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	<title>Nonprofits-vernetzt.de &#187; Web2.0</title>
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	<description>Stakeholder-Management und Web 2.0 für gemeinnützige Organisationen</description>
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		<title>Nachhaltiges Fundraising &#8211; welche Bausteine sind wichtig?</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Nov 2010 11:02:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigitte.reiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Fundraising 2.0-Blog ist Gastgeber der 18. NPO-Blogparade. Jörg Eisfeld-Reschke fragt, wie es gelingen kann, dass sich Online-Freunde, Fans und Follower für eine gemeinnützige Organisation auszahlen? Er beschreibt den &#8220;Traum eines Online-Fundraisers&#8221;, der so aussieht:  durch die Präsenz im Social Web kommen  &#8220;sehr schnell (..) hunderte Follower auf Twitter und Tausende Fans auf Facebook zusammen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="http://www.fundraising20.de/">Fundraising 2.0-Blog</a> ist Gastgeber der <a href="http://npoblogparade.wordpress.com/2010/10/25/18-runde-der-npo-blogparade/">18. NPO-Blogparade</a>. Jörg Eisfeld-Reschke fragt, <a href="http://www.fundraising20.de/18-npo-blogparade-aufruf-zur-teilnahme/">wie es gelingen kann, dass sich Online-Freunde, Fans und Follower für eine gemeinnützige Organisation auszahlen?</a></p>
<p>Er beschreibt den<a href="http://www.fundraising20.de/der-traum-eines-online-fundraisers-npo-blogparade/"> &#8220;Traum eines Online-Fundraisers&#8221;</a>, der so aussieht:  durch die Präsenz im Social Web kommen  &#8220;sehr schnell (..) hunderte Follower auf Twitter und Tausende Fans auf Facebook zusammen. Ab dem ersten Tag werden sie zu Spendern, starten Anlaßspenden-Aktionen zu ihrem Geburtstag und schreiben im Blog darüber, dass sie dieser gemeinnützigen Organisation ihr Vermögen hinterlassen werden.&#8221;</p>
<p>Diesen Traum träumen sicherlich sehr viele NPOs, &#8211; anders kann man sich deren Interesse an Online-Fundraising als <em>ersten</em> Schritt im Social Web nicht erklären. Was die meisten interessiert, ist das schnelle Geld oder wie es auf der<a href="http://lernspielwiese.wordpress.com/2010/11/12/freunde-fans-und-follower-los-zahlt-euch-fur-mich-aus/"> Lernspielwiese </a>heißt &#8220;Freunde, Fans und Follower -los! Zahlt euch für mich aus&#8221;.</p>
<p>Dass dieser Traum des Dritten Sektors nach schnellem Geld aus der Zivilgesellschaft als Ersatz oder Ergänzung für gekürzte Mittel von staatlicher Seite ein Traum bleiben wird, stellt Reschke in seinem<a href="http://www.fundraising20.de/der-traum-eines-online-fundraisers-npo-blogparade/"> Beitrag</a> dar.</p>
<p>Aus meiner Sicht müssen viele Aspekte berücksichtigt werden, wenn das Fundraising im Netz von dauerhaftem Erfolg sein soll.</p>
<p><em>Nachhaltiges Fundraising</em> schafft einen Mehrwert für die Organisation <em>und </em>ihre Stakeholder <em>und </em>das Gemeinwesen. Nachhaltiges Fundraising baut vertrauensvolle, dauerhafte Beziehungen auf und vermeidet alles, was diese Beziehungen zugunsten kurzfristiger und allein organisationsbezogener Ziele schädigen könnte. Nachhaltiges Fundraising setzt auf Kooperation, wechselseitigen Dialog und die Koproduktion von Leistungen. Nachhaltiges Fundraising lässt den binnenorienten Blick vieler NPOs hinter sich, öffnet sich nach außen hin und rückt die Beziehungen zu den Stakeholdern in den Mittelpunkt. Nachhaltiges Fundraising setzt einen Perspektivenwechsel in NPOs voraus, den ich <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/koproduktion-und-der-paradigmenwechsel-im-sozialsektor/">an anderer Stelle </a>beschrieben habe. Er verändert das Verhältnis zwischen dem Dritten Sektor und der Zivilgesellschaft: statt Dinge <em>für </em>Bürger zu tun, arbeitet und plant man <em>mit ihnen</em> gemeinsam.</p>
<p>Welche Bausteine sind für ein <em>nachhaltiges Fundraising</em> im Internet relevant, das dauerhaft<em> </em>vielfältige Ressourcen aus dem gesellschaftlichen Raum akquirieren kann?</p>
<ol>
<li>Partizipation der Nutzer</li>
<li>Responsivität der Oganisationen</li>
<li>Wechselseitigkeit des Austausches</li>
<li>Diversität von Netzwerken</li>
<li>Passende Technologien</li>
<li>Bedeutung der lokalen Ebene</li>
</ol>
<p>Zu 1. <strong>Partizipation der Nutzer:</strong> wie die meisten Beiträge zur NPO-Blogparade herausstellen, braucht es in jeder Fundraising-Situation viele unterschiedliche und niedrigschwellige Mitmachmöglichkeiten für die Nutzer. Partizipation fördert die Integration von Menschen in Netzwerke und damit auch die Bildung von Unterstützerkreisen zugunsten einer gemeinnützigen Einrichtung. Wichtig ist es, Interaktionsmöglichkeiten zwischen den Nutzern zu schaffen, also das Netzwerk nicht vertikal &#8211; zur gemeinnützigen Organisation hin &#8211; auszurichten,  sondern horizontal mit Blick auf die Community hin auszubauen.</p>
<p>Nutzer müssen befähigt werden, selbst als Multiplikatoren, Fundraiser, Wissenssammler usw. für die gemeinnützige Organisation aktiv zu werden. Von den Kontakten, die sie dabei sammeln, kann eine NPO erneut profitieren. Deshalb ist die Fixierung auf Spenderdatenbanken, wie dies in der Nonprofit-Szene üblich ist,  auch unzureichend: Eine NPO profitiert nicht nur von den hier gesammelten Einzelpersonen, sondern auch von deren Netzwerken.</p>
<p>Zu 2. <strong>Responsivität von Organisationen:</strong> dieser Punkt wurde <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/die-bereitschaft-zum-zuhoren-oder-wann-verhalten-sich-organisationen-responsiv/">hier im Blog</a> schon häufig thematisiert: man kann die Partizipation der Nutzer nicht ohne die institutionelle Seite betrachten, d.h. Organisationen müssen Partizipationsräume schaffen und sich responsiv verhalten, wenn sie möchten, dass Bürger sich einbringen. Wer die Bürger-Nutzer mit fertigen Strategien und Projekten konfrontiert, wird deren Bereitschaft zum Mitmachen zum Erlahmen bringen.</p>
<p>Zu 3. <strong>Wechselseitigkeit des Austausches:</strong> wie wichtig die sogenannte &#8220;Reziprozität&#8221; des Austausches in Netzwerken ist, beschreibt <a href="http://kulturwissenschaft.wordpress.com/2010/10/26/kulturmanagement-wie-sich-kontakte-auszahlen/">einer der Beiträge</a> zur NPO-Blogparade. Netzwerke bilden nur eine <em>Struktur</em>. Ob man das in ihnen eingebettete <em>soziale Kapital</em> heben kann, hängt davon ab, ob man am wechselseitigen Austausch partizipiert. Wer immer nur etwas aus dem Netzwerk will, aber keine Ressourcen investiert, ist von der Nutzung des sozialen Kapitals ausgeschlossen (vgl. &#8211; sehr interessant &#8211; <a href="http://nvs.sagepub.com/content/38/4/643.abstract">Jo Ann Schneider 2009</a>)</p>
<p>Zu 4. <strong>Diversität von Netzwerken:</strong> je pluraler Netzwerke aufgebaut sind, desto unterschiedlicher sind die Ressourcen, von denen die am Austausch Beteiligten profitieren können. Bleibt eine NPO in ihrem angestammten Biotop, wird sie immer auf dieselbe Ressourcenkonstallation stoßen. Dringt sie in neue Milieus und Netzwerke vor, ändert sich auch die Zusammensetzung der Ressourcen, die ihr potentiell zu Verfügung stehen: &#8220;Diverse resources flow through diverse networks&#8221;<a href="http://www.mysocialnetwork.net/downloads/NetDiversity19-diss.pdf"> (Hampton/Lee/Her 2010, 5)</a>. Die bloße Anzahl von Kontakten, auf die viele NPOs und Fundraiser fixiert sind, sagt noch gar nichts über deren Diversität aus bzw. über den Ressourcenreichtum eines Netzwerks.</p>
<p>Zu 5. <strong>Passende Technologien:</strong> Nicht jede IuK-Technologie fördert direkt die Pluralität von Netzwerken, die für die Ressourcenvielfalt eines Netzwerks &#8211; und damit auch für den Fundraisingerfolg &#8211; entscheidend ist. In der Studie  von <a href="http://www.mysocialnetwork.net/downloads/NetDiversity19-diss.pdf">Hampton/Lee/Her 2010</a> (via <a href="http://neighbourhoods.typepad.com/neighbourhoods/2010/11/locality-diversity-and-internet-use.html">neighbourhoods</a>) wurden die Netzwerke bzw. das soziale Kapital von über 2000 Erwachsenen untersucht. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich IuK-Technologien und speziell Social Media auf die Diversität von Netzwerkkontakten auswirken. Das Ergebnis zeigt, dass Online-Communities die Diversität der Nutzer-Netzwerke unmittelbar vergrößern. Wohingegen Blogging, Photosharing oder der Einsatz von Mobiltelefonen nur indirekt &#8211; vermittelt über lokale Zusammenhänge &#8211; die Netzwerkvielfalt fördern.</p>
<p>Zu 6. <strong>Die Bedeutung der lokalen Ebene: </strong>Auch für das Online-Fundraising verliert die lokale Ebene nicht an Bedeutung. Die Studie von <a href="http://www.mysocialnetwork.net/downloads/NetDiversity19-diss.pdf">Hampton/Lee/Her 2010</a> verdeutlicht, dass Social Media nicht unmittelbar &#8211; außer im Fall von Online-Netzwerken &#8211; Diversität schaffen. Sondern dass das Zusammenspiel von lokalem Engagement und Internetgebrauch in den meisten Fällen sehr wichtig ist, um vielfältiges soziales Kapital aufzubauen. Auch das Online-Fundraising muss deshalb Anknüpfungspunkte zur lokalen Ebene und zu konkreten Mitmachmöglichkeiten bieten. &#8220;Place is not lost as a result of the affordances of new technologies, but place-based networks are reinforced and made persistent&#8221; <a href="http://www.mysocialnetwork.net/downloads/NetDiversity19-diss.pdf">(Hampton/Lee/Her 2010, 25)</a>.</p>
