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	Kommentare zu: Partizipation von Bürgern fördern &#8211; aber wie?	</title>
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	<description>Partizipatives Stakeholder-Management &#38; Digitalisierung im Nonprofit-Sektor</description>
	<lastBuildDate>Mon, 23 Jan 2017 07:55:07 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Wie können große Träger der Sozialarbeit die Partizipation von Bürgern fördern?		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/partizipation-von-burgern-fordern-aber-wie/#comment-648</link>

		<dc:creator><![CDATA[Wie können große Träger der Sozialarbeit die Partizipation von Bürgern fördern?]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jan 2017 07:55:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[&#8230;] heutiger Beitrag ist eine Antwort auf den Blogpost von Brigitte Reiser zum Thema &#8222;Partizipation von Bürgern fördern &#8211; aber wie?&#038;&#8230; vom 5. November [&#8230;]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] heutiger Beitrag ist eine Antwort auf den Blogpost von Brigitte Reiser zum Thema &#8222;Partizipation von Bürgern fördern &#8211; aber wie?&amp;&#8230; vom 5. November [&#8230;]</p>
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		<title>
		Von: Nonprofits-vernetzt.de &#187; Bürgerengagement fördern und erhalten, &#8211; für einen nachhaltigen Umgang mit Freiwilligen		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/partizipation-von-burgern-fordern-aber-wie/#comment-365</link>

		<dc:creator><![CDATA[Nonprofits-vernetzt.de &#187; Bürgerengagement fördern und erhalten, &#8211; für einen nachhaltigen Umgang mit Freiwilligen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 10:26:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[...] sind. Schon in meinem vorletzten Blogbeitrag habe ich mich mit den Möglichkeiten der Partizipationsförderung im gemeinnützigen Sektor und der nationalen Engagementstrategie auseinandergesetzt. Deshalb möchte ich für die aktuelle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] sind. Schon in meinem vorletzten Blogbeitrag habe ich mich mit den Möglichkeiten der Partizipationsförderung im gemeinnützigen Sektor und der nationalen Engagementstrategie auseinandergesetzt. Deshalb möchte ich für die aktuelle [&#8230;]</p>
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		<title>
		Von: Brigitte Reiser		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/partizipation-von-burgern-fordern-aber-wie/#comment-364</link>

		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Nov 2010 09:50:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Lieber Herr Zollondz, vielen Dank für Ihr positives Feedback, was mein Blog angeht, - es freut mich, wenn ich Menschen inspirieren kann.

Mit Ihren Ideen, wie Sie eine ehrenamtliche Tätigkeit aufziehen würden, vollziehen Sie die Strategien nach, die viele Bürger ergreifen, wenn sie das Gefühl haben, an einer Problemlösung im gesellschaftlichen Bereich mitwirken zu wollen. Da wendet man sich nicht an die wohlfahrtsverbandlichen Einrichtungen in der Nachbarschaft, deren eng fixierte Strukturen häufig abschrecken, sondern man sucht sich Mitstreiter/innen und stemmt selbst das Projekt - ohne intermediäre Organisationen oder höchstens mit einer fördernden Institution im Rücken.

Gerade weil ich die Sorge habe, dass dem verbandlichen Bereich - der ja auch über großartige Ressourcen und Erfahrungsschätze verfügt - , die Freiwilligen irgendwann davon laufen könnten, plädiere ich immer wieder für eine stärkere Öffnung des Dritten Sektors zur Zivilgesellschaft hin.  

Allerdings könnte man hier auch ganz andere Ansichten vertreten. Auf der im Blogbeitrag erwähnten Tagung meinte ein Teilnehmer: weshalb sich überhaupt noch für die Öffnung der Wohlfahrtsverbände einsetzen, - das seien &quot;Dinosaurier&quot;, die untergehen müssten weil die Zukunft dem Bürgerengagement und sozialen Diensten gehöre, die in Netzwerkstrukturen und nicht im Rahmen von Hierarchien arbeiten.   

Es wird nicht wenige Menschen geben, die so denken,  - die den verbandlichen Wohlfahrtsbereich schon abgeschrieben haben. Ich persönlich denke nicht, dass man auf die institutionellen Kompetenzen und Ressourcen der freien Wohlfahrtspflege wird verzichten können. Ich sehe den verbandlichen Teil des Dritten Sektors nicht als Dinosaurier, sondern grundsätzlich als Potential - allein schon durch die räumliche Verbreitung  - das man für den Ausbau der Bürgerpartizipation unbedingt nutzen sollte. 

