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	<title>Mobile Web &#8211; Nonprofits-vernetzt.de</title>
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	<description>Partizipatives Stakeholder-Management &#38; Digitalisierung im Nonprofit-Sektor</description>
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		<title>Mobiltelefon und mobiles Internet, &#8211; Chancen für gemeinützige Organisationen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 11:38:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Collaborative Mapping]]></category>
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					<description><![CDATA[Welche Möglichkeiten bieten Mobiltelefone und das mobile Internet Nonprofit-Organisationen? Amy Sample Ward zeigt anhand der Hilfe für Haiti auf, wie wichtig mobile Geräte und die mobile Internetnutzung für das Fundraising, Online-Volunteering und Mapping geworden sind. Fundraising: Das amerikanische Rote Kreuz erhielt innerhalb von vier Wochen 31 Mio. Dollar an Spenden für Haiti per SMS. Auch [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Welche Möglichkeiten bieten Mobiltelefone und das mobile Internet Nonprofit-Organisationen?</p>
<p>Amy Sample Ward zeigt anhand der<a href="http://nten.org/blog/2010/02/17/social-media-response-disaster-haiti"> Hilfe für Haiti </a>auf, wie wichtig mobile Geräte und die mobile Internetnutzung für das Fundraising, Online-Volunteering und Mapping geworden sind.</p>
<p><strong>Fundraising: </strong> Das amerikanische Rote Kreuz erhielt innerhalb von vier Wochen <a href="http://nten.org/blog/2010/02/17/social-media-response-disaster-haiti">31 Mio. Dollar</a> an Spenden für Haiti per SMS. Auch in Deutschland wurden Spenden über das Mobiltelefon eingesammelt, allerdings noch in kleinerem Rahmen. Die <a href="http://www.aktion-deutschland-hilft.de/index.php">Aktion Deutschland Hilft</a> konnte <a href="http://fundraising20camp.mixxt.de/networks/blog/post.joergreschke:2">mehr als 200.000 Euro</a> per SMS und aus einem <a href="http://aktion-deutschland-hilft.helpedia.de/">Aktionsportal</a> akquirieren, &#8211; zusätzlich zu den Online-Spende, die über die Webseite eingingen. <a href="http://mobileactive.org/earthquake-haiti-how-you-can-help-and-learn-more">MobileActive.org</a> listet eine ganze Reihe amerikanischer und europäischer Spenden-SMS für Haiti auf.</p>
<p>Den Kontakt zu den Spendern können NPOs ebenfalls mobil über Twitter, Facebook und andere soziale Netzwerke halten, um mit ihrer Botschaft präsent zu bleiben und Multiplikatoren zu gewinnen.</p>
<p><strong>Freiwilliges Engagement:</strong> Bürgerschaftliches Engagement kann auch über das Mobiltelefon erfolgen. Amy Sample Ward schildert das Beispiel von <a href="http://app.beextra.org/home/c1.htm">The Extraordinaries</a>, wo über eine mobile iPhone-Applikation das Micro-Volunteering möglich wird., das in den freien Minuten und Wartezeiten erledigt werden kann, die in jedem Tagesablauf vorkommen. Fast 30.000 Menschen machen bei den Extraordinaries mit und nutzen Wartezeiten und Pausen im Alltag, um sich online zu engagieren. Mehr als 240.000 Micro-Aufgaben wurden von den Extraordinaries mobil erledigt. Was für Aufgaben kommen in Frage? Übersetzungsaufgaben, die Verschlagwortung von Photos und Dokumenten, das Mapping von Plätzen/Einrichtungen, die Suche nach Fördermöglichkeiten für soziale Organisationen usw. Im Fall von Haiti sah die <a href="http://nten.org/blog/2010/02/17/social-media-response-disaster-haiti">Hilfe der Extraordinaries</a> so aus, dass aktuelle Aufnahmen von Menschen in Haiti von den Freiwilligen kategorisiert wurden (über 76.000 Fotos) um diese mit Vermisstenbildern abzugleichen und so herauszufinden, ob und wo die gesuchte Person noch lebt.</p>
