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	<title>Nonprofits-vernetzt.de &#187; Nonprofit-Organisation</title>
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	<description>Stakeholder-Management und Web 2.0 für gemeinnützige Organisationen</description>
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		<title>Kartierung durch Bürger und Nonprofits im Internet &#8211; Gastbeitrag von Christian Kreutz</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 09:54:18 +0000</pubDate>
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<p class="MsoNormal"><em>Während die Erstellung von Karten früher eine Domäne von Fachleuten war und das thematische Spektrum von Karten begrenzt, können heute mit Hilfe neuer Technologien auch zivilgesellschaftliche Akteure Karten entwickeln und online stellen und so Probleme oder Ressourcen räumlich veranschaulichen. Oftmals stammen die hierzu verwendeten Daten nicht nur von einer Organisation, sondern sie werden von vielen Bürgern gesammelt und eingetragen (&quot;collaborative mapping&quot;), die ihr Wissen in die Karte einbringen und so mit anderen teilen wollen. Welche Chancen die Kartenerstellung im Internet zivilgesellschaftlichen Akteuren bietet, eruiert der folgende Gastbeitrag von Christian Kreutz,  meinem geschätzten Bloggerkollegen vom <a href="http://www.crisscrossed.net/">crisscrossed.net</a> , der als Berater auf den Einsatz von </em> <em>IuK-Technologien in der Entwicklungshilfe <a href="http://twitter.com/ict4d">(ICT4D)</a> spezialisiert ist. Er schreibt auch für den <a href="http://draussen-blog.net/">draussen-Blog </a> sowie für das </em> <em><a href="http://www.web2fordev.net/">Web2forDev Gateway</a> . (BR)<br />
</em></p>
<p class="MsoNormal">Das Internet hat die Welt der Kartographie revolutioniert. Während heute mit ein paar Klicks jeder Ort auf der Welt sogar per Satellitenbild besucht werden kann, gab es früher oft nur die Papiervariante, die für jedes Gebiet extra erworben werden musste.</p>
<p class="MsoNormal">Doch die digitalen Karten erlauben eine andere Nutzung geographischer Informationen. Jede Karte kann mit unbegrenzten Daten angereichert werden, die zum Beispiel Umwelteinflüsse in unterschiedlichen Teilen einer Stadt darstellen. Anders als in der Vergangenheit sind solche Karten und aufwendige Simulationen nun für jeden kundigen Internetnutzer möglich. Gerade für den gemeinnützigen Bereich ergeben sich hier faszinierende Möglichkeiten (<a href="http://www.economist.com/sciencetechnology/tq/displayStory.cfm?story_id=13725877">&quot;Mapping a better world&quot;</a> ).</p>
<p class="MsoNormal">Während in früheren Zeiten die Erstellung und Bearbeitung von Karten Sache von Experten war, können heute findige Laien Karten selbst erstellen und mit eigenen Informationen kombinieren. Die Karten mit den Fähnchen auf vielen Internetseiten sind das beste Beispiel.</p>
<p class="MsoNormal">Den Weg für solche frei verfügbaren Karten hat Google mit der maps.google.de Anwendung geebnet. Doch aus gemeinnütziger Sicht weitaus spannender ist die offene Karte von <a href="http://www.openstreetmap.org/">OpenStreetMap</a> , die jeder Person alle Kartenmaterialien inklusive der dahinterstehenden Geodaten frei zur Verfügung stellt. Die Karte wird ähnlich wie bei Wikipedia von ehrenamtlichen &#8216;Mappern&#8217; erstellt und steht im Unterschied zu Google unter der <a href="http://de.creativecommons.org/">Creative Commons License</a> frei zur Verfügung. In ein paar Minuten ist damit zum Beispiel eine Anfahrtsskizze erstellt, die sonst für teures Geld erworben werden muss.</p>
