<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Netzwerke &#8211; Nonprofits-vernetzt.de</title>
	<atom:link href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/category/netzwerke/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de</link>
	<description>Partizipatives Stakeholder-Management &#38; Digitalisierung im Nonprofit-Sektor</description>
	<lastBuildDate>Mon, 19 Nov 2018 18:37:27 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.1.1</generator>
	<item>
		<title>Augmented Reality &#8211; Folgen für den Sozialraum</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/augmented-reality-folgen-fuer-den-sozialraum/</link>
					<comments>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/augmented-reality-folgen-fuer-den-sozialraum/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Nov 2018 18:37:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Augmented Reality]]></category>
		<category><![CDATA[Macht]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[NPO]]></category>
		<category><![CDATA[Plattform]]></category>
		<category><![CDATA[Quartier]]></category>
		<category><![CDATA[AR]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[mixed reality]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialraum]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=1492</guid>

					<description><![CDATA[Augmented Reality (AR) bedeutet im engen Sinn, dass die reale Welt um digitale Informationen ergänzt wird. Diese Informationen können unterschiedlich abgerufen werden: u.a. über das Smartphone, über AR-Brillen oder als Projektion auf  Windschutzscheiben und in den realen Raum. Grundsätzlich kann alles in der realen Welt um digitale Inhalte ergänzt bzw. erweitert werden: Gebäude, Infrastrukturen, Gegenstände, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Augmented Reality (AR) bedeutet im engen Sinn, dass die reale Welt um digitale Informationen ergänzt wird. Diese Informationen können unterschiedlich abgerufen werden: u.a. über das Smartphone, über AR-Brillen oder als Projektion auf  Windschutzscheiben und in den realen Raum. Grundsätzlich kann alles in der realen Welt um digitale Inhalte ergänzt bzw. erweitert werden: Gebäude, Infrastrukturen, Gegenstände, Natur, &#8211; aber auch Menschen und deren Interaktionen. Bei der Augmented Reality verschmelzen reale und virtuelle Welt miteinander, deshalb spricht man auch von einer &#8220;mixed reality&#8221;. Wichtig für AR ist der Standort des Nutzers,  denn abhängig von dessen Position im Raum verändern sich die angezeigten Informationen.</p>
<p>Wie wird sich die erweiterte Realität im physikalischen Raum auswirken? Wer darf öffentliche und private Räume mit digitalen Informationen anreichern? Welche Folgen wird AR für Räume im Quartier, die dortigen gemeinnützigen Einrichtungen und die Quartiersvernetzung haben?</p>
<p>Über die Ethik von AR macht sich <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s10676-018-9484-2" target="_blank" rel="noopener">E. Neely (2018)</a> Gedanken. Sie versucht zu klären, wer reale Räume mit digitalen Informationen anreichern darf. Ihr zufolge hängt eine Antwort entscheidend davon ab, ob sich für die erweiterte Realität eine bzw. wenige Plattformen und Apps durchsetzen oder viele konkurrierende. Ist ersteres der Fall, dann sollte bei <em>privaten</em> Räumen der jeweilige Besitzer vorrangig das Recht haben, seinen Raum mit digitalen Informationen anzureichern. Wo für Augmented Reality viele konkurrierende Apps und Plattformen genutzt werden, werden auch private Räume mit vielen unterschiedlichen Erweiterungen ergänzt werden können, ohne dass dies der Besitzer eines Raumes verhindern kann. Im <em>öffentlichen</em> Bereich kann durch AR ein neuer Diskurs begründet werden: Bürger/innen kommen miteinander im realen Raum ins Gespräch, wobei man hier beachten muss, dass die öffentliche Rede via AR länger sichtbar bleibt als das gesprochene Wort. Auch müssen unter Umständen für bestimmte öffentliche Räume Regeln definiert werden, um AR auf dem Niveau von graffitiy oder Spam entfernen zu können.</p>
<p>Aufgrund der negativen Erfahrungen im Zusammenhang mit den sozialen Medien ist damit zu rechnen, dass auch die Augmentierung von Räumen unethisch genutzt werden wird, d.h. dass private und öffentliche Räume erweitert werden mit Inhalten, die beleidigend, rassistisch, gewalttätig  und pornographisch sind:  In der realen Umwelt werden virtuelle &#8220;Aushänge&#8221; mit negativen und polarisierenden Inhalten angebracht. Abschreckende Beispiele finden sich im Text der Autorin (Neely 2018).</p>
<p>Nonprofits im Quartier müssen damit rechnen, dass digitale Informationen, Kommentare und Bewertungen  ihrer Einrichtungen von Dritten mit dem realen Raum verbunden werden, so dass jeder Vorbeikommende, der über die entsprechende AR-Anwendung verfügt, diese Informationen sofort sieht. Grundsätzlich bietet AR so auch die Chance einer besseren Kontaktaufnahme zwischen einer Einrichtung und Bürgern: Wer an einer gemeinnützigen Einrichtung vorbei spaziert  und mit einem Smartphone ausgestattet ist, sieht z.B. an das Haus &#8220;gepinnte&#8221; virtuelle Kontaktdaten und Angebote für Freiwillige. Passanten können bei Interesse direkt mit der Organisation in den Austausch treten, Wände werden durchlässiger. Angebote im Quartier werden so viel besser und unmittelbarer bekannt.</p>
<p>Das derzeitige Problem vieler Quartiere, dass ihre Ressourcen nicht kartiert und allgemein bekannt sind bzw. die Ressourcen untereinander zu wenig verknüpft, könnte AR reduzieren. Die erweiterte Realität bietet die Chance, Einrichtungen und Bürger ganz niedrigschwellig und raumbezogen miteinander zu vernetzen.</p>
<p>Aber es existieren auch &#8211; wie oben erwähnt &#8211; erhebliche Gefahren, wenn sich der Hass und die Desinformation aus den sozialen Medien in realen Räumen lokalisiert. Hinzukommt die zunehmende Individualisierung durch AR: Wenn sich reale und virtuelle Welt zunehmend mischen und jeder &#8211; je nach benutzter Anwendung &#8211; unterschiedliche digitale Informationen  im Raum vorfindet, dann stimmt die Annahme, dass wir alle die selbe Realität teilen, nicht mehr (vgl.<a href="http://digitalcommons.sacredheart.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1083&amp;context=computersci_fac" target="_blank" rel="noopener"> Wolf/Grodzinsky/Miller 2015</a>). Diese Annahme war zwar schon in der Vergangenheit nicht ganz richtig angesichts unterschiedlicher sozialer Herkünfte und unterschiedlichem kulturellen und sozialen Kapital. Aber mit der erweiterten Realität werden die Erfahrungen im Raum nochmals stärker und radikaler individualisiert.</p>
<p>AR-Anwendungen und Plattformen werden eine ganz zentrale Rolle spielen, wenn es um den Blick auf die physikalische Welt geht, denn was wir vor Ort sehen, wird durch die Inhalte dieser Plattformen mitbestimmt werden und ist in deren Besitz. Dies wirft die ethische und politische Frage auf: &#8220;Wem gehört der Raum zwischen unseren Augen und einem Objekt?&#8221; (Wolf/Grodzinsky/Miller 2015). Die Zivilgesellschaft sollte diese Frage ganz dringend diskutieren.</p>
<p>Literatur:</p>
<ul>
<li>Neely, E.L. (2018): Augmented reality, augmented ethics: who has the right to augment a particular space?, in: Ethics and Information Technology, https://doi.org/10.1007/s10676-018-9484-2</li>
<li>Wolf, M.J., Grodzinsky, F.S., Miller K.W. (2015): Augmented Reality All Around Us: Power and Perception at a Crossroads, ACM<br />
Computers and Society, Vol 45 issue 3,  S. 126-131</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/augmented-reality-folgen-fuer-den-sozialraum/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Quartiersvernetzung fördern (Teil 11) &#8211; Kooperationen im Quartier</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-teil-11-kooperationen-im-quartier/</link>
