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	<title>Fundraising &#8211; Nonprofits-vernetzt.de</title>
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	<description>Partizipatives Stakeholder-Management &#38; Digitalisierung im Nonprofit-Sektor</description>
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		<title>Tauschnetzwerke &#8211; ein attraktives Modell für gemeinnützige Organisationen und Bürger</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Oct 2012 10:34:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Nonprofits brauchen Ressourcen, um ihre Aufgaben erfüllen zu können. Zumeist stehen monetäre Mittel im Zentrum des gemeinnützigen Fundraisings, obwohl die Kritik an dieser Engführung des Ressourcenbegriffs zunimmt. Zeit, Güter, Dienstleistungen, Räume, Wissen, Fertigkeiten, Profile und politischer Einfluss sind Ressourcen, die Nonprofits bei ihrer Akquise nicht vernachlässigen sollten. Die Entwicklung geht weg vom Fundraising und hin [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nonprofits brauchen Ressourcen, um ihre Aufgaben erfüllen zu können. Zumeist stehen monetäre Mittel im Zentrum des gemeinnützigen Fundraisings, obwohl die Kritik an dieser Engführung des Ressourcenbegriffs zunimmt. Zeit, Güter, Dienstleistungen, Räume, Wissen, Fertigkeiten, Profile und politischer Einfluss sind Ressourcen, die Nonprofits bei ihrer Akquise nicht vernachlässigen sollten. Die Entwicklung geht weg vom Fundraising und hin zum Resource-Raising (siehe <a href="http://www.cloresocialleadership.org.uk/caroline-beaumont.aspx">Beaumont 2011 </a>und meinen <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/vom-fundraising-zum-resource-raising/">Blogartikel</a> dazu).</p>
<p>Obwohl gemeinnützige Organisationen generell ihre Ressourcensituation beklagen, steigert es nicht automatisch ihren <em>impact</em>, wenn mehr finanzielle Mittel von außen zugeführt werden. Die Vitalität des gemeinnützigen Sektors hängt vielmehr sehr stark von dessen Fähigkeit ab, lokale Austauschnetzwerke zu bilden (<a href="http://nvs.sagepub.com/content/38/4/597.abstract">Paarlberg/Varda 2009</a>), &#8211; sprich: es kommt darauf an, was man gemeinschaftlich aus den vorhandenen Budgets macht und wie effektiv und effizient man die zur Verfügung stehenden Ressourcen einsetzt.</p>
<p>Eine sehr gute und noch viel zu wenig verbreitete Möglichkeit, die Ressourcen von Nonprofits und der Zivilgesellschaft besser zu nutzen, sind lokale Austauschnetzwerke &#8211; Tauschringe &#8211; in denen die Mitglieder Ressourcen und Fähigkeiten untereinander tauschen, ohne dass Geld involviert wäre. Der Austausch erfolgt vielmehr über Gutschriften. Niemand muss mit demjenigen tauschen, von dem er/sie etwas erhalten hat, sondern die Tauschnetzwerke ermöglichen indirekte und mulilaterale Tauschbeziehungen.</p>
<p>In Deutschland gibt es an die 436 Tauschringe (<a href="http://www.zfs-online.org/index.php/zfs/article/view/3027">Hinz/Wagner 2010</a>) mit jeweils 60-100 Teilnehmern (<a href="http://kops.ub.uni-konstanz.de/bitstream/handle/urn:nbn:de:bsz:352-opus-18668/Aufsatz_Soziale_Welt.pdf?sequence=1">Hinz/Wagner 2005</a>). Die Tauschringe wurden bisher insbesondere in Räumen mit vielen Einwohnern, guter Wirtschaftssituation und ökologischer Orientierung gegründet (<a href="http://www.zfs-online.org/index.php/zfs/article/view/3027">Hinz/Wagner 2010</a>).</p>
<p>Welche Tauschring-Modelle gibt es? Man kann grundsätzlich drei Formen unterscheiden (vgl. <a href="http://www.neweconomics.org/sites/neweconomics.org/files/The_New_Wealth_Of_Time_1.pdf">new economics foundation (nef) 2008, 14</a>):</p>
<p><strong>Person-to-Person (P2P):</strong> In diesen Austauschnetzwerken treffen sich Privatpersonen. In Deutschland entstanden viele dieser Person-to-Person-Tauschringe mit Unterstützung kirchlicher oder wohlfahrtsverbandlicher Einrichtungen (Hinz/Wagner 2010).</p>
<p><strong>Person-to-Agency (P2A):</strong> An diesen Tauschnetzwerken nehmen neben Privatpersonen auch Organisationen teil, vor allem öffentliche und gemeinnützige. Sie vergüten freiwilliges Engagement in der eigenen Einrichtung mit Gutschriften und öffnen gleichzeitig Teile ihres Leistungsangebots für die Tauschring-Mitglieder.</p>
<p><strong>Agency-to-Agency (A2A):</strong> hier handelt es sich um Tauschringe unter Organisationen, die untereinander Wissen, Räume, Fertigkeiten usw. teilen.</p>
<p>Für Nonprofits bieten Tauschringe untereinander (A2A) &#8211; durchaus auch unter Beteiligung öffentlicher und privatwirtschaftlicher Organisationen &#8211; eine attraktive Entwicklungsmöglichkeit: Räume, Autos, Geräte und gesammelte Kenntnisse könnten durch das Teilen besser ausgenutzt werden. Nonprofits würden ihre Potenziale so besser realisieren, statt durch das Ressourcenargument sich ständig selbst auszubremsen. Die Zivilgesellschaft insgesamt profitiert von einem gut vernetzten Dritten Sektor, der Ressourcen effizient einsetzt, da mehr und bessere Leistungen angeboten werden können als in einem Klima der gegenseitigen Sprachlosigkeit und Konkurrenz.</p>
<p>Interessante Perspektiven für das Gemeinwesen eröffnen sich durch Tauschringe speziell dann, wenn Schnittstellen zwischen Organisationen und Bürgern existieren, also bei P2A-Modellen.</p>
<p>In diesem Fall können Organisationen das Wissen und die Kompetenzen der Bürger/innen in ihre Einrichtungen holen uns so ihr Dienstleistungsangebot erweitern bzw. Angebote stärker koproduzieren. Dazu müssen Organisationen entsprechende Teilhaberäume schaffen und sich nach außen hin öffnen: Dienste verändern sich hin zu einem &#8220;open community-led service, where community assets are shared and utilised. What lies outside (&#8230;) is allowed to come in&#8221; (<a href="http://www.timebanking.org/wordpress/wp-content/uploads/downloads/2011/09/TBUK-Final-Brochure.pdf">Timebanking UK 2011, 20</a>). Gleichzeitig bieten Organisationen ihre Ressourcen auch dem Gemeinwesen an, d.h. sie teilen Räume, Wissen, Fertigkeiten mit anderen. So wird eine Vernetzung zwischen Nonprofits und dem Gemeinwesen hergestellt, die in vielen Einrichtungen so schmerzlich fehlt.</p>
<p>Für das <strong>bürgerschaftliche Engagement</strong> böten P2A-Tauschringe zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten. Während beim herkömmlichen Engagement ein Bürger mit einer Organisation in Verbindung tritt und der bilaterale Austausch dominiert, vernetzt ein Tauschring den einzelnen stärker mit dem Gemeinwesen: durch credits, die ihm das Engagement einbringt, erhält der Freiwillige die Chance, noch andere Angebote und Dienste der örtlichen Gemeinschaft kennenzulernen und sich breiter zu vernetzen.</p>
<p>Der Tauschgedanke könnte auch eine Alternative bieten zu den beiden herkömmlichen Wegen des bürgerschaftlichen Engagements: des freiwilligen Engagements &#8220;<a href="http://www.talente-ring.de/content/view/57/69/">für nix</a>&#8221; und der zunehmenden materiellen Vergütung der Freiwilligentätigkeit im Rahmen von Freiwilligendiensten (BFD, FSJ, FÖJ).</p>
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		<title>Vom Fundraising zum Resource-raising</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 08:22:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fundraising]]></category>
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					<description><![CDATA[Schon in der Vergangenheit habe ich mich kritisch mit der Tendenz des Fundraising auseinandergesetzt, Unterstützer von gemeinnützigen Organisationen auf die Rolle von &#8220;Geldspendern&#8221; zu reduzieren, &#8211; und all die anderen Ressourcen auszublenden, die von Stakeholder-Seite in Sozialeinrichtungen eingebracht werden können. Eine Studie von Caroline Beaumont, die im Rahmen des britischen Clore Social Leadership Programme entstand [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon in der Vergangenheit habe ich mich <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/spender-stakeholder-und-die-zukunft-des-fundraising/">kritisch </a>mit der Tendenz des Fundraising auseinandergesetzt, Unterstützer von gemeinnützigen Organisationen auf die Rolle von &#8220;Geldspendern&#8221; zu reduzieren, &#8211; und all die anderen Ressourcen auszublenden, die von Stakeholder-Seite in Sozialeinrichtungen eingebracht werden können.</p>
<p>Eine <a href="http://www.cloresocialleadership.org.uk/userfiles/documents/resources/fellows/Caroline_Beaumont/From_fundraising_to_resource_raising_July_2011_FINAL.pdf">Studie von Caroline Beaumont</a>, die im Rahmen des britischen <a href="http://www.cloresocialleadership.org.uk/">Clore Social Leadership Programme</a> entstand und im Juli erschien, fordert gemeinnützige Organisationen nun auf, ihren Blick vom Fundraising hin zum Resource-raising zu lenken. In einem Schaubild zählt sie die Ressourcen auf, die für Nonprofits eine wichtige Rolle spielen können:</p>
<p><a href="http://neu.nonprofits-vernetzt.de/wp-content/uploads/2011/08/resourceraising3.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter size-full wp-image-582" title="Resource-raising" src="http://neu.nonprofits-vernetzt.de/wp-content/uploads/2011/08/resourceraising3.jpg" alt="" width="372" height="335" srcset="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/wp-content/uploads/2011/08/resourceraising3.jpg 372w, http://blog.nonprofits-vernetzt.de/wp-content/uploads/2011/08/resourceraising3-300x270.jpg 300w" sizes="(max-width: 372px) 100vw, 372px" /></a></p>
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<p>Quelle:<a href="http://www.cloresocialleadership.org.uk/userfiles/documents/resources/fellows/Caroline_Beaumont/From_fundraising_to_resource_raising_July_2011_FINAL.pdf">Caroline Beaumont (Juli 2011): From Fundraising to Resource-Raising, S. 10</a></p>