<div style=" text-align:left; margin: 0px 0px 0px 20px;" class="printfriendly"><a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/nachhaltiges-fundraising-welche-bausteine-sind-wichtig/?pfstyle=wp" rel="nofollow" style="text-decoration: none; outline: none; color: #55750C;"><img class="printfriendly" src="http://cdn.printfriendly.com/pf-button.gif" alt="PrintFriendly" /></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Partizipation fördern und organisieren &#8211; welche Bedingungen müssen erfüllt sein?</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Sep 2010 16:03:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigitte.reiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie kann man Partizipationsprozesse &#8211; gleichgültig ob online oder offline &#8211; so organisieren, dass sich möglichst viele Bürger einbringen? Bürgerbeteiligung über das Internet oder in den Einrichtungen auf lokaler Ebene krankt häufig daran, dass nur wenig Bürger erreicht werden und zumeist auch nur bestimmte Bildungsschichten und soziale Milieus. Erst jüngst hat das WZB dargelegt, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie kann man Partizipationsprozesse &#8211; gleichgültig ob online oder offline &#8211; so organisieren, dass sich möglichst viele Bürger einbringen?</p>
<p>Bürgerbeteiligung über das Internet oder in den Einrichtungen auf lokaler Ebene krankt häufig daran, dass nur wenig Bürger erreicht werden und zumeist auch nur bestimmte Bildungsschichten und soziale Milieus. Erst jüngst hat das WZB dargelegt, wie eng der Zusammenhang zwischen Einkommen und gesellschaftlichem Engagement ist und welche bedeutende Rolle das Bildungsniveau spielt, das Persönlichkeitsmerkmale fördert, die auf Beteiligung abzielen (wie Kreativität, Veränderungswille etc.)<a href="http://www.wzb.eu/publikation/pdf/wm128/14-17.pdf">(Böhnke/Dathe 2010</a>).</p>
<p>Wie kann man diese faktische Verengung der Bürgerbeteiligung aufbrechen? Wie können Partizipationsmöglichkeiten so ausgestaltet und unterstützt werden, dass sie über das <a href="http://gurstein.wordpress.com/2010/09/02/open-data-empowering-the-empowered-or-effective-data-use-for-everyone/">&#8220;Empowering the Empowered&#8221;</a> hinausgehen und möglichst viele Bevölkerungsgruppen ansprechen?</p>
<p>Es reicht offensichtlich nicht aus, online einen Aufruf mit der Bitte um Feedback, Teilnahme etc. zu starten oder auf lokaler Ebene Online-Konsultationen und ähnliches zu beginnen verbunden mit der Einladung an die Bevölkerung, sich einzubringen.</p>
<p>Der Rat von professioneller Seite,  Partizipationsprojekte &#8211; in diesem Fall die<a href="http://www.kommune21.de/web/de/meldungen,311_1_0_82.5,10724"> E-Partizipationsmöglichkeiten</a> auf lokaler Ebene &#8211; noch  stärker zu bewerben, wird für den Erfolg von Beteiligungsprozessen nicht genügen. Wer nicht von klein auf gelernt hat, sich einzubringen, hat auch als Erwachsener keine guten Voraussetzungen, wenn es um die Wahrnahme von Partizipationsmöglichkeiten geht.</p>
<p>Ein sehr praktisches Tool, um den Wirkungsgrad von Partizipationsprojekten zu vergrößern, ist das<strong> CLEAR-Modell </strong>von <a href="http://www.communities.gov.uk/documents/localgovernment/pdf/1241999">Pratchett/Durose/Lowndes u.a. (2009)</a>. Wer an dem Aufbau von Partizipationsprozessen interessiert ist, die breite Bevölkerungsschichten erreichen, der kann mit Hilfe des CLEAR-Modells effektive Beteiligungsprojekte entwerfen oder bestehende Beteiligungsangebote auf ihre Stärken und Schwächen hin untersuchen.</p>
<p>Das CLEAR-Modell umfasst fünf Kriterien. Sie berücksichtigen die Seite der Bürger und die der Institutionen, weil beide Seiten in  wechselseitiger Abhängigkeit voneinander stehen. Anders ausgedrückt: ohne responsive Organisationen läuft das Bürgerengagement ins Leere und ohne engagierte Bürger bleiben Partizipationsangebote von Institutionen ohne Feedback.</p>
<p>Die fünf Kriterien des CLEAR-Modells für effektive Partizipationsprozesse (s.S. 9ff):</p>
<p>1. Bürgern müssen die Kompetenzen vermittelt werden, die notwendig sind, um am Gemeinwesen partizipieren zu können (&#8220;<strong>C</strong>an do&#8221;). Dazu gehört auch, vor Ort für eine Infrastruktur zu sorgen, die Partizipation ermöglicht (Internetzugang, Bildungsangebote, Räumlichkeiten für Treffen usw.).</p>
<p>2. Bürger müssen darin befähigt und unterstützt werden, sich untereinander und mit Organisationen zu vernetzen. Ohne soziale Einbindung fehlt vielen das Motiv, sich an öffentlichen Angelegenheiten stärker zu beteiligen(&#8220;<strong>L</strong>ike to&#8221;).</p>
<p>Hier muss noch ergänzt werden, dass die Netzwerke, über die der einzelne verfügt, ihm auch Kompetenzen und Unterstützung vermitteln können, die Beteiligung fördern.</p>
<p>Dieser netzwerkorientierte Aspekt des CLEAR-Modells ist sehr wichtig, weil er die dominierende bilaterale Sichtweise verlässt, die sich auf das Verhältnis zwischen Verwaltung und Bürgern oder zwischen Bürgern und NPOs konzentriert. Der Vernetzungsgrad von Bürgern bzw. die kollektive Dimension hat großen Einfluss darauf, ob Bürger sich beteiligen oder nicht.</p>
<p>3. Organisationen müssen Bürgern Partizipationsmöglichkeiten bieten (&#8220;<strong>E</strong>nabled to&#8221;). Wo zivilgesellschaftliche Einrichtungen und Beteiligungsmöglichkeiten fehlen, sinkt die Partizipationsbereitschaft der Bürger.</p>
<p>4. Organisationen müssen Bürger aktiv um ihre Beteiligung bitten. Die Mobilisierung von Bürgern durch ganz unterschiedliche Angebote ist wichtig, weil Bürger verstärkt partizipieren, wenn sie sich angesprochen fühlen (&#8220;<strong>A</strong>sked to&#8221;).</p>
<p>5. Organisationen müssen sich Bürgern gegenüber responsiv verhalten, d.h. sie müssen bereit sein zum Zuhören und Antworten (&#8220;<strong>R</strong>esponded to&#8221;). Wo diese Bereitschaft fehlt, weil Entscheidungsprozesse hierarchisch gefällt werden oder anderen Stakeholdern mehr Gewicht beigemessen wird, erlahmt auch die Beteiligungsbereitschaft der Bürger.</p>
<p>Mit Hilfe des CLEAR-Modells können auch Defizite in der Social Media-Anwendung aufgezeigt werden. Der Schwerpunkt von Organisationen &#8211; auch den gemeinnützigen &#8211; liegt hier sehr häufig auf der versuchten Mobilisierung von Bürgern unter Vernachlässigung der ersten beiden Punkte, den Kompetenzen und der Vernetzung von zivilgesellschaftlichen Akteuren.</p>
<p>Wenn Social Media zur Interaktion und zum Dialog mit Bürgern führen soll, dann müssen die Beteiligungskompetenzen von Bürgern gefördert und muss ihre Vernetzung untereinander gestärkt werden.  Social Media-Strategien, die diese beiden Aspekte berücksichtigen, werden auf Dauer erfolgreicher sein als jene, die auf solch unterstützende Maßnahmen verzichten.<br />
Die digitale Inklusion und die politische Erwachsenenbildung müssen also durchaus ein Thema sein für alle, die sich von der Bürgerschaft mehr Partizipation erhoffen, ob online oder offline.</p>
<div style=" text-align:left; margin: 0px 0px 0px 20px;" class="printfriendly"><a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/partizipation-fordern-und-organisieren-welche-bedingungen-mussen-erfullt-sein/?pfstyle=wp" rel="nofollow" style="text-decoration: none; outline: none; color: #55750C;"><img class="printfriendly" src="http://cdn.printfriendly.com/pf-button.gif" alt="PrintFriendly" /></a></div>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Koproduktion und der Paradigmenwechsel im Sozialsektor</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Aug 2010 14:45:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigitte.reiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Konzept der &#8220;Koproduktion&#8221; im Dritten Sektor bedeutet: Dienstleistungen werden durch Netzwerke aus professionellen Anbietern und bürgerschaftlichen Akteuren (Klienten, Angehörigen, freiwilligen Helfern, Nachbarn, örtlichen Gemeinschaften usw.) erbracht. Alle am Netzwerk Beteiligten steuern Ressourcen bei. Jedem Beteiligten wird zugetraut, dass er etwas einbringen kann. Das Verhältnis zwischen professionellen Mitarbeitern und Bürgern ist auf Augenhöhe, beide Seiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Konzept der &#8220;Koproduktion&#8221; im Dritten Sektor bedeutet: Dienstleistungen werden durch Netzwerke aus professionellen Anbietern und bürgerschaftlichen Akteuren (Klienten, Angehörigen, freiwilligen Helfern, Nachbarn, örtlichen Gemeinschaften usw.) erbracht. Alle am Netzwerk Beteiligten steuern Ressourcen bei. Jedem Beteiligten wird zugetraut, dass er etwas einbringen kann. Das Verhältnis zwischen professionellen Mitarbeitern und Bürgern ist auf Augenhöhe, beide Seiten sind gleich in ihrer Wertigkeit.</p>
<p>Es geht bei der Koproduktion nicht darum, professionelles Wissen zu ersetzen, sondern das Wissen und die Kompetenzen von Bürgern und Sozialeinrichtungen zu <em>poolen</em>, um die bestmöglichsten Ergebnisse für die Gesellschaft zu erzielen <a href="http://www.nesta.org.uk/library/documents/Co-production-report.pdf">(Boyle/Harris 2009)</a>.</p>
<p>Dies bedeutet aber, dass Sozialeinrichtungen im Rahmen der Koproduktion nicht von vornherein auf die Überlegenheit ihrer &#8211; professionell legitimierten &#8211; Vorschläge pochen können. Sondern dass sich Lösungen durch einen Austausch zwischen bürgerschaftlichen Akteuren und Sozialeinrichtungen herauskristallisieren. Man kann also bürgerschaftliches Engagement und bürgerschaftliche Beteiligung nicht per se als &#8220;Ergänzung&#8221; zur Tätigkeit der professionellen Mitarbeiter betrachten &#8211; wie die <a href="http://www.bagfw.de/uploads/tx_twpublication/BE-Grundsatzposition_30_06_2010.pdf">Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege</a> dies tut  (via <a href="http://b-b-e.de/index.php?id=14632">BBE </a>) &#8211; und diesen &#8220;ergänzenden&#8221; Status festschreiben. Denn wenn Bürger und Sozialeinrichtungen ihre Kompetenzen und ihr Wissen poolen, dann entstehen ganz neue Lösungen, die die Erfahrungen von beiden Seiten &#8211; der professionellen und der bürgerschaftlichen &#8211; gleichberechtigt in sich bündeln.</p>
