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	<title>Web2.0 &#8211; Nonprofits-vernetzt.de</title>
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	<description>Partizipatives Stakeholder-Management &#38; Digitalisierung im Nonprofit-Sektor</description>
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		<title>Das Internet &#8211; glorifizieren, verdammen oder einfach sinnvoll nutzen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 12:47:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Für viele Nonprofits sind die Diskussionen über den Einsatz von Social Media in gemeinnützigen Organisationen schon viel zu spezialisiert und fortgeschritten. Sie stehen immer noch an dem Punkt, an dem es zu entscheiden gilt, ob ihre Organisation sich überhaupt stärker im Netz engagieren sollte oder nicht. Diese Frage ist für sie noch längst nicht beantwortet. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Für viele Nonprofits sind die Diskussionen über den Einsatz von Social Media in gemeinnützigen Organisationen schon viel zu spezialisiert und fortgeschritten. Sie stehen immer noch an dem Punkt, an dem es zu entscheiden gilt, ob ihre Organisation sich überhaupt stärker im Netz engagieren sollte oder nicht. Diese Frage ist für sie noch längst nicht beantwortet.</p>
<p>Gerade im Nonprofit-Sektor gibt es viele Menschen, die aufgrund ihrer klaren ethischen Vorstellungen das Internet für eine Gefahr halten und ihm kritisch gegenüber stehen, &#8211; siehe hierzu auch den <a href="http://bresgun.wordpress.com/2009/11/24/social-media-leben/">Beitrag</a> meines Blogger-Kollegen Günter Bressau . Es herrscht bei den Kritikern die Überzeugung vor, dass die Anonymität des Netzes und die unbeschränkten Publikationsmöglichkeiten die Verantwortungslosigkeit und Unzivilität in der Gesellschaft fördern. Zudem binde das Internet zeitliche Kapazitäten, die für Aktionen in der realen Welt nicht mehr zur Verfügung stehen: &#8220;Wer im Internet ist, kann nicht gleichzeitig den Spaten in die Hand nehmen, um ein Klettergerüst zu bauen&#8221; (Konrad Hummel, <a href="http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2009/11/nl24_akbe.pdf">pdf S. 6)</a>). Auch der Machtverlust hierarchischer und repräsentativer Strukturen bringe nicht nur Gutes mit sich.  In dem verlinkten <a href="http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2009/11/nl24_akbe.pdf">Protokoll des Arbeitskreises Bürgergesellschaft und Aktivierender Staat </a>(via <a href="http://www.b-b-e.de/index.php?id=newsletter">BBE-Newsletter</a>) können die Argumente nachgelesen werde, die das Pro- und Contra des Netzengagements von NPOs und Bürgern ausloten.</p>
<p>Wenn man über den Nutzen des Internets für NPOs diskutiert, muss man aufpassen, dass man &#8211; unabhängig von der eigenen Begeisterung oder Skepsis &#8211; nicht deterministisch argumentiert und der Internet-Technologie Automatismen &#8211; hin zum Guten oder zum Schlechten &#8211; unterstellt, die es so nicht gibt. Das Internet ist nur ein Instrument &#8211; entscheidend bleibt, was Bürger und Institutionen daraus machen.</p>
<p>Der instrumentelle Charakter des Internets wird aber zu häufig nicht ausreichend betont. Speziell die öffentliche Diskussion über das Netz in unserem Land zerfällt in zwei Lager, die sich unversöhnlich gegenüber stehen. Auf der einen Seite sind die Internet-Skeptizisten, die die Gefahren des Internets betonen, auf der anderen Seite die Internet-Euphoriker, die überzeugt davon sind, dass die Publikations- und Mitmachmöglichkeiten des Web 2.0 zu mehr Demokratie, mehr Bildungschancen und Emanzipationsmöglichkeiten führen werden.</p>
<p>Mundo Yang kritisiert in einem <a href="http://www.soz.uni-frankfurt.de/K.G/B3_2008_Yang_a.html">Aufsatz</a> für das Online-Journal <a href="http://www.soz.uni-frankfurt.de/K.G/">kommunikation@gesellschaft</a> diese polarisierte Diskussion, die davon ausgeht, dass <em>&#8220;das Internet&#8221;</em> zwangsläufig und ganz automatisch die befürchteten negativen oder die erhofften positiven Folgen für die Gesellschaft haben wird.<a href="http://www.soz.uni-frankfurt.de/K.G/"> </a>Beide Positionen vernachlässigen die Bedeutung des <em>Handelns </em>von Akteuren, &#8211; es spielt für das, was aufgrund der technischen Entwicklung ohnehin eintreffen wird, keine wichtige Rolle.</p>