					<comments>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-teil-11-kooperationen-im-quartier/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Dec 2017 11:52:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommune]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Quartier]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Dienste]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Quartiersentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Ressource]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=1421</guid>

					<description><![CDATA[Eine gut verständliche Handreichung für die Bildung von gelingenden Kooperationen im Quartier hat jüngst die Stiftung Mitarbeit veröffentlicht. Das 40-seitige Papier basiert auf den Ergebnissen eines empirischen Forschungsprojektes in Niedersachsen, welches die Quartiersarbeit in einzelnen Stadtteilen dreier Kommunen untersuchte. Zwei dieser Quartiere gehören zum Bund-Länder-Programm &#8220;Soziale Stadt&#8221;, das Kooperationen fördert. Ein Quartier setzt die Kooperation [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine gut verständliche Handreichung für die <a href="https://www.mitarbeit.de/publikationen/shop/kooperationen_im_quartier/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bildung von gelingenden Kooperationen im Quartier</a> hat jüngst die Stiftung Mitarbeit veröffentlicht.</p>
<p>Das 40-seitige Papier basiert auf den Ergebnissen eines empirischen Forschungsprojektes in Niedersachsen, welches die Quartiersarbeit in einzelnen Stadtteilen dreier Kommunen untersuchte. Zwei dieser Quartiere gehören zum Bund-Länder-Programm &#8220;Soziale Stadt&#8221;, das Kooperationen fördert. Ein Quartier setzt die Kooperation in Eigenregie um, &#8211; hier war eine Bewohnerinitiative der zentrale Akteur.</p>
<p>Was wird in der Handreichung unter &#8220;Kooperation&#8221; verstanden? &#8220;Ein Zusammenschluss von Akteur/innen auf Quartiersebene, die zusammenarbeiten, um ein bestimmtes Projekt oder Ziel zu verwirklichen&#8221;(Gliszczynski 2017, 7), &#8211; im Mittelpunkt steht also das konkrete Umsetzen und nicht der bloße Informationsaustausch.</p>
<p>Folgende Bedingungen fördern Kooperationen im Quartier (Gliszczynski 2017, 9f):</p>
<ul>
<li>Ressourcen wie Zeit/Geld/Material/Räume müssen ausreichend verfügbar sein. Sie bilden die Mindestvoraussetzung für eine gelingende Kooperation, weil ohne Zeit Kontakte nicht gepflegt werden können</li>
<li>&#8220;belastbare persönliche Beziehungen&#8221; zwischen den Akteur/innen im Quartier</li>
<li>feste Kommunikationsstrukturen, u.a. durch regelmäßige Treffen im Quartier. Dies erleichtert die Kontaktaufnahme zu neuen Akteuren, die man noch nicht kennt und fördert das Wissen über die Strukturen im Viertel und die Potenziale anderer Akteure</li>
<li>ein regelmäßiger Austausch über die Quartiersentwicklung unter den Kooperationspartnern, entweder im Rahmen formeller oder informeller Treffen</li>
<li>gerade bei intensiven und formalisierten Kooperationen sind klare Ziele, die messbar sind und gut planbare Umsetzungsschritte erlauben, sehr wichtig</li>
<li>ebenso sind bei intensiven und formalisierten Formen der Kooperation  klare Verantwortlichkeiten, einschließlich klarer Führungs- und Koordinationsrollen, von Bedeutung</li>
</ul>
<p>Es verwundert, dass bei diesen Bedingungen nicht der &#8220;Netzwerk-Katalysator&#8221; oder der &#8220;Netzwerk-Treiber&#8221; auftaucht, &#8211; eine Rolle, die bei <a href="http://www.lambertus.de/de/shop-details/netzwerkarbeit-und-selbstorganisation-im-demografischen-wandel,1423.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bott (2014, 27ff) </a>oder <a href="https://www.kda.de/kdaShop/altersgerechtes-planen-bauen-und-wohnen/2010/handreichung-quartiersentwicklung-praktische-umsetzung-sozialraumorientierter-ansaetze-in-der-altenhilfe.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mehnert/Kremer-Preiß (2016, 74)</a> stärker betont wird. Auch Miriam Zimmer schreibt in ihrem Beitrag für die Handreichung, dass es Initiator/innen braucht, die für eine Kooperation werben, speziell in deren Anfangsphase (Zimmer 2017, 18).</p>
<p>Netzwerk-Katalysatoren sind aus meiner Sicht immer wichtig, auch nach der Gründungsphase eines Netzwerks. Sie setzen inhaltliche Impulse, holen neue Akteure ins Netzwerk, überwinden Flauten und suchen nach Unterstützern. Aber ihre Rolle ist in selbstorganisierten Netzwerken wahrscheinlich größer als in Kooperationen, die im Rahmen öffentlicher Programme initiiert und gefördert werden.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-teil-11-kooperationen-im-quartier/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vom Internet zum &#8220;Alternet&#8221; &#8211; Entwicklungen jenseits der großen Plattformen</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/vom-internet-zum-alternet-entwicklungen-jenseits-der-grossen-plattformen/</link>
					<comments>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/vom-internet-zum-alternet-entwicklungen-jenseits-der-grossen-plattformen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 May 2017 10:11:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Genossenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[NPO-Blogparade]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Plattform]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Algorithmus]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofits]]></category>
		<category><![CDATA[Plattform-Genossenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wohlfahrtsverbände]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=1388</guid>

					<description><![CDATA[Wie kann man als Bürger/in, als zivilgesellschaftliche Gruppe, als gemeinnützige Organisation und Wohlfahrtsverband den Algorithmen proprietärer Plattformen entkommen? Diese Frage stellt Caritas digital im Rahmen der 30. Nonprofit-Blogparade zum Thema &#8220;Nonprofits im Social Web: Wen erreichen wir noch und zu welchem Preis?&#8221;. Algorithmen bestimmen in einem komplexen Zusammenspiel mit ihrem technischen und sozialen Umfeld unsere [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie kann man als Bürger/in, als zivilgesellschaftliche Gruppe, als gemeinnützige Organisation und Wohlfahrtsverband den Algorithmen proprietärer Plattformen entkommen? Diese Frage stellt <a href="http://www.caritas-digital.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Caritas digital</a> im Rahmen der 30. <a href="https://npoblogparade.wordpress.com/about/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nonprofit-Blogparade</a> zum Thema <a href="http://www.caritas-digital.de/blogparade/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Nonprofits im Social Web: Wen erreichen wir noch und zu welchem Preis?&#8221;</a>.</p>
<p>Algorithmen bestimmen in einem komplexen Zusammenspiel mit ihrem technischen und sozialen Umfeld unsere Suchergebnisse bei Google, unseren Facebook Newsfeed und die Vorschläge, wem wir auf Twitter folgen sollten. Michelle Willson zeigt in ihrem Aufsatz <a href="http://www.tandfonline.com/doi/pdf/10.1080/1369118X.2016.1200645" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Algorithms (and the) everyday&#8221;</a> (2017, in: Information, Communication &amp; Society) auf, wie Nutzer immer mehr Praktiken des Alltags an intransparente Algorithmen delegieren, die folglich immer mehr Einfluss auf unser Leben, unsere Wahrnehmung und unser soziales und politisches Umfeld erhalten. Auch Nonprofits sind in dieser Filterblase, die Algorithmen produzieren, gefangen und haben Schwierigkeiten, auf den kommerziellen Plattformen mit ihren Inhalten durchzudringen. Speziell  vor Facebook &#8220;ist jeder gleich&#8221;, wie Martin Herceg in seinem <a href="http://www.caritas-digital.de/nonprofitsfacebook/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blogbeitrag </a>schreibt, und wenn Gemeinnützige mit ihren Inhalten über ihre Filterblase hinaus wollen, müssen sie dafür bezahlen.</p>
