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	<title>Staat &#8211; Nonprofits-vernetzt.de</title>
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	<description>Partizipatives Stakeholder-Management &#38; Digitalisierung im Nonprofit-Sektor</description>
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		<title>Digitale Sozialräume &#8211; Hybride Sozialräume: Aufgaben für die Wohlfahrtspflege</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2017 17:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitale Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Dritter Sektor]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[Quartier]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Dienste]]></category>
		<category><![CDATA[Staat]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[Wohlfahrtsverbände]]></category>
		<category><![CDATA[digitaler Sozialraum]]></category>
		<category><![CDATA[hybrider Sozialraum]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Digitalisierung des Sozialraums ist thematisch bei den Wohlfahrtsverbänden angekommen. Im Juni 2017 organisierte die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eine Veranstaltung  zum Thema. Digitaler Sozialraum &#8211; hybrider Sozialraum &#8211; was versteht man darunter? Jonas Meine versucht eine Definition in seinem Aufsatz für den Band &#8220;Gestaltung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Digitalisierung des Sozialraums ist thematisch bei den Wohlfahrtsverbänden angekommen. Im Juni 2017 organisierte die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eine <a href="http://www.bagfw.de/aktivitaeten/detail/article/sozialraum-digital-chancen-und-herausforderungen-fuer-ein-miteinander-im-digitalen-zeitalter/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Veranstaltung </a> zum Thema. Digitaler Sozialraum &#8211; hybrider Sozialraum &#8211; was versteht man darunter?</p>
<p>Jonas Meine versucht eine Definition in seinem Aufsatz für den Band &#8220;<a href="http://www.nomos-shop.de/Hagemann-Gestaltung-Sozial-Gesundheitswesens-Zeitalter-Digitalisierung-technischer-Assistenz/productview.aspx?product=28627" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gestaltung des Sozial- und Gesundheitswesens im Zeitalter von Digitalisierung und Technischer Assistanz</a>&#8220;, herausgegeben von Tim Hagemann (2017). Reale Räume werden durch digitale Informationen in Form von Texten, Videos, Fotos, Audioaufnahmen, Web-Karten usw. angereichert. Reale soziale Netzwerke und digitale Netzwerke verschmelzen miteinander. Der Sozialraum wird durch diese Vermischung von digitalen und analogen Elementen zu einem &#8220;hybriden Raum&#8221;.  Dies führt dazu, dass</p>
<ul>
<li>  Menschen &#8220;denselben faktischen  Raum aufgrund der Durchdringung mit unterschiedlichen digitalen Hypertexten potenziell unterschiedlich erleben&#8221; (Meine 2017, 28)</li>
<li>Akteure sich nicht nur in einem Sozialraum befinden sondern in mehreren gleichzeitig</li>
<li>Stadtteile, Städte, Regionen und Landschaften durch die Anreicherung mit digitalen Elementen &#8220;neu&#8221; erfahrbar werden (ebd., 30)</li>
<li>sich neue Handlungsmöglichkeiten für die lokalen Akteure auftun und Praktiken des Alltags durch digitale Informationen verändert bzw. aktualisiert werden.</li>
</ul>
<p>Nicht alle Menschen entgrenzen ihren Sozialraum mit Hilfe digitaler Informationen und Netzwerke, &#8211;  speziell die Offliner nehmen hier nicht teil. Es kommt so zu einer &#8220;neuen Verteilung von Chancen und Risiken&#8221; in Sozialräumen, stellt die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) im September 2017 fest. Wohlfahrtsverbände seien gefordert, der digitalen Spaltung und möglicher Ausgrenzung entgegenzutreten, den sozialen Zusammenhalt zu stärken und die gesellschaftliche Transformation im Zuge der Digitalisierung aktiv mitzugestalten.</p>
<p>Wohlfahrtsverbände fordern hierfür eine Anschubfinanzierung seitens des Staates, vergleichbar mit den öffentlichen Förderprogrammen im Bereich von <a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/krankenversicherung/e-health-initiative-und-telemedizin/e-health-initiative.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">E-Health</a>. Aufgebaut werden soll eine &#8220;soziale Infrastruktur 4.0&#8221;, die der Digitalisierung Rechnung trägt. Zu diesem Zweck haben die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege und das Bundesfamilienministerium im September 2017 eine gemeinsame <a href="http://www.bagfw.de/uploads/media/07092017_strateg_Partnerschaft_Digitalisierung_BAGFW_BMFSFJ.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Absichtserklärung </a>vorgelegt. Dieser zufolge muss in der freien Wohlfahrtspflege, die als das &#8220;gemeinwohlorientierte Gerüst der sozialen Infrastruktur&#8221; gilt, ein Organisationsentwicklungsprozess einsetzen, der die Verbände fit macht für die digitalen Sozialräume. Dafür wurden die folgenden Handlungsfelder mit dem Ministerium abgesteckt (siehe die <a href="http://www.bagfw.de/uploads/media/strateg._Partnerschaft_Digitalisierung_BAGFW_BMFSFJ_070917.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Absichtserklärung </a>samt Erläuterungen):</p>
<ol>
<li> In der sozialen Arbeit sollen analoge Angebote durch digitale ergänzt werden</li>
<li> Die verbandliche Engagement-Infrastruktur soll aus- und umgebaut werden, um den digitalen Anforderungen gerecht zu werden</li>
<li>Ausbau der Online-Beratung</li>
<li>Aus- und Weiterbildung der Haupt- und Ehrenamtlichen, damit diese die Herausforderungen der Digitalisierung in der sozialen Arbeit bewältigen können</li>
<li>Förderung von Management und Innovation:  Entwicklung sozial innovativer Dienstleistungsmodelle und neuer Struktureinheiten: &#8220;Methoden des Design Thinking und innovative IT-Lösungen von Querdenkern können technische und organisatorische Entwicklungsprozesse synchron befördern&#8221;.</li>
<li>Anpassung der verbandlichen Prozesse an die digitalen Innovationen durch Personal- und Organisationsentwicklung</li>
</ol>
<p>Die Absichtserklärung ist ein guter Schritt, um das Know-how der Verbände im Bereich der Digitalisierung voranzubringen. Die staatliche Förderung und die Berücksichtigung der Digitalisierung des Sozialraums auch in den Leistungsverträgen, die die freie Wohlfahrtspflege mit den öffentlichen Kassen abschließt, ist notwendig. Zwar warten im Unterschied zu den Verbänden zivilgesellschaftliche Initiativen, die sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung im Sozialraum befassen (wie <a href="https://freifunk.net/worum-geht-es/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Freifunk</a>, <a href="http://socialbar.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Socialbar</a>, <a href="https://codefor.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OK Labs</a>) nicht  erst auf staatliche Mittel, bevor sie loslegen und aktiv werden (um die &#8220;Innovationskraft&#8221; der Verbände, die in der Absichtserklärung so gefeiert wird, ist es lokal leider nicht immer so gut bestellt&#8230;).</p>
<p>Jedoch geht es hier tatsächlich um etwas anderes: es geht darum,  den Sozialsektor und die Sozialräume <em>in der Fläche</em> für die Digitalisierung fit zu machen. Das ist eine ganz zentrale Aufgabe, der sich der Staat nicht entziehen kann. Hier hätten schon vor Jahren entsprechende Programme aufgelegt werden müssen. Den Mangel an digitalen Kenntnissen von Nonprofits im Sozialraum habe ich schon oft in der Praxis erfahren und hier <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/im-blickpunkt-die-internet-praesenz-lokaler-nonprofits/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">im Blog</a> beklagt. Die Digitalisierung der Industrie (<a href="http://www.plattform-i40.de/I40/Navigation/DE/Home/home.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Industrie 4.0&#8221;</a>) und die Digitalisierung von <a href="http://www.arbeitenviernull.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Arbeit</a>, <a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/krankenversicherung/e-health-initiative-und-telemedizin/e-health-initiative.html#c2849" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gesundheit </a>und <a href="https://www.rolandberger.com/de/Publications/pub_epflege.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pflege </a>haben staatliche Akteure schon längst auf ihrer Agenda, &#8211; warum nicht schon früher auch den Sozial- und Dritten Sektor? Vielleicht liegt dies auch an den Wohlfahrtsverbänden selbst, die &#8220;innerhalb der BAGFW keine abgestimmte Position zur Digitalisierung&#8221; haben, &#8211; so war zumindest noch der Stand im Juni 2017 <em>vor</em> der Absichtserklärung (<a href="http://www.bagfw.de/fileadmin/user_upload/2017_SozialraumDigital/Doku/Timm_Vortrag.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Quelle</a>).</p>
<p>Update:  Auf caritas-digital befasst sich ein Text von <a href="http://www.caritas-digital.de/so-wird-die-digitale-transformation-zum-gewinn-fuer-alle/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thomas Becker</a> mit der Digitalisierung des Sozialraums und den Aufgaben für den Caritas-Verband</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Qualitätskriterien für &#8220;gutes Engagement&#8221;</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/qualitaetskriterien-fuer-gutes-engagement/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Aug 2017 14:20:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Staat]]></category>
		<category><![CDATA[Ziele]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerengagement]]></category>
