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	<title>Ehrenamt &#8211; Nonprofits-vernetzt.de</title>
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	<description>Partizipatives Stakeholder-Management &#38; Digitalisierung im Nonprofit-Sektor</description>
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		<title>Soziale Innovationen in Nonprofits und die Rolle der Freiwilligen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Nov 2017 10:18:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dritter Sektor]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
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					<description><![CDATA[Über soziale Innovationen wird derzeit in Blogs, die sich mit der Sozialwirtschaft befassen, viel diskutiert. Hannes Jähnert berichtet über soziale Innovationen und Digitalisierung beim Deutschen Roten Kreuz, über das DRK-Innovationslabor und denkt über Modelle sozialer Innovation nach. Hendrik Epe fragt, ob soziale Organisationen besondere Innovationsorte brauchen und auch Sabine Depew vom Caritasverband des Bistums Essen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Über soziale Innovationen wird derzeit in Blogs, die sich mit der Sozialwirtschaft befassen, viel diskutiert. Hannes Jähnert berichtet über <a href="http://hannes-jaehnert.de/wordpress/2017/03/04/soziale-innovation-digitalisierung-beim-deutschen-roten-kreuz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">soziale Innovationen und Digitalisierung beim Deutschen Roten Kreuz</a>, über das <a href="http://hannes-jaehnert.de/wordpress/2017/10/22/barcamp-pecha-kucha-und-noch-viel-mehr-neue-formate-im-deutschen-roten-kreuz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DRK-Innovationslabor</a> und denkt über <a href="http://hannes-jaehnert.de/wordpress/2017/11/01/soziale-innovation-und-die-rolle-der-produktiven-avantgarde/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Modelle sozialer Innovation</a> nach. Hendrik Epe fragt, ob soziale Organisationen besondere <a href="https://ideequadrat.org/innovation_labs_sozialwirtschaft/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Innovationsorte </a>brauchen und auch Sabine Depew vom Caritasverband des Bistums Essen bloggt über die Idee eines <a href="https://zeitzuteilen.blog/2017/07/25/zwischen-vision-und-wirklichkeit-innovationslabore/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">InnovationsLabors</a>.</p>
<p>&#8220;Soziale Innovationen&#8221; &#8211; was versteht man darunter? Man bezeichnet damit neue Lösungen für gesellschaftliche Probleme und Herausforderungen, wobei die Innovationen auf Produkte und Dienste, Prozesse oder Strukturen zielen können.</p>
<p>In den obigen Beiträgen, aber auch anderswo und selbst in der Forschung, konzentriert sich das Nachdenken über soziale Innovationen zumeist auf die Nonprofit-Organisation und ihre Beschäftigten. Zu wenig diskutiert wird die Frage, welche Rolle die <em>freiwillig Engagierten</em> für Innovationsprozesse im Dritten Sektor spielen, obwohl die &#8220;Freiwilligenarbeit als <em>das</em> konstitutive Wesensmerkmal der sozialen Dienste&#8221; angesehen wird (Nock/Krlev/Mildenberger 2013, 35). Gerade vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Wo sind die Konzepte zum Thema &#8220;soziale Innovationen in der Sozialwirtschaft&#8221;, die den Potenzialen der Freiwilligen in Nonprofit-Organisationen Rechnung tragen?</p>
<p>Schon 2013 untersuchte eine Studie des <a href="https://www.csi.uni-heidelberg.de/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CSI </a>der Universität Heidelberg<a href="https://www.csi.uni-heidelberg.de/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> </a> <a href="http://www.bagfw.de/uploads/media/2013_12_17_Soziale_Innovationen_Spitzenverbaenden_FWp.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Soziale Innovationen in den Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege&#8221;</a>, aus der das obige Zitat stammt.  Im Auftrag  der <a href="http://www.bagfw.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege</a> wurde in Experteninterviews auch nach der Rolle des Ehrenamts bei sozialen Innovationen in den Wohlfahrtsverbänden gefragt. Die Antworten waren zwiespältig: einige sahen im Bereich der Freiwilligen keine Innovationspotenziale, da diese vor allem im Kontext &#8220;einfacher, operativer Aufgaben&#8221; eingesetzt würden (Nock/Krlev/Mildenberger 2013, 35). Andere erkannten bei Freiwilligen die Fähigkeit, neuartige Impulse einzubringen, aber nur dann, wenn man ihnen auch Gestaltungsmöglichkeiten gibt und sie nicht , wie es noch oft geschieht, als &#8220;preiswerte Dienstleistungsunterstützung&#8221; einsetzt (ebd., 36). Von den Interviewten wurde vorgebracht, dass Freiwillige zwar gute Ideen haben können, ihnen aber die Expertise zu deren Umsetzung fehlt, so dass bei der Entwicklung und Implementation der sozialen Innovation das professionelle Know-how notwendig wird (ebd., 53).</p>
<p>Insgesamt ist das Thema, welche Rolle Freiwillige für soziale Innovationen in der Sozialwirtschaft spielen, in der Forschung viel zu wenig präsent. Ein aktueller Aufsatz vom Oktober will hier Licht ins Dunkel bringen: <a href="http://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/0899764017734651" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Beyond Service Production: Volunteering for Social Innovation&#8221;</a> (open access) von de Wit/Mensik/Einarsson/Bekkers (2017). Der Aufsatz geht aus einem von der EU geförderten Forschungsprojekt hervor (&#8220;<a href="http://itssoin.eu" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ITSSOIN</a>&#8220;) , das den Impact des Dritten Sektors im Bereich sozialer Innovationen untersucht und zwar in neun Ländern. Interessierte am Thema finden in der <a href="http://itssoin.eu/publications" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Publikationsliste des Projekts</a> viel Material.</p>
<p>Die Forschungsfrage, die sich de Wit/Mensik/Einarsson/Bekkers (2017) stellten und im Rahmen von 26 Interviews mit Freiwilligenmanagern und Freiwilligen aus Nonprofit-Organisationen in acht europäischen Ländern untersuchten, lautete:  Welche Faktoren in Nonprofit-Organisationen fördern und welche behindern den Beitrag Freiwilliger an sozialen Innovationen?</p>
<p>Durch ihre operative Arbeit, durch ihre persönlichen Netzwerke und Kontakte zu den Zielgruppen und in das Gemeinwesen hinein, bekommen Freiwillige viel Feedback von der Basis, oft mehr als die professionellen Mitarbeiter/innen selbst.  Als &#8220;Augen und Ohren&#8221; der Organisation, wie die Wissenschaftler die Rolle der Freiwilligen bezeichnen, bringen sie Verbesserungsvorschläge ein. Ihre Kreativität wird gefördert, wenn sie Handlungsspielräume besitzen, d.h. wenn Organisationen nicht zentralisiert und hierarchisch sind.  Wichtig sei ein &#8220;sense of ownership&#8221; seitens der Freiwilligen (de Wit/Mensik/Einarsson/Bekkers 2017, 10), d.h. sie müssen sich mit der Organisation identifizieren und das Gefühl haben, dass man ihre  Beiträge wertschätzt. Eine innerverbandliche Plattform kann Innovationen dann sammeln und weiterverbreiten, um den Transfer ehrenamtlich initiierter Projekte zu ermöglichen.</p>
<p>Eingeschränkt wird den Wissenschaftlern zufolge das Innovationspotenzial von Freiwilligen u.a. wenn</p>