<p>Social Media-Manager von Nonprofit-Organisationen stehen Herceg zufolge täglich vor einem Dilemma: einerseits ist man dem Gemeinwohl bzw. christlichen Grundsätzen verpflichtet, andererseits unterstützt man Plattformen  inhaltlich und finanziell, die keine Steuern zahlen, Filterblasen produzieren, Nutzer entmachten, Daten abgreifen, das Netz zentralisieren und monopolisieren und einen digitalen Kapitalismus vorantreiben. Gibt es Alternativen zu dieser Dominanz kommerzieller Plattformen bzw. der &#8220;platform society&#8221; (van Dijck)?</p>
<p>Die Forscherin van Dijck rät, realistisch zu bleiben: &#8220;You can&#8217;t stop the growth of platforms&#8221; (in : <a href="https://www.hiig.de/encore/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">encore </a>2016, S. 95). Aber sie sieht die Notwendigkeit, dass Bürger auf die <em>demokratische Steuerung von Plattformen</em> drängen. Und hier kommt die Rolle von Nonprofits und der großen Wohlfahrtsverbände ins Spiel. Auch letztere haben sich wie viele andere in den vergangenen Jahren hauptsächlich nur als Nutzer der großen Plattformen und nicht als aktiver Mitgestalter von Netzstrukturen gesehen. Netzpolitische Aktivitäten und online-Projekte abseits des Mainstreams waren nicht wirklich sichtbar. Ein großer Fehler, &#8211; meines Erachtens sogar ein Politikversagen der großen Wohlfahrtsverbände, die sich eben immer mehr auf ihre Rolle als soziale Dienstleister und als Marketeers in eigener Sache zurückziehen.  Hier sollte ein Umdenken in den Verbänden einsetzen, um ihrer demokratischen Verantwortung in einer digitalen Gesellschaft gerecht zu werden.</p>
<p>Dazu gehört auch, dass man alternative digitale Projekte abseits des Mainstreams stärker unterstützt, man Kooperationen sucht und lokale Gruppen gründet, die die Möglichkeiten alternativer Vernetzung, Tools und Plattform-Modelle im Sinne eines &#8220;Alternets&#8221;  ausloten. Dies könnte gerade auf der lokalen Ebene ein interessantes Format sein, weil es die Beteiligung am und das gemeinsame Lernen im digitalen Raum fördert, &#8211; Bereiche, in denen Nonprofits noch Nachholbedarf haben, wie <a href="http://hannes-jaehnert.de/wordpress/2017/04/29/warum-onliner-in-nonprofits-nicht-fur-das-marketing-zustandig-sind-und-was-sie-eigentlich-tun-sollten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hannes Jähnert </a>und <a href="https://ideequadrat.org/9-thesen-fuer-organisationale-digitalkompetenz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hendrik Epe</a> in ihren Beiträgen zur NPO-Blogparade herausarbeiten.</p>
<p>An welche Entwicklungen und Bewegungen könnten die Verbände hier andocken?</p>
<p>An <strong>genossenschaftlich verfasste Plattformen</strong>, bei denen die Webseite / die App den Mitarbeitern und Nutzern gehört und für die eine demokratische Steuerung (one man &#8211; one vote) das Ideal ist. Was unter einer <strong>&#8220;platform co-op&#8221;</strong> verstanden wird, ist in einem <a href="http://www.shareable.net/blog/a-shareable-explainer-what-is-a-platform-co-op" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel auf Shareable</a> gut erklärt, hier finden Interessierte auch weitere Literatur-Links und Beispiele wie <a href="https://www.fairmondo.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">fairmondo</a> (ein genossenschaftlich betriebener Online-Marktplatz), <a href="https://resonate.is/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">resonate</a> (genossenschaftlicher Musik-Streamingdienst) und  <a href="https://www.stocksy.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stocksy </a>(eine Foto-Plattform, die in der Hand der Künstler ist). Es gibt eine Bewegung, die in genossenschaftlich verfassten Plattformen, die sich untereinander vernetzen, die Zukunft des Internets sieht (<a href="http://platformcoop.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>&#8220;platform cooperativism&#8221;</strong></a>) und auf diese Weise auch dem traditionellen genossenschaftlichen Gedanken den Weg ins digitale Zeitalter weisen will (&#8220;Geno 2.0&#8221;). Meines Erachtens liegt in diesem Genossenschaftsgedanken, der auf digitale Dienste bezogen ist, ein riesiges Potenzial für Nonprofits, die sich überlegen sollten, welche lokalen Angebote man in diese innovative Form bringen könnte.</p>
<p>Auf <strong>lokaler</strong> Ebene, wo sich die Kommunikation häufig im Rahmen von Nachbarschaften, kleinen Gruppen und unterschiedlichen öffentlichen Räumen bewegt, können kleine selbstgemachte und kabellose <a href="http://diynetworking.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>&#8220;DIY-Netzwerke&#8221;</strong></a> abseits des Internets bzw. &#8220;off-the-cloud&#8221; eine Chance bieten, jenseits der kommerziellen Plattformen zu interagieren, auf der Basis von Tools, die in einem gemeinsamen Lernprozess zusammen erstellt wurden. Durch die Verbindung dieser &#8220;off-the-cloud&#8221; Netzwerke untereinander entstehen alternative Netze. Panayotis Antoniadis von <a href="http://nethood.org/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nethood.org </a>zeigt die Potenziale von DIY-Netzwerken in einem  <a href="http://firstmonday.org/ojs/index.php/fm/article/view/7123" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aufsatz</a> , in:  First Monday vom 05.12.2016, auf &#8211; das <a href="http://firstmonday.org/ojs/index.php/fm/issue/view/493/showToc" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ganze Heft </a>kreist um das Thema &#8220;Re-Dezentralisierung des Internets&#8221;. Auch &#8220;vermaschte Netzwerke&#8221; mit vielen untereinander vernetzten Knoten, wie sie <a href="https://freifunk.net/worum-geht-es/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">freifunk.net</a> lokal aufbaut, sind hier ein Thema, wobei es sowohl bei DIY-Netzwerken als Einzelprojekte als auch bei <em>mesh networks</em> offene Sicherheitsfragen gibt, auf die Haralanova/Light (2016) in einem <a href="http://peerproduction.net/issues/issue-9-alternative-internets/peer-reviewed-papers/enmeshed-lives/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aufsatz </a>für das Journal of Peer Production hinweisen.</p>
<p>Weil technisch versierte Communities durch ihr Expertenwissen nach außen hin eher geschlossen wirken, braucht es dringend Mittler, die zwischen diesen Communities und nicht-technischen Nonprofits Verbindungen schaffen können, damit beide Seiten miteinander ins Gespräch kommen und sich örtlich Kooperationen ergeben können.</p>
<p>Man muss realistisch bleiben, was die kommerziellen Plattformen angeht, &#8211; das fordert die oben zitierte Wissenschaftlerin van Dijck. Und sich dennoch für demokratischere Plattform-Modelle politisch und praktisch stark machen. Hier könnten die Wohlfahrtsverbände noch eine größere Rolle spielen. Immerhin machen schon zwei hiesige Gewerkschaften (ver.di, IG-Metall) beim internationalen Konsortium mit, das Plattform-Genossenschaften vorantreiben möchte (<a href="http://platformcoop.net/about/consortium" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Platform Cooperativism Consortium</a>).</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/vom-internet-zum-alternet-entwicklungen-jenseits-der-grossen-plattformen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Quartiersvernetzung fördern (Teil 10) &#8211; Migranten einbinden</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-inklusive-quartiere-schaffen/</link>
					<comments>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-inklusive-quartiere-schaffen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Oct 2016 13:03:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Kommune]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Koproduktion]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Quartier]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
