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	<title>NPO-Webseiten &#8211; Nonprofits-vernetzt.de</title>
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	<description>Partizipatives Stakeholder-Management &#38; Digitalisierung im Nonprofit-Sektor</description>
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		<title>Was fördert und was hemmt die Social Media-Nutzung durch Nonprofits?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Jun 2013 16:38:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Daten]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
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					<description><![CDATA[Welche Faktoren fördern und welche bremsen die Nutzung sozialer Medien durch gemeinnützige Organisationen? Eine Studie aus den USA von Nah/Saxton, die im März 2013 in New Media &#38; Society (Heft 2, 294-313) veröffentlicht wurde, untersucht anhand der 100 größten amerikanischen Nonprofits, welche Organisations- und Umweltfaktoren dazu führen, dass gemeinnützige Akteure soziale Medien nutzen. Der Begriff [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Welche Faktoren fördern und welche bremsen die Nutzung sozialer Medien durch gemeinnützige Organisationen?</p>
<p>Eine Studie aus den USA von <a href="http://nms.sagepub.com/content/15/2/294.abstract">Nah/Saxton, die im März 2013 in New Media &amp; Society (Heft 2, 294-313)</a> veröffentlicht wurde, untersucht anhand der 100 größten amerikanischen Nonprofits, welche Organisations- und Umweltfaktoren dazu führen, dass gemeinnützige Akteure soziale Medien nutzen.</p>
<p>Der Begriff &#8220;Nutzung&#8221; wird operationalisiert in &#8220;Präsenz in den sozialen Medien&#8221;, &#8220;Häufigkeit von Updates&#8221; und &#8220;Dialogorientierung&#8221;. Letztere wurde durch die qualitative Untersuchung von über 2400 Tweets und über 1000 Status Updates auf Facebook untersucht. Twitter und Facebook bilden die zwei Social Media-Plattformen, auf denen die Studie basiert. Der Untersuchszeitraum war in 2009.</p>
<p>Die Studie kommt zu folgenden Ergebnissen (siehe Nah/Saxton 2013, 306f):</p>
<p>Gemeinnützige Organisationen, die sich über Gebühren und Entgelte finanzieren, sind eher in den sozialen Medien aktiv. Ebenso wie jene Nonprofits, die von Spendern abhängig sind. Organisationen, die sich über staatliche Förderung finanzieren, sind in den sozialen Medien weniger aktiv. Auch Organisationen mit hohen Fundraising- und Lobbying-Ausgaben nutzen soziale Medien seltener und weniger dialogorientiert. In beiden Fällen stehen die hohen Ausgaben für offline-Aktivitäten, aber nicht für Online-Engagement.</p>
<p>Effiziente Organisationssteuerung und Social Media- Nutzung stehen in einem engem Zusammenhang. Ebenso spielt die Existenz einer Organisations-Webseite mit hoher Reichweite eine ganz wichtige Rolle: Nonprofits, die über eine solche Webseite verfügen, besitzen die Kompetenzen und Ressourcen, um auch den Schritt in die sozialen Medien zu unternehmen.</p>
<p>Gemeinnützige Organisationen, die auf Mitgliedschaft basieren und auf demokratischen Strukturen aufbauen, sind eher weniger im Social Web aktiv: die bestehenden Mitsprachemöglichkeiten für die eigenen Mitglieder machen eine Präsenz in den sozialen Medien und deren dialogorientierte Nutzung weniger wahrscheinlich.</p>
<p>Diesen letzten Aspekt finde ich sehr interessant. Zusammen mit der empirisch belegten Bedeutung einer Organisations-Webseite mit hoher Reichweite kann so die Social Media-Abstinenz vieler Vereine und Sozialverbände auf lokaler Ebene erkärt werden.</p>
<p>Da häufig Stadtteileinrichtungen von Verbänden oder Stadtteil-Gruppen über keine selbstverwaltete Webpräsenz verfügen &#8211; die Organisationswebseite wird vom (über)örtlichen Träger zentral gepflegt &#8211; fehlen in den Stadtteilen häufig die Kompetenzen, Mittel und Erfahrungen, die es für ein Engagement in den sozialen Medien braucht. So ist der Aufbau von sozialem Kapital über das Internet im Quartier für die dortigen Organisationen nicht möglich.</p>
<p>Ebenso wirkt sich die Konzentration auf interne Beteiligungsstrukturen wie Mitgliederversammlungen und Fachgruppen negativ auf eine Social Media-Präsenz aus und auf die Dialogbereitschaft gegenüber der gesamten Öffentlichkeit.</p>
<p>Umgekehrt bedeuten diese Ergebnisse, dass Vereine und Verbände lokal und stadtteilbezogen mehr in die Internetkompetenzen der Akteure investieren müssen. Und dass ihr binnenorientierter Blick sich zur Gesellschaft hin weiten muss, wenn eine Social Media-Präsenz angestrebt wird.</p>
<p>Die Studie zeigt am Schluss auch auf, dass es problematisch ist, von &#8220;den&#8221; sozialen Medien generell zu sprechen. Obwohl bspw. ein positiver Zusammenhang zwischen Spenderabhängigkeit und Social Media-Nutzung existiert, korreliert hier nur Facebook positiv, aber nicht Twitter (Nah/Saxton 2013, 304, 306), was bedeutet, dass die einzelnen Tools und die Organisationsmerkmale in ganz unterschiedlichem Zusammenhang stehen.</p>
<p>Wichtig ist, die Beschränkungen der dennoch hochinteressanten Studie nicht aus den Augen zu verlieren: untersucht wurden lediglich die größten Nonprofit-Organisationen, nicht aber kleinere und mittlere.</p>
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			</item>
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		<title>Transparenz im gemeinnützigen Bereich oder wann kommt der &#8220;Open Third Sector&#8221;?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Nov 2011 18:12:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Daten]]></category>
		<category><![CDATA[Dritter Sektor]]></category>
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					<description><![CDATA[Warum ist Transparenz wichtig für den gemeinnützigen Sektor? Transparenz bildet Vertrauen zwischen der Organisation und ihren Stakeholdern und erhält die Legitimation gemeinnütziger Einrichtungen Transparenz verschafft Wettbewerbsvorteile wenn es um die Gewinnung von Freiwilligen und Spendern geht. Letztere vergleichen immer genauer Profile und Mitmach-Möglichkeiten von Nonprofits, um für sich selbst passgenaue Projekte herauszusuchen Transparenz fördert die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Warum ist Transparenz wichtig für den gemeinnützigen Sektor?</p>
<ul>
<li><strong>Transparenz bildet Vertrauen</strong> zwischen der Organisation und ihren Stakeholdern und erhält die Legitimation gemeinnütziger Einrichtungen</li>
<li><strong>Transparenz verschafft Wettbewerbsvorteile</strong> wenn es um die Gewinnung von Freiwilligen und Spendern geht. Letztere vergleichen immer genauer Profile und Mitmach-Möglichkeiten von Nonprofits, um für sich selbst passgenaue Projekte herauszusuchen</li>
<li><strong>Transparenz fördert die Wissensbildung</strong> in gemeinnützigen Organisationen. Nur wer sich nach außen hin öffnet , kann vom Wissen und Feedback der Bürger profitieren, um Dienstleistungen effektiver zu gestalten</li>
