensiv darüber berichten und das Thema auf der Gemeinde- und Vereinswebseite bzw. in den örtlichen Publikationen nicht aussparen oder am Rand abhandeln. Nur wer regelmäßig über die örtlichen Inklusions-Schritte  und über Begegnungs- und Mitmachmöglichkeiten berichtet, kann damit rechnen, dass das Thema im Bewusstsein des Gemeinwesens ankommt und Mitstreiter für gemeinsame Aktivitäten gefunden werden.</p>
<p>Das Internet spielt eine wichtige Rolle, um Wissen zwischen Sektoren und über Gemeindegrenzen hinweg zu teilen und Wissensspeicher anzulegen, auf die alle zugreifen können, die Tipps brauchen, wie inklusive Strukturen aufgebaut werden können.  Auch Bürger-Ideen und freiwillig Engagierte können online gesucht werden. Dafür sollte man Freiwilligendatenbanken nicht nur technisch, sondern auch inhaltlich barrierefrei machen. D.h. in den Datenbanken müssen sich auch Informationen dazu finden lassen, ob Orte des Engagements barrierefrei sind und welche der ehrenamtlichen  Tätigkeiten  sich bspw. für Menschen mit Lernbehinderung eignen.  Auch die Möglichkeiten des Online-Volunteering sollten stärker ausgebaut werden. Das digitale Ehrenamt bietet gerade Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, viele interessante Möglichkeiten, siehe hierzu den <a href="http://www.opentransfer.de/7324/npo-blogparade-digitales-engagement-perspektivwechsel-online/">Beitrag </a>von Henning Baden für die aktuelle NPO-Blogparade.</p>
<p>Bürger sollten ermuntert werden, eigene Ideen, die die Inklusion voranbringen, umzusetzen. Sie sollten dafür eine Infrastruktur zur Engagement-Förderung nutzen können, die bedarfsorientiert berät und unterstützt. In diese Beratung sind örtliche Experten aus allen Bereichen als Mentoren für Bürgerengagement einzubeziehen, &#8211; erfahrene Engagierte, Vereinsvorstände, Kirchengemeinde-Vertreter, örtliche Stiftungen, gemeinnützige Organisationen und Vertreter von Kommune und Wirtschaft. Professionelle Sozialeinrichtungen sind ebenfalls gefordert, sich über ihre unmittelbare Aufgabe hinaus als örtliche Berater für ein inklusives Gemeinwesen anzubieten.</p>
<p>Innovative Praktiken sind der Schlüssel für vieles auf lokaler Ebene, so auch für Inklusionsprozesse. Sie setzten vor Ort den Willen zur Kooperation und zum Lernen voraus.</p>
<p>Gerade Verbände und Initiativen von Behinderten sollten sich lokal ofensiv mit ihrem Umfeld vernetzen, um in Form einer lokalen Allianz das Thema Inklusion voranzutreiben.  An dieser Vernetzung untereinander und mit dem Gemeinwesen mangelt es noch häufig auf örtlicher Ebene.</p>
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			</item>
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		<title>Quartiersvernetzung fördern (Teil 8) &#8211; Kooperationen bilden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Oct 2015 10:32:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dritter Sektor]]></category>
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		<category><![CDATA[Netzwerke]]></category>
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					<description><![CDATA[Dies ist der 8. Teil einer Blogserie, die unter der Kategorie &#8220;Quartier&#8221; oder über das Archiv nachgelesen werden kann. Einen Leitfaden für die Bildung von Kooperationen zwischen gemeinnützigen und privat-wirtschaftlichen Unternehmen hat UPJ e.V. vorgelegt,  das Netzwerk engagierter Unternehmen und gemeinnütziger Mittlerorganisationen in Deutschland, das seit 1996 aktiv ist. Der Leitfaden &#8220;Neue Verbindungen schaffen. Unternehmenskooperationen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dies ist der 8. Teil einer Blogserie, die unter der Kategorie &#8220;Quartier&#8221; oder über das <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/archiv/">Archiv</a> nachgelesen werden kann.</em></p>