<p>Yang macht allerdings wenig Hoffnung, dass diese unergiebige Form der Debatte über das Internet irgendwann zu einem Ende kommen wird. Und zwar deshalb nicht, weil jede Seite für ihre Argumente empirische Beispiele im Netz findet. Auch Yang zeigt anhand einer Untersuchung des Diskurses über Genfood im Internet und in Printmedien, dass sich sowohl die Argumente der Internetbefürworter als auch der -gegner bestätigen lassen. Die Forschungsergebnisse, auf die er sich bezieht, zeigen: &#8220;Die Stimme der Zivilgesellschaft und ressourcenschwacher Akteure ist im Internet tatsächlich etwas stärker im Vergleich zu den Printmedien&#8221; (Yang, S. 4). Ein Ergebnis, das die Internet-Euphoriker freut. Gleichzeitig reproduziert der untersuchte Internetdiskurs aber jene Machtstrukturen, die auch offline herrschen: d.h. es werden im Internet bezüglich Genfood dieselben Aspekte behandelt und dieselben Akteure für wichtig gehalten, wie in den Printmedien. Und schließlich zeigt der untersuchte Fall, dass die Debatte auch im Internet von Experten geführt wird, so dass sich die Schere zwischen jenen, die partizipieren und jenen, die in öffentlichen Dingen sprachlos sind, noch weiter öffnet. Beide Ergebnisse stärken die Position der Internet-Kritiker.</p>
<p>Konstruktiver als eine polarisierende Debatte über das Internet wäre es, sich stärker mit den konkreten Internet<em>anwendungen</em> zu befassen und zu fragen, welches Handeln online Mehrwert für die Gesellschaft und für Individuen produziert und welches nicht. Es kommt &#8211; wie oben erwähnt &#8211; darauf an, was die unterschiedlichen Akteure aus den Bildungs-, Partizipations &#8211; und Vernetzungschancen des Netzes machen und was sie nicht daraus machen. Oder wie es die Süddeutsche Zeitung im Hinblick auf das Internet formuliert: &#8220;Wissen ist heute &#8211; genau wie Verblödung- gratis und dezentral zu jeder Tages- und Nachtzeit zu haben &#8221; (Boie, 16.11.09).</p>
<p>Es müsste auch Aufgabe von zivilgesellschaftlichen Organisationen sein, über diese Fragen nachzudenken. Denn das Internet ist ein neuer öffentlicher Raum, in dem Macht und Handlungschancen verteilt werden. Wer sich am Mitmach-Internet nicht beteiligt, verabschiedet sich von vielen Gestaltungsmöglichkeiten &#8211; nicht nur für sich selbst, sondern auch für die eigene Klientel. Für mich wäre es nicht zu weit hergeholt, wenn das Thema &#8216;Internet&#8217; in das Angebot auch von sozialen Organisationen integriert würde. Denn es sollte doch darum gehen, Menschen nicht nur zu versorgen und zu pflegen, sondern ihnen auch Mitgestaltungschancen als Bürger zu vermitteln. Entsprechende Empowerment-Projekte gibt es im Sozialbereich. Aber die Frage ist, inwieweit sie das Internet als Handlungs- und Vernetzungsraum mit integrieren. Welche Potentiale das Internet Individuen &#8211; und besonders immobilen oder körperlich beeinträchtigten Menschen bietet &#8211; zeigt eine <a href="http://www.bloggerpatenschaften.de/category/wie-ich-das-internet-nutze/">Beitragsreihe</a> bei den Blogpatenschaften, bei der speziell der Beitrag von <a href="http://www.bloggerpatenschaften.de/frei-unabhangig-selbsstandig/">Heiko Kunert</a> &#8211; er ist blind &#8211; herausragt.</p>
<p>Wir stehen erst am Anfang einer Debatte. Die Chancen von Social Media für den gemeinnützigen Sektor und für die Bürgergesellschaft sind erkennbar und auch empirisch erfahrbar. Wie sich die Dinge im einzelnen entwickeln werden &#8211; wo Probleme auftauchen und Hoffnungen stranden werden &#8211; wird sich im Verlauf der Anwendung von Social Media im zivilgesellschaftlichen Sektor noch zeigen.</p>
<p>Wer am Nachdenken über entsprechende Fragen interessiert ist, den lade ich &#8211; auch im Namen meiner <a href="http://npoblogparade.wordpress.com/gastgeber/">Host-Kollegen</a> von der <a href="http://npoblogparade.wordpress.com/">Nonprofit-Blogparade </a>&#8211; herzlich in die neu gegründete Xing-Gruppe <a href="http://www.xing.com/group-47618.46e690">Zivilgesellschaft und Internet </a>ein. Sie richtet sich an Akteure aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, aus Staat und Wirtschaft, die mit dem Thema &#8216;Bürgergesellschaft&#8217; befasst sind und natürlich an alle, die ihr Wissen über das Internet bzw. über Social Media in den gemeinnützigen Bereich und in die Diskussion einbringen wollen. Wir hoffen, dass mit dieser Gruppe ein Ort entsteht, in dem sachkundig über die Chancen und Probleme des Internets für den zivilgesellschaftlichen Bereich diskutiert werden kann. Die Relevanz der Gruppe wird vom Engagement ihrer Mitglieder abhängen.</p>
