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	<title>NPO-Blogparade &#8211; Nonprofits-vernetzt.de</title>
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	<description>Partizipatives Stakeholder-Management &#38; Digitalisierung im Nonprofit-Sektor</description>
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		<title>Vom Internet zum &#8220;Alternet&#8221; &#8211; Entwicklungen jenseits der großen Plattformen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 May 2017 10:11:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie kann man als Bürger/in, als zivilgesellschaftliche Gruppe, als gemeinnützige Organisation und Wohlfahrtsverband den Algorithmen proprietärer Plattformen entkommen? Diese Frage stellt Caritas digital im Rahmen der 30. Nonprofit-Blogparade zum Thema &#8220;Nonprofits im Social Web: Wen erreichen wir noch und zu welchem Preis?&#8221;. Algorithmen bestimmen in einem komplexen Zusammenspiel mit ihrem technischen und sozialen Umfeld unsere [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie kann man als Bürger/in, als zivilgesellschaftliche Gruppe, als gemeinnützige Organisation und Wohlfahrtsverband den Algorithmen proprietärer Plattformen entkommen? Diese Frage stellt <a href="http://www.caritas-digital.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Caritas digital</a> im Rahmen der 30. <a href="https://npoblogparade.wordpress.com/about/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nonprofit-Blogparade</a> zum Thema <a href="http://www.caritas-digital.de/blogparade/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Nonprofits im Social Web: Wen erreichen wir noch und zu welchem Preis?&#8221;</a>.</p>
<p>Algorithmen bestimmen in einem komplexen Zusammenspiel mit ihrem technischen und sozialen Umfeld unsere Suchergebnisse bei Google, unseren Facebook Newsfeed und die Vorschläge, wem wir auf Twitter folgen sollten. Michelle Willson zeigt in ihrem Aufsatz <a href="http://www.tandfonline.com/doi/pdf/10.1080/1369118X.2016.1200645" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Algorithms (and the) everyday&#8221;</a> (2017, in: Information, Communication &amp; Society) auf, wie Nutzer immer mehr Praktiken des Alltags an intransparente Algorithmen delegieren, die folglich immer mehr Einfluss auf unser Leben, unsere Wahrnehmung und unser soziales und politisches Umfeld erhalten. Auch Nonprofits sind in dieser Filterblase, die Algorithmen produzieren, gefangen und haben Schwierigkeiten, auf den kommerziellen Plattformen mit ihren Inhalten durchzudringen. Speziell  vor Facebook &#8220;ist jeder gleich&#8221;, wie Martin Herceg in seinem <a href="http://www.caritas-digital.de/nonprofitsfacebook/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blogbeitrag </a>schreibt, und wenn Gemeinnützige mit ihren Inhalten über ihre Filterblase hinaus wollen, müssen sie dafür bezahlen.</p>
<p>Social Media-Manager von Nonprofit-Organisationen stehen Herceg zufolge täglich vor einem Dilemma: einerseits ist man dem Gemeinwohl bzw. christlichen Grundsätzen verpflichtet, andererseits unterstützt man Plattformen  inhaltlich und finanziell, die keine Steuern zahlen, Filterblasen produzieren, Nutzer entmachten, Daten abgreifen, das Netz zentralisieren und monopolisieren und einen digitalen Kapitalismus vorantreiben. Gibt es Alternativen zu dieser Dominanz kommerzieller Plattformen bzw. der &#8220;platform society&#8221; (van Dijck)?</p>
<p>Die Forscherin van Dijck rät, realistisch zu bleiben: &#8220;You can&#8217;t stop the growth of platforms&#8221; (in : <a href="https://www.hiig.de/encore/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">encore </a>2016, S. 95). Aber sie sieht die Notwendigkeit, dass Bürger auf die <em>demokratische Steuerung von Plattformen</em> drängen. Und hier kommt die Rolle von Nonprofits und der großen Wohlfahrtsverbände ins Spiel. Auch letztere haben sich wie viele andere in den vergangenen Jahren hauptsächlich nur als Nutzer der großen Plattformen und nicht als aktiver Mitgestalter von Netzstrukturen gesehen. Netzpolitische Aktivitäten und online-Projekte abseits des Mainstreams waren nicht wirklich sichtbar. Ein großer Fehler, &#8211; meines Erachtens sogar ein Politikversagen der großen Wohlfahrtsverbände, die sich eben immer mehr auf ihre Rolle als soziale Dienstleister und als Marketeers in eigener Sache zurückziehen.  Hier sollte ein Umdenken in den Verbänden einsetzen, um ihrer demokratischen Verantwortung in einer digitalen Gesellschaft gerecht zu werden.</p>
<p>Dazu gehört auch, dass man alternative digitale Projekte abseits des Mainstreams stärker unterstützt, man Kooperationen sucht und lokale Gruppen gründet, die die Möglichkeiten alternativer Vernetzung, Tools und Plattform-Modelle im Sinne eines &#8220;Alternets&#8221;  ausloten. Dies könnte gerade auf der lokalen Ebene ein interessantes Format sein, weil es die Beteiligung am und das gemeinsame Lernen im digitalen Raum fördert, &#8211; Bereiche, in denen Nonprofits noch Nachholbedarf haben, wie <a href="http://hannes-jaehnert.de/wordpress/2017/04/29/warum-onliner-in-nonprofits-nicht-fur-das-marketing-zustandig-sind-und-was-sie-eigentlich-tun-sollten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hannes Jähnert </a>und <a href="https://ideequadrat.org/9-thesen-fuer-organisationale-digitalkompetenz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hendrik Epe</a> in ihren Beiträgen zur NPO-Blogparade herausarbeiten.</p>
<p>An welche Entwicklungen und Bewegungen könnten die Verbände hier andocken?</p>
<p>An <strong>genossenschaftlich verfasste Plattformen</strong>, bei denen die Webseite / die App den Mitarbeitern und Nutzern gehört und für die eine demokratische Steuerung (one man &#8211; one vote) das Ideal ist. Was unter einer <strong>&#8220;platform co-op&#8221;</strong> verstanden wird, ist in einem <a href="http://www.shareable.net/blog/a-shareable-explainer-what-is-a-platform-co-op" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel auf Shareable</a> gut erklärt, hier finden Interessierte auch weitere Literatur-Links und Beispiele wie <a href="https://www.fairmondo.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">fairmondo</a> (ein genossenschaftlich betriebener Online-Marktplatz), <a href="https://resonate.is/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">resonate</a> (genossenschaftlicher Musik-Streamingdienst) und  <a href="https://www.stocksy.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stocksy </a>(eine Foto-Plattform, die in der Hand der Künstler ist). Es gibt eine Bewegung, die in genossenschaftlich verfassten Plattformen, die sich untereinander vernetzen, die Zukunft des Internets sieht (<a href="http://platformcoop.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>&#8220;platform cooperativism&#8221;</strong></a>) und auf diese Weise auch dem traditionellen genossenschaftlichen Gedanken den Weg ins digitale Zeitalter weisen will (&#8220;Geno 2.0&#8221;). Meines Erachtens liegt in diesem Genossenschaftsgedanken, der auf digitale Dienste bezogen ist, ein riesiges Potenzial für Nonprofits, die sich überlegen sollten, welche lokalen Angebote man in diese innovative Form bringen könnte.</p>
<p>Auf <strong>lokaler</strong> Ebene, wo sich die Kommunikation häufig im Rahmen von Nachbarschaften, kleinen Gruppen und unterschiedlichen öffentlichen Räumen bewegt, können kleine selbstgemachte und kabellose <a href="http://diynetworking.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>&#8220;DIY-Netzwerke&#8221;</strong></a> abseits des Internets bzw. &#8220;off-the-cloud&#8221; eine Chance bieten, jenseits der kommerziellen Plattformen zu interagieren, auf der Basis von Tools, die in einem gemeinsamen Lernprozess zusammen erstellt wurden. Durch die Verbindung dieser &#8220;off-the-cloud&#8221; Netzwerke untereinander entstehen alternative Netze. Panayotis Antoniadis von <a href="http://nethood.org/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nethood.org </a>zeigt die Potenziale von DIY-Netzwerken in einem  <a href="http://firstmonday.org/ojs/index.php/fm/article/view/7123" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aufsatz</a> , in:  First Monday vom 05.12.2016, auf &#8211; das <a href="http://firstmonday.org/ojs/index.php/fm/issue/view/493/showToc" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ganze Heft </a>kreist um das Thema &#8220;Re-Dezentralisierung des Internets&#8221;. Auch &#8220;vermaschte Netzwerke&#8221; mit vielen untereinander vernetzten Knoten, wie sie <a href="https://freifunk.net/worum-geht-es/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">freifunk.net</a> lokal aufbaut, sind hier ein Thema, wobei es sowohl bei DIY-Netzwerken als Einzelprojekte als auch bei <em>mesh networks</em> offene Sicherheitsfragen gibt, auf die Haralanova/Light (2016) in einem <a href="http://peerproduction.net/issues/issue-9-alternative-internets/peer-reviewed-papers/enmeshed-lives/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aufsatz </a>für das Journal of Peer Production hinweisen.</p>
<p>Weil technisch versierte Communities durch ihr Expertenwissen nach außen hin eher geschlossen wirken, braucht es dringend Mittler, die zwischen diesen Communities und nicht-technischen Nonprofits Verbindungen schaffen können, damit beide Seiten miteinander ins Gespräch kommen und sich örtlich Kooperationen ergeben können.</p>
