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	<title>Nonprofits-vernetzt.de &#187; Plattform</title>
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	<description>Stakeholder-Management und Web 2.0 für gemeinnützige Organisationen</description>
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		<title>Open Data und der gemeinnützige Sektor</title>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 09:30:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigitte.reiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit der Forderung, mehr Daten öffentlich zugänglich zu machen, sind derzeit speziell Staaten, ihre föderalen Glieder und die Kommunen konfrontiert. Eine bürgerschaftliche  Bewegung, die international aktiv ist, setzt sich für einen besseren Zugang zu den Datenbeständen der öffentlichen Hand ein. Abertausende von Informationen existieren als Rohdaten in Behörden und werden der Bürgerschaft nicht zugänglich gemacht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Forderung, mehr Daten öffentlich zugänglich zu machen, sind derzeit speziell Staaten, ihre föderalen Glieder und die Kommunen konfrontiert. Eine bürgerschaftliche  Bewegung, die international aktiv ist, setzt sich für einen besseren Zugang zu den Datenbeständen der öffentlichen Hand ein. Abertausende von Informationen existieren als Rohdaten in Behörden und werden der Bürgerschaft nicht zugänglich gemacht, obwohl sie für die Weiterentwicklung und Verbesserung des Gemeinwesens von Bedeutung sind oder durch neue Verknüpfungen bedeutsam werden könnten.</p>
<p>Einige Staaten und Städte sind den Forderungen der Open Data-Bewegung nachgekommen und haben Plattformen geschaffen, die der Allgemeinheit bisher nicht zugängliche  Rohdaten zur Verfügung stellen. Beispiele hierfür sind die Regierungsplattformen <a href="http://www.data.gov/">Data.gov</a> aus den USA und das britische Äquivalent <a href="http://data.gov.uk/">data.gov.uk</a>, sowie &#8211; auf kommunaler Ebene &#8211; der <a href="http://data.london.gov.uk/">London Datastore</a>, der als Ziel &#8220;freeing London&#8217;s data&#8221; angibt. Durch die Veröffentlichung der Daten soll die Transparenz staatlichen Handelns erhöht werden. Und man erhofft sich viele Innovationen, indem Bürger auf der Basis der veröffentlichen Informationen Ideen für neue Dienstleistungen oder mobile Applikationen (&#8216;apps&#8217;) entwickeln.</p>
<p>Auch in Deutschland wird die Forderung nach freiem Zugang zu Verwaltungsdaten immer lauter. Erst vor einigen Wochen wurde der erste deutsche <a href="http://carta.info/25927/hack-4-democracy-wenn-die-daten-nicht-zu-uns-kommen-kommen-wir-zu-ihnen/">OpenData Hackday</a> veranstaltet und das erste bürgerschaftlich aufgebaute <a href="http://offenedaten.de/">Register für offene Daten</a> geschaffen. Das <a href="http://opendata-network.org/">Open Data Network</a> und das <a href="http://www.gov20.de/">Government 2.0 Netzwerk</a> zählen zu den gesellschaftlichen Akteuren, die auf den besseren Zugang zu öffentlichen Daten drängen.</p>
<p>Im Fokus der Diskussion der Open-Data-Bewegung steht das Verhältnis Staat-Bürger. Zu wenig beachtet wird, dass nicht nur der Staat über Daten verfügt,  zu denen kein Zugang existiert, sondern auch der Dritte Sektor, d.h. der gemeinnützige Bereich in unserer Gesellschaft. Insbesondere Stiftungen und Nonprofit-Dienstleister im Sozialbereich (und anderen Sachgebieten) sammeln im Rahmen ihrer täglichen Arbeit Informationen über Projekte, Klienten, die Implementation sozialer Dienstleistungen, über Output und Outcome ihrer Arbeit.</p>
<p>Der Großteil dieser Informationen bleibt im Verborgenen oder wird höchstens in Teilen dem Staat &#8211; als Finanzier &#8211; übermittelt. Manchmal werden die Erkenntnisse über Projekte und Problemlagen auch publiziert, aber in der Regel ohne die damit verbundenen Rohdaten. Wie die amerikanische Bloggerin und Beraterin <a href="http://philanthropy.blogspot.com/2010/05/abundance-and-surfeit-of-data.html">Lucy Bernholz</a> im Hinblick auf  online publizierte Studien kritisiert: &#8220;the holders of the data are sharing pdf&#8217;s with us, instead of sharing  data in RSS streams&#8221;. Es ist für  Bürger nicht möglich, die Daten der unterschiedlichen Studien oder Träger zu vergleichen, zu kontrollieren oder selbst zu nutzen, um damit neue Anwendungen oder Ideen  zu entwickeln.</p>
<p>Durch die abgeschlossenen Datenbestände bleiben auch Nonprofits  selbst in ihr jeweiliges Informations-Silo eingesperrt, weil auf den Datenaustausch zu häufig verzichtet wird und zu wenig gemeinsame Datenportale existieren. Die Folge: das Wissen der Einrichtungen bleibt bruchstückhaft, Koordinationsmöglichkeiten zwischen Trägern bleiben unentdeckt, Leistungen können nur unzureichend verglichen und evaluiert werden, das Wissen von  Menschen außerhalb der Organisationen wird für Weiterentwicklungen nicht genutzt.</p>
<p>Es gibt jedoch auch Ausnahmen von der Regel: so die <a href="http://www.transparency.de/Initiative-Transparente-Zivilg.1612.0.html?&amp;no_cache=1&amp;sword_list[]=Zivilgesellschaft">Initiative Transparente Zivilgesellschaft</a>, bei der sich die teilnehmenden Organisationen verpflichten, freiwillig mehr Angaben über die eigene Institution zu machen. Und dann ein Datenbankangebot wie den<a href="http://www.aktive-buergerschaft.de/umkreissuche"> &#8216;Bürgerstiftungsfinder&#8217;</a>, der auch Angaben zu den Finanzdaten der einzelnen Stiftungen enthält (wenn auch  nicht ganz durchgängig).</p>
<p>Lucy Bernholz gebührt das Verdienst, immer wieder auf die Bedeutung von offenen Daten auch im Nonprofit-Sektor hinzuweisen. Bei der Veranstaltung <a href="http://www.newamerica.net/events/2010/open_data">&#8220;Philanthropy DataJam&#8221;</a>, die am 10. Mai in Washington stattfand und jene Stiftungen und gemeinnützige Dienstleister zusammenbrachte, die an Open Data im Dritten Sektor interessiert sind, zählte Bernholz eine Reihe von Webseiten auf, die versuchen mehr Transparenz im Nonprofit-Bereich zu schaffen:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.grantsfire.org/">Grantsfire </a> ist eine Suchmaschine für Stiftungsfördergelder</li>
<li><a href="http://www.aiddata.org/home/index">AidData</a> ist ein Datenportal für die Entwicklungshilfe, in dem nach Geldgebern, Empfängerorganisationen, finanzierten Projekten usw. recherchiert werden kann</li>
<li><a href="http://nonprofitmapping.org/data-scorecard/">NonProfitMapping</a>: stellt eine Karte zur Verfügung, die die Qualität öffentlicher Daten über den Nonprofit-Sektor in den einzelnen amerikanischen Staaten veranschaulicht.</li>
<li>Die Daten und Visualisierungen des britischen NCVO im Zusammenhang mit dem <a href="http://www.ncvo-vol.org.uk/almanac2010">Civil Society Almanac 2010</a>, siehe hierzu auch meine <a href="http://nonprofits-vernetzt.posterous.com/daten-und-visualisierungen-vom-britischen-non">Posterous-Notiz</a>.</li>
</ul>
<p>Über die Veranstaltung existiert ein sehr informatives Video, das  trotz seiner Länge  (ca. 1  Std)  allen zu empfehlen ist, die an dem Thema &#8216;Open Data im Dritten Sektor&#8217; interessiert sind.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" class="youtube-player" type="text/html" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/embed/B5F61tAQF5A&amp;feature=youtu.be&amp;a" frameborder="0" allowFullScreen="true"> </iframe></p>
<p>Auf der Youtube-Seite findet sich zum Video folgender Leserkommentar: &#8220;Now imagine if all this awesome technology wasn&#8217;t? racially and  economically segregated&#8230;&#8221; Er führt vor Augen, dass parallel zu den Open-Data-Anstrengungen gefragt werden muss, wer eigentlich in der Lage ist, die damit verbundenen Partizipationspotentiale auszuschöpfen &#8211; welche Gruppen/Professionen/Schichten? Damit die Open-Data-Bewegung nicht zu einer weiteren Polarisierung von Gestaltungschancen führt, muss parallel an der digitalen (und diskursiven) Inklusion derjenigen gearbeitet werden, die außerhalb oder am Rand des Internets stehen.</p>
<div style=" text-align:left; margin: 0px 0px 0px 20px;" class="printfriendly"><a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/open-data-und-der-gemeinnutzige-sektor/?pfstyle=wp" rel="nofollow" style="text-decoration: none; outline: none; color: #55750C;"><img class="printfriendly" src="http://cdn.printfriendly.com/pf-button.gif" alt="PrintFriendly" /></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>NPO-Blogparade #14 über die Plattform engagiert-in-deutschland.de</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 09:48:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das Blog von engagiert-in-deutschland.de (eiD) ist Gasthost der 14. Runde der Blogparade. Die Plattform will sich zu einem zentralen Marktplatz bürgerschaftlichen Engagements im Netz entwickeln, der es Nutzern ermöglicht, sich über Engagementthemen zu informieren, auszutauschen und Projekte durch eigene Mithilfe  oder Geld-und Sachspenden zu unterstützen. eiD wird getragen vom Deutschen Verein für öffentliche und private [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.engagiert-in-deutschland.de/"><img class="alignleft" src="http://stufr.de/wuedesign/blog/wp-content/uploads/2009/03/npo-blogparade-logo_m-300x67.png" alt="" width="300" height="67" /></a>Das Blog von <a href="http://www.engagiert-in-deutschland.de/">engagiert-in-deutschland.de</a> (<em>eiD</em>) ist Gasthost der <a href="http://blog.engagiert-in-deutschland.de/2010/02/22/npo-blogparade/">14. Runde der Blogparade</a>. Die Plattform will sich zu einem zentralen Marktplatz bürgerschaftlichen Engagements im Netz entwickeln, der es Nutzern ermöglicht, sich über Engagementthemen zu informieren, auszutauschen und Projekte durch eigene Mithilfe  oder Geld-und Sachspenden zu unterstützen. <em>eiD</em> wird getragen vom <a href="http://www.deutscher-verein.de/">Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge</a>, in dem Kommunen und Wohlfahrtsverbände zusammenarbeiten. <em>eiD</em> hat diverse Projekt- und Vernetzungspartner (s. die <a href="http://www.engagiert-in-deutschland.de/"><em>eiD</em>-Startseite</a>) und wird vom Bund gefördert.</p>