<p>Auch wenn gemeinnützige Träger im Sozialsektor derzeit noch in ihrem organisations- und outputorientierten Paradigma gefangen sind: die Zukunft gehört den Beziehungen, den Netzwerken und Verbindungen in die Zivilgesellschaft hinein.</p>
<p>Koproduktion bricht mit der binnenorientierten Tradition von gemeinnützigen Organisationen, die um sich selbst und ihr Fachgebiet und um ihre eigene Community kreisen. Koproduktion lenkt den Blick nach außen, hin zu den Stakeholdern einer Organisation und deren vielfältige Ressourcen, ohne die eine Einrichtung die Ziele, derentwillen sie angetreten ist &#8211; nämlich gesellschaftliche Problemlagen zu beiseitigen &#8211; nicht wird erreichen können.</p>
<p>Für einen Aufsatz für die Zeitschrift <a href="http://www.nomos-shop.de/productview.aspx?product=10357">SOZIALwirtschaft</a>, der im November erscheinen wird, habe ich beschrieben, wie der Paradigmenwechsel verfasst ist, vor dem die professionellen Dienstleister im Sozialsektor stehen. Es geht um einen Perspektivenwechsel in gemeinnützigen Organisationen:</p>
<ul>
<li>von der dominierenden Binnensicht zu den Stakeholder-Netzwerken</li>
<li>von der Organisation hin zu Beziehungen</li>
<li>von der hierarchischen Steuerung zur Partizipation</li>
<li>von der Professionalisierung  zum Wissen der Bürger</li>
<li>vom anbieterzentrierten Servicemodell zu den Bedürfnissen der Nutzer</li>
<li>vom Output zum Outcome</li>
<li>vom Paternalismus zum Empowerment von Bürger-Nutzern</li>
<li>von ungleichen Machtverhältnissen zwischen der Einrichtung und Bürgern zu einem Verhältnis auf Augenhöhe.</li>
</ul>
<p>Die Koproduktion sozialer Dienstleistungen &#8211; also deren  Planung, Ausgestaltung, Umsetzung und Evaluation &#8211; kann auch über das Internet erfolgen. Speziell das Bürgerwissens kann sehr einfach über das Internet abgerufen werden, ebenso deren Beteiligung, wenn es darum geht, Problemlagen empirisch zu erfassen.</p>
<p>Web-Mapping Projekte wie <a href="http://megafone.net/GENEVE/map.php?r=1">GENEVE accessible,</a> wo Rollstuhlfahrer Barrieren in Genf fotografieren und in eine Online-Karte eintragen, oder wie die &#8211; hier schon oft zitierte -  Ushahidi &#8211; Webseite bzw.  Software, die die Hilfsanfragen von Menschen, die von Katastrophen betroffen sind, kartiert (Bsp.: <a href="http://chile.ushahidi.com/">Chile-Erdbeben</a>), zeigen das Potential des &#8220;crowdsourcing&#8221; für gemeinnützige Organisationen. Das Feedback der Bürger über die Qualität der erhaltenen Dienstleistungen kann ebenfalls abgefragt und in die Konzeption und Veränderung sozialer Dienste eingebracht werden. Siehe als Beispiele aus dem Gesundheitsbereich die Plattformen <a href="http://www.patientopinion.org.uk/">Patient Opinion</a> und <a href="http://www.iwantgreatcare.org/">iWantGreatCare</a> oder den geplanten <a href="https://weisse-liste.arzt-versichertenbefragung.aok-arztnavi.de/informationen-fuer-aerzte.18.de.html">Gesundheitsnavigator.<br />
</a><br />
Der Staat kann eine konstruktive Rolle spielen, wenn es darum geht, die Partizipation in Nonprofits zu fördern, &#8211; dies zeigt die empirische Studie von <a href="http://www.ingentaconnect.com/content/bpl/puar/2009/00000069/00000003/art00014?crawler=true">Kelly LeRoux aus dem Jahr 2009</a>. Über Förderrichtlinien kann er die Beteiligung von Klienten und anderen an der Entscheidungsfindung von Nonprofits festschreiben.</p>
<p>Die <a href="http://www.bagfw.de/uploads/tx_twpublication/BE-Grundsatzposition_30_06_2010.pdf">Kritik</a> (s. S. 3) der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege an der Aufnahme des freiwilligen sozialen<br />
Engagements in die staatlichen Förderrichtlinien  für den Nonprofit-Sektor ist deshalb differenziert zu betrachten. Wenn es dem Staat lediglich darum geht, aus Spargründen die &#8220;Bürgerarbeit&#8221; in gemeinnützigen Organisationen über Förderrichtlinien zwangsweise festzuschreiben, so ist dies abzulehnen. Falls staatliche Institutionen aber versuchen sollten, die Finanzierung sozialer Dienste mit Anforderungen an die partizipative Praxis in Nonprofits zu verbinden (und dies auch zu finanzieren&#8230;),  so wäre dies zu begrüßen. Denn ohne Druck von staatlicher und &#8211; vor allem &#8211; von zivilgesellschaftlicher Seite werden sich gemeinnützige Organisationen einer weitergehenden Bürgerbeteiligung in ihren Einrichtungen nicht öffnen. Zu sehr verankert ist die Dominanz der Profession und das Ungleichgewicht zwischen der Einrichtung und ihren Nutzern.</p>
<p>Das Konzept der &#8220;Koproduktion&#8221; könnte eine Möglichkeit sein, bestehende Strukturen im Dritten Sektor aufzubrechen. In Großbritannien diskutiert eine eigens eingerichtete Community aus Praktikern und Experten über das Thema Koproduktion, das <a href="http://coproductionnetwork.com/">co-production practitioners’ network</a>. Es würde sich lohnen, auch bei uns einen entsprechenden Gedankenaustausch zu starten. Wer am Thema interessiert ist und Ideen einbringen kann, ist eingeladen, sich am Forum &#8220;Koproduktion&#8221; zu beteiligen, das ich im Rahmen der Xing-Gruppe <a href="http://www.xing.com/group-47618.46e690">&#8220;Zivilgesellschaft und Internet&#8221;</a> eröffnet habe.</p>
<div style=" text-align:left; margin: 0px 0px 0px 20px;" class="printfriendly"><a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/koproduktion-und-der-paradigmenwechsel-im-sozialsektor/?pfstyle=wp" rel="nofollow" style="text-decoration: none; outline: none; color: #55750C;"><img class="printfriendly" src="http://cdn.printfriendly.com/pf-button.gif" alt="PrintFriendly" /></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Nachhaltiger Social Media-Einsatz</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 08:39:32 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In der 16. Runde der NPO-Blogparade fragt Ole Seidenberg, der SocialBlogger, nach dem Impact von Social Media bzw. danach wie Online-Tools und Offline-Aktionen miteinander verbunden werden müssen, damit Social Media Veränderungen in der realen Welt anstoßen. Der Anspruch, der Online-Dialog müsse Handeln nach sich ziehen, bildet für mich ein wichtiger Baustein eines nachhaltigen Social Media-Einsatzes. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://stufr.de/wuedesign/blog/wp-content/uploads/2009/03/npo-blogparade-logo_m-300x67.png"><img class="alignleft" title="npo_blogparade" src="http://stufr.de/wuedesign/blog/wp-content/uploads/2009/03/npo-blogparade-logo_m-300x67.png" alt="" width="300" height="67" /></a>In der 16. Runde der <a href="http://npoblogparade.wordpress.com/">NPO-Blogparade</a> fragt<a href="http://socialaction20.wordpress.com/2010/06/07/npo-blogparade-nr-16/"> Ole Seidenberg, der SocialBlogger</a>, nach dem Impact von Social Media bzw. danach wie Online-Tools und Offline-Aktionen miteinander verbunden werden müssen, damit Social Media Veränderungen in der realen Welt anstoßen.</p>
<p>Der Anspruch, der Online-Dialog müsse Handeln nach sich ziehen, bildet für mich ein wichtiger Baustein eines nachhaltigen Social Media-Einsatzes. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nachhaltigkeit">&#8220;Nachhaltigkeit&#8221;</a> ist ein diffuser Begriff, aber in diesem Zusammenhang soll er bedeuten, dass Ressourcen &#8211; hier:  Social Media Tools &#8211; so eingesetzt werden, dass sie dauerhafte Lösungen mit Mehrwert für eine gemeinnützige Organisation, ihre Klientel und die Zivilgesellschaft schaffen.</p>
<p>Ein nachhaltiger, weil handlungsorientierter,  Social Media Gebrauch durch eine NPO zielt darauf ab, Gemeinschaften und Bewegungen zu bilden, die Meinung und das Wissen anderer einzuholen, gemeinsam zu lernen und die eigenen Programme und Aktionen so zu gestalten, dass Unterstützer andocken und mitmachen können.</p>
<p>Es sind sicherlich auch Anwendungsszenarien von Social Media außerhalb dieses handlungsorientierten Ansatzes möglich und legitim, aber speziell für gemeinnützige Organisationen, die sich die Behebung von Missständen zum Ziel gesetzt haben, macht eine Social Media-Nutzung, die auf konkretes Handeln zielt, Sinn.</p>
<p>Ein gutes Beispiel, wie eine Organisation über das Internet Unterstützer gewinnen und Projekte in der realen Welt initiieren kann, liefert die  gemeinnützige Organisation <a href="http://kaboom.org/blog/how_we_used_internet_break_new_ground">&#8216;KaBOOM!</a>&#8216; in den USA, die sich dort um den Erhalt und Aufbau von Spielplätzen bemüht. Mit Hilfe ihres Internetauftritts, einem online-Training, do-it-yourself-Tools, einer Community usw. gelang es der Organisation, in fünf Jahren über 6000 Gemeinschaften dabei zu helfen, einen Spielplatz einzurichten oder instand zu setzen. Auf <a href="http://www.bethkanter.org/kaboom-case-study-monito/">Beth&#8217;s Blog</a> gibt die NPO viele Tipps, wie gemeinnützige Akteure offline mehr Wirkung erzielen können. Dazu gehört der Rat, die eigene Botschaft und das eigene Programm so verständlich wie möglich zu vermitteln, so dass Unterstützer vor Ort den Gedanken aufgreifen können, um selbst aktiv zu werden. Die NPO sollte überdies mithelfen, Menschen untereinander zu vernetzen, und Handlungsanreize schaffen.</p>
<p>Multiplikatoren und Unterstützer suchen, einbinden und ihnen Handlungsmöglichkeiten bieten, &#8211; zu diesem dezentralen Konzept muss eine NPO bereit sein. Es bedeutet: ein Stück weit die eigene hierarchische Steuerung zu reduzieren und den bürgerschaftlichen Mitstreitern mehr Vertrauen entgegenbringen, speziell von professioneller Seite. Man muss nicht alles selbst regeln, denn auch die Menschen außerhalb des eigenen Systems bringen Expertise als Betroffene, Erfahrene, Engagierte ein. In meinem letzten Blogbeitrag thematisierte ich das Modell der <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/koproduktion-als-chance-fur-gemeinnutzige-organisationen/">Koproduktion</a> , bei der sich Bürger und NPOs  die Planung und Umsetzung von Dienstleistungen teilen und NPO-Mitarbeiter die Rolle von Mentoren übernehmen.</p>