<p>Man muss realistisch bleiben, was die kommerziellen Plattformen angeht, &#8211; das fordert die oben zitierte Wissenschaftlerin van Dijck. Und sich dennoch für demokratischere Plattform-Modelle politisch und praktisch stark machen. Hier könnten die Wohlfahrtsverbände noch eine größere Rolle spielen. Immerhin machen schon zwei hiesige Gewerkschaften (ver.di, IG-Metall) beim internationalen Konsortium mit, das Plattform-Genossenschaften vorantreiben möchte (<a href="http://platformcoop.net/about/consortium" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Platform Cooperativism Consortium</a>).</p>
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		<item>
		<title>Aufruf zur 29. Runde der NPO-Blogparade &#8211; Thema &#8220;Patenschaften&#8221;</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/aufruf-zur-29-runde-der-npo-blogparade-thema-patenschaften/</link>
					<comments>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/aufruf-zur-29-runde-der-npo-blogparade-thema-patenschaften/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Mar 2017 08:55:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bürgergesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[NPO-Blogparade]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Dritter Sektor]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilgesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit 2008 gibt es die NPO-Blogparade, die BloggerInnen zur Diskussion über ein gemeinsames Thema aus dem Nonprofit-Bereich einlädt. In der Regel wird eine #npoblogparade dann noch um einen einstündigen Chat auf Twitter ergänzt. Die NPO-Blogparade ist der Versuch, Themen aus dem zivilgesellschaftlichen und gemeinnützigen Bereich mehr Aufmerksamkeit im Netz zu verschaffen und wurde über Jahre [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 2008 gibt es die NPO-Blogparade, die BloggerInnen zur Diskussion über ein gemeinsames Thema aus dem Nonprofit-Bereich einlädt. In der Regel wird eine<br />
#npoblogparade dann noch um einen einstündigen Chat auf Twitter ergänzt.</p>
<p>Die NPO-Blogparade ist der Versuch, Themen aus dem zivilgesellschaftlichen und gemeinnützigen Bereich mehr Aufmerksamkeit im Netz zu verschaffen und wurde über Jahre hinweg von einem <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/npo-blogger-netzwerk/" target="_blank">BloggerInnen-Kreis </a>vorangetrieben. 28 NPO-Blogparaden-Runden gab es schon, die <strong>29. Runde wird nun von <a href="http://www.opentransfer.de/#home" target="_blank">openTransfer.de </a>gehostet und läuft bis zum 20. März 2017. Das Thema lautet: <a href="http://www.opentransfer.de/9794/npo-blogparade-mehr-patenschaften-braucht-das-land/" target="_blank">&#8220;Mehr Patenschaften braucht das Land&#8221;</a></strong>:</p>
<p>&#8220;In vielen Städten und Gemeinden gibt es inzwischen Patenschaften Initiativen, Freiwilligenagenturen, Seniorenbüros, Bürgerstiftungen, Social-Start-ups – sie alle ermöglichen Begegnungen zwischen Menschen, die sich sonst nicht ohne Weiteres kennenlernen würden. Tausendfach füllen Menschen abstrakte Konzepte wie „Bildungsgerechtigkeit“ oder „Integration“ mit Leben und arbeiten gegen Vorurteile und Ausgrenzung an.</p>
<p><em>Uns interessiert: Mit welchen Herausforderungen haben es die Patenschaftsprojekte zu tun? Welche Steine werden ihnen in den Weg gelegt und was funktioniert besonders gut? Wie kann man noch mehr Menschen in Deutschland für Patenschaften begeistern? Wie gelingt es, Patenschaftsprojekte groß zu machen?&#8221;.</em></p>
<p>Wer einen Beitrag zum Thema schreibt, sollte ihn mit dem <a href="http://www.opentransfer.de/9794/npo-blogparade-mehr-patenschaften-braucht-das-land/" target="_blank">Start-Artikel von openTransfer.de</a> verlinken oder gerne auch mit diesem Artikel auf Nonprofits-vernetzt.de. Wer kein eigenes Blog hat, kann sein Statement auch über die Kommentarfunktion posten oder sich per Mail an redaktion@opentransfer.de wenden.</p>
<p>Mehr Infos über die #npoblogparade findet man auf <a href="https://npoblogparade.wordpress.com">npoblogparade.wordpress.com </a>Viel Spaß beim Nachdenken und schreiben!</p>
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		<title>Netzwerke im demografischen Wandel &#8211; Auswertung der 27. NPO-Blogparade</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/netzwerke-im-demografischen-wandel-auswertung-der-27-npo-blogparade/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 May 2014 12:32:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bürgergesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[(Brigitte Reiser) Der folgende Beitrag gibt einen inhaltlichen Überblick über die Artikel, die von Bloggerinnen und Blogger für die 27. NPO-Blogparade geschrieben wurden. Das Thema lautete &#8220;Netzwerke im demografischen Wandel aufbauen &#8211; Chancen und Hindernisse?&#8221;. Hostblogs waren openTransfer und Nonprofits-vernetzt, in Kooperation mit Stefan Zollondz. &#8220;Wir werden lebenslang arbeiten&#8221; &#8211; schreibt Uwe Amrhein von der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>(Brigitte Reiser) Der folgende Beitrag gibt einen inhaltlichen Überblick über die Artikel, die von Bloggerinnen und Blogger für die 27. NPO-Blogparade geschrieben wurden. Das Thema lautete &#8220;Netzwerke im demografischen Wandel aufbauen &#8211; Chancen und Hindernisse?&#8221;. Hostblogs waren <a href="http://www.opentransfer.de/4594/npo-blogparade-netzwerke-im-demografischen-wandel-aufbauen/">openTransfer</a> und Nonprofits-vernetzt, in Kooperation mit <a href="http://www.zollondz-kommunikation.de/zollondz-kommunikation/">Stefan Zollondz</a>.</em></p>
<p>&#8220;Wir werden lebenslang arbeiten&#8221; &#8211; schreibt <a href="http://www.opentransfer.de/4637/npo-blogparade-die-rolle-des-engagements-im-demografischen-wandel/">Uwe Amrhein von der Stiftung Bürgermut</a>. Er lenkt in seinem Beitrag den Blick auf die finanziellen und sozialpolitischen Auswirkungen des demografischen Wandels. Diesen werden wir mit einer Verschiebung des Rentenalters &#8220;zwei Jahre nach oben oder nach unten&#8221; nicht bewältigen können. Was wir ihm zufolge brauchen, ist eine &#8220;neue Vision einer solidarischen und gerechten Gesellschaft&#8221; und einen neuen Begriff von &#8216;Arbeit&#8217;, der nicht nur auf &#8216;Erwerbsarbeit&#8217; fokussiert, sondern die Freiwilligenarbeit und Familienarbeit mit einschließt. Bürgerschaftliches Engagement wird uns bis ins hohe Alter begleiten, &#8211; nicht als Zwang, sondern als Chance für den einzelnen, weil Mitmachen mehr Spaß macht als einsam in der Laube zu sitzen. Sind Kommunen und zivilgesellschaftliche Organisationen auf die Herausforderung, Alte und Hochbetagte als Freiwillige flexibel einzubinden, vorbereitet? Nein, das sind sie nicht, schreibt Amrhein. Zu wenig ausdifferenziert sind die Engagement-Angebote gemeinnütziger Organisationen, zu wenig geschätzt werden auch die Potentiale der Hochbetagten. Starre Altersgrenzen im Ehrenamt diskriminieren laut Amrhein jene, die teilhaben wollen.  Sein Fazit: &#8220;Vereine, Verbände und Initiativen, die sich nicht altersgerecht organisieren, werden untergehen. Sie werden umkippen wie Tümpel ohne Sauerstoffzufuhr.&#8221;</p>
<p>Netzwerke spielen im demografischen Wandel eine große Rolle, weil sie &#8211; als formale oder informelle Netzwerke &#8211; die Struktur bieten für viele gemeinschaftsbezogene Initiativen wie Nachbarschaftshilfen, Tauschringe im Quartier usw.  Ein Beispiel dafür, wie städtische Anonymität aufgebrochen werden kann und neue Nachbarschaften entstehen, zeigt <a href="http://www.opentransfer.de/4632/npo-blogparade-neue-nachbarschaften-braucht-das-land/">Henrik Flor von openTransfer </a>am Beispiel der Fischerinsel in Berlin-Mitte, wo der SeniorenComputerClub Berlin-Mitte mit seinen selbstorganisierten IT-Schulungen die Nachbarschaft vernetzt. Ältere machen hier den Schritt in den digitalen Raum und lernen sich gleichzeitig besser kennen, &#8211; ein Beispiel , das laut Flor Schule machen sollte. &#8220;Man wünscht sich noch viel mehr solcher Clubs in Deutschland&#8221;.</p>
<p>Auf die Potentiale digitaler Netzwerke im demografischen Wandel weist <a href="http://www.betterplace-lab.org/de/blog/mehr-lebensqualitat-im-alter">Angela Ullrich vom betterplace lab</a> hin. Sie bezieht sich auf das britische Online-Netzwerk <a href="http://www.circlecentral.com/">&#8220;The Circle&#8221;</a> , das  älteren Menschen Hilfen vermittelt, die von Freiwilligen geleistet werden oder von bezahlten Nachbarschaftshelfern. Wer Hilfe leistet, verdient sich einen Gutschein, mit dem er im Netzwerk wieder andere Angebote abrufen kann. In vielen Londoner Bezirken und diversen Kommunen haben sich eigenständige &#8220;Circles&#8221; gebildet, die als Sozialunternehmen geführt werden.  Deren Finanzierung ist aber so prekär, dass vor kurzem der Londoner Circle schließen musste, was Ullrich bedauert:&#8221;Wenn es aber stimmt, dass dieses Netzwerkmodell den Gemeinden am Ende viel Geld einspart, sollte sich doch ein privater Investor finden, der zwischenfinanziert.&#8221; Anzumerken ist noch, dass der erste &#8220;Circle&#8221; im Rahmen eines <a href="http://wearethecityheroes2013.wordpress.com/2013/12/22/article-1-the-southwark-circle/">Co-Design-Prozesses </a>entstand, an dem über 250 alte Menschen mitwirkten.</p>