		<category><![CDATA[Förderung]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilgesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Arbeitskreis &#8220;Bürgergesellschaft und Demokratie&#8221;  der Friedrich-Ebert-Stiftung hat im Juni 2017 unter dem Titel &#8220;Gutes Engagement&#8221; ein Impulspapier vorgelegt, das die Qualitätsmerkmale &#8220;guten Bürgerengagements&#8221; für eine  demokratische Zivilgesellschaft definiert. Dahinter steht die Erkenntnis, dass nicht &#8220;jede freiwillige Tätigkeit (&#8230;) die Zivilgesellschaft, den sozialen Zusammenhalt und die Demokratie &#8221; stärkt, sondern es auch unziviles, antidemokratisches Bürgerengagement [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Arbeitskreis <a href="http://www.fes.de/buergergesellschaft/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Bürgergesellschaft und Demokratie&#8221;</a>  der Friedrich-Ebert-Stiftung hat im Juni 2017 unter dem Titel &#8220;Gutes Engagement&#8221; ein <a href="http://www.fes.de/cgi-bin/gbv.cgi?id=13496&amp;ty=pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Impulspapier </a>vorgelegt, das die Qualitätsmerkmale &#8220;guten Bürgerengagements&#8221; für eine  demokratische Zivilgesellschaft definiert. Dahinter steht die Erkenntnis, dass nicht &#8220;jede freiwillige Tätigkeit (&#8230;) die Zivilgesellschaft, den sozialen Zusammenhalt und die Demokratie &#8221; stärkt, sondern es auch unziviles, antidemokratisches Bürgerengagement gibt: &#8220;Fremdenfeindliche und rechtspopulistische Mobilisierungen „besorgter Bürger_innen“ zwingen zur demokratisch-normativen Positionsbestimmung. Wir halten es für unabdingbar, zwischen gutem, zivilem, demokratischem Engagement auf der einen Seite und unzivilem, antidemokratischem Engagement auf der anderen, der dunklen Seite der Zivilgesellschaft, zu unterscheiden.&#8221; (Impulspapier, S. 4).  Und diese Unterscheidung sollte den Autoren des Papiers zufolge berücksichtigt werden, wenn es darum geht, Engagement zu fördern oder nicht zu fördern.</p>
<p>Der Staat und gemeinnützige Organisationen sollten also steuernd eingreifen und nicht jedes Engagement unterstützen, sondern nur das &#8220;gute&#8221;, das die Demokratie stärkt. Wobei es hier &#8220;nicht um einen Tugendkatalog oder gar um Vorschriften für Engagierte&#8221; gehen soll (S. 5),  d.h. die Pluralität des Engagements wird nicht angetastet, sondern es geht eher um das Recht der fördernden Institutionen, festzulegen &#8220;Welches Engagement wollen wir?&#8221; , &#8220;Was ist gutes Engagement?&#8221;. Das Impulspapier will die Komponenten des &#8220;guten Engagements&#8221; definieren, wobei es meines Erachtens besser gewesen wäre, das Papier &#8220;demokratisches Engagement&#8221; zu nennen, um den Tugend-Beigeschmack des Titels  zu vermeiden und den eigenen programmatischen Standpunkt deutlich sichtbar zu machen.</p>
<p>Was gehört dem <a href="http://www.fes.de/cgi-bin/gbv.cgi?id=13496&amp;ty=pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Impulspapier </a>zufolge zu einem <strong>&#8220;guten Engagement&#8221;</strong> und was folgt daraus für die Politik? Zusammengefasst ist gutes Engagement</p>
<ul>
<li><strong>zivil</strong>: Vielfalt wird akzeptiert, Toleranz geübt und Konflikte werden friedlich ausgetragen. Zivilität sollte eingeübt und gelernt werden. Dazu sind Fortbildungsprogramme für Professionelle notwendig <em>(und für Ehrenamtliche? &#8211; dazu sagt das Papier nichts)</em>. Die öffentlich finanzierten Engagementberichte sollten zukünftig zwischen zivilem und unzivilem Engagement klar unterscheiden.</li>
<li><strong>partizipativ: </strong>Die Mitgestaltungschancen von Engagierten sollten sich verbessern, indem die öffentliche Förderung des Engagements und die Förderung gemeinnütziger Organisationen an das Vorhandensein von Mitwirkungsrechten Engagierter gekoppelt werden. Um die Zivilgesellschaft in ihrer demokratischen Substanz zu stärken, sollten das Vereinsrecht, das Gemeinnützigkeits- und Stiftungsrecht verändert werden. Auch die Mitsprache der Klienten sozialer Einrichtungen ist zu sichern. Durch &#8220;kommunale Bildungslandschaften&#8221; soll die aktive Bürgerschaft gefördert werden, denn Engagement muss man erlernen und einüben. Es ist zumeist nicht naturgegeben vorhanden. <strong><br />
</strong></li>
<li><strong>inklusiv: </strong>Alle sollten sich engagieren können, auch Menschen mit Behinderungen, Erwerbslose, Arme, Benachteiligte, Zugewanderte. Deshalb sollte die Inklusion gestärkt und als Kriterium in Förderprogramme aufgenommen werden. Durch eine &#8220;aufsuchende Engagementförderung&#8221; unterstützt man engagementferne Gruppen. Die Selbstorganisation von Menschen &#8220;am Rand&#8221; ist zu stärken. Ebenso ihre materielle Absicherung im Rahmen sozialer Bürgerrechte.<strong><br />
</strong></li>
<li>Gutes Engagement wird <strong>anerkannt</strong>, <strong>gefördert </strong>und <strong>lernt</strong>: Engagierte brauchen Mitmach- und Fortbildungsmöglichkeiten in allen gesellschaftlichen Bereichen und das Hauptamt muss den Umgang mit Freiwilligen noch besser lernen. Finanzielle Töpfe sollten die Förderung kleiner, sozialräumlicher Projekte unterstützen. Die Vereinbarkeit von Beruf, Familie <em>und</em> Ehrenamt ist stärker in den Blick zu nehmen. <strong><br />
</strong></li>
<li>Gutes Engagement ist<strong> eigensinnig</strong> und gelegentlich <strong>unbequem: </strong>Politische Beteiligung gehört zum Bürgerengagement dazu. Das Gemeinnützigkeitsrecht sollte so reformiert werden, dass der demokratischen Funktion des Bürgerengagements Rechnung getragen wird und politisches Engagement kein K.-o. -Kriterium ist, wenn es um die Verleihung der Gemeinnützigkeit geht.<strong><br />
</strong></li>
</ul>
<p>Da sich die Autoren des Impulspapiers auf das Verhältnis Staat &#8211; Bürgerengagement konzentrieren, gerät aus ihrem Blick, dass Bürgerengagement, das auf Beteiligung zielt, auch die lokale Wirtschaft verändern kann. Genossenschaften und Sozialunternehmen können aus Bürgerengagement und Bürgerprojekten hervorgehen. Deshalb sollte man dringend Schnittstellen zwischen Freiwilligenagenturen und der Startup-Förderung aufbauen. Hinzufügen müsste man auch, dass &#8220;gutes Engagement&#8221; Netzwerke aufbaut, um gemeinschaftlich und kooperativ Ziele umzusetzen, die einer alleine nicht umsetzen kann.</p>
<p>Überhaupt müsste man diesem ersten Impulspapier ein zweites folgen lassen, das die Kriterien des demokratischen Engagements aus zivilgesellschaftlicher Perspektive behandelt und fragt &#8220;Was folgt daraus für unser Engagement?&#8221;. Aber ein solches Papier müsste aus regionalen Engagement-Netzwerken kommen und kann nicht top-down erstellt werden.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der &#8220;Dritte Sektor&#8221; in Europa &#8211; Probleme und Zukunftsaussichten</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/der-dritte-sektor-in-europa-probleme-und-zukunftsaussichten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Dec 2016 10:24:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dritter Sektor]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialunternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Staat]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[Wohlfahrtsverbände]]></category>
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		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofits]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilgesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts &#8220;Third Sector Impact&#8221; bemühten sich Forscher aus vielen europäischen Ländern um eine Überarbeitung des Konzepts, wer alles zum &#8220;Dritten Sektor&#8221; zählt, wie groß dieser insgesamt ist und welche Wirkungen er auf allen Ebenen entfaltet. Untersucht wurden auch die Probleme, mit denen der Sektor kämpft. Hinter dem ganzen Forschungsprojekt steht der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts <a href="http://thirdsectorimpact.eu/" target="_blank">&#8220;Third Sector Impact&#8221;</a> bemühten sich Forscher aus vielen europäischen Ländern um eine Überarbeitung des Konzepts, wer alles zum &#8220;Dritten Sektor&#8221; zählt, wie groß dieser insgesamt ist und welche Wirkungen er auf allen Ebenen entfaltet. Untersucht wurden auch die Probleme, mit denen der Sektor kämpft. Hinter dem ganzen Forschungsprojekt steht der Wunsch, die Potenziale des Dritten Sektors in und für Europa sichtbarer zu machen und den Sektor stärker ins Gespräch und auf die politische Agenda zu bringen. Derzeit sind sowohl seine Sichtbarkeit als auch seine Legitimität auf europäischer Ebene nur schwach ausgeprägt,  &#8211; was von den Forschern bedauert wird.</p>
<p>In zwei Blogbeiträgen habe ich mich mit den Ergebnissen des TSI-Forschungsprojekts befasst, siehe hier <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/neudefinition-des-dritten-sektors-teil-1-welche-organisationen-gehoeren-dazu/" target="_blank">(Teil 1) </a>und hier <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/neudefinition-des-dritten-sektors-teil-2-die-rolle-des-freiwilligen-engagements/" target="_blank">(Teil 2)</a>.</p>
<p>Zum Verständnis: zum Dritten Sektor zählen gemeinnützige Organisationen, aber auch Sozialunternehmen und Genossenschaften sowie das Engagement  von Bürgern, &#8211; aber nur, wenn nicht-staatlich, freiwillig und öffentlichen Zwecken verpflichtet (s. Teil 1).</p>
<p>Mit welchen Herausforderungen sind aktuell Nonprofits und Sozialunternehmen in Europa konfrontiert? Die Forscher zählen in ihrem <a href="http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2016/11/tsi-summary-final-conference.pdf" target="_blank">Abschlussbericht</a> einige auf (Enjolras/Salamon/Sivesind/Zimmer 2016, 10f):</p>
<ol>