<p>a) die Profession Vorschläge ablehnt, weil sie nicht zum Profil der Organisation passen. Eine Lösung könnte hier sein, ein Projekt zwar nicht hausintern zu implementieren, aber als Ausgründung zu unterstützen (&#8220;supported by&#8230;&#8221;)(de Wit/Mensik/Einarsson/Bekkers 2017, 12). Die Förderung von Ausgründungen scheint aber bei den hiesigen Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege keine strategische Option zu sein, wie die oben erwähnte CSI-Studie zeigt (Nock/Krlev/Mildenberger 2013, 55). Eine Haltung, über die man m. E. verbandsintern nochmals nachdenken müsste.  Geförderte Ausgründungen wären eine Form der Förderung zivilgesellschaftlicher Aktivitäten, die viele Wohlfahrtsverbände für sich als Ziel definiert haben.</p>
<p>b) keine Ressourcen (Räume, Budgets, Materialien) für die Ideen von Freiwilligen bereitgestellt werden. Hier wird das Machtungleichgewicht zwischen Freiwilligen und Professionellen deutlich spürbar, &#8211; letztere kontrollieren die Ressourcen der Nonprofit-Organisation.  Da jedoch auch die Profession sehr häufig von den Ideen Freiwilliger profitiert, d.h. sie diese aufgreift und weiterentwickelt (siehe de Wit/Mensik/Einarsson/Bekkers 2017, 15), müsste man hier m. E.  stärker nach Win-Win-Modellen suchen, die beide Seiten Nutzen bringen.</p>
<p>Um dem Innovationspotenzial Freiwilliger Rechnung zu tragen, dürften einige Aufgaben auf das Freiwilligenmanagement in Nonprofit-Organisationen zukommen, &#8211; aber nicht nur auf das Freiwilligenmanagement, denn das Thema &#8220;soziale Innovation&#8221; betrifft alle Bereiche und Stakeholder in der Sozialwirtschaft und muss mit anderen Themen (wie Digitalisierung, Diversity, demographischer Wandel, interorganisationale Netzwerke, Partizipation usw.) systematisch verknüpft werden.</p>
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		<title>Quartiersvernetzung fördern (Teil 3) &#8211; Bürgerprojekte ermöglichen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2015 16:35:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
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					<description><![CDATA[Dies ist der dritte Beitrag einer kleinen, wöchentlichen Artikelserie hier im Blog zum Thema &#8220;Quartiersvernetzung&#8221;. Nach dem ersten Beitrag, warum Quartiersvernetzung wichtig ist, ging es im zweiten Blogartikel  um den Wissensaustausch unter den örtlichen Stadtteilvernetzern. Der untenstehende Beitrag nimmt nun die engagierten Bürger, die als Vernetzer tätig sind, und die Rolle der Freiwilligenagenturen in den [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dies ist der dritte Beitrag einer kleinen, wöchentlichen Artikelserie hier im Blog zum Thema &#8220;Quartiersvernetzung&#8221;. Nach dem <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-nutzen-stiften/">ersten Beitrag</a>, warum Quartiersvernetzung wichtig ist, ging es im zweiten Blogartikel  um den <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/quartiersvernetzung-foerdern-durch-wissenstransfer/">Wissensaustausch</a> unter den örtlichen Stadtteilvernetzern. Der untenstehende Beitrag nimmt nun die engagierten Bürger, die als Vernetzer tätig sind, und die Rolle der Freiwilligenagenturen in den Blick. Die nächsten drei Beiträge beziehen sich auf  die örtliche Wirtschaft,  Sozialunternehmen und Kirchen in der Quartiersvernetzung.</em></p>
<p>Quartiersvernetzung braucht engagierte Bürgerinnen und Bürger: Aktive, die bei bestehenden Projekten mitmachen, eigene Projektideen einbringen und umsetzen oder selbst eine Vernetzungsinitiative im Quartier starten. Wie gut sind die etablierten Institutionen zur Förderung des Freiwilligenengagements auf das Vernetzungsthema eingestellt und auf Bürger/innen, die selbst ein Quartiersvernetzungsprojekt initiieren möchten?</p>
<p>Man wird als Interessent in Freiwilligendatenbanken nicht durchgängig Kategorien und Treffer finden zum Thema &#8220;Quartiersprojekt/Nachbarschaft/Gemeinwesenarbeit/Vernetzung&#8221;.  Inwieweit man von Freiwilligenagenturen inhaltliche Unterstützung erhält, wenn man selbst ein sozialräumliches Vernetzungsprojekt starten möchte, wird ebenfalls von Fall zu Fall unterschiedlich sein, denn viele Freiwilligenagenturen setzen eher auf das traditionelle &#8220;Matching&#8221;, bei dem Bürger/innen sich aus dem Pool an ehrenamtlichen Jobs, die von gemeinnützigen Organisationen eingestellt werden, ein Angebot auswählen können.</p>
<p>Immerhin steht in der<a href="http://www.wegweiser-buergergesellschaft.de/index.php?id=109784&amp;rid=f_16556&amp;mid=535&amp;aC=129ff7bf&amp;jumpurl=0"> &#8220;Augsburger Erklärung&#8221; </a>der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen, dass  die Engagementpolitik sich stärker am Sozialraum orientieren sollte und die Ermöglichung von Engagement statt die Erledigung bestimmter Aufgaben im Vordergrund stehen müsste. Aber faktisch sind die Profile von Freiwilligenagenturen so unterschiedlich, ist ihre finanzielle Ausstattung häufig so prekär und ihr Vernetzungsgrad mit den sie umgebenden Institutionen in der Regel so gering, dass  fraglich ist, inwieweit sie diese Ansprüche &#8211; Sozialraumorientierung, Ermöglichung von Bürgerprojekten  &#8211; auch umsetzen können.</p>
<p>Im <a href="http://zukunftsfonds.generali-deutschland.de/cms/content/gdinternet/binary/aap3fUktiiHo0wQUfmztdlq0VuZXL3BMyO1lVsUdRiLf3RY76rZR-etpdPA-pEsC6tWWV6lHDLBProG6LpcDnyT9rT-mkq2qar3Rh9sKC8f8WHkMQmotMePktbuOoqRV/Engagementatlas%202015_download.pdf">Generali Engagementatlas 2015</a> ist nachzulesen, dass die &#8220;Unterstützung neuer Engagementprojekte und Projektideen von Bürger/-innen&#8221; nur eine mittlere Bedeutung bei Freiwilligenagenturen genießt (S. 19). Ferner ist hier dokumentiert, dass sich die Angebote der Freiwilligenagenturen überwiegend an Senioren richten und manche Bevölkerungsgruppen- wie bspw. Studierende &#8211; nur selten angesprochen werden (S. 21f).</p>
<p>Keine Informationen finden sich darüber, ob Freiwilligenagenturen Kontakt zur lokalen Social Startup-Szene haben, welche  eine wichtige Schnittstelle für Freiwilligenagenturen sein könnte: denn die Ermöglichung von Bürgerengagement kann auch in die Entwicklung von Sozialunternehmen münden. Dass es durchaus das Interesse auf Bürgerseite gibt, eigene gemeinnützige Projekte professionell aufzubauen, umzusetzen und mit ihnen zu wachsen, zeigen Events wie die <a href="http://www.opentransfer.de/#events">openTransferCamps</a> , <a href="http://www.up.co/communities/germany/stuttgart/startup-weekend/4588">Social Impact</a> &#8211; oder  <a href="http://socialinnovationcamp-globalethic.nationbuilder.com/">Social Innovation Camps</a>.</p>
<p>Welche Unterstützung brauchen Bürger/innen, die sozialräumliche Netzwerke im Quartier aufbauen? Aus eigener Erfahrung weiß ich: man braucht vor allem Wissen darüber, wie Vernetzungsprozesse funktionieren, man braucht Vernetzungskompetenzen, Kontakte zu den örtlichen Institutionen und in die Zivilgesellschaft hinein und den Zugriff auf Räume.  Sofern man nicht unter dem Dach einer Einrichtung tätig ist, sind die Möglichkeiten, als Quartiersvernetzer/in Weiterbildung, Beratung und Supervision in Anspruch zu nehmen, begrenzt bis gar nicht vorhanden.</p>
<p>Dabei wäre es sinnvoll, wenn Gemeinnützige Patenschaften für Stadtteilvernetzer übernehmen und hier als Mentoren wirken würden. Zwar fehlt vielen Stadtteileinrichtungen selbst noch das notwendige Vernetzungs-Knowhow und der quartiers- bzw. gemeinwesenorientierte Blick. Aber langfristig  könnten die Unterstützung bürgerschaftlicher Vernetzer und die Initiierung eigener Quartiersnetzwerke wichtige Standbeine für Nonprofits werden, um ihre zivilgesellschaftliche Anbindung zu stärken.</p>