<p>Wer nach guten Praxisbeispielen zu Netzwerken im demografischen Wandel sucht, wird auf <a href="http://www.demographiekonkret.de/Demographie_konkret.96.0.html">demographiekonkret.de</a> der Bertelsmann-Stiftung fündig. <a href="https://twitter.com/nowanda1">Anke Knopp </a> von der Stiftung schreibt in ihrem (noch unveröffentlichten) Beitrag, dass hier schon 197 Projekte eingestellt wurden, nach denen man thematisch oder landes- bzw. gemeindebezogen suchen kann. Die Stiftung will das Portal noch ausbauen und lädt Initiativen zum Mitmachen ein. Das Portal diene &#8211; wie das <a href="http://opentransfer-camp.mixxt.de/">openTransfer Camp &#8216;Demografie&#8217;</a> der Stiftung Bürgermut, das am 9. Mai in Köln stattfindet &#8211; dem Wissenstransfer. Knopp weist auf eine weitere Ressource der Bertelsmann-Stiftung hin: auf den <a href="http://www.wegweiser-kommune.de/">wegweiser-kommune.de</a>, &#8220;eine Online-Plattform, die für alle Kommunen Deutschlands mit mehr als 5.000 Einwohnern Daten, Bevölkerungsprognosen und konkrete Handlungskonzepte für die kommunale Praxis beinhaltet (&#8230;) Das Ganze gibt es auch noch visualisiert in Grafiken und Karten&#8221;.</p>
<p>Wie man Netzwerke unter Bürgern und unter Organisationen aufbauen kann, zeige ich in meinen beiden Beiträgen für die NPO-Blogparade. Um <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/netzwerke-im-demografischen-wandel-aufbauen-teil-1-burgernetzwerke/">Bürgernetzwerke zu fördern</a>, braucht man Netzwerk-Knüpfer und &#8220;Macher&#8221;, die entsprechend unterstützt werden sollten. Darüber hinaus müssen lokal Räume vorhanden sein, in denen sich Initiativen treffen können. Und professionelle Unterstützung sollte geleistet werden, wo sie gebraucht wird. Die Mitarbeiter des Dritten Sektors sind noch zu wenig auf diese Mentoren-Rolle vorbereitet bzw. darauf, lokale Selbstorganisations- und Vernetzungsprozesse zu unterstützen.  Auch <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/netzwerke-im-demografischen-wandel-aufbauen-teil-2-organisationsnetzwerke/">Organisationsnetzwerke, </a>die in vielen Kommunen in altersrelevanten Feldern entstehen, brauchen einen Netzwerk-Knüpfer. Durch Interaktion im Alltag wird das Vertrauen zwischen den Akteuren vertieft, die gerade im Sozialsektor sehr stark durch Konkurrenzdenken geprägt sind. &#8220;Das Ziel sollte ein Netzwerk sein mit gleichmäßig dichten Verbindungen bis in die Peripherie&#8221;.  Die Netzwerksteuerung kostet Zeit und Geld. Öffentliche Kostenträger sollten meines Erachtens diesen Aufwand in Leistungsverträgen und Förderprogrammen stärker berücksichtigen.</p>
<p>Einen wichtigen Aspekt bringt der <a href="http://www.zollondz-kommunikation.de/zollondz-kommunikation/npoblogparade/konflikte-im-generationendialog-durch-gemeinsame-werte-loesen/">Artikel von Stefan Zollondz</a> in die Diskussion ein. Viele der Netzwerk-Initiativen im demografischen Wandel sind generationenübergreifend angelegt. Dadurch kommen die Potenziale von Älteren und Jüngeren zusammen und werden die klassischen Grenzen der Jugend- und Altenarbeit aufgebrochen. &#8220;Gleichzeitig bergen generationenübergreifende Projekte aber auch ein permanentes  Konfliktpotential, wenn sich die unterschiedlichen Generationen falsch verstanden fühlen&#8221;. Durch die Kommunikation kommt es zu Missverständnissen. Wertschätzung, durchlässige vertikale Kommunikationsstrukturen und ein Transparentmachen der persönlichen Werte der Beteiligten können Konflikte vermeiden: &#8220;Eine tragfähige Basis entsteht, wenn sich alle am Projekt Beteiligten über ihre gemeinsamen Werte im Hinblick auf die Projektziele bewusst sind und diese unterstützen.&#8221;</p>
<p><a href="http://www.anerkennung-sozial.de/2014/05/wer-hat-dem-wird-gegeben-netzwerke-am-beispiel-kiezkasse-npoblogparade/">Julia Russau </a>thematisiert am Beispiel der Berliner Kiezkassen benachteiligte Netzwerke. Sie zeigt auf, dass Netzwerke unterschiedlich ressourcenstark und durchsetzungsfähig sind. Benachteiligte Gruppen unterliegen meist im öffentlichen Wettbewerb um Fördermittel den durchsetzungsstarken Netzwerken, die so noch zusätzliche Ressourcen hinzugewinnen (&#8220;wer hat, dem wird gegeben&#8221;).  Sie schlägt u.a. vor, benachteiligten Bewohnern bei der Netzwerkbildung zu helfen und die Netzwerke in der Defensive mit Unterstützern zu stärken, die über &#8220;Erfolgs&#8221;Ressourcen verfügen wie Bildung, Geld, Sozialkontakte, Charisma usw. Für den Vergabeprozess der Berliner Kiezkassen liefert sie wertvolle Anregungen, die strukturelle Benachteiligungen reduzieren könnten.</p>
<p><a href="http://hannes-jaehnert.de/wordpress/2014/04/24/gutes-leben-im-demographischen-wandel/">Hannes Jähnert</a> lenkt den Blick auf ganz Grundsätzliches: bei ihm geht es bei der Gestaltung des demografischen Wandels um die Gestaltung des &#8220;guten Lebens&#8221; (H. Rosa). Letzteres streben wir an, können es aber nicht erreichen aufgrund der maßlosen Beschleunigung unseres Alltags. Gerade  &#8220;unsere heiß geliebten technischen Errungenschaften (bescheren uns) — sozusagen als Nebenwirkung — eine soziale Beschleunigung&#8221;, so dass wir das, was wir wirklich wollen (&#8220;vielleicht Zeit mit den Lieben verbringen oder bloggend über die Welt nachdenken&#8221;), auf eine unbestimmte Zeit verschieben. Für all diejenigen, die viel Zeit brauchen, nämlich Kinder, Alte und Kranke, bleibt laut Jähnert nur noch eine &#8220;liebevolle Verwaltung&#8221; übrig. Mehr ist nicht drin, wo selbst das freiwillige Engagement nach immer mehr Effizienz strebt. Hannes plädiert dafür, den demografischen Wandel zum Anlaß für Entschleunigung zu nehmen, sich dafür auch politisch stark zu machen und entsprechende Netzwerke zu bilden.</p>
<p>Netzwerke sind im Kommen und sie sind notwendig, könnte man als Fazit aus den Beiträgen zur NPO-Blogparade über den demografischen Wandel ziehen. Der Wissenstransfer über gute Projekte, wie sie lokal aufgebaut und umgesetzt wurden, muss weiter gefördert werden. In jeder Gemeinde und über Gemeindegrenzen hinweg sollten die Aktiven sich untereinander austauschen und voneinander lernen. Die wichtigste Frage der kommenden Jahrzehnte wird Jutta Bott zufolge die sein, ob sich ausreichend &#8220;freiwillige Verantwortungsgemeinschaften&#8221; bilden und ob sie gerade dort entstehen, wo lokal der Bedarf am größten ist (<a href="http://verlag.deutscher-verein.de/index.php?main_page=product_info&amp;products_id=237">Bott 2014, 12</a>). Mit Blick auf Russaus <a href="http://www.anerkennung-sozial.de/2014/05/wer-hat-dem-wird-gegeben-netzwerke-am-beispiel-kiezkasse-npoblogparade/">Beitrag über die Ungleichheit von Netzwerken</a> muss man damit rechnen, dass in benachteiligten Regionen auch nur schwache Hilfs-Netzwerke &#8211; oder gar keine &#8211; entstehen. Um dies zu verhindern, müssten lokale Verantwortungsgemeinschaften in strukturschwachen Regionen besonders gefördert und unterstützt werden.</p>
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		<title>Netzwerke im demografischen Wandel aufbauen &#8211; Teil 2: Organisationsnetzwerke</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Apr 2014 16:53:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demographie]]></category>
		<category><![CDATA[Dritter Sektor]]></category>
		<category><![CDATA[Kommune]]></category>
		<category><![CDATA[Mitarbeiter]]></category>
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		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
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					<description><![CDATA[(Brigitte Reiser) Dies ist ein Beitrag für die 27. NPO-Blogparade: &#8220;Netzwerke im demografischen Wandel aufbauen- Chancen und Hindernisse?&#8221;. Mein  erster Text befasste sich mit dem Aufbau von Bürgernetzwerken. Nun stehen Organisationsnetzwerke im Mittelpunkt. Kommentare und Beiträge zur NPO-Blogparade sind bis zum 2. Mai möglich und willkommen. In vielen Kommunen streben gemeinnützige Organisationen nach einer stärkeren [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>(Brigitte Reiser) Dies ist ein Beitrag für die 27. NPO-Blogparade: <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/27-npo-blogparade-netzwerke-aufbauen-chancen-und-hindernisse/">&#8220;Netzwerke im demografischen Wandel aufbauen- Chancen und Hindernisse?&#8221;</a>. Mein  erster Text befasste sich mit dem <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/netzwerke-im-demografischen-wandel-aufbauen-teil-1-burgernetzwerke/">Aufbau von Bürgernetzwerken</a>. Nun stehen Organisationsnetzwerke im Mittelpunkt. Kommentare und Beiträge zur NPO-Blogparade sind bis zum 2. Mai möglich und willkommen.</em></p>
<p>In vielen Kommunen streben gemeinnützige Organisationen nach einer stärkeren Vernetzung, um sich wechselseitig besser kennenzulernen, Informationen auszutauschen, Probleme des Politikfelds zu besprechen, Angebote untereinander abzustimmen und neue Projekte gemeinsam umzusetzen. Vernetzungsinitiativen entstehen zum Teil bottom-up, indem sich die Mitarbeiter/innen von Diensten vor Ort zum Austausch treffen und diesen institutionalisieren. Zum Teil wird die Vernetzung auch top-down initiiert, durch die Kommunalverwaltung oder durch die Spitzen der lokalen Wohlfahrtsverbände, die eine engere Zusammenarbeit anstreben.</p>
<p>Im Zuge des demografischen Wandels bilden sich beispielsweise in vielen Kommunen</p>
<ul>
<li>gerontopsychiatrische Netzwerke wie das <a href="https://www.mannheim.de/stadt-gestalten/gerontopsychiatrisches-forum-mannheim">gerontopsychiatrische Forum Mannheim</a>, ein Fach-Netzwerk in Regie der Kommune, das dem Erfahrungsaustausch dient und dem Aufbau von Leistungsverbünden</li>
<li>Netzwerke im Bereich der Palliativ-Versorgung wie das <a href="http://www.palliativ-netz-stuttgart.de/palliativ-netz-stuttgart/geschichte/">Palliativ-Netz-Stuttgart</a>, das aus dem gemeinnützigen Bereich heraus initiiert wurde. Es dient der Vernetzung von Mitarbeitern und will über Angebote informieren und aufklären</li>
<li>Netzwerke in der Offenen Altenhilfe, die sich aus sozialen Diensten und Einrichtungen, Bürgern, Vereinen, Stiftungen und kommunalen Vertretern zusammensetzen, wie bspw. der Arbeitskreis Altenarbeit Bornheim/Nordend in Frankfurt a.M.</li>