<p class="MsoNormal">Doch die Möglichkeiten der Nutzung gehen noch viel weiter, wie einige Beispiele rund um die Welt illustrieren. Da ist die Initiative <a href="http://ilovemountains.org/">&quot;I love mountains&quot;</a> in den USA, die versucht, die Sprengung von Bergkuppen zum Abbau von Kohle zu verhindern. Die Organisation dahinter, Appalachian Voices, nutzt Google Earth um per Satellitenbild auf die <a href="http://earth.google.com/outreach/cs_app_voices.html">massive Umweltzerstörung</a> aufmerksam zu machen.</p>
<p class="MsoNormal"><iframe title="YouTube video player" class="youtube-player" type="text/html" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/embed/RPixjCneseE" frameborder="0" allowFullScreen="true"> </iframe></p>
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<p class="MsoNormal">In der Amazonasregion nutzt ein Indianerstamm Google Earth um den aktuellen Stand der <a href="http://www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?f=/c/a/2007/06/10/AMAZON.TMP">Abholzung des Regenwaldes</a> nach zu verfolgen.</p>
<p class="MsoNormal">In Afrika wurde eine solche Anwendung von engagierten Aktivisten sogar mit dem Mobiltelefon verknüpft. Während der politischen Krise nach den Wahlen in Kenia im Dezember 2007 kam es zu Auseinandersetzungen im ganzen Land und die Lage war unübersichtlich. Aktivisten entwickelten eine Anwendung, bei der per SMS Nachrichten an eine Internetseite geschickt werden können. Landesweit berichteten Freiwillige per SMS über Menschenrechtsverstöße, die transparent auf einer <a href="http://legacy.ushahidi.com/">Karte</a> dargestellt wurden. Das Projekt Ushahidi hat viele Nachahmer gefunden.</p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignright" style="float: right;" src="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/wp-content/uploads/2009/09/seite-ushahidi-com-10x7-verkleinert.jpg" alt="" width="378" height="301" /></p>
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<p class="MsoNormal">Auf der <a href="http://www.stateofthemap.org/">OpenStreetMap Konferenz</a> im Juli berichteten die Teilnehmer von weiteren Beispielen. So entwickelte <a href="http://www.youtube.com/watch?v=qTOr6au-j6s">Arun Ganesh</a> aus Indien mit Hilfe von <a href="http://www.openstreetmap.org">OpenStreetMap</a> -Daten eine <a href="http://busroutes.in/chennai">Busplan-Informationsseite</a> und druckte hochwertige Karten in Papierform aus, die lizenzfrei genutzt werden können.</p>
<p class="MsoNormal">Das Projekt <a href="http://www.openstreetmap.org/">OpenStreetMap</a> begann vor einigen Jahren in England, hat aber mittlerweile Helfer weltweit. Deutschland hat die meisten Freiwilligen und die detaillierteste Karte, die sogar Briefkästen, Apotheken, Restaurants und Sicherheitskameras mit einschließt. Hier werden ebenfalls bereits Wander- und Fahrradkarten angeboten.</p>
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<p class="MsoNormal">Auch die britische Seite <a href="http://www.fixmystreet.com/">FixMyStreet</a> ist ein Beispiel dafür, wie Bürger sich in die Kartierung einbringen können.</p>
<p class="MsoNormal">Ebenso das Projekt <a href="http://www.opengreenmap.org/">Open Green Map</a> , das Internetnutzer dazu einlädt, die ökologisch-kulturellen Eigenschaften ihrer Umgebung zu kartieren, nach dem Motto &quot;Think Global, Map Local&quot;. Für Berlin-Neukölln existiert schon eine <a href="http://www.greenmap.org/greenhouse/en/node/2739">Green Map</a> .</p>
<p class="MsoNormal"><iframe title="YouTube video player" class="youtube-player" type="text/html" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/embed/_8pXOkBNYWo" frameborder="0" allowFullScreen="true"> </iframe></p>