		<category><![CDATA[Nachbarschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Quartiere]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=1302</guid>

					<description><![CDATA[Quartiere und Nachbarschaften werden in einer Einwanderungsgesellschaft wie der unsrigen zu den zentralen Orten von Integration und Inklusion: &#8220;Integration geschieht nicht irgendwo in unserer Gesellschaft, sondern dort, wo die Menschen ihren Alltag leben. Das ist neben Schule/Arbeit der Ort, wo Menschen wohnen, der Ort, wo sie mit ihren Nachbar/innen reden, Freundschaft schließen oder sich streiten. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Quartiere und Nachbarschaften werden in einer Einwanderungsgesellschaft wie der unsrigen zu den zentralen Orten von Integration und Inklusion:</p>
<p>&#8220;Integration geschieht nicht irgendwo in unserer Gesellschaft, sondern dort, wo die Menschen ihren Alltag leben. Das ist neben Schule/Arbeit der Ort, wo Menschen wohnen, der Ort, wo sie mit ihren Nachbar/innen reden, Freundschaft schließen oder sich streiten. Integration beginnt im Sozialraum des Quartiers oder der Gemeinde, im Gemeinwesen vor Ort. Scheitert sie dort, scheitert sie insgesamt.&#8221; (<a href="http://vska.de/wp-content/uploads/2016/06/2016_BAG_PositionForderungen-langfristigen-Integration-von-Gefl%C3%BCchteten.pdf" target="_blank">BAG Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit</a>, Juni 2016).</p>
<p>Die Stiftung Mitarbeit hat ihren <a href="http://www.buergergesellschaft.de/mitteilen/news/archiv-des-enewsletters/enewsletter-archiv-2016/enewsletter-wegweiser-buergergesellschaft-72016-13072016/#c7590" target="_blank">Juli-Newsletter (7/2016)</a> deshalb dem Schwerpunktthema &#8220;Gemeinwesenarbeit und Migration&#8221; gewidmet. Fünf Texte aus Theorie und Praxis der Gemeinwesenarbeit werben für den Ausbau der professionellen Gemeinwesenarbeit vor Ort und für ein integriertes, vernetztes Vorgehen aller Akteure auf lokaler Ebene.  Für die Schaffung inklusiver Quartiere, die Jung und Alt, Alteingesessene und Zugewanderte, unterschiedliche Kulturen und soziale Milieus zusammenführen, bringt eine Konzentration auf einzelne Zielgruppen oder Themen nicht viel. Notwendig ist vielmehr eine fach-und sektorenübergreifende Herangehensweise und das Poolen von Ressourcen wie Wissen, Gute Praxis, finanzielle Mittel usw.. Ganz entscheidend sind auch Partizipationsmöglichkeiten für alle und hier speziell die Teilhabe von Zugewanderten und Flüchtlingen, die Mitsprache- und Mitmach-Chancen brauchen, um sich in die Gesellschaft einbringen zu können (siehe dazu das <a href="http://www.buergergesellschaft.de/fileadmin/pdf/impulspapier_tagung_integration_nl_160819.pdf" target="_blank">Impuls-Papier</a> der Stiftung Mitarbeit).</p>
<p>Welche Instrumente haben sich auf lokaler Ebene bewährt, um angesichts von Einwanderung und kultureller Vielfalt Menschen im Quartier zusammenzubringen? Das <a href="http://vska.de/wp-content/uploads/2016/06/2016_GWA-DGSA_Diskussionspapier-Gemeinwesenarbeit-Gefl%C3%BCchtete.pdf" target="_blank">Diskussionspapier der deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit/AG &#8220;Gemeinwesenarbeit und Flucht&#8221;</a> (2016) enthält eine ganze Sammlung von konstruktiven Tools (S. 6f), u.a.:</p>
<ul>
<li>Aufbau von heterogenen Gremien aus Vertretern der bisherigen und der neuen Bewohnerschaft in den Quartieren (&#8220;Nachbarschaftsräte&#8221;)</li>
<li>Schaffung von niedrigschwelligen Begegnungsorten</li>
<li>Förderung der Selbstorganisation von Bürgern über kulturelle Grenzen hinweg</li>
<li>Gemeinschaftliche Aktivitäten wie  gemeinsames Kochen und Backen und kulturelle Aktivitäten</li>
<li>Ausbildung von Paten/Mentoren/Peer-Helpern</li>
<li>Mediation bei Nachbarschaftskonflikten</li>
<li>Aufsuchende Gemeinwesenarbeit, um jene zu erreichen, die nicht in Begegnungsstätten oder Beratungsstellen kommen.</li>
</ul>
<p>Bürger spielen eine ganz zentrale Rolle, wenn es um den Aufbau inklusiver Nachbarschaften geht. &#8220;Die eigentliche Integration kann nur in Interaktion mit denen, die schon da sind, geschehen&#8221; (BAG Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit 2016, S. 2).</p>
<p>Viele Bürger/innen bringen sich derzeit ehrenamtlich in die Flüchtlingsarbeit ein, agieren dabei häufig selbstständig, unabhängig und höchst professionell (Sanli/Runge 2016, S.5).  Im Mittelpunkt stehen zumeist praktische Hilfen und Spenden, nicht die strukturelle Integration der Neuangekommenen (<a href="http://www.bim.hu-berlin.de/media/Studie_EFA2_BIM_11082016_V%C3%96.pdf" target="_blank">EFA 2, 2016, S.4</a>). Wie können sich Bürgerinnen und Bürger auch  am Aufbau inklusiver Quartiere beteiligen? Wie kann man Bürger darin unterstützen, Nachbarschaftinitiativen und Netzwerke über kulturelle Grenzen hinweg aufzubauen?</p>
<p>Die Papiere im Themenschwerpunkt der Stiftung Mitarbeit sagen dazu nur wenig. Sie konzentrieren sich auf die professionelle Gemeinwesenarbeit und fordern einen Stellenausbau derselben. Zu wenig beleuchtet wird die Rolle der Bürger beim Aufbau inklusiver Quartiere und in diesem Zusammenhang der Umgang zwischen Bürgern und Professionellen. Zumindest die Freiwilligen in der Flüchtlingshilfe wissen genau, wie die Zusammenarbeit mit öffentlichen Stellen aussehen sollte, nämlich paritätisch, d.h. auf Augenhöhe (EFA 2, 2016, S. 4). Interessant werden damit <a href="http://www.nonprofits-vernetzt.de/download/Forum-Zivilgesellschaft-01-2014.pdf" target="_blank">Koproduktions</a>-Konzepte, die öffentliche und gemeinnützige Institutionen befähigen, konstruktiv und gleichberechtigt mit der Zivilgesellschaft zusammenzuarbeiten.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-inklusive-quartiere-schaffen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Quartiersvernetzung fördern (Teil 9) &#8211; Leitfaden&#8221;Quartiersentwicklung&#8221;</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-teil-9/</link>
					<comments>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-teil-9/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Sep 2016 09:56:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demographie]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Kommune]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Quartier]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[Ziele]]></category>
		<category><![CDATA[Altenhilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Quartiersentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Quartiersvernetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Ressource]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=1299</guid>

					<description><![CDATA[Eine &#8220;Handreichung Quartiersentwicklung&#8221; zur praktischen Umsetzung sozialraumorientierter Ansätze in der Altenhilfe  hat das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) Mitte Juni 2016 veröffentlicht. Die Handreichung soll den lokalen Akteuren dabei helfen, Quartiere und ihre Infrastruktur so weiter zu entwickeln, dass sie altersgerecht sind und Senioren möglichst lange in ihrem Umfeld wohnen bleiben können. Von barrierefreien Wohnungen, Einkaufsmöglichkeiten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine <a href="https://www.kda.de/kdaShop/altersgerechtes-planen-bauen-und-wohnen/2010/handreichung-quartiersentwicklung-praktische-umsetzung-sozialraumorientierter-ansaetze-in-der-altenhilfe.html" target="_blank">&#8220;Handreichung Quartiersentwicklung&#8221;</a> zur praktischen Umsetzung sozialraumorientierter Ansätze in der Altenhilfe  hat das <a href="http://www.kda.de/" target="_blank">Kuratorium Deutsche Altershilfe</a> (KDA) Mitte Juni 2016 veröffentlicht.</p>