</ul>
<p>Netzwerke verschaffen Organisationen viele Vorteile: zusätzliche Ressourcen in Form von Informationen, Kontakten, Wissen, Kompetenzen und Räumen. Sie ermöglichen es, Ziele umzusetzen, die eine Organisation alleine nicht umsetzen kann. Sie verschaffen Organisationen mehr Sichtbarkeit und Handlungsfähigkeit nach außen hin, sowie mehr Reputation. All dies stärkt das Überleben, die Legitimation und die Marktstellung sozialer Dienste.</p>
<p>Netzwerke setzen jedoch auch einiges voraus: die Bereitschaft der Organisationen zum Austausch, zum Teilen und zum Investieren in gemeinsame Aktionen. Netzwerke kosten Zeit und Geld. Und sie funktionieren ohne das wechselseitige Vertrauen nicht, welches erst aufgebaut werden muss in einem Politikfeld wie dem Sozialsektor, der sehr stark durch die Konkurrenz der Anbieter geprägt ist.</p>
<p>Wie kann man lokal Netzwerke aufbauen?</p>
<ol>
<li>Ein oder mehrere Netzwerk-Knüpfer bringen die Dienste eines Quartiers/eines Sektors bei einer Vernetzungsveranstaltung zusammen: kleine Gruppen ermöglichen das wechselseitige Kennenlernen; die Dienste und Beziehungen im Quartier werden visualisiert: wo gibt es Lücken im Angebot und in den Beziehungen?</li>
<li>Die zur Vernetzung Bereiten vertiefen ihr Kennenlernen durch Interaktion im Alltag, z.B. durch die Planung und Umsetzung eines kleinen lokalen Projekts wie bspw. einer Info-Woche zum Thema Demenz, eines Stadtrundgangs zum Thema Barrierefreiheit, einer Bewegungswoche für Senioren.</li>
<li>Parallel wird am Netzwerkaufbau gearbeitet. Welche Struktur soll für ein Netzwerk gewählt werden: eine formale oder informelle? Die Forschung empfiehlt, folgendes:<br />
Wenn der Zweck eines Netzwerks wenig komplex ist (z.B: Informations- und Wissensaustausch, Koordinierung von Aktionen), die Abhängigkeit zwischen den Akteuren gering, das Netzwerk noch jung und nur bis zu 25 Akteure umfasst, dann sollte eine informelle Netzwerkstruktur gewählt werden.<br />
Wenn der Zweck eine Netzwerkes aber komplex ist (z.B. gemeinsame Trägerschaft, gemeinsame Dienstleistungskette), wenn die wechselseitige Abhängigkeit hoch, mehr als 25 Akteure dabei sind und das Netzwerk älter ist, dann macht eine formale Struktur Sinn (<a href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/nml.21062/abstract">Ashman/Sugawara 2013</a>).</li>
<li>Im Netzwerk müssen gemeinsame Interessen und Ziele herausgearbeitet werden, auch wenn diese angesichts der lokalen Konkurrenzsituation vielleicht nicht gleich offensichtlich sind. Ein Blick auf die äußeren Entwicklungen und Zwänge (Sparpolitik, Verbundsysteme als Auflage der Kostenträger, Koproduktion) kann die Vernetzung beschleunigen.</li>
<li>Das Ziel sollte ein Netzwerk sein mit gleichmäßig dichten Verbindungen bis in die Peripherie.  In diesem Fall sind die meisten Akteure sehr gut vernetzt, dominieren kurze Wege und starke Verbindungen zwischen den Knoten, die auf Vertrauen basieren.</li>
</ol>
<p>Netzwerke müssen aktiv gesteuert werden, sonst &#8216;verklumpen&#8217; sie (<a href="http://www.orgnet.com/BuildingNetworks.pdf">Krebs/Holley 2002-2006</a>) . Die Netzwerksteuerung kostet Zeit und Geld. Öffentliche Kostenträger sollten den finanziellen Aufwand für die Steuerung von Netzwerken, deren Bildung vielerorts gefordert wird, auch in Leistungsverträgen und Förderprogrammen berücksichtigen.</p>
<p>Wichtig sind für ein Netzwerk Beziehungen in andere Netzwerke und Sektoren hinein. Je vielfältiger die Kontakte sind, über die ein Netzwerk verfügt, desto größer ist der Ressourcenpool, auf den die Teilnehmer potentiell zugreifen können.</p>
<p>Wer einen Vernetzungsleitfaden sucht, der die Vernetzung im Sozialsektor unter den Prämissen der Projektentwicklung und des Projektmanagements abhandelt, wird in dieser Broschüre fündig: <a href="http://www.stmas.bayern.de/imperia/md/content/stmas/stmas_internet/senioren/modell-sekt-leitf.pdf">http://www.stmas.bayern.de/imperia/md/content/stmas/stmas_internet/senioren/modell-sekt-leitf.pdf</a><br />
(Den Hinweis auf den Leitfaden verdanke ich <a href="http://seniorenforum-wuerzburg.de/">Herbert Schmidt</a>).</p>
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		<title>27. NPO-Blogparade: Netzwerke aufbauen – Chancen und Hindernisse?</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/27-npo-blogparade-netzwerke-aufbauen-chancen-und-hindernisse/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Apr 2014 09:17:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Kommune]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
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		<category><![CDATA[Bürgerengagement]]></category>
		<category><![CDATA[Demografie]]></category>
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					<description><![CDATA[(Brigitte Reiser) Am 9 Mai findet in Köln das openTransfer Camp ‚Demografie‘ statt (#otc14), zu dem zivilgesellschaftliche Initiativen eingeladen sind, die mit guten Projekten den demografischen Wandel gestalten. Und die ihr Wissen an andere Interessierte weitergeben wollen oder nach regionalen Kooperationspartnern suchen. Die NPO-Blogparade greift das Thema des openTransfer Camps auf und startet im Vorfeld [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><i>(Brigitte Reiser) Am 9 Mai findet in Köln das </i><a href="http://opentransfer-camp.mixxt.de/"><i>openTransfer Camp ‚Demografie‘</i></a><i> statt (#otc14), zu dem zivilgesellschaftliche Initiativen eingeladen sind, die mit guten Projekten den demografischen Wandel gestalten. Und die ihr Wissen an andere Interessierte weitergeben wollen oder nach regionalen Kooperationspartnern suchen. Die </i><a href="http://npoblogparade.wordpress.com/"><i>NPO-Blogparade</i></a><i> greift das Thema des openTransfer Camps auf und startet im Vorfeld der Veranstaltung einen Online-Diskurs über „Netzwerke im demografischen Wandel“. Gastgeber der NPO-Blogparade sind zwei Blogs, die auch beim Demografie-Camp zusammenarbeiten: </i><a href="http://www.opentransfer.de/#home"><i>openTransfer</i></a><i> und Nonprofits-vernetzt, unterstützt von unserem Blogger-Kollegen </i><a href="http://www.zollondz-kommunikation.de/zollondz-kommunikation/blog/"><i>Stefan Zollondz</i></a><i>. Wir freuen uns auf Eure Beiträge und hoffen auf eine rege Beteiligung der Blogosphäre an der Diskussion.</i></p>
<p>In vielen Städten und Gemeinden entstehen derzeit als Reaktion auf den demografischen Wandel Nachbarschaftshilfen, Tauschbörsen, generationenübergreifende Angebote, gemeinschaftliche Wohnmöglichkeiten und zahllose andere Formen des Mit- und Füreinanders.</p>
<p>Viele dieser Angebote werden bürgerschaftlich initiiert und umgesetzt, viele sind in gemeinnütziger, kirchlicher oder städtischer Trägerschaft. Sie alle zielen darauf ab, dem demografischen Wandel konstruktiv zu begegnen, der Kommunen und öffentliche Budgets schrumpfen lässt und in städtischen Zentren zu einer großen Anzahl Alleinlebender führt, die auf familiäre Unterstützung nicht unbedingt Zugriff haben. Armut, Hilfsbedürftigkeit und Einsamkeit nehmen zu. Gleichzeitig wächst aber auch die Bereitschaft vieler Bürger, gerade auch der Älteren, sich ins Gemeinwesen einzubringen.</p>
<p>Der demografische Wandel macht mehr Vernetzung notwendig, &#8211; zwischen Bürgern, zwischen Bürgern und gemeinnützigen Angeboten und unter den Organisationen selbst. Nur so können in den Gemeinden neue Beziehungen aufgebaut, Ressourcen gepoolt und Hilfen effektiver geleistet werden.</p>
<p>Netzwerke ziehen im demografischen Wandel die Aufmerksamkeit auf sich und sollen bei dieser NPO-Blogparade von allen Seiten beleuchtet werden. Die Frage, die wir zur Diskussion stellen, lautet:</p>
<p><b>„Netzwerke im demografischen Wandel aufbauen – Chancen und Hindernisse?“</b></p>
<p>Denkbar sind Blog-Beiträge, die thematisieren</p>
<ul>
<li>wie man lokale Netzwerke erfolgreich aufbaut</li>
<li>welche Hindernisse zu überwinden sind</li>
<li>welche Online-Tools sich in lokalen Vernetzungsprozessen bewähren</li>
<li>was örtliche Initiativen von digitalen Aktionsnetzwerken lernen können</li>
<li>welche Chancen, aber auch Probleme, die Netzwerkstrukturen mit sich bringen</li>
<li>wie man Jung und Alt zum Mitmachen motiviert</li>
<li>welche Rolle Netzwerke für den Wissenstransfer spielen</li>
<li>und vieles andere mehr &#8211; wir lassen uns von Euren Ideen und Erfahrungen überraschen.</li>
</ul>
<p><b>Die Blogparade läuft vom 3. bis <del>27. April</del>  02. Mai 2014. Bitte verlinkt Eure Artikel mit diesem Beitrag hier oder mit <a href="http://www.opentransfer.de/4594/npo-blogparade-netzwerke-im-demografischen-wandel-aufbauen/">openTransfer</a>.</b> Wer kein eigenes Blog hat, kann seinen Beitrag über die Kommentarfunktion posten oder über die <a href="https://www.xing.com/net/zivilgesellschaft20/npo-blogparade-446897/einladung-zum-online-diskurs-netzwerke-aufbauen-im-demografischen-wandel-46346290/">Xing-Gruppe „Zivilgesellschaft und Internet“</a> (bitte auf Xing in der Artikel-Überschrift kenntlich machen, dass ein Beitrag für die NPO-Blogparade gedacht ist).</p>
<p>Geplant ist wie immer auch ein <b>#npochat</b> auf Twitter über das Blogparaden-Thema. Der Termin steht schon fest: Mittwoch 7. Mai von 11 bis 12 Uhr, &#8211; bitte merkt Euch das Datum vor.</p>
<p>Viele Spaß beim Nachdenken und Schreiben wünschen Euch die Kolleg/innen von openTransfer, Stefan Zollondz und ich.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Freiwilliges Engagement attraktiver machen &#8211; Auswertung der 26. NPO-Blogparade</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/freiwilliges-engagement-attraktiver-machen-auswertung-der-26-npo-blogparade/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Oct 2013 08:28:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwilligenmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[NPO]]></category>