<p>Die primäre Zielgruppe von<em> eiD</em> sind laut eigener Aussage bürgerschaftlich Engagierte. Freiwillige Helfer sind als Gruppe sehr heterogen. Sie zeichnen sich durch unterschiedliche Interessen aus und nutzen auch das Internet unterschiedlich intensiv. Wie es im Blogbeitrag von <em>eiD</em> heißt, sinkt mit zunehmendem Alter die Präsenz der Menschen im Internet , wohingegen ihre Engagementquote relativ hoch bleibt.</p>
<p>Die Plattform-Macher stellen deshalb im Rahmen der Blogparade die folgenden Fragen zur Diskussion: <strong>welche Nutzungsgewohnheiten haben bürgerschaftliche Engagierte im Internet und wie kann die Plattform für alle Altersgruppen zu einem attraktiven Marktplatz werden?</strong></p>
<p>Hier meine Antwort:</p>
<p>1. Die Konzentration von <em>eiD</em> auf die Zielgruppe der bürgerschaftlich Engagierten finde ich zu einseitig. Der Erfolg der Plattform hängt nicht nur von der Frage ab, wie man die bürgerschaftlich Engagierten auf  die Seite bringt, sondern auch davon, ob <em>eiD</em> so viel Einrichtungen zu einer Kooperation bewegen kann, dass die Datenbank der Plattform viele Mitmachangebote umfasst. Das heißt, es ist wichtig, nicht nur die individuelle Seite des bürgerschaftlichen Engagaments zu betrachten, sondern auch seine institutionelle. Freiwilliges Engagement findet nicht im luftleeren Raum, sondern in Tausenden von gemeinnützigen, öffentlichen und privaten Einrichtungen speziell auf  kommunaler Ebene statt. Es geht für<em> eiD</em> darum, diese lokalen Akteure für die Plattform zu gewinnen und ihre Rolle als örtliche Multiplikatoren der Plattform zu nutzen. Ohne die Kooperation eines Großteils dieser Verbände und Einrichtungen vor Ort wird die Plattform ihr Ziel, die zentrale Drehscheibe für bürgerschaftliches Engagements zu sein, nicht erreichen können.</p>
<p>Die Präsenz der Plattform auf sozialen Netzwerken wie <a href="http://twitter.com/eiDnetz">Twitter</a> und<a href="http://www.facebook.com/engagiertindeutschland.de"> Facebook</a> ist ein erster guter Schritt, um das Projekt im Internet ins Gespräch zu bringen und Unterstützer zu sammeln. Dennoch kann eine so große Community, wie die Plattform sie anstrebt,  nicht von oben nach unten aufgebaut werden, sondern nur von unten &#8211; von der kommunalen Ebene her &#8211; nach oben.</p>
<p>2. Eben weil viele bürgerschaftlich Engagierte &#8211; speziell die Älteren &#8211; noch nicht im Netz sind und ohne Unterstützung vielleicht auch nie ins Netz kommen, insbesondere nicht in den interaktiven Bereich, ist es notwendig, die Nutzer dort abzuholen, wo sie sind, &#8211; in den (Partner) Einrichtungen, die vor Ort für das Projekt werben müssen. Auch deshalb muss das Hauptaugenmerk der Plattform auf einer gezielten und ganz massiven Vernetzung mit  Institutionen/Orten des bürgerschaftlichen Engagements liegen. Mit dem Deutschen Verein im Rücken müsste eine so breite Vernetzung eigentlich möglich sein.</p>
<p>Über die örtlichen Einrichtungen hinaus braucht die  Plattform aus dem gesellschaftlichen Bereich Freunde auf kommunaler Ebene, die für die Plattform werben und Offlinern in das Netz bzw. auf die Plattform helfen. Mein Bloggerkollege Hannes Jähnert schlägt <a href="http://foulder.wordpress.com/2010/03/17/npo-blogparade-14/">Tandem-Gespanne aus jüngeren und älteren Engagierten </a>vor, die Bürgern die Möglichkeiten von <em>eiD</em> aufzeigen. Denkbar ist auch, dass die Plattform die regionalen Ableger der<a href="http://socialbar.de/wiki/Hauptseite"> Socialbar</a> nutzt, um sich vor Ort bekannt zu machen.</p>
<p>3. Die Plattform muss Anreize schaffen, &#8211; sowohl für Bürger, damit sie die Plattform nutzen, als auch für institutionelle Partner, damit sie ihre Engagementangebote einstellen. Ich denke,  Anreize für Nutzer sind schon da, wobei das Element der politischen Partizipation, d.h. die Verbindung zwischen den Diskussionen auf der Plattform und ihre Einspeisung in den politischen Betrieb noch fehlt, &#8211; was sehr schade ist, aber vom Träger möglicherweise so gewollt wird.</p>
<p>Die Anreize für die institutionellen Partner sind demgegenüber unklar. In der Regel haben Kommunen und viele Verbandsgliederungen schon ihre eigenen Freiwilligendatenbanken. Weshalb sollten sie diese Daten in eine zentrale Plattform einbringen, wo ist der Mehrwert für die Organisationen, die nach eigener Einschätzung mit dem bisherigen Modell ganz gut gefahren sind und aus Wettbewerbsgründen einer Daten-Aggregation kritisch gegenüber stehen?</p>
<p>Grundsätzlich finde ich, dass die Partner auf der Plattform zu kurz kommen. Die Plattform spricht primär die Nutzer an und blendet die institutionelle Seite der Partnerorganisationen aus, die im Plattformaufbau bzw. im Menü nicht präsent sind.  Es dominieren die Themenräume, es fehlen die Sektoren. Und damit fehlen auch  Möglichkeiten für die Vernetzungspartner, sich auf der Plattform nach außen hin zu präsentieren.</p>
<p>4. Die Bemühungen von <em>eiD</em> um Nutzer wird an die Grenzen stoßen, die dem Internet generell gesetzt sind, wenn es darum geht Menschen in den Online-Diskurs zu integrieren. Die Forschung zeigt, dass die Nutzung des Internets nicht nur vom Alter abhängt, sondern auch vom Bildungsgrad und dem sozioökonomischen Hintergrund. Das Internet bringt ohnehin schon aktiven Bürgern Vorteile. Die passiv-apathischen Gruppen, die der Ansicht sind, dass ihre Stimme generell nicht zählt, bleiben auch online stumm (siehe <a href="http://www.ingentaconnect.com/content/routledg/rics/2008/00000011/00000007/art00004">Kavanaugh u.a. 2008</a>). Um diese Menschen online zu integrieren oder sie zu einem Besuch auf <em>engagiert-in-deutschland.de</em> und zu einem Ehrenamt zu bewegen, braucht es viel, viel mehr als Appelle und Anreize.</p>
<div style=" text-align:left; margin: 0px 0px 0px 20px;" class="printfriendly"><a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/npo-blogparade-14-uber-die-plattform-engagiert-in-deutschland-de/?pfstyle=wp" rel="nofollow" style="text-decoration: none; outline: none; color: #55750C;"><img class="printfriendly" src="http://cdn.printfriendly.com/pf-button.gif" alt="PrintFriendly" /></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Rationaler Spenden &#8211; Neues aus der Online-Fundraising-Welt und wie Nonprofits darauf reagieren sollten</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 11:21:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die gemeinnützige Fundraising-Plattform Philanthropedia, seit kurzem online, zielt auf  &#8216;smart giving&#8217;: Spendenwillige finden auf der Seite vier Fonds vor (Klimawandel, Bildung, Mikrofinanz und Obdachlosigkeit), die von Experten zusammengestellt wurden. Diese Fonds umfassen ausgewählte Nonprofit-Organisationen, die nach Ansicht der Experten zu den effektivsten in ihrem Arbeitsfeld gehören. So dass der Spender, wenn er sich für einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die gemeinnützige Fundraising-Plattform <a href="http://myphilanthropedia.org/">Philanthropedia</a>, seit kurzem online, zielt auf  <em>&#8216;smart giving&#8217;</em>:</p>
<p>Spendenwillige finden auf der Seite vier Fonds vor (Klimawandel, Bildung, Mikrofinanz und Obdachlosigkeit), die von Experten zusammengestellt wurden. Diese Fonds umfassen ausgewählte Nonprofit-Organisationen, die nach Ansicht der Experten zu den effektivsten in ihrem Arbeitsfeld gehören. So dass der Spender, wenn er sich für einen Fond entscheidet, die Überzeugung vermittelt bekommt, seinen finanziellen Beitrag so nutzbringend wie möglich angelegt zu haben.</p>
<p>Im Fond <a href="http://myphilanthropedia.org/fund/3">&#8216;Klimawandel&#8217;</a> sind bspw. 15 NPOs zusammengestellt, die entsprechend ihrem Anteil bzw. der Beurteilung ihrer Effektivität von den Spenden profitieren.  139 (unbezahlte) Experten aus Stiftungen, der Wissenschaft, von NPOs und anderen Einrichtungen haben diesen Fond zusammengestellt. Die Plattform ist sehr transparent, wenn es darum geht, sämtliche beteiligten Experten zu benennen. Intransparent bleiben die Effektivitätskriterien, die die Experten an NPOs anlegen. Letztlich kann jeder Experte seine eigenen Kriterien einbringen (s. die <a href="http://myphilanthropedia.org/faq#methodology_1">FAQs</a>).</p>
<p>Finanziert wird die Plattform von der  Hewlett Foundation (s. <a href="http://givinginadigitalworld.org/2009/12/01/philanthropedia-helping-us-donors-focus-their-online-giving-where-it-makes-the-most-impact/">hier</a>), die gerade erst einen <a href="http://docs.google.com/Doc?docid=0ASoINZ3Rz5gzZGhzN3o5cXdfMTUyZmtmZ2puYzI&amp;hl=en">Bericht </a>über den aktuellen Stand der Online Philanthropie veröffentlicht hat (via <a href="http://philanthropy.blogspot.com/2009/12/new-research-on-online-giving.html">Philanthropy 2173</a>). Darin wird moniert, dass von den bestehenden 55  Online-Fundraising Plattformen (hautsächlich aus dem angloamerikanischen Bereich) die wenigsten fundierte Informationen über die Effektivität der gelisteten Nonprofits bieten. Von den 10 am häufigsten genutzten Plattformen schneidet dem Bericht zufolge <a href="http://www.kiva.org/">Kiva</a> am besten ab, wenn es darum geht, Spendenwillige mit Leistungs- und Finanzdaten der angebotenen Projekte zu versorgen.</p>
<p>Die Gründung von Philanthropedia ist eine Antwort auf den Trend,  Spendenwillige mit mehr Informationen für ihre  Spendenentscheidung auszustatten. Wer nicht von vornherein auf eine bestimmte NPO oder ein spezifisches  Projekt festgelegt ist, wer eher Problemfeld-orientiert ist und Hilfe bei der Auswahl von Organisationen braucht, für den ist die Vorauswahl von NPOs im Rahmen themenbezogener Fonds durch Experten sicher sehr attraktiv. Dieses Vorgehen suggeriert dem Spender- ob berechtigt oder nicht &#8211; dass seine Spendenentscheidung so rational wie möglich gefällt wird.</p>