<p>Die Handreichung soll den lokalen Akteuren dabei helfen, Quartiere und ihre Infrastruktur so weiter zu entwickeln, dass sie altersgerecht sind und Senioren möglichst lange in ihrem Umfeld wohnen bleiben können. Von barrierefreien Wohnungen, Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe, guten ÖPNV-Verbindungen und Begegnungsmöglichkeiten profitieren dabei nicht nur alte Menschen, sondern auch andere Quartiersbewohner (Familien, Jugendliche, Zuwanderer, Bürger mit Behinderungen usw.).</p>
<p>Folgende Elemente sind für den Prozess der Quartiersentwicklung wichtig und werden im Leitfaden ausführlich besprochen:</p>
<ol>
<li><strong>Ist-Analyse des Quartiers:</strong> Zuerst müssen die Stärken und Schwächen eines Quartiers erhoben werden. Daten dafür gibt es u.a.  in der <a href="https://www.regionalstatistik.de/genesis/online;jsessionid=C8446B2D5B340782EE68625F41C1836D?Menu=Willkommen">Regionaldatenbank Deutschland </a>und im <a href="http://statistikportal.de/Statistik-Portal/Regionalatlas/" target="_blank">Interaktiven Regionalatlas. </a>Aber auch die Quartiersbewohner können Orte im Quartier kartieren, die für die wichtig sind. Versorgungslagen und -defizite können über Interviews, Fragebögen und Quartiersbegehungen abgefragt werden. Ein Musterfragebogen und diverse Checklisten, um das örtliche Versorgungsangebot zu erheben, sind in der Handreichung vorhanden.</li>
<li><strong>Projektmanagement:</strong> Der Leitfaden bietet Hilfen zu den Themen Projektvorbereitung, -planung, &#8211; durchführung und -abschluss und enthält unterschiedliche Checklisten wie bspw. eine Checkliste &#8220;Kick-off-Veranstaltung&#8221;, auf der das Konzept der altersgerechten Quartiersentwicklung den Bewohnern eines Stadtbezirks oder Stadtteils vorgestellt wird.</li>
<li><strong>Kooperation und Vernetzung:</strong> Altersgerechte Quartiersentwicklung setzt auf Vernetzung im Quartier, weil kein einzelner Akteur die Aufgaben stemmen kann, die mit einem sozialraumorientierten Ansatz einhergehen. Der Leitfaden beschreibt unterschiedliche lokale Netzwerkformen und den Nutzen von Netzwerken, erklärt, wie eine Stakeholder-Analyse gemacht wird und bietet Checklisten für den Netzwerk-Aufbau und die Arbeit in Netzwerken</li>
<li><strong>Partizipation:</strong> Bürger sollen in die Bedarfsermittlung, Planung und Umsetzung von altersgerechten Quartieren einbezogen werden. Der Leitfaden listet auf S. 90 unterschiedliche Bürgerbeteiligungsmethoden auf, die von der Quartiersbegehung bis zum Runden Tisch, Open Space-Veranstaltungen und Zukunftswerkstätten reichen.</li>
<li><strong>Nachhaltigkeit und Finanzierung:</strong> Um sozialraumbezogene Konzepte erfolgreich umsetzen zu können, braucht es dem Leitfaden zufolge ein professionelles Quartiersmanagement und eine längerfristige Finanzierung. Letztere wird oft durch eine Umlage oder Pauschale finanziert, die Bewohner des betreuten Wohnens oder Mieter von Wohnungsgenossenschaften zahlen, wie bspw. im Fall der <a href="http://www.freie-scholle.de/" target="_blank">&#8220;Freien Scholle&#8221;</a> in Bielefeld.</li>
</ol>
<p>Die Handreichung des KDA richtet sich an Fachleute. Obwohl auch Bürger einen wichtigen Anteil an der Quartiersentwicklung haben und oftmals Vereine oder Genossenschaften mit Quartiersprojekten beginnen, steht in dem Leitfaden eher die kommunale, in jedem Fall aber die professionelle Perspektive im Mittelpunkt.</p>
<p>Für mich bleibt zum Schluss die Frage ungeklärt, weshalb man das Konzept auf &#8220;altersgerechte Quartiere&#8221; konzentriert, wenn Barrierefreiheit und inklusive Strukturen nicht nur für alte Menschen, sondern auch für alle anderen Quartiersbewohner/innen wichtig sind. In diesem Fall wäre es doch besser, gleich von vornherein eine &#8220;inklusive Quartiersentwicklung&#8221; in den Blick zu nehmen und sich nicht strategisch und begrifflich auf eine Zielgruppe zu beschränken.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-teil-9/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Netzwerke &#8211; Stärken und Schwächen</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/netzwerke-staerken-und-schwaechen/</link>
					<comments>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/netzwerke-staerken-und-schwaechen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Apr 2016 10:47:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerengagement]]></category>
		<category><![CDATA[Förderung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=1260</guid>

					<description><![CDATA[Auf lokaler Ebene bilden sich immer häufiger Netzwerke. Der Grund dafür sind knappe Budgets im öffentlichen und gemeinnützigen Bereich, komplexe Probleme, die De-Institutionalisierung sozialer Hilfen und eine zunehmende Sozialraumorientierung. Organisationen und Bürger schließen sich deshalb in immer mehr Fachbereichen zu Netzwerken zusammen. Auch das Bürgerengagement selbst findet zunehmend in Form von Netzwerken statt, ein gutes [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf lokaler Ebene bilden sich immer häufiger Netzwerke. Der Grund dafür sind knappe Budgets im öffentlichen und gemeinnützigen Bereich, komplexe Probleme, die De-Institutionalisierung sozialer Hilfen und eine zunehmende Sozialraumorientierung. Organisationen und Bürger schließen sich deshalb in immer mehr Fachbereichen zu Netzwerken zusammen. Auch das Bürgerengagement selbst findet zunehmend in Form von Netzwerken statt, ein gutes Beispiel sind hier die  <a href="http://www.stuttgart.de/wir-fuer-fluechtlinge#headline5721e913059ff">Flüchtlingsfreundeskreise Stuttgart</a>. Bürgerinnen und Bürger bilden auch über das Internet Aktions- und Hilfsnetzwerke, siehe die <a href="https://www.facebook.com/refugees.welcome.to.stuttgart">&#8220;refugees welcome&#8221;</a>-Initiativen.</p>
<p>Netzwerke sind durch Freiwilligkeit und Kooperation gekennzeichnet. Die Bildung eines Netzwerks macht dann Sinn, wenn Ziele nicht alleine, sondern nur in Kooperation mit anderen umgesetzt werden können. Gerade im bürgerschaftlichen Bereich sind Netzwerke häufig nur gering formalisiert, d.h. es gibt hier keinen festen institutionellen Rahmen, keine offiziellen prozeduralen Regeln, keine hauptamtliche Steuerung, kein ausgearbeitetes Leitbild. &#8211; vielleicht nur einen informellen Code of Conduct. Welches sind die Stärken und Schwächen von Netzwerken?</p>
<p><em>Die Stärken von Netzwerken</em></p>
<ul>
<li>sie bieten den Teilnehmern durch das Poolen und Teilen von Ressourcen (wie: Wissen, Kompetenzen, Räume, Kontakte, Gelder, Mitarbeiter usw.) neue Handlungschancen, um komplexe Probleme zu bewältigen</li>
<li>sie sparen durch Wissens- und Erfahrungsaustausch Entwicklungs- und Umsetzungskosten ein</li>
<li>sie bieten wegen der geringen Formalisierung Flexibilität und kurze Reaktionszeiten</li>
<li>sie ermöglichen einen Umgang auf Augenhöhe</li>
<li>sie fördern konsensuale Entscheidungen unter den Teilnehmern</li>
<li>sie fördern den inhaltlichen  Austausch über  Fach-, Sektoren- und Raumgrenzen hinweg</li>
<li>sie schaffen die Basis für gemeinsames Lernen durch horizontalen Wissenstransfer und damit gute Voraussetzungen für Innovation</li>
<li>Bürger und Organisationen, aber auch Themen, werden durch Netzwerke sichtbarer</li>
<li>Netzwerke können die Reputation ihrer Teilnehmer stärken</li>
</ul>
<p>Die Auflistung ist sicher nicht vollständig, &#8211; je weiter man in die Netzwerkpraxis vordringt, desto mehr Netzwerk-Stärken werden sichtbar. Aber es gibt aufgrund der geringen Formalisierung auch Netzwerk-Schwächen und kritische Fragen nach ihrer Verbindlichkeit, Nachhaltigkeit und demokratischen Legitimation nach außen und innen.</p>
<p><em>Die Schwächen von Netzwerken</em></p>
<ul>
<li>Verbindlichkeit &#8211; wie ernst kann man Netzwerk-Zusagen nehmen?</li>
<li>Nachhaltigkeit &#8211; wie lange wird das Netzwerk leben?</li>
<li>Demokratie im Innern &#8211; wie werden im Netzwerk Entscheidungen gefällt?</li>