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		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[Ziele]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwilligenengagement]]></category>
		<category><![CDATA[npoblogparade]]></category>
		<category><![CDATA[npochat]]></category>
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					<description><![CDATA[Anlässlich der Woche des bürgerschaftlichen Engagements, die alljährlich vom BBE organisiert wird, luden Hannes Jähnert und ich zu einer neuen Runde der NPO-Blogparade ein, bei der wir die Frage zur Diskussion stellten &#8220;Freiwilliges Engagement attraktiver machen &#8211; aber wie?!&#8221; Hannes&#8217; Hoffnung, die Wochen des bürgerschaftlichen Engagements ins Netz zu holen, konnten wir mit der Blogparade [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich der <a href="http://www.b-b-e.de/projekte/woche-des-buergerschaftlichen-engagements/#c12359">Woche des bürgerschaftlichen Engagements</a>, die alljährlich vom <a href="http://www.b-b-e.de/">BBE</a> organisiert wird, luden Hannes Jähnert und ich zu einer<a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/auftakt-zu-einer-neuen-npo-blogparade-freiwilliges-engagement-attraktiver-machen-aber-wie/"> neuen Runde der NPO-Blogparade </a>ein, bei der wir die Frage zur Diskussion stellten <strong>&#8220;Freiwilliges Engagement attraktiver machen &#8211; aber wie?!&#8221;</strong></p>
<p>Hannes&#8217; Hoffnung, die <a href="https://twitter.com/foulder/status/379617211176206336">Wochen des bürgerschaftlichen Engagements ins Netz zu holen</a>, konnten wir mit der Blogparade nicht einlösen. Trotz Verlängerung blieben Beiträge aus den Kreisen des BBE und der Landesfreiwilligenagentur Berlin aus, so dass der sich entwickelnde Diskurs nicht über den Kreis der Blogosphäre hinausging. Dafür aber kamen aus unserem Blogger(innen)-Netzwerk einige sehr gute Beiträge. Beiträge, die ein Schlaglicht auf die vielen konstruktiven Ideen zum Thema werfen.</p>
<p>Wie kann man freiwilliges Engagement attraktiver machen?</p>
<p>Durch <a href="http://www.zollondz-kommunikation.de/zollondz-kommunikation/npoblogparade/liquid-engagement-freiwilliges-engagement-attraktiver-machen-zur-woche-des-buergerschaftlichen-engagements/">&#8220;Liquid Engagement&#8221;</a>, &#8211; das war der Vorschlag von Stefan Zollondz. Unter <strong>Liquid Engagement</strong> versteht er &#8220;eine flexible Form der Beteiligung innerhalb der Bürgergesellschaft. Die Person, die sich liquid engagiert bringt ihr spezifisches Wissen selbstbestimmt an Stellen ein, wo sie einen hedonistisch geprägten Handlungsbedarf sieht. Dabei kommt es im besten Fall zu einer temporären Identifikation mit dem Empfänger des Engagements.&#8221; Für Organisationen ist es folglich wichtig, ganz unterschiedliche Andock-Möglichkeiten für das sie &#8216;umfliessende&#8217; Bürgerengagement zu schaffen. Wie dies praktisch funktionieren kann, lässt sich bei Campact-Kampagnen beobachten, die Bürger in <strong>dezentralisierte, selbstorganisierte Events</strong> einbinden, &#8211; Carsten Direske beschreibt solche &#8220;decentralised events&#8221; im <a href="http://blog.campact.de/2013/09/13899/">Campact-Blog</a>.</p>
<p>Für <a href="http://hannes-jaehnert.de/wordpress/2013/09/26/prozess-statt-moment-engagement-braucht-zeit/">Hannes Jähnert</a> ist es wichtig, dass Bürgerinnen und Bürger ihre individuellen <strong>Kompetenzen</strong> im Rahmen eines Freiwilligenengagements <strong>weiterentwickeln</strong> können. Dabei sollten die Herausforderungen im Zeitverlauf immer anspruchsvoller werden, damit keine Langeweile aufkommt. <a href="http://hannes-jaehnert.de/wordpress/2013/09/26/prozess-statt-moment-engagement-braucht-zeit/#comment-1084">Lisa Schürmann</a> wies in ihrem Kommentar zu Hannes&#8217; Beitrag daraufhin, wie wichtig es für Nonprofits sein muss, auch &#8220;ungewollte&#8221; Kompetenzen einbinden zu können, &#8211; das weiterzuentwickelnde Kompetenzthema also aus Bürgersicht und nicht nur aus der Perspektive der Organisation zu betrachten.</p>
<p>Engagement muss kritisch, attraktiv und/oder <strong>einfach umzusetzen</strong> sein, schreibt <a href="http://www.anerkennung-sozial.de/2013/09/wie-bringe-ich-jemanden-dazu-sich-zu-engagieren-anstatt-fernzusehen-beitrag-zur-npoblogparade/">Julia Russau</a> in ihrem Beitrag &#8211; es muss sich also für oder gegen etwas richten, das man &#8220;unbedingt verändern möchte&#8221;, dabei die &#8220;bessere&#8221; Alternative zu konkurrierenden Freizeitangeboten und außerdem möglichst einfach zu realisieren sein: &#8220;Wer Freiwillige gewinnen will, darf nicht darauf warten, dass die Freiwilligen von sich aus kommen<strong>.</strong> Im Gegenteil: Organisationen müssen Freiwillige gezielt ansprechen und Angebote so platzieren, dass sie für die Freiwilligen unübersehbar und mit einem möglichst geringen Aufwand verbunden sind&#8221;.</p>
<p><strong>Tauschnetzwerke im Freiwilligenengagement</strong> könnten die Attraktivität des Ehrenamts steigern, &#8211; diese Idee brachten <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/tauschnetzwerke-im-freiwilligenengagement/">Martin Horstmann und Brigitte Reiser </a>gemeinsam ein. Mit dem eignen Engagement credits erarbeiten, die einem anderen wiederum über freiwilliges Engagement zugute kommen können &#8211; solche Tauschringe müssten überörtlich und trägerbezogen gebildet werden. Die Etablierung entsprechender Tauschringe (&#8220;weg vom Raum, hin zum Träger&#8221;) wäre Aufgabe des Freiwilligenmanagements in Organisationen.</p>
<p><a href="http://www.opentransfer.de/2955/an-der-infrastruktur-kann-es-nicht-liegen-oder-doch/">Katarina Peranic von openTransfer.de</a> ist überzeugt davon, dass die <strong>Präsenz</strong> des Themas Freiwilligenengagements &#8220;<strong>in den Medien</strong>, analog und digital, eine viel größere Rolle spielen müsste, um Engagement attraktiver zu machen, mentale Hürden abzubauen und Einstiege zu erleichtern.&#8221; Ihr zufolge müssten gemeinnützige Organisationen ihre Budgets für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising stärker bündeln und einen Pool an guten Redner/innen zum Thema aufbauen, damit das Thema stärker in den Fokus rückt. Aber auch der einzelne Engagierte sollte häufiger soziale Medien nutzen, um über sein Engagement zu berichten und seine Begeisterung in die Öffentlichkeit zu transportieren.</p>
<p>Das Thema <strong>&#8216;Geld&#8217;</strong> schneidet auch <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/auftakt-zu-einer-neuen-npo-blogparade-freiwilliges-engagement-attraktiver-machen-aber-wie/#comment-8188">Stefan Nährlich in seinem Kommentar</a> an. Er geht davon aus, dass mehr Mittel &#8211; aber nicht von staatlicher Seite &#8211; die Unabhängigkeit von Nonprofits steigern können. Er verweist auf das Modell der &#8220;Percentage Philanthropy oder 1%-Philanthropie. Steuerzahler können 1-2 Prozent ihrer Einkommensteuer nicht an den Staat, sondern an eine gemeinnützige Organisation ihrer Wahl durch das Finanzamt überweisen lassen. Kein Weg der alle Probleme löst, aber die Finanzierungsbasis vergrößert&#8221; &#8211; und Organisationen mehr Spielraum gibt, um Engagement attraktiver zu machen.</p>
<p>Engagement braucht <strong>Pluralität</strong> &#8211; das ist ein erstes Fazit, das <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/engagement-braucht-pluralitat/">Brigitte Reiser</a> aus den eingegangenen Beiträgen zieht. So vielfältig, wie die Motive und Wünsche der Freiwilligen sind, so vielfältig sollten auch die organisationalen Kontexte sein, in denen freiwilliges Engagement stattfindet. Zumeist dominiert aber in Nonprofits bezogen auf das Bürgerengagement das Dienstleistungs- und Arbeitsplatzmodell. Diese Form des Engagements (&#8220;Engagement als Beschäftigung&#8221;) kann laut <a href="http://hannes-jaehnert.de/wordpress/2013/09/22/gute-grunde-fur-das-engagement/">Hannes Jähnert </a>unserer Gesellschaft nicht das Sozialkapital und den Mehrwert verschaffen, den sie sich erhofft. Es kommt ihm zufolge &#8220;auf das <strong>Wie des freiwilligen Engagements </strong>an!&#8221;: statt nur Dienstleistungen zu erbringen ist Mitwirkung angesagt. Dies könnte laut Hannes auch das Band zwischen Organisation und Basis verstärken. <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/engagement-braucht-pluralitat/">Brigitte Reiser </a>bringt hierfür alternative Modelle für das Freiwilligenmanagement ins Spiel: mit dem Co-Working- und Aktivismus-Modell könnte der Paradigmenwechsel von der helfenden Hand zur mitgestaltenden Kraft befördert werden.</p>
<p>Freiwilliges Engagement attraktiver machen &#8211; als Erkenntnis aus der NPO-Blogparade können wir mitnehmen, dass eine gemeinnützige Organisation, aber auch die lokalen Freiwilligenagenturen, an vielen Stellschrauben und Angeboten arbeiten müssen, wenn sie mehr Bürger/innen für ein Engagement gewinnen möchten. Vor diesem Hintergrund ist es unverständlich und schade, dass das <strong>Freiwilligenmanagement in unserem Land</strong> diese Pluralität der Zugänge nicht bietet, sondern allein vom Arbeitsplatz- bzw. workplace-Paradigma dominiert wird, d.h. von der Vorstellung des &#8220;Engagements als Beschäftigung&#8221;.</p>