<p>Jede Organisation sollte sich für ihre Bedarfe einen ganz individuellen Ressourcenmix zusammenstellen. Viele Organisationen legen sich aber viel zu früh auf eine oder zwei Ressourcen fest und schränken so ihre Akquise ein.</p>
<p>Gemeinnützige Einrichtungen können in der Regel ihren finanziellen Bedarf gut identifizieren, &#8211; viel weniger genau aber ihre nicht-monetären Bedürfnisse (Beaumont, 13). Von den 76 für die Studie befragten Sozialorganisationen haben 80% keine Resource-raising-Strategie im Hinblick auf nicht-monetäre Ressourcen, sondern entscheiden von Fall zu Fall, mit dem Risiko, als &#8220;grateful receiver of anything that&#8217;s free&#8221; zu enden (S. 49). Die Professionalisierung des Fundraising gibt Beaumont zufolge keine ausreichende Antwort auf die Frage, welche Strategien und Fertigkeiten notwendig sind, um nicht-monetäre Ressourcen zu gewinnen (eine Ausnahme bildet der Bereich des volunteering)(S. 12).</p>
<p>Mit Sach- und Dienstleistungsspenden haben Sozialorganisationen in der Regel mehr Schwierigkeiten als mit Geldspenden. Als Nachteile werden genannt: Qualitätsprobleme, mangelnde Verlässlichkeit, mangelnde Nachhaltigkeit, ein Kontrollverlust seitens der Organisation, versteckte Kosten, ein hoher Zeit- und Managementaufwand (S. 5 und 9).</p>
<p>Der befürchtete Kontrollverlust seitens der Organisation spielt &#8211; aus anderer Perspektive betrachtet &#8211; auf die Gestaltungschancen an, die gespendete Dienstleistungen und gespendetes Wissen und Fertigkeiten den Stakeholdern von gemeinntzigen Einrichtungen eröffnen. Zwei der empirischen Beispiele, die Beaumont schildert, zeigen das Koproduktions-Potential auf, das in nicht-monetären Ressourcenspenden liegt. So arbeitet bspw. <a href="http://www.transaid.org/">Transaid</a> &#8211; eine NPO, die sich um die Verbesserung des Transportwesens in Entwicklungsländern bemüht &#8211; inhaltlich eng mit Fachleuten aus der Transportindustrie zusammen, die Fahrzeuge und Ausbilder für die Schulung von Fahrern in Tansania stellen. Und <a href="http://www.macmillan.org.uk/Cancerinformation/Livingwithandaftercancer/Symptomssideeffects/Hairloss/Strengthinstyle.aspx">Macmillan Cancer Support</a> entwickelte gemeinsam mit der Frisörkette Toni&amp;Guy ein Trainingsprogramm für Frisöre, das diese in der Beratung und im Umgang mit Krebspatienten schult.</p>
<p>Unterstützer von gemeinnützigen Organisationen wollen nicht nur spenden, sie wollen partizipieren. Das Resource-raising ruft die Kompetenzen und Leistungen von Unterstützern ab und beschränkt sich nicht auf die Akquise finanzieller Mittel, die &#8211; wenn die Summen nicht sehr hoch sind &#8211; zumeist keine Beteiligungschancen eröffnen. Voraussetzung für das Resource-raising ist die Wertschätzung der vielseitigen Potentiale von Stakeholdern und die Entwicklung von organisationalen Strategien, um die Stakeholder-Ressourcen auch abrufen zu können.</p>
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		<title>Nachhaltiges Fundraising &#8211; welche Bausteine sind wichtig?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Nov 2010 11:02:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das Fundraising 2.0-Blog ist Gastgeber der 18. NPO-Blogparade. Jörg Eisfeld-Reschke fragt, wie es gelingen kann, dass sich Online-Freunde, Fans und Follower für eine gemeinnützige Organisation auszahlen? Er beschreibt den &#8220;Traum eines Online-Fundraisers&#8221;, der so aussieht: durch die Präsenz im Social Web kommen &#8220;sehr schnell (..) hunderte Follower auf Twitter und Tausende Fans auf Facebook zusammen. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="http://www.fundraising20.de/">Fundraising 2.0-Blog</a> ist Gastgeber der <a href="http://npoblogparade.wordpress.com/2010/10/25/18-runde-der-npo-blogparade/">18. NPO-Blogparade</a>. Jörg Eisfeld-Reschke fragt, <a href="http://www.fundraising20.de/18-npo-blogparade-aufruf-zur-teilnahme/">wie es gelingen kann, dass sich Online-Freunde, Fans und Follower für eine gemeinnützige Organisation auszahlen?</a></p>
<p>Er beschreibt den<a href="http://www.fundraising20.de/der-traum-eines-online-fundraisers-npo-blogparade/"> &#8220;Traum eines Online-Fundraisers&#8221;</a>, der so aussieht: durch die Präsenz im Social Web kommen &#8220;sehr schnell (..) hunderte Follower auf Twitter und Tausende Fans auf Facebook zusammen. Ab dem ersten Tag werden sie zu Spendern, starten Anlaßspenden-Aktionen zu ihrem Geburtstag und schreiben im Blog darüber, dass sie dieser gemeinnützigen Organisation ihr Vermögen hinterlassen werden.&#8221;</p>
<p>Diesen Traum träumen sicherlich sehr viele NPOs, &#8211; anders kann man sich deren Interesse an Online-Fundraising als <em>ersten</em> Schritt im Social Web nicht erklären. Was die meisten interessiert, ist das schnelle Geld oder wie es auf der<a href="http://lernspielwiese.wordpress.com/2010/11/12/freunde-fans-und-follower-los-zahlt-euch-fur-mich-aus/"> Lernspielwiese </a>heißt &#8220;Freunde, Fans und Follower -los! Zahlt euch für mich aus&#8221;.</p>
<p>Dass dieser Traum des Dritten Sektors nach schnellem Geld aus der Zivilgesellschaft als Ersatz oder Ergänzung für gekürzte Mittel von staatlicher Seite ein Traum bleiben wird, stellt Reschke in seinem<a href="http://www.fundraising20.de/der-traum-eines-online-fundraisers-npo-blogparade/"> Beitrag</a> dar.</p>
<p>Aus meiner Sicht müssen viele Aspekte berücksichtigt werden, wenn das Fundraising im Netz von dauerhaftem Erfolg sein soll.</p>
<p><em>Nachhaltiges Fundraising</em> schafft einen Mehrwert für die Organisation <em>und </em>ihre Stakeholder <em>und </em>das Gemeinwesen. Nachhaltiges Fundraising baut vertrauensvolle, dauerhafte Beziehungen auf und vermeidet alles, was diese Beziehungen zugunsten kurzfristiger und allein organisationsbezogener Ziele schädigen könnte. Nachhaltiges Fundraising setzt auf Kooperation, wechselseitigen Dialog und die Koproduktion von Leistungen. Nachhaltiges Fundraising lässt den binnenorienten Blick vieler NPOs hinter sich, öffnet sich nach außen hin und rückt die Beziehungen zu den Stakeholdern in den Mittelpunkt. Nachhaltiges Fundraising setzt einen Perspektivenwechsel in NPOs voraus, den ich <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/koproduktion-und-der-paradigmenwechsel-im-sozialsektor/">an anderer Stelle </a>beschrieben habe. Er verändert das Verhältnis zwischen dem Dritten Sektor und der Zivilgesellschaft: statt Dinge <em>für </em>Bürger zu tun, arbeitet und plant man <em>mit ihnen</em> gemeinsam.</p>
<p>Welche Bausteine sind für ein <em>nachhaltiges Fundraising</em> im Internet relevant, das dauerhaft<em> </em>vielfältige Ressourcen aus dem gesellschaftlichen Raum akquirieren kann?</p>
<ol>
<li>Partizipation der Nutzer</li>
<li>Responsivität der Oganisationen</li>
<li>Wechselseitigkeit des Austausches</li>
<li>Diversität von Netzwerken</li>
<li>Passende Technologien</li>
<li>Bedeutung der lokalen Ebene</li>
</ol>
<p>Zu 1. <strong>Partizipation der Nutzer:</strong> wie die meisten Beiträge zur NPO-Blogparade herausstellen, braucht es in jeder Fundraising-Situation viele unterschiedliche und niedrigschwellige Mitmachmöglichkeiten für die Nutzer. Partizipation fördert die Integration von Menschen in Netzwerke und damit auch die Bildung von Unterstützerkreisen zugunsten einer gemeinnützigen Einrichtung. Wichtig ist es, Interaktionsmöglichkeiten zwischen den Nutzern zu schaffen, also das Netzwerk nicht vertikal &#8211; zur gemeinnützigen Organisation hin &#8211; auszurichten, sondern horizontal mit Blick auf die Community hin auszubauen.</p>
<p>Nutzer müssen befähigt werden, selbst als Multiplikatoren, Fundraiser, Wissenssammler usw. für die gemeinnützige Organisation aktiv zu werden. Von den Kontakten, die sie dabei sammeln, kann eine NPO erneut profitieren. Deshalb ist die Fixierung auf Spenderdatenbanken, wie dies in der Nonprofit-Szene üblich ist, auch unzureichend: Eine NPO profitiert nicht nur von den hier gesammelten Einzelpersonen, sondern auch von deren Netzwerken.</p>
<p>Zu 2. <strong>Responsivität von Organisationen:</strong> dieser Punkt wurde <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/die-bereitschaft-zum-zuhoren-oder-wann-verhalten-sich-organisationen-responsiv/">hier im Blog</a> schon häufig thematisiert: man kann die Partizipation der Nutzer nicht ohne die institutionelle Seite betrachten, d.h. Organisationen müssen Partizipationsräume schaffen und sich responsiv verhalten, wenn sie möchten, dass Bürger sich einbringen. Wer die Bürger-Nutzer mit fertigen Strategien und Projekten konfrontiert, wird deren Bereitschaft zum Mitmachen zum Erlahmen bringen.</p>
<p>Zu 3. <strong>Wechselseitigkeit des Austausches:</strong> wie wichtig die sogenannte &#8220;Reziprozität&#8221; des Austausches in Netzwerken ist, beschreibt <a href="http://kulturwissenschaft.wordpress.com/2010/10/26/kulturmanagement-wie-sich-kontakte-auszahlen/">einer der Beiträge</a> zur NPO-Blogparade. Netzwerke bilden nur eine <em>Struktur</em>. Ob man das in ihnen eingebettete <em>soziale Kapital</em> heben kann, hängt davon ab, ob man am wechselseitigen Austausch partizipiert. Wer immer nur etwas aus dem Netzwerk will, aber keine Ressourcen investiert, ist von der Nutzung des sozialen Kapitals ausgeschlossen (vgl. &#8211; sehr interessant &#8211; <a href="http://nvs.sagepub.com/content/38/4/643.abstract">Jo Ann Schneider 2009</a>)</p>
<p>Zu 4. <strong>Diversität von Netzwerken:</strong> je pluraler Netzwerke aufgebaut sind, desto unterschiedlicher sind die Ressourcen, von denen die am Austausch Beteiligten profitieren können. Bleibt eine NPO in ihrem angestammten Biotop, wird sie immer auf dieselbe Ressourcenkonstallation stoßen. Dringt sie in neue Milieus und Netzwerke vor, ändert sich auch die Zusammensetzung der Ressourcen, die ihr potentiell zu Verfügung stehen: &#8220;Diverse resources flow through diverse networks&#8221;<a href="http://www.mysocialnetwork.net/downloads/NetDiversity19-diss.pdf"> (Hampton/Lee/Her 2010, 5)</a>. Die bloße Anzahl von Kontakten, auf die viele NPOs und Fundraiser fixiert sind, sagt noch gar nichts über deren Diversität aus bzw. über den Ressourcenreichtum eines Netzwerks.</p>