<p>Im Vergleich zu Philanthropedia sind die meisten herkömmlichen Spenden-Plattformen unübersichtliche Märkte, in denen sich der Spender angesichts der Zahl der angebotenen Hilfsprojekte nur schwer zurechtfindet. Einige Plattformen (wie z.B. <a href="http://de.betterplace.org/">betterplace</a>) setzen deshalb auf <em>persönliche Empfehlungen</em> als Auswahlhilfe für Spendenwillige: Fürsprecher empfehlen online Projekte der Plattform, Besucher berichten von ihren Erfahrungen vor Ort. Philanthropedia setzt dagegen auf <em>Expertenwissen</em> als Auswahlhilfe &#8211; zwei unterschiedliche Konzepte, die sicher jeweils  ihre Unterstützer finden und erfolgreich sein werden.</p>
<p>Vor dem Hintergrund der Entwicklung des <em>smart giving</em> bzw. des aufgeklärten Spendens stellt sich die Frage, wie hiesige Nonprofits darauf reagieren sollten:</p>
<ul>
<li>Mit <em>mehr Transparenz</em> hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit und ihrer Leistungsbilanz. Transparenz zahlt sich aus, weil sie signalisiert, dass man Unterstützer ernst nimmt. Vielleicht sind für intransparente NPOs die Nachteile im Moment noch nicht spürbar, so dass es keinen Anreiz gibt, das eigene Organisationsverhalten zu ändern. Wenn neue Spender-Generationen die alten Jahrgänge ablösen, wird Transparenz aber einen viel höheren Stellenwert besitzen als sich dies viele NPOs heute vorstellen können.</li>
<li>Mit Zusammenschlüssen bzw. <em>Fundraising-Partnerschaften</em>. Was Philanthropedia anbietet, können NPOs auch selbst: <em>Netzwerke</em> aus Organisationen bilden, die sich gemeinsam in einem Politikfeld engagieren und ihre Expertise bündeln, um für Spender (&#8220;Kunden&#8221;) ein attraktives Spenden-Angebot machen zu können. Statt mit externen Experten und über das Entscheidungskriterium &#8220;Expertenwissen&#8221; würde eine solche Partnerschaft auf <em> &#8220;Kooperation&#8221;</em> als Kriterium setzen, anhand dessen Spendern die Auswahl aus unterschiedlichen Angeboten erleichtert werden soll.<br />
Die an einer Partnerschaft beteiligten Organisationen blieben formal unabhängig und erhielten  die Spendengelder entsprechend einem intern verabredeten Schlüssel. Gleichzeitig würden sie die Bereitschaft zusichern,  ihr Wissen und ihre Kampagnen zu bündeln oder &#8211; noch weitergehend &#8211; ein abgestimmtes Leistungsangebot vorzuhalten.</li>
</ul>
<p>Als Beispiel einer Fundraising-Partnerschaft kann die gemeinnützige <a href="http://tinyurl.com/yjyxx6f">Aktion Deutschland hilft</a> gelten, bei der 18 Hilfsorganisationen ihren humanitären Einsatz im Katastrophenfall untereinander koordinieren.</p>
<p>Der Vorteil für die NPOs einer Fundraising-Partnerschaft liegt u.a. darin, dass sie auf Plattformen mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen könnten. Ich vertrete schon lange die Ansicht, dass Organisationsstrategien, die auf Wettbewerb zielen statt auf Kooperation, speziell für mittlere und kleine NPOs eine Sackgasse sind.</p>
<p>In der oben erwähnten <a href="http://docs.google.com/Doc?docid=0ASoINZ3Rz5gzZGhzN3o5cXdfMTUyZmtmZ2puYzI&amp;hl=en">Studie</a> wird aufgezeigt,  dass von den 53 Mio. Nutzern, die Online-Fundraising-Plattformen ansteuern, 80% die 10 beliebtesten Plattformen besuchen. Die restlichen 20% der Nutzer verteilen sich auf die 45 weiteren Plattformen, die untersucht wurden.  Es ist also sehr schwierig, im Netz die Aufmerksamkeit für das eigene Anliegen zu gewinnen, wenn man nicht auf den beliebtesten Plattformen vertreten ist. Und auch dort konkurriert eine NPO mit tausenden Projekten. Das  Motto &#8220;Allein gegen alle&#8221;, dem sehr viele im Nonprofit-Sektor anhängen , können sich höchstens die großen, weltumspannenden gemeinnützigen Organisationen erlauben. Und auch diese stehen tagtäglich im Wettbewerb auf dem Sozialmarkt. Und können durch Spendenkonzepte wie das von Philanthropedia, das sich auf die Effektivität von Organisationen konzentriert und nicht auf deren Größe oder  Namen, von ihrem Platz verdrängt werden.</p>
<p>Die Zukunft ist offen und niemand im Nonprofit-Sektor kann sich auf dem Staus quo ausruhen. Es ist im Detail noch nicht absehbar, wie sich das Online-Fundraising und die Konkurrenz auf und zwischen den Fundraising-Plattformen  auf NPOs auswirken wird. Noch haben viele gemeinnützige Einrichtungen das Internet als Fundraising-Kanal gar nicht für sich entdeckt: einer <a href="http://nonprofits-vernetzt.posterous.com/neue-daten-uber-den-einsatz-von-social-media">amerikanischen Studie </a>zufolge halten bspw.  fast 70% von 200 befragten NPO-Geschäftsführern die traditionellen Fundraising-Kanäle überzeugender als das Internet.</p>
<p>Sobald jedoch das Online-Fundraising für Organisationen zum Standard gehören wird, werden auch die Plattform-Angebote sprunghaft zunehmen, die als Intermediäre darauf abzielen, für  Spender die Online-Fundraising-Märkte überschaubarer zu machen. Transparenz  auf Seiten der Nonprofit-Organisationen wird dabei eine sehr große Rolle spielen, weil <em>Effektivität</em> als Auswahlkriterium für Spender an Bedeutung gewinnt. Mehr Effektivität können gemeinnützige Organisationen  über Produktions- und Fundraising-Netzwerke erzielen. Der Pool an verfügbaren Ressourcen und damit auch die Handlungsmöglichkeiten für gemeinnützige Träger nehmen durch Netzwerke zu.</p>
<p>In Zukunft wird Fundraising <em>dialogischer</em>, <em>partizipativer</em>, <em>transparenter</em> sein und verstärkt in <em>Netzwerken</em> stattfinden. Ich denke, das sind die Grundlinien, die sich heute schon abzeichnen (vgl. <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/spender-stakeholder-und-die-zukunft-des-fundraising/">hier</a>).</p>
<div style=" text-align:left; margin: 0px 0px 0px 20px;" class="printfriendly"><a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/rationaler-spenden-neues-aus-der-online-fundraising-welt-und-wie-nonprofits-darauf-reagieren-sollten/?pfstyle=wp" rel="nofollow" style="text-decoration: none; outline: none; color: #55750C;"><img class="printfriendly" src="http://cdn.printfriendly.com/pf-button.gif" alt="PrintFriendly" /></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Soziales Kapital und gemeinnützige Organisationen</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 15:43:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigitte.reiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf was zielen Vernetzungsversuche  von gemeinnützigen Organisationen? Geht es nur darum, Kontakte zu sammeln oder geht es um mehr? Wie in meinem letzten Blogbeitrag beschrieben,  kann die bloße Vernetzung nicht das Ziel sein, angestrebt werden muss vielmehr der Ressourcenaustausch innerhalb der Netzwerke. Wobei der Begriff  &#8216;Ressourcen&#8217; keineswegs mit finanziellen Mitteln verwechselt werden darf. Denn alles, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf was zielen Vernetzungsversuche  von gemeinnützigen Organisationen? Geht es nur darum, Kontakte zu sammeln oder geht es um mehr? Wie in meinem letzten <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/vernetzung-als-chance-fur-gemeinnutzige-organisationen/">Blogbeitrag</a> beschrieben,  kann die bloße Vernetzung nicht das Ziel sein, angestrebt werden muss vielmehr der Ressourcenaustausch innerhalb der Netzwerke. Wobei der Begriff  &#8216;Ressourcen&#8217; keineswegs mit finanziellen Mitteln verwechselt werden darf. Denn <em>alles</em>, was einer Organisation (oder einem Individuum) neue Handlungsmöglichkeiten eröffnet, gilt als Ressource, die in einen Austausch eingebracht werden kann.</p>
<p>Dass zur Vernetzung noch der Austausch hinzukommen muss, weil erst auf diese Weise <em>soziales Kapital </em>entsteht, ist ein wichtiger Gedanke, wenn es darum geht, den Erfolg von Social Media- Aktivitäten zu messen. Christian Henner-Fehr deutet in einem seiner aktuellen <a href="http://kulturmanagement.wordpress.com/2009/11/05/kultur-und-web-2-0-wie-geht-es-weiter/">Blogposts</a> schon an, dass Zahlen über Twitter-Follower, Facebook-Freunde oder Webseiten-Besucher möglicherweise nicht so aussagekräftig sein könnten, wie es die Anhänger quantitativer Messmethoden propagieren. <em>Vernetzung allein kann ganz wirkungslos bleiben, wenn sie kein Handeln nach sich zieht.</em> Auf den anzustrebenden <em>impact</em> von Social Media zielt auch Allison Fine ab, wenn sie schreibt, dass gemeinnützige Organisationen über <a href="http://afine2.wordpress.com/2009/11/04/the-inconvenient-truth-of-social-media/">&#8220;hits, clicks, and friends&#8221;</a> hinaus denken sollten. Nonprofits müssten sich vielmehr der Frage widmen, ob und wie sie soziales Kapital aufbauen und messen können und wie überhaupt Vernetzung in Handeln münden kann.</p>
<p>Eine weitere Frage ist, wie eine gemeinnützige Organisation das soziale Kapital nutzt, das sie über Netzwerke aufbaut. Nutzt sie es nur für die eigenen Organisationsziele oder blickt sie bei der Nutzung über die eigene Community hinaus? Im aktuellen <a href="http://fjnsb.parallel-universum.info/fjnsb/pages/frame1.htm">Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen</a> (3/2009) stellt <a href="http://fjnsb.parallel-universum.info/fjnsb/pages/frame1.htm">Sandra Seubert</a> in ihrem Text nochmals heraus, dass soziales Kapital der Inklusion oder der Exklusion dienen kann. Im Fall einer Bürgerstiftung im Ruhrgebiet bedeutet &#8216;Exklusion&#8217; : in ihr ist die lokale Elite versammelt und man bleibt unter sich, &#8211; ohne die Mitwirkung breiterer Bevölkerungsschichten oder Vertretern der Zielgruppen. <a href="http://fjnsb.parallel-universum.info/fjnsb/pages/frame1.htm">Ludgera Vogt</a> befasst sich in ihrer empirischen Studie im Forschungsjournal mit der Frage, wie es zu einem solchen Schließungsprozeß in der Bürgerstiftung kommen konnte und wie sich die soziale Schließung auf die Arbeit der Stiftung auswirkt.</p>
<p>Viele gemeinnützige Organisationen bilden mitsamt ihren Unterstützern, Klienten, Mitarbeitern und Webseiten solche relativ geschlossenen Communities. Diese Organisationen verfügen über soziales Kapital, das sie eng mit Gleichgesinnten verbindet. Man bezeichnet dies als<em> &#8216;bonding capital&#8217;</em> (Putnam) . Das Sozialkapital, das Gruppen eng zusammenschweißt, ist wichtig für die alltägliche Arbeit von Nonprofits und für ihre Identität und Mission.</p>