<li>Das freiwillige Engagement ist heutzutage zeitlich begrenzter, projektorientierter und immer weniger an eine Organisation gebunden. Die Sozialwirtschaft kann nicht mehr automatisch mit Freiwilligen rechnen, sondern muss Ressourcen investieren, um ihren Bestand an Freiwilligen zu pflegen und neue Freiwillige rekrutieren zu können. Durch den unsicheren Zugriff auf Freiwillige kommen traditionelle Organisationsmodelle ins Wanken</li>
<li>Die finanzielle Situation der Sozialwirtschaft wurde in den letzten Jahren schwieriger. Zum einen spart die öffentliche Hand als Folge der Finanzkrise. Zum andern wurde die Finanzierung der Organisationen verändert: das Kostendeckungsprinzip wurde aufgegeben. Die Einrichtungen konkurrieren um Mittel, die der Staat oder die Nutzer selbst vergeben. Effizienz und Effektivität werden durch die &#8220;Social-Investment-Logik&#8221; immer wichtiger. Organisationen müssen erheblich in ihr Fundraising und in ihr Management bzw. ihre Leistungsfähigkeit investieren</li>
<li>&#8220;Down by Bureaucratization&#8221; &#8211; so nennen die Forscher jenen Zwang zur Rechenschaftspflicht und zum permanenten Leistungsnachweis, dem die Organisationen immer stärker ausgesetzt sind, sowohl gegenüber dem Staat als auch gegenüber privaten Spendern (statt &#8220;trust me&#8221; &#8211; &#8220;prove me&#8221;). Speziell der Staat hat sein Verhältnis zur Sozialwirtschaft verändert,  &#8211; die Beziehung wurde vermarktlicht: die öffentliche Hand sieht sich als Einkäufer sozialer Dienstleistungen. Die Leistungsverträge, die die öffentliche Hand vergibt, diktiert sie auch selbst</li>
<li>Räume für gemeinnützige Projekte, z.B. im Kultur- oder Sportbereich, sind gerade in den Metropolen sehr knapp. Hier konkurrieren Nonprofits und die Sozialwirtschaft häufig erfolglos um den raren (öffentlichen) Raum, der in der Regel in den Städten mit maximalem Profit verkauft werden soll</li>
<li>Niedrige Einkommen dominieren den Dritten Sektor. Personal wird reduziert, die Arbeitslast erhöht, Jobs werden in Teilzeit-Formate aufgesplittet, die Beschäftigungsverhältnisse insgesamt immer prekärer. Dies führt dazu, dass Personal immer schwieriger zu gewinnen ist und die Qualität der Dienste leidet</li>
</ol>
<p>Das Fazit der Forscher: In den letzten Jahren wurde europaweit der Dritte Sektor erheblich geschwächt und damit auch seine Fähigkeit, soziale Dienste zu erbringen, Interessen zu vertreten, Gemeinschaft zu bilden und Mitmach-Möglichkeiten anzubieten.  Den Forschern zufolge gibt es für die Zukunft zwei mögliche Szenarien (S. 12):</p>
<p>Entweder der Sektor vermarktlicht noch mehr und hört irgendwann auf, ein eigenständiger &#8220;Dritter Sektor&#8221; neben Markt und Staat zu sein. Oder es gibt eine Renaissance des Dritten Sektors und seiner Visionen. Dies würde aber voraussetzen, dass einerseits Politik und Staat diese Renaissance wollen und unterstützen und andererseits auch die Verantwortlichen im Dritten Sektor Konzepte für diesen Weg entwickeln.</p>
<p>Von einer solchen Aufbruchstimmung ist hierzulande leider noch nichts zu spüren, &#8211; so ist zumindest mein Eindruck. Der Dritte Sektor ist verunsichert, fühlt sich in der Defensive und ist sehr schwach, wenn es darum geht, in der Fläche Allianzen in den zivilgesellschaftlichen Raum hinein aufzubauen, um eine Bürgerbewegung zu schaffen, die die Werte der Sozialwirtschaft teilt. Der Schulterschluss wird primär mit staatlichen Akteuren gesucht und auch hier nicht aus einer Position der Stärke heraus, sondern eher aus Gründen der finanziellen Abhängigkeit. Den Blick hin zur Bürgerschaft und in das Gemeinwesen hinein gibt es immer noch viel zu selten.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Neudefinition des &#8220;Dritten Sektors&#8221; (Teil 2): Die Rolle des freiwilligen Engagements</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/neudefinition-des-dritten-sektors-teil-2-die-rolle-des-freiwilligen-engagements/</link>
					<comments>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/neudefinition-des-dritten-sektors-teil-2-die-rolle-des-freiwilligen-engagements/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Dec 2016 11:18:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dritter Sektor]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[NPO]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialunternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Staat]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwilligenengagement]]></category>
		<category><![CDATA[Markt]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialwirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie im letzten Blogartikel beschrieben arbeiten Forscherinnen und Forscher im Rahmen eines europäischen Projekts an einer Re-Formulierung des Konzepts des sogenannten &#8220;Dritten Sektors&#8221;. Zum &#8220;Dritten Sektor&#8221; sollen nun nicht mehr nur jene Organisationen zählen, die keine Gewinne erzielen dürfen (&#8220;Nonprofits&#8221;), sondern auch Genossenschaften, Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit und Sozialunternehmen, sofern sie privat verfasst und freiwillig sind, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie im <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/neudefinition-des-dritten-sektors-teil-1-welche-organisationen-gehoeren-dazu/" target="_blank">letzten Blogartikel</a> beschrieben arbeiten Forscherinnen und Forscher im Rahmen eines <a href="http://thirdsectorimpact.eu/" target="_blank">europäischen Projekts</a> an einer Re-Formulierung des Konzepts des sogenannten &#8220;Dritten Sektors&#8221;.</p>
<p>Zum &#8220;Dritten Sektor&#8221; sollen nun nicht mehr nur jene Organisationen zählen, die keine Gewinne erzielen dürfen (&#8220;Nonprofits&#8221;), sondern auch Genossenschaften, Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit und Sozialunternehmen, sofern sie privat verfasst und freiwillig sind, öffentliche Ziele verfolgen und u.a. nicht mehr als 50% ihrer Gewinne an ihre Stakeholder verteilen. Diese inhaltliche Erweiterung macht Sinn angesichts der weiten Verbreitung von Genossenschaften speziell im Süden Europas und der Zunahme des sozialen Unternehmertums.</p>
<p>Die Forscher möchten nun auch das freiwillige Engagement von Bürgerinnen und Bürgern konzeptionell dem Dritten Sektor zurechnen, da Kritiker schon lange bemängeln, dass zivilgesellschaftliche Aktivitäten von Bürgerseite bisher in dem Konzept fehlten, ebenso wie Normen und Werte. Soll nun jedes freiwillige Engagement zum &#8220;Dritten Sektor&#8221; gehören?</p>
<p><a href="http://link.springer.com/article/10.1007/s11266-016-9726-z" target="_blank">Salamon/Sokolowski (in VOLUNTAS, 27/4, 2016)</a>, die an dem Forschungsprojekt beteiligt sind, beginnen mit einer Definition des &#8220;freiwilligen Engagements&#8221;, die sie von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) übernehmen (S. 1538). Derzufolge ist das freiwillige Engagement</p>
<ul>
<li>unbezahlt (wobei eine Aufwandsentschädigung bis zu einem gewissen Grad zulässig ist)</li>
<li>freiwillig</li>
<li>es wird im Rahmen von Organisationen oder direkt erbracht</li>
<li>die Nutznießer des Engagements gehören nicht zur eigenen Familie oder zum eigenen Haushalt</li>
</ul>
<p>Salamon/Sokolowski grenzen sich aber in einem Punkt von der ILO-Definition ab. Ihnen zufolge kann freiwilliges Engagement, das in Organisationen geleistet wird, <em>nur dann zum Dritten Sektor gerechnet werden, wenn es in einer Organisation erbracht wird, die ihrerseits zum Dritten Sektor bzw. zum TSE-Sektor (third sector/social ecomomy) gehört</em>. Und staatliche/kommunale Organisationen ebenso wie for-profit-Unternehmen gehören nicht dazu. Also würde auch das folgende freiwillige Engagement <em>nicht</em> zum Dritten Sektor zählen:</p>
<ul>
<li>das Engagement in kommunalen Einrichtungen wir bspw. im städtischen Pflegeheim oder Krankenhaus</li>
<li>das Engagement im Rahmen der staatlich geregelten oder staatlich organisierten Freiwilligendienste (FSJ, FÖJ, Internationaler Jugendfreiwilligendienst, Bundesfreiwilligendienst)</li>
<li>das Engagement im Zuge der schulischen oder universitären Ausbildung</li>
<li>das Engagement von Mitarbeitern im Rahmen der sozialen Aktivitäten von Unternehmen (corporate social responsibility)</li>
</ul>
<p>Diese Sicht widerspricht  Ansätzen, für die der &#8220;Dritte Sektor&#8221; und die Zivilgesellschaft deckungsgleich sind, so dass alles freiwillige Engagement auch automatisch Teil des Dritten Sektors wäre (vgl. den <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/neudefinition-des-dritten-sektors-teil-1-welche-organisationen-gehoeren-dazu/" target="_blank">letzten Blogartikel</a>).</p>
<p>Aber tatsächlich ist die Zivilgesellschaft doch viel größer als der Dritte Sektor und kann nicht auf diesen reduziert werden. Insofern macht die Einteilung, die die Forscher vorlegen, Sinn. Auf den ersten Blick wirkt es verwirrend, wenn gemeinnütziges Engagement im Bereich des Staates oder der gewerblichen Wirtschaft nicht zum Dritten Sektor gezählt wird, der für Gemeinnützigkeit und Solidarität steht. Auf den zweiten Blick jedoch muss man sehen, dass ziviles Verhalten in jedem Sektor beheimatet sein kann, nicht nur im Dritten Sektor, sondern auch in Markt und Staat. Zivilität wird auch hier gelebt, freiwilliges Engagement gibt es auch hier &#8211; aber eben im Rahmen anderer Strukturen: nicht denen des Dritten Sektors, sondern in einem staatlichen oder marktlichen Setting.</p>