<p>Zu 5. <strong>Passende Technologien:</strong> Nicht jede IuK-Technologie fördert direkt die Pluralität von Netzwerken, die für die Ressourcenvielfalt eines Netzwerks &#8211; und damit auch für den Fundraisingerfolg &#8211; entscheidend ist. In der Studie von <a href="http://www.mysocialnetwork.net/downloads/NetDiversity19-diss.pdf">Hampton/Lee/Her 2010</a> (via <a href="http://neighbourhoods.typepad.com/neighbourhoods/2010/11/locality-diversity-and-internet-use.html">neighbourhoods</a>) wurden die Netzwerke bzw. das soziale Kapital von über 2000 Erwachsenen untersucht. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich IuK-Technologien und speziell Social Media auf die Diversität von Netzwerkkontakten auswirken. Das Ergebnis zeigt, dass Online-Communities die Diversität der Nutzer-Netzwerke unmittelbar vergrößern. Wohingegen Blogging, Photosharing oder der Einsatz von Mobiltelefonen nur indirekt &#8211; vermittelt über lokale Zusammenhänge &#8211; die Netzwerkvielfalt fördern.</p>
<p>Zu 6. <strong>Die Bedeutung der lokalen Ebene: </strong>Auch für das Online-Fundraising verliert die lokale Ebene nicht an Bedeutung. Die Studie von <a href="http://www.mysocialnetwork.net/downloads/NetDiversity19-diss.pdf">Hampton/Lee/Her 2010</a> verdeutlicht, dass Social Media nicht unmittelbar &#8211; außer im Fall von Online-Netzwerken &#8211; Diversität schaffen. Sondern dass das Zusammenspiel von lokalem Engagement und Internetgebrauch in den meisten Fällen sehr wichtig ist, um vielfältiges soziales Kapital aufzubauen. Auch das Online-Fundraising muss deshalb Anknüpfungspunkte zur lokalen Ebene und zu konkreten Mitmachmöglichkeiten bieten. &#8220;Place is not lost as a result of the affordances of new technologies, but place-based networks are reinforced and made persistent&#8221; <a href="http://www.mysocialnetwork.net/downloads/NetDiversity19-diss.pdf">(Hampton/Lee/Her 2010, 25)</a>.</p>
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		<title>Auf dem Weg zur NPO 2.0</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/auf-dem-weg-zur-npo-2-0/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Apr 2010 10:39:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Am vergangenen Samstag hielt ich als Sprecherin auf der re:campaign 2010 in Berlin den Vortrag &#8220;Auf dem Weg zur NPO 2.0&#8221;. Hier sind die Folien auf slideshare. Die folgenden Punkte möchte ich aus dem Vortrag besonders herausgreifen: 1. Immer wieder wird im Netz die Frage diskutiert &#8211; so auch kürzlich im Blog von Christian Henner-Fehr [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Samstag hielt ich als Sprecherin auf der<a href="http://re-publica.de/10/category/recampaign/"> re:campaign 2010</a> in Berlin den Vortrag &#8220;Auf dem Weg zur NPO 2.0&#8221;. Hier sind die <a href="http://www.slideshare.net/npovernetzt/auf-dem-weg-zur-npo-20">Folien auf slideshare</a>.</p>
<p>Die folgenden Punkte möchte ich aus dem Vortrag besonders herausgreifen:</p>
<p>1. Immer wieder wird im Netz die Frage diskutiert &#8211; so auch kürzlich im <a href="http://kulturmanagement.wordpress.com/2010/04/12/social-media-und-organisationskultur/">Blog von Christian Henner-Fehr</a> &#8211; ob die<strong> Organisationskultur für den Social Media-Einsatz</strong> einer Einrichtung wichtig ist und wenn ja, welche Voraussetzungen intern vorliegen sollten.</p>
<p>Meiner Ansicht nach belegt die Empirie ganz deutlich, dass Social Media an sich neutral sind und auch zur einseitigen Kommunikation ohne interaktive Perspektive eingesetzt werden können und eingesetzt werden, wie man speziell an vielen Twitteraccounts sieht. Das Potential von Social Media wird so aber<em> nicht ansatzweise</em> ausgeschöpft. Auch NPOs wollen häufig nur werben, aber keinen Dialog führen, so dass ihre Internetpräsenz verglichen werden kann mit<a href="http://netzwerkpr.de/index.php/2009/11/12-runde-der-npo-blogparade/"> &#8220;alter Kommunikation in neuen Kanälen&#8221;</a>, wie meine Bloggerkollegin Katrin Kiefer das treffend formuliert.</p>
<p>Ich habe mir &#8211; in Anlehnung an einen Aufsatz von Bryer (2009) &#8211; Gedanken über die Frage gemacht, welche <strong>NPO-Eigenschaften</strong> die erfolgreiche Social Media-Nutzung fördern und welche Eigenschaften diese hemmen (Folien 10 und 11) und bin zu folgendem Ergebnis gekommen.</p>
<p><em>Förderliche Eigenschaften: </em>Wahrnehmung einer Ressourcenabhängigkeit von zivilgesellschaftlichen Akteuren, Partnerschaftsperspektive gegenüber Bürger-Stakeholdern, Interesse an externem Wissen, Selbstwahrnehmung als demokratischer Akteur</p>
<p><em>Hemmende Eigenschaften:</em> Fixierung auf staatliche Gelder und Stakeholder, fehlende partnerschaftliche Perspektive gegenüber Bürger-Stakeholdern, Rückzug auf den eigenen Expertenstatus, Selbstwahrnehmung als reiner Dienstleister ohne demokratische Funktion</p>
<p>2. Wichtig war mir desweiteren aufzuzeigen, über welche <strong>Kompetenzen </strong>NPOs verfügen, die mit Social Media kompatibel sind und sehr gut in den digitalen Raum eingebracht werden können (Folien 12 und 13). Dieser ressourcenorientierte Blick stärkt NPOs und führt sie nicht als defizitäre Organisationen vor. Nonprofits sind keine Anfänger, was die dialogorientierte Perspektive angeht und hier häufig viel weiter als staatliche und viele privatwirtschaftliche Organisationen.</p>
<p>3. Die<strong> Rolle des Staates</strong> darf nicht aus dem Blick geraten, wenn man über hiesige Nonprofits im Sozialbereich spricht. Im Grunde benötigt eine NPO 2.0 eine Staatsverwaltung 2.0 (Folien 26 und 27). Ohne einen kooperativen Staat und entsprechend kooperative Leistungsvereinbarungen mit sozialen Dienstleistern wird es für NPOs im Sozialsektor schwierig werden, den Weg zu einer NPO 2.0, der mehr Dialog, Vernetzung und Partizipation impliziert, zu gehen. Denn eine interaktive, partnerschaftliche Haltung kostet viel Zeit und damit auch Geld. Andererseits profitieren Staat und Kommune von einem Nonprofit-Sektor 2.0, der mit der Zivilgesellschaft online und offline breit vernetzt ist.</p>
<p>4. Über all die <strong>Kampagnen</strong> hinweg, die im Mittelpunkt der re:campaign standen und im Fokus der dortigen NPOs, sollte man nicht die auf einen längerfristigen Zeitraum hin ausgerichtete Vernetzung mit der Zivilgesellschaft vergessen. Kampagnen tragen einen kurzlebigen Charakter. Der Nonprofit-Sektor könnte aber gerade durch <strong>nachhaltige Strategien</strong>, deren Zeithorizont über die Gegenwart hinausreicht, zum Beispiel für Politik und Wirtschaft werden, die dem kurzfristigen Denken verhaftet sind durch ihre Konzentration auf den nächsten Wahltermin oder auf die Bilanz des aktuellen Geschäftsjahres.</p>
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		<title>Mobiltelefon und mobiles Internet, &#8211; Chancen für gemeinützige Organisationen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 11:38:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Welche Möglichkeiten bieten Mobiltelefone und das mobile Internet Nonprofit-Organisationen? Amy Sample Ward zeigt anhand der Hilfe für Haiti auf, wie wichtig mobile Geräte und die mobile Internetnutzung für das Fundraising, Online-Volunteering und Mapping geworden sind. Fundraising: Das amerikanische Rote Kreuz erhielt innerhalb von vier Wochen 31 Mio. Dollar an Spenden für Haiti per SMS. Auch [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Welche Möglichkeiten bieten Mobiltelefone und das mobile Internet Nonprofit-Organisationen?</p>
<p>Amy Sample Ward zeigt anhand der<a href="http://nten.org/blog/2010/02/17/social-media-response-disaster-haiti"> Hilfe für Haiti </a>auf, wie wichtig mobile Geräte und die mobile Internetnutzung für das Fundraising, Online-Volunteering und Mapping geworden sind.</p>
<p><strong>Fundraising: </strong> Das amerikanische Rote Kreuz erhielt innerhalb von vier Wochen <a href="http://nten.org/blog/2010/02/17/social-media-response-disaster-haiti">31 Mio. Dollar</a> an Spenden für Haiti per SMS. Auch in Deutschland wurden Spenden über das Mobiltelefon eingesammelt, allerdings noch in kleinerem Rahmen. Die <a href="http://www.aktion-deutschland-hilft.de/index.php">Aktion Deutschland Hilft</a> konnte <a href="http://fundraising20camp.mixxt.de/networks/blog/post.joergreschke:2">mehr als 200.000 Euro</a> per SMS und aus einem <a href="http://aktion-deutschland-hilft.helpedia.de/">Aktionsportal</a> akquirieren, &#8211; zusätzlich zu den Online-Spende, die über die Webseite eingingen. <a href="http://mobileactive.org/earthquake-haiti-how-you-can-help-and-learn-more">MobileActive.org</a> listet eine ganze Reihe amerikanischer und europäischer Spenden-SMS für Haiti auf.</p>
<p>Den Kontakt zu den Spendern können NPOs ebenfalls mobil über Twitter, Facebook und andere soziale Netzwerke halten, um mit ihrer Botschaft präsent zu bleiben und Multiplikatoren zu gewinnen.</p>
<p><strong>Freiwilliges Engagement:</strong> Bürgerschaftliches Engagement kann auch über das Mobiltelefon erfolgen. Amy Sample Ward schildert das Beispiel von <a href="http://app.beextra.org/home/c1.htm">The Extraordinaries</a>, wo über eine mobile iPhone-Applikation das Micro-Volunteering möglich wird., das in den freien Minuten und Wartezeiten erledigt werden kann, die in jedem Tagesablauf vorkommen. Fast 30.000 Menschen machen bei den Extraordinaries mit und nutzen Wartezeiten und Pausen im Alltag, um sich online zu engagieren. Mehr als 240.000 Micro-Aufgaben wurden von den Extraordinaries mobil erledigt. Was für Aufgaben kommen in Frage? Übersetzungsaufgaben, die Verschlagwortung von Photos und Dokumenten, das Mapping von Plätzen/Einrichtungen, die Suche nach Fördermöglichkeiten für soziale Organisationen usw. Im Fall von Haiti sah die <a href="http://nten.org/blog/2010/02/17/social-media-response-disaster-haiti">Hilfe der Extraordinaries</a> so aus, dass aktuelle Aufnahmen von Menschen in Haiti von den Freiwilligen kategorisiert wurden (über 76.000 Fotos) um diese mit Vermisstenbildern abzugleichen und so herauszufinden, ob und wo die gesuchte Person noch lebt.</p>