Allerdings muss der verbandliche Bereich umdenken und umsteuern. Und das sollte unbedingt an der Spitze erfolgen, weil die Spitze eine Vorbildfunktion hat und sich für eine veränderte Haltung im jeweiligen Verband stark machen muss. Das wird schwierig werden, weil sich die Sozialeinrichtungen vor Ort immer häufiger von der verbandlichen Steuerung absetzen und es dann stark von den jeweiligen Traditionen vor Ort abhängt, wie viel Spielraum die Mitarbeiter für gemeinwesenbezogene Vernetzungsaktivitäten bekommen. Ich teile Ihre Ansicht, dass noch ein sehr weiter und steiniger Weg vor den Verbänden liegt, - aber man darf die Hoffnung auf Wandel nie aufgeben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Herr Zollondz, vielen Dank für Ihr positives Feedback, was mein Blog angeht, &#8211; es freut mich, wenn ich Menschen inspirieren kann.</p>
<p>Mit Ihren Ideen, wie Sie eine ehrenamtliche Tätigkeit aufziehen würden, vollziehen Sie die Strategien nach, die viele Bürger ergreifen, wenn sie das Gefühl haben, an einer Problemlösung im gesellschaftlichen Bereich mitwirken zu wollen. Da wendet man sich nicht an die wohlfahrtsverbandlichen Einrichtungen in der Nachbarschaft, deren eng fixierte Strukturen häufig abschrecken, sondern man sucht sich Mitstreiter/innen und stemmt selbst das Projekt &#8211; ohne intermediäre Organisationen oder höchstens mit einer fördernden Institution im Rücken.</p>
<p>Gerade weil ich die Sorge habe, dass dem verbandlichen Bereich &#8211; der ja auch über großartige Ressourcen und Erfahrungsschätze verfügt &#8211; , die Freiwilligen irgendwann davon laufen könnten, plädiere ich immer wieder für eine stärkere Öffnung des Dritten Sektors zur Zivilgesellschaft hin.  </p>
<p>Allerdings könnte man hier auch ganz andere Ansichten vertreten. Auf der im Blogbeitrag erwähnten Tagung meinte ein Teilnehmer: weshalb sich überhaupt noch für die Öffnung der Wohlfahrtsverbände einsetzen, &#8211; das seien &#8220;Dinosaurier&#8221;, die untergehen müssten weil die Zukunft dem Bürgerengagement und sozialen Diensten gehöre, die in Netzwerkstrukturen und nicht im Rahmen von Hierarchien arbeiten.   </p>
<p>Es wird nicht wenige Menschen geben, die so denken,  &#8211; die den verbandlichen Wohlfahrtsbereich schon abgeschrieben haben. Ich persönlich denke nicht, dass man auf die institutionellen Kompetenzen und Ressourcen der freien Wohlfahrtspflege wird verzichten können. Ich sehe den verbandlichen Teil des Dritten Sektors nicht als Dinosaurier, sondern grundsätzlich als Potential &#8211; allein schon durch die räumliche Verbreitung  &#8211; das man für den Ausbau der Bürgerpartizipation unbedingt nutzen sollte. </p>
<p>Allerdings muss der verbandliche Bereich umdenken und umsteuern. Und das sollte unbedingt an der Spitze erfolgen, weil die Spitze eine Vorbildfunktion hat und sich für eine veränderte Haltung im jeweiligen Verband stark machen muss. Das wird schwierig werden, weil sich die Sozialeinrichtungen vor Ort immer häufiger von der verbandlichen Steuerung absetzen und es dann stark von den jeweiligen Traditionen vor Ort abhängt, wie viel Spielraum die Mitarbeiter für gemeinwesenbezogene Vernetzungsaktivitäten bekommen. Ich teile Ihre Ansicht, dass noch ein sehr weiter und steiniger Weg vor den Verbänden liegt, &#8211; aber man darf die Hoffnung auf Wandel nie aufgeben.</p>
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		<title>
		Von: Stefan Zollondz		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/partizipation-von-burgern-fordern-aber-wie/#comment-363</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stefan Zollondz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Nov 2010 08:29:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Liebe Frau Reiser, ich warte schon immer gespannt auf Ihre neuen Blogbeiträge. Die Art in der Sie die über Themen schreiben regt mich immer wieder zu einer aktiven Auseinandersetzung und dem Versuch Ihre Inhalte auf konkrete Situationen vor Ort umzusetzen an. Deshalb freue ich mich auch schon sehr darauf, Sie nächste Woche in Berlin live kennen zu lernen.