<li><strong>Transparenz ist ein weltweiter Trend</strong>. Die Open Data/Open Government-Bewegung zeigt, wohin die Richtung geht: hin zu Datenportalen mit tausenden von bisher nicht zugänglichen Datensätzen, die der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden (von öffentlicher Seite siehe <a href="http://www.data.gov/">data.gov</a> in den USA, <a href="http://data.gov.uk/">data.gov.uk</a> in Großbritannien, <a href="http://data.london.gov.uk/">London Datastore</a>, <a href="http://daten.berlin.de/">Berlin Open Data</a>, <a href="http://opendata.paris.fr/opendata/jsp/site/Portal.jsp">Paris Data</a>, <a href="http://data.linz.gv.at/">Linz Open Data</a>, von zivilgesellschaftlicher Seite<a href="http://www.offenedaten.de/"> Offene Daten</a> Deutschland, <a href="http://offener.datenkatalog.at/">Offene Daten Österrreich</a> &#8211; mehr Beispiele im<a href="http://opendata-showroom.org/"> Open Data Showroom</a> des<a href="http://opendata-network.org/"> Open Data Network</a>). Auf der Basis dieser Daten lassen sich Applikationen entwickeln, z.B. im Rahmen von Wettbewerben wie in <a href="http://www.berlin.de/projektzukunft/wettbewerbe/apps-contest/">Berlin </a>oder dem aktuellen <a href="http://apps4deutschland.de/">Apps für Deutschland</a></li>
<li><strong>Transparenz wird durch das Internet forciert</strong> und die Forderung nach mehr Transparenz auch im gemeinnützigen Bereich wird über Soziale Medien weiterverbreitet, so dass sich weltweit Open Data- Communities bilden. In der Entwicklungshilfe ist das Thema schon angekommen, siehe <a href="http://www.openaid.de/de">OpenAid </a>und die <a href="http://openaiddata.de/">Open Aid Data Conference</a> vom September.</li>
</ul>
<p>In den USA und in Großbritannien erkennen immer mehr gemeinnützige Organisationen den Nutzen der Transparenz für sich und begreifen den Sog einer Entwicklung, dem langfristig nicht widerstanden werden kann. Wie wird Transparenz hier umgesetzt?</p>
<ul>
<li><strong>Webpräsenz</strong>: Das amerikanische Foundation Center analysiert anhand 23 Indikatoren die Webseiten von Stiftungen auf deren Transparenz hin. Die Ergebnisse sind in einer <a href="http://glasspockets.org/inside/whgp/profiles/whgp_map_by_freq.html">Transparency Heat Map</a> zu sehen.</li>
<li><strong>Evaluation</strong>: Die James Irvine-Foundation stellt &#8211; wie viele<a href="http://www.effectivephilanthropy.org/index.php?page=gpr-reports"> andere Stiftungen</a> auch &#8211; ihren <a href="http://irvine.org/evaluation/foundation-assessment/2010-grantee-perception-report">Grantee Perception Report</a> online, in dem abgefragt wird, wie die von der Stiftung Geförderten die James Irvine-Foundation und ihre Arbeit beurteilen, &#8211; auch im Vergleich mit anderen Stiftungen. Schwaches Abschneiden in manchen Bereichen wird nicht verschwiegen. Ebenso werden die eigenen Lerneffekte dargestellt.</li>
<li><strong>Lernen</strong>: Das <a href="http://packard-foundation-oe.wikispaces.com/">Organizational Effectiveness (OE)-Wiki</a> der Packard Foundation teilt Daten des OE-Teams mit der Öffentlichkeit im Rahmen eines &#8220;öffentlichen Lernens&#8221;.</li>
<li><strong>Ideen teilen</strong>: Ideen, die der Organisation im Rahmen von Wettbewerben zufließen, werden vom Buckminster Fuller Institut im Rahmen einer öffentlichen Datenbank (<a href="http://challenge.bfi.org/ideaindex">&#8220;Idea Index&#8221;</a>) zur Verfügung gestellt.</li>
<li><strong>Open Data:</strong> Der britische <a href="http://www.ncvo-vol.org.uk/about-us">National Council for Voluntary Organisations (NCVO)</a> hat Anfang des Jahres einen <a href="http://data.ncvo-vol.org.uk/">Voluntary Sector Datastore</a> eröffnet. Bisher finden sich nur 16 Datensätze darin, &#8211; das Feedback aus dem gemeinnützigen Sektor scheint nicht sehr groß zu sein. Aber immerhin ist ein Anfang gemacht.<br />
Die britische lokale Organisation<a href="http://www.ecdp.org.uk/"> ecdp</a> von und für Menschen mit Behinderungen veröffentlicht ihre detaillierten Leistungsdaten im Rahmen monatlicher <a href="http://www.ecdp.org.uk/performancedashboard/">Performance Dashboards</a>. <a href="http://blog.okfn.org/2010/08/02/open-data-and-the-voluntary-sector/">Beobachter</a> gehen davon aus, dass als Folge der Anerkennung der Bedeutung offener Daten in der Staatsverwaltung auch der Dritte Sektor irgendwann seine Leistungsvereinbarungen mit der öffentlichen Hand einschliesslich Output und Outcome wird veröffentlichen müssen</li>
</ul>
<p>Weitere Beispiele für Transparenz speziell im Stiftungsbereich finden sich in der exzellenten Präsentation von <a href="http://www.betterplace-lab.org/de/blog/wie-konnen-stiftungen-digitale-medien-nutzen">Joana Breidenbach</a> vom betterplace lab.</p>
<p>Amerikanische Nonprofit-Organisationen sind von staatlicher Seite viel stärkeren Transparenzforderungen unterworfen als gemeinnützige Akteure in Deutschland. Während in unserem Land Nonprofit-Angaben über Einnahmen und Ausgaben dem Steuergeheimnis unterliegen, sind diese Informationen in den USA öffentlich und werden in Datenbanken wie <a href="http://www2.guidestar.org/">GuideStar</a> eingespeist, &#8211; ein Projekt, das hier in Deutschland keinen Fuß fassen konnte.</p>
<p>Der hiesige Dritte Sektor ähnelt in vielem einer Black Box, was die Nonprofit-Forschung ungemein erschwert und die zivilgesellschaftliche Entwicklung in unserem Land erheblich behindert.</p>
<p>Interessanterweise erwächst dem Dritten Sektor in Deutschland aber kein Legitimationsproblem aus seiner Intransparenz. In einem Aufsatz für das Forschungsjournal Soziale Bewegungen (3/2011) zeigen <a href="http://www.fjnsb.org/node/1795">Anheier/Beller/Haß (2011)</a>, dass ein Transparenzproblem des gemeinnützigen Bereichs empirisch &#8220;kaum messbar und somit allenfalls &#8216;gefühlt&#8217; oder medial vermittelt vorhanden&#8221; ist (S. 102).</p>
<p>Die Autoren greifen als Erklärung auf die &#8220;Steady State&#8221;-These zurück. Diese besagt, dass das Rechenschafts (&#8220;Accountability&#8221;) &#8211; Regime in Deutschland, dem der Dritte Sektor unterworfen ist und das sich ganz am Staat/der Steuerbehörde orientiert, letztlich effizient und effektiv funktioniere. Es reduziere die Komplexität für NPOs, sie müssen sich nicht mit multiplen Stakeholdern abgeben sondern nur mit dem Staat (S. 101).</p>
<p>Die Autoren ziehen folgendes Fazit: Weil der gemeinnützige Sektor in Deutschland einer anderen Steuerungslogik unterliege als jener in den USA oder in Großbritannien, wo gemeinnützige Organisationen stärker einer fragenden zivilgesellschaftlichen Öffentlichkeit ausgesetzt sind, sei die Übertragung der US-amerikanischen Transparenz-Debatte auf den Deutschen Sektor &#8220;nicht ohne weiteres möglich und auch nicht nötig.&#8221; (Anheier/Beller/Haß 2011, S. 102).</p>
<p>Das ist ein kühner Schluss, &#8211; macht er doch Vorgaben für die öffentliche Diskussion, an die sich die Zivilgesellschaft nicht halten wird, weil über das Internet tagtäglich Best-Practice-Beispiele ins Haus kommen, die zeigen, dass es bezüglich Transparenz auch anders geht, als vom deutschen Nonprofit-Sektor praktiziert.</p>
<p>Deshalb besorgen sich Bürger immer häufiger selbst Informationen über den Dritten Sektor. Entweder über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Screen_Scraping">Screen Scraping</a> &#8211; hier werden Daten über den Nonprofit-Bereich auf anderen, z.B. staatlichen, Webseiten ausgelesen (Beispiel: das britische <a href="http://countculture.wordpress.com/2010/09/06/introducing-open-charities-opening-up-the-charities-register/">Open Charities-Projekt</a>, das auf den Daten des britischen Charities Register basiert).</p>
<p>Oder Bürger nutzen Daten, die von anderen Akteuren, z.B. der OECD, schon veröffentlicht wurden, um mehr Transparenz in ein Politikfeld zu bringen (Beispiel: eine <a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2011/10/wie-ein-daten-mashup-die-deutsche-entwicklungshilfe-aufschluesselt/">Webkarte über die Verteilung der deutschen Entwicklungshilfegelder</a> auf einzelne Länder und Projekte von <a href="http://www.crisscrossed.net/">Christian Kreutz</a>).</p>