<p><strong>Oline-Kartierung:</strong> Über das Mobiltelefon können im Katastrophenfall die betroffenen Menschen Hilfeanfragen und Hilfsangebote per SMS, Twitter oder Mail übermitteln, die dann von einem Projekt wie Ushahidi in einer Web-Karte visualisiert werden, die öffentlich zugänglich ist.<a href="http://haiti.ushahidi.com/"> </a>Ushahidi kartierte so über 2000 Hilferufe von Menschen im Anschluss an das Erdbeben in <a href="http://haiti.ushahidi.com/">Haiti</a> und jetzt &#8211; ganz aktuell &#8211; die Hilfsgesuche nach dem Erdbeben in <a href="http://chile.ushahidi.com/">Chile</a>.</p>
<p><a href="http://nten.org/sites/nten/files/images/amy_1.gif"><img decoding="async" loading="lazy" class="alignleft" src="http://nten.org/sites/nten/files/images/amy_1.gif" alt="" width="327" height="261" /></a>Diese Informationen &#8220;von unten&#8221;, d.h. von den Menschen, die von einer Katastrophe direkt betroffen sind, werden für die Steuerung eines Hilfseinsatzes <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/technology/8406509.stm">immer wichtiger</a>. Die Hilfsorganisationen entscheiden nicht mehr allein aufgrund ihrer Bestandsaufnahmen, sondern auch auf der Basis der eingehenden Informationen von Betroffenen darüber, welche Hilfsmaßnahmen zu ergreifen sind.</p>
<p>Nonprofits können desweiteren von <em>kollaborativen Kartenprojekten</em> profitieren, bei denen Nutzer über das mobile Web Räume kartieren, über die es noch kein oder nur unzureichendes Kartenmaterial gibt. So halfen bspw. über 2000 Freiwillige mit, die <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/magazine/8517057.stm">OpenStreetMap von Port au Prince</a> in Haiti zu ergänzen. Die mobile Web-Karte, die so entstand, half den Hilfsdiensten, sich in der Stadt schnell zurecht zu finden. Ein anderes Beispiel ist das Projekt <a href="http://mapkibera.org/">Map Kibera</a>, bei dem Freiwillige mobil ein Slum in Nairobi kartieren. Auf <a href="http://www.crisscrossed.net/2010/01/15/5-innovative-examples-for-worldwide-maptivism/">crisscrossed.net </a>finden sich noch weitere internationale Beispiele für &#8216;Maptivism&#8217;, wo Bürger und zivilgesellschaftliche Organisationen sich die räumliche Dokumentation von bisher nicht kartierten/vernachlässigten/mit Problemen belasteten Gegenden vorgenommen haben, um deren Stärken und Schwächen stärker ins Rampenlicht zu rücken.</p>
<p>Unabhängig vom Katastrophenfall sollten Nonprofits <em>mobile Web-Karten</em> nutzen, um ihr Leistungsangebot und dessen Lokalisierung von unterwegs aus abrufbar zu machen. Also Karten, die sämtliche Beratungsstellen, Sozialstationen, Krankenhäuser usw. eines Trägers lokalisieren und dem Nutzer beim Auffinden der Einrichtung helfen.</p>
<p>Ergänzend könnte man noch die folgenden Funktionen nennen, die über das mobile Netz möglich sind und auch NPOs Perspektiven eröffnen:</p>
<p><strong>Netzwerkaufbau- und Pflege:</strong> Über das mobile Internet werden insbesondere die Seiten <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/social_networking_sites_dominate_mobile_web.php">sozialer Netzwerke</a> aufgerufen. In den USA gehen <a href="http://www.idgknowledgehub.com/blogs/?p=2105">91% der Nutzer mobiler Geräte online</a>, um ihre sozialen Kontakte zu pflegen. Fast<a href="http://www.idgknowledgehub.com/blogs/?p=2105"> drei Stunden täglich</a> nutzen Amerikaner das mobile Web. Der Kontakt mit dem eigenen Netzwerk kann mobil zu jeder Zeit und an jedem Ort gepflegt werden. Auch Nonprofits können von diesen Möglichkeiten profitieren, wenn es darum geht, die Beziehungen zu ihren Stakeholdern zu pflegen.</p>
<p><strong>Hilfe über mobile Geräte:</strong> Über Mobiltelefone können Dienste für Hilfsbedürftige angeboten werden. Eine Vertreterin von <a href="http://mobileactive.org/">MobileActive.org</a> führt das Beispiel einer <a href="http://nten.org/blog/2008/06/24/mobile-campaign-case-studies-from-advocacy-service-delivery-and-fundraising">Organisation auf den Philippinen</a> an. Diese mobilisiert für philippinische Arbeitsmigranten im Ausland im Fall von Missbrauch und Ausbeutung sofort Hilfe, wenn eine SOS-SMS eingeht.</p>
<p><strong>Koordination:</strong> Die räumliche Koordination zwischen Menschen wird über geosoziale Netzwerke wie<a href="http://www.readwriteweb.com/archives/foursquare_location_platform.php"> Foursquare</a> oder <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/google_buzz_geolocation_location_sharing_social_network.php?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+readwriteweb+%28ReadWriteWeb%29&amp;utm_content=Bloglines">GoogleBuzz</a> möglich. Auch Twitter bietet das<a href="http://maps2.humaninet.org/2010/02/01/geo-twitter-adding-coordinates-is-easy/"> geo-tweeting</a> an, das Kurznachrichten mit Orten versieht. Über die Koordination hinaus verbinden geosoziale Netzwerke Orte mit Informationen. So kann ein Bild darüber entstehen, was in einem bestimmten Viertel passiert bzw. wie es um die örtliche Community steht. Für Nonprofits eine interessante Perspektive.</p>
<p><strong>Augmented Reality:</strong> über Mobiltelefone mit Internetzugang können Live-Bilder von der Umgebung mit Daten aus dem Netz versehen werden. Ein Beispiel: mit der augmented reality app <a href="http://www.acrossair.com/acrossair_app_augmented_reality_nearesttube_london_for_iPhone_3GS.htm">acrossair</a> kann man sich in London die U-Bahn, die dem eigenen Standort am nächsten ist, anzeigen lassen. Man fixiert mit dem iPhone ein Objekt in der Umgebung und bekommt automatisch die Informationen über den nächsten U-Bahn-Standort. Auch mit der Suchfunktion von <a href="http://www.google.com/mobile/goggles/#landmark">Google googles</a>, die nicht via Text, sondern über Bilder sucht, die dann mit Internet-Informationen kombiniert werden, kann man mehr über die eigene Umwelt erfahren. Zum Beispiel über Nonprofit-Einrichtungen in der eigenen Stadt, die im Internet mit Bild und Text vertreten sind und über google googles gefunden werden können.</p>
<p>Viele dieser mobilen Anwendungen sind im Nonprofit-Bereich außerhalb der Katastrophenhilfe und internationaler Organisationen noch nicht etabliert. Lediglich das Fundraising via SMS ist schon bekannter. Und dennoch, &#8211;<a href="http://philanthropy.blogspot.com/2010/02/what-matters-about-mobile.html"> &#8220;mobile matters&#8221;</a>, das heißt: das mobile Netz sowie die ortsbasierten Dienste, die Standorte lokalisieren, gewinnen an Bedeutung.</p>
<p>Was speziell die ortsbasierten Dienste suspekt macht, ist ihre Gefahr für die Privatsphäre der Nutzer, siehe hierzu kritisch das Projekt <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/pleaserobme_and_the_dangers_of_location-aware_social_networks.php?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+readwriteweb+%28ReadWriteWeb%29&amp;utm_content=Bloglines">PleaseRobMe</a>. Und auch die <a href="http://www.popsci.com/technology/article/2010-02/augmented-identity-app-helps-you-identify-friend-perfect-strangers">Gesichtserkennung</a>, die im Rahmen der Augmented Reality schon möglich ist, trägt erhebliche <a href="http://www.crisscrossed.net/2010/02/18/a-transparent-world-through-face-recognition-and-the-great-challenge-for-privacy/">negative Potentiale</a> in sich. Wie es in einem Blogkommentar heißt: &#8220;the market for masks and anonymizers will become huge&#8221;&#8230;.</p>
<p>Unabhängig von diesen negativen Seiten müssen sich Nonprofits mit den neuen mobilen Diensten und Möglichkeiten auseinandersetzen und sich die Chancen herausgreifen, die der NPO und ihren Stakeholdern den größten Mehrwert bringen.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Rationaler Spenden &#8211; Neues aus der Online-Fundraising-Welt und wie Nonprofits darauf reagieren sollten</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/rationaler-spenden-neues-aus-der-online-fundraising-welt-und-wie-nonprofits-darauf-reagieren-sollten/</link>
					<comments>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/rationaler-spenden-neues-aus-der-online-fundraising-welt-und-wie-nonprofits-darauf-reagieren-sollten/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 11:21:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fundraising]]></category>
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					<description><![CDATA[Die gemeinnützige Fundraising-Plattform Philanthropedia, seit kurzem online, zielt auf &#8216;smart giving&#8217;: Spendenwillige finden auf der Seite vier Fonds vor (Klimawandel, Bildung, Mikrofinanz und Obdachlosigkeit), die von Experten zusammengestellt wurden. Diese Fonds umfassen ausgewählte Nonprofit-Organisationen, die nach Ansicht der Experten zu den effektivsten in ihrem Arbeitsfeld gehören. So dass der Spender, wenn er sich für einen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die gemeinnützige Fundraising-Plattform <a href="http://myphilanthropedia.org/">Philanthropedia</a>, seit kurzem online, zielt auf <em>&#8216;smart giving&#8217;</em>:</p>
<p>Spendenwillige finden auf der Seite vier Fonds vor (Klimawandel, Bildung, Mikrofinanz und Obdachlosigkeit), die von Experten zusammengestellt wurden. Diese Fonds umfassen ausgewählte Nonprofit-Organisationen, die nach Ansicht der Experten zu den effektivsten in ihrem Arbeitsfeld gehören. So dass der Spender, wenn er sich für einen Fond entscheidet, die Überzeugung vermittelt bekommt, seinen finanziellen Beitrag so nutzbringend wie möglich angelegt zu haben.</p>