Schon mehrfach haben wir uns auf unseren Blogs über Formen der Bürgerbeteiligung und das Thema Koproduktion ausgetauscht und heute möchte ich Ihren Beitrag zum Anlass nehmen, mir vorzustellen, welche Wege ich wählen würde, um mich ehrenamtlich zu engagieren, wenn ich nicht bei einem der großen Wohlfahrtsverbände arbeiten würde:

Wäre ich auf der Suche nach einer ehrenamtlichen Tätigkeit würden mir zuerst Schüler einfallen, die in Richtung ihres Schulabschlusses noch unentschlossen sind, was sie machen sollen. Öfter erlebe ich eine gewisse Orientierungslosigkeit und kann mich daran erinnern, dass es mir am Ende meiner Realschulzeit genauso gegangen ist. Nie hätte ich gedacht, einmal zu studieren und trotzdem ist es dann so gekommen.

Ich denke gar nicht mal an Problemschüler mit Migrationshintergrund oder Hauptschüler mit geringen Chancen auf dem Ausbildungsmarkt. Mein Blick richtet sich eher auf Realschüler und Gymnasiasten - also die Schülerinnen und Schüler, die noch nicht im Fokus irgendwelcher Sozialarbeit stehen. Hier könnte ich mir gut vorstellen meine Fähigkeiten aus dem Coaching einzubringen und gemeinsam mit den Schülern Perspektiven für eine berufliche Zukunft zu entwickeln.

Steht diese Idee, würde ich mich direkt an die nächsten Schulen in meinem Umfeld wenden und versuchen Kontakt zu den Schulleitungen aufzunehmen. In gar keinem Fall würde ich auf die Idee kommen, mich bei einem Wohlfahrtsverband damit zu melden. Alleine die Namen wie Paritätischer Wohlfahrtsverband, Arbeiterwohlfahrt, Caritas oder Diakonie klingen schon schrecklich nach alten Menschen, Selbsthilfegruppen und sonstigen Dingen, mit denen ich lieber nichts zu tun haben möchte.

Außerdem: Warum sollte ich noch jemanden dazwischen schalten, wenn meine Idee doch fertig ist? Da lasse ich mir nicht so gerne etwas aus der Hand nehmen und dackel dann womöglich später hinter einem Sozialarbeiter her, der mich dem Schulleiter vorstellt: &quot;Das ist unser Ehrenamtlicher, der Herr Zollondz, der würde gerne mit den Schülern bei Ihnen arbeiten.&quot; Das geht gar nicht und macht auch keinen Sinn. Ich will dem Schulleiter auf Augenhöhe begegnen und meine Ideen selbständig vorbringen.

Für das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit könnte ich natürlich ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Sollte das nicht ausreichen, würde ich aber immer noch keinen Grund sehen, mich bei einem Wohlfahrtsverband zu melden. Zuerst würde ich vielleicht bei der Bürgerstiftung anfragen, ob sie meine Idee unterstützen und mir den benötigten Rückhalt geben kann. Hilft das auch nicht, könnte ich vielleicht  selber ein kleines Projekt gründen, notfalls noch in Form eines eingetragenen Vereins. Mitstreiter für diese Idee finde ich bestimmt schnell, mir fallen da gleich ein paar ein...

Das ist ein kleiner Ausschnitt aus den Gedanken, die mir beim Lesen Ihres Beitrages spontan eingefallen sind.

Sie schreiben weiter: &quot;Soviel Bürgerbeteiligung ist löblich, ändert aber nichts an der Tatsache, dass das Thema ÂFörderung des BürgerengagementsÂ mit der Engagementstrategie des Bundes zu einem Âzentralstaatlich gesteuerten AnliegenÂ geworden ist (Dahme/Wohlfahrt 2010, 146). Der wichtigste Satz im Kabinettsbeschluss lautet: ÂBund, Länder und Kommunen sind zentrale Akteure in der EngagementförderungÂ

Diese Tendenz äußert sich in Bielefeld deutlich dadurch, dass die Stadt immer mehr Aufgaben im Bereich der Förderung des Bürgerengagements selber übernimmt und die Wohlfahrtsverbände nicht mit einbezieht. Ich bin da mit Ihnen einer Meinung, dass der Staat den Wohlfahrtsverbänden diese Aufgabe nicht abnehmen kann, sondern sie allenfalls durch Finanzen und entsprechende Leistungsverträge fördern kann.

