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	Kommentare zu: Koproduktion als Chance für gemeinnützige Organisationen	</title>
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	<description>Partizipatives Stakeholder-Management &#38; Digitalisierung im Nonprofit-Sektor</description>
	<lastBuildDate>Thu, 01 Jul 2010 08:40:30 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Nonprofits-vernetzt.de &#187; Nachhaltiger Social Media-Einsatz		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/koproduktion-als-chance-fur-gemeinnutzige-organisationen/#comment-346</link>

		<dc:creator><![CDATA[Nonprofits-vernetzt.de &#187; Nachhaltiger Social Media-Einsatz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 08:40:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[...] RSS Feed Beiträge Koproduktion als Chance fÃÂ¼r gemeinnÃÂ¼tzige Organisationen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] RSS Feed Beiträge Koproduktion als Chance fÃÂ¼r gemeinnÃÂ¼tzige Organisationen [&#8230;]</p>
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		<title>
		Von: Brigitte Reiser		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/koproduktion-als-chance-fur-gemeinnutzige-organisationen/#comment-345</link>

		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 13:26:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Matthias Riesterer, vielleicht sollte man bei dem Thema &#039;Koproduktion&#039; gar nicht so sehr die Abgabe von Kontrolle seitens der Einrichtungen betonen, sondern eher herausarbeiten (und das müsste man noch im Detail machen), welche Chancen darin für den professionellen Bereich liegen. Sicher würden mir viele zustimmen, wenn ich sage, dass auch die Situation für das Personal in gemeinnützigen Einrichtungen doch keineswegs befriedigend ist bzw. wir hier noch nicht an das Ende sämtlicher Entwicklungsmöglichkeiten gekommen sind. Die professionellen Mitarbeiter würden im Rahmen der Koproduktion durch die Rolle als &#039;Mentoren&#039; und &#039;Enabler&#039; aufgewertet. 

@Stefan Zollondz, danke für Ihre Fragen und Ihre Offenheit. Ich denke, es gibt vier Lösungen für die von Ihnen angesprochenen Probleme:

1. Netzwerkorientiertes Denken und Handeln
2. Multiplikatoren in der Einrichtung suchen und als Koproduzenten aufbauen
3. Die Bedingungen für das Engagement und die Teilnahme an den Angeboten Ihrer Einrichtung so nutzerfreundlich wie möglich zu gestalten.
4. Eine Social Media Präsenz mit einem Weblog starten

Zu Punkt 1: Vernetzen Sie Ihre Einrichtung mit anderen Einrichtungen und Initiativen/Vereinen in der Stadt und binden Sie diese als Akteure und Nutzer in Ihr Begegnungszentrum ein. Sie können alleine - mit den beschränkten Ressourcen Ihrer Einrichtung - nicht diese Angebotspalette abdecken, die andere in Ihre Einrichtung bringen können. Der Vorteil für Ihre Partner: Sie bieten die Infrastruktur und den Zugang zu einem bestimmten Publikum, Ihre Partner können Vorträge, Veranstaltungen, Feste usw. einbringen. Wie bunt und vielseitig kann eine Einrichtung werden, wenn sie offen ist für die anderen Akteure in der Gemeinde bzw. im Viertel. 

Ich würde einen Vernetzungsstammtisch ins Leben rufen bzw. eine Socialbar und dort die eigenen Problemlagen offen kommunizieren. Letztlich teilen viele Einrichtungen Ihre Sorgen (z.B. die Kirchengemeinden), so dass es Sinn macht, gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Zu Punkt 2: Suchen Sie nach engagierten Senioren/Eltern/Besuchern in Ihrer Einrichtung, machen Sie diese handvoll Menschen zu Ihren Verbündeten und Multiplikatoren. Kommunizieren Sie Ihre Sorgen und entwickeln Sie gemeinsam mit dieser Gruppe Lösungswege. Ohne das Feedback der Nutzer bzw. ohne deren Ideen und Mithilfe wird eine Revitalisierung der Einrichtung schwierig. In diese Gruppe sollte auch die Leitung der Kita und ein Vertreter des Trägers sowie wichtige Kooperationspartner aus dem engen Umfeld.

zu Punkt 3: gestalten Sie die Nutzerangebote gemeinsam mit den Betroffenen und denken Sie daran, den Aktivitätsrahmen so nutzerfreundlich wie möglich zu gestalten. Ein Engagement der Eltern am Abend scheitert oft aufgrund mangelnder Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Wenn man Freiwillige einbinden will, muss man ihre Engagementkosten so niedrig halten wie möglich und soziale Anreize bieten.