<p>Und schließlich kann die bürgerschaftliche Seite Plattformen wie <a href="http://greatnonprofits.org/">Great Nonprofits</a> aufbauen, auf denen durch die Erfahrungsberichte der Bürger mit gemeinnützigen Organisationen mehr Transparenz in den Sektor gebracht wird.</p>
<p>In allen diesen Fällen wird der Dritte Sektor zum &#8216;Getriebenen&#8217; einer Entwicklung. Um diese Situation zu vermeiden und die eigene Handlungsfähigkeit unter Beweis zu stellen, sollte sich der gemeinnützige Bereich dem Thema Transparenz über Open Data und Soziale Medien offensiv stellen. Es wird eines der herausragenden Themen der Zukunft sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Live im Internet &#8211; sinnvoll für soziale Organisationen?</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/live-im-internet-sinnvoll-fur-soziale-organisationen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 12:01:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bürgergesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[David Röthler von politik.netzkompetenz.at fragt im Rahmen der 13. NPO-Blogparade, ob synchrone Online-Tools wie Chat, Skype oder Online-Konferenz-Systeme sinnvolle Instrumente für NPOs sein können. David selbst ist als Organisator des Online-Webmontags und des Online-Frühstücks, ko-moderiert von meinem Blogger-Kollegen Christian Henner-Fehr, sehr erfahren im Umgang mit Webkonferenzen. Seine Passion für Live-Tools bringt er nun in die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://stufr.de/wuedesign/blog/wp-content/uploads/2009/03/npo-blogparade-logo_m-300x67.png"><img decoding="async" loading="lazy" class="alignleft" src="http://stufr.de/wuedesign/blog/wp-content/uploads/2009/03/npo-blogparade-logo_m-300x67.png" alt="" width="300" height="67" /></a>David Röthler von <a href="http://politik.netzkompetenz.at">politik.netzkompetenz.at</a> fragt im Rahmen der <a href="http://politik.netzkompetenz.at/?p=747">13. NPO-Blogparade</a>, ob synchrone Online-Tools wie Chat, Skype oder Online-Konferenz-Systeme sinnvolle Instrumente für NPOs sein können. David selbst ist als Organisator des<a href="http://politik.netzkompetenz.at/?p=781"> Online-Webmontags</a> und des Online-Frühstücks, ko-moderiert von meinem Blogger-Kollegen<a href="http://kulturmanagement.wordpress.com/"> Christian Henner-Fehr</a>, sehr erfahren im Umgang mit Webkonferenzen. Seine Passion für Live-Tools bringt er nun in die jetzige Blogparaden-Runde ein.</p>
<p>Ob Echtzeit-Instrumente für NPOs sinnvoll sind, hängt von deren Einsatzfeld ab. Wie <a href="http://www.ikosom.de/2010/01/21/wieviel-echtzeit-web-brauchen-npos/">Jörg Reschke</a> es schon andeutet: für den Bereich der Entwicklungshilfe, der Katastrophenhilfe oder globaler Umweltinitiativen sollten Live-Tools zu den Instrumenten erster Wahl gehören, um intern die Abstimmung über Ländergrenzen hinweg zu erleichtern. Und um die weltweite Öffentlichkeit über Video-Live-Streams oder Online-Pressekonferenzen ausführlich zu informieren.</p>
<p>Für soziale Organisationen auf kommunaler Ebene (Pflegeheime, Beratungsstellen, Jugendhilfeeinrichtungen usw.), auf die ich fokussiert bin, zählen speziell die videobasierten Echtzeit-Tools im Moment nicht zu den Mitteln, die ich einer Einrichtung empfehlen würde. Und zwar aus fünf Gründen nicht:</p>
<ol>
<li>Für lokale Sozialeinrichtungen sind die örtlichen/regionalen Netzwerke sehr wichtig. Das heißt der örtliche Träger, die Lokalverwaltung, der Gemeinderat oder Kreistag, die lokalen Politiker, Bürger, Händler, Kirchen und Vereine. Zwar muss auch eine Abstimmung mit dem Dachverband und mit professionellen Fachverbänden erfolgen, aber ich denke nicht, dass es einen großen Mehrwert bringen würde, wenn man diese Face-to-Face-Kontakte in Online-Konferenzen verwandeln würde: so zeitaufwändig und kostspielig sind die zu überwindenden Distanzen nicht, verglichen mit der Situation internationaler Organisationen.</li>
<li>Die IT-Ausstattung von lokalen Einrichtungen im Sozialbereich ist suboptimal: nur 60% der Mitarbeiter nutzen regelmäßig einen PC, wobei es 400.000-500.000 PC-Arbeitsplätze gibt (bei rund 1,2 Mio Mitarbeitern) (zu den Daten s.<a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/it-in-nonprofits-die-situation-im-sozialsektor/"> hier</a>). Den örtlichen Einrichtungen fehlen im Moment die Ausstattung und das Know-How, um Online-Konferenzen durchführen zu könne. In dieser Umgebung hätten diese ziemlich futuristischen Charakter.</li>
<li>Die sozialen Dienste sind erst im Web 1.0 angekommen. Webseite und Internetanschluss sind nun vorhanden. Aber der Auftritt ist häufig beim örtlichen Träger oder sogar beim Dachverband zentralisiert, d.h. die einzelne Beratungsstelle, die örtliche Diakoniestation oder das Pflegeheim verfügt häufig über keinen eigenen unabhängigen Webauftritt, sondern ist lediglich als Adresse oder standardisierte Unterseite auf der Webpage des Trägers präsent. Insofern existiert für viele Sozialeinrichtung im Viertel in der Regel nicht die Möglichkeit, sich online interaktiver zu präsentieren. Entsprechend gering ist deshalb auch ihr Interesse an Social Media, einschließlich synchroner Online-Tools. Man fühlt sich dafür nicht zuständig. Alles, was mit dem Internet zu tun hat und mit der Online-Kommunikation intern oder mit der &#8216;Außenwelt&#8217; wird (aus Erfahrung heraus) als Sache des Trägers betrachtet.</li>
<li>Der soziale Sektor ist ganz auf den Menschen hin ausgerichtet. IuK-Technologien werden als lästige Begleiter empfunden, nicht als wertvolle Hilfe. Sie halten vermeintlich von Beziehungen in der realen Welt ab, &#8211; und um diese geht es in den sozialen Diensten. Ich glaube nicht, dass sich die Mitarbeiter in den Sozialeinrichtungen mit Online-Konferenzen als Surrogat für echte Treffen zufrieden geben würden. In internationalen Zusammenhängen ist deren Mehrwert (Kostenersparnis usw.) für die Mitarbeiter leichter erkennbar.</li>
<li>Auch in der Beratung würde ich für Textchats plädieren, weil dann die Schwelle für die Ratsuchenden niedrig gehalten wird. Je elaborierter die Formate sind, desto mehr Menschen werden von diesen ausgeschlossen. Derzeit existiert schon eine große Kluft zwischen den Social Media-Nutzern und jenen, die nicht wissen, um was es sich dabei handelt. Man sollte versuchen, diese Kluft zu verkleinern, indem man niedrigschwellige Tools einsetzt. <a href="http://socialreporter.com/?p=704">&#8220;Putting social tech two clicks down&#8221;</a> heißt ein Beitrag von David Wilcox, in dem er dafür plädiert, sich auf das Wesentliche von Social Media zu konzentrieren: auf die Beziehungen zwischen Menschen, nicht auf Technologien.</li>
</ol>
<p>Aus meiner Sicht geht es im Moment darum, örtlichen Sozialeinrichtungen das Internet zu erklären, Interesse dafür zu schaffen und mit textbasierten Formaten (wie Blogs, Wikis, Twitter) den Einstieg ins Netz zu beginnen, &#8211; immer vorausgesetzt, der Träger macht mit und baut keine Hürden auf. Wenn das Interesse geweckt und die Kompetenzen gewachsen sind, kann sich eine Einrichtung an Live-Tools wie Chats und Online-Konferenzen wagen.</p>
<p>Wie <a href="http://www.pr-indianer.de/?p=677">Ludger Brenner</a> erwähnt wäre es wünschenswert, wenn die öffentliche Hand die Social Media-Kompetenzen von gemeinnützigen Trägern fördern würde. Das <em>capacity-building</em> des Dritten Sektors sollte für den Staat ein wichtiges Thema sein, denn die Bürgergesellschaft braucht starke und kompetente Nonprofit-Organisationen, die zum Austausch mit ihrer Umwelt in der Lage sind. Von einer schwachen zivilgesellschaftlichen Infrastruktur kann unsere Demokratie nicht profitieren. (Vgl. hierzu die britischen <a href="http://www.capacitybuilders.org.uk/">capacity builders</a> und <a href="http://watfordgap.wordpress.com/regional-ict-champions/">ICT Champions</a>).</p>