Was die Wohlfahrtsverbände selber und ihre Öffnung nach Außen angeht scheint mir allerdings noch viel Arbeit notwendig. Ich denke, dass es Jahre dauern wird, bevor die Wohlfahrtsverbände sich umgebaut haben und die Idee der Koproduktion in ihre Strukturen integriert haben werden. Die Größe der Verbände und immer starrere Strukturen behindern hier eine Neuausrichtung.

Es gilt also, die Idee der Koproduktion immer wieder zu kommunizieren und Entscheider innerhalb der Wohfahrtsverbände zu erreichen. Ob dies durch eine Top- Down- oder Bottom-Up-Strategie erfolgen muss möchte ich hier gerne zur Diskussion stellen. Überzeugen kleine Best-Practice-Beispiele besser oder erfordert das Umdenken eine Entscheidung von oberster Stelle?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Frau Reiser, ich warte schon immer gespannt auf Ihre neuen Blogbeiträge. Die Art in der Sie die über Themen schreiben regt mich immer wieder zu einer aktiven Auseinandersetzung und dem Versuch Ihre Inhalte auf konkrete Situationen vor Ort umzusetzen an. Deshalb freue ich mich auch schon sehr darauf, Sie nächste Woche in Berlin live kennen zu lernen.</p>
<p>Schon mehrfach haben wir uns auf unseren Blogs über Formen der Bürgerbeteiligung und das Thema Koproduktion ausgetauscht und heute möchte ich Ihren Beitrag zum Anlass nehmen, mir vorzustellen, welche Wege ich wählen würde, um mich ehrenamtlich zu engagieren, wenn ich nicht bei einem der großen Wohlfahrtsverbände arbeiten würde:</p>
<p>Wäre ich auf der Suche nach einer ehrenamtlichen Tätigkeit würden mir zuerst Schüler einfallen, die in Richtung ihres Schulabschlusses noch unentschlossen sind, was sie machen sollen. Öfter erlebe ich eine gewisse Orientierungslosigkeit und kann mich daran erinnern, dass es mir am Ende meiner Realschulzeit genauso gegangen ist. Nie hätte ich gedacht, einmal zu studieren und trotzdem ist es dann so gekommen.</p>
<p>Ich denke gar nicht mal an Problemschüler mit Migrationshintergrund oder Hauptschüler mit geringen Chancen auf dem Ausbildungsmarkt. Mein Blick richtet sich eher auf Realschüler und Gymnasiasten &#8211; also die Schülerinnen und Schüler, die noch nicht im Fokus irgendwelcher Sozialarbeit stehen. Hier könnte ich mir gut vorstellen meine Fähigkeiten aus dem Coaching einzubringen und gemeinsam mit den Schülern Perspektiven für eine berufliche Zukunft zu entwickeln.</p>
<p>Steht diese Idee, würde ich mich direkt an die nächsten Schulen in meinem Umfeld wenden und versuchen Kontakt zu den Schulleitungen aufzunehmen. In gar keinem Fall würde ich auf die Idee kommen, mich bei einem Wohlfahrtsverband damit zu melden. Alleine die Namen wie Paritätischer Wohlfahrtsverband, Arbeiterwohlfahrt, Caritas oder Diakonie klingen schon schrecklich nach alten Menschen, Selbsthilfegruppen und sonstigen Dingen, mit denen ich lieber nichts zu tun haben möchte.</p>