<p>Einen Leitfaden für die Bildung von Kooperationen zwischen gemeinnützigen und privat-wirtschaftlichen Unternehmen hat <a href="http://www.upj.de/index.php">UPJ e.V.</a> vorgelegt,  das Netzwerk engagierter Unternehmen und gemeinnütziger Mittlerorganisationen in Deutschland, das seit 1996 aktiv ist.</p>
<p>Der Leitfaden<a href="http://www.upj.de/Leitfaden-Neue-Verbindungen-schaffen-Unternehmenskooperationen-f.297.0.html"> &#8220;Neue Verbindungen schaffen. Unternehmenskooperationen für gemeinnützge Organisationen&#8221;</a> basiert auf dem Gedanken, dass sektorübergreifende Kooperationen zukunftsträchtig sind, weil komplexe gesellschaftliche Probleme nicht im Alleingang, sondern nur im Rahmen konzertierter Aktionen zu lösen sind: wir brauchen eine &#8220;Kultur gesellschaftlicher Kooperation und die Bereitschaft und Fähigkeit zur Zusammenarbeit&#8221; (UPJ, S. 6).</p>
<p>Speziell auf der regionalen und kommunalen Ebene liegt UPJ zufolge der Schlüssel für die Initiierung und Verbreitung von Kooperationen zwischen dem gemeinnützigen und privatwirtschaftlichen Sektor (S. 64). Gerade im Quartier können meines Erachtens wegen der räumlichen Nähe und der wechselseitigen Bekanntheit Kooperationen gut initiiert und begleitet werden. Tatsächlich erfolgt 90% des Engagements von Unternehmen regional bzw. am Unternehmensstandort (siehe <a href="http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Engagement/Pdf-Anlagen/engagementbericht-langfassung,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf">BT-Drucksache 17/10580</a>, S. 233), so dass die lokale Ebene ein guter Startpunkt für Unternehmenskooperationen ist.</p>
<p>Bei den Kooperationen geht es im Idealfall um mehr als um Geld bzw. klassisches Sponsoring und Charity.  Vielmehr bieten Kooperationen die Chance, dass gemeinnützige Organisationen und die lokale Wirtschaft gemeinsam Wissen und Kompetenzen poolen, um Lösungen zu entwickeln, die jeder Sektor für sich alleine nicht entwickeln könnte. Außer finanzielle Ressourcen können Unternehmen hier Dienstleistungen, Produkte, Logistik, Zeit, Wissen, Kompetenzen, Kontakte und Einfluss beisteuern.</p>
<p>Der UPJ-Leitfaden zählt den Nutzen auf, den Unternehmen und Nonprofits von einer Kooperation haben. Unternehmen gewinnen neue Erfahrungen und Qualifikationen, erschließen sich neue Beziehungen, fördern ihre eigene Reputation und ein intaktes Umfeld im Quartier (S. 21). Nonprofits gewinnen durch Kooperationen neue Ressourcen hinzu und können ihre Angebote ausbauen. Beide Seiten können durch Kooperationen Gemeinsinn und Eigennutz verbinden.</p>
<p>Wie gemeinnützige Organisationen eine Unternehmenskooperation aufbauen können, wird in dem Leitfaden ausführlich besprochen. Es handelt sich um sechs Arbeitsschritte (UPJ, S. 45ff):</p>
<ol>
<li>Das Profil der eigenen Organisation herausarbeiten</li>
<li>Kooperationsbedarfe und -möglichkeiten identifizieren</li>
<li>Kooperationsbereitschaft und -fähigkeit klären</li>
<li>Recherche und Auswahl möglicher Partner</li>
<li>Partner für Kooperationsprojekte gewinnen</li>
<li>Kooperationsprojekte planen, umsetzen, auswerten</li>
</ol>