<p class="MsoNormal">Diese Bündelung von freiwilligem Bürgerengagement über das Internet wird von gemeinnützigen Organisationen in Deutschland  kaum genutzt und noch völlig unterschätzt. Der Film <a href="http://www.usnowfilm.com/">&#8216;US now&#8217;</a> aus England beschreibt die Potentiale eindrucksvoll.</p>
<p class="MsoNormal">Dabei gäbe es vielfältige Möglichkeiten, wie auch die Einführung <a href="http://www.tacticaltech.org/mapsforadvocacy">&#8216;Maps for Advocacy&#8217; </a> des Tactical Technology Collective anschaulich beschreibt. Folgende Ansätze wären für gemeinnützige Organisationen und Bürger denkbar:</p>
<ul>
<li>Karten können vielfältig genutzt werden, um Probleme anschaulicher und konkreter darzustellen</li>
<li>In der Kombination mit unterschiedlichen Daten können komplexe Sachverhalte mit Hilfe von Karten entschlüsselt werden.</li>
<li>Karten können zu neuen Anwendungen eines gemeinsamen Bürgersachverstandes genutzt werden</li>
<li>Im lokalen Kontext können Karten helfen, Bürger zu vernetzen.</li>
</ul>
<p>Eine wichtige Einschränkung muss jedoch auch genannt werden. Karten können durchaus die Transparenz erhöhen und bieten neue Formen der Darstellung, aber jede Karte lässt sich ähnlich wie Statistiken einseitig und verzerrt nutzen. Offene Karten und Geodaten sind nur ein Instrument unter vielen, die aber hoffentlich bald in der gemeinnützigen Landschaft Deutschlands mehr Anwendung finden werden.</p>
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<div style=" text-align:left; margin: 0px 0px 0px 20px;" class="printfriendly"><a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/kartierung-durch-burger-und-nonprofits-im-internet-gastbeitrag-von-christian-kreutz/?pfstyle=wp" rel="nofollow" style="text-decoration: none; outline: none; color: #55750C;"><img class="printfriendly" src="http://cdn.printfriendly.com/pf-button.gif" alt="PrintFriendly" /></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Kommunalverwaltung 2.0, Bürgerbeteiligung und die Rolle von Nonprofit-Organisationen</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 08:26:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigitte.reiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[E-Government wird von vielen lediglich als eine Elektronifizierung von Verwaltungsvorgängen verstanden. Dass das Internet auch dazu genutzt werden kann, um Bürger stärker an öffentlichen Entscheidungen zu beteiligen, wurde auf dem Government 2.0 Camp in Berlin thematisiert, wo sich Verwaltungsvertreter mit Teilen der Internetszene und der interessierten Öffentlichkeit trafen. E-Partizipationsprojekte wie der Bürgerhaushalt Köln , der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>E-Government wird von vielen lediglich als eine Elektronifizierung von Verwaltungsvorgängen verstanden. Dass das Internet auch dazu genutzt werden kann, um Bürger stärker an öffentlichen Entscheidungen zu beteiligen, wurde auf dem <a href="http://gov20camp-berlin.mixxt.de/">Government 2.0 Camp in Berlin</a> thematisiert, wo sich Verwaltungsvertreter mit Teilen der Internetszene und der interessierten Öffentlichkeit trafen.</p>
<p>E-Partizipationsprojekte wie der <a href="http://www.stadt-koeln.de/1/stadtfinanzen/buergerhaushalt/">Bürgerhaushalt Köln</a> , der von <a href="http://twitter.com/olopart">Oliver Märker</a> in einer Session vorgestellt wurde, oder der Online-Dialog zur <a href="http://www.hamburg-domplatz.de/demos.php?page=viewcompiler&amp;id_view=33&amp;menucontext=Home">Neugestaltung des Hamburger Domplatzes</a> , vorgestellt von <a href="http://twitter.com/somed">Rolf Luehrs </a> und <a href="http://twitter.com/bengtfeil">Bengt Feil</a> , zeigen, welche Chancen das Internet bietet, um Ideen und Meinungen der Bürger abzufragen.</p>