<p>Auch KaBOOM! musste lernen, Kontrolle abzugeben, um den eigenen Wirkungsgrad zu erhöhen, indem die Organisation ihre Markenrechte an einigen Online-Tools abtrat, um deren lokale Nutzung nicht einzuschränken.</p>
<p>Nonprofits sind heutzutage  häufig in ihrer binnenorientierten Perspektive gefangen &#8211; vgl. den Beitrag von <a href="http://www.net-pilots.de/stefanzollondz/qualitaet-in-der-sozialen-arbeit/perspektiven-lasst-sich-ein-langfristiger-kurs-uberhaupt-noch-abstecken/">Stefan Zollondz</a> &#8211; und schauen zu wenig über den Rand ihres Fachgebietes. Als würde sich die Welt ausschließlich um das eigene NPO-Anliegen drehen. Aber dem ist nicht so. Es gibt viele unterschiedliche Welten und Perspektiven und es muss für gemeinnützige Organisationen darum gehen, sich den Reichtum an Ideen und Erfahrungen dieser anderen Welten für das eigenen Arbeiten zu erschließen.</p>
<p>Wirkung können jene NPOs entwickeln, die Bewegungen bilden und die Menschen auf lokaler Ebene ermächtigen, etwas beizutragen. Insofern muss auch ein nachhaltiger Social Media-Einsatz von gemeinnützigen Organisationen auf die Bildung von Netzwerken und lokalen Communities zielen. Es geht nicht darum, nach schnellen Fundraising- Erfolgen und Vermarktungsstrategien zu schielen. Man kann Social Media selbstverständlich auch so nutzen, &#8211; nur ist dies nicht nachhaltig, weil die Vernetzungs- und Handlungspotentiale von Social Media so unausgeschöpft bleiben.</p>
<p>Auf kurzfristigen Erfolg hin angelegte Strategien folgen dem kurzfristigen Denken von großen Teilen der Wirtschaft und des Staates. Doch gerade NPOs, die mit langwierigen, komplexen Problemlagen Umgang pflegen, wissen, dass manche Dinge sehr viel Zeit brauchen. So auch der Aufbau von Netzwerken, die man nur durch einen stetigen Input, der Mehrwert schafft, aufbauen kann. Dialoge allein reichen hierfür nicht aus, &#8211; Handeln und Ressourcen müssen ebenfalls eingebracht werden.</p>
<p>Amy Sample Ward hat mich mit einer <a href="http://www.slideshare.net/AmySampleWard/social-media-philanthropy?from=ss_embed">Präsentation</a> inspiriert. Die von ihr hier verwendeten Formulierungen &#8220;Redefine ROI&#8221; und &#8220;Lead by Example&#8221; möchte ich ebenfalls in mein Konzept des &#8220;nachhaltigen Social Media- Einsatzes&#8221; mit aufnehmen.</p>
<p>Den Return on Investment (ROI) umzudefinieren, bedeutet, den Erfolg von Social Media nicht nur anhand quantitativer Dimensionen zu messen (Klickzahlen, Spenden, Followerzahlen, Unterschriften etc.), sondern deren Wirkung auch bezogen auf den Netzwerkaufbau oder die erzielten Wirkungen im Politikfeld zu untersuchen. Alternative Mess-Ideen stehen mit dem <a href="http://amysampleward.org/2010/01/18/return-on-engagement-for-your-community/">ROE (&#8220;Return on Engagement&#8221;)</a> oder dem alternativen <a href="http://steve-dale.net/2010/06/13/knowledge-management-return-on-investment/">ROI (&#8220;Return on Impact&#8221;)</a> zur Verfügung und müssten noch weiter entwickelt werden.</p>
<p>&#8220;Lead by Example&#8221; &#8211; das ist für einen nachhaltigen Social Media- Einsatz sehr wichtig. Einen fairen Dialog kann nur derjenige einfordern, der selbst fair kommuniziert. Unterstützung seitens der Zivilgesellschaft kann man dann glaubwürdig erbitten, wenn man selbst als <em>Enabler</em> fungiert, der Handlungschancen eröffnet und nicht verschließt.</p>
<p>Zusammenfassend kann man &#8211; in einem ersten Anlauf &#8211; die Elemente eines nachhaltigen Social Media-Einsatzes wie folgt definieren:</p>
<p>Ein <strong>nachhaltiger Social Media-Einsatz</strong></p>
<ul>
<li><strong>ist handlungsorientiert</strong></li>
<li><strong>bildet Netzwerke</strong></li>
<li><strong>zielt auf das Empowerment von Menschen</strong></li>
<li><strong>zeichnet sich durch einen längerfristigen Zeithorizont aus</strong></li>
<li><strong>blickt auf die Wirkungen von Social Media in der realen Welt</strong></li>
<li><strong>lebt die eigenen (online/offline) Ansprüche an die anderen vor.</strong></li>
</ul>
<p>Wie  Online-Tools und Offline-Aktionen im Detail miteinander verbunden werden müssen, damit Social Media Veränderungen in der realen Welt anstoßen, &#8211; das war die Frage von Ole Seidenberg  -  muss von Fall zu Fall neu entschieden werden. Es gibt kein Rezept, dem alle Organisationen folgen können. Es gibt lediglich Regeln für einen nachhaltigen, weil handlungsorientierten Social Media-Einsatz, die ich hier zu formulieren versuchte.</p>
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		<title>Koproduktion als Chance für gemeinnützige Organisationen</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 09:47:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigitte.reiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vielen gemeinnützigen Organisationen in den  sozialen Diensten fehlt ein Leitbild, &#8211; eine klare Vorstellung davon, in welche Richtung ihr Weg in den nächsten Jahren führen soll. Aber ebenso wenig wird öffentlich diskutiert, welche Wege sich die Zivilgesellschaft für den Dritten Sektor wünscht. Es herrscht eine große Leere wenn es um Zukunftsentwürfe für den organisierten Teil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen gemeinnützigen Organisationen in den  sozialen Diensten fehlt ein Leitbild, &#8211; eine klare Vorstellung davon, in welche Richtung ihr Weg in den nächsten Jahren führen soll.</p>
<p>Aber ebenso wenig wird öffentlich diskutiert, welche Wege sich die Zivilgesellschaft für den Dritten Sektor wünscht. Es herrscht eine große Leere wenn es um Zukunftsentwürfe für den organisierten Teil der Zivilgesellschaft in unserem Land geht. Es wird allenfalls noch die Frage gestellt: <a href="http://diegesellschafter.de/index.php">&#8220;in was für einer Gesellschaft wollen wir leben?&#8221;</a>, aber niemals &#8220;wie wünschen wir uns als Bürger/innen den Dritten Sektor?&#8221;.</p>
<p>Gemeinnützige Organisationen haben sich das New Public Management der öffentlichen Verwaltung überstülpen lassen. Nonprofits im Sozialbereich konzentrieren sich heute auf eng definierte Leistungsziele. Dadurch treten gemeinwesenbezogene Konzepte in den Hintergrund. Nonprofits müssen sich durch messbaren output gegenüber der öffentlichen Hand legitimieren. Dadurch geht der Blick auf nicht-quantifizierbare Ressourcen und Ergebnisse verloren. Nonprofits implementieren Standards und vernachlässigen darüber innovatives Handeln.</p>
<p>Welche Gestaltungsmacht besitzt ein so instrumentalisierter Dritter Sektor in unserer Gesellschaft? Welche Handlungschancen eröffnet er Bürgern, welche Wirkung kann er auf kommunaler Ebene entfalten?</p>
<p>Nonprofits sind als demokratiepolitische Akteure und als Enabler von bürgerschaftlicher Partizipation zu wenig präsent. Es fehlt ein Leitbild, das Bürgern, Klienten und den Organisationen selbst mehr Handlungschancen ermöglicht. Nonprofits sind nicht nur Dienstleister, sondern auch wichtige Akteure unseres Gemeinwesens. Und  Klienten und engagierte Bürger wollen sich nicht mehr länger nur dem Primat der Einrichtung unterordnen, sondern stärker mitgestalten und ihre Ideen einbringen.</p>
<p>Ein Konzept, das zu einem Empowerment von gemeinnützigen Organisationen und Bürgern führen kann, ist das der &#8216;<strong>Koproduktion</strong>&#8216;. &#8220;Full co-production&#8221; (Tony Bovaird) bedeutet, dass Nutzer von Sozialeinrichtungen und Bürger gemeinsam mit der NPO an der <em>Planung</em> und <em>Produktion</em> sozialer Dienstleistungen beteiligt sind. An der Produktion sozialer Dienste partizipieren die Bürger in Deutschland schon heute, &#8211; an der Planung und Gestaltung sozialer Dienstleistungen aber seltener.</p>
<p>Der Vorteil des Koproduktions-Modells für den Dritten Sektor und die Zivilgesellschaft: die Ressourcen (monetärer/nicht-monetärer Art) von Bürgern können so von der Einrichtung viel stärker genutzt werden und Innovation ist durch das Zusammentreffen von unterschiedlichen Wissensbeständen &#8211; seitens der Nutzer, der Bürgerschaft, der professionellen Mitarbeiter &#8211; leichter möglich. Die Bürger ihrerseits erfahren einen Empowerment-Prozess, weil sie nicht als (defizitäre) Klienten oder (unwissende) Laien wahrgenommen werden, sondern ihre Erfahrungen, ihr Wissen, ihre Kompetenzen, ihre Kontakte  stärker einbringen können.</p>
<p>Koproduktion ist <a href="http://www.nesta.org.uk/library/documents/Co-production-report.pdf">Boyle und Harris (2009, 17f)</a> zufolge</p>
<ul>
<li><strong>transformativ</strong>: sie verändert die bisherigen Rollen von Klienten/Pofis/Freiwilligen und von NPO-Strukturen. Sie verändert bestehende Machtungleichgewichte in NPOs zugunsten von Nutzern und Bürgern. Sie verschafft aber auch professionellen Mitarbeitern die Möglichkeit, ein neues Profil zu gewinnen und Handlungschancen zu entwickeln. Zum Beispiel, indem sie die bestehende Arbeitsteilung korrigiert, die den Freiwilligen jene betreuenden und kommunikativen Aufgaben überlässt, welche man aus der Tätigkeit der Profis &#8220;herausrationalisierte&#8221; (<a href="http://www.buergergesellschaft.de/fileadmin/pdf/gastbeitrag_evers_100528.pdf">Evers 2010, S. 4</a>).</li>
<li><strong>egalitär ausgerichtet</strong>: das heißt, sie anerkennt das Koproduktionspotential aller und wertschätzt das unterschiedliche Wissen, das Klienten und bürgerschaftlich Engagierte einbringen können. Profis und Laien begegnen sich auf Augenhöhe</li>
<li><strong>nachhaltig</strong>: weil Koproduktion die Ressourcen, die sich aus sozialem Kapital ergeben, ausschöpft und nicht &#8211; wie in der gegenwärtig nur auf Effizienz (und nicht auf Beziehungen) fixierten Praxis &#8211; vernachlässigt.</li>
</ul>