<p>Einen einfachen Einstieg in eine Unternehmenskooperation bietet UPJ zufolge der <a href="http://www.gute-geschaefte.org/">&#8220;Marktplatz für Gute Geschäfte&#8221;</a>, den es in vielen Kommunen schon gibt. Ich persönlich finde dieses Format auch gut. Aber für den flächendeckenden Aufbau von Begegnungsmöglichkeiten für Wirtschaft und Zivilgesellschaft bräuchte man noch dringend Formate auf Quartiersebene. D.h. der &#8220;Marktplatz für Gute Geschäfte&#8221; müsste gerade in Großstädten dezentralisiert werden und auch auf Quartiersebene stattfinden. Alternativ hierzu sind auch andere Formen der regelmäßigen Begegnung denkbar. Diese müssten durch Online-Plattformen unterstützt werden, vergleiche den <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-die-rolle-von-unternehmen-und-stiftungen/">hier im Blog </a>schon einmal angeführten <a href="http://www.wowexchange.org/">WOW Exchange</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Quartiersvernetzung fördern (Teil 7) &#8211; das Internet nutzen</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-teil-7-das-internet-nutzen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2015 16:30:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bürgergesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Kommune]]></category>
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		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Quartier]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Ziele]]></category>
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					<description><![CDATA[Dies ist der 7. Teil einer Blogserie, die ich in loser Folge fortführen werde, sofern mir ein spannendes Papier, ein guter Gedanke oder ein interessantes Projekt aus der Praxis vorliegen. Nach den Beiträgen über die Bedeutung der Quartiersvernetzung (Teil1), den Wissensaustausch (Teil 2), das Bürgerengagement (Teil 3), die Rolle von Unternehmen und Stiftungen (Teil 4), [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dies ist der 7. Teil einer Blogserie, die ich in loser Folge fortführen werde, sofern mir ein spannendes Papier, ein guter Gedanke oder ein interessantes Projekt aus der Praxis vorliegen. Nach den Beiträgen über die Bedeutung der Quartiersvernetzung (<a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-nutzen-stiften/">Teil1</a>), den Wissensaustausch (<a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-durch-wissenstransfer/">Teil 2</a>), das Bürgerengagement (<a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-buergerprojekte-ermoeglichen/">Teil 3</a>), die Rolle von Unternehmen und Stiftungen (<a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-die-rolle-von-unternehmen-und-stiftungen/">Teil 4</a>), die Rolle von Innovationen und Sozialunternehmen (<a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-soziale-innovationen-erzielen/">Teil 5</a>) und die von örtlichen Kirchengemeinden (<a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-der-beitrag-der-kirchengemeinden/">Teil 6</a>) folgt hier ein Beitrag über die Bedeutung des Internets in der Quartiersvernetzung.<br />
</em></p>
<p>In der Online-Publikation Nr. 07/2015 des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung: <a href="http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/BBSROnline/2015/DL_ON072015.pdf;jsessionid=9032C54798B7700AA5727222FBDDB72D.live1043?__blob=publicationFile&amp;v=4">&#8220;Virtuelle und reale öffentliche Räume&#8221;</a> werden die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Stadtraum und auf die Herausbildung von städtischer Öffentlichkeit &#8220;als Wesensmerkmal der Europäischen Stadt&#8221; (S. 6) untersucht. Das Papier unterscheidet drei Arten von Öffentlichkeit:</p>
<ul>
<li>die politische (Austausch, Verhandlung)</li>
<li>die diskursive (Informationsverbreitung, Diskurs über Informationen)</li>