<p>Außerdem: Warum sollte ich noch jemanden dazwischen schalten, wenn meine Idee doch fertig ist? Da lasse ich mir nicht so gerne etwas aus der Hand nehmen und dackel dann womöglich später hinter einem Sozialarbeiter her, der mich dem Schulleiter vorstellt: &#8220;Das ist unser Ehrenamtlicher, der Herr Zollondz, der würde gerne mit den Schülern bei Ihnen arbeiten.&#8221; Das geht gar nicht und macht auch keinen Sinn. Ich will dem Schulleiter auf Augenhöhe begegnen und meine Ideen selbständig vorbringen.</p>
<p>Für das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit könnte ich natürlich ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Sollte das nicht ausreichen, würde ich aber immer noch keinen Grund sehen, mich bei einem Wohlfahrtsverband zu melden. Zuerst würde ich vielleicht bei der Bürgerstiftung anfragen, ob sie meine Idee unterstützen und mir den benötigten Rückhalt geben kann. Hilft das auch nicht, könnte ich vielleicht  selber ein kleines Projekt gründen, notfalls noch in Form eines eingetragenen Vereins. Mitstreiter für diese Idee finde ich bestimmt schnell, mir fallen da gleich ein paar ein&#8230;</p>
<p>Das ist ein kleiner Ausschnitt aus den Gedanken, die mir beim Lesen Ihres Beitrages spontan eingefallen sind.</p>
<p>Sie schreiben weiter: &#8220;Soviel Bürgerbeteiligung ist löblich, ändert aber nichts an der Tatsache, dass das Thema ÂFörderung des BürgerengagementsÂ mit der Engagementstrategie des Bundes zu einem Âzentralstaatlich gesteuerten AnliegenÂ geworden ist (Dahme/Wohlfahrt 2010, 146). Der wichtigste Satz im Kabinettsbeschluss lautet: ÂBund, Länder und Kommunen sind zentrale Akteure in der EngagementförderungÂ</p>
<p>Diese Tendenz äußert sich in Bielefeld deutlich dadurch, dass die Stadt immer mehr Aufgaben im Bereich der Förderung des Bürgerengagements selber übernimmt und die Wohlfahrtsverbände nicht mit einbezieht. Ich bin da mit Ihnen einer Meinung, dass der Staat den Wohlfahrtsverbänden diese Aufgabe nicht abnehmen kann, sondern sie allenfalls durch Finanzen und entsprechende Leistungsverträge fördern kann.</p>
<p>Was die Wohlfahrtsverbände selber und ihre Öffnung nach Außen angeht scheint mir allerdings noch viel Arbeit notwendig. Ich denke, dass es Jahre dauern wird, bevor die Wohlfahrtsverbände sich umgebaut haben und die Idee der Koproduktion in ihre Strukturen integriert haben werden. Die Größe der Verbände und immer starrere Strukturen behindern hier eine Neuausrichtung.</p>
<p>Es gilt also, die Idee der Koproduktion immer wieder zu kommunizieren und Entscheider innerhalb der Wohfahrtsverbände zu erreichen. Ob dies durch eine Top- Down- oder Bottom-Up-Strategie erfolgen muss möchte ich hier gerne zur Diskussion stellen. Überzeugen kleine Best-Practice-Beispiele besser oder erfordert das Umdenken eine Entscheidung von oberster Stelle?</p>
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		<title>
		Von: Brigitte Reiser		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/partizipation-von-burgern-fordern-aber-wie/#comment-362</link>