<p>Die Koproduktion verschafft  gemeinnützigen Organisation mehr Handlungsspielräume. Sie kann durch einen partnerschaftlichen Umgang mit Bürger-Nutzern von deren Ressourcen profitieren und und sich durch diese Ausdehnung ihrer Handlungsoptionen auch auf lokaler Ebene ganz anders als Gestalterin der örtlichen Lebenswelt und des Gemeinwesens einbringen.</p>
<p>Social Media können die Koproduktion sozialer Dienstleistungen online unterstützen. Sie ermöglichen die Vernetzung, den Dialog und die Mitwirkung von Bürger-Nutzern an der Gestaltung und Produktion sozialer Dienste. Zu diesem Zweck muss das Internet aber strategisch genutzt werden. Das heißt, es muss seitens der NPO  über quantitative und reine Selbstvermarktungsziele hinaus gedacht werden. Statt den Status quo zu verstärken, sollten Social Media zur Strukturveränderung genutzt werden. Aber dafür braucht man Leitbilder und Visionen. Wo sind die des Dritten Sektors?</p>
<div style=" text-align:left; margin: 0px 0px 0px 20px;" class="printfriendly"><a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/koproduktion-als-chance-fur-gemeinnutzige-organisationen/?pfstyle=wp" rel="nofollow" style="text-decoration: none; outline: none; color: #55750C;"><img class="printfriendly" src="http://cdn.printfriendly.com/pf-button.gif" alt="PrintFriendly" /></a></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Auf dem Weg zur NPO 2.0</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Apr 2010 10:39:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigitte.reiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am vergangenen Samstag hielt ich als Sprecherin auf der re:campaign 2010 in  Berlin den Vortrag &#8220;Auf dem Weg zur NPO 2.0&#8243;. Hier sind die Folien auf slideshare. Die folgenden Punkte möchte ich aus dem Vortrag besonders herausgreifen: 1. Immer wieder wird im Netz die Frage diskutiert &#8211; so auch kürzlich im Blog von Christian Henner-Fehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Samstag hielt ich als Sprecherin auf der<a href="http://re-publica.de/10/category/recampaign/"> re:campaign 2010</a> in  Berlin den Vortrag &#8220;Auf dem Weg zur NPO 2.0&#8243;. Hier sind die <a href="http://www.slideshare.net/npovernetzt/auf-dem-weg-zur-npo-20">Folien auf slideshare</a>.</p>
<p>Die folgenden Punkte möchte ich aus dem Vortrag besonders herausgreifen:</p>
<p>1. Immer wieder wird im Netz die Frage diskutiert &#8211; so auch kürzlich im <a href="http://kulturmanagement.wordpress.com/2010/04/12/social-media-und-organisationskultur/">Blog von Christian Henner-Fehr</a> -  ob die<strong> Organisationskultur für den Social Media-Einsatz</strong> einer Einrichtung wichtig  ist und wenn ja, welche Voraussetzungen intern vorliegen sollten.</p>
<p>Meiner Ansicht nach belegt die Empirie ganz deutlich, dass Social Media an sich neutral sind und auch zur einseitigen Kommunikation ohne interaktive Perspektive eingesetzt werden können und eingesetzt werden, wie man speziell an vielen Twitteraccounts sieht.  Das Potential von Social Media wird so aber<em> nicht ansatzweise</em> ausgeschöpft. Auch NPOs wollen häufig nur werben, aber keinen Dialog führen, so dass ihre Internetpräsenz verglichen werden kann mit<a href="http://netzwerkpr.de/index.php/2009/11/12-runde-der-npo-blogparade/"> &#8220;alter Kommunikation in neuen Kanälen&#8221;</a>, wie meine Bloggerkollegin Katrin Kiefer das treffend formuliert.</p>
<p>Ich habe mir &#8211; in Anlehnung an einen Aufsatz von Bryer (2009) &#8211; Gedanken über die Frage gemacht, welche <strong>NPO-Eigenschaften</strong> die erfolgreiche Social Media-Nutzung fördern und welche Eigenschaften diese hemmen (Folien 10 und 11) und bin zu folgendem Ergebnis gekommen.</p>
<p><em>Förderliche Eigenschaften: </em>Wahrnehmung einer Ressourcenabhängigkeit von zivilgesellschaftlichen Akteuren, Partnerschaftsperspektive gegenüber Bürger-Stakeholdern, Interesse an externem Wissen, Selbstwahrnehmung als demokratischer Akteur</p>
<p><em>Hemmende Eigenschaften:</em> Fixierung auf staatliche Gelder und Stakeholder, fehlende partnerschaftliche Perspektive gegenüber Bürger-Stakeholdern, Rückzug auf den eigenen Expertenstatus, Selbstwahrnehmung als reiner Dienstleister ohne demokratische Funktion</p>
<p>2. Wichtig war mir desweiteren aufzuzeigen, über welche <strong>Kompetenzen </strong>NPOs verfügen, die mit Social Media kompatibel sind und sehr gut in den digitalen Raum eingebracht werden können (Folien 12 und 13). Dieser ressourcenorientierte Blick stärkt NPOs und führt sie nicht als defizitäre Organisationen vor.  Nonprofits sind keine Anfänger, was die dialogorientierte Perspektive angeht und hier häufig viel weiter als  staatliche und viele privatwirtschaftliche Organisationen.</p>
<p>3. Die<strong> Rolle des Staates</strong> darf nicht aus dem Blick geraten, wenn man über hiesige Nonprofits im Sozialbereich spricht. Im Grunde benötigt eine NPO 2.0 eine Staatsverwaltung 2.0 (Folien 26 und 27). Ohne einen kooperativen Staat und entsprechend kooperative  Leistungsvereinbarungen mit sozialen Dienstleistern wird es für NPOs im Sozialsektor schwierig werden, den Weg zu einer NPO 2.0, der mehr Dialog, Vernetzung und Partizipation impliziert, zu gehen. Denn eine interaktive, partnerschaftliche Haltung kostet viel Zeit und damit auch Geld. Andererseits profitieren Staat und Kommune von einem Nonprofit-Sektor 2.0, der mit der Zivilgesellschaft online und offline breit vernetzt ist.</p>
<p>4. Über all die <strong>Kampagnen</strong> hinweg, die im Mittelpunkt der re:campaign standen und im Fokus der dortigen NPOs, sollte man nicht die auf einen längerfristigen Zeitraum hin ausgerichtete Vernetzung mit der Zivilgesellschaft vergessen. Kampagnen tragen einen kurzlebigen Charakter. Der Nonprofit-Sektor könnte aber gerade durch <strong>nachhaltige Strategien</strong>, deren Zeithorizont über die Gegenwart hinausreicht, zum Beispiel für Politik und Wirtschaft werden, die  dem kurzfristigen Denken verhaftet sind durch ihre Konzentration auf den nächsten Wahltermin oder auf die Bilanz des aktuellen Geschäftsjahres.</p>
<div style=" text-align:left; margin: 0px 0px 0px 20px;" class="printfriendly"><a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/auf-dem-weg-zur-npo-2-0/?pfstyle=wp" rel="nofollow" style="text-decoration: none; outline: none; color: #55750C;"><img class="printfriendly" src="http://cdn.printfriendly.com/pf-button.gif" alt="PrintFriendly" /></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>NPO-Blogparade #15: Wissensmanagement in gemeinnützigen Organisationen mit Hilfe von Social Media</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 09:21:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigitte.reiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie können gemeinnützige Organisationen die kollaborativen Tools und Netzwerke des Internets nutzen, um Wissen zu generieren, zu vermitteln, zu bewahren und zu pflegen? Diese Frage möchte ich in der 15. Runde der NPO-Blogparade zur Diskussion stellen. Einen guten Einstieg in das Thema Wissensmanagement mit Social Media bietet die Studie von Christiane Schulzki-Haddouti von KoopTech über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://stufr.de/wuedesign/blog/wp-content/uploads/2009/03/npo-blogparade-logo_m-300x67.png"><img class="alignleft" src="http://stufr.de/wuedesign/blog/wp-content/uploads/2009/03/npo-blogparade-logo_m-300x67.png" alt="" width="300" height="67" /></a> <strong> </strong></p>
<p><strong>Wie können gemeinnützige Organisationen die kollaborativen Tools und Netzwerke des Internets nutzen, um Wissen zu generieren, zu vermitteln, zu bewahren und zu pflegen?</strong></p>
<p>Diese Frage möchte ich in der 15. Runde der NPO-Blogparade zur Diskussion stellen. Einen guten Einstieg in das Thema Wissensmanagement mit Social Media bietet die Studie von Christiane Schulzki-Haddouti von <a href="http://blog.kooptech.de/">KoopTech</a> über <a href="http://blog.kooptech.de/KoopTech.pdf">Kooperative Technologien</a>, die sich im 7. Kapitel (S. 181ff) mit den Chancen der neuen Anwendungen für das Wissensmanagement befasst.</p>
<p>Die Studie macht deutlich, dass der Begriff &#8216;Wissensmanagement&#8217; definitorisch nicht eindeutig und inhaltlich sehr umstritten ist. Grundsätzlich geht es beim Wissensmanagement um das Ziel, das Wissen der Mitarbeiter für eine Organisation stärker  nutzbar zu machen. In der Vergangenheit  setzte man hierbei auf einen dokumentenorientierten Ansatz (S. 184), der versuchte, Wissen in Form von Texten zu erfassen. Zwischenzeitlich rückte der soziale Kontext von Wissen in den Vordergrund bzw. der Umstand,  dass Wissen im Rahmen sozialer Beziehungen entwickelt und weitergegeben wird. In &#8220;Communities of Practice&#8221; und &#8220;Communities of Interest&#8221; tauschen sich Mitarbeiter aus und lernen gemeinsam.</p>
<p>Wie werden Social Media in Organisationen eingesetzt, um Wissen auszutauschen und abrufbar zu machen? Die KoopTech-Studie führt als Fallbeispiel IBM Deutschland an mit mehreren Tausend Mitarbeiter-Blogs und Wikis, mit Instant Messaging und einer internen Netzwerkplattform, über die jeder Mitarbeiter sich mit anderen vernetzen und seine Kontakte verschlagworten (taggen) kann. Ergänzend gibt es Social Media-Richtlinien, die den öffentlichen Dialog der Mitarbeiter im Internet regeln.</p>
<p>Auch in gemeinnützigen Organisationen stellen sich die folgenden Fragen:</p>
<ul>
<li>wie finden Mitarbeiter die richtigen Ansprechpartner innerhalb und außerhalb der Organisation?</li>
<li>wie kann man das einrichtungs-, dienstleistungs- und ortsbezogene Wissen sammeln und allen Mitarbeitern zugänglich machen?</li>
<li>wie können Lern- und Arbeitsgemeinschaften initiiert und deren Ergebnisse in der Organisation verbreitet werden?</li>