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			</item>
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		<title>Nonprofit-PR in der Defensive: &#8220;Verhüllung&#8221; statt Transparenz</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/nonprofit-pr-in-der-defensive-verhullung-statt-transparenz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 11:53:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Spricht man gemeinnützige Sozialeinrichtungen auf kommunaler Ebene auf die Möglichkeiten von Social Media an, so erhält man oft die Antwort: weshalb sollten wir bloggen oder twittern, &#8211; wer interessiert sich schon für unsere Themen und unsere Klientel? Auch im Sozialsektor gibt es Moden, das heißt Themen, die besser gehen als andere. Speziell von Nonprofits, die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Spricht man gemeinnützige Sozialeinrichtungen auf kommunaler Ebene auf die Möglichkeiten von Social Media an, so erhält man oft die Antwort: weshalb sollten wir bloggen oder twittern, &#8211; wer interessiert sich schon für unsere Themen und unsere Klientel? Auch im Sozialsektor gibt es Moden, das heißt Themen, die besser gehen als andere. Speziell von Nonprofits, die mit einer &#8220;randständigen&#8221; Klientel zu tun haben &#8211; seien es Drogenabhängige oder verhaltensauffällige Jugendliche &#8211; kommt dieses Feedback, niemand interessiere sich für die eigene Arbeit und auch Förderer finde man nicht, die seien längst zu jenen sozialpolitischen Feldern weiter gezogen, die populärer sind und den Unterstützern mehr Publicity verschaffen.</p>
<p>Aber nicht nur Nonprofits mit schwieriger Klientel, &#8211; auch viele ganz gewöhnliche Sozialeinrichtungen, die in der Altenhilfe oder der Mainstream-Jugendarbeit aktiv sind, tun sich schwer mit Social Media. Die Idee, in einen Dialog mit der Umwelt zu treten und offener über die eigene Organisation zu berichten, löst in vielen Einrichtungen Ängste aus: was ist, wenn man öffentlichen Geldgebern, örtlichen Politikern oder Vereinsmitgliedern mit einem ungefilterten Text vor den Kopf stößt? Welche Folgen kann das haben? Carsten Tesch, der wie ich auf einer <a href="http://www.management.efhd.de/tagung2009_Nachlese.php">Tagung der evangelischen Fachhochschule Darmstadt</a> einen Workshop hielt, spricht von einer<a href="http://www.management.efhd.de/download/Tagung2009/Tesch_WerbungKoennenWirUnsSparen.pdf"> &#8220;PR der Verhüllung&#8221;</a> statt einer &#8220;PR der Praxis&#8221; und der Transparenz, die in vielen Sozialeinrichtungen dominiere. Regional herrsche eine Öffentlichkeitsarbeit der Spatenstiche, der Scheckübergaben und der Tage der offenen Tür vor. Was ungesagt bliebe, sind all die wertvollen Geschichten und Erfahrungen aus dem Alltag der Pflege und der Sozialarbeit.</p>
<p>Die Fähigkeit zu erzählen nimmt in dem Maße ab, wie das Schicksal eines Menschen entwertet wird, so wurde vor kurzem Walter Benjamin in der SZ zitiert. Bezogen auf Sozialeinrichtungen könnte man formulieren: ihre Fähigkeit, offen aus der Praxis zu erzählen, hat in dem Maße abgenommen, wie sie sich und ihre Arbeit entwertet fühlen verglichen mit anderen Sektoren in der Gesellschaft.</p>
<p>Insbesondere im Vergleich mit der Wirtschaft, in den sich Nonprofits durch ihre Ökonomisierung drängen ließen, schneiden Sozialeinrichtungen im Hinblick auf Effizienz und Effektivität schlecht ab. Statt offensiv auf die Besonderheiten sozialer Dienstleistungen hinzuweisen und den Schulterschluss mit ihren Unterstützern aus der Bürgergesellschaft zu suchen, hat die freie Wohlfahrtspflege vor ihrer Verbetriebswirtschaftlichung kapituliert, &#8211; ja sie häufig sogar zu ihrem Ziel erklärt. Ein strategischer Fehler, der die gemeinnützigen Träger ihrer Glaubwürdigkeit beraubt und sie von ihren weltanschaulichen/spirituellen Wurzeln und Quellen entfernt. Wer im Sozial- und Pflegesektor die eigene Arbeit durch die Brille von Effizienz und Effektivität betrachtet, wird zwangsläufig irgendwann Minderwertigkeitsgefühle entwickeln, weil die eigene Arbeit an Grenzen stößt, die durch geringe Budgets und den Kooperationswillen der Klienten gesetzt sind. Es gibt eben nicht nur erfolgreiche Geschichten im Sozialsektor, sondern auch solche, die vom Scheitern und Versagen, von Konflikten, Ausstieg und Tod erzählen. So lange für diese Art von Geschichten kein Platz an der Öffentlichkeit ist, so lange werden Nonprofits sie nicht erzählen, sondern sie verhüllen und verstecken. Wenn von Politik und Teilen der Gesellschaft allein Effizienz und Effektivität beklatscht werden, dann werden sich Nonprofits auch noch langfristig schwer tun, mit Social Media aus der Praxis der Sozialarbeit zu berichten.</p>
<p>Sozialeinrichtungen können sich aus der vertrackten Situation, in die sie sich in den letzten Jahren hinein manövriert haben, &#8211; aus ihrem Sinn- und Zielvakuum und ihrer Defensivposition- , selbst nur schwerlich befreien. Besser kann ein <em>Self-Empowerment</em> der freien Wohlfahrtspflege gelingen, wenn Sozialeinrichtungen von ihren Unterstützer-Netzwerken Hilfe erfahren. Dies ist ein wichtiger Gedanke: wenn es darum geht, den gemeinnützigen Sektor zu stärken, sollten politische Konzepte immer auch das<em> Netzwerk</em> von Nonprofits in den Empowerment-Prozess mit einbeziehen. Die Organisationen dürfen nicht als singuläre Institutionen gedacht, sondern sollten immer im Zusammenhang mit ihren Stakeholdern betrachtet werden.</p>
<p>Für Sozialeinrichtungen ist insbesondere die Anbindung an die Bürgerschaft und an ihre Förderer/Unterstützer von großer Bedeutung. Nur im Diskurs und der Kooperation mit bürgerschaftlichen Kräften können Nonprofits Wege aus der Ökonomisierungsfalle heraus entwerfen und Ziele wie Solidarität, Integration, Dialog und Demokratisierung usw. neu beleben oder aufnehmen. Um die Unterstützung der Bürgergesellschaft für das eigenen Empowerment ausschöpfen zu können, müssen die bürgerschaftlichen Kräfte in Nonprofits mehr Handlungsspielräume erhalten. Nonprofits sollten sich also daran machen, das bürgerschaftliche Engagement für und in gemeinnützigen Organisationen zu stärken und zu fördern, &#8211; und zwar über die Sonntagsreden hinaus, im Rahmen eines realen Machtzuwachses für jene, die freie Träger unterstützen und fördern. So entstehen Verbündete, die Nonprofits neue Wege abseits der Ökonomisierung ebnen können.</p>
<p>Dies gilt auch für den Bereich der Kommunikation bzw. für den Social Media-Einsatz von Nonprofits: mit einem starken Bürger- und Unterstützernetzwerk im Rücken lassen sich manche Geschichten öffentlich leichter erzählen als ohne ein solches Netzwerk. Bürger können bei Nonprofits die Rolle digitaler Mentoren spielen und ihnen helfen, sich nach außen hin zu öffnen. Von bürgerschaftlicher Seite darf dabei nicht nachgelassen werden, mehr Transparenz von gemeinnützigen Organisationen einzufordern. Denn Intransparenz, eine PR der &#8220;Verhüllung&#8221;, mangelnde Dialogbereitschaft, hierarchische Steuerung, fortschreitende Ökonomisierung usw. werden langfristig die Legitimation des Dritten Sektors zerstören. Wie Carsten Tesch in seiner<a href="http://www.management.efhd.de/download/Tagung2009/Tesch_WerbungKoennenWirUnsSparen.pdf"> Präsentation</a> ausführt: das kleine &#8216;g&#8217; für gemeinnützig bei den gGmbHs muss den ganzen Unterschied zum privatwirtschaftlichen Sektor hin ausmachen. Es ist fraglich, ob das kleine &#8216;g&#8217; die Legitimation des Dritten Sektors stützen kann, wenn ansonsten in den Einrichtungen der Unterschied zwischen der Privatwirtschaft und gemeinnützigen Trägern verschwimmt.</p>