<p>Quartiersvernetzung braucht viele engagierte Bürger/innen, die mitmachen und selbst Netzwerke aufbauen. Die örtlichen Strukturen, die das Bürgerengagement fördern wollen, sollten so gestaltet sein, dass Engagierte, die über institutionelle Grenzen hinweg bzw. in Sozialräumen tätig sind, auch Rat und Unterstützung erhalten.</p>
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		<title>Freiwilliges Engagement attraktiver machen &#8211; Auswertung der 26. NPO-Blogparade</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Oct 2013 08:28:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwilligenmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
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					<description><![CDATA[Anlässlich der Woche des bürgerschaftlichen Engagements, die alljährlich vom BBE organisiert wird, luden Hannes Jähnert und ich zu einer neuen Runde der NPO-Blogparade ein, bei der wir die Frage zur Diskussion stellten &#8220;Freiwilliges Engagement attraktiver machen &#8211; aber wie?!&#8221; Hannes&#8217; Hoffnung, die Wochen des bürgerschaftlichen Engagements ins Netz zu holen, konnten wir mit der Blogparade [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich der <a href="http://www.b-b-e.de/projekte/woche-des-buergerschaftlichen-engagements/#c12359">Woche des bürgerschaftlichen Engagements</a>, die alljährlich vom <a href="http://www.b-b-e.de/">BBE</a> organisiert wird, luden Hannes Jähnert und ich zu einer<a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/auftakt-zu-einer-neuen-npo-blogparade-freiwilliges-engagement-attraktiver-machen-aber-wie/"> neuen Runde der NPO-Blogparade </a>ein, bei der wir die Frage zur Diskussion stellten <strong>&#8220;Freiwilliges Engagement attraktiver machen &#8211; aber wie?!&#8221;</strong></p>
<p>Hannes&#8217; Hoffnung, die <a href="https://twitter.com/foulder/status/379617211176206336">Wochen des bürgerschaftlichen Engagements ins Netz zu holen</a>, konnten wir mit der Blogparade nicht einlösen. Trotz Verlängerung blieben Beiträge aus den Kreisen des BBE und der Landesfreiwilligenagentur Berlin aus, so dass der sich entwickelnde Diskurs nicht über den Kreis der Blogosphäre hinausging. Dafür aber kamen aus unserem Blogger(innen)-Netzwerk einige sehr gute Beiträge. Beiträge, die ein Schlaglicht auf die vielen konstruktiven Ideen zum Thema werfen.</p>
<p>Wie kann man freiwilliges Engagement attraktiver machen?</p>
<p>Durch <a href="http://www.zollondz-kommunikation.de/zollondz-kommunikation/npoblogparade/liquid-engagement-freiwilliges-engagement-attraktiver-machen-zur-woche-des-buergerschaftlichen-engagements/">&#8220;Liquid Engagement&#8221;</a>, &#8211; das war der Vorschlag von Stefan Zollondz. Unter <strong>Liquid Engagement</strong> versteht er &#8220;eine flexible Form der Beteiligung innerhalb der Bürgergesellschaft. Die Person, die sich liquid engagiert bringt ihr spezifisches Wissen selbstbestimmt an Stellen ein, wo sie einen hedonistisch geprägten Handlungsbedarf sieht. Dabei kommt es im besten Fall zu einer temporären Identifikation mit dem Empfänger des Engagements.&#8221; Für Organisationen ist es folglich wichtig, ganz unterschiedliche Andock-Möglichkeiten für das sie &#8216;umfliessende&#8217; Bürgerengagement zu schaffen. Wie dies praktisch funktionieren kann, lässt sich bei Campact-Kampagnen beobachten, die Bürger in <strong>dezentralisierte, selbstorganisierte Events</strong> einbinden, &#8211; Carsten Direske beschreibt solche &#8220;decentralised events&#8221; im <a href="http://blog.campact.de/2013/09/13899/">Campact-Blog</a>.</p>
<p>Für <a href="http://hannes-jaehnert.de/wordpress/2013/09/26/prozess-statt-moment-engagement-braucht-zeit/">Hannes Jähnert</a> ist es wichtig, dass Bürgerinnen und Bürger ihre individuellen <strong>Kompetenzen</strong> im Rahmen eines Freiwilligenengagements <strong>weiterentwickeln</strong> können. Dabei sollten die Herausforderungen im Zeitverlauf immer anspruchsvoller werden, damit keine Langeweile aufkommt. <a href="http://hannes-jaehnert.de/wordpress/2013/09/26/prozess-statt-moment-engagement-braucht-zeit/#comment-1084">Lisa Schürmann</a> wies in ihrem Kommentar zu Hannes&#8217; Beitrag daraufhin, wie wichtig es für Nonprofits sein muss, auch &#8220;ungewollte&#8221; Kompetenzen einbinden zu können, &#8211; das weiterzuentwickelnde Kompetenzthema also aus Bürgersicht und nicht nur aus der Perspektive der Organisation zu betrachten.</p>
<p>Engagement muss kritisch, attraktiv und/oder <strong>einfach umzusetzen</strong> sein, schreibt <a href="http://www.anerkennung-sozial.de/2013/09/wie-bringe-ich-jemanden-dazu-sich-zu-engagieren-anstatt-fernzusehen-beitrag-zur-npoblogparade/">Julia Russau</a> in ihrem Beitrag &#8211; es muss sich also für oder gegen etwas richten, das man &#8220;unbedingt verändern möchte&#8221;, dabei die &#8220;bessere&#8221; Alternative zu konkurrierenden Freizeitangeboten und außerdem möglichst einfach zu realisieren sein: &#8220;Wer Freiwillige gewinnen will, darf nicht darauf warten, dass die Freiwilligen von sich aus kommen<strong>.</strong> Im Gegenteil: Organisationen müssen Freiwillige gezielt ansprechen und Angebote so platzieren, dass sie für die Freiwilligen unübersehbar und mit einem möglichst geringen Aufwand verbunden sind&#8221;.</p>
<p><strong>Tauschnetzwerke im Freiwilligenengagement</strong> könnten die Attraktivität des Ehrenamts steigern, &#8211; diese Idee brachten <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/tauschnetzwerke-im-freiwilligenengagement/">Martin Horstmann und Brigitte Reiser </a>gemeinsam ein. Mit dem eignen Engagement credits erarbeiten, die einem anderen wiederum über freiwilliges Engagement zugute kommen können &#8211; solche Tauschringe müssten überörtlich und trägerbezogen gebildet werden. Die Etablierung entsprechender Tauschringe (&#8220;weg vom Raum, hin zum Träger&#8221;) wäre Aufgabe des Freiwilligenmanagements in Organisationen.</p>
<p><a href="http://www.opentransfer.de/2955/an-der-infrastruktur-kann-es-nicht-liegen-oder-doch/">Katarina Peranic von openTransfer.de</a> ist überzeugt davon, dass die <strong>Präsenz</strong> des Themas Freiwilligenengagements &#8220;<strong>in den Medien</strong>, analog und digital, eine viel größere Rolle spielen müsste, um Engagement attraktiver zu machen, mentale Hürden abzubauen und Einstiege zu erleichtern.&#8221; Ihr zufolge müssten gemeinnützige Organisationen ihre Budgets für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising stärker bündeln und einen Pool an guten Redner/innen zum Thema aufbauen, damit das Thema stärker in den Fokus rückt. Aber auch der einzelne Engagierte sollte häufiger soziale Medien nutzen, um über sein Engagement zu berichten und seine Begeisterung in die Öffentlichkeit zu transportieren.</p>
<p>Das Thema <strong>&#8216;Geld&#8217;</strong> schneidet auch <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/auftakt-zu-einer-neuen-npo-blogparade-freiwilliges-engagement-attraktiver-machen-aber-wie/#comment-8188">Stefan Nährlich in seinem Kommentar</a> an. Er geht davon aus, dass mehr Mittel &#8211; aber nicht von staatlicher Seite &#8211; die Unabhängigkeit von Nonprofits steigern können. Er verweist auf das Modell der &#8220;Percentage Philanthropy oder 1%-Philanthropie. Steuerzahler können 1-2 Prozent ihrer Einkommensteuer nicht an den Staat, sondern an eine gemeinnützige Organisation ihrer Wahl durch das Finanzamt überweisen lassen. Kein Weg der alle Probleme löst, aber die Finanzierungsbasis vergrößert&#8221; &#8211; und Organisationen mehr Spielraum gibt, um Engagement attraktiver zu machen.</p>