<li>wie können Träger voneinander lernen und von Best-Practice-Beispielen in anderen Einrichtungen profitieren?</li>
<li>wie können Mitarbeiter das öffentliche Web nutzen, um zu lernen und welche Vorgaben gibt es hierfür seitens der Organisation?</li>
</ul>
<p>Das Internet bietet mit seinen kollaborativen Tools eine Fülle von Möglichkeiten für den gemeinsamen Wissensaustausch und um neue Ideen zu entwickeln. Über soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook und Xing  und im Rahmen von Blogs sammeln sich Menschen, die an einem bestimmten Thema interessiert sind. Auch die NPO-Blogparade selbst und die <a href="http://socialbar.de/wiki/Hauptseite">Socialbar</a> sind solche gemeinsamen Lern- und Bildungsnetzwerke, die den Wissensaustausch zum Thema Web 2.0 für Nonprofits fördern und  öffentlich zugänglich machen. Mein Bloggerkollege  Hannes Jähnert untersucht gerade  im Rahmen eines <a href="http://forschungsprojekt.wordpress.com/2010/03/23/forschungsdesign/">Forschungsprojektes</a>, ob und auf welchem Weg es einen Wissenstransfer aus der So0cialbar in gemeinnützige  Organisationen gibt.</p>
<p><a href="http://www.crisscrossed.net/2008/09/09/web2fordev-one-year-after-%E2%80%93-a-critical-review/"> Christian Kreutz</a> kritisierte am Beispiel des Entwicklungshilfebereichs,  dass es hier keine öffentlichen Wissenssammlungen von Nonprofits gibt und Wissen seitens der Organisationen viel zu wenig gepoolt wird. Ebenso wenig nutzt man hier das Knowhow von Unterstützern bzw . die Weisheit der Vielen, die über das Internet abgefragt werden könnte.  Stattdessen existieren unzählige <em>information silos</em> nebeneinander, die bewacht und gehegt werden, zu Lasten eines Wissensaustausches, der Innovation fördern könnte. Meines Erachtens würde das Wissen von Nonprofits an strategischem Wert gewinnen, wenn es über das Internet stärker öffentlich gemacht würde.  Nur so könnte man sich auf gesellschaftlicher Seite einen realistischen Überblick über die Situation im sozialen/kulturellen/&#8230; Sektor verschaffen und Lösungsmöglichkeiten entwickeln. Wenn man die wirklichen Probleme nicht kennt, kann man Nonprofits als Institutionen nicht entsprechend unterstützen.</p>
<p>Ich würde mich freuen, wenn sich viele Blogger an der NPO-Blogparade beteiligen. Die besten Thesen, Ideen, Beispiele werde ich &#8211; namentlich zitiert und mit der jeweiligen Blogadresse verbunden &#8211; in einen schriftlichen Beitrag zum Thema Wissensmanagement mit Web 2.0 einbringen, den ich für das <a href="http://raabe.de/go/Gesundheit+%26+Soziales/Handbuch+Sozialmanagement">Handbuch Sozialmanagement</a> plane.</p>
<p><strong>Die Blogparade läuft <span style="text-decoration: line-through;">drei Wochen</span> vier Wochen bis zum <span style="text-decoration: line-through;">21. April </span>28. April.  Beiträge bitte per trackback mit diesem Post verlinken.</strong> Wer Infos sucht, was eine Blogparade ist, welche inhaltlichen Runden über NPOs schon liefen, wer zu den Hostbloggern zählt &#8211; der findet diese Infos in unserem <a href="http://npoblogparade.wordpress.com/">NPO-Blogparaden-Blog</a>.</p>
<p>Im Anschluss an die Blogparade wird es am Freitag, <strong>23.4.2010</strong>, zwischen <strong>11 und 12 Uhr</strong>, auf Twitter einen öffentlichen <strong>#npochat</strong> zum Thema dieser Runde &#8211; Wissensmanagement mit Social Media  -  geben. Diskussionsteilnehmer sind willkommen! (Für die Twitter- Suche und die eigenen Beiträge bitte den hashtag #npochat nutzen).</p>
<div style=" text-align:left; margin: 0px 0px 0px 20px;" class="printfriendly"><a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/npo-blogparade-15-wissensmanagement-in-gemeinnutzigen-organisationen-mit-hilfe-von-social-media/?pfstyle=wp" rel="nofollow" style="text-decoration: none; outline: none; color: #55750C;"><img class="printfriendly" src="http://cdn.printfriendly.com/pf-button.gif" alt="PrintFriendly" /></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>NPO-Blogparade #14 über die Plattform engagiert-in-deutschland.de</title>
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		<comments>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/npo-blogparade-14-uber-die-plattform-engagiert-in-deutschland-de/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 09:48:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigitte.reiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgergesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Blog von engagiert-in-deutschland.de (eiD) ist Gasthost der 14. Runde der Blogparade. Die Plattform will sich zu einem zentralen Marktplatz bürgerschaftlichen Engagements im Netz entwickeln, der es Nutzern ermöglicht, sich über Engagementthemen zu informieren, auszutauschen und Projekte durch eigene Mithilfe  oder Geld-und Sachspenden zu unterstützen. eiD wird getragen vom Deutschen Verein für öffentliche und private [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.engagiert-in-deutschland.de/"><img class="alignleft" src="http://stufr.de/wuedesign/blog/wp-content/uploads/2009/03/npo-blogparade-logo_m-300x67.png" alt="" width="300" height="67" /></a>Das Blog von <a href="http://www.engagiert-in-deutschland.de/">engagiert-in-deutschland.de</a> (<em>eiD</em>) ist Gasthost der <a href="http://blog.engagiert-in-deutschland.de/2010/02/22/npo-blogparade/">14. Runde der Blogparade</a>. Die Plattform will sich zu einem zentralen Marktplatz bürgerschaftlichen Engagements im Netz entwickeln, der es Nutzern ermöglicht, sich über Engagementthemen zu informieren, auszutauschen und Projekte durch eigene Mithilfe  oder Geld-und Sachspenden zu unterstützen. <em>eiD</em> wird getragen vom <a href="http://www.deutscher-verein.de/">Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge</a>, in dem Kommunen und Wohlfahrtsverbände zusammenarbeiten. <em>eiD</em> hat diverse Projekt- und Vernetzungspartner (s. die <a href="http://www.engagiert-in-deutschland.de/"><em>eiD</em>-Startseite</a>) und wird vom Bund gefördert.</p>
<p>Die primäre Zielgruppe von<em> eiD</em> sind laut eigener Aussage bürgerschaftlich Engagierte. Freiwillige Helfer sind als Gruppe sehr heterogen. Sie zeichnen sich durch unterschiedliche Interessen aus und nutzen auch das Internet unterschiedlich intensiv. Wie es im Blogbeitrag von <em>eiD</em> heißt, sinkt mit zunehmendem Alter die Präsenz der Menschen im Internet , wohingegen ihre Engagementquote relativ hoch bleibt.</p>
<p>Die Plattform-Macher stellen deshalb im Rahmen der Blogparade die folgenden Fragen zur Diskussion: <strong>welche Nutzungsgewohnheiten haben bürgerschaftliche Engagierte im Internet und wie kann die Plattform für alle Altersgruppen zu einem attraktiven Marktplatz werden?</strong></p>
<p>Hier meine Antwort:</p>
<p>1. Die Konzentration von <em>eiD</em> auf die Zielgruppe der bürgerschaftlich Engagierten finde ich zu einseitig. Der Erfolg der Plattform hängt nicht nur von der Frage ab, wie man die bürgerschaftlich Engagierten auf  die Seite bringt, sondern auch davon, ob <em>eiD</em> so viel Einrichtungen zu einer Kooperation bewegen kann, dass die Datenbank der Plattform viele Mitmachangebote umfasst. Das heißt, es ist wichtig, nicht nur die individuelle Seite des bürgerschaftlichen Engagaments zu betrachten, sondern auch seine institutionelle. Freiwilliges Engagement findet nicht im luftleeren Raum, sondern in Tausenden von gemeinnützigen, öffentlichen und privaten Einrichtungen speziell auf  kommunaler Ebene statt. Es geht für<em> eiD</em> darum, diese lokalen Akteure für die Plattform zu gewinnen und ihre Rolle als örtliche Multiplikatoren der Plattform zu nutzen. Ohne die Kooperation eines Großteils dieser Verbände und Einrichtungen vor Ort wird die Plattform ihr Ziel, die zentrale Drehscheibe für bürgerschaftliches Engagements zu sein, nicht erreichen können.</p>
<p>Die Präsenz der Plattform auf sozialen Netzwerken wie <a href="http://twitter.com/eiDnetz">Twitter</a> und<a href="http://www.facebook.com/engagiertindeutschland.de"> Facebook</a> ist ein erster guter Schritt, um das Projekt im Internet ins Gespräch zu bringen und Unterstützer zu sammeln. Dennoch kann eine so große Community, wie die Plattform sie anstrebt,  nicht von oben nach unten aufgebaut werden, sondern nur von unten &#8211; von der kommunalen Ebene her &#8211; nach oben.</p>
<p>2. Eben weil viele bürgerschaftlich Engagierte &#8211; speziell die Älteren &#8211; noch nicht im Netz sind und ohne Unterstützung vielleicht auch nie ins Netz kommen, insbesondere nicht in den interaktiven Bereich, ist es notwendig, die Nutzer dort abzuholen, wo sie sind, &#8211; in den (Partner) Einrichtungen, die vor Ort für das Projekt werben müssen. Auch deshalb muss das Hauptaugenmerk der Plattform auf einer gezielten und ganz massiven Vernetzung mit  Institutionen/Orten des bürgerschaftlichen Engagements liegen. Mit dem Deutschen Verein im Rücken müsste eine so breite Vernetzung eigentlich möglich sein.</p>
<p>Über die örtlichen Einrichtungen hinaus braucht die  Plattform aus dem gesellschaftlichen Bereich Freunde auf kommunaler Ebene, die für die Plattform werben und Offlinern in das Netz bzw. auf die Plattform helfen. Mein Bloggerkollege Hannes Jähnert schlägt <a href="http://foulder.wordpress.com/2010/03/17/npo-blogparade-14/">Tandem-Gespanne aus jüngeren und älteren Engagierten </a>vor, die Bürgern die Möglichkeiten von <em>eiD</em> aufzeigen. Denkbar ist auch, dass die Plattform die regionalen Ableger der<a href="http://socialbar.de/wiki/Hauptseite"> Socialbar</a> nutzt, um sich vor Ort bekannt zu machen.</p>
<p>3. Die Plattform muss Anreize schaffen, &#8211; sowohl für Bürger, damit sie die Plattform nutzen, als auch für institutionelle Partner, damit sie ihre Engagementangebote einstellen. Ich denke,  Anreize für Nutzer sind schon da, wobei das Element der politischen Partizipation, d.h. die Verbindung zwischen den Diskussionen auf der Plattform und ihre Einspeisung in den politischen Betrieb noch fehlt, &#8211; was sehr schade ist, aber vom Träger möglicherweise so gewollt wird.</p>