<p>Die Grenzen von online &#8211; und offline &#8211; Verfahren zur Bürgerbeteiligung liegen aber darin, dass sie in der Regel nur bestimmte Gruppen erreichen. Eine <a href="http://www.buergergesellschaft.de/fileadmin/pdf/gastbeitrag_lippa_090814.pdf">Untersuchung </a> des Bürgerbeteiligungsverfahren zum Bürgerhaushalt Berlin-Lichtenberg ergab, dass durch einen Methoden- und Medienmix zwar Jung und Alt, Frauen und Männer , Onliner und Offliner erreicht wurden, aber überwiegend Menschen aus höheren Bildungsschichten. Wer hierzu nicht gehört, bleibt außen vor. Man kann sich mit diesem Ergebnis abfinden, &#8211; oder man überlegt, wie die Integration und Beteiligung von Bürgern über die üblichen Kreise hinaus  ausgeweitet werden kann.</p>
<p>Ich habe hierzu ein paar Thesen entwickelt und sie auf dem Government Camp zur Diskussion gestellt:</p>
<ol>
<li>Partizipationsangebote von staatlicher Seite bedürfen einer starken Zivilgesellschaft, wenn sie von vielen genutzt werden sollen.</li>
<li>Es reicht nicht aus, mit den Beteiligungsangeboten einfach online zu gehen. Web 2.0 allein schafft noch keine breite Partizipationsbewegung. Partizipationsprojekte funktionieren dort am besten, wo es einen ausdifferenzierten und gut vernetzten Nonprofit-Sektor mit vielen Mitmachmöglichkeiten gibt, verglichen mit jenen Orten, wo die zivilgesellschaftliche Infrastruktur nur gering entwickelt ist <a href="http://www.communities.gov.uk/documents/localgovernment/pdf/1241999">(Pratchett/Durose/Lowndes 2009</a> ).</li>
<li>E-Government-Strategien, die auf eine stärkere Einbindung von Bürgern zielen, müssen deshalb von Maßnahmen zur Förderung der Zivilgesellschaft flankiert werden. Bürger &#8211; und gerade die benachteiligten Gruppen &#8211; müssen die Möglichkeit haben, in ihrem Umfeld Partizipation einzuüben, um entsprechende Angebote von Verwaltungsseite auch nutzen zu können.</li>
<li>Der Blick auf die Zivilgesellschaft macht überdies deutlich, dass Partizipation nicht auf das Verhältnis Bürger &#8211; Verwaltung beschränkt ist, sondern in vielen Partizipationsarenen auf lokaler Ebene stattfindet, &#8211; u.a. zwischen Bürgern, zwischen Bürgern und NPOs. Wer Partizipation fördern möchte, sollte sich nicht nur auf das Verhältnis Verwaltung &#8211; Bürger beschränken, sondern die Partizipationspotentiale in der Zivilgesellschaft stärken und ausweiten.</li>
<li>NPOs spielen eine wichtige Rolle, weil sie auf örtlicher Ebene die Infrastruktur für Mitmachmöglichkeiten bieten. Derzeit schöpfen viele NPOs aber die die partizipative Dimension der Freiwilligenarbeit noch nicht aktiv genug aus (vgl. <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/bringing-democracy-back-in-warum-nonprofits-neue-ziele-brauchen/">hier</a> ). Dennoch könnte die Rolle als <em>enabler</em> von Partizipation NPOs ein neues Selbstbild jenseits des Dienstleistungs-Topos verschaffen.</li>
</ol>
<p>(Für mehr Infos: meine Präsentation auf <a href="http://www.slideshare.net/npovernetzt/government-camp-2009-1932202">slideshare</a> )</p>
<p>Derzeit sieht die nationale E-Government-Strategie eine Stärkung der Zivilgesellschaft als flankierende Maßnahme nicht vor, wie in einer Session des Bundesinnenministeriums zu erfahren war (s. <a href="http://gov20.cpmg.eu/bundesministerium-des-innern-nationale-e-government-strategie/">hier</a> ). Für das Thema  Zivilgesellschaft ist ein anderes Ressort zuständig. So bleibt die E-Government-Strategie einer selektiven Perspektive verhaftet und wird der komplexen Realität nicht gerecht.</p>
<p>Update: Zum Zusammenhang zwischen sozioökonomischem Status und Partizipation s. <a href="http://nonprofits-vernetzt.posterous.com/partizipation-von-soziookonomischem-status-ab">Posterous</a>.</p>