<p>Die beiden Autoren selbst stellen die zivilen Potenziale von Staat und Markt aber nicht heraus. Sie sind ganz auf den Dritten Sektor fixiert. Sie möchten dessen Leistungsfähigkeit, Wirkung und Bedeutung für die europäischen Gesellschaften nachweisen. Dadurch verlieren sie Überschneidungen zwischen Markt, Staat und Drittem Sektor aus den Augen. Die Autoren betonen aus statistischen Gründen eher das Trennende und nicht das Verbindende. Dadurch gerät ihnen auch einiges durcheinander. So betonen sie bspw., dass das Engagement von Minderjähringen und Bürgern mit Lernbehinderung nicht zum Dritten Sektor zählt, weil nicht sichergestellt werden kann, ob es freiwillig erfolgt. Durch diese Exklusion von Freiwilligen werden neue Gräben aufgerissen, statt alte zugemacht.</p>
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		<title>Staat und freie Wohlfahrtspflege &#8211; ein problematisches Verhältnis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Nov 2013 10:53:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dritter Sektor]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[NPO]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Dienste]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialeinrichtung]]></category>
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		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
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		<category><![CDATA[Behindertenhilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Dreiecksverhältnis]]></category>
		<category><![CDATA[freie Wohlfahrtspflege]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Verhältnis zwischen Staat und gemeinnützigen Organisationen ist aktuell von Problemen geprägt. Mittelkürzungen, strengere Vergabekritierien für öffentliche Gelder, Verringerung inhaltlicher Handlungsspielräume, zu starke Steuerung und Kontrolle, Vereinnahmung als Dienstleister, &#8211; das sind die staatlich forcierten Entwicklungen, unter denen speziell die freie Wohlfahrtspflege leidet (Droß/Priller 2013). Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) hat dem belasteten Verhältnis zwischen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Verhältnis zwischen Staat und gemeinnützigen Organisationen ist aktuell von Problemen geprägt. Mittelkürzungen, strengere Vergabekritierien für öffentliche Gelder, Verringerung inhaltlicher Handlungsspielräume, zu starke Steuerung und Kontrolle, Vereinnahmung als Dienstleister, &#8211; das sind die staatlich forcierten Entwicklungen, unter denen speziell die freie Wohlfahrtspflege leidet (<a href="http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2013/10/NL21_Gastbeitrag_Dross_Priller.pdf">Droß/Priller 2013</a>). Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) hat dem belasteten Verhältnis zwischen Staat &#8211; Drittem Sektor &#8211; Zivilgesellschaft erst kürzlich <a href="http://www.b-b-e.de/archiv-des-newsletters/newsletter-archiv-2013/4-quartal-2013/newsletter-nr-21-vom-17102013/#20797">einen Themenschwerpunkt im BBE-Newsletter</a> gewidmet, der einen guten Überblick über die aktuellen Forschungsergebnisse und Diskurse zum Thema gibt.</p>
<p>Wie sich die Probleme zwischen Staat und freien Trägern im Alltag am Beispiel der Behindertenhilfe auswirken, macht ein Beitrag von Walter/Raß (2013) in der<a href="http://www.sozialwirtschaft.nomos.de/archiv/2013/heft-2/"> Zeitschrift für Sozialwirtschaft</a> deutlich, der auch auf der <a href="http://www.consozial.de/index.php?section=232">ConSozia</a>l diskutiert wurde. Die Autoren sehen einige Stolpersteine, die die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Kostenträgern und Nonprofit-Organisationen in diesem Hilfefeld prägen:</p>
<ol>
<li>Der Preiswettbewerb verdrängt den Qualitätswettbewerb. Unter Qualität wird immer häufiger nur ein Mindeststandard verstanden. Innovative Dienste werden in vielen Regionen von ihren Kostenträgern ausgebremst. In der Fläche gibt es zu wenig Anreize für die Dienste, ihr Angebot effektiver oder innovativer zu gestalten, da dieses Engagement von den Kostenträgern nicht honoriert und als &#8220;mehr Arbeit&#8221; empfunden wird. Speziell in der Behindertenhilfe vermissen die Autoren in vielen Regionen den politischen Gestaltungswillen der Kostenträger, der notwendig wäre, um die UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen, die auf Inklusion zielt. In diesen Regionen wird die Teilhabe von öffentlicher Seite nicht forciert, so dass die Teilhabe-Landschaft sich in Deutschland immer mehr zu einem &#8220;Flickenteppich&#8221; entwickelt, mit ganz unterschiedlichen Chancen für die Realisierung von Inklusion (Walter/Raß 2013, 13).</li>
<li>Der bürokratische Aufwand für die Sozialeinrichtungen nimmt erheblich zu aufgrund von mehrfachen und unterschiedlichen Dokumentationspflichten. Jede Behörde, mit der eine Einrichtung in der Behindertenhilfe zusammenarbeitet, &#8211; und sie ist mit dutzenden von Behörden in Kontakt (am Beispiel einer Behindertenwerkstätte sind dies 60-90 Ämter u.a. Bundesanstalt für Arbeit, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Sozialhilfeträger, Landesamt für Versorgung, Berufsgenossenschaft, Brandschutzbehörden, Landesbehörden, Baubehörden, Gewerbeaufsicht, kommunale Behörden, Integrationsamt usw.), &#8211; jede dieser Behörden hat ihre eigenen Qualitätsvorgaben und Prüfmethoden, denen die Sozialeinrichtung Rechnung tragen muss. Dazu kommen noch die unterschiedlichen Messverfahren, um den personenbezogenen Hilfebedarf zu erfassen. Hier herrscht keine Einigkeit zwischen Staat und freien Trägern. Im Gegenteil: die Messung des Hilfebedarfs und des notwendigen Personaleinsatzes sind ein Quell unendlicher Diskussionen zwischen Kostenträgern und der Sozialeinrichtung, die viele Ressourcen bindet (ebd., 14).</li>
<li>Angesichts der staatlichen Regulierung ist es schwierig, inklusive Projekte in der Praxis umzusetzen, da hier erhebliche administrative Probleme auftauchen. Werden Kinder mit und ohne Behinderung gleichzeitig betreut, gelten für beide Gruppen ganz unterschiedliche Personalschlüssel und räumliche Vorgaben. Die Sozialeinrichtung muss gegenüber der staatlichen Aufsichtsbehörde sicherstellen, dass die unterschiedliche Leistungsbemessung exakt umgesetzt wird, &#8211; in einem inklusiven Projekt, das den Anspruch hat, Menschen zusammenzubringen und nicht zu trennen (ebd., 14). <a href="http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2013/10/NL21_Gastbeitrag_Heinze.pdf">Heinze (2013)</a> redet angesichts des hohen Regulierungsgrades im Sozialsektor von der &#8220;frozen welfare state&#8221;-Landschaft, die integrative Angebote erschwert.</li>
</ol>
<p>Die geschilderten Rahmenbedingungen führen laut <a href="http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2013/10/NL21_Gastbeitrag_Klenk.pdf">Klenk (2013)</a> zu einer &#8220;institutionellen Auszehrung&#8221; des Dritten Sektors, d.h. zu einem Verlust von Autonomie, Ehrenamt und Glaubwürdigkeit gemeinnütziger Organisationen.</p>
<p>Wie kann der Dritte Sektor gegenüber dem Staat gestärkt werden? Zwei Bausteine werden wichtig: <strong>mehr Teilhabe</strong> und <strong>mehr Transparenz</strong>.</p>
<p>Walter/Raß (2013) weisen selbst daraufhin: die Nutzer sozialer Dienste, hier: der Behindertenhilfe, sind an den Preisverhandlungen zwischen öffentlicher Hand und freier Wohlfahrtspflege nicht beteiligt. Letztere kann sich mit ihren Vorstellungen gegenüber öffentlichen Kostenträgern nicht durchsetzen. Mehr Durchsetzungsvermögen könnten hier die Nutzer entwickeln, die mangelnde Qualität und Rationierungen am eigenen Leib erfahren. Die freie Wohlfahrtspflege sollte mehr Nutzer-Teilhabe in der Politikformulierung und in Leistungs- und Preisverhandlungen deshalb nicht als Störfaktor begreifen, sondern als Chance für ein Bündnis, um Interessen gegenüber staatlichen Akteuren besser durchsetzen zu können.</p>
<p>Ein weiterer wichtiger potentieller Bündnispartner, der bisher von der freien Wohlfahrtspflege vernachlässigt wird, ist die Öffentlichkeit bzw. sind die Bürger selbst, die es verstärkt anzusprechen gilt. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist mehr Transparenz: Bürger müssen von Problemen und Mißständen, wie den oben geschilderten, erfahren. Solange die freie Wohlfahrtspflege versucht, die Probleme ausschließlich hinter verschlossenen Türen, gemeinsam mit ihren staatlichen Partnern, zu besprechen, wird sich nichts grundlegend ändern. Oder anders gesagt: die Reform des Dreiecksverhältnisses aus Staat, freier Wohlfahrtspflege und Bürger-Nutzern können Nonprofits nicht alleine schultern, &#8211; sie brauchen dazu den offenen Diskurs mit Bürgern, um neue Mehrheiten zu bilden.</p>
<p>Auf der ConSozial wurde dieser Vorschlag in die Diskussion eingebracht, wurde aber von der Führungsebene eines Verbandes zurückgewiesen mit der Begründung: die Sachlage im Wohlfahrtsbereich bzw. das angesprochene Dreiecksverhältnis sei zu kompliziert, als dass Bürger dies verstehen könnten und entsprechende Debatten auf größeres Interesse in der Bürgerschaft oder unter Journalisten stoßen würden. Man solle deshalb bitte Verständnis dafür haben, dass Reformen in den bewährten Gremien zwischen freien Trägern und Staat ausgehandelt werden müssten.</p>
<p>Vielleicht ist es diese Haltung, die Bürgern die Solidarität mit den großen Wohlfahrtsverbänden schwierig macht. Mehr Transparenz auf verbandlicher Seite könnte dagegen neue Bündnisse zwischen freier Wohlfahrtspflege und der Zivilgesellschaft schmieden.</p>
<p>Von sozialen Diensten wird die Prüf- und Kontrollwut des Staates beklagt, hinter der die Annahme stehe, dass in eine Einrichtung &#8220;Qualität und Transparenz quasi &#8216;hineingeprüft&#8217; werden können&#8221; (Walter/Raß 2013, 14), &#8211; Transparenz &#8220;hineinprüfen&#8221; kann man nicht wirklich, &#8211; aber was ist die Alternative dazu, wenn sich die freien Träger nicht von sich aus mehr nach außen hin öffnen?</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Koproduktion und Co-Design in Leistungsvereinbarungen aufnehmen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Jan 2013 08:38:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Co-Design]]></category>