<li>die symbolische (interagieren, um Gemeinschaft zu bilden)</li>
</ul>
<p>Sowohl für die politische Öffentlichkeit in einer Stadt als auch für die symbolische spielen reale Räume eine sehr große Rolle, während sich die diskursive Öffentlichkeit sehr gut im Internet herstellen lässt (S. 91). Generell kann Öffentlichkeit aber in jedem Raum und Medium entstehen und auch da, wo reale Räume wichtig sind, werden sie durch virtuelle ergänzt (aber nicht ersetzt).</p>
<p>Quartiersvernetzung ist nach dieser Systematik der symbolischen und der politischen Öffentlichkeit zuzuordnen. Um neue Nachbarschaften im Quartier zu bilden, brauchen Menschen den persönlichen Kontakt und reale Treffen. Aber ihre Aktivitäten und ihr Austausch im realen Raum kann durch Aktivitäten im virtuellen ergänzt werden. Über das Internet können entstehende Netzwerke organisiert und gepflegt sowie Aktivitäten abgesprochen und vorbereitet werden. Auch wer nicht regelmäßig bei den realen Treffen dabei sein kann, bleibt über das Internet auf dem Laufenden. Die Öffentlichkeit kann über den Rahmen des Netzwerks hinaus erweitert werden, wenn Nachbarschafts- und Stadtteilinitiativen sich im Internet mit einer Webseite präsentieren oder einen der großen Social Network-Dienste nutzen. Auch gibt es viele Plattformen, die sich speziell dem Aufbau neuer Nachbarschaften verschrieben haben, wie bspw. <a href="https://wirnachbarn.com/">Wir Nachbarn</a>, <a href="http://www.nicer2gether.com/">nicer2gether</a>, <a href="https://nextdoor.com/">Nextdoor</a>, und &#8211; in Gründung &#8211; <a href="http://www.deine-strasse.de/">deine-strasse.de</a> aus Stuttgart.</p>
<p>Welche Internet-Tools es jenseits von Facebook und Twitter gibt, um lokal die Vernetzung unter Bürgern zu fördern und die Organisation des Bürgerengagements in Netzwerken, Initiativen und Vereinen zu erleichtern, das zeigte <a href="http://www.kunzelnick.de/">Martin Kunzelnick</a>  bei der <a href="http://socialbar.de/wiki/2015_06_16_Stuttgart">Socialbar Stuttgart</a> im Juni, die sich mit dem Thema &#8220;Quartiersvernetzung&#8221; befasste.  Sein <a href="http://www.bitspirits.de/download/socialbar.pdf">Vortrag</a> präsentiert eine Menge Tools, die allesamt in der Freiwilligenarbeit und in Vereinen schon erfolgreich angewandt wurden. Viele eignen sich auch gut für Einsteiger ins Netz.</p>
<p>Immer noch gibt es eine erheblich Anzahl von Bürgern, aber auch von Vereinen und sozialen Diensten im Stadtteil, die das Internet noch zu wenig nutzen, um sich die Arbeit zu erleichtern und sich untereinander zu vernetzen. Dies wurde hier im Blog schon oft beschrieben und bedauert,  z.B. in <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/im-blickpunkt-die-internet-praesenz-lokaler-nonprofits/">diesem Artikel</a>. Andererseits sind alle digitalen Tools mit Bedacht auszuwählen, weil die meisten von kommerzieller Seite angeboten werden und mit dem Datensammeln und -verkaufen Geschäfte machen, andererseits aber keine Mitbestimmung oder Kontrolle von Bürgern zulassen.</p>
<p>Was wir brauchen sind alternative digitale Instrumente, die Bürgerrechte respektieren. Die Entwicklung solcher Tools auf lokaler Ebene sollte viel stärker in den Fokus rücken. Digitale Bürgerschaftlichkeit drückt sich nicht darin aus, dass man auf Facebook ist. Digitale Bürgerschaftlichkeit bedeutet, dass Bürger eine große Bandbreite digitaler Instrumente beherrschen und auch digitale Tools für sich und ihre (lokale) Community entwickeln können, die passgenau die vorhandenen Bedarfe abdecken.</p>