<p>Im Fond <a href="http://myphilanthropedia.org/fund/3">&#8216;Klimawandel&#8217;</a> sind bspw. 15 NPOs zusammengestellt, die entsprechend ihrem Anteil bzw. der Beurteilung ihrer Effektivität von den Spenden profitieren. 139 (unbezahlte) Experten aus Stiftungen, der Wissenschaft, von NPOs und anderen Einrichtungen haben diesen Fond zusammengestellt. Die Plattform ist sehr transparent, wenn es darum geht, sämtliche beteiligten Experten zu benennen. Intransparent bleiben die Effektivitätskriterien, die die Experten an NPOs anlegen. Letztlich kann jeder Experte seine eigenen Kriterien einbringen (s. die <a href="http://myphilanthropedia.org/faq#methodology_1">FAQs</a>).</p>
<p>Finanziert wird die Plattform von der Hewlett Foundation (s. <a href="http://givinginadigitalworld.org/2009/12/01/philanthropedia-helping-us-donors-focus-their-online-giving-where-it-makes-the-most-impact/">hier</a>), die gerade erst einen <a href="http://docs.google.com/Doc?docid=0ASoINZ3Rz5gzZGhzN3o5cXdfMTUyZmtmZ2puYzI&amp;hl=en">Bericht </a>über den aktuellen Stand der Online Philanthropie veröffentlicht hat (via <a href="http://philanthropy.blogspot.com/2009/12/new-research-on-online-giving.html">Philanthropy 2173</a>). Darin wird moniert, dass von den bestehenden 55 Online-Fundraising Plattformen (hautsächlich aus dem angloamerikanischen Bereich) die wenigsten fundierte Informationen über die Effektivität der gelisteten Nonprofits bieten. Von den 10 am häufigsten genutzten Plattformen schneidet dem Bericht zufolge <a href="http://www.kiva.org/">Kiva</a> am besten ab, wenn es darum geht, Spendenwillige mit Leistungs- und Finanzdaten der angebotenen Projekte zu versorgen.</p>
<p>Die Gründung von Philanthropedia ist eine Antwort auf den Trend, Spendenwillige mit mehr Informationen für ihre Spendenentscheidung auszustatten. Wer nicht von vornherein auf eine bestimmte NPO oder ein spezifisches Projekt festgelegt ist, wer eher Problemfeld-orientiert ist und Hilfe bei der Auswahl von Organisationen braucht, für den ist die Vorauswahl von NPOs im Rahmen themenbezogener Fonds durch Experten sicher sehr attraktiv. Dieses Vorgehen suggeriert dem Spender- ob berechtigt oder nicht &#8211; dass seine Spendenentscheidung so rational wie möglich gefällt wird.</p>
<p>Im Vergleich zu Philanthropedia sind die meisten herkömmlichen Spenden-Plattformen unübersichtliche Märkte, in denen sich der Spender angesichts der Zahl der angebotenen Hilfsprojekte nur schwer zurechtfindet. Einige Plattformen (wie z.B. <a href="http://de.betterplace.org/">betterplace</a>) setzen deshalb auf <em>persönliche Empfehlungen</em> als Auswahlhilfe für Spendenwillige: Fürsprecher empfehlen online Projekte der Plattform, Besucher berichten von ihren Erfahrungen vor Ort. Philanthropedia setzt dagegen auf <em>Expertenwissen</em> als Auswahlhilfe &#8211; zwei unterschiedliche Konzepte, die sicher jeweils ihre Unterstützer finden und erfolgreich sein werden.</p>
<p>Vor dem Hintergrund der Entwicklung des <em>smart giving</em> bzw. des aufgeklärten Spendens stellt sich die Frage, wie hiesige Nonprofits darauf reagieren sollten:</p>
<ul>
<li>Mit <em>mehr Transparenz</em> hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit und ihrer Leistungsbilanz. Transparenz zahlt sich aus, weil sie signalisiert, dass man Unterstützer ernst nimmt. Vielleicht sind für intransparente NPOs die Nachteile im Moment noch nicht spürbar, so dass es keinen Anreiz gibt, das eigene Organisationsverhalten zu ändern. Wenn neue Spender-Generationen die alten Jahrgänge ablösen, wird Transparenz aber einen viel höheren Stellenwert besitzen als sich dies viele NPOs heute vorstellen können.</li>
<li>Mit Zusammenschlüssen bzw. <em>Fundraising-Partnerschaften</em>. Was Philanthropedia anbietet, können NPOs auch selbst: <em>Netzwerke</em> aus Organisationen bilden, die sich gemeinsam in einem Politikfeld engagieren und ihre Expertise bündeln, um für Spender (&#8220;Kunden&#8221;) ein attraktives Spenden-Angebot machen zu können. Statt mit externen Experten und über das Entscheidungskriterium &#8220;Expertenwissen&#8221; würde eine solche Partnerschaft auf<em> &#8220;Kooperation&#8221;</em> als Kriterium setzen, anhand dessen Spendern die Auswahl aus unterschiedlichen Angeboten erleichtert werden soll.<br />
Die an einer Partnerschaft beteiligten Organisationen blieben formal unabhängig und erhielten die Spendengelder entsprechend einem intern verabredeten Schlüssel. Gleichzeitig würden sie die Bereitschaft zusichern, ihr Wissen und ihre Kampagnen zu bündeln oder &#8211; noch weitergehend &#8211; ein abgestimmtes Leistungsangebot vorzuhalten.</li>
</ul>
<p>Als Beispiel einer Fundraising-Partnerschaft kann die gemeinnützige <a href="http://tinyurl.com/yjyxx6f">Aktion Deutschland hilft</a> gelten, bei der 18 Hilfsorganisationen ihren humanitären Einsatz im Katastrophenfall untereinander koordinieren.</p>
<p>Der Vorteil für die NPOs einer Fundraising-Partnerschaft liegt u.a. darin, dass sie auf Plattformen mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen könnten. Ich vertrete schon lange die Ansicht, dass Organisationsstrategien, die auf Wettbewerb zielen statt auf Kooperation, speziell für mittlere und kleine NPOs eine Sackgasse sind.</p>
<p>In der oben erwähnten <a href="http://docs.google.com/Doc?docid=0ASoINZ3Rz5gzZGhzN3o5cXdfMTUyZmtmZ2puYzI&amp;hl=en">Studie</a> wird aufgezeigt, dass von den 53 Mio. Nutzern, die Online-Fundraising-Plattformen ansteuern, 80% die 10 beliebtesten Plattformen besuchen. Die restlichen 20% der Nutzer verteilen sich auf die 45 weiteren Plattformen, die untersucht wurden. Es ist also sehr schwierig, im Netz die Aufmerksamkeit für das eigene Anliegen zu gewinnen, wenn man nicht auf den beliebtesten Plattformen vertreten ist. Und auch dort konkurriert eine NPO mit tausenden Projekten. Das Motto &#8220;Allein gegen alle&#8221;, dem sehr viele im Nonprofit-Sektor anhängen , können sich höchstens die großen, weltumspannenden gemeinnützigen Organisationen erlauben. Und auch diese stehen tagtäglich im Wettbewerb auf dem Sozialmarkt. Und können durch Spendenkonzepte wie das von Philanthropedia, das sich auf die Effektivität von Organisationen konzentriert und nicht auf deren Größe oder Namen, von ihrem Platz verdrängt werden.</p>
<p>Die Zukunft ist offen und niemand im Nonprofit-Sektor kann sich auf dem Staus quo ausruhen. Es ist im Detail noch nicht absehbar, wie sich das Online-Fundraising und die Konkurrenz auf und zwischen den Fundraising-Plattformen auf NPOs auswirken wird. Noch haben viele gemeinnützige Einrichtungen das Internet als Fundraising-Kanal gar nicht für sich entdeckt: einer <a href="http://nonprofits-vernetzt.posterous.com/neue-daten-uber-den-einsatz-von-social-media">amerikanischen Studie </a>zufolge halten bspw. fast 70% von 200 befragten NPO-Geschäftsführern die traditionellen Fundraising-Kanäle überzeugender als das Internet.</p>
<p>Sobald jedoch das Online-Fundraising für Organisationen zum Standard gehören wird, werden auch die Plattform-Angebote sprunghaft zunehmen, die als Intermediäre darauf abzielen, für Spender die Online-Fundraising-Märkte überschaubarer zu machen. Transparenz auf Seiten der Nonprofit-Organisationen wird dabei eine sehr große Rolle spielen, weil <em>Effektivität</em> als Auswahlkriterium für Spender an Bedeutung gewinnt. Mehr Effektivität können gemeinnützige Organisationen über Produktions- und Fundraising-Netzwerke erzielen. Der Pool an verfügbaren Ressourcen und damit auch die Handlungsmöglichkeiten für gemeinnützige Träger nehmen durch Netzwerke zu.</p>
<p>In Zukunft wird Fundraising <em>dialogischer</em>, <em>partizipativer</em>, <em>transparenter</em> sein und verstärkt in <em>Netzwerken</em> stattfinden. Ich denke, das sind die Grundlinien, die sich heute schon abzeichnen (vgl. <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/spender-stakeholder-und-die-zukunft-des-fundraising/">hier</a>).</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>NPO-Blogparade: sind jugendliche Zielgruppen wichtig und wie spricht man sie an?</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/npo-blogparade-sind-jugendliche-zielgruppen-wichtig-und-wie-spricht-man-sie-an/</link>
					<comments>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/npo-blogparade-sind-jugendliche-zielgruppen-wichtig-und-wie-spricht-man-sie-an/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 09:06:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Gerald Czech vom Redcross Sociologist-Blog fragt in der 10. Runde der NPO-Blogparade , ob es für große gemeinnützige Massenorganisationen, die inhaltlich nicht sehr fokussiert sind &#8211; Czech spricht von &#8220;diffusen Massenorganisationen&#8221; &#8211; Sinn macht, ganz gezielt junges Publikum anzusprechen, um dieses für die Werte der Organisation zu sozialisieren. Hier meine Antwort: 1. Ich bin der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" loading="lazy" class="alignleft" style="float: left;" src="http://stufr.de/wuedesign/blog/wp-content/uploads/2009/03/npo-blogparade-logo_m-300x67.png" alt="" width="300" height="67" /></p>
<p>Gerald Czech vom Redcross Sociologist-Blog fragt in der <a href="http://blog.roteskreuz.at/sociologist/2009/07/22/integrierte-kommunikationsstrategien-fur-jugendliche-zielgruppen/">10. Runde der NPO-Blogparade</a> , ob es für große gemeinnützige Massenorganisationen, die inhaltlich nicht sehr fokussiert sind &#8211; Czech spricht von &#8220;diffusen Massenorganisationen&#8221; &#8211; Sinn macht, ganz gezielt junges Publikum anzusprechen, um dieses für die Werte der Organisation zu sozialisieren. Hier meine Antwort:</p>