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		<title>Soziales Kapital und gemeinnützige Organisationen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 15:43:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Auf was zielen Vernetzungsversuche von gemeinnützigen Organisationen? Geht es nur darum, Kontakte zu sammeln oder geht es um mehr? Wie in meinem letzten Blogbeitrag beschrieben, kann die bloße Vernetzung nicht das Ziel sein, angestrebt werden muss vielmehr der Ressourcenaustausch innerhalb der Netzwerke. Wobei der Begriff &#8216;Ressourcen&#8217; keineswegs mit finanziellen Mitteln verwechselt werden darf. Denn alles, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf was zielen Vernetzungsversuche von gemeinnützigen Organisationen? Geht es nur darum, Kontakte zu sammeln oder geht es um mehr? Wie in meinem letzten <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/vernetzung-als-chance-fur-gemeinnutzige-organisationen/">Blogbeitrag</a> beschrieben, kann die bloße Vernetzung nicht das Ziel sein, angestrebt werden muss vielmehr der Ressourcenaustausch innerhalb der Netzwerke. Wobei der Begriff &#8216;Ressourcen&#8217; keineswegs mit finanziellen Mitteln verwechselt werden darf. Denn <em>alles</em>, was einer Organisation (oder einem Individuum) neue Handlungsmöglichkeiten eröffnet, gilt als Ressource, die in einen Austausch eingebracht werden kann.</p>
<p>Dass zur Vernetzung noch der Austausch hinzukommen muss, weil erst auf diese Weise <em>soziales Kapital </em>entsteht, ist ein wichtiger Gedanke, wenn es darum geht, den Erfolg von Social Media- Aktivitäten zu messen. Christian Henner-Fehr deutet in einem seiner aktuellen <a href="http://kulturmanagement.wordpress.com/2009/11/05/kultur-und-web-2-0-wie-geht-es-weiter/">Blogposts</a> schon an, dass Zahlen über Twitter-Follower, Facebook-Freunde oder Webseiten-Besucher möglicherweise nicht so aussagekräftig sein könnten, wie es die Anhänger quantitativer Messmethoden propagieren. <em>Vernetzung allein kann ganz wirkungslos bleiben, wenn sie kein Handeln nach sich zieht.</em> Auf den anzustrebenden <em>impact</em> von Social Media zielt auch Allison Fine ab, wenn sie schreibt, dass gemeinnützige Organisationen über <a href="http://afine2.wordpress.com/2009/11/04/the-inconvenient-truth-of-social-media/">&#8220;hits, clicks, and friends&#8221;</a> hinaus denken sollten. Nonprofits müssten sich vielmehr der Frage widmen, ob und wie sie soziales Kapital aufbauen und messen können und wie überhaupt Vernetzung in Handeln münden kann.</p>
<p>Eine weitere Frage ist, wie eine gemeinnützige Organisation das soziale Kapital nutzt, das sie über Netzwerke aufbaut. Nutzt sie es nur für die eigenen Organisationsziele oder blickt sie bei der Nutzung über die eigene Community hinaus? Im aktuellen <a href="http://fjnsb.parallel-universum.info/fjnsb/pages/frame1.htm">Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen</a> (3/2009) stellt <a href="http://fjnsb.parallel-universum.info/fjnsb/pages/frame1.htm">Sandra Seubert</a> in ihrem Text nochmals heraus, dass soziales Kapital der Inklusion oder der Exklusion dienen kann. Im Fall einer Bürgerstiftung im Ruhrgebiet bedeutet &#8216;Exklusion&#8217; : in ihr ist die lokale Elite versammelt und man bleibt unter sich, &#8211; ohne die Mitwirkung breiterer Bevölkerungsschichten oder Vertretern der Zielgruppen. <a href="http://fjnsb.parallel-universum.info/fjnsb/pages/frame1.htm">Ludgera Vogt</a> befasst sich in ihrer empirischen Studie im Forschungsjournal mit der Frage, wie es zu einem solchen Schließungsprozeß in der Bürgerstiftung kommen konnte und wie sich die soziale Schließung auf die Arbeit der Stiftung auswirkt.</p>
<p>Viele gemeinnützige Organisationen bilden mitsamt ihren Unterstützern, Klienten, Mitarbeitern und Webseiten solche relativ geschlossenen Communities. Diese Organisationen verfügen über soziales Kapital, das sie eng mit Gleichgesinnten verbindet. Man bezeichnet dies als<em> &#8216;bonding capital&#8217;</em> (Putnam) . Das Sozialkapital, das Gruppen eng zusammenschweißt, ist wichtig für die alltägliche Arbeit von Nonprofits und für ihre Identität und Mission.</p>
<p>Und dennoch weist der Auftrag von gemeinnützigen Organisationen über den Aufbau von <em>&#8216;bonding social capital&#8217;</em> hinaus. Ihr Auftrag muss darin liegen, <em>Brücken</em> zwischen Netzwerken, Gruppen, sozialen Schichten, Themenfeldern zu schaffen, um den gesellschaftlichen Mehrwert zu erhöhen. Das ist die Aufgabe für gemeinnützige Organisationen im 21. Jahrhundert: <em>&#8216;bridging capital</em>&#8216; (Putnam) aufzubauen bzw. soziales Kapital, das Netzwerke miteinander verbindet und damit gesamtgesellschaftlich integrativ wirkt und nicht exkludierend.</p>
<p>Wer dieses normative Ziel nicht teilt, lässt sich vielleicht durch ein nutzenorientiertes Argument überzeugen: die Netzwerkforschung zeigt, dass Organisationen, die als Brücken fungieren, strategische Vorteile gegenüber jenen haben, die sich nur auf ihre eigene Community konzentrieren. Denn natürlich erhöht das <em>bridging social capital</em>, über das eine gemeinnützige Einrichtung verfügt, auch ihre Zugriffsmöglichkeit auf die unterschiedlichsten Ressourcenbestände, die in den diversen Netzwerken existieren. <a href="http://nvs.sagepub.com/cgi/content/abstract/38/4/597">Paarlberg/Varda (2009)</a>, deren Aufsatz ich im meinem vorherigen Blogbeitrag über <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/vernetzung-als-chance-fur-gemeinnutzige-organisationen/">&#8216;Vernetzung&#8217; </a>behandelt habe, verweisen auf die Thesen eines Forscherkollegen: strategische Vorteile haben in einer vernetzten Welt nicht jene Organisationen, die noch<em> mehr</em> vernetzt sind als ihre Partner oder Konkurrenten. Strategische Vorteile haben jene Organisationen, die <em>besser</em> vernetzt sind, d.h. die eine Brückenfunktion ausüben und Mehrwert für sich <em>und</em> die Allgemeinheit schaffen können.</p>
<p>Es wäre an der Zeit, dass gemeinnützige Organisationen im Sozialbereich &#8211; und hier denke ich insbesondere an die großen Wohlfahrtsverbände, die den Sektor dominieren &#8211; sich die Vernetzung und den Aufbau von sozialem Kapital, das Brücken schlägt, auf die Fahnen schreiben. Es gibt so viele Möglichkeiten für Vernetzungsprojekte, offline und im Internet. Das Beispiel von <a href="http://www.talk2croydon.co.uk/">Talk2Croyden</a>, einer britischen lokalen Plattform, die Bürger, NPOs und die Lokalverwaltung vernetzt mit dem Ziel, mehr Bürgerbeteiligung und Dialog zu schaffen zeigt, was man vor Ort alles machen könnte. Man muss es nur wollen. Aber der Glaube der Wohlfahrtsorganisationen an die<em> eigene</em> Webseite, die <em>eigene</em> Fundraising-Plattform, die <em>eigene</em> Spender- und Projektdatenbank ist ungebrochen. Obwohl das Zusammenführen von Daten und die Vernetzung von Interessierten über Organisations &#8211; und Netzwerkgrenzen hinweg das Gebot der Stunde wäre.</p>