Zu Punkt 4: Ich würde eine Social Media-Präsenz mit einem Blog beginnen. Allein deshalb, um Transparenz zu schaffen, d.h. um die Einrichtung und ihre Arbeit - aber auch ihre Sorgen - besser öffentlich zu machen. Ein Blog könnte auch ein Mittel sein, um Ihr Netzwerk zu veranschaulichen, indem auf befreundete lokale Einrichtungen und Partner verlinkt wird, die ihrerseits in Ihrem Blog ein Diskussionsforum finden könnten. Dieses Blog wird zu Beginn vielleicht nicht so sehr von Ihren Besuchern gelesen werden - man muss es erst entsprechend bekannt machen, speziell bei der älteren Generation. Das Blog wäre, wie erwähnt, zuerst ein Tool, um Transparenz und Klarheit für Sie selbst zu schaffen und um Ihr Netzwerk abzubilden. 

Ich hoffe, diese Anmerkungen sind hilfreich für Sie und grüße Sie herzlich!

@Alexandra Ripken, - vielen Dank für Ihre Ausführungen. Ich habe schon von diesem Ansatz gehört, bin im communitybuilding/organizing aber nicht so sattelfest. Deshalb Danke für den Literaturtipp, - das wird meine Urlaubslektüre. Falls Sie noch weitere gute Texte haben, freue ich mich über Empfehlungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Matthias Riesterer, vielleicht sollte man bei dem Thema &#8216;Koproduktion&#8217; gar nicht so sehr die Abgabe von Kontrolle seitens der Einrichtungen betonen, sondern eher herausarbeiten (und das müsste man noch im Detail machen), welche Chancen darin für den professionellen Bereich liegen. Sicher würden mir viele zustimmen, wenn ich sage, dass auch die Situation für das Personal in gemeinnützigen Einrichtungen doch keineswegs befriedigend ist bzw. wir hier noch nicht an das Ende sämtlicher Entwicklungsmöglichkeiten gekommen sind. Die professionellen Mitarbeiter würden im Rahmen der Koproduktion durch die Rolle als &#8216;Mentoren&#8217; und &#8216;Enabler&#8217; aufgewertet. </p>
<p>@Stefan Zollondz, danke für Ihre Fragen und Ihre Offenheit. Ich denke, es gibt vier Lösungen für die von Ihnen angesprochenen Probleme:</p>
<p>1. Netzwerkorientiertes Denken und Handeln<br />
2. Multiplikatoren in der Einrichtung suchen und als Koproduzenten aufbauen<br />
3. Die Bedingungen für das Engagement und die Teilnahme an den Angeboten Ihrer Einrichtung so nutzerfreundlich wie möglich zu gestalten.<br />
4. Eine Social Media Präsenz mit einem Weblog starten</p>
<p>Zu Punkt 1: Vernetzen Sie Ihre Einrichtung mit anderen Einrichtungen und Initiativen/Vereinen in der Stadt und binden Sie diese als Akteure und Nutzer in Ihr Begegnungszentrum ein. Sie können alleine &#8211; mit den beschränkten Ressourcen Ihrer Einrichtung &#8211; nicht diese Angebotspalette abdecken, die andere in Ihre Einrichtung bringen können. Der Vorteil für Ihre Partner: Sie bieten die Infrastruktur und den Zugang zu einem bestimmten Publikum, Ihre Partner können Vorträge, Veranstaltungen, Feste usw. einbringen. Wie bunt und vielseitig kann eine Einrichtung werden, wenn sie offen ist für die anderen Akteure in der Gemeinde bzw. im Viertel. </p>
<p>Ich würde einen Vernetzungsstammtisch ins Leben rufen bzw. eine Socialbar und dort die eigenen Problemlagen offen kommunizieren. Letztlich teilen viele Einrichtungen Ihre Sorgen (z.B. die Kirchengemeinden), so dass es Sinn macht, gemeinsam nach Lösungen zu suchen.</p>
<p>Zu Punkt 2: Suchen Sie nach engagierten Senioren/Eltern/Besuchern in Ihrer Einrichtung, machen Sie diese handvoll Menschen zu Ihren Verbündeten und Multiplikatoren. Kommunizieren Sie Ihre Sorgen und entwickeln Sie gemeinsam mit dieser Gruppe Lösungswege. Ohne das Feedback der Nutzer bzw. ohne deren Ideen und Mithilfe wird eine Revitalisierung der Einrichtung schwierig. In diese Gruppe sollte auch die Leitung der Kita und ein Vertreter des Trägers sowie wichtige Kooperationspartner aus dem engen Umfeld.</p>
<p>zu Punkt 3: gestalten Sie die Nutzerangebote gemeinsam mit den Betroffenen und denken Sie daran, den Aktivitätsrahmen so nutzerfreundlich wie möglich zu gestalten. Ein Engagement der Eltern am Abend scheitert oft aufgrund mangelnder Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Wenn man Freiwillige einbinden will, muss man ihre Engagementkosten so niedrig halten wie möglich und soziale Anreize bieten.</p>
<p>Zu Punkt 4: Ich würde eine Social Media-Präsenz mit einem Blog beginnen. Allein deshalb, um Transparenz zu schaffen, d.h. um die Einrichtung und ihre Arbeit &#8211; aber auch ihre Sorgen &#8211; besser öffentlich zu machen. Ein Blog könnte auch ein Mittel sein, um Ihr Netzwerk zu veranschaulichen, indem auf befreundete lokale Einrichtungen und Partner verlinkt wird, die ihrerseits in Ihrem Blog ein Diskussionsforum finden könnten. Dieses Blog wird zu Beginn vielleicht nicht so sehr von Ihren Besuchern gelesen werden &#8211; man muss es erst entsprechend bekannt machen, speziell bei der älteren Generation. Das Blog wäre, wie erwähnt, zuerst ein Tool, um Transparenz und Klarheit für Sie selbst zu schaffen und um Ihr Netzwerk abzubilden. </p>
<p>Ich hoffe, diese Anmerkungen sind hilfreich für Sie und grüße Sie herzlich!</p>
<p>@Alexandra Ripken, &#8211; vielen Dank für Ihre Ausführungen. Ich habe schon von diesem Ansatz gehört, bin im communitybuilding/organizing aber nicht so sattelfest. Deshalb Danke für den Literaturtipp, &#8211; das wird meine Urlaubslektüre. Falls Sie noch weitere gute Texte haben, freue ich mich über Empfehlungen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Alexandra Ripken		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/koproduktion-als-chance-fur-gemeinnutzige-organisationen/#comment-344</link>