<p>Und dennoch weist der Auftrag von gemeinnützigen Organisationen über den Aufbau von <em>&#8216;bonding social capital&#8217;</em> hinaus. Ihr Auftrag muss darin liegen, <em>Brücken</em> zwischen Netzwerken, Gruppen, sozialen Schichten, Themenfeldern zu schaffen, um den gesellschaftlichen Mehrwert zu erhöhen.  Das ist die Aufgabe für gemeinnützige Organisationen im 21. Jahrhundert: <em>&#8216;bridging capital</em>&#8216; (Putnam) aufzubauen bzw. soziales Kapital, das Netzwerke miteinander verbindet und damit gesamtgesellschaftlich integrativ wirkt und nicht exkludierend.</p>
<p>Wer dieses normative Ziel nicht teilt, lässt sich vielleicht durch ein nutzenorientiertes Argument überzeugen: die Netzwerkforschung zeigt, dass Organisationen, die als Brücken fungieren,  strategische Vorteile gegenüber jenen haben, die sich nur auf ihre eigene Community konzentrieren. Denn natürlich erhöht das <em>bridging social capital</em>, über das eine gemeinnützige Einrichtung verfügt, auch ihre Zugriffsmöglichkeit auf die unterschiedlichsten Ressourcenbestände, die in den diversen Netzwerken existieren. <a href="http://nvs.sagepub.com/cgi/content/abstract/38/4/597">Paarlberg/Varda (2009)</a>, deren Aufsatz ich im meinem vorherigen Blogbeitrag über <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/vernetzung-als-chance-fur-gemeinnutzige-organisationen/">&#8216;Vernetzung&#8217; </a>behandelt habe, verweisen auf die Thesen eines Forscherkollegen:  strategische Vorteile haben in einer vernetzten Welt nicht jene Organisationen, die noch<em> mehr</em> vernetzt sind als ihre Partner oder Konkurrenten. Strategische Vorteile haben jene Organisationen, die <em>besser</em> vernetzt sind, d.h. die eine Brückenfunktion ausüben und Mehrwert für sich <em>und</em> die Allgemeinheit schaffen können.</p>
<p>Es wäre an der Zeit, dass gemeinnützige Organisationen im Sozialbereich &#8211; und hier denke ich insbesondere an die großen Wohlfahrtsverbände, die den Sektor dominieren -  sich die Vernetzung und den Aufbau von  sozialem Kapital, das Brücken schlägt,  auf die Fahnen schreiben.  Es gibt so viele Möglichkeiten für  Vernetzungsprojekte, offline und im Internet. Das Beispiel von <a href="http://www.talk2croydon.co.uk/">Talk2Croyden</a>, einer britischen lokalen Plattform, die Bürger, NPOs und die Lokalverwaltung vernetzt mit dem Ziel, mehr Bürgerbeteiligung und Dialog zu schaffen zeigt, was man vor Ort alles machen könnte. Man muss es nur wollen. Aber der Glaube der Wohlfahrtsorganisationen an die<em> eigene</em> Webseite, die <em>eigene</em> Fundraising-Plattform, die <em>eigene</em> Spender- und Projektdatenbank ist ungebrochen. Obwohl das Zusammenführen von Daten und die Vernetzung von Interessierten über Organisations &#8211; und Netzwerkgrenzen hinweg das Gebot der Stunde wäre.</p>
<div style=" text-align:left; margin: 0px 0px 0px 20px;" class="printfriendly"><a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/soziales-kapital-und-gemeinnutzige-organisationen/?pfstyle=wp" rel="nofollow" style="text-decoration: none; outline: none; color: #55750C;"><img class="printfriendly" src="http://cdn.printfriendly.com/pf-button.gif" alt="PrintFriendly" /></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Online-Fundraising &#8211; neue Plattformen, neue Entwicklungen</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 11:51:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigitte.reiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einige hochspannende Neuigkeiten im Online-Fundraising zeigen, wie sich die Dinge hier langfristig entwickeln werden und auf was sich Nonprofits einstellen müssen: Da gibt es zum einen die in Planung befindliche britische Online Fundraising-Plattform See the Difference, deren Entwicklung von großen Firmen wie Microsoft und Accenture unterstützt wird und die Ende des Jahres den Betrieb aufnehmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einige hochspannende Neuigkeiten im Online-Fundraising zeigen, wie sich die Dinge hier langfristig entwickeln werden und auf was sich Nonprofits einstellen müssen:</p>
<p>Da gibt es zum einen die in Planung befindliche britische Online Fundraising-Plattform <a href="http://www.seethedifference.org/">See the Difference</a>, deren Entwicklung von großen Firmen wie Microsoft und Accenture unterstützt wird und die Ende des Jahres den Betrieb aufnehmen soll. Das Besondere an der Plattform:</p>
<p>im Vordergrund stehen die Hilfsprojekte, nicht mehr die Träger selbst. Dieser Trend zum cause-related Fundraising ist auch bei anderen Plattformen wie <a href="http://www.globalgiving.com/">globalgiving.com</a> und <a href="http://de.betterplace.org/">betterplace.org</a> sichtbar.  Im Unterschied zu diesen wird auf  <em>See the Difference</em> für Projekte aber nicht mehr nur mit Worten oder Fotos geworben, sondern mit Videos. Durch Videos sollen die Spender einen Einblick in das jeweilige Projekt erhalten. Nonprofits werden von den Plattform-Machern  darin geschult,  Videos zu konzipieren und drehen zu können. Nonprofits erhoffen sich, dass über diese Plattform speziell junge, internet-affine Zielgruppen erreicht werden können. Die Plattform-Betreiber ihrerseits wollen aus <em>See the Difference</em> <em><strong>die</strong></em> Fundraising-Plattform schlechthin machen, eine Art YouTube für den Nonprofit-Sektor, mit einem Logo, das überall sichtbar ist und die einzelnen Nonprofit-Marken überdeckt.</p>
<p>Die Plattform will Spender über die Entwicklung des jeweiligen Hilfsprojektes informieren und neue Projekte vorschlagen, an denen der Nutzer aufgrund seines Interessenprofils interessiert sein könnte. Wird dies so umgesetzt, dann liegt bei <em>See the Difference</em> die Betreuung der <em>Spenderbeziehungen nicht mehr in der Hand der einzelnen Nonprofit-Organisation, sondern geht in den Besitz der Plattformbetreiber über</em>. Oder wie Bryan Miller von <a href="http://givinginadigitalworld.org/2009/09/18/see-the-difference-and-the-game-changing-potential-of-charity-choice-consolidation-websites/">Giving in a digital world</a> es formuliert: &#8220;Put simply, if  See the Difference grows the way that it hopes to then it could ultimately replace individual charity brands as the owners of relationships with online donors who fund their projects.&#8221;</p>
<p>Dies wäre einerseits ein unglaublicher Ressourcen- und Steuerungsverlust für Nonprofits &#8211; wenn ein Teil des eigenen sozialen Kapitals plötzlich durch Dritte verwaltet würde. Und dies hätte auch ganz praktische Folgen für die Organisation gemeinnütziger Einrichtungen, die zukünftig auf eine eigene Spenderdatenbank und eigene Fundraisingaktivitäten verzichten könnten. Andererseits erschließt eine solche Fundraising-Plattform mit globalem Anspruch viele neue Unterstützer und bringt so das Kapital und die Unterstützung, die gemeinnützige Organisationen dringend brauchen.</p>
<p>Auch <a href="http://dogoodr.org/posts?clear=1">doGoodr</a>, ein amerikanisches Start-up des <a href="http://thedogoodrfund.org/">doGoodr fund</a>, beginnt mit<a href="http://www.socialedge.org/blogs/dr-o/archive/2009/09/08/dogoodr-helps-donors-npos-meet-and-mate"> dem Anspruch</a>, das Online-Fundraising zu revolutionieren. <em>doGoodr</em> ist als Webseite abrufbar oder als open source-Applikation, die in jede beliebige Nonprofit-Webseite eingebaut werden kann, so dass die &#8220;Need &#8211; Offer &#8211; Match&#8221;-Funktionalität von <em>doGoodr</em> über die eigene Organisations-Webseite genutzt werden kann. Die Gründer erhoffen sich angesichts des open source-Charakters von <em>doGoodr </em>eine schnelle Verbreitung im Internet und in der Nonprofit-Welt . Auch <em>doGoodr </em>wird die Anbieter von Unterstützung und die Hilfesuchenden per Mail regelmäßig über neue interessante Angebote, die zum Profil des <em>doGoodr</em>-Nutzers passen, informieren.</p>
<p>Dass man sich als Akteur auf dem Sozialmarkt nicht von einer einzigen Plattform abhängig machen muss,  die die Beziehungen zu den Spendern steuert, zeigt die Initiative der <a href="http://socialactions.com/welcome">Social Actions API</a> auf. Über diese open-source-Schnittstelle verbinden sich  die  Datenbanken von mehr als 60 Fundraising- und Engagementplattformen (u.a. globalgiving, fistgiving, change.org)  zu einer großen, open source-Datenbank,  in der Spendenwillige und Engagierte nach neue Unterstützungsmöglichkeiten suchen können. Bei diesem Modell bleibt die Marke des Datenlieferanten &#8211; in diesem Fall die  einzelne Fundraising-Plattform &#8211; mit im Spiel und wird nicht von der neugeschaffenen Datenbank verdrängt.</p>
<p>Angesichts der <em>Social Actions API</em> drängt sich die Frage auf, weshalb in unserem Land die Verbände der freien Wohlfahrtspflege, in deren Hand fast 99 Tausend soziale Einrichtungen und Dienste sind, nicht schon längst die eigenen Einrichtungs- und Projektdatenbanken über eine solche Schnittstelle  zu einer großen Datenbank zusammengeführt haben, in der Unterstützungswillige nach Engagementmöglichkeiten suchen können. In diesem Fall bliebe die Betreuung der Spenderbeziehungen in der Hand der freien Wohlfahrtspflege selbst, &#8211; ergänzend zu den anderen Plattformen, an denen freie Träger beteiligt sind, und die von Dritten verwaltet werden.  Zwar hat derzeit nicht jede Online Fundraising-Plattform den Anspruch, die Spenderbetreuung selbst in die Hand zu nehmen. Aber die Entwicklung könnte durchaus verstärkt in diese Richtung gehen.</p>
<p>Um handlungsfähig zu bleiben, sollte der wohlfahrtsverbandliche Sektor immer auch selbstorganisierte Lösungen ins Auge fassen und den Unterstützern anbieten. Das Problem ist derzeit nur, dass man der verbandlichen Wohlfahrtspflege die Bereitschaft, untereinander stärker zu kooperieren, nicht abspürt. Als Bürgerin und Bürger kann man keine Strategie erkennen, mit der die verbandliche Wohlfahrtspflege &#8211; als Sektor &#8211; in das neue Jahrtausend gehen will. Es gibt immer nur die einzelnen Strategien der einzelnen Verbände oder die Stellungnahmen der <a href="http://bagfw.de/">Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege</a>, die auf  staatliche Politiken und Vorschläge reagiert. Der Sektor wird aber nur durch eine engere Zusammenarbeit gewinnen und &#8211; vor allen Dingen &#8211; innovativ bleiben können. Heutzutage geht es darum, die Ressourcen zu bündeln, unterschiedliche Perspektiven zu integrieren und ins Gespräch mit der Bürgerschaft zu kommen. Nur so können gute Ideen und Lösungen entwickelt werden, die neue Wege beschreiten, um unsere Gesellschaft fairer zu machen und soziale Dienste klientenorientierter gestalten zu können.</p>