<li>Repräsentation nach außen &#8211; wie demokratisch legitimiert ist die Vertretung nach außen?</li>
<li>Legitimität des Netzwerks als Ganzes &#8211; wer ermächtigt das Netzwerk, für ein Politikfeld zu sprechen?</li>
<li>Haftung &#8211; wer haftet für Entscheidungen des Netzwerks?</li>
<li>Transparenz &#8211; wie werden Mittel verwaltet?</li>
<li>Zielverschiebungen &#8211; wenn offizielle Leitbilder fehlen, wie kann dann eine Entwicklung in unzivile Richtungen verhindert werden?</li>
</ul>
<p>Trotz ihrer Schwächen sind Netzwerke lokal auf dem Vormarsch. Viele engagierte Bürgerinnen und Bürger &#8211; mich eingeschlossen &#8211; schätzen sie wegen ihrer Flexibilität und weil sie das  unkomplizierte, effektive Arbeiten über Organisations- und Fachgrenzen hinweg ermöglichen.</p>
<p>Für öffentliche Förderinstitutionen und private Stiftungen stellt sich die Frage, wie mit Bürgernetzwerken umzugehen ist, die quer zu Bürokratie und Vergaberecht liegen.  Häufig können bürgerschaftliche Engagement-Netzwerke sich nicht um öffentliche Fördermittel bewerben, sondern nur Organisationen, die als gemeinnützig eingetragen sind, zum Teil auch nur Organisationen aus dem wohlfahrtsverbandlichen Bereich. Um dem Bürgerengagement in Netzwerkform Rechnung zu tragen, sollten inhaltliche Förder-Leitlinien ausgearbeitet werden, die Netzwerke in ihren Stärken stabilisieren und ihren Schwächen begegnen. Wie weit sind die öffentliche Hand und Stiftungen hier schon mit der Entwicklung zukunftsweisender Konzepte? Über Literatur und Hinweise freue ich mich.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/netzwerke-staerken-und-schwaechen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Palliativnetze auf lokaler Ebene – Strukturen und Trends</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/palliativnetze-auf-lokaler-ebene-strukturen-und-trends/</link>
					<comments>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/palliativnetze-auf-lokaler-ebene-strukturen-und-trends/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Mar 2016 10:41:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Daten]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Empowerment]]></category>
		<category><![CDATA[Kommune]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerengagement]]></category>
		<category><![CDATA[Palliativnetze]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=1243</guid>

					<description><![CDATA[In einigen Gemeinden und Landkreisen haben sich Palliativnetze aus Akteuren gebildet, die sich mit der Versorgung und Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen befassen. Die Kooperation zwischen diesen Anbietern, seien es medizinische und pflegerische Dienste oder die ehrenamtliche Sterbebegleitung, wird vom Gesetzgeber erwartet. Auch Krankenkassen und Spitzenverbände der Palliative Care-Träger streben eine „vernetzte Versorgungsstruktur“ an, die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In einigen Gemeinden und Landkreisen haben sich Palliativnetze aus Akteuren gebildet, die sich mit der Versorgung und Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen befassen. Die Kooperation zwischen diesen Anbietern, seien es medizinische und pflegerische Dienste oder die ehrenamtliche Sterbebegleitung, wird vom Gesetzgeber erwartet. Auch Krankenkassen und Spitzenverbände der Palliative Care-Träger streben eine „vernetzte Versorgungsstruktur“ an, die derzeit aber noch „zu wenig ausgeprägt“ sei, wie es im verabschiedeten Hospiz- und Palliativgesetz heißt (<a href="http://www.dhpv.de/tl_files/public/Service/HPG_Stand_6_2015.pdf">BT-Drs. 18/5170</a>, S. 1).</p>
<p>Wie viel Palliativnetze gibt es auf lokaler Ebene? Dazu existiert keine amtliche Statistik. Auch die <a href="http://www.gbe-bund.de/gbe10/pkg_isgbe5.prc_isgbe?p_uid=gast&amp;p_aid=74300088&amp;p_sprache=D">Gesundheitsberichterstattung </a>und einschlägige Verbände bieten hier keinen systematischen und vor allem aktuellen Überblick an. Man findet nur Einzelfragmente zum Thema, z.B. eine Auflistung von sechs Palliativnetzen auf der <a href="http://hpvbw.de/search/node/palliativnetz">Webseite </a>des Hospiz-und PalliativVerbands Baden-Württemberg, eine <a href="https://www.stmgp.bayern.de/palliativmedizin/netzwerk/index.htm">Webseite </a>des bayerischen Staatsministerium mit neun Palliativnetzen oder das (private) Palliativportal mit einer bundesweiten <a href="http://www.palliativ-portal.de/palliative/map">Karte</a> über Palliativeinrichtungen und -netzwerke. Neben den in diesen Quellen genannten Palliativnetzen gibt es sicherlich noch viele informelle Arbeitskreise und Runde Tische, die sich mit der lokalen Situation in der Pflege befassen und damit auch das Thema palliative Versorgung streifen, aber nicht als &#8220;Palliativnetz&#8221; firmieren.</p>
<p>Analysiert man die <a href="http://hpvbw.de/search/node/palliativnetz">sechs Palliativnetze</a> in Baden-Württemberg fällt folgendes auf:</p>
<ul>
<li>die Strukturen reichen von gering formalisierten Netzwerken bis zu gGmbHs</li>
<li>die Professionalisierung der Palliativnetze nimmt zu. Die meisten bieten eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)</li>
<li>die Bedeutung des medizinischen Bereichs nimmt zu. Damit geraten unter Umständen andere Themen (spirituelle, soziale etc.) in den Hintergrund</li>
<li>die ambulanten ehrenamtlichen Hospizdienste und damit die freiwillig Engagierten gehören nicht durchgängig zum Kern des Netzwerks.</li>
</ul>
<p>Die Hospizbewegung war ursprünglich eine Bürgerbewegung. Es gibt noch heute ca. <a href="http://www.dhpv.de/service_zahlen-fakten.html">1500 </a>ambulante ehrenamtliche Hospizdienste. Die ambulanten Hospizdienste könnten überall die Initiatoren von Palliativnetzen sein, &#8211; sind dies aber nicht. Warum? Vielerorts sind sie durch die Professionalisierung und den Bedeutungszugewinn des medizinischen Bereichs in die Defensive geraten.</p>
<p>Dabei wären ambulante ehrenamtliche Hospizdienste mit einer/einem hauptamtlichen Koodinator/in eigentlich die passenden Netzwerk-Knüpfer, weil sie eine Anbindung an die Bürgerschaft besitzen und zwischen den Interessen der betroffenen Bürgern und den Vorstellungen der Professionen vermitteln könnten.  Auch sollten die Themen &#8220;Tod&#8221; und &#8220;Sterben&#8221; nicht nur medizinisch und pflegerisch besetzt werden, sondern in der Mitte der Gesellschaft verwurzelt sein. Dementsprechend sollten auch die Palliativnetze nicht ohne bürgerschaftliche Anbindung existieren.</p>
<p>Ambulante ehrenamtliche Hospizdienste sollten dort, wo noch kein Palliativnetz existiert, die lokale Vernetzung der Angebote aktiv in die Hand nehmen. Ihre Anbindung an die Bürgerschaft, ihr Bürgerbewegungswissen, ihre psychosozialen Kompetenzen sind Aktivposten, von denen ein lokales Netzwerk profitiert. Die Zusammenarbeit von engagierten Bürgern und professionellen Vertretern verläuft aber nicht immer reibungslos. Wo hier die Probleme liegen (zusätzlich zu den interprofessionellen Kooperationsproblemen zwischen dem medizinischen und dem pflegerischen Bereich) und wie Abhilfe geschaffen werden kann, thematisiert der nächste Blogbeitrag.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/palliativnetze-auf-lokaler-ebene-strukturen-und-trends/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Inklusion durch Innovation</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/inklusion-durch-innovation/</link>
					<comments>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/inklusion-durch-innovation/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jan 2016 12:02:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dritter Sektor]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Kommune]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=1235</guid>