		<dc:creator><![CDATA[Alexandra Ripken]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 11:03:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=343#comment-344</guid>

					<description><![CDATA[Liebe Frau Reiser,
gern beteilige ich mich am Gespräch zu Ihrem spannenden Artikel über das Modell der Koproduktion. Dazu weise ich auf die Arbeitsweise des ÂCommunity OrganizingÂ hin. Community Organizing zielt genau darauf ab, Beziehungen als Soziales Kapital zu begründen und zu stärken. 
Saul Alinsky führte das Community Organizing 1939 in Chicago ein, um die Bewohner ganzer Stadtteile für sich selbst sprechen und agieren zu lassen. Seitdem wird diese Methode insbesondere in den USA, England und auch ersten deutschen Kommunen praktiziert.
Der Grundsatz bei diesem Vorgehen lautet ÂMit-anderen-für-sich-etwas-TunÂ. Dieses Selbstverständnis löst die gerade bei uns in Deutschland weit verbreitete Form des ÂFür-andere-TunsÂ ab. An die Stelle des primären Fürsorgeprinzip tritt als zivilgesellschaftliche Grundregel für eine Kultur der Beteiligung: &quot;Nichts für andere tun, was sie nicht selbst tun können-stattdessen das solidarische Tun vieler ermöglichen&quot;. Dazu werden Verknüpfungsgespräche mit sogenannten Schlüsselpersonen geführt.
Vielleicht hilft dieses Buch weiter: Leo Penta, Community Organizing/ Menschen verändern ihre Stadt, Edition Körber Stiftung, 2007]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Frau Reiser,<br />
gern beteilige ich mich am Gespräch zu Ihrem spannenden Artikel über das Modell der Koproduktion. Dazu weise ich auf die Arbeitsweise des ÂCommunity OrganizingÂ hin. Community Organizing zielt genau darauf ab, Beziehungen als Soziales Kapital zu begründen und zu stärken.<br />
Saul Alinsky führte das Community Organizing 1939 in Chicago ein, um die Bewohner ganzer Stadtteile für sich selbst sprechen und agieren zu lassen. Seitdem wird diese Methode insbesondere in den USA, England und auch ersten deutschen Kommunen praktiziert.<br />
Der Grundsatz bei diesem Vorgehen lautet ÂMit-anderen-für-sich-etwas-TunÂ. Dieses Selbstverständnis löst die gerade bei uns in Deutschland weit verbreitete Form des ÂFür-andere-TunsÂ ab. An die Stelle des primären Fürsorgeprinzip tritt als zivilgesellschaftliche Grundregel für eine Kultur der Beteiligung: &#8220;Nichts für andere tun, was sie nicht selbst tun können-stattdessen das solidarische Tun vieler ermöglichen&#8221;. Dazu werden Verknüpfungsgespräche mit sogenannten Schlüsselpersonen geführt.<br />
Vielleicht hilft dieses Buch weiter: Leo Penta, Community Organizing/ Menschen verändern ihre Stadt, Edition Körber Stiftung, 2007</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Stefan Zollondz		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/koproduktion-als-chance-fur-gemeinnutzige-organisationen/#comment-343</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stefan Zollondz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 06:58:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=343#comment-343</guid>

					<description><![CDATA[Aus der Sicht unseres Begegnungszentrums im Stadtteil lesen sich Ihre Ideen wie ein Lichtstreifen am Horizont. Gestern habe ich mit meiner Kollegin über das Konzept der Koproduktion anhand Ihres Blogbeitrags diskutiert und würde gerne diese Erfahrung direkt aus der Praxis hier zur Diskussion stellen.
Unser Haus besteht seit 1980 mit einem gemeinwesenorientierten Ansatz, der sich aber, wie Sie das beschrieben haben, in den letzten Jahren Anhand von Leitbildern und einzuhaltenden Standards seitens der Geldgeber immer mehr verwässert hat. Ein Schwerpunkt, die offene Altenarbeit, bröckelt durch die Alterung der Besucher und die neue Generation &quot;junger Alter&quot; lässt sich mit dem Begriff der &quot;Generation Vielleicht&quot; am besten charakterisieren. Feste Gruppen sind nicht mehr gefragt, man entscheidet spontan, was man gerade machen möchte.