<div style=" text-align:left; margin: 0px 0px 0px 20px;" class="printfriendly"><a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/kommunalverwaltung-20-burgerbeteiligung-und-die-rolle-von-nonprofit-organisationen/?pfstyle=wp" rel="nofollow" style="text-decoration: none; outline: none; color: #55750C;"><img class="printfriendly" src="http://cdn.printfriendly.com/pf-button.gif" alt="PrintFriendly" /></a></div>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Plattformen mit sozialem Mehrwert</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 11:30:08 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Hier eine kleine Sammlung von Links zu interessanten Plattformen im Sozialbereich: Soziale Manieren für eine bessere Gesellschaft Angesichts der Tatsache, dass viele Bürger keinen persönlichen Kontakt mehr zu Menschen am Rande der Gesellschaft haben, die obdachlos sind, arm, drogenabhängig, psychisch krank usw. will die Kampagnen-Seite der Caritas soziale-manieren.de soziale Grenzen überwinden und über das Leben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier eine kleine Sammlung von Links zu interessanten Plattformen im Sozialbereich:</p>
<p><strong>Soziale Manieren für eine bessere Gesellschaft </strong></p>
<p>Angesichts der Tatsache, dass viele Bürger <a href="http://soziale-manieren.de/54438.asp">keinen persönlichen Kontakt</a> mehr zu Menschen am Rande der Gesellschaft haben, die obdachlos sind, arm, drogenabhängig, psychisch krank usw. will die Kampagnen-Seite der Caritas <a href="http://soziale-manieren.de/54372.asp">soziale-manieren.de </a> soziale Grenzen überwinden und über das Leben &quot;am Rand&quot; informieren.</p>
<p>Die Seite  will gleichzeitig die anwaltschaftlichen Aktivitäten des Caritasverbandes bekannter machen, da eine <a href="http://soziale-manieren.de/55182.asp">empirische Umfrage</a> ergab, dass von rd. 2600 Befragten nur 18% an Wohlfahrtsverbände denken, wenn es um die Frage geht, wer Menschen in sozialer Not helfen soll. Auch die Menschen am Rand selbst wissen oft nichts von den Angeboten der Caritas. Die Kampagne ist deshalb auch ein Versuch, sich selbst als Anwalt der Menschen in Not stärker zu positionieren und  dem Eindruck entgegenzutreten, die Angebote der Caritas seien &quot;zu mittelschichtsorientiert&quot;, wie es in einem Artikel einer Caritas-eigenen Zeitschrift heißt.</p>
<p>Auf der Kampagnen-Seite wird der Alltag von betroffenen Menschen in Notlagen vorgestellt und per schriftlichem Portrait und Videos vermittelt. Das Herzstück der Kampagne ist das Weblog <a href="http://blog.soziale-manieren.de/">&#8216;Mitten am Rand&#8217;</a> mit Kommentarfunktion und Newsfeeds, in dem unterschiedliche Autoren, die entweder selbst am Rand leben oder sich als Ehrenamtliche für Menschen in Not einsetzen, schreiben. Es finden sich hier &#8211; insbesondere von den Betroffenen selbst &#8211; sehr eindrückliche, authentische Texte.</p>
<p>Auch die Internet-Nutzer können auf der Seite Soziale Manieren ihre Vorschläge einbringen (leider nicht in einem Forum), wie ein besseres Miteinander in unserer Gesellschaft gelingen kann.  Darüber hinaus stehen Daten und Infos, Handlungsvorschläge und Kampagnenmaterial zum Herunterladen zur Verfügung.</p>
<p>Insgesamt ein sehr gut gemachtes und &#8211; verglichen mit anderen NPO-Webseiten &#8211; modernes Webangebot der Caritas, das Web 2.0 nutzt.</p>
<p><strong>Bundesportal &quot;Engagiert in Deutschland&quot;</strong></p>
<p>Seit kurzem ist eine Arbeitsversion der Plattform <a href="http://engagiert-in-deutschland.de/">engagiert-in-deutschland.de</a> im Netz. Sie soll langfristig die gesamten Angebote im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland bündeln. Interessierte können dann in einer riesigen Datenbank nach Projekten suchen, die sie mit ihrer Arbeit, finanziell oder mit Sachspenden unterstützen wollen. Auch die Vernetzung der freiwilligen Helfer untereinander ist geplant.</p>