<p>Engagement braucht <strong>Pluralität</strong> &#8211; das ist ein erstes Fazit, das <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/engagement-braucht-pluralitat/">Brigitte Reiser</a> aus den eingegangenen Beiträgen zieht. So vielfältig, wie die Motive und Wünsche der Freiwilligen sind, so vielfältig sollten auch die organisationalen Kontexte sein, in denen freiwilliges Engagement stattfindet. Zumeist dominiert aber in Nonprofits bezogen auf das Bürgerengagement das Dienstleistungs- und Arbeitsplatzmodell. Diese Form des Engagements (&#8220;Engagement als Beschäftigung&#8221;) kann laut <a href="http://hannes-jaehnert.de/wordpress/2013/09/22/gute-grunde-fur-das-engagement/">Hannes Jähnert </a>unserer Gesellschaft nicht das Sozialkapital und den Mehrwert verschaffen, den sie sich erhofft. Es kommt ihm zufolge &#8220;auf das <strong>Wie des freiwilligen Engagements </strong>an!&#8221;: statt nur Dienstleistungen zu erbringen ist Mitwirkung angesagt. Dies könnte laut Hannes auch das Band zwischen Organisation und Basis verstärken. <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/engagement-braucht-pluralitat/">Brigitte Reiser </a>bringt hierfür alternative Modelle für das Freiwilligenmanagement ins Spiel: mit dem Co-Working- und Aktivismus-Modell könnte der Paradigmenwechsel von der helfenden Hand zur mitgestaltenden Kraft befördert werden.</p>
<p>Freiwilliges Engagement attraktiver machen &#8211; als Erkenntnis aus der NPO-Blogparade können wir mitnehmen, dass eine gemeinnützige Organisation, aber auch die lokalen Freiwilligenagenturen, an vielen Stellschrauben und Angeboten arbeiten müssen, wenn sie mehr Bürger/innen für ein Engagement gewinnen möchten. Vor diesem Hintergrund ist es unverständlich und schade, dass das <strong>Freiwilligenmanagement in unserem Land</strong> diese Pluralität der Zugänge nicht bietet, sondern allein vom Arbeitsplatz- bzw. workplace-Paradigma dominiert wird, d.h. von der Vorstellung des &#8220;Engagements als Beschäftigung&#8221;.</p>
<p>Kein anderer Ansatz konnte sich bisher in der Praxis durchsetzen. Das workplace-Paradigma wird Tag für Tag in zahllosen Einrichtungen und Kommunen im Freiwilligenmanagement umgesetzt und wir fragen uns, ob überhaupt im Moment konkurrierende Ansätze, die mehr Pluralität bieten, entwickelt werden? Welche Forschungsinstitute und welche Organisationen arbeiten an mehr Vielfalt im Freiwilligenengagement und -management? Dieses Thema, das im Fokus von Nonprofits stehen sollte, um Engagement attraktiver zu machen, steht offensichtlich eher am Rand.</p>
<p>Vielleicht kann die Skizzierung eines neuen Freiwilligenmanagements das Thema einer der nächsten NPO-Blogparaden sein&#8230;. Vorerst danken wir aber allen herzlich, die an dieser Blogparade mitgewirkt und ihr Wissen beigesteuert haben. Wir wollen versuchen, die Ergebnisse dieser Blogparade noch in einen Aufsatz zu packen, &#8211; Mitwirkende aus dieser Runde sind herzlich willkommen.</p>
<p>Der Twichat zur Blogparade (<strong>#npochat</strong>) findet am <strong>Dienstag, 15. Oktober, von 11-12 Uhr</strong> statt. Bis dahin gibt es vielleicht noch neue Antworten auf die Frage, wie freiwilliges Engagement attraktiver gemacht werden kann. Gerne hier in den Kommentaren, oder drüben im <a href="http://hannes-jaehnert.de/wordpress/2013/10/10/auswertung-npoblogparade-freiwilliges-engagement">Blog von Hannes Jähnert</a>, der den gemeinsamen Auswertungsartikel ebenfalls posten wird.</p>
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		<title>Auftakt zu einer neuen NPO-Blogparade: Freiwilliges Engagement attraktiver machen &#8211; aber wie?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Sep 2013 14:16:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Derzeit findet die Woche des bürgerschaftlichen Engagements statt, die seit vielen Jahren vom BBE organisiert wird, um das freiwillige Engagement von 23 Millionen Bürgern in Deutschland zu würdigen. Die Woche soll durch viele Veranstaltungen im ganzen Land die zahlreichen Möglichkeiten des Engagements aufzeigen. Ein Ziel der Aktionswoche ist es dabei, die Hindernisse zu thematisieren, auf [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Derzeit findet die <a href="http://www.b-b-e.de/projekte/woche-des-buergerschaftlichen-engagements/#c12359">Woche des bürgerschaftlichen Engagements</a> statt, die seit vielen Jahren vom <a href="http://www.b-b-e.de">BBE</a> organisiert wird, um das freiwillige Engagement von 23 Millionen Bürgern in Deutschland zu würdigen. Die Woche soll durch viele Veranstaltungen im ganzen Land die zahlreichen Möglichkeiten des Engagements aufzeigen. Ein Ziel der Aktionswoche ist es dabei, die Hindernisse zu thematisieren, auf die Engagementwillige stoßen und Vorschläge zu formulieren, wie das Ehrenamt gefördert werden kann.</p>
<p>Wir &#8211; das heißt <a href="http://hannes-jaehnert.de/wordpress/">Hannes Jähnert</a> und ich &#8211; möchten die Diskussion über das bürgerschaftliche Engagement gemeinsam mit Euch ins Netz holen. Wir starten deshalb eine NPO-Blogparade zur Frage</p>
<p><b>&#8220;Freiwilliges Engagement attraktiver machen &#8212; aber wie?</b>!&#8221;</p>
<p>Viele Menschen engagieren sich in Deutschland bereits, &#8211; und viele würden sich gerne (noch) mehr einbringen. Interessierte scheitern aber zum Beispiel an den Engagement-Angeboten gemeinnütziger Einrichtungen, die inhaltlich oder zeitlich nicht flexibel genug sind oder zu wenig Mitgestaltungs-<br />
möglichkeiten bieten. Manch einer würde sich gerne über Online-Kanäle mehr ins Gemeinwesen einbringen und findet hier noch zu wenig Angebote. Viele haben gute Ideen für ein gemeinnütziges Projekt, aber finden auf lokaler Ebene keine Ansprechpartner, die sie mit Wissen, Kontakten und einem kleinen Budget unterstützen könnten.</p>
<p>Wer sich engagiert, bekommt am Ende des Jahres meist einen Blumenstrauß und warme Worte. Die Frage ist, ob solche Anerkennungsformen ausreichen, um freiwilliges Engagement attraktiv zu gestalten oder um überhaupt Interesse dafür zu wecken.</p>
<p>Ein Teil der Vereine hat Schwierigkeiten damit, Freiwillige zu gewinnen und Ehrenämter zu besetzen. Speziell im <a href="http://www.bisp.de/SharedDocs/Downloads/Sportentwicklungsberichte/SEB_2011_2012/SEB_2011_2012_Kurzfassung_Deutsch.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2">Sport</a> ist das ein großes Problem.</p>
<p><strong>Welche Maßnahmen fallen Euch ein, um das freiwillige Engagement für uns alle attraktiver zu machen? Bitte bringt Eure Ideen ein und macht mit bei der Nonprofit-Blogparade, die über die Engagementwoche hinaus bis zum 29. September 2013 läuft.</strong> Verlinkt Eure Beiträge mit diesem Artikel hier oder mit dem Blog von Hannes Jähnert, der ebenfalls einen <a href="http://hannes-jaehnert.de/wordpress/2013/09/16/npoblogparade-freiwilliges-engagement/">Aufruf zur Blogparade postet</a>. Wir sind Eure Hosts und werden die Diskussion begleiten, moderieren und anschließend zusammenfassen.</p>
<p>Wer nicht weiß, was eine Blogparade ist, findet <a href="http://npoblogparade.wordpress.com/about/">hier weitere Informationen</a><strong></strong>.</p>
<p>Wer kein eigenes Blog hat, kann seine Ideen auch als Gastbeitrag (hier vermitteln wir gern), über die Kommentarfunktion in unseren Blogs veröffentlichen oder die Xing-Gruppe <a href="https://www.xing.com/net/prife2ae6x/zivilgesellschaft20/npo-blogparade-446897/">ÂInternet und ZivilgesellschaftÂ</a> dafür nutzen.</p>