<p>Die Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege müsste stärker die strategische Steuerung des wohlfahrtsverbandlichen Sektors übernehmen, um gemeinsame Antworten auf die Herausforderungen der Gegenwart zu entwickeln, &#8211; wie die Finanzkrise, das Internet, sie soziale Spaltung unserer Gesellschaft, die ungleichen Partizipationschancen usw. Auch die Kooperation des Sektors bezüglich des Fundraisings gehören auf eine solche Agenda.</p>
<div style=" text-align:left; margin: 0px 0px 0px 20px;" class="printfriendly"><a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/online-fundraising-neue-plattformen-neue-entwicklungen/?pfstyle=wp" rel="nofollow" style="text-decoration: none; outline: none; color: #55750C;"><img class="printfriendly" src="http://cdn.printfriendly.com/pf-button.gif" alt="PrintFriendly" /></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Wie nutzen Nonprofits das Internet? Neue Daten aus Großbritannien</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 10:04:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigitte.reiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie britische Nonprofit-Organisationen Im Sozialbereich das Internet nutzen, wird alljährlich im Rahmen der Studie &#8216;Virtual Promise&#8217; des Beratungsunternehmens nfpSynergy erhoben und veröffentlicht. Die aktuellste Ausgabe der Studie, Virtual Promise 2008 ist derzeit online verfügbar (via London Regional ICT Champion ). 2008 nahmen 187 gemeinnützige Organisationen aus dem Sozialsektor an der Online-Befragung teil. Die Ergebnisse zeigen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie britische Nonprofit-Organisationen Im Sozialbereich das Internet nutzen, wird alljährlich im Rahmen der Studie &#8216;Virtual Promise&#8217; des Beratungsunternehmens <a href="http://www.nfpsynergy.net/default.aspx">nfpSynergy </a> erhoben und veröffentlicht. Die aktuellste Ausgabe der Studie, <a href="http://www.nfpsynergy.net/includes/documents/cm_docs/2009/n/nfpsynergy_virtual_promise_2008_full_results.pdf">Virtual Promise 2008</a> ist derzeit online verfügbar (via <a href="http://ictchampion.lasa.org.uk/2009/06/voluntary-sector-use-of-the-internet-in-2008/">London Regional ICT Champion</a> ).</p>
<p>2008 nahmen 187 gemeinnützige Organisationen aus dem Sozialsektor an der Online-Befragung teil. Die Ergebnisse zeigen, dass vom Internet bis jetzt hauptsächlich die großen Organisationen mit über 10 Mio. Pfund Umsatz profitieren, während die Kleinen mit unter 1 Mio. Umsatz erheblich zurückfallen. Obwohl die Möglichkeiten, die sich durch Web 2.0 eröffnen, doch insbesondere kleinen NPOs neue Handlungschancen verschaffen, da Freie Software und kostenlose Dienste und Plattformen für die NPO-Organisationsziele zur Verfügung stehen.</p>
<p>Hier die wichtigsten Ergebnisse der Studie <a href="http://www.nfpsynergy.net/includes/documents/cm_docs/2009/n/nfpsynergy_virtual_promise_2008_full_results.pdf">Virtual Promise 2008</a> im einzelnen:</p>
<p>Den Kern der NPO-Internetpräsenz bildet die eigene <strong>Webseite</strong> . Sie wird bei 73% der großen und bei 50% der kleinen Nonprofit-Organisationen von externen Dienstleistern erstellt. Verantwortlich für die Webpräsenz ist zumeist der <strong>Kommunikationsbereich</strong> (43%), seltener ist der Internetauftritt  beim Marketing angesiedelt (20%).</p>
<p>Als den größten <strong>Nutzen</strong> eines Internetauftritts geben die befragten NPOs an, dass sie über das Netz <strong>informieren </strong> , <strong>kommunizieren </strong> und ihre Leistungen <strong>vermarkten </strong> können. Nur 22% halten eine Webpräsenz als sehr nützlich für das <strong>Fundraising</strong> , wobei es hier große Unterschiede zwischen den Organisationen gibt: nur 16% der kleinen NPOs sind der Ansicht, dass ein eigener Webauftritt &quot;very beneficial&quot; für das Fundraising ist, im Vergleich zu 45% bei den großen Organisationen.</p>
<p>Von den befragten großen NPOs sind 77% bei <a href="http://www.justgiving.com/">JustGiving</a> registriert, einer populären Fundraising-Plattform, während die Kleinen diese Möglichkeit des Online-Fundraisings nur in 14% der Fälle nutzen.  Nur 7% der kleinen NPOs stimmen der Aussage voll zu, dass das Internet sich in den letzten 12 Monaten zu einer Einkommensquelle entwickelt hat, während bei den Großen immerhin 27% diese Aussage ganz bejahen.</p>
<p>Besser als beim Fundraising werden die Chancen der eigenen Internetpräsenz eingeschätzt, wenn es um das Angebot von <strong>Diensten online </strong> geht: fast ein Drittel der befragten NPOs sehen hier einen hohen möglichen Nutzen. Demgegenüber halten nur 24% aller NPOs  das Internet als sehr nützlich für das <strong>Campaigning</strong> .</p>
<p>95% der großen Einrichtungen sehen das Internet als eine Möglichkeit, um neue Zielgruppen zu erreichen. Bei den kleinen Einrichtungen vertreten nur 47% diese Ansicht.</p>
<p>Welche <strong>Instrumente</strong> nutzen NPOs im Rahmen ihrer Webpräsenz?</p>
<p>Um zu informieren werden in erster Linie News auf die Webseite gestellt, nur bei einem Drittel der NPOs auch Videoclips, bei 14% Podcasts, bei 2% Wikis. Über RSS-Feeds verfügen nur ein Viertel der NPO-Webseiten.</p>
<p>Um zu kommunizieren und mit den Zielgruppen zu interagieren, wählen 60% der Organisationen Email-Newsletter, nur 24% haben eine Chat-Gruppe oder Online-Community, nur 2% ein Blog auf ihrer Webseite. Von den Web 2.0-Diensten wird am meisten Facebook genutzt, 34% der untersuchten NPOs sind hier präsent, wobei der Unterschied zwischen großen und kleinen NPOs eklatant ist: 73% der Großen, aber nur 17% der Kleinen nutzen Facebook.</p>
<p>Was die Finanzierung der Webseite angeht, so hat immerhin ein Drittel aller befragten NPOs  keinen <strong>extra Haushaltsposten</strong> für den Interntauftritt, wobei hiervon hauptsächlich kleine Einrichtungen betroffen sind. Bei den Großen haben 77% ein gesondertes Budget für den Internetauftritt zur Verfügung. In großen NPOs betreuen 4,5 <strong>Vollzeitstellen</strong> (angestellte oder freiwillige Mitarbeiter) die Webpräsenz, in kleinen NPOs 2,6. Speziell die großen NPOs aktualisieren ihre Seite täglich (45%), bei den kleinen Organisationen können das nur 6% .</p>
<p>Weiter sind die großen NPOs auch, wenn es um die <strong>Evaluation</strong> ihrer Webpräsenz geht. Gemessen wird insbesondere die Zahl der Einzelbesuche. Ansonsten wird der Mehrwert der Webseite bei den großen NPOs an den eingegangenen Spenden festgemacht. Bei den kleinen NPOs messen 53% der Organisationen den Mehrwert ihrer Webseite nicht.</p>
<p>Nur 11% der kleinen NPOs und 41% der Großen stimmen der Frage, ob ihrer Webpräsenz eine <strong>Strategie </strong> zugrunde liegt, voll zu. Mehrheitlich wird in den Einrichtungen offensichtlich eher inkrementalistisch vorgegangen und ohne eine Social Media Strategie. Falls doch eine Internet-Strategie vorliegt, dann scheint diese in den meisten Fällen nicht in die Gesamtstrategie der Organisation eingebunden zu sein, zumindest vertritt fast ein Drittel der befragten NPOs diese Ansicht. Nur 19%  der Organisationen stimmen der Frage, ob ihre Internet-Strategie vom Vorstand beschlossen und befürwortet wurde, voll zu.</p>
<p><strong>Fazit</strong> : die Erhebung zeigt, dass alle befragten britischen Nonprofit-Organisationen im Sozialbereich noch Nachholbedarf haben, wenn es um um den Einsatz von Social Media geht. Hinsichtlich der Interaktion und Kommunikation dominiert auf ihren Webseiten der Email-Newsletter, informiert wird klassisch über aktualisierte News. Videos/Podcasts/Wikis/Blogs spielen noch eine untergeordnete Rolle.</p>
<p>Wenn mit den neuen Tools experimentiert wird, dann sind die großen NPOs dafür verantwortlich. Die kleinen Einrichtungen liegen hier ganz abgeschlagen dahinter. Nicht einmal für das Online-Fundraising über bestehende Plattformen &#8211; was fast keinen Aufwand erfordert &#8211; können sie sich begeistern.</p>
<p>Gleichzeitig sind nur 19% der kleinen NPOs der Ansicht, ihre Organisation mache das Beste aus den vorhandenen digitalen Möglichkeiten, d.h. es existiert hier durchaus ein Wissen darüber, dass die Internet-Potentiale noch nicht ausgeschöpft sind.</p>
<p>Warum die digitalen Chancen letztlich aber nicht ergriffen werden, scheint nicht an innerorganisatorischen Barrieren wie an zu wenig Personal, mangelnden Kompetenzen, einem zu kleinen Budget zu liegen. Diese werden als mögliche &#8216;major constraints&#8217; von den kleinen NPOs in der Umfrage nicht sehr hoch bewertet. Die Gründe für ihre Web-Zurückhaltung bleiben letztlich im Dunkeln, weil rund 40% der kleinen NPOs die entsprechenden Fragen nicht beantworteten.</p>
<p>Ich könnte mir vorstellen, dass es vielerorts in den kleinen NPOs einfach an Personen mangelt, die sich die Weiterentwicklung der Webpräsenz auf ihre Fahnen geschrieben haben und sich für dieses Ziel engagieren. Darin liegt auch ein Mangel der Studie, dass sie nicht nach der Bedeutung von internen Katalysatoren fragt, die die Internetpräsenz mit Leidenschaft vorantreiben und für deren Weiterentwicklung sicherlich eine sehr wichtige Rolle spielen.</p>
<p>Wenn die kleinen Einrichtungen den Anschluss an das neue Internet nicht aus eigener Kraft schaffen und sich in der Organisation niemand findet, der das Thema in die Hand nimmt, dann sollte man sich überlegen, ob es nicht <strong>digitale Mentoren aus der Bürgergesellschaft </strong> braucht, die sich bereiterklären, kleinen NPOs hier unter die Arme zu greifen und Starthilfe zu leisten.</p>