					<description><![CDATA[Am 30. Januar 2016 findet in München das zweite openTransfer CAMP Inklusion statt. Im Vorfeld laden die Macher von openTransfer in Kooperation mit der Aktion Mensch zu einer NPO-Blogparade ein über die Frage &#8220;Wie kommt Barrierefreiheit im Netz voran?&#8221;. Beiträge sind bis zum 28.1. 2016 willkommen. Die Inklusion von Bürgern &#8211; mit und ohne Behinderung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Am 30. Januar 2016 findet in München das zweite <a href="http://www.opentransfer.de/event/otc16-inklusion/">openTransfer CAMP Inklusion</a> statt. Im Vorfeld laden die Macher von <a href="http://www.opentransfer.de/#home">openTransfer</a> in Kooperation mit der <a href="https://www.aktion-mensch.de/">Aktion Mensch</a> zu einer <a href="https://npoblogparade.wordpress.com/">NPO-Blogparade</a> ein über die Frage <a href="http://www.opentransfer.de/7273/npo-blogparade-wie-kommt-barrierefreiheit-im-netz-voran/">&#8220;Wie kommt Barrierefreiheit im Netz voran?&#8221;</a>. Beiträge sind bis zum 28.1. 2016 willkommen.</em></p>
<p>Die Inklusion von Bürgern &#8211; mit und ohne Behinderung &#8211; in das örtliche Gemeinwesen kann durch innovative Praktiken vor Ort gefördert werden. Zu diesen Praktiken zählen:</p>
<ul>
<li>der Aufbau von Netzwerken</li>
<li>der Wissenstransfer</li>
<li>die Förderung von Bürger-Ideen und Bürger-Projekten</li>
<li>das Bürgerengagement von Menschen mit und ohne Behinderung</li>
<li>die Nutzung des Internets</li>
</ul>
<p>Die Bedenken mancher Kommune,  angesichts knapper Budgets und überlasteter Mitarbeiter/innen nur wenig Handlungsspielräume für die Realisierung eines inklusiven Gemeinwesens zu haben, sind viel zu pessimistisch. Geld ist nicht alles &#8211; wichtig sind auch neue Praktiken, die die vorhandenen Ressourcen besser nutzen und Menschen im Gemeinwesen über Fach-, Sektoren- und Quartiersgrenzen hinweg zusammenführen.</p>
<p>In vielen Gemeinden gibt es schon Arbeitsgruppen oder Beiräte, die sich mit dem Thema &#8220;Inklusion&#8221; befassen. Allerdings sind diese in der Regel nicht trisektoral (Zivilgesellschaft, Verwaltung, Wirtschaft),  &#8211; oft bleiben Bürger und die Stadt unter sich. Wenn ein Gemeinwesen aber inklusiver werden soll, dann müssen alle Bereiche einer Stadtgesellschaft an einen Tisch, &#8211; man kann es sich nicht leisten, einen Sektor außen vor zu lassen und damit auf Ressourcen und Handlungsmöglichkeiten zu verzichten.</p>
<p>Wer sich vor Ort mit inklusiven Maßnahmen auf den Weg macht, sollte offensiv darüber berichten und das Thema auf der Gemeinde- und Vereinswebseite bzw. in den örtlichen Publikationen nicht aussparen oder am Rand abhandeln. Nur wer regelmäßig über die örtlichen Inklusions-Schritte  und über Begegnungs- und Mitmachmöglichkeiten berichtet, kann damit rechnen, dass das Thema im Bewusstsein des Gemeinwesens ankommt und Mitstreiter für gemeinsame Aktivitäten gefunden werden.</p>
<p>Das Internet spielt eine wichtige Rolle, um Wissen zwischen Sektoren und über Gemeindegrenzen hinweg zu teilen und Wissensspeicher anzulegen, auf die alle zugreifen können, die Tipps brauchen, wie inklusive Strukturen aufgebaut werden können.  Auch Bürger-Ideen und freiwillig Engagierte können online gesucht werden. Dafür sollte man Freiwilligendatenbanken nicht nur technisch, sondern auch inhaltlich barrierefrei machen. D.h. in den Datenbanken müssen sich auch Informationen dazu finden lassen, ob Orte des Engagements barrierefrei sind und welche der ehrenamtlichen  Tätigkeiten  sich bspw. für Menschen mit Lernbehinderung eignen.  Auch die Möglichkeiten des Online-Volunteering sollten stärker ausgebaut werden. Das digitale Ehrenamt bietet gerade Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, viele interessante Möglichkeiten, siehe hierzu den <a href="http://www.opentransfer.de/7324/npo-blogparade-digitales-engagement-perspektivwechsel-online/">Beitrag </a>von Henning Baden für die aktuelle NPO-Blogparade.</p>
<p>Bürger sollten ermuntert werden, eigene Ideen, die die Inklusion voranbringen, umzusetzen. Sie sollten dafür eine Infrastruktur zur Engagement-Förderung nutzen können, die bedarfsorientiert berät und unterstützt. In diese Beratung sind örtliche Experten aus allen Bereichen als Mentoren für Bürgerengagement einzubeziehen, &#8211; erfahrene Engagierte, Vereinsvorstände, Kirchengemeinde-Vertreter, örtliche Stiftungen, gemeinnützige Organisationen und Vertreter von Kommune und Wirtschaft. Professionelle Sozialeinrichtungen sind ebenfalls gefordert, sich über ihre unmittelbare Aufgabe hinaus als örtliche Berater für ein inklusives Gemeinwesen anzubieten.</p>
<p>Innovative Praktiken sind der Schlüssel für vieles auf lokaler Ebene, so auch für Inklusionsprozesse. Sie setzten vor Ort den Willen zur Kooperation und zum Lernen voraus.</p>
<p>Gerade Verbände und Initiativen von Behinderten sollten sich lokal ofensiv mit ihrem Umfeld vernetzen, um in Form einer lokalen Allianz das Thema Inklusion voranzutreiben.  An dieser Vernetzung untereinander und mit dem Gemeinwesen mangelt es noch häufig auf örtlicher Ebene.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/inklusion-durch-innovation/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Literatur für Netzwerk-Knüpfer im Nonprofit-Sektor</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/literatur-fuer-netzwerk-knuepfer-im-nonprofit-sektor/</link>
					<comments>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/literatur-fuer-netzwerk-knuepfer-im-nonprofit-sektor/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Nov 2015 09:42:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dritter Sektor]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[NPO]]></category>
		<category><![CDATA[Quartier]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Dienste]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialeinrichtung]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=1225</guid>

					<description><![CDATA[Wie funktionieren Netzwerke aus Organisationen? Wie bilden sie sich und wie wachsen sie, welchen Mehrwert besitzen diese Netzwerke, wie kann man sie steuern und wie evaluieren? Da im Sozialsektor durch die De-Institutionalisierung bzw. durch die Vorgabe &#8220;ambulant vor stationär&#8221; und die Dezentralisierung von Angeboten der Bedarf nach Koordination unter den Diensten wächst, braucht die Praxis [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie funktionieren Netzwerke aus Organisationen? Wie bilden sie sich und wie wachsen sie, welchen Mehrwert besitzen diese Netzwerke, wie kann man sie steuern und wie evaluieren? Da im Sozialsektor durch die De-Institutionalisierung bzw. durch die Vorgabe &#8220;ambulant vor stationär&#8221; und die Dezentralisierung von Angeboten der Bedarf nach Koordination unter den Diensten wächst, braucht die Praxis Wissen über Netzwerke als mögliche Steuerungsform.</p>
<p>Wer also Fragen im Hinblick auf interorganisationale Netzwerke hat, findet Antworten in den beiden folgenden Publikationen mit dem Anspruch, Wissen für Praktiker im Nonprofit-Sektor zu bieten:</p>
<p><em>Popp, J./MacKean, G./Casebeer, A./Milward, H.B./Lindstrom, R. (2013): Inter-organizational networks: A critical review of the literature to inform practice <a href="http://sls.royalroads.ca/sites/default/files/files/interorganizational_networks_a_critical_review_of_the_literature_to_inform_practice.pdf">(online verfügbar)</a></em></p>
<p>Die Autoren haben 265 englischsprachige Aufsätze, die zwischen 2002 und 2012 zum Thema publiziert wurden, durchgesehen und davon 142 Arbeiten &#8211; auch graue Literatur, die nicht im Buchhandel zu finden ist &#8211; in ihren kritischen Literaturüberblick aufgenommen. Er soll das Wissen für Praktiker zusammentragen, das derzeit über Netzwerke aus Organisationen existiert.</p>