<p>Die Anreize für die institutionellen Partner sind demgegenüber unklar. In der Regel haben Kommunen und viele Verbandsgliederungen schon ihre eigenen Freiwilligendatenbanken. Weshalb sollten sie diese Daten in eine zentrale Plattform einbringen, wo ist der Mehrwert für die Organisationen, die nach eigener Einschätzung mit dem bisherigen Modell ganz gut gefahren sind und aus Wettbewerbsgründen einer Daten-Aggregation kritisch gegenüber stehen?</p>
<p>Grundsätzlich finde ich, dass die Partner auf der Plattform zu kurz kommen. Die Plattform spricht primär die Nutzer an und blendet die institutionelle Seite der Partnerorganisationen aus, die im Plattformaufbau bzw. im Menü nicht präsent sind.  Es dominieren die Themenräume, es fehlen die Sektoren. Und damit fehlen auch  Möglichkeiten für die Vernetzungspartner, sich auf der Plattform nach außen hin zu präsentieren.</p>
<p>4. Die Bemühungen von <em>eiD</em> um Nutzer wird an die Grenzen stoßen, die dem Internet generell gesetzt sind, wenn es darum geht Menschen in den Online-Diskurs zu integrieren. Die Forschung zeigt, dass die Nutzung des Internets nicht nur vom Alter abhängt, sondern auch vom Bildungsgrad und dem sozioökonomischen Hintergrund. Das Internet bringt ohnehin schon aktiven Bürgern Vorteile. Die passiv-apathischen Gruppen, die der Ansicht sind, dass ihre Stimme generell nicht zählt, bleiben auch online stumm (siehe <a href="http://www.ingentaconnect.com/content/routledg/rics/2008/00000011/00000007/art00004">Kavanaugh u.a. 2008</a>). Um diese Menschen online zu integrieren oder sie zu einem Besuch auf <em>engagiert-in-deutschland.de</em> und zu einem Ehrenamt zu bewegen, braucht es viel, viel mehr als Appelle und Anreize.</p>
<div style=" text-align:left; margin: 0px 0px 0px 20px;" class="printfriendly"><a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/npo-blogparade-14-uber-die-plattform-engagiert-in-deutschland-de/?pfstyle=wp" rel="nofollow" style="text-decoration: none; outline: none; color: #55750C;"><img class="printfriendly" src="http://cdn.printfriendly.com/pf-button.gif" alt="PrintFriendly" /></a></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Mobiltelefon und mobiles Internet, &#8211; Chancen für gemeinützige Organisationen</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/mobiltelefon-und-mobiles-internet-chancen-fur-gemeinutzige-organisationen/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 11:38:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigitte.reiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Collaborative Mapping]]></category>
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		<description><![CDATA[Welche Möglichkeiten bieten Mobiltelefone und das mobile Internet Nonprofit-Organisationen? Amy Sample Ward zeigt anhand der Hilfe für Haiti auf, wie wichtig mobile Geräte und die mobile Internetnutzung für das Fundraising, Online-Volunteering und Mapping geworden sind. Fundraising: Das amerikanische Rote Kreuz erhielt innerhalb von vier Wochen 31 Mio. Dollar an Spenden für Haiti per SMS. Auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Welche Möglichkeiten bieten Mobiltelefone und das mobile Internet Nonprofit-Organisationen?</p>
<p>Amy Sample Ward zeigt anhand der<a href="http://nten.org/blog/2010/02/17/social-media-response-disaster-haiti"> Hilfe für Haiti </a>auf, wie wichtig mobile Geräte und die mobile Internetnutzung für das Fundraising, Online-Volunteering und Mapping geworden sind.</p>
<p><strong>Fundraising: </strong> Das amerikanische Rote Kreuz erhielt innerhalb von vier Wochen <a href="http://nten.org/blog/2010/02/17/social-media-response-disaster-haiti">31 Mio. Dollar</a> an Spenden für Haiti per SMS. Auch in Deutschland wurden Spenden über das Mobiltelefon eingesammelt, allerdings noch in kleinerem Rahmen. Die <a href="http://www.aktion-deutschland-hilft.de/index.php">Aktion Deutschland Hilft</a> konnte <a href="http://fundraising20camp.mixxt.de/networks/blog/post.joergreschke:2">mehr als 200.000 Euro</a> per SMS und aus einem  <a href="http://aktion-deutschland-hilft.helpedia.de/">Aktionsportal</a> akquirieren, -  zusätzlich zu den Online-Spende, die über die Webseite eingingen.  <a href="http://mobileactive.org/earthquake-haiti-how-you-can-help-and-learn-more">MobileActive.org</a> listet eine ganze Reihe amerikanischer und europäischer Spenden-SMS für Haiti auf.</p>
<p>Den Kontakt zu den Spendern können NPOs ebenfalls mobil über Twitter, Facebook und andere soziale Netzwerke halten, um mit ihrer Botschaft präsent zu bleiben und Multiplikatoren zu gewinnen.</p>
<p><strong>Freiwilliges Engagement:</strong> Bürgerschaftliches Engagement kann auch über das Mobiltelefon erfolgen. Amy Sample Ward schildert das Beispiel von <a href="http://app.beextra.org/home/c1.htm">The Extraordinaries</a>, wo über eine mobile iPhone-Applikation das Micro-Volunteering möglich wird., das in den freien Minuten und Wartezeiten erledigt werden kann, die in jedem Tagesablauf vorkommen. Fast 30.000 Menschen machen bei den Extraordinaries mit und nutzen Wartezeiten und Pausen im Alltag, um sich online zu engagieren. Mehr als 240.000 Micro-Aufgaben wurden von den Extraordinaries  mobil erledigt.  Was für Aufgaben kommen in Frage? Übersetzungsaufgaben, die Verschlagwortung von Photos und Dokumenten, das Mapping von Plätzen/Einrichtungen, die Suche nach Fördermöglichkeiten für soziale Organisationen usw. Im Fall von Haiti sah die <a href="http://nten.org/blog/2010/02/17/social-media-response-disaster-haiti">Hilfe der Extraordinaries</a> so aus, dass aktuelle Aufnahmen von Menschen in Haiti von den  Freiwilligen kategorisiert wurden (über 76.000 Fotos) um diese mit Vermisstenbildern abzugleichen und so herauszufinden, ob und wo die gesuchte Person noch lebt.</p>
<p><strong>Oline-Kartierung:</strong> Über das Mobiltelefon können im Katastrophenfall die betroffenen Menschen Hilfeanfragen und Hilfsangebote per SMS, Twitter oder Mail übermitteln, die dann von einem Projekt wie Ushahidi in einer Web-Karte visualisiert werden, die öffentlich zugänglich ist.<a href="http://haiti.ushahidi.com/"> </a>Ushahidi kartierte so über 2000 Hilferufe von Menschen im Anschluss an das Erdbeben in <a href="http://haiti.ushahidi.com/">Haiti</a> und jetzt &#8211; ganz aktuell &#8211; die Hilfsgesuche nach dem Erdbeben in <a href="http://chile.ushahidi.com/">Chile</a>.</p>
<p><a href="http://nten.org/sites/nten/files/images/amy_1.gif"><img class="alignleft" src="http://nten.org/sites/nten/files/images/amy_1.gif" alt="" width="327" height="261" /></a>Diese Informationen &#8220;von unten&#8221;, d.h. von den Menschen, die von einer Katastrophe direkt betroffen sind, werden für die Steuerung eines Hilfseinsatzes <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/technology/8406509.stm">immer wichtiger</a>. Die Hilfsorganisationen entscheiden nicht mehr allein aufgrund ihrer Bestandsaufnahmen, sondern auch auf der Basis der eingehenden Informationen von Betroffenen darüber, welche Hilfsmaßnahmen zu ergreifen sind.</p>
<p>Nonprofits können desweiteren von <em>kollaborativen  Kartenprojekten</em> profitieren, bei denen Nutzer über das mobile Web Räume kartieren, über die es noch kein oder nur unzureichendes Kartenmaterial gibt. So halfen bspw. über 2000 Freiwillige mit, die <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/magazine/8517057.stm">OpenStreetMap von Port au Prince</a> in Haiti zu ergänzen. Die mobile Web-Karte, die so entstand, half den Hilfsdiensten, sich in der Stadt schnell zurecht zu finden. Ein anderes Beispiel ist das Projekt <a href="http://mapkibera.org/">Map Kibera</a>, bei dem Freiwillige mobil ein Slum in Nairobi kartieren. Auf <a href="http://www.crisscrossed.net/2010/01/15/5-innovative-examples-for-worldwide-maptivism/">crisscrossed.net </a>finden sich noch weitere internationale Beispiele für &#8216;Maptivism&#8217;, wo  Bürger und zivilgesellschaftliche Organisationen sich die räumliche Dokumentation von bisher nicht kartierten/vernachlässigten/mit Problemen belasteten Gegenden vorgenommen haben, um deren Stärken und Schwächen stärker ins Rampenlicht zu rücken.</p>
<p>Unabhängig vom Katastrophenfall sollten Nonprofits  <em>mobile Web-Karten</em> nutzen, um  ihr Leistungsangebot und dessen Lokalisierung von unterwegs aus abrufbar zu machen. Also Karten, die sämtliche Beratungsstellen, Sozialstationen, Krankenhäuser usw. eines Trägers lokalisieren und dem Nutzer beim Auffinden der Einrichtung helfen.</p>
<p>Ergänzend könnte man noch die folgenden Funktionen nennen, die über das mobile Netz möglich sind und auch NPOs Perspektiven eröffnen:</p>
<p><strong>Netzwerkaufbau- und Pflege:</strong> Über das mobile Internet werden insbesondere die Seiten <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/social_networking_sites_dominate_mobile_web.php">sozialer Netzwerke</a> aufgerufen. In den USA gehen <a href="http://www.idgknowledgehub.com/blogs/?p=2105">91% der Nutzer mobiler Geräte online</a>, um ihre sozialen Kontakte zu pflegen. Fast<a href="http://www.idgknowledgehub.com/blogs/?p=2105"> drei Stunden täglich</a> nutzen Amerikaner das mobile Web. Der Kontakt mit dem eigenen Netzwerk kann mobil zu jeder Zeit und an jedem Ort gepflegt werden. Auch Nonprofits können von diesen Möglichkeiten profitieren, wenn es darum geht, die Beziehungen zu ihren Stakeholdern zu pflegen.</p>
<p><strong>Hilfe über mobile Geräte:</strong> Über Mobiltelefone können Dienste für Hilfsbedürftige angeboten werden. Eine Vertreterin von <a href="http://mobileactive.org/">MobileActive.org</a> führt das Beispiel einer <a href="http://nten.org/blog/2008/06/24/mobile-campaign-case-studies-from-advocacy-service-delivery-and-fundraising">Organisation auf den Philippinen</a> an. Diese mobilisiert für philippinische Arbeitsmigranten im Ausland im Fall von Missbrauch und Ausbeutung sofort Hilfe, wenn eine  SOS-SMS eingeht.</p>