<p>1. Ich bin der Ansicht, dass es für eine Nonprofit-Organisation lebensnotwendig ist, über Mitglieder und Unterstützer zu verfügen, die eine große Bandbreite an Altersgruppen umfassen, &#8211; sofern die NPO am eigenen Fortbestand interessiert ist und sie nicht irgendwann gemeinsam mit einer überalterten Anhängerschaft aussterben möchte.</p>
<p>In dieser Hinsicht für ein ausgeglichenes Altersgruppen-Portfolio zu sorgen, gehört zu den strategisch zentralen Aufgaben einer gemeinnützigen Einrichtung. Denn sie lebt von den Ressourcen ihrer Stakeholder, die finanzielle Mittel, Freiwilligenarbeit, politische Unterstützung, Ideen, neue Mitarbeiter usw. in eine NPO einbringen. Ohne starke Stakeholder ist eine Organisation nichts und ohne Stakeholder, die aus unterschiedlichen Altersgruppen kommen, engt eine NPO ihren Handlungsspielraum extrem ein, weil ihre Möglichkeiten in diesem Fall immer an eine bestimmte Alterskohorte gekettet sind, mit der sie leben und im Zweifel auch untergehen.</p>
<p>2. Jugendliche gezielt anzusprechen ist deshalb sehr wichtig. Die These, die im Fundraising dominiert, &#8211; dass Spenden eine Domäne der Älteren sei, was man an den Spendenergebnissen ablesen könne &#8211; halte ich für falsch. Die empirischen Ergebnisse belegen nur, dass man mit den bisherigen Fundraisinginstrumenten hauptsächlich die ältere Generation erreicht hat. Die empirischen Ergebnisse spiegeln damit die Qualität des Fundraising wider, sie können keine abschließende Aussage treffen über die Spendenbereitschaft der jüngeren Generation.</p>
<p>Tatsache ist, dass junge Menschen am Gemeinwesen interessiert sind sind und sich gerne und häufig engagieren. Ein Drittel der Jugendlichen zwischen 12 und 25 Jahren engagiert sich oft, weitere 42% engagieren sich gelegentlich für soziale und gesellschaftliche Zwecke, in erster Linie für jugendbezogene Fragestellungen, aber auch für sozial schwache und benachteiligte Menschen (<a href="http://www-static.shell.com/static/deu/downloads/aboutshell/our_commitment/shell_youth_study/2006/youth_study_2006_exposee.pdf">15. Shell-Jugendstudie 2006</a> , S. 6). Diese Bereitschaft, sich einzubringen, sollten Nonprofits sich nutzbar machen.</p>
<p>3. Jede Generation muss so angesprochen werden, dass man ihre Art, die Welt zu sehen und die vorhandenen Medien zu nutzen, richtig trifft (einen guten Artikel über das &#8216;Generational Fundraising&#8217; findet man <a href="http://www.fundraising.co.uk/blog/2008/06/09/generational-fundraising-how-it-developing">hier</a> ). Dazu braucht es eine gute Datengrundlage. Nonprofit-Organisationen sollten sich zusammentun, um entsprechende empirische Untersuchungen über die Unterschiede zwischen den Generationen finanzieren zu können. Die Ergebnisse könnten Nonprofits helfen, sich zu <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/die-bereitschaft-zum-zuhoren-oder-wann-verhalten-sich-organisationen-responsiv/">responsiveren</a> Organisationen weiterzuentwickeln, die die Wünsche und Vorstellungen ihrer Stakeholder stärker abfragen.</p>
<p>Was die Jugend angeht, so zählen die Jahrgänge seit Ende der 80er Jahre zu den Digital Natives, die das Internet nicht nur nutzen, sondern in und mit ihm leben. Eine besondere Bedeutung für junge Menschen haben Online-Communities und die partizipativen Möglichkeiten des Netzes. Ludger Brenner arbeitet in seinem <a href="http://pr-indianer.de/system-cgi/blog/index.php?itemid=491">Blogparadenbeitrag</a> diesen Mitgestaltungswunsch der Digital Natives gut heraus. Entsprechend muss die Antwort von Nonprofits aussehen, wenn sie nach Kommunikationsstrategien suchen bzw. nach Strategien für den Beziehungsaufbau im Hinblick auf die jüngere Generation.</p>
<p>5. Große Nonprofit-Organisationen wie bspw. das Rote Kreuz oder die Arbeiterwohlfahrt verfügen über eigene Jugendverbände wie das <a href="http://www.djrk.de/index.php?id=jugendrotkreuz">Jugendrotkreuz </a> oder das <a href="http://www.bundesjugendwerk.de/bujw/selbstdarstellung/index.html">Bundesjugendwerk der AW</a> O. Tausende Jugendliche treffen sich in 5.5000 Jugendrotkreuzgruppen, auch in Österreich gibt es hunderte von Jugendgruppen innerhalb des Roten Kreuzes. Jugendliche sind also in großen Verbänden schon präsent. Wer ihre Zahl erhöhen und ihre Bindung an die NPO verstärken möchte, muss den Community-Drang der Jugendlichen aufgreifen und ihnen die Möglichkeit zum Austausch untereinander geben. Es wäre sinnvoll, wenn die Gruppen des Jugendverbandes sich im Rahmen einer Jugendverbands-Community oder im Rahmen einer Community des Gesamtverbandes im Internet organisieren könnten. Tatsächlich gibt es eine <a href="http://www.mein-jrk.de/index.php?id=forum">Online-Community des Jugendrotkreuzes</a> , aber mit Themen-Foren und nicht mit der Möglichkeit, eigene Gruppen innerhalb der Community einzurichten.</p>
<p>6. Die Jugendlichen, die in großen Verbänden schon aktiv sind, können dabei helfen, Strategien zur Gewinnung neuer jugendlicher Unterstützer auszuarbeiten. Denn sie kennen das Lebensgefühl und den Mediengebrauch der jungen Generation am besten. Nonprofits haben in dieser Hinsicht die Experten für die Jugend schon im eigenen Haus.</p>
<p>7. Bei allen Bemühungen um Kommunikationsstrategien für Jugendliche darf nicht vergessen werden, dass eine Nonprofit-Organisation niemals nur nach Spendern suchen sollte, sondern immer nach Partnern, &#8211; mit allen Konsequenzen, die dieser Stakeholder-Status mit sich bringt (vgl. <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/spender-stakeholder-und-die-zukunft-des-fundraising/">&#8220;Spender, Stakeholder und die Zukunft des Fundraising</a> &#8220;)</p>
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		<title>Spender, Stakeholder und die Zukunft des Fundraising</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 08:32:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fundraising]]></category>
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		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
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					<description><![CDATA[Warum reden im Fundraising alle immer nur von &#8216;Spendern&#8217; und nicht von Stakeholdern? Der Begriff des &#8216;Spenders&#8217; reduziert die Unterstützer von Nonprofit-Organisationen hauptsächlich auf ihre Rolle als Geldgeber und blendet die anderen Potentiale eines Unterstützers aus. Dabei kann ein &#8216;Spender&#8217; für eine NPO noch so vieles andere sein, zum Beispiel: ein dauerhafter Anhänger der guten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Warum reden im Fundraising alle immer nur von &#8216;Spendern&#8217; und nicht von Stakeholdern? Der Begriff des &#8216;Spenders&#8217; reduziert die Unterstützer von Nonprofit-Organisationen hauptsächlich auf ihre Rolle als Geldgeber und blendet die anderen Potentiale eines Unterstützers aus. Dabei kann ein &#8216;Spender&#8217; für eine NPO noch so vieles andere sein, zum Beispiel:</p>
<ul>
<li>ein dauerhafter <strong>Anhänger</strong> der guten Sache, dessen Engagement sich nicht auf eine einmalige Spende reduziert</li>
<li>ein <strong>Multiplikator</strong> , der bei anderen für ein Hilfsprojekt wirbt</li>
<li>ein <strong>freiwilliger Helfer,</strong> der seine Kompetenzen einbringt, offline oder online</li>
<li>ein <strong>Vernetzer</strong> , der andere mit einem Hilfsprojekt verbindet</li>
<li>ein <strong>Fundraiser</strong> , der über Online- und Offline-Aktionen selbst Mittel für ein Projekt sammelt</li>
<li>ein <strong>Wissenslieferant </strong> und <strong>Ideengeber</strong> , der Informationen in ein Hilfsprojekt einspeist</li>
<li>ein <strong>Kritiker</strong> , der die Art und Weise, wie die Hilfe erbracht wird, immer wieder hinterfragt</li>
<li>ein <strong>Betroffener</strong> , der schon selbst Erfahrungen mit den angebotenen Hilfeleistungen gesammelt hat</li>
</ul>
<p>Der Begriff des &#8216;Spenders&#8217; kann die Komplexität und die Potentiale eines NPO-Unterstützers nicht abbilden. Der Begriff entpuppt sich &#8211; eben weil er im Fundraising und auch innerhalb von Nonprofit-Organisationen so dominiert &#8211; als funktionalistischer Käfig, der Unterstützer auf eine bestimmte Tätigkeit reduziert, so dass andere Handlungsoptionen eines &#8216;Spenders&#8217; aus dem Blick geraten. Begriffe legen Rollen und Erwartungen fest und stecken einen Handlungsspielraum ab. Von einem &#8216;Spender&#8217; erwartet man in erster Linie, das er Geld gibt, &#8211; und sich ansonsten aus den Angelegenheiten der Nonprofit-Organisation heraushält. Der Unterstützer als bloßer &#8216;Geldspender&#8217; kollidiert am wenigsten mit den Autonomievorstellungen einer NPO, die durch Mitgestaltungswünsche herausgefordert wird.</p>
<p>Viel offener als der Begriff des &#8216;Spenders&#8217; ist der des &#8216;Stakeholders&#8217;. Er sagt aus, dass ein Akteur durch ein Interesse mit einer Nonprofit-Organisation verbunden ist. Welcher Art das Interesse ist und welche Handlung daraus resultiert, &#8211; ob jemand Geld geben möchte oder Zeit oder Wissen, oder nur seine kritischen Anmerkungen &#8211; bleibt offen. Damit bietet der Begriff das Potential, sämtliche Facetten von Akteuren wahrzunehmen und offen zu sein für die Potentiale derjenigen, die mit einer NPO verbunden sind.</p>
<p>Auch wenn Nonprofit-Organisationen &#8211; und hier speziell die traditionelle Fraktion der Wohlfahrtsverbände &#8211; Stakeholder am liebsten als &#8216;Spender&#8217; sehen, so wird doch die Zukunft etwas ganz anderes bringen, nämlich <strong>den Stakeholder, der partizipiert</strong> , der mitgestalten möchte und der immer häufiger selbst Hilfsaktionen auf die Beine stellt oder ganze Projekte initiiert. Geldspenden bleiben wichtig, aber sie werden nur einen Teil der Aktivitäten ausmachen, die von Seiten der Unterstützer kommen. Der andere wird darin bestehen, dass sich Menschen an den Aufgaben von Nonprofits inhaltlich &#8211; und auch praktisch &#8211; stärker beteiligen und sie immer häufiger als Initiatoren und Hilfs- und Leistungsanbieter in Erscheinung treten. Christian Kreutz vom crisscrossed-Blog formuliert es treffend: <a href="http://www.crisscrossed.net/2009/04/02/micro-voluntarism-a-new-form-of-international-cooperation/">&quot;Donating was yesterday, engaging yourself is next&quot;.</a></p>