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					<description><![CDATA[Koproduktion in den sozialen Diensten bedeutet, dass Bürger an der Planung und Erstellung von Dienstleistungen mitwirken. An der Produktion sozialer Dienste sind Bürgerinnen und Bürger als Betroffene, Angehörige und Freiwillige schon heute beteiligt. Allerdings fehlt ihnen in der Regel die Möglichkeit, die angebotenen Dienstleistungen inhaltlich mitzugestalten. Auch wenn Bürger durch ein persönliches Budget ermächtigt werden [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Koproduktion in den sozialen Diensten bedeutet, dass Bürger an der Planung und Erstellung von Dienstleistungen mitwirken.</p>
<p>An der Produktion sozialer Dienste sind Bürgerinnen und Bürger als Betroffene, Angehörige und Freiwillige schon heute beteiligt. Allerdings fehlt ihnen in der Regel die Möglichkeit, die angebotenen Dienstleistungen inhaltlich mitzugestalten. Auch wenn Bürger durch ein persönliches Budget ermächtigt werden und sich der einzelne sein Dienstleistungsangebot selbst zusammenstellen kann (zumindest in der Theorie), so bleibt er dabei doch Konsument vorgefertigter Leistungen, d.h. er hat zumeist keinen Einfluss auf das Service Design des jeweiligen Diensteangebots.</p>
<p>Koproduktion bzw. die Beteiligung von Bürgern im Sozialbereich muss sich aber auf den ganzen Zyklus eines Hilfsangebots, also auch auf die Planungs- und Ausgestaltungsphase beziehen. Nur so erhält der einzelne die Möglichkeit, über das &#8220;wie&#8221; in der Pflege, Betreuung und Behandlung mitzubestimmen. Umgekehrt profitieren soziale Dienste von einer Einbeziehung der Bürger in Planungsprozesse. Die Qualität sozialer Dienstleistungen offenbart sich gerade im Nutzungsprozess, &#8211; so dass ohne eine Beteiligung bestehender und zukünftiger Nutzer keine effektive Dienstleistung konzipiert werden kann, &#8211; es fehlen in diesem Fall das Nutzungswissen und die Nutzungserfahrungen der betroffenen Bürger. Statt auf fertige Dienstleistungsprodukte zu setzen, müssen Austauschprozesse mit den Stakeholdern in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit sozialer Dienste treten.</p>
<p>Wie können Koproduktion und Co-Design in sozialen Diensten umgesetzt werden?</p>
<p>Eine<a href="http://www.thinklocalactpersonal.org.uk/_library/Resources/Budgets_and_Beyond_2.pdf"> Studie der britischen new economic foundation (nef)</a> vom Dezember 2012 analysiert, welche Aspekte die Beteiligung von Bürgern fördern (Quelle und mehr zum Projekt <a href="http://www.neweconomics.org/budgetsandbeyond">hier</a>). Zum einen auf der Ebene der Organisation: hier muss die Führung gesammelt hinter dem Ziel der Koproduktion stehen und den Mitarbeitern signalisieren, dass Koproduktion zum &#8220;default way of working&#8221;, d.h. zum Arbeitsstandard in der Einrichtung werden soll (<a href="http://www.thinklocalactpersonal.org.uk/_library/Resources/Budgets_and_Beyond_2.pdf">nef 2012, S. 2</a>). Zu diesem Zweck braucht die Führung den regelmäßigen Austausch mit den Nutzern der Einrichtung. Statt einer Steuerung auf &#8220;Armeslänge&#8221; ist ein enger Kontakt mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern angesagt.</p>
<p>An der Organisationsbasis muss die Beteiligung von Bürgern alltäglich werden. Mitarbeiter brauchen dafür entsprechende Schulungen. Auch die Stellenbeschreibungen sollten jene Kompetenzen und Aufgaben umfassen, die für koproduktives Arbeiten notwendig sind (<a href="http://www.thinklocalactpersonal.org.uk/_library/Resources/Budgets_and_Beyond_2.pdf">nef 2012, S. 5</a>).</p>
<p>Die größte Hürde, die es für die Koproduktion zu nehmen gilt, sind jedoch die Leistungsvereinbarungen, die soziale Dienste mit der öffentlichen Hand bzw. den Kostenträgern schliessen. Für diese Vereinbarungen werden Rahmenverträge auf Landesebene zwischen den überörtlichen Sozialhilfeträgern bzw. den Landesverbänden der Kassen und den Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege erarbeitet. Wie ein solcher Vertrag aussieht, der Art, Umfang und Vergütung sozialer Dienstleistungen festlegt, kann man sich am Beispiel des <a href="http://www.berlin.de/imperia/md/content/sen-soziales/vertraege/sgb11/pambu/rv_pambu.pdf?start&amp;ts=1274962541&amp;file=rv_pambu.pdf">Rahmenvertrags ambulante Pflege</a> des Landes Berlin ansehen (Quelle und weitere Links <a href="http://www.berlin.de/sen/soziales/vertraege/sgb11/index.html">hier</a>). Wie detailliert der Rahmen für die Dienste ist, kann man auch gut am Vergütungssystem ambulanter Leistungen erkennen, siehe die <a href="http://www.berlin.de/imperia/md/content/sen-soziales/vertraege/sgb11/pambu/leistungskomplexe.pdf?start&amp;ts=1290690141&amp;file=leistungskomplexe.pdf">Anlage </a>1 zum Rahmenvertrag.</p>
<p>Entsprechende Rahmenverträge sind keine Berliner Spezifität, sondern es gibt sie in derselben Art in allen Bundesländern, &#8211; nur hat Berlin sie auch veröffentlicht, im Unterschied zu den meisten anderen staatlichen oder freigemeinnützigen Stellen, die über die Rahmenverträge und örtlichen Leistungsvereinbarungen in der Regel nichts preis geben.</p>
<p>An den Kontraktverhandlungen zwischen Staat und freien Trägern sind Bürger nicht beteiligt. In den Kontrakten selbst wird die Beteiligung von Bürgern an der Leistungsausgestaltung nicht erwähnt. Immerhin können Nutzer und ihre Angehörige in Qualitätsdialoge einbezogen werden (<a href="http://www.berlin.de/sen/jugend/rechtsvorschriften/brvj.html">BRV Jug</a>, <a href="http://www.berlin.de/imperia/md/content/sen-jugend/rechtsvorschriften/brvj/brvjug_anlage_b.pdf?start&amp;ts=1279280388&amp;file=brvjug_anlage_b.pdf">Anlage B</a>, Punkt 3).</p>
<p>Um Koproduktion und Co-Design zu institutionalieren, müssten entsprechende Vorgaben in die Rahmenverträge und örtlichen Leistungsvereinbarungen einfließen. Auf lokaler Ebene hat in Großbritannien Camden Town einen solchen Versuch unternommen und Koproduktions-Vorgaben in ihre Leistungsausschreibung für einen sozialen Dienst eingefügt:</p>
<p>&#8221; We would encourage providers to adopt the model of co-production whereby services are planned and delivered in mutually beneficial ways that acknowledge and reward local lay experience while continuing to value professional expertise. Service users should be regarded as an asset and encouraged to work alongside professionals as partners in the delivery of services. (&#8230;) Networks of friends and families should also be considered positive co-contributors to success in this approach&#8221; (<a href="http://www.neweconomics.org/sites/neweconomics.org/files/Budgets_and_Beyond_2.pdf">nef 2012, S. 5</a>).</p>
<p>Auch Australien will im öffentlichen Sektor neue Wege gehen und das Co-Design etablieren, gerade in den Bereichen, in denen die Beziehungen zwischen Bürgern und Staat komplexer sind und über standardisierbare Verfahren hinausgehen wie im Bereich sozialer Dienste (<a href="http://www.humanservices.gov.au/spw/corporate/publications-and-resources/resources/co-design-toward-a-new-service-vision-for-australia.pdf">Lenihan/Briggs 2011</a>). Co-Design ist der australischen Regierung zufolge mehr als Konsultation und Kundenbefragung, &#8211; &#8220;It means engaging with individuals and groups from the beginning to the end of the process&#8221; (zit. nach <a href="http://www.humanservices.gov.au/spw/corporate/publications-and-resources/resources/co-design-toward-a-new-service-vision-for-australia.pdf">Lenihan/Briggs 2011, S. 35</a>).</p>
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		<title>Zukunft der Bürgergesellschaft</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/zukunft-der-burgergesellschaft/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Dec 2012 12:01:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bürgergesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Dritter Sektor]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[NPO]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Staat]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerbeteiligung]]></category>
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					<description><![CDATA[Welche Entwicklung soll die aktive Bürgergesellschaft in unserem Land nehmen? Dazu äußert sich ganz aktuell die &#8220;Denkschrift Bürgergesellschaft&#8221;(2012) von Backhaus-Maul/Nährlich/Speth, die schon 2009 in die Diskussion eingebracht und jetzt aktualisiert wurde. Die Autoren kritisieren in der Denkschrift die &#8220;fatale Staatsabhängigkeit&#8221; der hiesigen Bürgergesellschaft, die es zu durchbrechen gelte. Defizite werden speziell in der Steuerung, Finanzierung, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Welche Entwicklung soll die aktive Bürgergesellschaft in unserem Land nehmen?</p>
<p>Dazu äußert sich ganz aktuell die <a href="http://www.aktive-buergerschaft.de/fp_files/Denkschrift_Buergergesellschaft_2012.pdf">&#8220;Denkschrift Bürgergesellschaft&#8221;</a>(2012) von Backhaus-Maul/Nährlich/Speth, die schon 2009 in die <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/uber-die-denkschrift-burgergesellschaft-berlin-2009-welcher-weg-soll-eingeschlagen-werden/">Diskussion</a> eingebracht und jetzt aktualisiert wurde.</p>
<p>Die Autoren kritisieren in der Denkschrift die &#8220;fatale Staatsabhängigkeit&#8221; der hiesigen Bürgergesellschaft, die es zu durchbrechen gelte. Defizite werden speziell in der Steuerung, Finanzierung, Transparenz und Rechenschaft von bürgerschaftlichen Akteuren gesehen (S. 3). Als Ziel wird die Selbststeuerung und Selbstorganisation der Bürgergesellschaft formuliert, die möglichst frei von administrativer und parteipolitischer Einflussnahme sein soll (S. 22ff).</p>