Der gesamte Bereich zwischen 30 und 60 Jahren findet zur Zeit nur wenig passende Angebote im Haus, für Jugendliche sind wir nicht ausgestattet und die Betreuungsgruppe für Kinder von 1 bis 3 Jahren läuft mit Warteliste. Angebote für die Eltern sind aber auch nicht nachgefragt, da diese ihre Kinder ja bei uns zur Betreuung während ihrer Arbeitszeiten unterbringen. So lässt sich die Situation ganz kurz umreißen.
Um den Gedanken der Koproduktion also überhaupt aufnehmen zu können, müssen potenziell Engagierte erst einmal erfolgreich angesprochen werden. Einladungen zu Veranstaltungen gehen aber im allgemeinen Angebot der Tageszeitung unter und stoßen kaum auf Resonanz. 
Und die Möglichkeiten von Social Media bringe ich mit dieser Situation überhaupt nicht zusammen. Wen sollte ich da wo über das Internet ansprechen können?
Es ist also so, als wenn die Verbindung irgendwo abgerissen ist und das Zentrum im Moment etwas ziellos in Hinsicht auf die Zukunft vor sich hin treibt.
Es hat also einen schleichenden Generationenwechsel gegeben, den wir stellenweise erkannt haben, aber für den wir bisher keine funktionierenden Strategien entwickeln konnten, um darauf zu reagieren.
Gibt es Ideen, um diese Lücke zu schließen und wieder Fahrt aufzunehmen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus der Sicht unseres Begegnungszentrums im Stadtteil lesen sich Ihre Ideen wie ein Lichtstreifen am Horizont. Gestern habe ich mit meiner Kollegin über das Konzept der Koproduktion anhand Ihres Blogbeitrags diskutiert und würde gerne diese Erfahrung direkt aus der Praxis hier zur Diskussion stellen.<br />
Unser Haus besteht seit 1980 mit einem gemeinwesenorientierten Ansatz, der sich aber, wie Sie das beschrieben haben, in den letzten Jahren Anhand von Leitbildern und einzuhaltenden Standards seitens der Geldgeber immer mehr verwässert hat. Ein Schwerpunkt, die offene Altenarbeit, bröckelt durch die Alterung der Besucher und die neue Generation &#8220;junger Alter&#8221; lässt sich mit dem Begriff der &#8220;Generation Vielleicht&#8221; am besten charakterisieren. Feste Gruppen sind nicht mehr gefragt, man entscheidet spontan, was man gerade machen möchte.<br />
Der gesamte Bereich zwischen 30 und 60 Jahren findet zur Zeit nur wenig passende Angebote im Haus, für Jugendliche sind wir nicht ausgestattet und die Betreuungsgruppe für Kinder von 1 bis 3 Jahren läuft mit Warteliste. Angebote für die Eltern sind aber auch nicht nachgefragt, da diese ihre Kinder ja bei uns zur Betreuung während ihrer Arbeitszeiten unterbringen. So lässt sich die Situation ganz kurz umreißen.<br />
Um den Gedanken der Koproduktion also überhaupt aufnehmen zu können, müssen potenziell Engagierte erst einmal erfolgreich angesprochen werden. Einladungen zu Veranstaltungen gehen aber im allgemeinen Angebot der Tageszeitung unter und stoßen kaum auf Resonanz.<br />
Und die Möglichkeiten von Social Media bringe ich mit dieser Situation überhaupt nicht zusammen. Wen sollte ich da wo über das Internet ansprechen können?<br />
Es ist also so, als wenn die Verbindung irgendwo abgerissen ist und das Zentrum im Moment etwas ziellos in Hinsicht auf die Zukunft vor sich hin treibt.<br />
Es hat also einen schleichenden Generationenwechsel gegeben, den wir stellenweise erkannt haben, aber für den wir bisher keine funktionierenden Strategien entwickeln konnten, um darauf zu reagieren.<br />
Gibt es Ideen, um diese Lücke zu schließen und wieder Fahrt aufzunehmen?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Matthias Riesterer		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/koproduktion-als-chance-fur-gemeinnutzige-organisationen/#comment-342</link>