<p>Dieser Wille zur Partizipation und zum Selbt-aktiv-werden ist auf diversen Fundraising-, Vernetzungs- und Aktivitätsplattformen wie <a href="http://www.change.org/my_change/home">change.org</a> , <a href="http://de.betterplace.org/">betterplace</a> , <a href="http://www.helpedia.de/">Helpedia</a> , <a href="http://reset.to/">reset.to</a> , <a href="http://fairdo.net/">fairdo</a> , <a href="http://weltretter.org/">Weltretter</a> , <a href="http://www.weltbeweger.de/toro/resource/html?locale=de">Weltbeweger</a> usw. sichtbar. Immer häufiger wird für das Engagement nicht einmal mehr eine NPO als intermediäre Organisation benötigt, weil Hilfesuchende und Unterstützer gemeinsam Netzwerke bilden, in denen direkt zwischen Hilfsanfragen und Hilfsangeboten vermittelt wird. <a href="http://draussen-blog.net/weltweite-freiwilligenarbeit-mit-dem-mobiltelefon/">Christian Kreutz </a> zählt hier das Beispiel von <a href="http://www.nabuur.com/">Nabuur</a> auf, eine Plattform, die Online-Freiwillige und und Dörfer/lokale Gruppen in Entwicklungsländern zusammenbringt.</p>
<p>Durch die Möglichkeiten des Internets ist kein Unterstützer mehr auf die örtlich vorhandenen NPOs angewiesen. Sondern jeder kann weltweit recherchieren und sich jenes Projekt heraussuchen, das ihn/sie am meisten interessiert. Es ist zu beobachten, dass die Bindungen an eine NPO abnehmen und sich Engagementwillige verstärkt um Themen/Projekte herum gruppieren.</p>
<p>Aus diesem Grund wird es für Nonprofit-Organisationen in Zukunft sehr wichtig werden, dass sie sich nicht nur mit ihren Stakeholdern vernetzen &#8211; online und offline &#8211; um über eine stabile Unterstützerbasis zu verfügen. Sondern sie Netzwerke mit anderen Nonprofits eingehen, die sich um bestimmte Themen herum bilden. Denn die einzelne Organisation wird in Zukunft nicht mehr so wichtig sein wie das Nonprofit-Netzwerk, in dem sie sich bewegt. Oder anders ausgedrückt: die NPO, die als Einzelkämpferin unterwegs ist, wird es in Zukunft sehr schwer haben. Denn sowohl das Fundraising als auch das Campaigning wird zukünftig immer stärker über Nonprofit-Netzwerke erfolgen, in denen Organisationen ihre Ressourcen bündeln, um im Internet die Aufmerksamkeit erzeugen zu können, die erfolgreiche Kampagnen und eine erfolgreiche Ressourcenakquise benötigen.</p>
<p>Angesichts der Partizipationswünsche von Stakeholdern und ihre wachsende Rolle als (Ko)Produzenten im Nonprofit-Bereich muss das Fundraising der Zukunft ganz anders aussehen als das Fundraising der Vergangenheit. Der Schwerpunkt darf nicht darauf liegen, Geld von möglichst viel Spendern einzusammeln. Sondern der Schwerpunkt muss darin bestehen, stabile Netzwerke mit Unterstützern aufzubauen und deren Ressourcen ganzheitlich in die Nonprofit-Organisation zu integrieren. Dies impliziert die Beteiligung der Stakeholder an der Programmformulierung und Programmumsetzung, -weil das Wissen und die Ideen der Stakeholder nicht außen vor bleiben können.</p>
<p>Das Fundraising der Zukunft muss <strong>dialogisch </strong> sein, <strong>partizipativ</strong> und in <strong>Netzwerken</strong> erfolgen. Ein Fundraising, das in Stakeholdern lediglich &#8216;Spender&#8217; und nicht Mitgestalter sieht, wird langfristig scheitern.</p>
<p>Die Integration der Stakeholder in Programmabläufe wird sehr aufwändig werden, ist aber machbar, wenn Nonprofits die Ressourcen erkennen und nutzen, die ihre Stakeholder ihnen bieten. Entgegen ihrer subjektiven Ressourceneinschätzung, die von einer Knappheitsideologie geprägt ist, sitzen Nonprofits heute schon &quot;on top of social assets that we often ignore (&#8230;) We can no longer afford to do that. We must turn our attention, our resources, and our strategies to social capital. We must uncover the social capital we have, we must use it and nurture it, and we must grow more of it.&quot; (Gilbert, s. <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/nonprofits-und-der-aufbau-von-sozialem-kapital-ziele-fur-2009/">hier</a> ). Dies setzt Vertrauen voraus, &#8211; in die Kompetenzen der Stakeholder und in eine gesellschaftliche Umwelt, die als Chance begriffen wird und nicht als potentielle Bedrohung.</p>
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		<title>&#8220;Aktion Uwe&#8221; &#8211; Entwicklungen im Online-Fundraising und wie Nonprofits darauf reagieren sollten</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/aktion-uwe-entwicklungen-im-online-fundraising-und-wie-nonprofits-darauf-reagieren-sollten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Feb 2009 17:23:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bürgergesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[In der vierten Runde der Nonprofit-Blogparade fragt Christian Henner-Fehr vom Kulturmanagement-Blog nach Tipps und Tricks für das Online-Fundraising durch gemeinnützige Organisationen. Bevor ich zu den Tipps und Tricks komme, möchte ich zuerst fragen, welche Formen des Online-Fundraisings es gibt, welche Entwicklungen zu erwarten sind und wie Nonprofits darauf reagieren sollten. Zu den Formen des Online-Fundraisings: [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der vierten Runde der Nonprofit-Blogparade fragt Christian Henner-Fehr vom Kulturmanagement-Blog nach <a href="http://kulturmanagement.wordpress.com/2009/01/15/die-nachste-runde-der-npo-blogparade-tipps-und-tricks-fur-das-online-fundraising/">Tipps und Tricks für das Online-Fundraising </a> durch gemeinnützige Organisationen.</p>
<p>Bevor ich zu den Tipps und Tricks komme, möchte ich zuerst fragen, welche Formen des Online-Fundraisings es gibt, welche Entwicklungen zu erwarten sind und wie Nonprofits darauf reagieren sollten.</p>
<p>Zu den Formen des Online-Fundraisings:</p>
<p>Eine Hilforganisation kann auf ihrer Webseite um Online-Spenden bitten und/oder sich auf einer der Online-Fundraising Plattformen eintragen, von denen es zwischenzeitlich auch in Deutschland unzählige gibt (u.a. Helpedia, betterplace, Spendenportal, reset und viele mehr). Alternativ kann jeder Nutzer selbst zum Fundraiser werden, indem er seine Webseite und Social Media Tools wie Twitter oder Communities nutzt, um Spenden zu sammeln. Auch der Eintrag seines Projekts auf einer Online-Plattform, die private Sammelaktionen zulässt, ist möglich.</p>
<p>Wie Nutzer zu Micro-Fundraisern werden, zeigt gerade mein Blogger-Kollege Ole Seidenberg, der <a href="http://socialaction20.wordpress.com/">SocialBlogger</a> . Am 25. Januar startete er eine <a href="http://socialaction20.wordpress.com/2009/01/25/aufruf-an-alle-leser-starthilfe-fur-uwe/">private Sammelaktion</a> über das Internet für einen Hamburger Obdachlosen namens Uwe. Seitdem hat er diverse Spendenaufrufe veröffentlicht, auch über Twitter, und den Verlauf der Spendenaktion und seine Treffen mit Uwe im Blog dokumentiert und mit Videos ergänzt, auf denen Uwe zu Wort kommt.</p>
<p>Diese Aktion, die im Netz auf große Resonanz stößt, zeigt auf, wohin sich das Online-Fundraising entwickelt: neben die Sammelaktionen von Hilfsorganisationen tritt zunehmend das Fundraising durch Nutzer, denen durch Social Media mächtige Instrumente zur Verfügung stehen, um ihre Aufrufe zu verbreiten, den Fortgang einer Aktion zu dokumentieren und in Kommunikation mit den Spendern zu treten. Die Chancen für Transparenz und Mitsprache der Community sind hier sehr hoch, &#8211; Chancen, die etablierte NPOs durch ihre Zurückhaltung gegenüber Social Media nicht ausreichend nutzen.</p>
<p>Was kennzeichnet das private person-to-person-Fundraising durch Nutzer im Internet? Eine konsequente Individualisierung und Personalisierung der Hilfe und die Unabhängigkeit von professioneller Unterstützung durch eine Hilfseinrichtung.</p>
<p>In Zukunft wird die Entwicklung noch fortschreiten und es wird Online-Plattformen geben, auf denen Menschen mit ihren Nöten an die Öffentlichkeit gehen und nach Unterstützern/Fundraisern suchen. Private <a href="http://www.smava.de/">Kredite</a> kann man auf diese Weise schon erlangen, warum nicht auch Spenden? In Großbritannien wird gerade an einem <a href="http://fresh-voice.typepad.com/fresh_voice/2009/01/ideas-were-working-on.html">Web-Angebot</a> gearbeitet, das die Bedürfnisse von Bewohnern einer Gemeinde nach sozialen Dienstleistungen abfragt und diese Hilfegesuche auf Karten räumlich verortet. Zwar soll sich dieses Angebot an kommunale und gemeinnützige Dienstleister richten, aber grundsätzlich könnte man so auch privaten Fundraisern und Spendern Bedarfe aufzeigen.</p>
<p>Ob man diese Entwicklung hin zum person-to-person-Fundraising über Social Media gut oder schlecht findet, ist abhängig vom persönlichen Standpunkt des Betrachters. Bei <a href="http://beth.typepad.com/beths_blog/2009/01/birthday-campaign-reflection-creating-a-culture-of-giving-in-your-network.html">Beth Kanter</a> gibt es eine Diskussion zu diesem Thema mit interessanten Links. Man kann die folgenden Positionen unterscheiden:</p>
<p>Die Anhänger des etablierten, professionellen Hilfssystems werden darin einen Rückschritt hin zum vormodernen Almosenwesen sehen, das Not in individualisierter Form, losgelöst von Strukturen, wahrnimmt.</p>