<p>Kein anderer Ansatz konnte sich bisher in der Praxis durchsetzen. Das workplace-Paradigma wird Tag für Tag in zahllosen Einrichtungen und Kommunen im Freiwilligenmanagement umgesetzt und wir fragen uns, ob überhaupt im Moment konkurrierende Ansätze, die mehr Pluralität bieten, entwickelt werden? Welche Forschungsinstitute und welche Organisationen arbeiten an mehr Vielfalt im Freiwilligenengagement und -management? Dieses Thema, das im Fokus von Nonprofits stehen sollte, um Engagement attraktiver zu machen, steht offensichtlich eher am Rand.</p>
<p>Vielleicht kann die Skizzierung eines neuen Freiwilligenmanagements das Thema einer der nächsten NPO-Blogparaden sein&#8230;. Vorerst danken wir aber allen herzlich, die an dieser Blogparade mitgewirkt und ihr Wissen beigesteuert haben. Wir wollen versuchen, die Ergebnisse dieser Blogparade noch in einen Aufsatz zu packen, &#8211; Mitwirkende aus dieser Runde sind herzlich willkommen.</p>
<p>Der Twichat zur Blogparade (<strong>#npochat</strong>) findet am <strong>Dienstag, 15. Oktober, von 11-12 Uhr</strong> statt. Bis dahin gibt es vielleicht noch neue Antworten auf die Frage, wie freiwilliges Engagement attraktiver gemacht werden kann. Gerne hier in den Kommentaren, oder drüben im <a href="http://hannes-jaehnert.de/wordpress/2013/10/10/auswertung-npoblogparade-freiwilliges-engagement">Blog von Hannes Jähnert</a>, der den gemeinsamen Auswertungsartikel ebenfalls posten wird.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Engagement braucht Pluralität</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Sep 2013 08:25:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwilligenmanagement]]></category>
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		<category><![CDATA[NPO-Blogparade]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
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		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie kann man freiwilliges Engagement attraktiver machen? , &#8211; diese Frage steht zur Diskussion in der 26. Runde der NPO-Blogparade. Im Sozialbereich bieten Organisationen interessierten Freiwilligen häufig nur einen Kontext an, in dem freiwilliges Engagement stattfinden kann: nämlich das Dienstleistungs- oder Arbeitsplatzmodell. Hier sind die Aufgaben der Freiwilligen ganz klar festgelegt, ebenso wie die Rollenverteilung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie kann man freiwilliges Engagement attraktiver machen? , &#8211; diese Frage steht zur Diskussion in der <a href="http://npoblogparade.wordpress.com/2013/09/16/26-npo-blogparade-freiwilliges-engagement-attraktiver-machen-aber-wie/">26. Runde der NPO-Blogparade</a>.</p>
<p>Im Sozialbereich bieten Organisationen interessierten Freiwilligen häufig nur einen Kontext an, in dem freiwilliges Engagement stattfinden kann: nämlich <strong>das Dienstleistungs- oder Arbeitsplatzmodell</strong>. Hier sind die Aufgaben der Freiwilligen ganz klar festgelegt, ebenso wie die Rollenverteilung zwischen Bürger und Fachkraft: der Laie erledigt seine Aufgaben, über die Inhalte und Strukturen entscheiden Fachkräfte und die Einrichtungsleitung.</p>
<p>Es wäre wichtig, zusätzliche Kontexte in den Organisationen zu schaffen, in denen freiwilliges Engagement erbracht werden kann. Denn Engagement braucht Pluralität.</p>
<p>Die Motive der Bürger, die sich einbringen wollen, sind vielfältig: Spaß an der freiwilligen Tätigkeit, Freude am Helfen, selbstbestimmtes Handeln, soziale Einbindung, Weiterentwicklung der eigenen Kompetenzen &#8211; das sind wichtige Motive für Freiwillige, wie <a href="http://hannes-jaehnert.de/wordpress/2013/09/26/prozess-statt-moment-engagement-braucht-zeit/">Hannes Jähnert</a> und <a href="http://www.anerkennung-sozial.de/2013/09/wie-bringe-ich-jemanden-dazu-sich-zu-engagieren-anstatt-fernzusehen-beitrag-zur-npoblogparade/">Julia Russau</a> in ihren Beiträgen detailliert darlegen. Entsprechend vielfältig wie die Beweggründe der Freiwilligen sollten auch die Organisationsangebote sein, nicht nur in inhaltlicher Hinsicht, sondern auch bezogen auf die Strukturen, in denen Engagement erbracht wird. Denn es gilt eben nicht: &#8220;Volunteering is volunteering is volunteering&#8221; (<a href="http://www.ivr.org.uk/images/stories/Institute-of-Volunteering-Research/VA-Documents/VA1_2/article1_rochester.pdf">Rochester 1999).</a> Aus diesem Grund entwirft Rochester unterschiedliche Modelle für unterschiedliche Organisationskontexte, in denen Engagement stattfindet. Neben dem Dienstleistungs- bzw. Arbeitsplatzmodell gibt es z.B. noch das &#8220;Co-Working-Modell&#8221; und das &#8220;Aktivismus-Modell&#8221;.</p>
<p>Im <strong>Co-Working-Modell</strong> sind die Rollen des Freiwilligen und der Profession nicht klar voneinander abgegrenzt. Die Aufgaben und Verantwortlichkeiten des Freiwilligen werden zwischen ihm/ihr und der Organisation ständig aus- und neuverhandelt. Dieses Modell setzt auf Teilhabe statt auf Hierarchie. Es ist attraktiv für Freiwillige, die sich mit einer Organisation (und nicht nur mit einer Tätigkeit in einer Organisation) stark identifizieren.</p>
<p>Das <strong>Aktivismus-Modell</strong> setzt ebenfalls nicht auf vorher detailliert festgelegte Tätigkeiten für Freiwillige, sondern es lädt diese ein, sich Gedanken über mögliche Beiträge für die Organisation zu machen und bietet gleichzeitig Andock-Möglichkeiten zum Mitmachen. Im <a href="http://blog.campact.de/2013/09/13899/">Campact-Blog</a> schildert Carsten Direske, wie sich Tausende zu selbstorganisierten Grill- und Diskussionstreffen zusammengefunden haben als Teil einer Kampagne gegen Massentierhaltung.</p>
<p>Der Sozialbereich kann von Kampagnen-Profis wie <a href="https://www.campact.de/">Campact</a> noch einiges lernen, &#8211; insbesondere wie man Bürger in dezentrale, selbstorganisierte Events einbindet als Teil einer Kampagne. Im traditionellen Sozialbereich ist das &#8220;Aktivismus-Modell&#8221; für Freiwillige nicht weit verbreitet, mit dem Ergebnis, dass Demos und andere Protestaktionen meist örtlich begrenzt bleiben.</p>
<p>Die Option auf mehr Teilhabe ist für Freiwillige im klassischen Wohlfahrtsbereich, die sich auf kein Ehrenamt einlassen wollen, häufig nicht gegeben. Oft regiert hier noch die &#8220;Kultur der Verantwortung&#8221; statt die &#8220;Kultur der Teilhabe&#8221;. Dennoch sollten Nonprofits im Sozialbereich ihr Angebot für Freiwillige ausdehnen und zusätzlich zum Standard-Modell (dem &#8220;Dienstleistungs- und Arbeitsplatz-Modell&#8221;) noch andere organisationale Kontexte für Engagement schaffen, gerade auch für temporäres Engagement (siehe den Beitrag von Stefan Zollondz über <a href="http://www.zollondz-kommunikation.de/zollondz-kommunikation/npoblogparade/liquid-engagement-freiwilliges-engagement-attraktiver-machen-zur-woche-des-buergerschaftlichen-engagements/">&#8220;Liquid Engagement&#8221;</a>). &#8220;One size does not fit all&#8221; <a href="http://www.ivr.org.uk/images/stories/Institute-of-Volunteering-Research/VA-Documents/VA1_2/article1_rochester.pdf">(Rochester 1999</a>) &#8211; Pluralität im und für das Engagement ist notwendig.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund ist auch zu fragen, welchen Beitrag die <strong>lokalen Freiwilligenagenturen</strong> leisten, um die Kontexte für Engagement pluralistischer zu gestalten. Wird nicht häufig das &#8220;Arbeitsplatzmodell&#8221;, das gemeinnützige Organisationen Freiwilligen anbieten, unkritisch übernommen und weiterverbreitet? Anders gefragt: inwieweit wird freiwilliges Engagement aus Sicht der Bürger behandelt und mit Blick auf Teilhabe und Mitgestaltungsmöglichkeiten? Die Angebote in den Freiwilligendatenbanken gleichen jedenfalls fertigen &#8220;Engagement-Produkten&#8221;, die Nonprofits auf den lokalen Markt werfen.</p>
<p>Solange die Rolle der örtlichen Freiwilligenagenturen in dieser Hinsicht nicht geklärt ist, kann ich die Forderung, die im Politikfeld &#8220;Bürgerengagement&#8221; überall erhoben wird (so auch in <a href="http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2013/09/Nl19_Gastbeitrag_Demografie.pdf">diesem Text von Ansgar Klein u.a., 2013</a>), nämlich die &#8220;Engagement fördernden Infrastruktureinrichtungen&#8221; auf örtlicher Ebene auszubauen (s. Klein u.a. S. 10f), nicht uneingeschränkt teilen. Falls diese das Weltbild wohlfahrtsverbandlicher Sozialeinrichtungen einfach nur reproduzieren, leisten sie keinen Beitrag zur Bürgeremanzipation und zur Diversifizierung organisationaler Kontexte des Bürgerengagements.</p>
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		<title>Tauschnetzwerke im Freiwilligenengagement</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/tauschnetzwerke-im-freiwilligenengagement/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Sep 2013 15:56:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bürgergesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwilligenmanagement]]></category>
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					<description><![CDATA[Martin Horstmann von diakonisch.de und ich haben gemeinsam eine Idee für die aktuelle Runde der NPO-Blogparade ausgearbeitet. Die Frage der 26. NPO-Blogparade lautet: &#8220;Freiwilliges Engagement attraktiver machen &#8211; aber wie?!&#8221;. Wir präsentieren unsere Idee im Rahmen eines Dialogs und freuen uns über Feedback aus der Zivilgesellschaft Martin Horstmann (MH): Wie kann man freiwilliges Engagement attraktiver [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Martin Horstmann von <a href="http://diakonisch.wordpress.com/">diakonisch.de </a>und ich haben gemeinsam eine Idee für die <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/auftakt-zu-einer-neuen-npo-blogparade-freiwilliges-engagement-attraktiver-machen-aber-wie/">aktuelle Runde der NPO-Blogparade </a>ausgearbeitet. Die Frage der 26. NPO-Blogparade lautet: &#8220;Freiwilliges Engagement attraktiver machen &#8211; aber wie?!&#8221;. Wir präsentieren unsere Idee im Rahmen eines Dialogs und freuen uns über Feedback aus der Zivilgesellschaft</em></p>