<div style=" text-align:left; margin: 0px 0px 0px 20px;" class="printfriendly"><a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/wie-nutzen-nonprofits-das-internet-neue-daten-aus-grosbritannien/?pfstyle=wp" rel="nofollow" style="text-decoration: none; outline: none; color: #55750C;"><img class="printfriendly" src="http://cdn.printfriendly.com/pf-button.gif" alt="PrintFriendly" /></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>NPO-Blogparade: Der Videoeinsatz von Nonprofits im Sozialbereich</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Apr 2009 22:52:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigitte.reiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der 6. Runde der NPO-Blogparade fragt Ulrike Schmid von Kultur 2.0 , weshalb gemeinnützige Organisationen Bewegtbilder bzw. audiovisuellen Content wie Videos noch so wenig nutzen. Nonprofits haben meines Erachtens mit professionell erstellten Videos kein inhaltliches Problem, sondern lediglich ein finanzielles. Denn zwischenzeitlich hat es sich auch im Nonprofit-Sektor herumgesprochen, dass man Videos sehr gut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der 6. Runde der NPO-Blogparade fragt Ulrike Schmid von <a href="http://kulturzweinull.eu/index.php/npo-blogparade-%C2%A6-warum-werden-bewegtbilder-von-npos-noch-so-wenig-genutzt/">Kultur 2.0</a> , weshalb gemeinnützige Organisationen Bewegtbilder bzw. audiovisuellen Content wie Videos noch so wenig nutzen.</p>
<p>Nonprofits haben meines Erachtens mit professionell erstellten Videos kein inhaltliches Problem, sondern lediglich ein finanzielles. Denn zwischenzeitlich hat es sich auch im Nonprofit-Sektor herumgesprochen, dass man Videos sehr gut für das eigene Marketing oder für das Fundraising einsetzen kann. Vor zwei Jahren waren die Potentiale von Videos vielleicht noch unbekannter. Aber zwischenzeitlich zählen Videos zum Standard im Internet. Die Hälfte aller Onliner in Deutschland schaut sich Videos auf Videoportalen an. Bei den unter Dreissigjährigen liegt der Anteil der Videonutzer bei 84%  (<a href="http://www.daserste.de/service/studie08_3.pdf">ARD/ZDF-Onlinestudie 2008</a> ). Dass Videos deshalb eine wichtige Rolle in der Öffentlichkeitsarbeit spielen können, ist bei den etablierten gemeinnützigen Trägern als Botschaft angekommen. Die großen Verbände nutzen zwischenzeitlich auch Videos, wie bspw. die Caritas, die derzeit mit einem beeindruckenden <a href="http://www.youtube.com/watch?v=c1wzR9gGfp8&amp;feature=channel_page">Beitrag</a> auf Youtube zu sehen ist (via <a href="http://stufr.de/wuedesign/blog/">H. Schmidt</a> ).</p>
<p>Wenn es von diesen professionell erstellten Videos immer noch nicht so viele gibt, dass sie auf jeder Webseite zum Standard gehören, dann wegen der chronischen Unterfinanzierung von Nonprofits. Angesichts der knappen Budgets beschränkt man sich häufig auf Texte und Photos. Der Mehrwert von Videos rechnet sich in einer solchen Konstellation laut <a href="http://blog.roteskreuz.at/sociologist/2009/04/01/videoeinsatz-in-npos/">Gerald Czech</a> von Österreichischen Roten Kreuz nicht in jedem Fall.</p>
<p>Auch selbst erstellte (Amateur)Videos bekommen langsam ihren Platz im Nonprofit-Sektor. Erst heute habe ich im Netz entdeckt, dass die Akademie des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes eine <a href="http://www.ehrenamt-video.de/index.cfm">Ehrenamtsvideothek</a> und eine <a href="http://www.selbsthilfevideothek.de/">Selbsthilfevideothek</a> eröffnet hat und die Zielgruppen einlädt, ihre Videos hochzuladen. Selbst für die <a href="http://www.sozialtalk.de/">Fortbildung</a> der Mitarbeiter werden Videos langsam eingesetzt. Diese Aktivitäten befinden sich noch im Aufbau, gehen aber in Richtung einer stärkeren Video-Nutzung.</p>
<p>Was derzeit aber in der Fläche noch ziemlich fehlt, das sind Videos, die von den Stakeholdern einer Organisation gemacht und anschliessend auf die <em>Webseite</em> der Organisation gestellt werden (nicht auf eine gesonderte Plattform).  Als Videoproduzenten kommen in Frage: Klienten, Ehrenamtliche, Mitarbeiter, Spender, Freunde und Unterstützer. Themen für Videos könnten sein: Veranstaltungen der NPO, Klientenbefragung, Motivation der Ehrenamtlichen, Dokumentation von Diskussionsprozessen, Entwicklung von Hilfsprojekten, Problemlagen im Stadtteil usw.</p>
<p>Stakeholder könnten für Nonprofits zu einer Art <a href="http://socialreporter.com/?p=194/">&quot;Social reporter&quot;</a> werden, wie sie dem britischen Blogger und Community-Aktivist David Wilcox vorschweben, -  Reporter, die gemeinsam mit der gemeinnützigen Organisation Ideen sammeln, Erfahrungen verarbeiten, Problemen und offenen Fragen nachspüren, um einen sozialen Mehrwert für die Organisation, die Klienten und die Bürgerschaft zu generieren. Und dies alles mit Hilfe von Social Media-Tools wie eben der Videotechnik.<br />
Auch <a href="http://foulder.blogspot.com/2009/03/in-der-sechsten-runde-der-npo.html">Hannes Jähnert</a> betont die wichtige Rolle, die Ehrenamtliche spielen könnten, wenn es darum geht, Videos für eine NPO zu erstellen. Insbesondere die jüngeren Mitglieder/Zivis/Ehrenamtlichen könnten hier eine Schlüsselrolle spielen.</p>
<p>Für das anspruchsvolle Konzept der &quot;Social reporter&quot;, das Stakeholder zu Partnern der Nonprofit-Organisation macht, wenn es um Strategiefindung, Advocacy usw. geht, brauchen Nonprofits Mut, das technische Knowhow und die finanziellen Mittel für Schulungen. Hier müßten nun der Staat und  private Stiftungen unterstützend wirken. Ihre Aufgabe müßte es sein, Nonprofits bei dem Wandel in das digitale Zeitalter stärker unter die Arme zu greifen. Angesichts der prekären finanziellen Situation von Nonprofits wird es (zu) lange dauern, bis sie sich das notwendige Social Media- Wissen auf der Basis eigener Ressourcen angeeignet haben.</p>
<p>Wenn man  einen starken und kompetenten Nonprofit-Sektor anstrebt (und fordern hier in Deutschland nicht alle eine Weiterentwicklung der Zivilgesellschaft?), dann muss die Allgemeinheit in die Kompetenzen von Nonprofits investieren. In meinem letzten <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/forward-together-der-amerikanische-nonprofit-sektor-fordert-einen-neuen-pakt-mit-dem-staat/">Blogbeitrag </a> habe ich berichtet, wie in Großbritannien das Knowhow von Nonprofits mit Hilfe öffentlicher Gelder weiterentwickelt wird. Und wie in den USA gemeinnützige Organisationen staatliche Unterstützung für den Ausbau der eigenen Kompetenzen einfordern, weil ein schlechter Nonprofit-Sektor niemandem dient, &#8211; schon gar nicht dem Staat und dessen Legitimation.</p>
<p>Die Videoproduktion könnten also einzelne Nonprofits im Rahmen öffentlicher (oder privat geförderter)  Progarmme lernen und dieses Wissen dann als Multiplikatoren an andere gemeinnützige Organisationen weitergeben. Wie bspw. der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg in der Vergangenheit als <a href="http://www.swef-radioportal.de/s_pod_neu/index.php">Multiplikator </a> für das Podcasting unterwegs war, allerdings nur für die eigenen Verbandsmitglieder. Potentielle Träger eines solchen Förderprogrammes gibt es genug: die Palette reicht von den Landesmedien-<br />
anstalten bis zu den Film- und Medienhochschulen. Aber auch die großen Stftungen sind gefragt, wenn es um die Weiterentwicklung der Kompetenzen von Nonprofits im Bereich Social Media geht.</p>
<p>Wenn Nonprofits hier in Deutschland in der Fläche noch so weit zurückliegen, was ihre  Social Media-Kompetenzen betrifft, dann liegt dies auch daran, dass ihr politisches/administratives Netzwerk sie in dieser Sache zu wenig unterstützt. Und Nonprofits es versäumen, auf die staatlichen Akteure entsprechend Druck auszuüben und parallel sich nach zusätzlichen Unterstützern aus dem gesellschaftlichen Bereich umzusehen.</p>
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		<title>Plattformen mit sozialem Mehrwert</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 11:30:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigitte.reiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hier eine kleine Sammlung von Links zu interessanten Plattformen im Sozialbereich: Soziale Manieren für eine bessere Gesellschaft Angesichts der Tatsache, dass viele Bürger keinen persönlichen Kontakt mehr zu Menschen am Rande der Gesellschaft haben, die obdachlos sind, arm, drogenabhängig, psychisch krank usw. will die Kampagnen-Seite der Caritas soziale-manieren.de soziale Grenzen überwinden und über das Leben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier eine kleine Sammlung von Links zu interessanten Plattformen im Sozialbereich:</p>
<p><strong>Soziale Manieren für eine bessere Gesellschaft </strong></p>
<p>Angesichts der Tatsache, dass viele Bürger <a href="http://soziale-manieren.de/54438.asp">keinen persönlichen Kontakt</a> mehr zu Menschen am Rande der Gesellschaft haben, die obdachlos sind, arm, drogenabhängig, psychisch krank usw. will die Kampagnen-Seite der Caritas <a href="http://soziale-manieren.de/54372.asp">soziale-manieren.de </a> soziale Grenzen überwinden und über das Leben &quot;am Rand&quot; informieren.</p>
<p>Die Seite  will gleichzeitig die anwaltschaftlichen Aktivitäten des Caritasverbandes bekannter machen, da eine <a href="http://soziale-manieren.de/55182.asp">empirische Umfrage</a> ergab, dass von rd. 2600 Befragten nur 18% an Wohlfahrtsverbände denken, wenn es um die Frage geht, wer Menschen in sozialer Not helfen soll. Auch die Menschen am Rand selbst wissen oft nichts von den Angeboten der Caritas. Die Kampagne ist deshalb auch ein Versuch, sich selbst als Anwalt der Menschen in Not stärker zu positionieren und  dem Eindruck entgegenzutreten, die Angebote der Caritas seien &quot;zu mittelschichtsorientiert&quot;, wie es in einem Artikel einer Caritas-eigenen Zeitschrift heißt.</p>
<p>Auf der Kampagnen-Seite wird der Alltag von betroffenen Menschen in Notlagen vorgestellt und per schriftlichem Portrait und Videos vermittelt. Das Herzstück der Kampagne ist das Weblog <a href="http://blog.soziale-manieren.de/">&#8216;Mitten am Rand&#8217;</a> mit Kommentarfunktion und Newsfeeds, in dem unterschiedliche Autoren, die entweder selbst am Rand leben oder sich als Ehrenamtliche für Menschen in Not einsetzen, schreiben. Es finden sich hier &#8211; insbesondere von den Betroffenen selbst &#8211; sehr eindrückliche, authentische Texte.</p>