<p>Die Autoren beleuchten das Phänomen interorganisationaler Netzwerke  aus unterschiedlichen Blickwinkeln und bringen jeweils den aktuellen Stand der Forschung ein.  Sie machen deutlich, dass Netzwerke sehr komplexe Strukturen sind, über die noch zu wenig bekannt ist. Obwohl es schon seit 20 Jahren eine rege Netzwerk-Forschung gibt, sind viele Netzwerk-Eigenschaften immer noch unklar und gibt es zu wenig empirische Studien zum Thema. Die Autoren ermuntern deshalb auch die Netzwerk-Praktiker im Sozialbereich, ihr Wissen über Netzwerke zu veröffentlichen und mit anderen zu teilen.</p>
<p><em>Quilling, Eike/Nicolini, Hans J./Graf, Christine/Starke, Dagmar (2013): Praxiswissen Netzwerkarbeit. Gemeinnützige Netzwerke erfolgreich gestalten, Springer VS</em></p>
<p>Auch diese Veröffentlichung richtet sich explizit an Praktiker im Sozial- und Gesundheitsbereich, um diese zum professionellen Netzwerkaufbau und -management zu befähigen. Das Buch fängt an mit der Definition von Netzwerken und einer kurzen Einführung in die inhaltlichen Grundlagen zum Thema . Danach handeln die Autoren die einzelnen Schritte ab, die ein Netzwerk-Gründer im Dritten Sektor gehen sollte, befassen sich mit dem Netzwerkmanagement, der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, der Netzwerkevaluation und der Netzwerk-Finanzierung.</p>
<p>Im Mittelpunkt des Buches stehen Netzwerke, die von der Politik oder vom Gesetzgeber angestoßen wurden und professionell gesteuert werden über eine Steuerungsgruppe oder eine Geschäftsstelle, und weniger Netzwerke, die sich &#8220;bottom-up&#8221; bildeten und sich basisdemokratisch koordinieren.</p>
<p>Beide Publikationen, die englisch- und die deutschsprachige, bieten wertvolles Netzwerk-Wissen für Netzwerk-Knüpfer, wobei das Buch von Quilling u.a. die beste Wahl ist für jene, die konkret vor der Aufgabe stehen, ein Netzwerk aus Organisationen aufzubauen und die handlungsorientiertes Wissen benötigen.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/literatur-fuer-netzwerk-knuepfer-im-nonprofit-sektor/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Quartiersvernetzung fördern (Teil 8) &#8211; Kooperationen bilden</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-teil-8-kooperationen-bilden/</link>
					<comments>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-teil-8-kooperationen-bilden/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Oct 2015 10:32:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dritter Sektor]]></category>
		<category><![CDATA[Kommune]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[NPO]]></category>
		<category><![CDATA[Plattform]]></category>
		<category><![CDATA[Quartier]]></category>
		<category><![CDATA[Ressourcen]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Dienste]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialeinrichtung]]></category>
		<category><![CDATA[Sponsoren]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Ziele]]></category>
		<category><![CDATA[Quartiersvernetzung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=1216</guid>

					<description><![CDATA[Dies ist der 8. Teil einer Blogserie, die unter der Kategorie &#8220;Quartier&#8221; oder über das Archiv nachgelesen werden kann. Einen Leitfaden für die Bildung von Kooperationen zwischen gemeinnützigen und privat-wirtschaftlichen Unternehmen hat UPJ e.V. vorgelegt,  das Netzwerk engagierter Unternehmen und gemeinnütziger Mittlerorganisationen in Deutschland, das seit 1996 aktiv ist. Der Leitfaden &#8220;Neue Verbindungen schaffen. Unternehmenskooperationen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dies ist der 8. Teil einer Blogserie, die unter der Kategorie &#8220;Quartier&#8221; oder über das <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/archiv/">Archiv</a> nachgelesen werden kann.</em></p>
<p>Einen Leitfaden für die Bildung von Kooperationen zwischen gemeinnützigen und privat-wirtschaftlichen Unternehmen hat <a href="http://www.upj.de/index.php">UPJ e.V.</a> vorgelegt,  das Netzwerk engagierter Unternehmen und gemeinnütziger Mittlerorganisationen in Deutschland, das seit 1996 aktiv ist.</p>
<p>Der Leitfaden<a href="http://www.upj.de/Leitfaden-Neue-Verbindungen-schaffen-Unternehmenskooperationen-f.297.0.html"> &#8220;Neue Verbindungen schaffen. Unternehmenskooperationen für gemeinnützge Organisationen&#8221;</a> basiert auf dem Gedanken, dass sektorübergreifende Kooperationen zukunftsträchtig sind, weil komplexe gesellschaftliche Probleme nicht im Alleingang, sondern nur im Rahmen konzertierter Aktionen zu lösen sind: wir brauchen eine &#8220;Kultur gesellschaftlicher Kooperation und die Bereitschaft und Fähigkeit zur Zusammenarbeit&#8221; (UPJ, S. 6).</p>
<p>Speziell auf der regionalen und kommunalen Ebene liegt UPJ zufolge der Schlüssel für die Initiierung und Verbreitung von Kooperationen zwischen dem gemeinnützigen und privatwirtschaftlichen Sektor (S. 64). Gerade im Quartier können meines Erachtens wegen der räumlichen Nähe und der wechselseitigen Bekanntheit Kooperationen gut initiiert und begleitet werden. Tatsächlich erfolgt 90% des Engagements von Unternehmen regional bzw. am Unternehmensstandort (siehe <a href="http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Engagement/Pdf-Anlagen/engagementbericht-langfassung,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf">BT-Drucksache 17/10580</a>, S. 233), so dass die lokale Ebene ein guter Startpunkt für Unternehmenskooperationen ist.</p>
<p>Bei den Kooperationen geht es im Idealfall um mehr als um Geld bzw. klassisches Sponsoring und Charity.  Vielmehr bieten Kooperationen die Chance, dass gemeinnützige Organisationen und die lokale Wirtschaft gemeinsam Wissen und Kompetenzen poolen, um Lösungen zu entwickeln, die jeder Sektor für sich alleine nicht entwickeln könnte. Außer finanzielle Ressourcen können Unternehmen hier Dienstleistungen, Produkte, Logistik, Zeit, Wissen, Kompetenzen, Kontakte und Einfluss beisteuern.</p>
<p>Der UPJ-Leitfaden zählt den Nutzen auf, den Unternehmen und Nonprofits von einer Kooperation haben. Unternehmen gewinnen neue Erfahrungen und Qualifikationen, erschließen sich neue Beziehungen, fördern ihre eigene Reputation und ein intaktes Umfeld im Quartier (S. 21). Nonprofits gewinnen durch Kooperationen neue Ressourcen hinzu und können ihre Angebote ausbauen. Beide Seiten können durch Kooperationen Gemeinsinn und Eigennutz verbinden.</p>
<p>Wie gemeinnützige Organisationen eine Unternehmenskooperation aufbauen können, wird in dem Leitfaden ausführlich besprochen. Es handelt sich um sechs Arbeitsschritte (UPJ, S. 45ff):</p>
<ol>
<li>Das Profil der eigenen Organisation herausarbeiten</li>
<li>Kooperationsbedarfe und -möglichkeiten identifizieren</li>
<li>Kooperationsbereitschaft und -fähigkeit klären</li>
<li>Recherche und Auswahl möglicher Partner</li>
<li>Partner für Kooperationsprojekte gewinnen</li>
<li>Kooperationsprojekte planen, umsetzen, auswerten</li>
</ol>
<p>Einen einfachen Einstieg in eine Unternehmenskooperation bietet UPJ zufolge der <a href="http://www.gute-geschaefte.org/">&#8220;Marktplatz für Gute Geschäfte&#8221;</a>, den es in vielen Kommunen schon gibt. Ich persönlich finde dieses Format auch gut. Aber für den flächendeckenden Aufbau von Begegnungsmöglichkeiten für Wirtschaft und Zivilgesellschaft bräuchte man noch dringend Formate auf Quartiersebene. D.h. der &#8220;Marktplatz für Gute Geschäfte&#8221; müsste gerade in Großstädten dezentralisiert werden und auch auf Quartiersebene stattfinden. Alternativ hierzu sind auch andere Formen der regelmäßigen Begegnung denkbar. Diese müssten durch Online-Plattformen unterstützt werden, vergleiche den <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-die-rolle-von-unternehmen-und-stiftungen/">hier im Blog </a>schon einmal angeführten <a href="http://www.wowexchange.org/">WOW Exchange</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-teil-8-kooperationen-bilden/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