<p>Martin Horstmann<em> (MH)</em>:</p>
<p>Wie kann man freiwilliges Engagement attraktiver machen?</p>
<p>Brigitte Reiser<em> (BR</em>):</p>
<p>Engagement wäre für viele attraktiver, wenn man sich credits erarbeiten könnte, die man einer hilfsbedürftigen Person in einer anderen Stadt oder Gemeinde wiederum in Form von freiwilligem Engagement durch andere zukommen lassen könnte.</p>
<p>Denn die gestiegene gesellschaftliche Mobilität führt doch dazu, dass viele Familien und Bekanntenkreise getrennt sind. Man kann aufgrund dieser räumlichen Trennung den Nahestehenden oft nicht so helfen, wie man gerne möchte. Wenn ich aber wüsste, dass mein Engagement in einer Stadt über Umwege und indirekt auch einer hilfsbedürftigen Person in einer anderen Kommune zugute kommt, &#8211; dann wäre dies doch ein sehr attraktiver (und tröstlicher) Gedanke.</p>
<p><em>MH</em>:</p>
<p>Das klingt ja nach einem Tauschring-Konzept. Ich engagiere mich an einer Stelle und bekomme an anderer Stelle -vielleicht sogar für jemand anderes, ganz woanders &#8211; wiederum freiwillig erbrachte Leistungen. Eine wunderbare Idee, finde ich. So etwas gibt es übrigens schon. Ich bin einmal bei einer Recherche auf &#8217;Fureai Kippu&#8217; gestoßen. Ein ehrenamtliches Unterstützungssystem in Japan, mit dem Schwerpunkt auf Pflege, das als Tauschring mit Zeitkonten konzipiert ist (siehe <a href="http://diakonisch.wordpress.com/2011/04/04/fureai-kippu/">http://diakonisch.wordpress.com/2011/04/04/fureai-kippu/)</a></p>
<p><em>BR:</em></p>
<p>Ja, man könnte freiwilliges Engagement tatsächlich mit der<a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/tauschnetzwerke-ein-attraktives-modell-fur-gemeinnutzige-organisationen-und-burger/"> Idee von Tauschnetzwerken</a> kombinieren. Allerdings kämpfen viele Tauschringe mit ähnlichen Schwierigkeiten: zu klein, überaltert, zu wenig Beteiligung usw. Das liegt ganz stark an der lokalen Begrenztheit dieser Netze. Ein interessanter Blickwechsel könnte also sein: weg vom Raum, hin zum Träger! Man müsste überlegen, wie man innerhalb von Trägern &#8211; oder Trägergemeinschaften, aber das liegt eher noch weit in der Zukunft &#8211; solche Tauschsysteme etablieren kann.</p>
<p><em>MH:</em></p>
<p>Und das pfiffige an dieser Idee wäre es dann, dass man diese Idee ins Freiwilligenmanagement der beteiligten Träger einbindet. Also: Wir kombinieren das Freiwilligenmanagement mit der Tauschnetzwerk-Idee. Und entgrenzen das ehrenamtliche Tauschnetz in dreifacher Hinsicht: Erstens kann über Zeitkonten das Einspeisen und Abrufen von Engagement zeitlich auseinanderfallen, zweitens ist In- und Output nicht auf eine bestimmte Region begrenzt und drittens könnte man ja auch noch überlegen, ob dies nicht auch noch bereichsübergreifend funktionieren könnte.</p>
<p><em>BR:</em></p>
<p>Sehr ambitioniert! Aber vielleicht kann es uns gelingen, für diese Perspektive mehr Aufmerksamkeit zu generieren. Das könnte eine gute Diskussion in NPOs anstoßen.</p>
<p><em>MH:</em></p>
<p>Im Grunde wären hier die beiden großen Kirchen mit ihren Wohlfahrtsverbänden die geborenen Trägerorganisationen dafür: Sie verfügen über flächendeckende Strukturen in ganz Deutschland, sie haben sozusagen ein riesiges Filialnetz, sie sind groß und was Freiwilligenmanagement und Ehrenamtskoordination angeht, sind sie mittlerweile ganz gut aufgestellt. Da ist noch viel Luft nach oben, sicherlich, aber da ist in den letzten Jahren wirklich eine Menge Positives passiert.</p>
<p><em>BR:</em></p>
<p>Ein anderer Ansatz wäre es, wenn die Idee nicht von einem Träger übernommen und &#8216;hochgezogen&#8217; würde &#8211; was sicherlich viele Vorteile hätte &#8211; sondern wenn es eher eine freie Bewegung ist, ein Konzept, in das sich jeder Träger und jeder Verband, einklinken kann.</p>
<p><em>MH:</em></p>
<p>Genauso funktioniert es beim Fureai Kippu. Es gibt anscheinend eine Rechnungsstelle, aber der Rest läuft dezentral und autonom über hunderte NPOs.</p>
<p><em>BR:</em></p>
<p>Ja, beide Ansätze sind möglich. Aber schauen wir doch mal auf potentielle Schwierigkeiten. Was stünde der Idee entgegen?</p>
<p><em>MH:</em></p>
<p>Ich glaube das größte Problem liegt darin, wenn der Ausgleich nicht aufgeht. Es gibt engagementstarke und -schwache Regionen. Das kann man ja an dem <a href="http://zukunftsfonds.generali-deutschland.de/online/portal/gdinternet/zukunftsfonds/content/314342/309588">Generali-Engagementatlas</a> gut sehen. Und was ist, wenn zum Beispiel alle Leute ihr Engagement in Kitas reinstecken wollen, aber ehrenamtliche Leistungen im Bereich der Altenhilfe rausbekommen wollen &#8211; mal etwas platt gesagt? Vielleicht sollte man doch erst einmal nur Zeit und Raum entgrenzen, sich aber auf einen Sektor bzw. auf ein Arbeitsfeld beschränken.</p>
<p><em>BR:</em></p>
<p>Und das Problem der unterschiedlichen regionalen Verteilung?</p>
<p><em>MH:</em></p>
<p>Vielleicht pusht so ein Konzept ja auch die Engagementbereitschaft noch einmal in ungeahnter Weise. Denn das ist ja wirklich ein sehr großer Attraktivitäts-Faktor. Es gibt aber noch eine andere Idee: Man könnte das Ganze ja nicht als tit-for-tat-Tausch aufziehen, sondern eher als Bonussystem. So wie bahn.bonus, zum Beispiel. Das heißt, es gibt einen Bonus-Faktor, für X Stunden bekomme ich nur einen gewissen Prozentsatz davon zurück. Dann würden zumindest die Spitzen abgefedert.</p>
<p><em>BR:</em></p>
<p>Das gefällt mir. Ich will ja nicht alles eins zu eins verrechnen. Engagement ist ja keine pure Ökonomie, Engagement ist ja immer auch lustbetont und durchaus auch uneigennützig. Ich muss nicht alles wieder rauskriegen, das würde ja auch freiwilliges Engagement destruieren. Aber es wäre eine schöne Anerkennung.</p>
<p><em>MH:</em></p>
<p>Genau! Und haben wir das freiwillige Engagement jetzt attraktiver gemacht?</p>
<p><em>BR:</em></p>
<p>Absolut! Wir schauen, was draus wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Auftakt zu einer neuen NPO-Blogparade: Freiwilliges Engagement attraktiver machen &#8211; aber wie?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Sep 2013 14:16:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bürgergesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwilligenmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[NPO]]></category>
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		<category><![CDATA[soziale Dienste]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwillige]]></category>
		<category><![CDATA[npoblogparade]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilgesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Derzeit findet die Woche des bürgerschaftlichen Engagements statt, die seit vielen Jahren vom BBE organisiert wird, um das freiwillige Engagement von 23 Millionen Bürgern in Deutschland zu würdigen. Die Woche soll durch viele Veranstaltungen im ganzen Land die zahlreichen Möglichkeiten des Engagements aufzeigen. Ein Ziel der Aktionswoche ist es dabei, die Hindernisse zu thematisieren, auf [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Derzeit findet die <a href="http://www.b-b-e.de/projekte/woche-des-buergerschaftlichen-engagements/#c12359">Woche des bürgerschaftlichen Engagements</a> statt, die seit vielen Jahren vom <a href="http://www.b-b-e.de">BBE</a> organisiert wird, um das freiwillige Engagement von 23 Millionen Bürgern in Deutschland zu würdigen. Die Woche soll durch viele Veranstaltungen im ganzen Land die zahlreichen Möglichkeiten des Engagements aufzeigen. Ein Ziel der Aktionswoche ist es dabei, die Hindernisse zu thematisieren, auf die Engagementwillige stoßen und Vorschläge zu formulieren, wie das Ehrenamt gefördert werden kann.</p>
<p>Wir &#8211; das heißt <a href="http://hannes-jaehnert.de/wordpress/">Hannes Jähnert</a> und ich &#8211; möchten die Diskussion über das bürgerschaftliche Engagement gemeinsam mit Euch ins Netz holen. Wir starten deshalb eine NPO-Blogparade zur Frage</p>
<p><b>&#8220;Freiwilliges Engagement attraktiver machen &#8212; aber wie?</b>!&#8221;</p>
<p>Viele Menschen engagieren sich in Deutschland bereits, &#8211; und viele würden sich gerne (noch) mehr einbringen. Interessierte scheitern aber zum Beispiel an den Engagement-Angeboten gemeinnütziger Einrichtungen, die inhaltlich oder zeitlich nicht flexibel genug sind oder zu wenig Mitgestaltungs-<br />
möglichkeiten bieten. Manch einer würde sich gerne über Online-Kanäle mehr ins Gemeinwesen einbringen und findet hier noch zu wenig Angebote. Viele haben gute Ideen für ein gemeinnütziges Projekt, aber finden auf lokaler Ebene keine Ansprechpartner, die sie mit Wissen, Kontakten und einem kleinen Budget unterstützen könnten.</p>
<p>Wer sich engagiert, bekommt am Ende des Jahres meist einen Blumenstrauß und warme Worte. Die Frage ist, ob solche Anerkennungsformen ausreichen, um freiwilliges Engagement attraktiv zu gestalten oder um überhaupt Interesse dafür zu wecken.</p>
<p>Ein Teil der Vereine hat Schwierigkeiten damit, Freiwillige zu gewinnen und Ehrenämter zu besetzen. Speziell im <a href="http://www.bisp.de/SharedDocs/Downloads/Sportentwicklungsberichte/SEB_2011_2012/SEB_2011_2012_Kurzfassung_Deutsch.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2">Sport</a> ist das ein großes Problem.</p>