<p><strong>Oline-Kartierung:</strong> Über das Mobiltelefon können im Katastrophenfall die betroffenen Menschen Hilfeanfragen und Hilfsangebote per SMS, Twitter oder Mail übermitteln, die dann von einem Projekt wie Ushahidi in einer Web-Karte visualisiert werden, die öffentlich zugänglich ist.<a href="http://haiti.ushahidi.com/"> </a>Ushahidi kartierte so über 2000 Hilferufe von Menschen im Anschluss an das Erdbeben in <a href="http://haiti.ushahidi.com/">Haiti</a> und jetzt &#8211; ganz aktuell &#8211; die Hilfsgesuche nach dem Erdbeben in <a href="http://chile.ushahidi.com/">Chile</a>.</p>
<p><a href="http://nten.org/sites/nten/files/images/amy_1.gif"><img decoding="async" loading="lazy" class="alignleft" src="http://nten.org/sites/nten/files/images/amy_1.gif" alt="" width="327" height="261" /></a>Diese Informationen &#8220;von unten&#8221;, d.h. von den Menschen, die von einer Katastrophe direkt betroffen sind, werden für die Steuerung eines Hilfseinsatzes <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/technology/8406509.stm">immer wichtiger</a>. Die Hilfsorganisationen entscheiden nicht mehr allein aufgrund ihrer Bestandsaufnahmen, sondern auch auf der Basis der eingehenden Informationen von Betroffenen darüber, welche Hilfsmaßnahmen zu ergreifen sind.</p>
<p>Nonprofits können desweiteren von <em>kollaborativen Kartenprojekten</em> profitieren, bei denen Nutzer über das mobile Web Räume kartieren, über die es noch kein oder nur unzureichendes Kartenmaterial gibt. So halfen bspw. über 2000 Freiwillige mit, die <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/magazine/8517057.stm">OpenStreetMap von Port au Prince</a> in Haiti zu ergänzen. Die mobile Web-Karte, die so entstand, half den Hilfsdiensten, sich in der Stadt schnell zurecht zu finden. Ein anderes Beispiel ist das Projekt <a href="http://mapkibera.org/">Map Kibera</a>, bei dem Freiwillige mobil ein Slum in Nairobi kartieren. Auf <a href="http://www.crisscrossed.net/2010/01/15/5-innovative-examples-for-worldwide-maptivism/">crisscrossed.net </a>finden sich noch weitere internationale Beispiele für &#8216;Maptivism&#8217;, wo Bürger und zivilgesellschaftliche Organisationen sich die räumliche Dokumentation von bisher nicht kartierten/vernachlässigten/mit Problemen belasteten Gegenden vorgenommen haben, um deren Stärken und Schwächen stärker ins Rampenlicht zu rücken.</p>
<p>Unabhängig vom Katastrophenfall sollten Nonprofits <em>mobile Web-Karten</em> nutzen, um ihr Leistungsangebot und dessen Lokalisierung von unterwegs aus abrufbar zu machen. Also Karten, die sämtliche Beratungsstellen, Sozialstationen, Krankenhäuser usw. eines Trägers lokalisieren und dem Nutzer beim Auffinden der Einrichtung helfen.</p>
<p>Ergänzend könnte man noch die folgenden Funktionen nennen, die über das mobile Netz möglich sind und auch NPOs Perspektiven eröffnen:</p>
<p><strong>Netzwerkaufbau- und Pflege:</strong> Über das mobile Internet werden insbesondere die Seiten <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/social_networking_sites_dominate_mobile_web.php">sozialer Netzwerke</a> aufgerufen. In den USA gehen <a href="http://www.idgknowledgehub.com/blogs/?p=2105">91% der Nutzer mobiler Geräte online</a>, um ihre sozialen Kontakte zu pflegen. Fast<a href="http://www.idgknowledgehub.com/blogs/?p=2105"> drei Stunden täglich</a> nutzen Amerikaner das mobile Web. Der Kontakt mit dem eigenen Netzwerk kann mobil zu jeder Zeit und an jedem Ort gepflegt werden. Auch Nonprofits können von diesen Möglichkeiten profitieren, wenn es darum geht, die Beziehungen zu ihren Stakeholdern zu pflegen.</p>