<p>Die Anhänger des person-to-person-Fundraisings werden dagegenhalten, dass es den Hilfsorganisationen im Laufe der Jahrzehnte nicht gelungen ist, Not effektiv zu bekämpfen. Und sie sich mit ihrer Funktion als erfolgreich scheiternde Organisationen abgefunden haben. Grund genug für die Anhänger des individualisierten Micro-Fundraising, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und als engagierter Bürger spontan dort zu helfen, wo Not auftritt &#8211; ohne sich Unterstützung bei Nonprofits zu holen, deren bürokratisierte Abläufe ein Feedback hinauszögern würden.</p>
<p>Wie man die Entwicklung auch beurteilt &#8211; sie lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Mit dem Internet und Social Media sind die Instrumente vorhanden, die zum person-to-person-Fundraising eingesetzt werden können. Und immer mehr Menschen, speziell die junge &#8211; und bald tonangebende &#8211; Netzgeneration, werden diese Mittel auch nutzen. Nonprofits müssen sich auf diese private Konkurrenz einstellen und entsprechend reagieren. Welche Tipps kann man den professionellen Dienstleistern geben, um Terrain im Online-Fundraising zu gewinnen und zu halten ?</p>
<p><strong>Tipp 1:</strong> Gegen den Vertrauensverlust ankämpfen, von dem institutionelle Hilfsanbieter betroffen sind. Die eigenen Leistungen und Kompetenzen müssen von NPOs besser kommuniziert und vermarktet werden. Professionelle Expertise in NPOs darf von Unterstützern von außen nicht als hierarchisches Element empfunden werden, sondern als kostbare Ressource, die Entscheidungen bereichert.</p>
<p><strong>Tipp 2:</strong> Transparenz herstellen und nach außen vermitteln: Spender wollen wissen, was mit ihrem Geld passiert und welche Fortschritte ein Projekt macht.</p>
<p><strong>Tipp 3</strong> : Spender bzw. Stakeholder allgemein stärker in einen Dialog einbinden. Online-Tools machen dies problemlos möglich. Das person-to-person-Fundrasing ist auch deshalb erfolgreich, weil man als Spender ganz unbürokratisch Fragen stellen kann und Antworten bekommt.</p>
<p><strong>Tipp 4:</strong> Das storytelling verstärken. Spender wollen nicht nur Daten und Fakten, sondern auch Lebensgeschichten hören. Egal wie man zu dieser Entwicklung steht &#8211; diesem <a href="http://www.kampagne20.de/?p=121">Trend zur Dramatisierung</a> und Inszenierung wird man nicht entkommen können. Außer man wählt als NPO bewusst einen anderen Weg, kommuniziert diesen dann aber auch offensiv nach außen hin.</p>
<p><strong>Tipp 5:</strong> Internet-Nutzer zu Unterstützern und Multiplikatoren der NPO-Projekte machen. Die Bereitschaft zum Spenden ist da. Wer bei privaten Spendenaktionen gibt, lässt sich auch für institutionalisierte Projekte gewinnen, wenn diese entsprechend transparent sind. Es kommt darauf an, diese Bereitschaft der Menschen, in unterschiedlichen Zusammenhängen zu spenden, zu nutzen. Wer Unterstützer stärker integriert und in interne Abläufe einbindet (<a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/die-koproduktion-von-dienstleistungen-wie-konnen-profis-und-burger-zusammenarbeiten/">&quot;Koproduktion sozialer Dienstleistungen</a> &quot;), wird auch als Fundraiser erfolgreich sein.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>IT in Nonprofits &#8211; die Situation im Sozialsektor</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Nov 2008 15:38:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fundraising]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[NPO]]></category>
		<category><![CDATA[NPO-Blogparade]]></category>
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					<description><![CDATA[Der aktuelle IT-Report für die Sozialwirtschaft , herausgegeben von der Arbeitsstelle für Sozialinformatik an der Katholischen Uni Eichstätt-Ingolstadt, hat per Befragung ermittelt, dass etwa 60% der Mitarbeiter in der Sozialbranche regelmäßig einen Computer nutzen und es hier 400.000-500.000 PC-Arbeitsplätze gibt. Da fast 1,2 Mio. Menschen im Sozialsektor arbeiten, scheinen mehrere Mitarbeiter gemeinsam einen PC zu [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der aktuelle <a href="http://www.sozialinformatik.de/IT.de">IT-Report für die Sozialwirtschaft</a> , herausgegeben von der Arbeitsstelle für Sozialinformatik an der Katholischen Uni Eichstätt-Ingolstadt, hat per Befragung ermittelt, dass etwa <a href="http://idw-online.de/pages/de/news287161">60% der Mitarbeiter</a> in der Sozialbranche regelmäßig einen Computer nutzen und es hier 400.000-500.000 PC-Arbeitsplätze gibt. Da fast 1,2 Mio. Menschen im Sozialsektor arbeiten, scheinen mehrere Mitarbeiter gemeinsam einen PC zu nutzen und viele ganz ohne PC zu sein.</p>
<p>Die Studie konzentriert sich auf mittelgroße Einrichtungen (50 bis 200 Mitarbeiter), d.h. kleinere und kleinste Organisationen bleiben außen vor, weil sie in der Regel über keinen IT-Ansprechpartner verfügen.</p>
<p>In einem Aufsatz für die <a href="http://www.nomos-shop.de/productview.aspx?product=10330">Blätter der Wohlfahrtspflege </a> vom Januar 2008 beschreibt Helmut Kreidenweis, Professor für Sozialinformatik, den Stand der Informationstechnologie in sozialen Organisationen:</p>
<ul>
<li>die hier zur Verfügung stehende Software konzentriert sich auf betriebswirtschaftliche, administrative und fachliche Abläufe (S. 29). Die Interaktion über Organisationsgrenzen hinweg oder mit der Klientel wird von den Anwendungen nicht abgedeckt (S. 30)</li>
<li>Die Programme begleiten nicht die tatsächlichen Arbeitsprozesse, sondern immer nur Teile davon. Sie folgen inhaltlich keinem stringenten Konzept, sondern fragen eher unsystematisch Daten ab (ebd.)</li>
<li>Die Software basiert noch häufig auf veralteten Technologien der 1980er und 1990er Jahre.</li>
<li>Obwohl die Informationstechnologie überall Einzug gehalten hat, sind laut Kreidenweis die Sozialorganisationen von einer effizienten IT-Nutzung noch sehr weit entfernt (S. 29).</li>
</ul>
<p>Warum führt die Informationstechnologie in strategischer Hinsicht immer noch ein Schattendasein in sozialen Einrichtungen?</p>
<ul>
<li>Weil Informationstechnologie nicht in den Managementkonzepten von sozialen Organisationen verankert ist. Sie wird als bloße &#8216;Technik&#8217; und vor allem in kleineren Einrichtungen als lästiger Kostenblock betrachtet und nicht als Chance, Organisationen effektiver zu machen (Kreidenweis, S. 29).</li>
<li>Die Informationstechnologie wird von Praktikern für die Bürokratisierung und Verbetriebswirtschaftlichung der sozialen Arbeit verantwortlich gemacht und mit Misstrauen betrachtet.</li>
<li>Laut Kreidenweis fehlen in sozialen Einrichtungen häufig das Geld und die Investitionsbereitschaft, wenn es um IT geht (S. 31).</li>
</ul>
<p>Die Unterbewertung von Informationstechnologien ist meines Erachtens auch darauf zurückzuführen, dass staatliche Stellen, private Spender und Stiftungen besonderen Wert auf die inhaltlichen Programme von gemeinnützigen Organisationen legen und nicht auf deren Infrastruktur. Das Ziel aller Akteure, die Nonprofits fördern und bewerten, ist es, die Kosten für Ausstattung und Arbeitsabläufe in den Hilfsorganisationen so gering wie möglich zu halten, um die Mittel den Hilfsbedürftigen zukommen zu lassen. Auch Nonprofits sind dieser &#8220;low pay, make do, and do without&#8221;-Ideologie schon erlegen und setzen sich zu wenig für ihre Infrastruktur ein.</p>
<p>Die amerikanische Bridgespan Group hat ein interessantes <a href="http://www.bridgespan.org/learningcenter/resourcedetail.aspx?id=252">Papier</a> über das Problem der Nonprofit Overhead Kosten geschrieben. Es wird von allen Seiten so getan, als würden die finanziellen Hilfen wie von selbst die Hilfsempfänger erreichen und als bräuchte man dazu nicht das entsprechende Personal, die Büros, die notwendige Schulung der Mitarbeiter, die notwendige Hard- und Software usw.</p>
<p>Gemeinnützige Organisationen, die ihre niedrigen Verwaltungskosten herausstellen oder Spendern gar versprechen, dass ihre Spende zu 100% beim Hilfsbedürftigen ankommt, heizen die &#8220;low pay, make do, and do without&#8221;-Konkurrenz unter den Nonprofits noch an. Dabei wäre es doch auch eine Möglichkeit, nicht mit geringen Verwaltungskosten, sondern einer sehr guten Verwaltung und gut geschulten Mitarbeitern zu werben, die in der Lage sind, die Ziele der Hilfsorganisation schnell und effektiv zu erreichen.</p>
<p>Jedenfalls zählt auch die Informationstechnologie zu den Opfern dieser Anti-Overhead-Kosten-Einstellung. Würde man die Notwendigkeit einer guten IT-Ausstattung und Mitarbeiterschulung im IT-Bereich wirklich anerkennen, dann stiegen wahrscheinlich auch die Investitionsbereitschaft und -fähigkeit in Nonprofit-Organisatonen.</p>
<p>Karin Janner fragt in der <a href="http://kulturmarketingblog.de/npo-blogparade-social-media-mix-fur-non-profit-einrichtungen-wie-konnte-er-aussehen/95">aktuellen Runde der Nonprofit-Blogparade</a> , wie ein Social-Media-Mix für Nonprofits aussehen könnte. Ich möchte mit dem voliegenden Beitrag den Blick auf den Umstand lenken, dass die IT-Ausstattung und -Nutzung in Nonprofits noch verbesserungswürdig ist. In einem Umfeld, in dem nur 60% der Mitarbeiter regelmäßig einen PC nutzen, sind die Chancen, die mit der Informationstechnologie einhergehen, in der Breite noch nicht entdeckt. Insbesondere die Potentiale von Technologien zur Vernetzung und Interaktion liegen in sozialen Organisationen noch brach.</p>
<p>Um den Wert von Social Media zu erkennen und einen Social-Media-Mix zu planen, müßte zuerst ein Mangel empfunden werden. Ein Mangel an Dialog und Interaktion und ein Mangel an adäquaten Informations- und Kommunikationstechnologien in den sozialen Einrichtungen. Da die Informationstechnologie aber im gemeinnützigen Denken und Handeln nicht wirklich verankert ist (s. oben), wird ein solcher Mangel möglicherweise gar nicht wahrgenommen bzw. man erhofft sich von der Technik keine wirklichen Handlungschancen. Höchstens administrative Erleichterungen.</p>
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