<p><strong>Welche Maßnahmen fallen Euch ein, um das freiwillige Engagement für uns alle attraktiver zu machen? Bitte bringt Eure Ideen ein und macht mit bei der Nonprofit-Blogparade, die über die Engagementwoche hinaus bis zum 29. September 2013 läuft.</strong> Verlinkt Eure Beiträge mit diesem Artikel hier oder mit dem Blog von Hannes Jähnert, der ebenfalls einen <a href="http://hannes-jaehnert.de/wordpress/2013/09/16/npoblogparade-freiwilliges-engagement/">Aufruf zur Blogparade postet</a>. Wir sind Eure Hosts und werden die Diskussion begleiten, moderieren und anschließend zusammenfassen.</p>
<p>Wer nicht weiß, was eine Blogparade ist, findet <a href="http://npoblogparade.wordpress.com/about/">hier weitere Informationen</a><strong></strong>.</p>
<p>Wer kein eigenes Blog hat, kann seine Ideen auch als Gastbeitrag (hier vermitteln wir gern), über die Kommentarfunktion in unseren Blogs veröffentlichen oder die Xing-Gruppe <a href="https://www.xing.com/net/prife2ae6x/zivilgesellschaft20/npo-blogparade-446897/">ÂInternet und ZivilgesellschaftÂ</a> dafür nutzen.</p>
<p>Im Anschluss an die NPO-Blogparade wird es wieder einen Twitchat (#npochat) geben, bei dem wir unsere Fragestellung &#8220;freiwilliges Engagement attraktiver machen &#8211; aber wie?!&#8221; eine Stunde lang auf Twitter diskutieren. Der Termin dafür wird noch bekannt gegeben.</p>
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			</item>
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		<title>Collective Impact &#8211; gemeinsam mehr erreichen</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/collective-impact-gemeinsam-mehr-erreichen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 May 2013 15:23:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[impact]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[NPO]]></category>
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		<category><![CDATA[Wissenstransfer]]></category>
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					<description><![CDATA[Der folgende Text ist ein Beitrag für die NPO-Blogparade, die erfreulicherweise wieder einmal stattfindet. Gastgeber der Blogparade ist openTransfer.de in Kooperation mit Sebastian Volberg. Das Thema lautet &#8220;Voneinander lernen in der Zivilgesellschaft / offener Wissenstransfer&#8221;. Der Startartikel befindet sich hier. Die Blogparade läuft noch bis zum 26. Mai 2013, &#8211; machen Sie mit, Sie sind [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der folgende Text ist ein Beitrag für die <a href="http://npoblogparade.wordpress.com/">NPO-Blogparade</a>, die erfreulicherweise wieder einmal stattfindet. Gastgeber der Blogparade ist <a href="http://www.opentransfer.de/">openTransfer.de</a> in Kooperation mit <a href="http://www.sebastianvolberg.de/so-richtig-offener-ideentransfer/">Sebastian Volberg.</a> Das Thema lautet &#8220;Voneinander lernen in der Zivilgesellschaft / offener Wissenstransfer&#8221;. Der Startartikel befindet sich <a href="http://www.opentransfer.de/2209/npo-blogparade-voneinander-lernen-in-der-zivilgesellschaft/">hier</a>. Die Blogparade läuft noch bis zum 26. Mai 2013, &#8211; machen Sie mit, Sie sind herzlich eingeladen. <a href="http://npoblogparade.wordpress.com/about/">Hier</a> ist erklärt, was die NPO-Blogparade ist.</em></p>
<p>Die meisten gemeinnützigen Organisationen und Dienstleister setzen auf ihre eigenen Konzepte, ihre eigene Organisation, ihre eigene Leistungsfähigkeit, kurz: auf ihre isolierte Wirkung, wenn es um die Lösung sozialer Probleme geht.</p>
<p>Staatliche Förderung und Stiftungen verstärken häufig noch diesen Trend. Wenn Projektmittel ausgeschrieben werden, bewerben sich Organisationen und müssen belegen, weshalb gerade sie und ihr Konzept die Mittel verdienen. Auf der Suche nach der innovativsten und effektivsten Organisation fördern Geldgeber den Mythos, dass eine Organisation alleine imstande ist, komplexe gesellschaftliche Probleme lösen zu können. Dies führt dazu, dass zu oft lediglich &#8220;Innovation belohnt (wird), weniger das Potenzial in Sachen Verbreitung&#8221; (<a href="http://www.opentransfer.de/2261/beitrag-zur-npo-blogparade-machen-wir-endlich-ernst/">Flor 2013</a>).</p>
<p>Andererseits befördern auch die &#8220;scaling up&#8221;-Bemühungen von Geldgebern und Plattformen wie <a href="http://www.opentransfer.de/#home">openTransfer.de</a> den Mythos vom &#8220;isolated impact&#8221; leistungsstarker und innovativer Projekte &#8211; sofern der Vernetzung mit dem regionalen Umfeld über Fachgrenzen hinweg nicht ausreichend Rechnung getragen wird.</p>
<p><a href="http://www.opentransfer.de/#home">OpenTransfer.de</a>, die &#8220;Plattform von Projektmachern für Projektmacher, die voneinander lernen und sich austauschen wollen&#8221; (<a href="http://www.opentransfer.de/2261/beitrag-zur-npo-blogparade-machen-wir-endlich-ernst/">Flor 2013</a>) samt den dazugehörigen <a href="http://www.opentransfer.de/#events">openTransfer CAMPs</a> sind eine verdienstvolle Initiative, die in die richtige Richtung weist: Wissen teilen statt Wissen horten bringt das Gemeinwesen weiter. Gute Projekte, die sich an einem Ort bewährt haben, an einen anderen zu transferieren, ist effektiver, als in den Kommunen das Rad immer wieder neu zu erfinden.</p>
<p>Aber gute Projekte zu transferieren reicht nicht aus: &#8220;Achieving high impact is not just about building a great organization and then scaling it up site by site&#8221; (<a href="http://www.ssireview.org/articles/entry/creating_high_impact_nonprofits">McLeod Grant/Crutchfield 2007</a>), &#8211; obwohl der Hype um erfolgreiche Social Entrepreneurs und Skalierung gerade in diese Richtung zeigt, siehe auch die folgende <a href="http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xbcr/SID-61B470E4-5C268B9C/bst/xcms_bst_dms_37650_37651_2.pdf">Bertelsmann-Publikation</a>. Was ebenso wichtig ist wie der Projekttransfer ist die Vernetzung von Projekten in den Kommunen mit anderen gemeinnützigen, gewerblichen und bürgerschaftlichen Akteuren. Je komplexer Probleme sind und je weniger von vornherein die Antwort feststeht, desto notwendiger wird diese Vernetzung und das gemeinsame Lernen der beteiligten Akteure.</p>
<p>In ihrem Aufsatz <a href="http://leveragingourstrengths.ca/reading/collective_impact.pdf">&#8220;Collective Impact&#8221;</a> aus dem Jahr 2011 beschreiben Kania und Kramer die Erfolge großer Netzwerke, zu denen sich Organisationen zusammengeschlossen haben, die regional an dem selben Problem arbeiten. In diesen Netzwerken setzt man sich ein gemeinsames Ziel, man entwickelt gemeinsame Leistungsindikatoren, unterstützt sich gegenseitig und lernt zusammen.</p>
<p>Dieser Prozess setzt ein wechselseitiges Vertrauen unter den Beteiligten voraus, den Autoren zufolge ist diese Vertrauensbildung eine &#8220;monumentale Herausforderung&#8221;: &#8220;Participants need several years of regular meetings to build up enough experience with each other to recognize and appreciate the common motivation behind their different efforts&#8221; (<a href="http://leveragingourstrengths.ca/reading/collective_impact.pdf">Kania/Kramer 2011, 40</a>). Auch der Heldenrat weist in seinem <a href="http://heldenrat.org/wp/?p=2652">Blogparaden-Beitrag</a> darauf hin, wie voraussetzungsvoll und komplex der Aufbau von Vertrauen und gemeinsame Lernprozesse sind.</p>
<p>Der Transfer guter Projekte ist wichtig, aber er reicht nicht aus, weil Dienstleistungen alleine nicht ausreichen. Notwendig ist auf lokaler Ebene die Bildung von Bewegungen. Da eine Organisation alleine Probleme nicht lösen kann, muss sie lokal eine Bewegung bilden aus Akteuren, die sich denselben Zielen verschrieben haben. &#8220;Advocacy&#8221; und Vernetzung sind deshalb ebenso wichtig wie gute Arbeit oder gute Ideen (<a href="http://www.ssireview.org/articles/entry/creating_high_impact_nonprofits">McLeod Grant/Crutchfield 2007</a>). Vielleicht sind das die zwei Aspekte, um die das Projekt openTransfer ergänzt werden könnte: eine Konzentration nicht nur auf den Wissensaustausch und das Verbreiten von Projekten, sondern auch eine Sensibilisierung für die Vernetzung im Quartier, die Bildung von Bewegungen und die gemeinsame Interessenvertretung.</p>
<p>Stefan Zollondz beschreibt in seinem <a href="http://www.zollondz-kommunikation.de/zollondz-kommunikation/npoblogparade/sechs-probleme-und-eine-losung-zum-erfolgreichen-transfer-sozialer-projekte/">Beitrag </a>eindrücklich die finanzielle und mentale Sackgasse, in der sich die sozialen Dienste auf lokaler Ebene befinden. Dort ist der Gedanke des kollektiven Impacts noch nicht angekommen. Jede Organisation setzt auf die eigenen Konzepte und bewirbt sich damit um Fördergelder, mit dem Ergebnis, dass in Deutschland über eine halbe Million Nonprofits versuchen &#8220;to invent independent solutions to major social problems, often working at odds with each other and exponentially increasing the perceived resources required to make meaningful progress&#8221; (<a href="http://leveragingourstrengths.ca/reading/collective_impact.pdf">Kania/Kramer 2011, 38</a>).</p>
<p>Diejenigen Nonprofits und Initiativen, die auf openTransfer.de mitwirken und erfahren, welchen Nutzen geteiltes Wissen entfalten kann, könnten vor Ort zu Multiplikatoren werden, die für den &#8220;collective impact&#8221; werben und mit der Vernetzung im Stadtteil beginnen, an der es häufig zuallererst mangelt, &#8211; siehe dazu auch <a href="http://www.zollondz-kommunikation.de/zollondz-kommunikation/npoblogparade/sechs-probleme-und-eine-losung-zum-erfolgreichen-transfer-sozialer-projekte/">Zollondz</a> Zustandsbeschreibung.</p>
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