<p>Initiativen wie die <a href="http://detroitdjc.org/">Detroit Digital Justice Coalition</a> bräuchte es auch hierzulande auf örtlicher Ebene. Diese Initiative fördert einerseits die digitale Inklusion der Bürgerschaft, speziell von Menschen, die bisher am Rand stehen, u.a. durch Veranstaltungen wie &#8220;<a href="http://detroitdjc.org/?page_id=23">Discotechs</a>&#8221; (Discovering Technology). Und andererseits soll die Kompetenz der Bürger gefördert werden, die neuen Internet-Angebote nicht nur zu nutzen, sondern auch selbst welche zu entwickeln. Die Initiative tritt ein für digitale Gerechtigkeit, dazu gehören die <a href="http://detroitdjc.org/?page_id=9">Prinzipien </a> Zugang, Partizipation und gemeinsame Eigentümerschaft im Hinblick auf digitale Angebote.</p>
<p>&#8220;Community Informatics&#8221;, d.h. die Informatiken, die auf die Bildung von Smart Communities zielen, sollten lokal gestärkt werden. Auch die Stadtplanung sollte die Rolle von Community Informatics im Blick haben, wenn es darum geht,  in Städten die soziale Quartiersentwicklung zu stärken.  Wer sich für dieses Thema interessiert, findet im <a href="http://ci-journal.net/index.php/ciej/issue/archive">Journal of Community Informatics </a>viele interessante Aufsätze zum Weiterlesen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Quartiersvernetzung fördern (Teil 5) &#8211; soziale Innovationen erzielen</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-soziale-innovationen-erzielen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2015 10:47:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demographie]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Kommune]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[Quartier]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Dienste]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialunternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Staat]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Wohlfahrtsverbände]]></category>
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					<description><![CDATA[Dies ist der fünfte Beitrag einer kleinen, wöchentlichen Artikelserie hier im Blog zum Thema &#8220;Quartiersvernetzung&#8221;. Nach dem ersten Beitrag, warum Quartiersvernetzung wichtig ist, ging es im zweiten Blogartikel  um den Wissensaustausch unter den örtlichen Stadtteilvernetzern. Der dritte Beitrag nahm die engagierten Bürger, die als Vernetzer tätig sind, und die örtlichen Freiwilligenagenturen in den Blick. Der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dies ist der fünfte Beitrag einer kleinen, wöchentlichen Artikelserie hier im Blog zum Thema &#8220;Quartiersvernetzung&#8221;. Nach dem <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-nutzen-stiften/">ersten Beitrag</a>, warum Quartiersvernetzung wichtig ist, ging es im zweiten Blogartikel  um den <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-durch-wissenstransfer/">Wissensaustausch</a> unter den örtlichen Stadtteilvernetzern. Der <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-buergerprojekte-ermoeglichen/">dritte Beitrag</a> nahm die engagierten Bürger, die als Vernetzer tätig sind, und die örtlichen Freiwilligenagenturen in den Blick. Der <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-die-rolle-von-unternehmen-und-stiftungen/">vierte Artikel</a> analysierte die Rolle von Unternehmen und Stiftungen in der Quartiersvernetzung. Der nun folgende Beitrag befasst sich mit sozialen Innovationen auf lokaler Ebene und der Frage, welchen Beitrag Sozialunternehmer hier leisten können. Der Artikel in der kommenden Woche beleuchtet die Rolle der Kirchengemeinden beim Aufbau neuer sozialer Beziehungen im Viertel.</em></p>