<p>Auffällig ist, dass in der Denkschrift die Beteiligung von Bürgern an Entscheidungen im Dritten Sektor nicht thematisiert wird. Auch eine Reflexion der Rolle gemeinnütziger Organisationen als demokratische Akteure sucht man in der Denkschrift vergebens. Die Organisationen der Bürgergesellschaft werden von vornherein als &#8220;zivil&#8221; und &#8220;demokratisch&#8221; eingestuft. Sie können sich den Autoren zufolge nur entwickeln, wenn sich der Staat zurückzieht. Dass ein demokratischer Staat aber &#8211; trotz mancher Fehlsteuerung &#8211; die Voraussetzungen garantiert, die für die Entfaltung einer zivilen Bürgergesellschaft notwendig sind (siehe <a href="http://www.fjnsb.org/sites/default/files/downloads/fjnsb_2009-1_evers.pdf">Evers 2009</a>), wird nirgends gewürdigt.</p>
<p>Den staatlichen Serviceeinrichtungen für das Bürgerengagement wird vorgeworfen, dass es sich hier zwar um staatliche Akteure handle, die aber nicht mehr &#8220;im Sinne einer staatlichen Handlungslogik und in staatlichen Handlungsstrukturen&#8221; agierten. Diese Aussage führt zum Kern der Argumentation: offensichtlich wird &#8220;Zivilität&#8221; und &#8220;Bürgerschaftlichkeit&#8221; mit dem Dritten Sektor gleichgesetzt und nicht gesehen, dass Zivilität und Bürgerschaftlichkeit auch in anderen Sektoren &#8211; im Staat, in der Wirtschaft &#8211; als Haltung vorhanden sein können: &#8220;people can act and speak civicly in all sorts of organizations&#8221; (<a href="http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs11266-009-9087-y?LI=true">Eliasoph 2009, 294</a>).</p>
<p>Demokratie und Zivilität werden nicht durch den Rückzug gemeinnütziger Organisationen in &#8220;ihren&#8221; Sektor gestärkt, sondern durch den Austausch aller &#8211; über Sektorengrenzen hinweg &#8211; die bereit sind, Bürgern mehr Handlungsspielräume zuzugestehen. Staatliche Akteure gehören bei diesem Austausch selbstverständlich dazu: &#8220;Demokratische Staatlichkeit ist eine zentrale Ressource für soziales Kapital &#8211; und Zivilität&#8221; (<a href="http://www.fjnsb.org/sites/default/files/downloads/fjnsb_2009-1_evers.pdf">Evers 2009, S. 84)</a>.</p>
<p>Die Autoren kritisieren zu Recht die zum Teil ausgeprägten Regulierungsversuche des Staates gegenüber dem Bürgerengagement. Sie verweisen auch auf die Strategie der Exekutive, in diesem Feld noch mehr Kompetenzen an sich zu ziehen. Aber sie kritisieren nur den Staat. Sie verschließen ihrerseits die Augen vor den Defiziten gemeinnütziger Organisationen, wie der häufig unterentwickelten Partizipationskultur. Die Stellung von Bürgerinnen und Bürgern gegenüber gemeinnützigen Organisationen und Staat wird in der Denkschrift nicht beleuchtet. Die Autoren argumentieren aus einer gänzlich institutionellen Perspektive heraus. Sie sehen die &#8220;Organisationen der Bürgergesellschaft in einem latenten Konfliktverhältnis mit Staat, Wirtschaft und Gesellschaft&#8221; (S. 3). Sehr häufig ist davon aber nichts zu bemerken. Sondern Staat und gemeinnützige Verbände werden sich einig, wenn es darum geht, inhaltliche und finanzielle Regelungen für ein Politikfeld &#8211; wie den Sozialsektor &#8211; zu finden. Die einzigen, die hier am Rand stehen und keine Mitsprachemöglichkeiten besitzen, sind die Bürger selbst, &#8211; ein Umstand, der den Autoren kein Kopfzerbrechen bereitet.</p>
<p>Die Zukunft der Zivilgesellschaft und unserer Demokratie liegt gerade im Ausbau der Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger. Nicht der Rückzug &#8211; &#8220;exit&#8221; &#8211; in den eigenen Sektor, wie ihn die Autoren vorschlagen, ist die Lösung, sondern die verstärkte Beteiligung von Bürgern &#8211; &#8220;voice&#8221; &#8211; an der Entscheidungsfindung in allen Sektoren. Notwendig ist eine Demokratisierung kommunaler Politik- und Verwaltungsprozesse und der gemeinützigen Arbeit. Bürgerinnen und Bürger wollen im Alltag mehr Mitsprache. Die von den Autoren kritisierte Koproduktion &#8211; Bürger helfen mit bei der Erstellung von Dienstleistungen &#8211; verschwindet nicht durch diese Kritik. Vielmehr muss es darum gehen, Bürgern garantierte Mitsprachrechte bei der Planung, dem Design, der Steuerung und der Evaluation von politischen Programmen einzuräumen.</p>
<p>Das ist eine Botschaft, die viele der Organisationen der Bürgergesellschaft verunsichern wird, die sich bisher häufig mit ihren eigenen professionellen Standards befassen, &#8211; und nicht mit dem Willen der Bürger. Die Denkschrift hat dieses Feld &#8211; das den Dritten Sektor noch sehr beschäftigen wird &#8211; komplett ausgeklammert. Es stellt sich die Frage, welches politische Gewicht einer Denkschrift zukommt, die in der heutigen Zeit den Bereich der Bürgerbeteiligung vollkommen ausspart?</p>
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		<title>Für eine Kultur der Mitgestaltung: Co-Design in Nonprofits</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Nov 2012 14:41:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In unserem Land ist das Engagement von Bürgern willkommen, aber nicht unbedingt ihre Mitgestaltung. Die Politik der Bundesregierung gegenüber der Zivilgesellschaft steht unter der Prämisse einer &#8220;Kultur der Mitverantwortung&#8221;, &#8211; bürgerschaftliches Engagement wird als &#8220;Bürgerpflicht&#8221; gegenüber dem Gemeinwesen verstanden (Engagementmonitor 2012, 10). Die anderen Potentiale des Engagements &#8211; der Wunsch nach Mitgestaltung und der Wille, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In unserem Land ist das Engagement von Bürgern willkommen, aber nicht unbedingt ihre Mitgestaltung. Die Politik der Bundesregierung gegenüber der Zivilgesellschaft steht unter der Prämisse einer &#8220;Kultur der Mitverantwortung&#8221;, &#8211; bürgerschaftliches Engagement wird als &#8220;Bürgerpflicht&#8221; gegenüber dem Gemeinwesen verstanden (<a href="http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/Engagementmonitor-2012-Erster-Engagementbericht-2012,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf">Engagementmonitor 2012, 10</a>). Die anderen Potentiale des Engagements &#8211; der Wunsch nach Mitgestaltung und der Wille, das eigene Wissen und die persönlichen Erfahrungen stärker einbringen zu können &#8211; spielen demgegenüber keine prominente Rolle.</p>
<p>Kritiker werfen der Bundesregierung (und dem <a href="http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Engagement/Pdf-Anlagen/engagementbericht-langfassung,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf">Ersten Engagementbericht</a>) deshalb vor, dass das bürgerschaftliche Engagement nur als &#8220;Koproduzent sozialer Dienstleistungen&#8221; willkommen ist (<a href="http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2012/10/nl20_strachwitz.pdf">Strachwitz 2012, 7</a>) und ihm eine weitergehende Rolle nicht zugestanden wird.</p>
<p>Wenn staatliche Stellen von &#8220;Koproduktion&#8221; sprechen &#8211; der Einbeziehung von Bürgern in die Erstellung von Dienstleistungen &#8211; , sollte man demnach als BürgerIn erst kritisch prüfen, ob dahinter wirklich der Wille steht, die Zivilgesellschaft stärker an der Planung und Ausgestaltung von Diensten zu beteiligen. Oder ob das Konzept der &#8220;Koproduktion&#8221; nur als schöne Umschreibung für &#8220;cheap labor by citizens&#8221; (Cahn/Gray 2012) benutzt wird.</p>
<p>&#8220;Koproduktion&#8221; ist kein neutraler Begriff, sondern ein politischer, der je nach eigenem Standpunkt unterschiedlich ausgelegt wird. Für die Bürgerschaft ist es wichtig, restriktive Deutungen von &#8220;Koproduktion&#8221;, die zugunsten des Staates und zu Lasten der eigenen Mitbestimmungsmöglichkeiten ausgelegt sind, zurückzuweisen und sich dafür einzusetzen, dass Koproduktion sich immer auf den ganzen Policy-Zyklus bezieht, d.h. auch auf die Planung, das Design und die Evaluation von Leistungen.</p>
<p>Die Wohlfahrtsverbände &#8211; d.h. die großen Player auf dem Feld sozialer Dienste &#8211; haben sich mit der restriktiven Auslegung von Koproduktion (&#8220;mithelfen aber nicht mitgestalten&#8221;) gut eingerichtet. Aber auch die Verbände sind keine monolithischen Blöcke. Sie zerfallen in unterschiedliche Fraktionen. Und hier gibt es durchaus einige, die sich für mehr Bürgerbeteiligung in den eigenen Reihen einsetzen.</p>
<p>Wie können Bürger stärker in die Ausgestaltung sozialer Dienstleitungen einbezogen werden? Durch die Einführung des <strong>Co-Design</strong> in staatlichen und gemeinnützigen Einrichtungen, das Bürgern die Chance gibt, sich am gesamten Designprozeß zu beteiligen, auf Augenhöhe mit der Organisation und den involvierten Fachleuten (vgl. <a href="http://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/15710880701875068">Sanders/Stappers 2008</a>). Nicht nur der unmittelbare Nutzer steht hier im Mittelpunkt, sondern alle Bürger und Gemeinschaften, die von einem Dienst berührt sind. Sie gilt es in einen offenen Gestaltungsprozeß einzubeziehen, der nicht auf ein fertiges &#8220;Produkt&#8221; fokussiert, sondern den Beteiligten eine Handlungsplattform zur Verfügung stellt (<a href="http://www.gowerpublishing.com/isbn/9780566089206">Meroni/Sangiorgi 2011, 3</a>), die die Interaktion und Artikulation von Interessen ermöglicht: &#8220;we are moving from the design (..) of &#8216;products&#8217; to designing for people&#8217;s purposes&#8221; (<a href="http://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/15710880701875068">Sanders/Stappers 2008, 10</a>).</p>