<p>Im Anschluss an die NPO-Blogparade wird es wieder einen Twitchat (#npochat) geben, bei dem wir unsere Fragestellung &#8220;freiwilliges Engagement attraktiver machen &#8211; aber wie?!&#8221; eine Stunde lang auf Twitter diskutieren. Der Termin dafür wird noch bekannt gegeben.</p>
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		<title>Bürgerengagement fördern und erhalten, &#8211; für einen nachhaltigen Umgang mit Freiwilligen</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/burgerengagement-fordern-und-erhalten-fur-einen-nachhaltigen-umgang-mit-freiwilligen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 10:25:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In der aktuellen Runde der NPO-Blogparade fragt Hannes Jähnert, wie man &#8220;echte Partizipation&#8221; im Dritten Sektor fördern kann. Die Blogparaden-Runde findet vor dem Hintergrund der im Herbst veröffentlichten Nationalen Engagementstrategie der Bundesregierung statt und dem derzeit laufenden Online-Dialog zu dieser Strategie, an dem BürgerInnen noch bis zu 17. Dezember teilnehmen können. Alle Akteure &#8211; der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der <a href="http://foulder.wordpress.com/2010/11/29/19-runde-der-npo-blogparade%E2%80%93partizipationsforderung/">aktuellen Runde der NPO-Blogparade</a> fragt Hannes Jähnert, wie man &#8220;echte Partizipation&#8221; im Dritten Sektor fördern kann. Die Blogparaden-Runde findet vor dem Hintergrund der im Herbst veröffentlichten <a href="http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2010/10/Nationale%20Engagementstrategie_10-10-06.pdf">Nationalen Engagementstrategie</a> der Bundesregierung statt und dem <a href="http://www.engagementzweinull.de/dito/forum?action=csekeywordoverviewjournalshow&amp;id=75">derzeit laufenden Online-Dialog</a> zu dieser Strategie, an dem BürgerInnen noch bis zu 17. Dezember teilnehmen können.</p>
<p>Alle Akteure &#8211; der Staat, gemeinnützige Organisationen, Kommunen usw. &#8211; machen sich Gedanken darüber, wie man das bürgerschaftliche Engagement fördern kann. &#8216;Partizipation&#8217; im Sinne von echter Teilhabe an Entscheidungen im Dritten Sektor spielt in diesen Diskursen keine herausragende Rolle. Auch fehlt eine Diskussion darüber, inwieweit die Strukturen gemeinnütziger Organisationen für den Umfang, die Ausgestaltung und die Grenzen des bürgerschaftlichen Engagements verantwortlich sind. Schon in meinem vorletzten Blogbeitrag habe ich mich mit den Möglichkeiten der <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/partizipation-von-burgern-fordern-aber-wie/">Partizipationsförderung im gemeinnützigen Sektor</a> und der nationalen Engagementstrategie auseinandergesetzt. Deshalb möchte ich für die aktuelle Runde der NPO-Blogparade den Kreis etwas weiter ziehen und fragen, weshalb Partizipation als Thema in den offiziellen Verlautbarungen zum Bürgerengagement eine so geringe Rolle spielt.</p>
<p>Meiner Auffassung nach kranken die meisten Ansätze zur Förderung des Bürgerengagements daran, dass sie den Aspekt der Rekrutierung und Anwerbung in den Mittelpunkt stellen. Sie befassen sich zu wenig mit der Frage, wie eine Einrichtung Freiwillige <em>halten </em>und <em>pflegen </em>kann, damit sie sich gerne und langfristig engagieren. Wertschätzung und die Bildung von Freiwilligen, die der Staat anstrebt, sind wichtig, &#8211; aber nicht ausreichend. Es geht um Mitgestaltung und Mitbestimmung bzw. um die Frage, wie Bürger gemeinsam mit sozialen Diensten Hilfen konzipieren und anbieten können. Das &#8216;Soziale&#8217; ist nichts, was an Fachleute delegiert werden kann, das &#8216;Soziale&#8217; betrifft uns alle, &#8211; nicht nur als Helfer, sondern als Mitdenker, als Mitplaner und als Geldgeber.</p>
<p>Laut <a href="http://nvs.sagepub.com/content/38/4/564.abstract">Brudney und Meijs (2009)</a> stagniert oder sinkt die Anzahl der bürgerschaftlich Engagierten, weil die Ressource des bürgerschaftlichen Engagements von den Organisationen, die das Engagement abrufen und nutzen, nicht nachhaltig bewirtschaftet, sondern &#8211; wie viele andere natürliche Ressourcen auch &#8211; zugunsten kurzfristiger und rein organisationsbezogener Ziele ausgebeutet wird.</p>
<p>Vielleicht ist auch der Trend zum zeitlich befristeten Engagement, der Unwille von Bürgern, sich länger an eine NPO zu binden, gar nicht so sehr zeitlichen Restriktionen auf Helferseite geschuldet, sondern dem nachlässigen Umgang Gemeinnütziger mit den Freiwilligen, der letzteren wenig Anreiz bietet, sich länger als notwendig auf eine gemeinnützige Einrichtung einzulassen.</p>
<p>Jedenfalls stagniert auch in Deutschland das bürgerschaftliche Engagement (36% der Bevölkerung engagieren sich) und verändert sich inhaltlich in Richtung immer kürzerer Einsätze. Dementsprechend wird die Konkurrenz unter den Trägern um die kostbare Ressource &#8216;freiwillige Helfer&#8217; immer härter, ohne dass gleichzeitig das Freiwilligen-Management in den Organisationen flächendeckend verbessert würde.</p>
<p>Mein Bloggerkollege Stefan Zollondz beschreibt in <a href="http://www.net-pilots.de/net-pilots/digitale-wissensarbeit/19-npo-blogparade-wo-sind-die-a-ehrenamtlichen/">seinem Beitrag zur Blogparade</a> die Konkurrenz von NPOs um die sogenannten &#8220;Premium-Ehrenamtlichen&#8221; oder &#8220;A-Ehrenamtlichen&#8221;, die sich durch Selbstständigkeit und gute Bildung auszeichnen.</p>
<p>Weil Nonprofits das Ehrenamt aus einer organisations- und nicht community-bezogenen Perspektive betrachten, kommt es zu dieser Entwicklung: man sucht den Besten für den vorhandenen Freiwilligen-&#8220;Arbeitsplatz&#8221;. Engagementwillige mit Schwächen, psychischen Defiziten o.ä. sind nicht so sehr willkommen. Sie bedeuten mehr Aufwand als Nutzen.</p>
<p>Würde man den <em>organisationsbezogenen</em> durch einen <em>community-orientierten</em> Blickwinkel ersetzen, wäre die Situation eine andere. Alle freiwilligen Helfer wären willkommen, weil die Förderung der Partizipation und das Community-Building über Engagement zur Kernfunktion von Nonprofits gehörten.</p>
<p>Davon ist die Realität aber weit entfernt. Wohlfahrtsverbandliche Einrichtungen konzentrieren sich als professionelle Dienstleister auf Effizienz- und Effektivitätsziele, die wenig Raum für Teilhabe und das Community-Building &#8211; über den engen Kreis der eigenen Klientel hinaus &#8211; zulassen.</p>
<p>Um Nonprofits einen Weg in das Community-Building hinein zu ebnen und ihre Rolle als Förderer und Ermöglicher von Partizipationsprozessen zu stärken, müsste sich vieles ändern: Gesetze, Finanzierungsrichtlinien, Umsetzungsprogramme. Aber auch das Selbstbild von Nonprofits und das Bild, das der Staat vom Dritten Sektor hat.</p>
<p>Nirgendwo in der Engagementstrategie der Bundesregierung wird auf diesen Zusammenhang zwischen den Dritte-Sektor-Stukturen und dem Bürgerengagement ausführlicher eingegangen. Auch Nonprofits selbst stellen den Zusammenhang zwischen ihren Strukturen und dem Erfolg oder Misserfolg der Inklusion von Freiwilligen nicht heraus. Statt<br />
dessen hat man sich an den &#8220;endless cycle of recruitment&#8221; gewöhnt: &#8220;If volunteers cannot be retained, new one must be found to replace them&#8221; <a href="http://nvs.sagepub.com/content/38/4/564.abstract">(Brudney/Meijs 2009, 568)</a>. Ein Ende dieses wenig nachhaltigen Umgangs mit der Ressource der freiwilligen Helfer ist nicht abzusehen.</p>