		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Nov 2010 16:03:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Staat sollte den Dritten Sektor bei seiner Öffnung hin zur Zivilgesellschaft und bei der Schaffung von mehr Teilhabe für Nutzer/Bürger/Communities unbedingt unterstützen, insbesondere finanziell. Denn Partizipationsverfahren kosten viel Zeit und damit Geld und partizipationsfreundliche Strukturen müssen geschaffen und gepflegt werden.

 Andererseits muss sich der Dritte Sektor nach alternativen Finanzquellen umsehen, um seine Abhängigkeit von staatlichen Institutionen zu reduzieren. Auch, wenn es darum geht, Bürgerengagement- und beteiligung zu fördern. Wenn der Dritte Sektor zu sehr auf den Staat fixiert ist, leidet seine Legitimation  als *zivilgesellschaftlicher* Akteur.

Es ist schon ein Ritual geworden, dass sich Nonprofits automatisch an den Staat wenden, wenn finanzielle Mittel fehlen. Darüber geraten die Ressourcen der Bürger bzw. der Gesellschaft aus dem Blickwinkel von NPOs, - mit negativen Folgen für ihre Innovations- und Problemlösungsfähigkeit.

Der Staat lässt sich auf die Hilferufe von NPOs gerne ein, - und zieht die Sache dann an sich, - mit allen Konsequenzen für die Ausgestaltung von Politikfeldern. Das ist die Situation, die ich kritisiere, wenn ich sage, dass sich der Dritte Sektor in unserem Land in der Defensive befindet. Ein so defensiver Sektor ist aber ein schlechter Lehrmeister, wenn es darum geht, Bürger zu ermächtigen und Partizipationschancen auszubauen. Es fehlt hier an dem Selbstbewusstsein, dass man Bürgern durch mehr Beteiligung eigentlich vermitteln möchte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Staat sollte den Dritten Sektor bei seiner Öffnung hin zur Zivilgesellschaft und bei der Schaffung von mehr Teilhabe für Nutzer/Bürger/Communities unbedingt unterstützen, insbesondere finanziell. Denn Partizipationsverfahren kosten viel Zeit und damit Geld und partizipationsfreundliche Strukturen müssen geschaffen und gepflegt werden.</p>
<p> Andererseits muss sich der Dritte Sektor nach alternativen Finanzquellen umsehen, um seine Abhängigkeit von staatlichen Institutionen zu reduzieren. Auch, wenn es darum geht, Bürgerengagement- und beteiligung zu fördern. Wenn der Dritte Sektor zu sehr auf den Staat fixiert ist, leidet seine Legitimation  als *zivilgesellschaftlicher* Akteur.</p>
<p>Es ist schon ein Ritual geworden, dass sich Nonprofits automatisch an den Staat wenden, wenn finanzielle Mittel fehlen. Darüber geraten die Ressourcen der Bürger bzw. der Gesellschaft aus dem Blickwinkel von NPOs, &#8211; mit negativen Folgen für ihre Innovations- und Problemlösungsfähigkeit.</p>
<p>Der Staat lässt sich auf die Hilferufe von NPOs gerne ein, &#8211; und zieht die Sache dann an sich, &#8211; mit allen Konsequenzen für die Ausgestaltung von Politikfeldern. Das ist die Situation, die ich kritisiere, wenn ich sage, dass sich der Dritte Sektor in unserem Land in der Defensive befindet. Ein so defensiver Sektor ist aber ein schlechter Lehrmeister, wenn es darum geht, Bürger zu ermächtigen und Partizipationschancen auszubauen. Es fehlt hier an dem Selbstbewusstsein, dass man Bürgern durch mehr Beteiligung eigentlich vermitteln möchte.</p>
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		<item>
		<title>
		Von: Hannes Jähnert		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/partizipation-von-burgern-fordern-aber-wie/#comment-361</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hannes Jähnert]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Nov 2010 18:30:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/?p=388#comment-361</guid>

					<description><![CDATA[Hallo Brigitte, vielen Dank für deinen aufschlussreichen Beitrag. Ich hatte das Papier zur Nationalen Engagement-Strategie noch nicht gelesen und dennoch einiges davon gehört, was sich nun (leider) bewahrheitet. So hatte es in der ersten und zweiten Runde des Forums noch die Fachgruppe &quot;Infrastruktur&quot; gegeben, die nun - so scheint es mir - in Gänze aus dem Programm gestrichen wurde. 

Wenn es auch nicht sinnvoll ist, scheint es mir doch einleuchtend, dass Kommunen, Bund und Länder die Hauptakteure bei der Förderung von Engagement und Partizipation sein sollen. Es sollte inzwischen klar geworden sein, dass freiwilliges Engagement nicht ohne beständige Strukturen gefördert werden kann. Da nun aber die Infrastruktur von Dritt-Sektor-Organisationen nicht gefördert wird, bleiben ja nur Bund, Länder und Kommunen. Eigentlich traurig, resultiert die Nicht-Förderung offenbar aus einem tief sitzenden Misstrauen gegenüber dem Dritten Sektor. -- Woher kommt dieses Misstrauen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Brigitte, vielen Dank für deinen aufschlussreichen Beitrag. Ich hatte das Papier zur Nationalen Engagement-Strategie noch nicht gelesen und dennoch einiges davon gehört, was sich nun (leider) bewahrheitet. So hatte es in der ersten und zweiten Runde des Forums noch die Fachgruppe &#8220;Infrastruktur&#8221; gegeben, die nun &#8211; so scheint es mir &#8211; in Gänze aus dem Programm gestrichen wurde. </p>
<p>Wenn es auch nicht sinnvoll ist, scheint es mir doch einleuchtend, dass Kommunen, Bund und Länder die Hauptakteure bei der Förderung von Engagement und Partizipation sein sollen. Es sollte inzwischen klar geworden sein, dass freiwilliges Engagement nicht ohne beständige Strukturen gefördert werden kann. Da nun aber die Infrastruktur von Dritt-Sektor-Organisationen nicht gefördert wird, bleiben ja nur Bund, Länder und Kommunen. Eigentlich traurig, resultiert die Nicht-Förderung offenbar aus einem tief sitzenden Misstrauen gegenüber dem Dritten Sektor. &#8212; Woher kommt dieses Misstrauen?</p>
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