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		<title>NPO-Blogparade: Der Videoeinsatz von Nonprofits im Sozialbereich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Apr 2009 22:52:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In der 6. Runde der NPO-Blogparade fragt Ulrike Schmid von Kultur 2.0 , weshalb gemeinnützige Organisationen Bewegtbilder bzw. audiovisuellen Content wie Videos noch so wenig nutzen. Nonprofits haben meines Erachtens mit professionell erstellten Videos kein inhaltliches Problem, sondern lediglich ein finanzielles. Denn zwischenzeitlich hat es sich auch im Nonprofit-Sektor herumgesprochen, dass man Videos sehr gut [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der 6. Runde der NPO-Blogparade fragt Ulrike Schmid von <a href="http://kulturzweinull.eu/index.php/npo-blogparade-%C2%A6-warum-werden-bewegtbilder-von-npos-noch-so-wenig-genutzt/">Kultur 2.0</a> , weshalb gemeinnützige Organisationen Bewegtbilder bzw. audiovisuellen Content wie Videos noch so wenig nutzen.</p>
<p>Nonprofits haben meines Erachtens mit professionell erstellten Videos kein inhaltliches Problem, sondern lediglich ein finanzielles. Denn zwischenzeitlich hat es sich auch im Nonprofit-Sektor herumgesprochen, dass man Videos sehr gut für das eigene Marketing oder für das Fundraising einsetzen kann. Vor zwei Jahren waren die Potentiale von Videos vielleicht noch unbekannter. Aber zwischenzeitlich zählen Videos zum Standard im Internet. Die Hälfte aller Onliner in Deutschland schaut sich Videos auf Videoportalen an. Bei den unter Dreissigjährigen liegt der Anteil der Videonutzer bei 84% (<a href="http://www.daserste.de/service/studie08_3.pdf">ARD/ZDF-Onlinestudie 2008</a> ). Dass Videos deshalb eine wichtige Rolle in der Öffentlichkeitsarbeit spielen können, ist bei den etablierten gemeinnützigen Trägern als Botschaft angekommen. Die großen Verbände nutzen zwischenzeitlich auch Videos, wie bspw. die Caritas, die derzeit mit einem beeindruckenden <a href="http://www.youtube.com/watch?v=c1wzR9gGfp8&amp;feature=channel_page">Beitrag</a> auf Youtube zu sehen ist (via <a href="http://stufr.de/wuedesign/blog/">H. Schmidt</a> ).</p>
<p>Wenn es von diesen professionell erstellten Videos immer noch nicht so viele gibt, dass sie auf jeder Webseite zum Standard gehören, dann wegen der chronischen Unterfinanzierung von Nonprofits. Angesichts der knappen Budgets beschränkt man sich häufig auf Texte und Photos. Der Mehrwert von Videos rechnet sich in einer solchen Konstellation laut <a href="http://blog.roteskreuz.at/sociologist/2009/04/01/videoeinsatz-in-npos/">Gerald Czech</a> von Österreichischen Roten Kreuz nicht in jedem Fall.</p>
<p>Auch selbst erstellte (Amateur)Videos bekommen langsam ihren Platz im Nonprofit-Sektor. Erst heute habe ich im Netz entdeckt, dass die Akademie des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes eine <a href="http://www.ehrenamt-video.de/index.cfm">Ehrenamtsvideothek</a> und eine <a href="http://www.selbsthilfevideothek.de/">Selbsthilfevideothek</a> eröffnet hat und die Zielgruppen einlädt, ihre Videos hochzuladen. Selbst für die <a href="http://www.sozialtalk.de/">Fortbildung</a> der Mitarbeiter werden Videos langsam eingesetzt. Diese Aktivitäten befinden sich noch im Aufbau, gehen aber in Richtung einer stärkeren Video-Nutzung.</p>
<p>Was derzeit aber in der Fläche noch ziemlich fehlt, das sind Videos, die von den Stakeholdern einer Organisation gemacht und anschliessend auf die <em>Webseite</em> der Organisation gestellt werden (nicht auf eine gesonderte Plattform). Als Videoproduzenten kommen in Frage: Klienten, Ehrenamtliche, Mitarbeiter, Spender, Freunde und Unterstützer. Themen für Videos könnten sein: Veranstaltungen der NPO, Klientenbefragung, Motivation der Ehrenamtlichen, Dokumentation von Diskussionsprozessen, Entwicklung von Hilfsprojekten, Problemlagen im Stadtteil usw.</p>
<p>Stakeholder könnten für Nonprofits zu einer Art <a href="http://socialreporter.com/?p=194/">&quot;Social reporter&quot;</a> werden, wie sie dem britischen Blogger und Community-Aktivist David Wilcox vorschweben, &#8211; Reporter, die gemeinsam mit der gemeinnützigen Organisation Ideen sammeln, Erfahrungen verarbeiten, Problemen und offenen Fragen nachspüren, um einen sozialen Mehrwert für die Organisation, die Klienten und die Bürgerschaft zu generieren. Und dies alles mit Hilfe von Social Media-Tools wie eben der Videotechnik.<br />
Auch <a href="http://foulder.blogspot.com/2009/03/in-der-sechsten-runde-der-npo.html">Hannes Jähnert</a> betont die wichtige Rolle, die Ehrenamtliche spielen könnten, wenn es darum geht, Videos für eine NPO zu erstellen. Insbesondere die jüngeren Mitglieder/Zivis/Ehrenamtlichen könnten hier eine Schlüsselrolle spielen.</p>
<p>Für das anspruchsvolle Konzept der &quot;Social reporter&quot;, das Stakeholder zu Partnern der Nonprofit-Organisation macht, wenn es um Strategiefindung, Advocacy usw. geht, brauchen Nonprofits Mut, das technische Knowhow und die finanziellen Mittel für Schulungen. Hier müßten nun der Staat und private Stiftungen unterstützend wirken. Ihre Aufgabe müßte es sein, Nonprofits bei dem Wandel in das digitale Zeitalter stärker unter die Arme zu greifen. Angesichts der prekären finanziellen Situation von Nonprofits wird es (zu) lange dauern, bis sie sich das notwendige Social Media- Wissen auf der Basis eigener Ressourcen angeeignet haben.</p>
<p>Wenn man einen starken und kompetenten Nonprofit-Sektor anstrebt (und fordern hier in Deutschland nicht alle eine Weiterentwicklung der Zivilgesellschaft?), dann muss die Allgemeinheit in die Kompetenzen von Nonprofits investieren. In meinem letzten <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/forward-together-der-amerikanische-nonprofit-sektor-fordert-einen-neuen-pakt-mit-dem-staat/">Blogbeitrag </a> habe ich berichtet, wie in Großbritannien das Knowhow von Nonprofits mit Hilfe öffentlicher Gelder weiterentwickelt wird. Und wie in den USA gemeinnützige Organisationen staatliche Unterstützung für den Ausbau der eigenen Kompetenzen einfordern, weil ein schlechter Nonprofit-Sektor niemandem dient, &#8211; schon gar nicht dem Staat und dessen Legitimation.</p>
<p>Die Videoproduktion könnten also einzelne Nonprofits im Rahmen öffentlicher (oder privat geförderter) Progarmme lernen und dieses Wissen dann als Multiplikatoren an andere gemeinnützige Organisationen weitergeben. Wie bspw. der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg in der Vergangenheit als <a href="http://www.swef-radioportal.de/s_pod_neu/index.php">Multiplikator </a> für das Podcasting unterwegs war, allerdings nur für die eigenen Verbandsmitglieder. Potentielle Träger eines solchen Förderprogrammes gibt es genug: die Palette reicht von den Landesmedien-<br />
anstalten bis zu den Film- und Medienhochschulen. Aber auch die großen Stftungen sind gefragt, wenn es um die Weiterentwicklung der Kompetenzen von Nonprofits im Bereich Social Media geht.</p>
<p>Wenn Nonprofits hier in Deutschland in der Fläche noch so weit zurückliegen, was ihre Social Media-Kompetenzen betrifft, dann liegt dies auch daran, dass ihr politisches/administratives Netzwerk sie in dieser Sache zu wenig unterstützt. Und Nonprofits es versäumen, auf die staatlichen Akteure entsprechend Druck auszuüben und parallel sich nach zusätzlichen Unterstützern aus dem gesellschaftlichen Bereich umzusehen.</p>
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		<title>Podcast-Interview mit mir zum Thema NPOs und Social Media</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/podcast-interview-mit-mir-zum-thema-npos-und-social-media/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Oct 2008 10:57:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Best Practice]]></category>