<p>Unter einer &#8220;sozialen Innovation&#8221; versteht man nicht nur eine neue Idee,  die  einen gesellschaftliche Bedarf abdeckt. Sondern zu einer sozialen Innovation gehört, dass sie in der Umsetzungsphase auch zu neuen sozialen Praktiken und Arrangements führt, wie bspw. zum Aufbau von Netzwerken, zur Beteiligung verschiedener Akteursgruppen und zu  interaktiven Lernprozessen, so Grohs/Schneiders/Heinze in ihrem Buch<a href="http://www.nomos-shop.de/Grohs-Schneiders-Heinze-Mission-Wohlfahrtsmarkt/productview.aspx?product=19785">  &#8220;Mission Wohlfahrtsmarkt&#8221;</a> (2014), das die Grundlage für diesen Blogartikel bildet.</p>
<p>Voraussetzung für soziale Innovationen ist der Wille zur Kooperation unter den Beteiligten und der Wille zum Erfahrungsaustausch. Auch ein Quartiersbezug kann soziale Innovationen fördern, da die Vernetzung mit anderen Institutionen, mit Bürgern und der Wirtschaft im Stadtteil durch die räumliche Nähe gut gelingen kann.</p>
<p>Schwierig sind Innovationen im Feld der sozialen Dienste, da Vernetzungsversuche sich hier an einem extrem segmentierten Finanzierungs- und Rechtssystem reiben, das die Zusammenarbeit erschwert, obwohl gerade im Bereich sozialer Dienste eine ganzheitliche Betrachtung von Menschen und ihren Problemlagen notwendig wäre. Laut Grohs u.a. setzen sich in Deutschland neue soziale Dienste erst dann durch, wenn sie sozialstaatlich anerkannt,  verrechtlicht und damit auch refinanzierbar sind (Grohs u.a. 2014, 187).</p>
<p>Welche Rolle kann in einem solch eher statischen Umfeld das Sozialunternehmertum einnehmen? Kann dieses auf lokaler Ebene innovative Praktiken etablieren, die auf Kooperation und Vernetzung zielen?</p>
<p>Grohs u.a. zeigen, dass die Stärke der von ihnen untersuchten Sozialunternehmen nicht in der Originalität ihrer Dienstleistungsidee liegt, sondern gerade darin, dass sie Netzwerke aufbauen und interdisziplinär arbeiten (S. 170f). Zahlenmäßig spielen sie im deutschen Wohlfahrtsstaat aber nur  eine kleinere Rolle. Im Unterschied zum angelsächsischen Raum, aus dem das Modell des <em>Social Entrepreneurship</em> stammt, demzufolge gesellschaftliche Probleme mit unternehmerischen Methoden bearbeiten werden, sind in Deutschland die &#8220;Lücken in der Wohlfahrtslandschaft sind nicht groß genug, um ausreichende Profilierungsmöglichkeiten für Einzelpersönlichkeiten zu bieten&#8221; (Grohs u.a. 2014, 180).</p>
<p>Soziale Innovationen kommen übrigens keineswegs nur von den wenigen Social Entrepreneurs, sondern auch aus den etablierten Organisationen, wo es immer wieder einzelne Intrapreneure gibt, die innovative Projekte anschieben (Grohs u.a. 2014, 170).  Dennoch können Sozialunternehmen auf lokaler Ebene als &#8220;Innovationsinkubatoren&#8221; wirken, indem sie sozialräumliche Netzwerke bilden, Beteiligung fördern, Erfahrungen austauschen, Best-Practice-Beispiele sichtbar machen und in ihrer Arbeit soziale Medien einsetzen. Sie entwickeln so ein &#8220;Irritationspotential&#8221; (Grohs u.a.  2014, 180) für etablierte wohlfahrtsverbandliche Träger, von denen einige ein erhebliches Beharrungsvermögen an den Tag legen. Statt von den Sozialunternehmen innovative Praktiken zu erlernen, &#8220;ging man in den meisten Verbänden den Weg der Ausgrenzung. Diese neuen Akteure strategisch in ihrer Funktion als Innovationsinkubator zu nutzen, ist nur in Ausnahmefällen angedacht bzw. umgesetzt worden&#8221; (Grohs u.a.  2014,  193).</p>