<p>Die Organisation und die beteiligten Fachleute verlieren ihre einseitige Deutungshoheit im Designprozeß: wie ein Dienst schlußendlich aussieht, wird kollaborativ erarbeitet. Damit verbunden ist auch die Hoffnung, dass Dienste, die so partizipativ ausgestaltet werden, ihrerseits wieder als &#8220;transformative services&#8221; (<a href="http://www.ijdesign.org/ojs/index.php/IJDesign/article/view/940/344">Sangiorgi 2011</a>) das Gemeinwesen beeinflussen und dort als Inkubatoren für Zusammenarbeit, Beteiligung und Innovation wirken.</p>
<p>Welchen Nutzen haben Nonprofits und Bürger von einem partizipativen Service Design?</p>
<p><a href="http://www.ijdesign.org/index.php/IJDesign/article/view/890/346" target="_blank" rel="noopener">Steen/Manschot/De Koning (2011)</a> zählen einige auf:</p>
<ul>
<li>Dienste werden qualitativ besser und passgenauer, die Zufriedenheit der Nutzer wächst</li>
<li>Organisationen und Bürger lernen von- und miteinander, entwickeln ein gegenseitiges Verständnis und können ihre Zusammenarbeit verbessern</li>
<li>Es entstehen Innovationen, die eine Seite allein nicht hätte entwickeln können, und zwar in relativ kurzer Zeit</li>
<li>Das Verhältnis zwischen Organisation und Bürgern gewinnt an Stabilität und Qualität, was sich auf die Realisierung zukünftiger Projekte positiv auswirkt</li>
</ul>
<p>All dies bleibt jedoch Zukunftsmusik, wenn staatliche Institutionen darauf verzichten, mehr Bürgerbeteiligung im Sozialbereich zu ermöglichen und Wohlfahrtsverbände über entsprechende Leistungsverträge in diese Richtung zu drängen. Stiftungen könnten ebenfalls eine wichtige Rolle als Treiber von &#8220;Koproduktion&#8221; und &#8220;Co-Design&#8221; spielen. Aber wo ist die (Bürger)Stiftung, die sich diesem Ziel verschrieben hat?</p>
<p>Literatur (wenn nicht verlinkt):</p>
<ul>
<li>Cahn, Edgar S./Gray, Christine (2012): Co-Production from a Normative Perspective, in: Pestoff, Victor/Brandsen, Taco/Verschuere, Bram (eds): New Public Governance, the Third Secor and Co-Produktion, NY: Routledge.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Bürgerengagement fördern und erhalten, &#8211; für einen nachhaltigen Umgang mit Freiwilligen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 10:25:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bürgergesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[In der aktuellen Runde der NPO-Blogparade fragt Hannes Jähnert, wie man &#8220;echte Partizipation&#8221; im Dritten Sektor fördern kann. Die Blogparaden-Runde findet vor dem Hintergrund der im Herbst veröffentlichten Nationalen Engagementstrategie der Bundesregierung statt und dem derzeit laufenden Online-Dialog zu dieser Strategie, an dem BürgerInnen noch bis zu 17. Dezember teilnehmen können. Alle Akteure &#8211; der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der <a href="http://foulder.wordpress.com/2010/11/29/19-runde-der-npo-blogparade%E2%80%93partizipationsforderung/">aktuellen Runde der NPO-Blogparade</a> fragt Hannes Jähnert, wie man &#8220;echte Partizipation&#8221; im Dritten Sektor fördern kann. Die Blogparaden-Runde findet vor dem Hintergrund der im Herbst veröffentlichten <a href="http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2010/10/Nationale%20Engagementstrategie_10-10-06.pdf">Nationalen Engagementstrategie</a> der Bundesregierung statt und dem <a href="http://www.engagementzweinull.de/dito/forum?action=csekeywordoverviewjournalshow&amp;id=75">derzeit laufenden Online-Dialog</a> zu dieser Strategie, an dem BürgerInnen noch bis zu 17. Dezember teilnehmen können.</p>
<p>Alle Akteure &#8211; der Staat, gemeinnützige Organisationen, Kommunen usw. &#8211; machen sich Gedanken darüber, wie man das bürgerschaftliche Engagement fördern kann. &#8216;Partizipation&#8217; im Sinne von echter Teilhabe an Entscheidungen im Dritten Sektor spielt in diesen Diskursen keine herausragende Rolle. Auch fehlt eine Diskussion darüber, inwieweit die Strukturen gemeinnütziger Organisationen für den Umfang, die Ausgestaltung und die Grenzen des bürgerschaftlichen Engagements verantwortlich sind. Schon in meinem vorletzten Blogbeitrag habe ich mich mit den Möglichkeiten der <a href="http://blog.nonprofits-vernetzt.de/index.php/partizipation-von-burgern-fordern-aber-wie/">Partizipationsförderung im gemeinnützigen Sektor</a> und der nationalen Engagementstrategie auseinandergesetzt. Deshalb möchte ich für die aktuelle Runde der NPO-Blogparade den Kreis etwas weiter ziehen und fragen, weshalb Partizipation als Thema in den offiziellen Verlautbarungen zum Bürgerengagement eine so geringe Rolle spielt.</p>
<p>Meiner Auffassung nach kranken die meisten Ansätze zur Förderung des Bürgerengagements daran, dass sie den Aspekt der Rekrutierung und Anwerbung in den Mittelpunkt stellen. Sie befassen sich zu wenig mit der Frage, wie eine Einrichtung Freiwillige <em>halten </em>und <em>pflegen </em>kann, damit sie sich gerne und langfristig engagieren. Wertschätzung und die Bildung von Freiwilligen, die der Staat anstrebt, sind wichtig, &#8211; aber nicht ausreichend. Es geht um Mitgestaltung und Mitbestimmung bzw. um die Frage, wie Bürger gemeinsam mit sozialen Diensten Hilfen konzipieren und anbieten können. Das &#8216;Soziale&#8217; ist nichts, was an Fachleute delegiert werden kann, das &#8216;Soziale&#8217; betrifft uns alle, &#8211; nicht nur als Helfer, sondern als Mitdenker, als Mitplaner und als Geldgeber.</p>
<p>Laut <a href="http://nvs.sagepub.com/content/38/4/564.abstract">Brudney und Meijs (2009)</a> stagniert oder sinkt die Anzahl der bürgerschaftlich Engagierten, weil die Ressource des bürgerschaftlichen Engagements von den Organisationen, die das Engagement abrufen und nutzen, nicht nachhaltig bewirtschaftet, sondern &#8211; wie viele andere natürliche Ressourcen auch &#8211; zugunsten kurzfristiger und rein organisationsbezogener Ziele ausgebeutet wird.</p>
<p>Vielleicht ist auch der Trend zum zeitlich befristeten Engagement, der Unwille von Bürgern, sich länger an eine NPO zu binden, gar nicht so sehr zeitlichen Restriktionen auf Helferseite geschuldet, sondern dem nachlässigen Umgang Gemeinnütziger mit den Freiwilligen, der letzteren wenig Anreiz bietet, sich länger als notwendig auf eine gemeinnützige Einrichtung einzulassen.</p>
<p>Jedenfalls stagniert auch in Deutschland das bürgerschaftliche Engagement (36% der Bevölkerung engagieren sich) und verändert sich inhaltlich in Richtung immer kürzerer Einsätze. Dementsprechend wird die Konkurrenz unter den Trägern um die kostbare Ressource &#8216;freiwillige Helfer&#8217; immer härter, ohne dass gleichzeitig das Freiwilligen-Management in den Organisationen flächendeckend verbessert würde.</p>
<p>Mein Bloggerkollege Stefan Zollondz beschreibt in <a href="http://www.net-pilots.de/net-pilots/digitale-wissensarbeit/19-npo-blogparade-wo-sind-die-a-ehrenamtlichen/">seinem Beitrag zur Blogparade</a> die Konkurrenz von NPOs um die sogenannten &#8220;Premium-Ehrenamtlichen&#8221; oder &#8220;A-Ehrenamtlichen&#8221;, die sich durch Selbstständigkeit und gute Bildung auszeichnen.</p>
<p>Weil Nonprofits das Ehrenamt aus einer organisations- und nicht community-bezogenen Perspektive betrachten, kommt es zu dieser Entwicklung: man sucht den Besten für den vorhandenen Freiwilligen-&#8220;Arbeitsplatz&#8221;. Engagementwillige mit Schwächen, psychischen Defiziten o.ä. sind nicht so sehr willkommen. Sie bedeuten mehr Aufwand als Nutzen.</p>
<p>Würde man den <em>organisationsbezogenen</em> durch einen <em>community-orientierten</em> Blickwinkel ersetzen, wäre die Situation eine andere. Alle freiwilligen Helfer wären willkommen, weil die Förderung der Partizipation und das Community-Building über Engagement zur Kernfunktion von Nonprofits gehörten.</p>
<p>Davon ist die Realität aber weit entfernt. Wohlfahrtsverbandliche Einrichtungen konzentrieren sich als professionelle Dienstleister auf Effizienz- und Effektivitätsziele, die wenig Raum für Teilhabe und das Community-Building &#8211; über den engen Kreis der eigenen Klientel hinaus &#8211; zulassen.</p>
<p>Um Nonprofits einen Weg in das Community-Building hinein zu ebnen und ihre Rolle als Förderer und Ermöglicher von Partizipationsprozessen zu stärken, müsste sich vieles ändern: Gesetze, Finanzierungsrichtlinien, Umsetzungsprogramme. Aber auch das Selbstbild von Nonprofits und das Bild, das der Staat vom Dritten Sektor hat.</p>
<p>Nirgendwo in der Engagementstrategie der Bundesregierung wird auf diesen Zusammenhang zwischen den Dritte-Sektor-Stukturen und dem Bürgerengagement ausführlicher eingegangen. Auch Nonprofits selbst stellen den Zusammenhang zwischen ihren Strukturen und dem Erfolg oder Misserfolg der Inklusion von Freiwilligen nicht heraus. Statt<br />
dessen hat man sich an den &#8220;endless cycle of recruitment&#8221; gewöhnt: &#8220;If volunteers cannot be retained, new one must be found to replace them&#8221; <a href="http://nvs.sagepub.com/content/38/4/564.abstract">(Brudney/Meijs 2009, 568)</a>. Ein Ende dieses wenig nachhaltigen Umgangs mit der Ressource der freiwilligen Helfer ist nicht abzusehen.</p>
<p>Eine Verbesserung kann hier erst eintreten, wenn gemeinnützige Organisationen community-orientierter arbeiten und Freiwilligen auf Augenhöhe begegnen. Dies wären auch zwei Bedingungen die erfüllt sein müssten, wenn &#8220;echte&#8221; Partizipation in und über gemeinnützige Organisationen gefördert werden soll.</p>