<p><strong>Koordination:</strong> Die räumliche Koordination zwischen Menschen wird über geosoziale Netzwerke wie<a href="http://www.readwriteweb.com/archives/foursquare_location_platform.php"> Foursquare</a> oder <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/google_buzz_geolocation_location_sharing_social_network.php?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+readwriteweb+%28ReadWriteWeb%29&amp;utm_content=Bloglines">GoogleBuzz</a> möglich. Auch Twitter bietet das<a href="http://maps2.humaninet.org/2010/02/01/geo-twitter-adding-coordinates-is-easy/"> geo-tweeting</a> an, das Kurznachrichten mit Orten versieht. Über die Koordination hinaus verbinden geosoziale Netzwerke Orte mit Informationen. So kann ein Bild darüber entstehen, was in einem bestimmten Viertel passiert bzw. wie es um die örtliche Community steht. Für Nonprofits eine interessante Perspektive.</p>
<p><strong>Augmented Reality:</strong> über Mobiltelefone mit Internetzugang  können Live-Bilder von der Umgebung mit Daten aus dem Netz versehen werden. Ein Beispiel: mit der augmented reality app <a href="http://www.acrossair.com/acrossair_app_augmented_reality_nearesttube_london_for_iPhone_3GS.htm">acrossair</a> kann man sich in London die U-Bahn, die dem eigenen Standort am nächsten ist, anzeigen lassen. Man fixiert mit dem iPhone  ein Objekt in der Umgebung und bekommt automatisch die Informationen über den nächsten U-Bahn-Standort. Auch mit der Suchfunktion von <a href="http://www.google.com/mobile/goggles/#landmark">Google googles</a>, die nicht via Text, sondern über Bilder sucht, die dann mit Internet-Informationen kombiniert werden, kann man mehr über die eigene Umwelt erfahren.  Zum Beispiel über Nonprofit-Einrichtungen in der eigenen Stadt, die im Internet mit Bild und Text vertreten sind und über google googles gefunden werden können.</p>
<p>Viele dieser mobilen Anwendungen sind im Nonprofit-Bereich außerhalb der Katastrophenhilfe und internationaler Organisationen noch nicht etabliert. Lediglich das Fundraising via SMS ist schon bekannter.  Und dennoch, -<a href="http://philanthropy.blogspot.com/2010/02/what-matters-about-mobile.html"> &#8220;mobile matters&#8221;</a>, das heißt: das mobile Netz sowie die ortsbasierten Dienste, die Standorte lokalisieren,  gewinnen an Bedeutung.</p>
<p>Was speziell die ortsbasierten Dienste suspekt macht, ist ihre Gefahr für die Privatsphäre der Nutzer, siehe hierzu kritisch das Projekt <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/pleaserobme_and_the_dangers_of_location-aware_social_networks.php?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+readwriteweb+%28ReadWriteWeb%29&amp;utm_content=Bloglines">PleaseRobMe</a>. Und auch die <a href="http://www.popsci.com/technology/article/2010-02/augmented-identity-app-helps-you-identify-friend-perfect-strangers">Gesichtserkennung</a>, die im Rahmen der Augmented Reality schon möglich ist, trägt erhebliche <a href="http://www.crisscrossed.net/2010/02/18/a-transparent-world-through-face-recognition-and-the-great-challenge-for-privacy/">negative Potentiale</a> in sich. Wie es in einem Blogkommentar heißt: &#8220;the market for masks and anonymizers will become huge&#8221;&#8230;.</p>
<p>Unabhängig von diesen negativen Seiten müssen sich Nonprofits mit den neuen mobilen Diensten und Möglichkeiten auseinandersetzen und sich die Chancen herausgreifen, die der NPO und ihren Stakeholdern den größten Mehrwert bringen.</p>
<div style=" text-align:left; margin: 0px 0px 0px 20px;" class="printfriendly"><a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/mobiltelefon-und-mobiles-internet-chancen-fur-gemeinutzige-organisationen/?pfstyle=wp" rel="nofollow" style="text-decoration: none; outline: none; color: #55750C;"><img class="printfriendly" src="http://cdn.printfriendly.com/pf-button.gif" alt="PrintFriendly" /></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Die Verflechtung von Staat und Verbänden im Sozialsektor und die Stellung der Bürger &#8211; am Rand</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 15:26:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigitte.reiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgergesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf den neuen Dialog- und Vernetzungsmöglichkeiten des Internets ruht die Hoffnung, dass sie auch zwischen Bürgern und dem gemeinnützigen Sektor einen engeren Austausch ermöglichen und Bürgern in den sozialen Diensten mehr Mitwirkungsmöglichkeiten verschaffen können. Diese Hoffnung trifft allerdings auf  institutionelle Strukturen im Politikfeld, bei denen die Bürger nur Randfiguren ohne essentielle Mitgestaltungsmöglichkeiten sind.  Backhaus-Maul (2009) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf den neuen Dialog- und Vernetzungsmöglichkeiten des Internets ruht die Hoffnung, dass sie auch zwischen Bürgern und dem gemeinnützigen Sektor einen engeren Austausch ermöglichen und Bürgern in den sozialen Diensten mehr Mitwirkungsmöglichkeiten verschaffen können.</p>
<p>Diese Hoffnung trifft allerdings auf  institutionelle Strukturen im Politikfeld, bei denen die Bürger nur Randfiguren ohne essentielle Mitgestaltungsmöglichkeiten sind.  Backhaus-Maul (2009) schildert in einem Aufsatz für das <a href="http://verlag.deutscher-verein.de/index.php?main_page=product_info&amp;cPath=11_14_19&amp;products_id=145">Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit</a> prägnant, wer in unserem Land die wirklich wichtigen Player im Bereich sozialer Dienstleistungen sind: der Staat und die großen Wohlfahrtsverbände. Beide schließen gemeinsam Leistungsvereinbarungen für den Sozialbereich ab, in denen die Leistungsarten, die Leistungsmenge, die Preise, Qualitätsstandards, deren Messung und Evaluation festgelegt werden (S. 74). Und zwar in nicht-öffentlicher Runde.  Diese Verhandlungen bestimmen faktisch darüber, wie sozialstaatliche Gesetze konkret umgesetzt werden. Bürger haben darauf keinen Einfluss. Es sind die freigemeinnützigen Träger, die &#8220;maßgeblich über politische Prioritäten beim Einsatz und der Vergabe öffentlicher Mittel entscheiden&#8221; (Backhaus-Maul, ebd.).</p>
<p>Die enge Verflechtung zwischen Staat  und Verbänden erschwert Backhaus-Maul zufolge das Empowerment der Leistungsempfänger hin zu Bürgern und Ko-Produzenten. Aber auch für die Wohlfahrtsverbände bringt die Verflechtung nicht nur materielle Chancen und Wachstumsmöglichkeiten mit sich, sondern ebenso eine Bürokratisierung und Unterwerfung unter staatliche Vorschriften. Die Verflechtung mit dem Staat bedroht überdies die Legitimation der freien Wohlfahrtspflege, weil die Verbände zu Dienstleistungsunternehmen mutierten und ihre gesellschafts- und demokratiepolitischen Funktionen vernachlässigten. Aus der Verflechtung mit dem Staat kann die freie Wohlfahrtspflege keine Vision für die Zukunft entwickeln. Dienstleistungsunternehmen sind sie schon &#8211; was könnten Nonprofits im Sozialsektor aber darüber hinaus sein?</p>
<p>Neue Wege ergeben sich für soziale Dienste nur durch die Bürger und mit den Bürgern. Letztere dürfen nicht als Bedrohung professioneller Errungenschaften und der verbandlichen Autonomie betrachtet werden, sondern als <em>Enabler</em>,  die freien Trägern helfen können, ein neues Selbstbild zu entwickeln. Aus der Sackgasse, in der sich Nonprofits befinden, wird man nicht durch mehr Professionalisierung und noch mehr betriebswirtschaftliche Konzepte herauskommen, sondern nur durch eine stärkere Demokratisierung, die Bürgern mehr Handlungsspielräume in den verbandlichen Einrichtungen und im Sozialsektor eröffnet.</p>
<p>Nonprofits reden &#8211; wie alle Entscheidungsträger in unserem Land &#8211; viel von der Förderung des bürgerschaftlichen Engagements. Sie reden aber &#8211; wie alle anderen auch &#8211; viel zu wenig von den demokratiepolitischen Dimensionen des Engagements. Die Hilfe der Bürger ist sehr erwünscht, &#8211; die inhaltliche Mitsprache weniger (siehe <a href="http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2010/02/nl3_akbuergergesellschaft.pdf">&#8220;Demokratie Macht Bürgergesellschaft&#8221;</a> von R. Roth). Es wird nicht gesehen, dass es genau die &#8211; gefürchtete &#8211; Partizipation der Bürger ist, die den Wohlfahrtsverbänden in der Verflechtung mit dem Staat und jenseits von dieser neue Perspektiven aufzeigen könnte.</p>
<p>Social Media bieten der freien Wohlfahrtspflege die Chance, über das Internet enger mit den Bürgern in Kontakt zu kommen. Über Social Media können Bürger auch Mitwirkungsmöglichkeiten in Nonprofit-Organisationen erhalten. Und dennoch darf man nicht vergessen, dass die Technologien allein keine Partizipationsrechte und -pflichten begründen. Der Social Media- Einsatz bleibt vom guten Willen eines Trägers abhängig. Deshalb muss man über die Technologien hinaus sich um eine rechtliche Institutionalisierung von Partizipationschancen für Bürger bemühen. Die digitale Welt darf kein Surrogat für Mitwirkungsrechte sein, die man in der realen Welt der Institutionen,  Gesetze und Politikfeld-Steuerung den Bürgern vorenthält.</p>
<div style=" text-align:left; margin: 0px 0px 0px 20px;" class="printfriendly"><a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/die-verflechtung-von-staat-und-verbanden-im-sozialsektor-und-die-stellung-der-burger-am-rand/?pfstyle=wp" rel="nofollow" style="text-decoration: none; outline: none; color: #55750C;"><img class="printfriendly" src="http://cdn.printfriendly.com/pf-button.gif" alt="PrintFriendly" /></a></div>]]></content:encoded>
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