<p>Auch die Internet-Nutzer können auf der Seite Soziale Manieren ihre Vorschläge einbringen (leider nicht in einem Forum), wie ein besseres Miteinander in unserer Gesellschaft gelingen kann.  Darüber hinaus stehen Daten und Infos, Handlungsvorschläge und Kampagnenmaterial zum Herunterladen zur Verfügung.</p>
<p>Insgesamt ein sehr gut gemachtes und &#8211; verglichen mit anderen NPO-Webseiten &#8211; modernes Webangebot der Caritas, das Web 2.0 nutzt.</p>
<p><strong>Bundesportal &quot;Engagiert in Deutschland&quot;</strong></p>
<p>Seit kurzem ist eine Arbeitsversion der Plattform <a href="http://engagiert-in-deutschland.de/">engagiert-in-deutschland.de</a> im Netz. Sie soll langfristig die gesamten Angebote im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland bündeln. Interessierte können dann in einer riesigen Datenbank nach Projekten suchen, die sie mit ihrer Arbeit, finanziell oder mit Sachspenden unterstützen wollen. Auch die Vernetzung der freiwilligen Helfer untereinander ist geplant.</p>
<p>Auf <a href="http://blog.kooptech.de/">KoopTech</a> , dem Blog von Christiane Schulzki-Haddouti, habe ich eine <a href="http://blog.kooptech.de/2009/03/social-media-fuer-die-zivilgesellschaft-das-neue-portal-engagiert-in-deutschland/">Bewertung der Plattform</a> veröffentlicht.</p>
<p><strong>Heimverzeichnis</strong></p>
<p>Seit Februar 2009 gibt es das <a href="http://www.heimverzeichnis.de/index.php?id=10">Heimverzeichnis.de</a> , das von der gemeinnützigen Bundesinteressenvertretung der Nutzerinnen und Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten im Alter und bei Behinderung getragen wird. Das Heimverzeichnis ist eine Datenbank mit einer Qualitätsbewertung von Altenheimen aus Verbrauchersicht.</p>
<p>Bei den im Heimverzeichnis eingetragenen Heimen werden nicht nur die üblichen pflegerischen/baulichen/technischen Strukturdaten aufgelistet , sondern es werden insbesondere Informationen über die Lebensqualität in diesen Einrichtungen eingestellt. Zu diesem Zweck muss sich ein Heim von ehrenamtlichen Gutachtern prüfen lassen. Der Begriff der  <a href="http://www.heimverzeichnis.de/index.php?id=19">&quot;Lebensqualität&quot;</a> umfasst dabei die folgenden Dimensionen: Autonomie/Teilhabe/Menschenwürde. Durch das Heimverzeichnis steht den Verbrauchern eine &quot;Positivliste&quot; von zertifizierten Heimen zur Verfügung, die sich um Verbraucherfreundlichkeit bemühen.</p>
<p><strong>Blogpatenschaften/Offene Plattform</strong></p>
<p>Für alle, die die Blogpaten noch nicht kennen: sie bieten mit ihrem Blog <a href="http://www.bloggerpatenschaften.de/">Blogpatenschaften.de</a> und &#8211; gemeinsam mit H.Fährmann &#8211; der <a href="http://www.offene-plattform.de/">Offenen Plattform</a> ein Forum für all jene, die kein eigenes Blog haben aber dennoch ein wichtiges Anliegen in die Öffentlichkeit tragen wollen.</p>
<p>Speziell auf der <a href="http://www.bloggerpatenschaften.de/rede-daruber-gern-auch-anonym-lass-uns-in-dialog-kommen/#more-905">Offenen Plattform</a> werden Selbsthilfegruppen und chronisch Kranke ermuntert, über ihre Problemlagen zuberichten. Der Leitgedanke dahinter ist, die Grenzen zwischen On- und Offlinern zu reduzieren und einen Einblick in den Alltag der Menschen zu vermitteln, die anders als der Mainstream leben (müssen). Vor dem HIntergrund der oben zitierten Caritas-Studie (die Mehrzahl der Menschen hat <a href="http://www.soziale-manieren.de/54438.asp">keinen Kontakt</a> zu Randgruppen bzw. letztere sind vom Rest der Gesellschaft &#8216;abgeschnitten&#8217;), ist das Engagement der Blogpaten sehr verdienstvoll.</p>
<p>Vor allem auch, weil das Blog-Team die Zielgruppen aktiv anspricht. Denn die wirkliche Herausforderung liegt für die Blogpaten nicht lediglich in der Publikation von Beiträgen, sondern in der Gewinnung der Offliner für Social Media und der Vernetzung von Initiativen und Engagierten untereinander. Mehr Infos zur Philosophie der Blogpaten bzw. von Ina Müller-Schmoß gibt es <a href="http://cspannagel.wordpress.com/2009/03/16/mit-blogpatenschaften-die-vernetzung-fordern/">hier</a> .</p>
<p><strong>Bildungsspender</strong></p>
<p>Getwittert und <a href="http://www.bloggerpatenschaften.de/making-of-bildungsspender/">gebloggt </a> wurde darüber schon: Nun auch hier die Information, dass es eine neue gemeinnützige Online-Fundraising-Plattform namens <a href="http://www.bildungsspender.de/">Bildungsspender</a> gibt, die  Spenden über Einkäufe in bekannten Online-Shops sammelt.</p>
<p>Bei jedem Online-Einkauf, der über die Spendenpalttform vermittelt wird,  geht ein bestimmter Prozentsatz der Einkaufssumme als Provision an die Bildungsspender-Plattform, die die Summe vollständig an die angemeldeten gemeinnützigen Einrichtungen weiterreicht. Gedacht ist die Plattform für Spenden an Kitas, Schulen, Unis, Vereine und Kirchen.</p>
<p>Eine gute Idee ist dieser Bildungsspender, denn vielleicht kann und will nicht jeder spenden, &#8211; aber online einkaufen und dabei automatisch zu spenden, ohne dass man selbst höhere Kosten hat, das ist doch sehr attraktiv. Selbst eine Registrierung ist für den potentiellen Einkäufer auf dem Bildungsspender nicht notwendig, &#8211; ein Anreiz für Menschen, die ihre Daten nicht gerne weitergeben.</p>
<p><strong>DieGesellschafter.de mit Podcast</strong></p>
<p>Nur kurz erwähnen möchte ich, dass die seit langem etablierte Plattform <a href="http://diegesellschafter.de/index.php?sid=dcf171f3da684708a76378f2e8507a12&amp;">dieGesellschafter.de</a> , über die ich an anderer Stelle schon <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/best-practice-i-diegesellschafterde/">geschrieben</a> habe, seit Dezember auch einen <a href="http://diegesellschafter.de/projekt/podcast/index.php?sid=dcf171f3da684708a76378f2e8507a12">Podcast </a> anbietet, der vierzehntätig erscheinen soll. Die Sendungen dauern in der Regel über eine Stunde und befassen sich mit Nonprofit-Organisationen oder engagierten Menschen, die ihre Visionen und Aktivitäten vorstellen. Nonprofits, die im Podcast schon vorgestellt wurden: u.a. BUND, Oxfam, Jugendrotkreuz. (Für den Nutzer wäre es allerdings noch einfacher, wenn der Podcasts schon auf der Startseite im Menü stünde).</p>
<div style=" text-align:left; margin: 0px 0px 0px 20px;" class="printfriendly"><a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/plattformen-mit-sozialem-mehrwert/?pfstyle=wp" rel="nofollow" style="text-decoration: none; outline: none; color: #55750C;"><img class="printfriendly" src="http://cdn.printfriendly.com/pf-button.gif" alt="PrintFriendly" /></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Aktion Uwe&#8221; &#8211; Entwicklungen im Online-Fundraising und wie Nonprofits darauf reagieren sollten</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/aktion-uwe-entwicklungen-im-online-fundraising-und-wie-nonprofits-darauf-reagieren-sollten/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Feb 2009 17:23:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigitte.reiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der vierten Runde der Nonprofit-Blogparade fragt Christian Henner-Fehr vom Kulturmanagement-Blog nach Tipps und Tricks für das Online-Fundraising durch gemeinnützige Organisationen. Bevor ich zu den Tipps und Tricks komme, möchte ich zuerst fragen, welche Formen des Online-Fundraisings es gibt, welche Entwicklungen zu erwarten sind und wie Nonprofits darauf reagieren sollten. Zu den Formen des Online-Fundraisings: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der vierten Runde der Nonprofit-Blogparade fragt Christian Henner-Fehr vom Kulturmanagement-Blog nach <a href="http://kulturmanagement.wordpress.com/2009/01/15/die-nachste-runde-der-npo-blogparade-tipps-und-tricks-fur-das-online-fundraising/">Tipps und Tricks für das Online-Fundraising </a> durch gemeinnützige Organisationen.</p>
<p>Bevor ich zu den Tipps und Tricks komme, möchte ich zuerst fragen, welche Formen des Online-Fundraisings es gibt, welche Entwicklungen zu erwarten sind und wie Nonprofits darauf reagieren sollten.</p>
<p>Zu den Formen des Online-Fundraisings:</p>
<p>Eine Hilforganisation kann auf ihrer Webseite um Online-Spenden bitten und/oder sich auf einer der Online-Fundraising Plattformen eintragen, von denen es zwischenzeitlich auch in Deutschland unzählige gibt (u.a. Helpedia, betterplace, Spendenportal, reset und viele mehr). Alternativ kann jeder Nutzer selbst zum Fundraiser werden, indem er seine Webseite und Social Media Tools wie Twitter oder Communities nutzt, um Spenden zu sammeln. Auch der Eintrag seines Projekts auf einer Online-Plattform, die private Sammelaktionen zulässt, ist möglich.</p>
<p>Wie Nutzer zu Micro-Fundraisern werden, zeigt gerade mein Blogger-Kollege Ole Seidenberg, der <a href="http://socialaction20.wordpress.com/">SocialBlogger</a> .  Am 25. Januar startete er eine <a href="http://socialaction20.wordpress.com/2009/01/25/aufruf-an-alle-leser-starthilfe-fur-uwe/">private Sammelaktion</a> über das Internet für einen Hamburger Obdachlosen namens Uwe. Seitdem hat er diverse Spendenaufrufe veröffentlicht, auch über Twitter, und den Verlauf der Spendenaktion und seine Treffen mit Uwe im Blog dokumentiert und mit Videos ergänzt, auf denen Uwe zu Wort kommt.</p>
<p>Diese Aktion, die im Netz auf große Resonanz stößt, zeigt auf, wohin sich das Online-Fundraising entwickelt: neben die Sammelaktionen von Hilfsorganisationen tritt zunehmend das Fundraising durch  Nutzer, denen durch Social Media mächtige Instrumente zur Verfügung stehen, um ihre Aufrufe  zu verbreiten, den Fortgang einer Aktion zu dokumentieren und in Kommunikation mit den Spendern zu treten. Die Chancen für Transparenz und Mitsprache der Community sind hier sehr hoch, &#8211; Chancen, die etablierte NPOs durch ihre Zurückhaltung gegenüber Social Media nicht ausreichend nutzen.</p>