<p>Eine Verbesserung kann hier erst eintreten, wenn gemeinnützige Organisationen community-orientierter arbeiten und Freiwilligen auf Augenhöhe begegnen. Dies wären auch zwei Bedingungen die erfüllt sein müssten, wenn &#8220;echte&#8221; Partizipation in und über gemeinnützige Organisationen gefördert werden soll.</p>
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		<title>Koproduktion als Chance für gemeinnützige Organisationen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 09:47:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bürgergesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Vielen gemeinnützigen Organisationen in den sozialen Diensten fehlt ein Leitbild, &#8211; eine klare Vorstellung davon, in welche Richtung ihr Weg in den nächsten Jahren führen soll. Aber ebenso wenig wird öffentlich diskutiert, welche Wege sich die Zivilgesellschaft für den Dritten Sektor wünscht. Es herrscht eine große Leere wenn es um Zukunftsentwürfe für den organisierten Teil [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen gemeinnützigen Organisationen in den sozialen Diensten fehlt ein Leitbild, &#8211; eine klare Vorstellung davon, in welche Richtung ihr Weg in den nächsten Jahren führen soll.</p>
<p>Aber ebenso wenig wird öffentlich diskutiert, welche Wege sich die Zivilgesellschaft für den Dritten Sektor wünscht. Es herrscht eine große Leere wenn es um Zukunftsentwürfe für den organisierten Teil der Zivilgesellschaft in unserem Land geht. Es wird allenfalls noch die Frage gestellt: <a href="http://diegesellschafter.de/index.php">&#8220;in was für einer Gesellschaft wollen wir leben?&#8221;</a>, aber niemals &#8220;wie wünschen wir uns als Bürger/innen den Dritten Sektor?&#8221;.</p>
<p>Gemeinnützige Organisationen haben sich das New Public Management der öffentlichen Verwaltung überstülpen lassen. Nonprofits im Sozialbereich konzentrieren sich heute auf eng definierte Leistungsziele. Dadurch treten gemeinwesenbezogene Konzepte in den Hintergrund. Nonprofits müssen sich durch messbaren output gegenüber der öffentlichen Hand legitimieren. Dadurch geht der Blick auf nicht-quantifizierbare Ressourcen und Ergebnisse verloren. Nonprofits implementieren Standards und vernachlässigen darüber innovatives Handeln.</p>
<p>Welche Gestaltungsmacht besitzt ein so instrumentalisierter Dritter Sektor in unserer Gesellschaft? Welche Handlungschancen eröffnet er Bürgern, welche Wirkung kann er auf kommunaler Ebene entfalten?</p>
<p>Nonprofits sind als demokratiepolitische Akteure und als Enabler von bürgerschaftlicher Partizipation zu wenig präsent. Es fehlt ein Leitbild, das Bürgern, Klienten und den Organisationen selbst mehr Handlungschancen ermöglicht. Nonprofits sind nicht nur Dienstleister, sondern auch wichtige Akteure unseres Gemeinwesens. Und Klienten und engagierte Bürger wollen sich nicht mehr länger nur dem Primat der Einrichtung unterordnen, sondern stärker mitgestalten und ihre Ideen einbringen.</p>
<p>Ein Konzept, das zu einem Empowerment von gemeinnützigen Organisationen und Bürgern führen kann, ist das der &#8216;<strong>Koproduktion</strong>&#8216;. &#8220;Full co-production&#8221; (Tony Bovaird) bedeutet, dass Nutzer von Sozialeinrichtungen und Bürger gemeinsam mit der NPO an der <em>Planung</em> und <em>Produktion</em> sozialer Dienstleistungen beteiligt sind. An der Produktion sozialer Dienste partizipieren die Bürger in Deutschland schon heute, &#8211; an der Planung und Gestaltung sozialer Dienstleistungen aber seltener.</p>
<p>Der Vorteil des Koproduktions-Modells für den Dritten Sektor und die Zivilgesellschaft: die Ressourcen (monetärer/nicht-monetärer Art) von Bürgern können so von der Einrichtung viel stärker genutzt werden und Innovation ist durch das Zusammentreffen von unterschiedlichen Wissensbeständen &#8211; seitens der Nutzer, der Bürgerschaft, der professionellen Mitarbeiter &#8211; leichter möglich. Die Bürger ihrerseits erfahren einen Empowerment-Prozess, weil sie nicht als (defizitäre) Klienten oder (unwissende) Laien wahrgenommen werden, sondern ihre Erfahrungen, ihr Wissen, ihre Kompetenzen, ihre Kontakte stärker einbringen können.</p>
<p>Koproduktion ist <a href="http://www.nesta.org.uk/library/documents/Co-production-report.pdf">Boyle und Harris (2009, 17f)</a> zufolge</p>
<ul>
<li><strong>transformativ</strong>: sie verändert die bisherigen Rollen von Klienten/Pofis/Freiwilligen und von NPO-Strukturen. Sie verändert bestehende Machtungleichgewichte in NPOs zugunsten von Nutzern und Bürgern. Sie verschafft aber auch professionellen Mitarbeitern die Möglichkeit, ein neues Profil zu gewinnen und Handlungschancen zu entwickeln. Zum Beispiel, indem sie die bestehende Arbeitsteilung korrigiert, die den Freiwilligen jene betreuenden und kommunikativen Aufgaben überlässt, welche man aus der Tätigkeit der Profis &#8220;herausrationalisierte&#8221; (<a href="http://www.buergergesellschaft.de/fileadmin/pdf/gastbeitrag_evers_100528.pdf">Evers 2010, S. 4</a>).</li>
<li><strong>egalitär ausgerichtet</strong>: das heißt, sie anerkennt das Koproduktionspotential aller und wertschätzt das unterschiedliche Wissen, das Klienten und bürgerschaftlich Engagierte einbringen können. Profis und Laien begegnen sich auf Augenhöhe</li>
<li><strong>nachhaltig</strong>: weil Koproduktion die Ressourcen, die sich aus sozialem Kapital ergeben, ausschöpft und nicht &#8211; wie in der gegenwärtig nur auf Effizienz (und nicht auf Beziehungen) fixierten Praxis &#8211; vernachlässigt.</li>
</ul>
<p>Die Koproduktion verschafft gemeinnützigen Organisation mehr Handlungsspielräume. Sie kann durch einen partnerschaftlichen Umgang mit Bürger-Nutzern von deren Ressourcen profitieren und und sich durch diese Ausdehnung ihrer Handlungsoptionen auch auf lokaler Ebene ganz anders als Gestalterin der örtlichen Lebenswelt und des Gemeinwesens einbringen.</p>
<p>Social Media können die Koproduktion sozialer Dienstleistungen online unterstützen. Sie ermöglichen die Vernetzung, den Dialog und die Mitwirkung von Bürger-Nutzern an der Gestaltung und Produktion sozialer Dienste. Zu diesem Zweck muss das Internet aber strategisch genutzt werden. Das heißt, es muss seitens der NPO über quantitative und reine Selbstvermarktungsziele hinaus gedacht werden. Statt den Status quo zu verstärken, sollten Social Media zur Strukturveränderung genutzt werden. Aber dafür braucht man Leitbilder und Visionen. Wo sind die des Dritten Sektors?</p>
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			</item>
		<item>
		<title>NPO-Blogparade #14 über die Plattform engagiert-in-deutschland.de</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 09:48:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das Blog von engagiert-in-deutschland.de (eiD) ist Gasthost der 14. Runde der Blogparade. Die Plattform will sich zu einem zentralen Marktplatz bürgerschaftlichen Engagements im Netz entwickeln, der es Nutzern ermöglicht, sich über Engagementthemen zu informieren, auszutauschen und Projekte durch eigene Mithilfe oder Geld-und Sachspenden zu unterstützen. eiD wird getragen vom Deutschen Verein für öffentliche und private [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.engagiert-in-deutschland.de/"><img decoding="async" loading="lazy" class="alignleft" src="http://stufr.de/wuedesign/blog/wp-content/uploads/2009/03/npo-blogparade-logo_m-300x67.png" alt="" width="300" height="67" /></a>Das Blog von <a href="http://www.engagiert-in-deutschland.de/">engagiert-in-deutschland.de</a> (<em>eiD</em>) ist Gasthost der <a href="http://blog.engagiert-in-deutschland.de/2010/02/22/npo-blogparade/">14. Runde der Blogparade</a>. Die Plattform will sich zu einem zentralen Marktplatz bürgerschaftlichen Engagements im Netz entwickeln, der es Nutzern ermöglicht, sich über Engagementthemen zu informieren, auszutauschen und Projekte durch eigene Mithilfe oder Geld-und Sachspenden zu unterstützen. <em>eiD</em> wird getragen vom <a href="http://www.deutscher-verein.de/">Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge</a>, in dem Kommunen und Wohlfahrtsverbände zusammenarbeiten. <em>eiD</em> hat diverse Projekt- und Vernetzungspartner (s. die <a href="http://www.engagiert-in-deutschland.de/"><em>eiD</em>-Startseite</a>) und wird vom Bund gefördert.</p>