		<category><![CDATA[Fundraising]]></category>
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					<description><![CDATA[Timo Lommatzsch vom Social Media PReview-Blog hat ein Interview mit mir zum Thema Nonprofit-Organisationen und Social Media geführt. Der Podcast mit dem Interview ist seit Samstag online . Wir sprechen in dem Interview sämtliche Grundlagen an: Nutzen von Social Media für NPOs Stand der Umsetzung in Deutschland Gründe für die Zurückhaltung von NPOs, wenn es [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Timo Lommatzsch vom <a href="http://www.socialmediapreview.de/">Social Media PReview-Blog </a> hat ein Interview mit mir zum Thema Nonprofit-Organisationen und Social Media geführt. Der Podcast mit dem Interview ist seit Samstag <a href="http://www.socialmediapreview.de/2008/10/18/social-media-preview-folge-19/">online</a> .</p>
<p>Wir sprechen in dem Interview sämtliche Grundlagen an:</p>
<ul>
<li> Nutzen von Social Media für NPOs</li>
<li>Stand der Umsetzung in Deutschland</li>
<li>Gründe für die Zurückhaltung von NPOs, wenn es um das Mitmach-Internet geht</li>
<li>Best Practice-Beispiele</li>
<li>Die Bedeutung von Transparenz für Nonprofits</li>
<li>Konkurrenz für etablierte Organisationen durch neue Fundraising-Plattformen und NPOs?</li>
</ul>
<p>Vielen Dank an Timo Lommatzsch für die Möglichkeit, dem Nonprofit-Thema durch ein Podcast eine Öffentlichkeit zu verschaffen! Vielleicht gibt es in einem halben Jahr einen Teil II, der weitere Fragen behandelt.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Transparenz im Nonprofit-Sektor: Anforderungen an eine Webseite</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/transparenz-im-nonprofit-sektor-anforderungen-an-eine-webseite/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 09:44:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Skepsis der Bürger gegenüber dem Nonprofit-Sektor wächst. Können gemeinnützige Träger im Sozialsektor mit ihren bestehenden Webseiten das Vertrauen der Bürger gewinnen? Webseiten von sozialen Diensten blenden in der Regel die folgenden Themen aus: Details über die Leistungserbringung, über Preise, Qualitätsprüfungen, Anzahl und Qualifikation der Mitarbeiter (Fachpersonal, Hilfskräfte?), Weiterbildung der Mitarbeiter, Gestaltungsmöglichkeiten für Kunden und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Skepsis der Bürger gegenüber dem Nonprofit-Sektor wächst. Können gemeinnützige Träger im Sozialsektor mit ihren bestehenden Webseiten das Vertrauen der Bürger gewinnen?</p>
<p>Webseiten von sozialen Diensten blenden in der Regel die folgenden Themen aus: Details über die Leistungserbringung, über Preise, Qualitätsprüfungen, Anzahl und Qualifikation der Mitarbeiter (Fachpersonal, Hilfskräfte?), Weiterbildung der Mitarbeiter, Gestaltungsmöglichkeiten für Kunden und Ehrenamtliche, Rolle der Angehörigen, Finanzierung und Budget der Organisation. Mancher Träger liefert nur wenig Informationen über Vorstandsmitglieder und Geschäftsleitung, &#8211; häufig fehlen hier Photos, so dass nicht klar ist, welches Gesicht den Träger repräsentiert.</p>
<p>Ab kommendem Jahr müssen Pflegeheime die Ergebnisse von Qualitätsprüfungen auf ihrer Internetseite veröffentlichen. Krankenhäuser sind gesetzlich dazu verpflichtet, alle zwei Jahre einen Qualitätsbericht zu publizieren, der im Internet abgerufen werden kann. Von staatlicher Seite wird demnach die Transparenz im Nonprofit-Sektor verstärkt gefördert. Gemeinnützige Träger sollten aber nicht auf staatliche Vorgaben warten (und damit lediglich <em>reagieren</em> ). Sondern sie sollten selbst eine Transparenz-Offensive auf ihren Webseiten starten, die sich politisch und ökonomisch auszahlen wird. Warum?</p>
<p>Offenheit ist besonders für gemeinnützige Organisationen funktional, weil sie keine fertigen Produkte vertreiben sondern a) soziale Dienstleistungen, an deren Erstellung der Kunde beteiligt ist, und b) Botschaften, die um Spender und Unterstützer werben. Von der Kooperationsbereitschaft der Kunden, Spender, Freiwilligen usw. hängt es ab, ob Beratung, Behandlung, Betreuung, Pflege und Spendenaktionen gelingen und zu einem guten Ergebnis führen. Deshalb macht es Sinn, die Bezugsgruppen bzw. Stakeholder schon auf der Webseite umfassend zu informieren, um offenen Fragen, Unsicherheiten und Misstrauen vorzubeugen. Von einer asymmetrischen Informationslage (der soziale Dienst weiß alles über die Produktqualität und deren Wirkung, der Stakeholder weiß nichts darüber) profitiert niemand.</p>
<p>Ein Stakeholder, der sich von einer NPO-Webseite gut informiert fühlt, bildet schon vor einer ersten Kontaktaufnahme Vertrauen zu einem gemeinnützigen Träger aus. Die Beziehung zwischen Stakeholder und gemeinnütziger Organisation wird auf einer solchen Basis gleich ganz anders starten, als bei Verhältnissen, die der Stakeholder von vornherein als ungleichgewichtig empfindet, weil Informationen zwischen den Parteien ungleich verteilt sind.</p>
<p>Welche Leitlinien sollte man also beachten, wenn man als Nonprofit-Organisation transparente Webseiten anstrebt?</p>
<ol>
<li>Stakeholder wollen im Internet Antworten auf ihre Fragen finden. Eine NPO-Webseite sollte deshalb nicht aus dem Blickwinkel der Organisation, sondern aus der Perspektive der Stakeholder geschrieben werden und Interaktionsmöglichkeiten bieten, die Interessenten eine Kontaktaufnahme oder die Beantwortung von Fragen ermöglicht.</li>
<li>Eine NPO sollte sich auf der Webseite authentisch präsentieren, also mit Ecken und Kanten und offenen Fragen, die den Nutzer zum Mitdenken einladen. Wer so tut, als hätte er die optimale Botschaft und die optimalen Lösungen, präsentiert sich nicht wahrhaftig und wirkt unglaubwürdig, weil die Probleme im Sozialsektor zu komplex sind für abschließende Antworten.</li>
<li>Eine NPO-Webseite darf wichtige und kritische Themen nicht aussparen, von denen man annehmen kann, dass sie für die Stakeholder von Interesse sind.</li>
</ol>
<p>Die Zukunft wird den Nonprofit-Organisationen gehören, die Stakeholder als Partner (und nicht als potentielle Bedrohung) begreifen und sich dementsprechend kooperativ und offen nach außen hin verhalten.</p>
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		<title>Mangelnde Transparenz im Nonprofit-Sektor: Folgen für das Spendenaufkommen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Sep 2008 10:01:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fundraising]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[NPO]]></category>
		<category><![CDATA[NPO-Webseiten]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Spendenvolumen in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2008 wieder gestiegen. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte ist, dass die Gesamtspendenbereitschaft in der Bevölkerung deutlich sinkt und nur noch rd. 24% Spenden für selbstverständlich halten. Die &#8216;Bilanz des Helfens&#8217; des Deutschen Spendenrates zeigt: die Skepsis der Bürger gegenüber dem Nonprofit-Sektor wächst. Die Kosten für [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Spendenvolumen in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2008 wieder gestiegen. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte ist, dass die Gesamtspendenbereitschaft in der Bevölkerung deutlich sinkt und nur noch rd. 24% Spenden für selbstverständlich halten. Die <a href="http://www.social-times.de/nachricht.php?nachricht_id=13260&amp;newsrubrik_id=6">&#8216;Bilanz des Helfens&#8217;</a> des Deutschen Spendenrates zeigt: die Skepsis der Bürger gegenüber dem Nonprofit-Sektor wächst. Die Kosten für Organisation und Verwaltung werden für zu hoch gehalten.</p>