<p>Was kennzeichnet das private person-to-person-Fundraising durch Nutzer im Internet? Eine konsequente Individualisierung und Personalisierung der Hilfe und die Unabhängigkeit von professioneller Unterstützung durch eine Hilfseinrichtung.</p>
<p>In  Zukunft wird die Entwicklung noch fortschreiten und es wird Online-Plattformen geben, auf denen Menschen mit ihren Nöten an die Öffentlichkeit gehen und nach Unterstützern/Fundraisern suchen. Private <a href="http://www.smava.de/">Kredite</a> kann man auf diese Weise schon erlangen, warum nicht auch Spenden? In Großbritannien wird gerade an einem <a href="http://fresh-voice.typepad.com/fresh_voice/2009/01/ideas-were-working-on.html">Web-Angebot</a> gearbeitet, das die Bedürfnisse von Bewohnern einer Gemeinde nach sozialen Dienstleistungen abfragt und diese Hilfegesuche auf Karten räumlich verortet. Zwar soll sich dieses Angebot an kommunale und gemeinnützige Dienstleister richten, aber grundsätzlich könnte man so auch privaten Fundraisern und Spendern Bedarfe aufzeigen.</p>
<p>Ob man diese Entwicklung hin zum person-to-person-Fundraising über Social Media gut oder schlecht findet, ist abhängig vom persönlichen Standpunkt des Betrachters. Bei <a href="http://beth.typepad.com/beths_blog/2009/01/birthday-campaign-reflection-creating-a-culture-of-giving-in-your-network.html">Beth Kanter</a> gibt es eine Diskussion zu diesem Thema mit interessanten Links. Man kann die folgenden Positionen unterscheiden:</p>
<p>Die Anhänger des etablierten, professionellen Hilfssystems  werden darin einen Rückschritt hin zum vormodernen Almosenwesen sehen, das Not in individualisierter Form, losgelöst von Strukturen, wahrnimmt.</p>
<p>Die Anhänger des person-to-person-Fundraisings werden dagegenhalten, dass es den Hilfsorganisationen im Laufe der Jahrzehnte nicht gelungen ist, Not effektiv zu bekämpfen. Und sie sich mit ihrer Funktion als erfolgreich scheiternde Organisationen abgefunden haben. Grund genug für die Anhänger des individualisierten  Micro-Fundraising, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und als engagierter Bürger spontan dort zu helfen, wo Not auftritt &#8211; ohne sich Unterstützung bei Nonprofits zu holen, deren bürokratisierte Abläufe ein Feedback hinauszögern würden.</p>
<p>Wie man die Entwicklung auch beurteilt &#8211; sie lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Mit dem Internet und Social Media sind die Instrumente vorhanden, die zum person-to-person-Fundraising eingesetzt werden können. Und immer mehr Menschen, speziell die junge &#8211; und bald tonangebende &#8211; Netzgeneration, werden diese Mittel auch nutzen. Nonprofits müssen sich auf diese private Konkurrenz einstellen und entsprechend reagieren. Welche Tipps kann man den professionellen Dienstleistern geben, um Terrain im Online-Fundraising zu gewinnen und zu halten ?</p>
<p><strong>Tipp 1:</strong> Gegen den Vertrauensverlust ankämpfen, von dem institutionelle Hilfsanbieter betroffen sind. Die eigenen Leistungen und Kompetenzen müssen von NPOs besser kommuniziert und vermarktet werden. Professionelle Expertise in NPOs darf von Unterstützern von außen nicht als hierarchisches Element empfunden werden, sondern als kostbare Ressource, die Entscheidungen bereichert.</p>
<p><strong>Tipp 2:</strong> Transparenz herstellen und nach außen vermitteln: Spender wollen wissen, was mit ihrem Geld passiert und welche Fortschritte ein Projekt macht.</p>
<p><strong>Tipp 3</strong> : Spender bzw. Stakeholder allgemein stärker in einen Dialog einbinden. Online-Tools machen dies problemlos möglich. Das person-to-person-Fundrasing ist auch deshalb erfolgreich, weil man als Spender ganz unbürokratisch Fragen stellen kann und Antworten bekommt.</p>
<p><strong>Tipp 4:</strong> Das storytelling verstärken. Spender wollen nicht nur Daten und Fakten, sondern auch Lebensgeschichten hören. Egal wie man zu dieser Entwicklung steht &#8211; diesem <a href="http://www.kampagne20.de/?p=121">Trend zur Dramatisierung</a> und Inszenierung wird man nicht entkommen können. Außer man wählt als NPO bewusst einen anderen Weg, kommuniziert diesen dann aber auch offensiv nach außen hin.</p>
<p><strong>Tipp 5:</strong> Internet-Nutzer zu Unterstützern und Multiplikatoren der NPO-Projekte machen. Die Bereitschaft zum Spenden ist da. Wer bei privaten Spendenaktionen gibt, lässt sich auch für institutionalisierte Projekte gewinnen, wenn diese entsprechend transparent sind. Es kommt darauf an, diese Bereitschaft der Menschen, in unterschiedlichen Zusammenhängen zu spenden, zu nutzen. Wer Unterstützer stärker integriert und in interne Abläufe einbindet (<a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/die-koproduktion-von-dienstleistungen-wie-konnen-profis-und-burger-zusammenarbeiten/">&quot;Koproduktion sozialer Dienstleistungen</a> &quot;), wird auch als Fundraiser erfolgreich sein.</p>
<div style=" text-align:left; margin: 0px 0px 0px 20px;" class="printfriendly"><a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/aktion-uwe-entwicklungen-im-online-fundraising-und-wie-nonprofits-darauf-reagieren-sollten/?pfstyle=wp" rel="nofollow" style="text-decoration: none; outline: none; color: #55750C;"><img class="printfriendly" src="http://cdn.printfriendly.com/pf-button.gif" alt="PrintFriendly" /></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Impressionen vom BarCamp Stuttgart</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Sep 2008 22:25:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigitte.reiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barcamp]]></category>
		<category><![CDATA[Plattform]]></category>
		<category><![CDATA[Social Software]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Ziele]]></category>
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		<description><![CDATA[Zwei Tage lang traf sich die Web 2.0-Szene in Stuttgart. Ich konnte nur heute das BarCamp besuchen und habe einige Anregungen mit nach Hause mitgenommen. Da war zum einen die Session von Oliver Gassner und Robert Basic , in der wir u.a. darüber diskutierten, ob und in welcher Form die deutsche Blogosphäre eine Plattform braucht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://i115.photobucket.com/albums/n320/trau_kainehm/bc0711/bc0711_200.png" alt="" width="200" height="60" /></p>
<p>Zwei Tage lang traf sich die Web 2.0-Szene in Stuttgart. Ich konnte nur heute das BarCamp besuchen und habe einige Anregungen mit nach Hause mitgenommen. Da war zum einen die Session von <a href="http://blog.oliver-gassner.de/">Oliver Gassner </a> und <a href="http://www.basicthinking.de/blog/">Robert Basic</a> , in der wir u.a. darüber diskutierten, ob und in welcher Form die deutsche Blogosphäre eine Plattform braucht, die den inhaltlichen Reichtum und die Bandbreite von Blogs aufzeigen kann. Die Diskussion war kontrovers: während die einen eine solch zentrale Institution für überflüssig halten, bin ich der Ansicht, dass die Idee was hat. Eine entsprechende Plattform könnte Außenstehenden den Einstieg in die Blogosphäre erleichtern und das Medium &#8216;Blog&#8217; noch stärker als (politische) Institution etablieren.</p>
<p><a href="http://tautoko.info/">Johannes Kleske</a> hielt eine Session über die POST-Strategie von Forrester Research, die Organisationen bei der Auswahl von Web2.0-Tools hilft. POST ist mir bekannt, ich habe vor einiger Zeit hier einen <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/die-richtigen-web20-tools-wahlen-auswahlmethoden-fur-npos/">Beitrag</a> darüber geschrieben. Bei POST geht es darum, dass Organisationen einige Fragen klären, bevor sie konkrete Tools auswählen:</p>
<p>1. Inwieweit sind unsere Zielgruppen (People) schon im Netz aktiv? Sind sie überhaupt nicht im Internet vertreten? Gehören sie zu den Zuschauern? Oder zu den Nutzern, die in Communities mitmachen? Sind sie als Sammler unterwegs, die bookmarken? Schreiben sie Kommentare? Oder produzieren sie selbst Inhalte?</p>
<p>2. Welche Ziele (Objectives) möchten wir mit Hilfe von web 2.0 erreichen?</p>
<p>3. Welche Mittel bzw. mögliche Umsetzungsstrategien (Strategy) stehen uns zur Verfügung? Hier ist eine Beschäftigung mit den Vor- und Nachteilen der einzelnen Web 2.0-Instrumente notwendig</p>
<p>4. Erst zum Schluß erfolgt eine Auswahl der Tools (Technology)</p>
<p>Wichtig: die Technik wird  <em>zum Schluß</em> ausgewählt und nicht am Anfang, wie viele Organisationen das machen. Laut Kleske wird jede Organisation scheitern, die sich zuwenig mit den neuen Medien auseinander gesetzt hat. Als Beispiel nannte er die Werbekampagne für den Chevy tahoe, die von vielen im Netz persifliert wurde. Das Problem ist, dass solche Fehlleistungen eines Unternehmens noch &#8216;ewig&#8217; im Netz zu sehen sind. Deshalb die Empfehlung an alle interessierten Organisationen: erst die Regeln des Mitmach-Webs studieren und sich über die eigene Situation Gedanken machen und danach die Web2.0-Instrumente auswählen.</p>
<p>Die letzte Session, die ich besuchte, befasste sich mit Twitter, wo ich unter dem Namen npo_vernetzt vertreten bin. Es ging um die Frage, welchen Nutzen man aus Twitter ziehen kann und welche Perspektiven Twitter (gemeinnützigen) Organisationen eröffnet. Dazu aber ein anderes Mal mehr.</p>
<p>Insgesamt empfand ich das BarCamp als sehr gelungen. Darüber hinaus habe ich mich mit vielen netten Leuten unterhalten, die ich bisher nur aus ihren Blogs oder über Twitter kannte.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> wer sich näher mit der POST-Strategie befassen will, findet den Ansatz in dem folgenden Buch: Charlene Li und Josh Bernoff: Groundswell. Winning in a World Transformed by Social Technologies (2008).</p>
<div style=" text-align:left; margin: 0px 0px 0px 20px;" class="printfriendly"><a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/impressionen-vom-barcamp-stuttgart/?pfstyle=wp" rel="nofollow" style="text-decoration: none; outline: none; color: #55750C;"><img class="printfriendly" src="http://cdn.printfriendly.com/pf-button.gif" alt="PrintFriendly" /></a></div>]]></content:encoded>
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