		<dc:creator><![CDATA[Matthias Riesterer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 11:32:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=343#comment-342</guid>

					<description><![CDATA[Sehr interessanter Artikel. Koproduktion bedeutet für mich in Hinblick auf NGO&#039;s/Verbände: Partzipation ernst nehmen und tatsächlich umsetzen. Für NGO&#039;s wird dies mit der Abgabe von Kontrolle einhergehen. Für Einrichtungen aber auch Verbände gilt es hier auszuloten in welchen Bereichen dies sinnvoll, machbar und überhaupt erwünscht ist. Ebenso wäre interessant zu diskutieren, welche (einflussreiche) Rolle das Web 2.0 und damit einhergehende &quot;neue&quot; Soziabilitätsformen bei dieser Entwicklung spielt.  Wir planen für das kommende Jahr ein entsprechende Abschlussveranstaltung (des Engagementwettbewerbs PlusPunkt KULTUR) mit diesem Themenschwerpunkt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr interessanter Artikel. Koproduktion bedeutet für mich in Hinblick auf NGO&#8217;s/Verbände: Partzipation ernst nehmen und tatsächlich umsetzen. Für NGO&#8217;s wird dies mit der Abgabe von Kontrolle einhergehen. Für Einrichtungen aber auch Verbände gilt es hier auszuloten in welchen Bereichen dies sinnvoll, machbar und überhaupt erwünscht ist. Ebenso wäre interessant zu diskutieren, welche (einflussreiche) Rolle das Web 2.0 und damit einhergehende &#8220;neue&#8221; Soziabilitätsformen bei dieser Entwicklung spielt.  Wir planen für das kommende Jahr ein entsprechende Abschlussveranstaltung (des Engagementwettbewerbs PlusPunkt KULTUR) mit diesem Themenschwerpunkt.</p>
]]></content:encoded>
		
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