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	Kommentare zu: Soziale Dienste im europäischen Binnenmarkt	</title>
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	<description>Partizipatives Stakeholder-Management &#38; Digitalisierung im Nonprofit-Sektor</description>
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		<title>
		Von: Brigitte Reiser		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/soziale-dienste-im-europaischen-binnenmarkt/#comment-446</link>

		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Sep 2013 08:14:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hallo Hannes, danke für Deinen Kommentar.

Der Boden, auf dem die etablierten Wohlfahrtsverbände stehen, ist dennoch brüchig geworden.  Golbeck (2012) schreibt dazu in seiner Studie: &quot;die subsidiäre Politikverflechtung (wird) von oben her abgeschafft&quot; (134), weil Länder und Kommunen einseitig Ausschreibungen und detaillierte Leistungskataloge für gemeinnützige Dienstleister forcieren. Auch der Bund könnte bestimmte Gemeinwohlbereiche rechtlich festlegen, tut es aber wohl nicht oder nur unzureichend, was der Autor auch kritisiert: &quot; Im Ländervergleich fällt in diesem Zusammenhang vor allem Deutschland durch seine überwiegende Inaktivität in diesen Fragen auf&quot; (S. 220).

Was die &quot;flache Zivilgesellschaft&quot; angeht, - das empfinde ich genauso kritisch wie Du. Diskussions-Orte, an denen die Mitgestaltungskompetenzen von Bürgern willkommen sind, sehe ich im Moment im Politikfeld &#039;Bürgerengagement&#039; nicht. Wo man auch hinblickt, geht es um Mitarbeit, aber nicht um Co-Design.  Den besten Beleg bildet hier der Engagementbericht der Bundesregierung und die darin propagierte &quot;Kultur der Mitverantwortung&quot; (http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/fur-eine-kultur-der-mitgestaltung-co-design-in-nonprofits/) ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Hannes, danke für Deinen Kommentar.</p>
<p>Der Boden, auf dem die etablierten Wohlfahrtsverbände stehen, ist dennoch brüchig geworden.  Golbeck (2012) schreibt dazu in seiner Studie: &#8220;die subsidiäre Politikverflechtung (wird) von oben her abgeschafft&#8221; (134), weil Länder und Kommunen einseitig Ausschreibungen und detaillierte Leistungskataloge für gemeinnützige Dienstleister forcieren. Auch der Bund könnte bestimmte Gemeinwohlbereiche rechtlich festlegen, tut es aber wohl nicht oder nur unzureichend, was der Autor auch kritisiert: &#8221; Im Ländervergleich fällt in diesem Zusammenhang vor allem Deutschland durch seine überwiegende Inaktivität in diesen Fragen auf&#8221; (S. 220).</p>
<p>Was die &#8220;flache Zivilgesellschaft&#8221; angeht, &#8211; das empfinde ich genauso kritisch wie Du. Diskussions-Orte, an denen die Mitgestaltungskompetenzen von Bürgern willkommen sind, sehe ich im Moment im Politikfeld &#8216;Bürgerengagement&#8217; nicht. Wo man auch hinblickt, geht es um Mitarbeit, aber nicht um Co-Design.  Den besten Beleg bildet hier der Engagementbericht der Bundesregierung und die darin propagierte &#8220;Kultur der Mitverantwortung&#8221; (<a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/fur-eine-kultur-der-mitgestaltung-co-design-in-nonprofits/" rel="nofollow ugc">http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/fur-eine-kultur-der-mitgestaltung-co-design-in-nonprofits/</a>) </p>
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		<title>
		Von: Hannes Jähnert		</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/soziale-dienste-im-europaischen-binnenmarkt/#comment-445</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hannes Jähnert]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Sep 2013 10:40:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hallo Brigitte, 

ich glaube nicht, dass es deutschen NPOs (insbesondere etablierte Verbänden) &quot;immer weniger möglich ist, sich allein auf ihren Gemeinnützigkeitsstatus zu berufen.&quot; Verbunden mit dem neuesten Gesetz zur Stärkung des Ehrenamts (Gemeinnützigkeitsentbürokratisiernugnsgesetz) war am Rande auch die Diskussion um die Anpassung des deutschen Steuerrechts an den Rest Europas -- sprich die Abschaffung  des Gemeinnützgkeitsstatus. Dass bei den Alternativen im Gesetzentwurf nun steht, es gäbe keine, wird jetzt als Lobby-Siegt pro Gemeinnützigkeitsrecht ausgelegt (sowas lese ich z.B. in der Neuen Carias)

Du hast sicher Recht: In Sachen Bürgerbeteiligung und der öffentlichen Aushandlung dessen, was gemeinnützig ist und was nicht, ist im Dritten Sektor Deutschlands noch viel Luft nach oben. So lange aber der Status der Gemeinnützigkeit von Rechtswegen und nicht per öffentlichem Diskurs verliehen wird, können sich etablierte Verbände bei der Bürgerbeteiligung gut zurück halten. 

Das sehe ich übrigens auch im Interesse der deutschen Engagementpolitik. Hier wird (parteiübergreifend) versucht eine flache Zivilgesellschaft zu modelieren, die zwar Aufgaben abseits hauptberuflicher Lohnarbeit übernimmt, das politische System aber nicht ernsthaft stören kann. 

Gruß
Hannes]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Brigitte, </p>
<p>ich glaube nicht, dass es deutschen NPOs (insbesondere etablierte Verbänden) &#8220;immer weniger möglich ist, sich allein auf ihren Gemeinnützigkeitsstatus zu berufen.&#8221; Verbunden mit dem neuesten Gesetz zur Stärkung des Ehrenamts (Gemeinnützigkeitsentbürokratisiernugnsgesetz) war am Rande auch die Diskussion um die Anpassung des deutschen Steuerrechts an den Rest Europas &#8212; sprich die Abschaffung  des Gemeinnützgkeitsstatus. Dass bei den Alternativen im Gesetzentwurf nun steht, es gäbe keine, wird jetzt als Lobby-Siegt pro Gemeinnützigkeitsrecht ausgelegt (sowas lese ich z.B. in der Neuen Carias)</p>
<p>Du hast sicher Recht: In Sachen Bürgerbeteiligung und der öffentlichen Aushandlung dessen, was gemeinnützig ist und was nicht, ist im Dritten Sektor Deutschlands noch viel Luft nach oben. So lange aber der Status der Gemeinnützigkeit von Rechtswegen und nicht per öffentlichem Diskurs verliehen wird, können sich etablierte Verbände bei der Bürgerbeteiligung gut zurück halten. </p>
<p>Das sehe ich übrigens auch im Interesse der deutschen Engagementpolitik. Hier wird (parteiübergreifend) versucht eine flache Zivilgesellschaft zu modelieren, die zwar Aufgaben abseits hauptberuflicher Lohnarbeit übernimmt, das politische System aber nicht ernsthaft stören kann. </p>
<p>Gruß<br />
Hannes</p>
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