<p>Die primäre Zielgruppe von<em> eiD</em> sind laut eigener Aussage bürgerschaftlich Engagierte. Freiwillige Helfer sind als Gruppe sehr heterogen. Sie zeichnen sich durch unterschiedliche Interessen aus und nutzen auch das Internet unterschiedlich intensiv. Wie es im Blogbeitrag von <em>eiD</em> heißt, sinkt mit zunehmendem Alter die Präsenz der Menschen im Internet , wohingegen ihre Engagementquote relativ hoch bleibt.</p>
<p>Die Plattform-Macher stellen deshalb im Rahmen der Blogparade die folgenden Fragen zur Diskussion: <strong>welche Nutzungsgewohnheiten haben bürgerschaftliche Engagierte im Internet und wie kann die Plattform für alle Altersgruppen zu einem attraktiven Marktplatz werden?</strong></p>
<p>Hier meine Antwort:</p>
<p>1. Die Konzentration von <em>eiD</em> auf die Zielgruppe der bürgerschaftlich Engagierten finde ich zu einseitig. Der Erfolg der Plattform hängt nicht nur von der Frage ab, wie man die bürgerschaftlich Engagierten auf die Seite bringt, sondern auch davon, ob <em>eiD</em> so viel Einrichtungen zu einer Kooperation bewegen kann, dass die Datenbank der Plattform viele Mitmachangebote umfasst. Das heißt, es ist wichtig, nicht nur die individuelle Seite des bürgerschaftlichen Engagaments zu betrachten, sondern auch seine institutionelle. Freiwilliges Engagement findet nicht im luftleeren Raum, sondern in Tausenden von gemeinnützigen, öffentlichen und privaten Einrichtungen speziell auf kommunaler Ebene statt. Es geht für<em> eiD</em> darum, diese lokalen Akteure für die Plattform zu gewinnen und ihre Rolle als örtliche Multiplikatoren der Plattform zu nutzen. Ohne die Kooperation eines Großteils dieser Verbände und Einrichtungen vor Ort wird die Plattform ihr Ziel, die zentrale Drehscheibe für bürgerschaftliches Engagements zu sein, nicht erreichen können.</p>
<p>Die Präsenz der Plattform auf sozialen Netzwerken wie <a href="http://twitter.com/eiDnetz">Twitter</a> und<a href="http://www.facebook.com/engagiertindeutschland.de"> Facebook</a> ist ein erster guter Schritt, um das Projekt im Internet ins Gespräch zu bringen und Unterstützer zu sammeln. Dennoch kann eine so große Community, wie die Plattform sie anstrebt, nicht von oben nach unten aufgebaut werden, sondern nur von unten &#8211; von der kommunalen Ebene her &#8211; nach oben.</p>
<p>2. Eben weil viele bürgerschaftlich Engagierte &#8211; speziell die Älteren &#8211; noch nicht im Netz sind und ohne Unterstützung vielleicht auch nie ins Netz kommen, insbesondere nicht in den interaktiven Bereich, ist es notwendig, die Nutzer dort abzuholen, wo sie sind, &#8211; in den (Partner) Einrichtungen, die vor Ort für das Projekt werben müssen. Auch deshalb muss das Hauptaugenmerk der Plattform auf einer gezielten und ganz massiven Vernetzung mit Institutionen/Orten des bürgerschaftlichen Engagements liegen. Mit dem Deutschen Verein im Rücken müsste eine so breite Vernetzung eigentlich möglich sein.</p>
<p>Über die örtlichen Einrichtungen hinaus braucht die Plattform aus dem gesellschaftlichen Bereich Freunde auf kommunaler Ebene, die für die Plattform werben und Offlinern in das Netz bzw. auf die Plattform helfen. Mein Bloggerkollege Hannes Jähnert schlägt <a href="http://foulder.wordpress.com/2010/03/17/npo-blogparade-14/">Tandem-Gespanne aus jüngeren und älteren Engagierten </a>vor, die Bürgern die Möglichkeiten von <em>eiD</em> aufzeigen. Denkbar ist auch, dass die Plattform die regionalen Ableger der<a href="http://socialbar.de/wiki/Hauptseite"> Socialbar</a> nutzt, um sich vor Ort bekannt zu machen.</p>
<p>3. Die Plattform muss Anreize schaffen, &#8211; sowohl für Bürger, damit sie die Plattform nutzen, als auch für institutionelle Partner, damit sie ihre Engagementangebote einstellen. Ich denke, Anreize für Nutzer sind schon da, wobei das Element der politischen Partizipation, d.h. die Verbindung zwischen den Diskussionen auf der Plattform und ihre Einspeisung in den politischen Betrieb noch fehlt, &#8211; was sehr schade ist, aber vom Träger möglicherweise so gewollt wird.</p>
<p>Die Anreize für die institutionellen Partner sind demgegenüber unklar. In der Regel haben Kommunen und viele Verbandsgliederungen schon ihre eigenen Freiwilligendatenbanken. Weshalb sollten sie diese Daten in eine zentrale Plattform einbringen, wo ist der Mehrwert für die Organisationen, die nach eigener Einschätzung mit dem bisherigen Modell ganz gut gefahren sind und aus Wettbewerbsgründen einer Daten-Aggregation kritisch gegenüber stehen?</p>
<p>Grundsätzlich finde ich, dass die Partner auf der Plattform zu kurz kommen. Die Plattform spricht primär die Nutzer an und blendet die institutionelle Seite der Partnerorganisationen aus, die im Plattformaufbau bzw. im Menü nicht präsent sind. Es dominieren die Themenräume, es fehlen die Sektoren. Und damit fehlen auch Möglichkeiten für die Vernetzungspartner, sich auf der Plattform nach außen hin zu präsentieren.</p>
<p>4. Die Bemühungen von <em>eiD</em> um Nutzer wird an die Grenzen stoßen, die dem Internet generell gesetzt sind, wenn es darum geht Menschen in den Online-Diskurs zu integrieren. Die Forschung zeigt, dass die Nutzung des Internets nicht nur vom Alter abhängt, sondern auch vom Bildungsgrad und dem sozioökonomischen Hintergrund. Das Internet bringt ohnehin schon aktiven Bürgern Vorteile. Die passiv-apathischen Gruppen, die der Ansicht sind, dass ihre Stimme generell nicht zählt, bleiben auch online stumm (siehe <a href="http://www.ingentaconnect.com/content/routledg/rics/2008/00000011/00000007/art00004">Kavanaugh u.a. 2008</a>). Um diese Menschen online zu integrieren oder sie zu einem Besuch auf <em>engagiert-in-deutschland.de</em> und zu einem Ehrenamt zu bewegen, braucht es viel, viel mehr als Appelle und Anreize.</p>
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		<title>Die Innovationskraft des Nonprofit-Sektors stärken &#8211;  die Situation in den USA, UK und D</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 09:49:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[NPO]]></category>
		<category><![CDATA[Profession]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Dienste]]></category>
		<category><![CDATA[Staat]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Sektor]]></category>
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					<description><![CDATA[Wird die Innovationsfähigkeit des Nonprofit-Sektors staatlicherseits durch spezielle Institutionen unterstützt? Bildet die Stärkung von Nonprofit-Organisationen ein Top-Thema auf der politischen Agenda eines Landes? In den USA und in Großbritannien auf jeden Fall: In den USA will Präsident Obama den Nonprofit-Sektor innovativer, leistungsfähiger und zielorientierter machen. Die Rolle von Nonprofits als Social Entrepreneurs soll gestärkt werden. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wird die Innovationsfähigkeit des Nonprofit-Sektors staatlicherseits durch spezielle Institutionen unterstützt? Bildet die Stärkung von Nonprofit-Organisationen ein Top-Thema auf der politischen Agenda eines Landes?</p>