<p>Auf <a href="http://blog.kooptech.de/">KoopTech</a> , dem Blog von Christiane Schulzki-Haddouti, habe ich eine <a href="http://blog.kooptech.de/2009/03/social-media-fuer-die-zivilgesellschaft-das-neue-portal-engagiert-in-deutschland/">Bewertung der Plattform</a> veröffentlicht.</p>
<p><strong>Heimverzeichnis</strong></p>
<p>Seit Februar 2009 gibt es das <a href="http://www.heimverzeichnis.de/index.php?id=10">Heimverzeichnis.de</a> , das von der gemeinnützigen Bundesinteressenvertretung der Nutzerinnen und Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten im Alter und bei Behinderung getragen wird. Das Heimverzeichnis ist eine Datenbank mit einer Qualitätsbewertung von Altenheimen aus Verbrauchersicht.</p>
<p>Bei den im Heimverzeichnis eingetragenen Heimen werden nicht nur die üblichen pflegerischen/baulichen/technischen Strukturdaten aufgelistet , sondern es werden insbesondere Informationen über die Lebensqualität in diesen Einrichtungen eingestellt. Zu diesem Zweck muss sich ein Heim von ehrenamtlichen Gutachtern prüfen lassen. Der Begriff der  <a href="http://www.heimverzeichnis.de/index.php?id=19">&quot;Lebensqualität&quot;</a> umfasst dabei die folgenden Dimensionen: Autonomie/Teilhabe/Menschenwürde. Durch das Heimverzeichnis steht den Verbrauchern eine &quot;Positivliste&quot; von zertifizierten Heimen zur Verfügung, die sich um Verbraucherfreundlichkeit bemühen.</p>
<p><strong>Blogpatenschaften/Offene Plattform</strong></p>
<p>Für alle, die die Blogpaten noch nicht kennen: sie bieten mit ihrem Blog <a href="http://www.bloggerpatenschaften.de/">Blogpatenschaften.de</a> und &#8211; gemeinsam mit H.Fährmann &#8211; der <a href="http://www.offene-plattform.de/">Offenen Plattform</a> ein Forum für all jene, die kein eigenes Blog haben aber dennoch ein wichtiges Anliegen in die Öffentlichkeit tragen wollen.</p>
<p>Speziell auf der <a href="http://www.bloggerpatenschaften.de/rede-daruber-gern-auch-anonym-lass-uns-in-dialog-kommen/#more-905">Offenen Plattform</a> werden Selbsthilfegruppen und chronisch Kranke ermuntert, über ihre Problemlagen zuberichten. Der Leitgedanke dahinter ist, die Grenzen zwischen On- und Offlinern zu reduzieren und einen Einblick in den Alltag der Menschen zu vermitteln, die anders als der Mainstream leben (müssen). Vor dem HIntergrund der oben zitierten Caritas-Studie (die Mehrzahl der Menschen hat <a href="http://www.soziale-manieren.de/54438.asp">keinen Kontakt</a> zu Randgruppen bzw. letztere sind vom Rest der Gesellschaft &#8216;abgeschnitten&#8217;), ist das Engagement der Blogpaten sehr verdienstvoll.</p>
<p>Vor allem auch, weil das Blog-Team die Zielgruppen aktiv anspricht. Denn die wirkliche Herausforderung liegt für die Blogpaten nicht lediglich in der Publikation von Beiträgen, sondern in der Gewinnung der Offliner für Social Media und der Vernetzung von Initiativen und Engagierten untereinander. Mehr Infos zur Philosophie der Blogpaten bzw. von Ina Müller-Schmoß gibt es <a href="http://cspannagel.wordpress.com/2009/03/16/mit-blogpatenschaften-die-vernetzung-fordern/">hier</a> .</p>
<p><strong>Bildungsspender</strong></p>
<p>Getwittert und <a href="http://www.bloggerpatenschaften.de/making-of-bildungsspender/">gebloggt </a> wurde darüber schon: Nun auch hier die Information, dass es eine neue gemeinnützige Online-Fundraising-Plattform namens <a href="http://www.bildungsspender.de/">Bildungsspender</a> gibt, die  Spenden über Einkäufe in bekannten Online-Shops sammelt.</p>