<p>Grundsätzlich gibt es einige Politikfelder, die als &#8220;Innovationsarenen&#8221; (Grohs u.a. 2014 , 186) gelten, nämlich u.a. der demographische Wandel, die Integration von Migranten, die veränderten Familienstrukturen, die soziale Stadtentwicklung. Hier kommen die Kommunen allein nicht weiter, sondern sind auf  die Beteiligung von Bürgern, Gemeinnützigen und der Wirtschaft angewiesen. Alle diese Politikfelder sind speziell auf der Quartiersebene von Bedeutung: hier sind die sozialen Probleme direkt erfahrbar und fordern zu sozialen Innovationen wie der Netzwerkbildung auf. Grohs/Schneiders/Heinze sind optimistisch und rechnen damit, dass soziale Innovationen, die auf lokaler Ebene entwickelt werden, langfristig in die etablierten Strukturen eingehen, so dass sich in diesem Fall das Engagement von Social Intra- und Entrepreneuren gelohnt haben dürfte (S. 194).</p>
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		<title>Quartiersvernetzung fördern (Teil 4) &#8211; die Rolle von Unternehmen und Stiftungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2015 13:37:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Quartiersvernetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Stiftungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Dies ist der vierte Beitrag einer kleinen, wöchentlichen Artikelserie hier im Blog zum Thema &#8220;Quartiersvernetzung&#8221;. Nach dem ersten Beitrag, warum Quartiersvernetzung wichtig ist, ging es im zweiten Blogartikel  um den Wissensaustausch unter den örtlichen Stadtteilvernetzern. Der dritte Beitrag nahm die engagierten Bürger, die als Vernetzer tätig sind, und die örtlichen Freiwilligenagenturen in den Blick. Der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dies ist der vierte Beitrag einer kleinen, wöchentlichen Artikelserie hier im Blog zum Thema &#8220;Quartiersvernetzung&#8221;. Nach dem <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-nutzen-stiften/">ersten Beitrag</a>, warum Quartiersvernetzung wichtig ist, ging es im zweiten Blogartikel  um den <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-durch-wissenstransfer/">Wissensaustausch</a> unter den örtlichen Stadtteilvernetzern. Der <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-buergerprojekte-ermoeglichen/">dritte Beitrag</a> nahm die engagierten Bürger, die als Vernetzer tätig sind, und die örtlichen Freiwilligenagenturen in den Blick. Der nun folgende Artikel beleuchtet die Rolle von Unternehmen und Stiftungen in der Quartiersvernetzung. Und die nächsten beiden Beiträge fragen nach der Bedeutung von Sozialunternehmen und Kirchen beim Aufbau neuer sozialer Beziehungen im Viertel.</em></p>
<p>Wie können Unternehmen und Stiftungen den Aufbau und die Stärkung neuer Nachbarschaften auf Quartiersebene vorantreiben und welchen Stellenwert besitzt das Thema derzeit bei den wirtschaftlichen Akteuren, die sich gesellschaftlich engagieren?</p>
<p>Dazu hat der Expertenbeirat im Forschungsprogramm &#8220;Experimenteller Wohnungs- und Städtebau&#8221; des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung ein Papier verfasst.  Im Beirat vertreten sind viele Stiftungen , der Industrie- und Handelskammertag, engagierte Unternehmen, die Wissenschaft und die Städte. Mit dem Positionspapier <a href="https://www.csi.uni-heidelberg.de/downloads/Gesellschaftliche%20Engagement%20von%20Unternehmen%20und%20Stiftungen%20in%20der%20sozialen%20Quartiersentwicklung.pdf">&#8220;Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen und Stiftungen in der sozialen Quartiersentwicklung &#8220;</a> will der Beirat das Thema &#8220;Aufbau von Nachbarschafts-Netzwerken im direkten Lebensumfeld&#8221; als möglichen Bereich für ein Unternehmens-Engagement präsentieren. Gleichzeitig wird an die öffentliche Hand und an andere in der Quartiersvernetzung Engagierte appelliert, Unternehmen und Stiftungen stärker als bisher in die soziale Quartiersentwicklung einzubeziehen und sie als Partner auf Augenhöhe wahrzunehmen.</p>