<p><strong>Hilfe über mobile Geräte:</strong> Über Mobiltelefone können Dienste für Hilfsbedürftige angeboten werden. Eine Vertreterin von <a href="http://mobileactive.org/">MobileActive.org</a> führt das Beispiel einer <a href="http://nten.org/blog/2008/06/24/mobile-campaign-case-studies-from-advocacy-service-delivery-and-fundraising">Organisation auf den Philippinen</a> an. Diese mobilisiert für philippinische Arbeitsmigranten im Ausland im Fall von Missbrauch und Ausbeutung sofort Hilfe, wenn eine SOS-SMS eingeht.</p>
<p><strong>Koordination:</strong> Die räumliche Koordination zwischen Menschen wird über geosoziale Netzwerke wie<a href="http://www.readwriteweb.com/archives/foursquare_location_platform.php"> Foursquare</a> oder <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/google_buzz_geolocation_location_sharing_social_network.php?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+readwriteweb+%28ReadWriteWeb%29&amp;utm_content=Bloglines">GoogleBuzz</a> möglich. Auch Twitter bietet das<a href="http://maps2.humaninet.org/2010/02/01/geo-twitter-adding-coordinates-is-easy/"> geo-tweeting</a> an, das Kurznachrichten mit Orten versieht. Über die Koordination hinaus verbinden geosoziale Netzwerke Orte mit Informationen. So kann ein Bild darüber entstehen, was in einem bestimmten Viertel passiert bzw. wie es um die örtliche Community steht. Für Nonprofits eine interessante Perspektive.</p>
<p><strong>Augmented Reality:</strong> über Mobiltelefone mit Internetzugang können Live-Bilder von der Umgebung mit Daten aus dem Netz versehen werden. Ein Beispiel: mit der augmented reality app <a href="http://www.acrossair.com/acrossair_app_augmented_reality_nearesttube_london_for_iPhone_3GS.htm">acrossair</a> kann man sich in London die U-Bahn, die dem eigenen Standort am nächsten ist, anzeigen lassen. Man fixiert mit dem iPhone ein Objekt in der Umgebung und bekommt automatisch die Informationen über den nächsten U-Bahn-Standort. Auch mit der Suchfunktion von <a href="http://www.google.com/mobile/goggles/#landmark">Google googles</a>, die nicht via Text, sondern über Bilder sucht, die dann mit Internet-Informationen kombiniert werden, kann man mehr über die eigene Umwelt erfahren. Zum Beispiel über Nonprofit-Einrichtungen in der eigenen Stadt, die im Internet mit Bild und Text vertreten sind und über google googles gefunden werden können.</p>
<p>Viele dieser mobilen Anwendungen sind im Nonprofit-Bereich außerhalb der Katastrophenhilfe und internationaler Organisationen noch nicht etabliert. Lediglich das Fundraising via SMS ist schon bekannter. Und dennoch, &#8211;<a href="http://philanthropy.blogspot.com/2010/02/what-matters-about-mobile.html"> &#8220;mobile matters&#8221;</a>, das heißt: das mobile Netz sowie die ortsbasierten Dienste, die Standorte lokalisieren, gewinnen an Bedeutung.</p>
<p>Was speziell die ortsbasierten Dienste suspekt macht, ist ihre Gefahr für die Privatsphäre der Nutzer, siehe hierzu kritisch das Projekt <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/pleaserobme_and_the_dangers_of_location-aware_social_networks.php?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+readwriteweb+%28ReadWriteWeb%29&amp;utm_content=Bloglines">PleaseRobMe</a>. Und auch die <a href="http://www.popsci.com/technology/article/2010-02/augmented-identity-app-helps-you-identify-friend-perfect-strangers">Gesichtserkennung</a>, die im Rahmen der Augmented Reality schon möglich ist, trägt erhebliche <a href="http://www.crisscrossed.net/2010/02/18/a-transparent-world-through-face-recognition-and-the-great-challenge-for-privacy/">negative Potentiale</a> in sich. Wie es in einem Blogkommentar heißt: &#8220;the market for masks and anonymizers will become huge&#8221;&#8230;.</p>
<p>Unabhängig von diesen negativen Seiten müssen sich Nonprofits mit den neuen mobilen Diensten und Möglichkeiten auseinandersetzen und sich die Chancen herausgreifen, die der NPO und ihren Stakeholdern den größten Mehrwert bringen.</p>
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