<p>Bei jedem Online-Einkauf, der über die Spendenpalttform vermittelt wird,  geht ein bestimmter Prozentsatz der Einkaufssumme als Provision an die Bildungsspender-Plattform, die die Summe vollständig an die angemeldeten gemeinnützigen Einrichtungen weiterreicht. Gedacht ist die Plattform für Spenden an Kitas, Schulen, Unis, Vereine und Kirchen.</p>
<p>Eine gute Idee ist dieser Bildungsspender, denn vielleicht kann und will nicht jeder spenden, &#8211; aber online einkaufen und dabei automatisch zu spenden, ohne dass man selbst höhere Kosten hat, das ist doch sehr attraktiv. Selbst eine Registrierung ist für den potentiellen Einkäufer auf dem Bildungsspender nicht notwendig, &#8211; ein Anreiz für Menschen, die ihre Daten nicht gerne weitergeben.</p>
<p><strong>DieGesellschafter.de mit Podcast</strong></p>
<p>Nur kurz erwähnen möchte ich, dass die seit langem etablierte Plattform <a href="http://diegesellschafter.de/index.php?sid=dcf171f3da684708a76378f2e8507a12&amp;">dieGesellschafter.de</a> , über die ich an anderer Stelle schon <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/best-practice-i-diegesellschafterde/">geschrieben</a> habe, seit Dezember auch einen <a href="http://diegesellschafter.de/projekt/podcast/index.php?sid=dcf171f3da684708a76378f2e8507a12">Podcast </a> anbietet, der vierzehntätig erscheinen soll. Die Sendungen dauern in der Regel über eine Stunde und befassen sich mit Nonprofit-Organisationen oder engagierten Menschen, die ihre Visionen und Aktivitäten vorstellen. Nonprofits, die im Podcast schon vorgestellt wurden: u.a. BUND, Oxfam, Jugendrotkreuz. (Für den Nutzer wäre es allerdings noch einfacher, wenn der Podcasts schon auf der Startseite im Menü stünde).</p>
<div style=" text-align:left; margin: 0px 0px 0px 20px;" class="printfriendly"><a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/plattformen-mit-sozialem-mehrwert/?pfstyle=wp" rel="nofollow" style="text-decoration: none; outline: none; color: #55750C;"><img class="printfriendly" src="http://cdn.printfriendly.com/pf-button.gif" alt="PrintFriendly" /></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Wieviel Zeit benötigt man für Web 2.0?</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 10:59:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigitte.reiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[NPO]]></category>
		<category><![CDATA[Social Software]]></category>
		<category><![CDATA[Stakeholder]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn sich eine Nonprofit-Organisation für den Einsatz von Web 2.0-Instrumenten entschlossen hat, wie viel Stunden pro Woche muss sie dann für ihre Online-Aktivitäten einkalkulieren? Die Antwort: sehr viele. Wer sich im Mitmach-Internet engagieren möchte, muss bereit sein, dafür viel Zeit zur Verfügung zu stellen.</p>
<p>Um die Installation der Tools geht es hier nicht. Die Technik ist, was den Zeitaufwand angeht, vollkommen nachrangig.  Was Zeit kostet, sind die Beziehungen, die man über Web 2.0 aufbaut, die Erstellung der eigenen Inhalte, der Dialog mit den Stakeholdern und die Vermarktung der eigenen Organisation. Der Begriff &#8216;Social Media&#8217;, der für die neuen Mitmach-Tools steht, drückt dies gut aus: es geht nicht primär um Technik, sondern um den Austausch mit Menschen, und der ist zeitaufwändig.</p>
<p><a href="http://beth.typepad.com/beths_blog/2008/10/how-much-time-d.html">Beth Kanter</a> , die amerikanische Fachfrau für das Thema Nonprofits und Web 2.0, hat nun in einem aktuellen Beitrag versucht, den Zeitaufwand zu ermitteln, der für den Einsatz von Social Media veranschlagt werden muss. Die Zahlen sind nur beispielhaft und hängen im Einzelfall davon ab, wie viel Erfahrung eine Organisation schon mit Web 2.0 gesammelt hat, wie gut die Mitarbeiter im Umgang mit den Tools geschult sind, wie effektiv eine Organisation arbeitet usw. Dennoch geben die Zahlen eine Tendenz wieder und zeigen, dass es sich beim Einsatz von Social Media um keine Aufgabe handelt, die mal so nebenbei erledigt werden kann.</p>