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		<title>Partizipation von Bürgern fördern &#8211; aber wie?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Nov 2010 19:09:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die &#8220;Nationale Engagementstrategie&#8221; der Bundesregierung, die Anfang Oktober verabschiedet wurde, will das Bürgerengagement stärken. Die Engagementstrategie bildet die Grundlage &#8220;für eine gemeinsame und aufeinander abgestimmte Engagementförderung aller Ressorts. Ziel ist es, durch geeignete Rahmenbedingungen einen Nährboden zu schaffen, auf dem bürgerschaftliches Engagement in seiner ganzen Vielfalt an Motiven und Ausgestaltungsmöglichkeiten gedeihen kann&#8221; (S. 6). Eine [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2010/10/Nationale%20Engagementstrategie_10-10-06.pdf">&#8220;Nationale Engagementstrategie&#8221;</a> der Bundesregierung, die Anfang Oktober verabschiedet wurde, will das Bürgerengagement stärken. Die Engagementstrategie bildet die Grundlage &#8220;für eine gemeinsame und aufeinander abgestimmte Engagementförderung aller Ressorts. Ziel ist es, durch geeignete Rahmenbedingungen einen Nährboden zu schaffen, auf dem bürgerschaftliches Engagement in seiner ganzen Vielfalt an Motiven und Ausgestaltungsmöglichkeiten gedeihen kann&#8221; (S. 6).</p>
<p>Eine wirklich ausgearbeitete Strategie findet man in dem Beschluß allerdings nicht, was <a href="http://www.aktive-buergerschaft.de/buergergesellschaft/nachrichtendienst/politik_und_staat/engagementstrategie">erhebliche Kritik</a> hervorgerufen hat. Vielmehr enthält das Regierungspapier eine Ansammlung von Einzelzielen bezogen auf bestimmte Politikbereiche (Integration/Bildung/Umwelt/Demographischer Wandel/Internationale Zusammenarbeit) und eine Auflistung von unzähligen Modellprojekten zum Thema Bürgerengagement, die die Ressorts jetzt schon fördern. Auf Seite 7 wird jedoch klargestellt, dass die veröffentlichte &#8220;Engagementstrategie&#8221; nicht als abgeschlossen zu betrachten ist, sondern unter Beteiligung von Bürgern weiterentwickelt werden soll.</p>
<p>Dazu wurde u.a. die Plattform <a href="http://www.engagementzweinull.de/dito/forum?action=cmsjournalshow&amp;id=75">ENGAGEMENTzweinull</a> eingerichtet, auf der Bürger ihre Anmerkungen zum Kabinettsbeschluss und ihre Vorschläge für die Förderung des Bürgerengagements einbringen können. Die öffentliche Online-Konsultation startet am 22. November. Die Ergebnisse der Konsultation werden der Bundesregierung vorgelegt und im Netz veröffentlicht. Ohnehin sind schon die <a href="http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2010/09/Band3_NF_Web.pdf">Beratungsergebnisse des Nationalen Forums für Engagement und Partizipation</a>, in dem Experten aus Staat, Wirtschaft und Bürgergesellschaft vertreten sind, in die Engagementstrategie der Bundesregierung eingeflossen.</p>
<p>Soviel Bürgerbeteiligung ist löblich, ändert aber nichts an der Tatsache, dass das Thema &#8216;Förderung des Bürgerengagements&#8217; mit der Engagementstrategie des Bundes zu einem &#8220;zentralstaatlich gesteuerten Anliegen&#8221; geworden ist (<a href="http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2010/09/Band3_NF_Web.pdf">Dahme/Wohlfahrt 2010, 146</a>). Der wichtigste Satz im Kabinettsbeschluss lautet: &#8220;Bund, Länder und Kommunen sind zentrale Akteure in der<br />
Engagementförderung&#8221; (S. 5).</p>
<p>Ich für meinen Teil halte nicht den Staat, sondern den <strong>Dritten Sektor</strong> für den zentralen Akteur, wenn es darum geht, das Engagement von Bürgern auszuweiten. Es sind die gemeinnützigen Organisationen, in denen &#8211; zumeist auf lokaler Ebene &#8211; Bürgerengagement und Bürgerbeteiligung stattfinden. Also ist auch der Dritte Sektor der Dreh-und Angelpunkt für den weiteren Ausbau von Partizipationsmöglichkeiten.</p>
<p>Der Staat kann hier durchaus fördernd wirken &#8211; mit finanziellen Mitteln, Gesetzen und Leistungsvereinbarungen, die auf mehr Mitbestimmung von Bürgern drängen. Aber er kann gemeinnützigen Organisationen &#8211; und hier speziell der verbandlichen Wohlfahrtspflege &#8211; nicht die Aufgabe abnehmen, ihr Verhältnis zur Zivilgesellschaft neu zu bestimmen und ihre Bereitschaft, Bürger als Mitgestalter (und nicht nur als Helfer) einzubeziehen, weiterzuentwickeln.</p>
<p>Was mir auffällt, ist folgendes: sowohl die nationale Engagementstrategie als auch die Beratungsergebnisse des Nationalen Forums für Engagement und Partizipation blenden die Verantwortung des Dritten Sektors als institutionellem Ort des Bürgerengagements weitgehend aus. Man liest ununterbrochen, wie wichtig das Bürgerengagement ist und dass Bürger sich unbedingt ins Gemeinwesen einbringen sollten. Aber es wird nicht thematisiert, welche Verantwortung dem Dritten Sektor dafür zukommt, dass Bürger sich <em>nicht </em>engagieren oder ihren Einsatz aufgeben, weil sie mit den starren Strukturen in verbandlichen Einrichtungen nicht zurecht kommen oder weil sie nach und nach merken, dass an ihren inhaltlichen Anregungen in dem professionellen Umfeld niemand interessiert ist und sie nur als Helfer gebraucht werden, aber nicht als Mitbestimmer und -entscheider.</p>
<p>Die Responsivität des Dritten Sektors, seine Öffnung nach außen hin, seine stärkere Vernetzung mit der Zivilgesellschaft und seine Bereitschaft zur Ausweitung von Mitbestimmungsmöglichkeiten &#8211; das sind die zentralen Anknüpfungspunkte, wenn man das Bürgerengagement fördern will.</p>
<p>In einem Beitrag für die Stiftung Mitarbeit habe ich auf die Bedeutung der institutionellen Strukturen für das Bürgerengagement hingewiesen:</p>
<p>&#8220;Wenn es um die Partizipation in gesellschaftlichen Organisationen geht, kann man die bürgerschaftliche Seite nicht ohne die institutionelle betrachten. Beide Seiten gehören zwingend zueinander und befinden sich in einem wechselseitigen Abhängigkeitsverhältnis. Die Beteiligung von Bürgern am Organisationshandeln setzt voraus, dass Institutionen Partizipationsräume schaffen und sich gegenüber Bürgervorschlägen responsiv verhalten (&#8230;) Umgekehrt benötigt eine Organisation, die sich stärker zur Zivilgesellschaft hin öffnet, Bürger, die ihre Kompetenzen und ihr Wissen einbringen können und wollen. Erfolgreiche Bürgerbeteiligung in Organisationen hängt demnach auch von den Partizipationsressourcen der Bürgerschaft und nicht nur von den institutionellen Beteiligungsangeboten ab.</p>
<p>Wir haben es also mit der Gleichung ÂBürgerbeteiligung = Responsivität von OrganisationenÂ zu tun und es geht darum, auf beiden Seiten dieser Gleichung zu arbeiten, wenn das Bürgerengagement und damit die Demokratisierung unserer Gesellschaft weiter vorangetrieben werden soll (..)&#8221; <a href="http://www.buergergesellschaft.de/fileadmin/pdf/gastbeitrag_reiser_101001.pdf">(Reiser 2010, 1)</a>.</p>
<p>Man kann das Bürgerengagement nicht zentralstaatlich verordnen und erfolgreich fördern, man kann nur Strukturen schaffen &#8211; vor allen Dingen lokal &#8211; die Bürger als Mitgestalter und Partner ernst nehmen. Und hier müssen gemeinnützige Organisationen die Hauptverantwortung übernehmen. Es macht keinen Sinn, die Verantwortung von sich weg und dem Staat zu zu schieben, weil eine wirkliche Öffnung für bürgerschaftliche Mitarbeit zu schmerzhaften Veränderungen speziell im verbandlichen Nonprofit-Bereich führen würde. Bürgerbeteiligung kostet ihren Preis, &#8211; man erhält sie nicht ohne eine Demokratisierung verbandlicher und professioneller Entscheidungsstrukturen.</p>
<p>Meines Erachtens müssen vier Aufgabenfelder im Mittelpunkt stehen, wenn die Mitarbeit und die Partizipation von Bürgern gefördert werden soll:</p>
<ul>
<li>die Schaffung von mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten im Dritten Sektor. Dies bedeutet, dass sich die gemeinnützigen Dienstleister von ihrer professionellen Dominanz verabschieden müssen. Die Zukunft gehört Koproduktionsmodellen, bei denen Bürger und Sozialeinrichtungen gleichberechtigt miteinander soziale Dienstleistungen konzipieren und erbringen.</li>
<li>die Förderung der Beteiligungskompetenzen von Bürgern <em>und </em>Communities. Es reicht nicht aus, im Dritten Sektor jeweils <em>organisationsintern </em>das freiwillige Engagement zu fördern. Notwendig ist der Blick auf das Gemeinwesen bzw. auf die unterschiedlichen Communities in den Gemeinden, die gestärkt werden müssen. Der einzelne Bürger wird durch eine vielfältige und handlungsstarke Zivilgesellschaft in seinen individuellen Partizipationsbemühungen unterstützt.</li>
<li>der Aufbau von Netzwerken auf kommunaler Ebene, die Bürger, Dritt-Sektor-Organisationen, staatliche und wirtschaftliche Akteure umfassen. Wo viele Communities untereinander gut vernetzt sind, existiert mehr Bürgerbeteiligung als in Gemeinden ohne entsprechende Netzwerkstrukturen. Wichtig ist nicht nur die Vernetzung an sich, sondern insbesondere der Ressourcenaustausch der Akteure untereinander und das Handeln der Beteiligten.</li>
<li>die Einbeziehung des Internets in die alltägliche Arbeit von gemeinnützigen Organisationen. Es bietet die Infrastruktur für Vernetzung, Kooperation und kollektive Aktionen. Um niemanden auszuschließen sollte die digitale Inklusion ein wichtiges Arbeitsfeld für alle sein, die Leistungen mit Bürgern und für Bürger erbringen.</li>
</ul>
<p>Wer an diesen vier Ideen im Detail interessiert ist, kann <a href="http://www.buergergesellschaft.de/fileadmin/pdf/gastbeitrag_reiser_101001.pdf">hier meinen gesamten Aufsatz </a>lesen, der im <a href="http://www.buergergesellschaft.de/aktuelles/archiv-des-newsletters/newsletter-archiv-2010/4-quartal-2010/106873/">Wegweiser Bürgergesellschaft 19/2010</a> erschien. Der Beitrag wird in einem Band der <a href="http://www.mitarbeit.de/">Stiftung Mitarbeit</a> über die Zukunft der Bürgerbeteiligung erscheinen, der die Vorträge der gleichnamigen <a href="http://www.mitarbeit.de/forum2010.html">Tagung</a>, die im September stattfand, enthält.</p>
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