<p>Offensichtlich wünschen sich die meisten Spender, dass ihr finanzieller Beitrag möglichst vollständig bei dem ausgewählten Projekt oder beim Hilfsbedürftigen selbst ankommt. Dementsprechend gibt es auch einen Trend zu Spenden in der Nachbarschaft oder an die Hilfsbedürftigen, die einem Spender persönlich bekannt sind. Etablierte Trägerorganisationen riskieren, ihre Mittlerrolle zwischen Spendern und Hilfsprojekten zu verlieren, weil die Spender zunehmend zu Fundraising-Plattformen und Initiativen wandern, die das Geld ohne Abzug dem Spendenzweck zuführen (dazu <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/wie-verandert-das-internet-die-beziehungen-zwischen-npos-und-ihren-spendern/">hier</a> mehr).</p>
<p>Das wachsende Misstrauen in der Bevölkerung haben Nonprofit-Organisationen selbst verschuldet. Ursächlich hierfür ist die mangelnde Transparenz des Sektors, der im vergangenen Jahr in der <a href="http://www.wiwo.de/unternehmer-maerkte/spenden-eintreiben-ist-laengst-ein-geschaeft-fuer-profis-265944/">Unicef-Affäre</a> gipfelte. So gut wie keine Organisation klärt die Spender öffentlich darüber auf, wie professionell im Nonprofit-Sektor gearbeitet werden muss, um nachhaltige Ergebnisse zu erzielen. Dies impliziert Ausgaben für Verwaltung, Controlling, Fundraiser usw. Solange man die Spender über die Arbeitsbedingungen im Unklaren lässt, können Misstrauen und Vorwürfe in der Bevölkerung gedeihen. Erst wenn eine Organisation Budgets, Abläufe und Kosten offenlegt, kann man in einen Dialog mit den Spendern eintreten. Vorher ist dies unmöglich, weil NPO und Spender hinsichtlich des Informationsstandes nicht auf derselben Augenhöhe agieren.</p>
<p>Die Forderung nach Transparenz wird durch das Internet noch verstärkt werden. Hier haben Spender die Möglichkeit, sich von zu Hause aus in aller Ruhe ein umfassendes Bild von den unterschiedlichen Nonprofit-Organisationen zu machen. Wie wichtig das Internet für Spender zwischenzeitlich ist, belegt eine amerikanische Studie, die ich im letzten <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/das-internet-wird-fur-spender-immer-wichtiger/">Blogbeitrag</a> besprochen habe.</p>
<p>Die Organisation, die sich offen präsentiert, wird den Wettbewerb um private Spenden gewinnen. Wenn die etablierten Nonprofits nicht endlich die Geheimniskrämerei bezüglich ihrer Organisation und ihren Finanzen beenden, dann wird die Spendenbereitschaft noch weiter sinken und werden Spender noch häufiger zu den Graswurzel-Initiativen abwandern, die einen vertrauenswürdigeren Eindruck machen und Spender als Ressourcenlieferanten ernst nehmen. Da ein Großteil der Mittel, die professionelle Nonprofit-Dienstleister erhalten, aus öffentlichen Quellen stammt, hat die Öffentlichkeit ein Recht auf Aufklärung und Transparenz.</p>
<p>Wie wichtig Offenheit in Zeiten von skeptischen Spendern ist wird auch im <a href="http://nonprofitconsultant.blogspot.com/2008/07/nonprofit-website-mistakes-lack-of.html">Nonprofit Consultant Blog</a> und im <a href="http://www.donorpowerblog.com/donor_power_blog/2008/08/more-transparen.html">Donor Power Blog</a> diskutiert. <a href="http://www.donorpowerblog.com/donor_power_blog/2008/08/more-transparen.html">Jeff Brooks</a> Rat an Nonprofit-Organisationen: &quot;When you don&#8217;t make information easily availab1le, you seem to be hiding something. Don&#8217;t let that happen to you!&quot;.</p>
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		<title>Das Internet wird für Spender immer wichtiger</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Sep 2008 10:25:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fundraising]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[NPO]]></category>
		<category><![CDATA[NPO-Webseiten]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Empfänger von Nonprofit-Spendenbriefen recherchieren immer häufiger im Internet, bevor sie einer gemeinnützigen Organisation Geld überweisen. Dies ist das Ergebnis einer amerikanischen Studie, die im Wild Apricot Blog besprochen wird. Von den 1000 befragten Personen suchen 44% (2005:25%) im Internet nach Informationen über die Nonprofit-Organisation. Die meisten Nutzer steuern die Webseite der NPO an (37%), [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Empfänger von Nonprofit-Spendenbriefen recherchieren immer häufiger im Internet, bevor sie einer gemeinnützigen Organisation Geld überweisen. Dies ist das Ergebnis einer amerikanischen <a href="http://www.nptimes.com/08July/npt-080715-1.html">Studie</a>, die im <a href="http://www.wildapricot.com/blogs/newsblog/default.aspx">Wild Apricot Blog</a> besprochen wird. Von den 1000 befragten Personen suchen 44% (2005:25%) im Internet nach Informationen über die Nonprofit-Organisation. Die meisten Nutzer steuern die Webseite der NPO an (37%), weniger recherchieren in Datenbanken wie GuideStar (24%) oder in Online-Diskussionsgruppen (10%) und Blogs (8%). Keineswegs sind es nur die jüngeren Nutzer, sie sich vor einer Spende im Internet kundig machen. Gerade bei den älteren Menschen über 65 Jahren verdreifachte sich die Zahl derjenigen, die das Internet zu Rate ziehen.</p>
<p>Die Befragung zeigt, welchen enormen Stellenwert eine Nonprofit-Webseite hat. 2005 suchten nur 19% der Befragten die Organisations-Webseite auf, 2008 hat sich die Anzahl fast verdoppelt (37%). Die Organisations-Webseite erweist sich als <em>die </em>Anlaufstelle im Netz, wenn Informationen über eine gemeinnützige Einrichtung gesucht werden.</p>
<p>Spendenbriefe und Webseite können infolgedessen nicht unabhängig voneinander betrachtet werden, so als hätten beide nichts miteinander zu tun, weil das eine im Print- und das andere im Online-Bereich existiert. Vielmehr muss eine Nonprofit-Organisation, die erfolgreich Spenden sammeln möchte, beide Kommunikationswege aufeinander abstimmen. Das heißt, auf der Webseite müssen sich Informationen befinden, die den Spendenbrief inhaltlich ergänzen. Der Nonprofit Times-Studie zufolge sollte die Verbindung zwischen Webseite und Spendenbrief auch optisch deutlich werden, indem man ein gemeinsames Symbol benutzt, das dem Internetnutzer zeigt: hier gibt es auf der Webseite weitere Informationen zum Spendenbrief bzw. einer bestimmten Spendenkampagne.</p>
<p>Die Studie bestätigt, dass online und offline-Aktionen miteinander kombiniert werden müssen. Sie können nicht in getrennten Sphären stattfinden, nach dem Motto: für ältere Menschen Spendenbriefe, für jüngere Zielgruppen die Webseite. Die Adressaten nutzen unterschiedliche Informationskanäle, entsprechend vielfältig und aufeinander abgestimmt sollten auch die Fundraising- und Marketing-Aktivitäten einer Nonprofit-Organisation sein.</p>
<p>Wenn Spender immer häufiger die NPO-Webseite ansteuern und diese als Haupt-Anlaufstelle einer NPO im Netz begreifen, dann muss dies auch Folgen für den Aufbau und die Inhalte des NPO-Internetauftritts haben. Notwendig sind Transparenz und Interaktivität. Oder wie es im Wild Apricot Blog heißt: &#8220;what do your prospective donors find, learn, and experience, when they visit your organizationÂs website?&#8221;. Mehr zum Thema &#8216;Transparenz von Nonprofit-Webseiten&#8217; im nächsten Blog-Beitrag&#8230;.</p>
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