<p>Beth Kanter veranschlagt die folgenden Stundenzahlen:</p>
<ul>
<li>5 Stunden pro Woche benötigt eine Organisation, um sich im Internet über relevante Beiträge bezüglich der eigenen Organisation und des eigenen Fachgebietes auf dem Laufenden zu halten. Kanter nennt diese Tätigkeit  &#8216;Zuhören&#8217;. Sie läuft über Newsfeeds, Twitter, technorati usw.</li>
<li>5 Stunden pro Woche nimmt es in Anspruch, wenn man aktiv an Online-Diskussionen teilnimmt und Kommentare schreibt, auf einzelne Beiträge eingeht usw. Dieser Aufwand läuft unter dem Stichwort &#8216;Partizipieren&#8217;.</li>
<li>10-15 Stunden pro Woche muss eine Organisation für die Erstellung von eigenen Inhalten in Form von Blogs, Podcasts usw. veranschlagen. Da die Inhalte allein noch für keine Nachfrage sorgen, muss man diese entsprechend bekannt machen und im Netz vermarkten. Dies nennt Kanter &#8216;Generate Buzz&#8217; . Die Vermarktung der eigenen Inhalte kostet eine Organisation noch einmal 10-15 Stunden pro Woche.</li>
<li>Mehr als 20 Stunden pro Woche benötigt eine Organisation, wenn sie aktiv eigene Online-Netzwerke aufbaut und diese pflegt oder aktiv an bestehen Online-Communities wie Facebook teilnimmt. Die Beantwortung von Anfragen, der gemeinsame Dialog, die Entwicklung neuer Ideen, der wertschätzende Umgang mit den einzelnen Netzwerk-Mitgliedern, &#8211; all dies kostet sehr viel Zeit. Aber ohne diesen Stundeneinsatz bringt eine Community keinen Nutzen. Wenn man vom Mitmach-Internet profitieren will, muss man bereit sein, diese Stunden zu investieren.</li>
</ul>
<p>Ein Kommentator in Beth&#8217;s Blog bringt es auf den Punkt: je wichtiger einer Organisation der Austausch mit ihren Stakeholdern ist, desto mehr Zeit investiert sie in Social Media. Wer keine Zeit investiert, hält den Online-Dialog für bedeutungslos: &quot;zero time, zero importance&quot;.</p>
<p>Bei <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2008/09/25/wie-macht-man-sein-blog-bekannt/#comments">bwlzweinull.de </a> und dem <a href="http://kulturmanagement.wordpress.com/2008/09/27/weblogs-wann-ist-man-eigentlich-erfolgreich-und-lohnt-sich-bloggen-fur-mich/">Kulturmanagement-Blog </a> wurde in den letzten Tagen auch darüber diskutiert, wie zeitaufwändig Blogs &#8211; ein Tool aus dem Social Media Repertoire &#8211; sind und inwiefern sie sich für FreiberuflerInnen und Organisationen lohnen. Fazit der Debatte: es gibt kein Patentrezept, jeder Autor/jede Organisation muss für sich entscheiden, ob sie diese Zeit investieren will.</p>
<p>Ein gutes Argument für Blogs liefert jetzt <a href="http://news.gilbert.org/BecomeBlogger">Michael C. Gilbert</a> . Blogs kosten zwar viel Zeit, aber sie helfen dem Autor oder der Organisation, die Informationsüberflutung in den Griff zu bekommen. Wer professionell bloggt, hat klare Themen und Ziele. Diese helfen, die eingehenden Informationen zu rastern und schneller zu verarbeiten, als wenn man ziellos den Informationen ausgesetzt ist. Sein Tipp: &quot;Become a Blogger and relax&quot;.</p>
<div style=" text-align:left; margin: 0px 0px 0px 20px;" class="printfriendly"><a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/wieviel-zeit-benotigt-man-fur-web-20/?pfstyle=wp" rel="nofollow" style="text-decoration: none; outline: none; color: #55750C;"><img class="printfriendly" src="http://cdn.printfriendly.com/pf-button.gif" alt="PrintFriendly" /></a></div>]]></content:encoded>
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