<p>In den USA und in Großbritannien auf jeden Fall:</p>
<p>In den <strong>USA</strong> will Präsident Obama den Nonprofit-Sektor innovativer, leistungsfähiger und zielorientierter machen. Die Rolle von Nonprofits als Social Entrepreneurs soll gestärkt werden. Um diese Ziele umzusetzen, sind drei Institutionen geplant:</p>
<ul>
<li>ein <a href="http://www.whitehouse.gov/agenda/service/">Social Investment Fund Network</a> , das mit staatlicher Hilfe um private Förderer wirbt, die in innovative gemeinnützige Projekte investieren wollen</li>
<li>eine <a href="http://www.whitehouse.gov/agenda/service/">Geschäftsstelle </a> innerhalb des <a href="http://www.nationalservice.org/Default.asp">National&amp;Community Service</a> , die sich um die Steigerung der Leistungsfähigkeit und Effektivität des Nonprofit-Sektors bemühen soll</li>
<li>ein <a href="http://www.whitehouse.gov/administration/eop/">Office of Social Innovation</a> im Weißen Haus, das die staatliche Politik zur Steigerung der Innovations-und Leistungsfähigkeit im Nonprofit-Sektor koordiniert und vorantreibt.</li>
</ul>
<p>Wann die ersten beiden Institutionen geschaffen werden, ist noch nicht bekannt. Das Office of Social Innovation immerhin scheint es schon zu geben, es wird auf der <a href="http://www.whitehouse.gov/administration/eop/">Webseite</a> des Weißen Hauses offiziell genannt.</p>
<p>Obamas Pläne für den Nonprofit-Sektor basieren auf einem <a href="http://www.americanprogress.org/issues/2008/03/pdf/ssir_spring2008_jolin.pdf">Papier des Center for American Progress</a> , einem Washingtoner think tank. In dem Papier, das noch vor der Finanzkrise geschrieben wurde, wird empfohlen, dass sich die Regierung nicht wie bisher auf die Förderung einzelner innovativer Modellprojekte beschränken solle, sondern dass es darum gehe, im Nonprofit-Sektor <em>Strukturen</em> zu schaffen, die Innovationen fördern.</p>
<p>Dies bedeute nicht, dass die konventionelle Förderung abgeschafft werden soll. Sondern der Staat solle sich darum bemühen, mit privater Hilfe Strukturen zu schaffen, die jene Finanzierungslücken schließen, die sich bei innovativen Projekten und start-ups im gemeinnützigen Bereich in der Regel auftun. Parallel sollen Nonprofits und die einschlägige Forschung darin unterstützt werden, Daten über soziale Dienstleistungen und deren Outcome zu sammeln und auszuwerten. Die Daten werden als Voraussetzung dafür gesehen, die Leistungsfähigkeit des Nonprofit-Sektors steigern zu können. Das Center for American Progress schlägt die Einrichtung des Office of Social Innovation im Weißen Haus vor. Über das Office soll der Nonprofit-Sektor stärkeren Einfluss auf die amerikanische Wirtschafts- und Innenpolitik erhalten. Das Papier schlägt auch die Vergabe eines jährlichen Preises in Millionenhöhe für die innovativste Problemlösung im Nonprofit-Sektor vor.</p>
<p>Auch in <strong>Großbritannien</strong> wurde schon vor Jahren die Stärkung des gemeinnützigen Sektors ganz oben auf die politische Agenda gesetzt. Schon im Jahr 2006 wurde innerhalb des brititschen Cabinet Office das <a href="http://www.cabinetoffice.gov.uk/third_sector/about_us.aspx">Office of the Third Sector eingrichtet</a> . Diesem obliegt es, die Politik für den Nonprofit-Sektor innerhalb der Regierung zu bündeln und die Leistungs- und Integrationsfähigkeit des &quot;Dritten Sektors&quot; zwischen Markt und Staat zu fördern. Die Vision des Office of the Third Sector: &quot;To support the environment für a thriving third sector, enabling people to change society&quot;.</p>
<p>Ein spezielles Programm unterstützt die <a href="http://www.cabinetoffice.gov.uk/third_sector/innovation.aspx">Innovationsfähigkeit von NPOs</a> , denen eine Vorreiterrolle zugeschrieben wird, wenn es um die Verbesserung öffentlicher Dienstleistungen geht. Als wichtiger Faktor für die Zukunft wird das Empowerrment der Bürger gesehen und deren enge Kooperation mit den professionellen Helfern in den NPOs.<br />
Fördern will man insbesondere die <a href="http://www.cabinetoffice.gov.uk/third_sector/news/news_stories/090209_real_help.aspx">Social Entrepreneurs</a> : die Zahl der Gründungen im Sozial- und Gesundheitssektor soll erheblich ausgedehnt werden.</p>
<p>Im <a href="http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Bundesregierung/Bundeskanzleramt/Organigramm/organigramm.html">deutschen Kanzleramt </a> gibt es im Unterschied zum Cabinet Office oder zum Weißen Haus keine Stelle, die sich die Stärkung des Dritten Sektors auf die Fahnen geschrieben hat. Es gibt hier lediglich ein Referat, das die Verbindungen zu den Wohlfahrtsverbänden pflegt. Aber keine Organisationseinheit mit dem programmatischen Anspruch, den gemeinnützigen Bereich bzw. die Akteure der Zivilgesellschaft stärker in den Mittelpunkt zu rücken und innovative Strukturen im Dritten Sektor gezielt zu fördern.</p>
<p>In <strong>Deutschland</strong> setzt der Staat nach wie vor auf die Förderung einzelner Modellprojekte im Nonprofit-Sektor und überlässt das Innovationsmanagement ansonsten den gemeinnützigen Trägern selbst. Deren Spielraum für Innovationen ist im Rahmen der Regelfinanzierung nicht sehr groß, die meisten innovativen Projekte werden tatsächlich im Rahmen von Modellprojekten gefördert oder aus Eigenmitteln der Träger finanziert (Schwarzer 2009).</p>
<p>Aus welchen Hilfsbereichen kommen innovative Projekte und welche Rolle spielen dabei die ehrenamtlichen MItarbeiter? In einem Aufsatz in der Fachzeitschrift <a href="http://www.nomos-shop.de/productview.aspx?product=10357">SOZIALwirtschaft</a> (1/2009) wertet Uwe Schwarzer die Daten aus, die im Rahmen des Sozialpreises <a href="http://www.innovatio-sozialpreis.de/Innovatio/index.html">innovatio</a> , der von Caritas und Diakonie vergeben wird, zur Verfügung stehen. Die meisten der hier eingereichten Projekte kommen aus dem Bereich der Jugendhilfe. Die Zahl der Ehrenamtlichen ist bei fast 50% der Projekten größer als die Zahl der hauptamtlichen Mitarbeiter. Schwarzers Fazit: Für den Erfolg eines Projektes scheint &quot;das Engagament von Freiwilligen und Ehrenamtlichen von entscheidender Bedeutung zu sein, auch wenn man bisher Innovaton eher als Ergebnis professioneller hauptamtlicher Arbeit betrachtet hat&quot; (S. 20).</p>
<p>Mein Fazit:</p>
<p>in Deutschland gibt es staatliche Akteure, die innovative Nonprofit-Projekte fördern und das bürgerschaftlichen Engagement ausbauen wollen. Aber diese Themen sind nicht &#8211; wie in den USA und Großbritannien &#8211; auf der höchsten Regierungsebene angesiedelt. Es fehlt hier noch &#8211; trotz aller Rhetorik &#8211; der politische Wille, den Akteuren der Zivilgesellschaft einen höheren Stellenwert einzuräumen. Markt und Staat dominieren, &#8211; die Zivilgesellschaft kommt erst an dritter Stelle. In dieser Hinsicht sind die anderen beiden Staaten schon weiter: sie haben die Potentiale des Nonprofit-Sektors für die gesellschaftliche und staatliche Weiterentwicklung erkannt und dementsprechend hoch und prominent das Thema &#8216;Stärkung des Drittten Sektors&#8217; angesiedelt.</p>
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