<p>Obwohl sich Unternehmen und Stiftungen in vielen Bereichen gesellschaftlich engagieren und dies zum großen Teil auch auf der lokalen Ebene geschieht, spiele der Aufbau von Netzwerken im Quartier bisher als Engagementbereich in der Wirtschaft keine wichtige Rolle und sei auch in der Stiftungs- und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Corporate_Social_Responsibility">CSR</a>-Landschaft &#8220;als eigenständiges Thema kaum präsent&#8221; (Positionspapier, S. 4), &#8211; obwohl die politische und wissenschaftliche Diskussion gerade in diese inhaltliche Richtung ziele.</p>
<p>Dem Beirat zufolge fehlt es gegenwärtig nicht nur ganz grundsätzlich am Dialog zwischen den unterschiedlichen Sektoren (Markt, Staat, Zivilgesellschaft), sondern auch an langfristigen, transparenten Partnerschaftsmodellen auf lokaler Ebene: die Zusammenarbeit zwischen engagierten Unternehmen und anderen  sei &#8220;zu schwach ausgeprägt, oft nur zufällig sowie kurzfristiger, anlassbezogener Natur&#8221; (ebd., S. 5).</p>
<p>Dialog und Partnerschaft brauchen laut Beirat auf lokaler Ebene einen &#8220;Kümmerer&#8221; (ebd., S. 6), den es häufig nicht gibt und den man lokal deshalb einsetzen müsse. Ferner sei eine förmlich zu verabschiedende Engagementstrategie seitens der Kommune notwendig, die Chefsache sein müsse und ohne die eine Kooperation zwischen der Kommune und anderen Akteuren schwierig sei, weil dann Unklarheit herrsche über Beteiligungsmöglichkeiten und die Verteilung der Rollen (ebd., S. 11).</p>
<p>Grundsätzlich gehe es in der sozialen Quartiersentwicklung darum, die Selbstorganisation und Selbstverantwortung im Viertel zu stärken und so die Mitwirkung und Selbstbestimmung der Bürgerinnen und Bürger zu fördern. Flankiert werden müsse dies durch eine entsprechende Gesetzgebung auf Bundes- und Landesebene und durch die überörtlichen Verbände aller Sektoren.</p>
<p>Speziell in benachteiligten Quartieren spielt der Aufbau sozialer Beziehungen eine wichtige Rolle. Hier sollten deshalb laut Beirat Unternehmen als soziale Quartiers(mit)entwickler unbedingt präsent sein (ebd., S. 8).</p>
<p>Wie kann man den Dialog zwischen der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft und kommunalen Akteuren auf lokaler Ebene beginnen? Dem Beirat  zufolge &#8220;fällt es bislang schwer, Plattformen für Begegnung und derartige Gesprächsforen zu öffnen und zu pflegen&#8221; (ebd., S. 5).</p>
<p>Vielleicht wirkt das folgende Beispiel aus Großbritannien inspirierend, das ich vor kurzem entdeckt habe. Es etabliert Austauschbeziehungen zwischen der lokalen Wirtschaft und dem gemeinnützigen Sektor in East Sussex und geht über einmalige Tauschveranstaltungen oder Marktplätze hinaus. Bei lokalen Veranstaltungen an unterschiedlichen Orten der Grafschaft begegneten sich unzählige örtliche Unternehmen und gemeinnützige Gruppen, um sich kennenzulernen und auszutauschen. Die Entwicklung der Austauschplattform <a href="http://www.wowexchange.org/">WOW Exchange</a> war dann der zweite Schritt.</p>
<p>Vielleicht wäre es ein guter Anfang, man würde die unterschiedlichen Sektoren in den Quartieren zu solch niedrigschwelligen Vernetzungsveranstaltungen einladen,  um überhaupt erst einmal untereinander ins Gespräch zu kommen und darauf aufbauend trisektorale Kooperationen zu schaffen.</p>
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