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		<title>Kartierung durch Bürger und Nonprofits im Internet &#8211; Gastbeitrag von Christian Kreutz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 09:54:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Während die Erstellung von Karten früher eine Domäne von Fachleuten war und das thematische Spektrum von Karten begrenzt, können heute mit Hilfe neuer Technologien auch zivilgesellschaftliche Akteure Karten entwickeln und online stellen und so Probleme oder Ressourcen räumlich veranschaulichen. Oftmals stammen die hierzu verwendeten Daten nicht nur von einer Organisation, sondern sie werden von vielen [&#8230;]]]></description>
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<p class="MsoNormal"><em>Während die Erstellung von Karten früher eine Domäne von Fachleuten war und das thematische Spektrum von Karten begrenzt, können heute mit Hilfe neuer Technologien auch zivilgesellschaftliche Akteure Karten entwickeln und online stellen und so Probleme oder Ressourcen räumlich veranschaulichen. Oftmals stammen die hierzu verwendeten Daten nicht nur von einer Organisation, sondern sie werden von vielen Bürgern gesammelt und eingetragen (&quot;collaborative mapping&quot;), die ihr Wissen in die Karte einbringen und so mit anderen teilen wollen. Welche Chancen die Kartenerstellung im Internet zivilgesellschaftlichen Akteuren bietet, eruiert der folgende Gastbeitrag von Christian Kreutz, meinem geschätzten Bloggerkollegen vom <a href="http://www.crisscrossed.net/">crisscrossed.net</a> , der als Berater auf den Einsatz von </em> <em>IuK-Technologien in der Entwicklungshilfe <a href="http://twitter.com/ict4d">(ICT4D)</a> spezialisiert ist. Er schreibt auch für den <a href="http://draussen-blog.net/">draussen-Blog </a> sowie für das </em> <em><a href="http://www.web2fordev.net/">Web2forDev Gateway</a> . (BR)<br />
</em></p>
<p class="MsoNormal">Das Internet hat die Welt der Kartographie revolutioniert. Während heute mit ein paar Klicks jeder Ort auf der Welt sogar per Satellitenbild besucht werden kann, gab es früher oft nur die Papiervariante, die für jedes Gebiet extra erworben werden musste.</p>
<p class="MsoNormal">Doch die digitalen Karten erlauben eine andere Nutzung geographischer Informationen. Jede Karte kann mit unbegrenzten Daten angereichert werden, die zum Beispiel Umwelteinflüsse in unterschiedlichen Teilen einer Stadt darstellen. Anders als in der Vergangenheit sind solche Karten und aufwendige Simulationen nun für jeden kundigen Internetnutzer möglich. Gerade für den gemeinnützigen Bereich ergeben sich hier faszinierende Möglichkeiten (<a href="http://www.economist.com/sciencetechnology/tq/displayStory.cfm?story_id=13725877">&quot;Mapping a better world&quot;</a> ).</p>
<p class="MsoNormal">Während in früheren Zeiten die Erstellung und Bearbeitung von Karten Sache von Experten war, können heute findige Laien Karten selbst erstellen und mit eigenen Informationen kombinieren. Die Karten mit den Fähnchen auf vielen Internetseiten sind das beste Beispiel.</p>
<p class="MsoNormal">Den Weg für solche frei verfügbaren Karten hat Google mit der maps.google.de Anwendung geebnet. Doch aus gemeinnütziger Sicht weitaus spannender ist die offene Karte von <a href="http://www.openstreetmap.org/">OpenStreetMap</a> , die jeder Person alle Kartenmaterialien inklusive der dahinterstehenden Geodaten frei zur Verfügung stellt. Die Karte wird ähnlich wie bei Wikipedia von ehrenamtlichen &#8216;Mappern&#8217; erstellt und steht im Unterschied zu Google unter der <a href="http://de.creativecommons.org/">Creative Commons License</a> frei zur Verfügung. In ein paar Minuten ist damit zum Beispiel eine Anfahrtsskizze erstellt, die sonst für teures Geld erworben werden muss.</p>
<p class="MsoNormal">Doch die Möglichkeiten der Nutzung gehen noch viel weiter, wie einige Beispiele rund um die Welt illustrieren. Da ist die Initiative <a href="http://ilovemountains.org/">&quot;I love mountains&quot;</a> in den USA, die versucht, die Sprengung von Bergkuppen zum Abbau von Kohle zu verhindern. Die Organisation dahinter, Appalachian Voices, nutzt Google Earth um per Satellitenbild auf die <a href="http://earth.google.com/outreach/cs_app_voices.html">massive Umweltzerstörung</a> aufmerksam zu machen.</p>
<p class="MsoNormal">[youtube RPixjCneseE]</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">In der Amazonasregion nutzt ein Indianerstamm Google Earth um den aktuellen Stand der <a href="http://www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?f=/c/a/2007/06/10/AMAZON.TMP">Abholzung des Regenwaldes</a> nach zu verfolgen.</p>
<p class="MsoNormal">In Afrika wurde eine solche Anwendung von engagierten Aktivisten sogar mit dem Mobiltelefon verknüpft. Während der politischen Krise nach den Wahlen in Kenia im Dezember 2007 kam es zu Auseinandersetzungen im ganzen Land und die Lage war unübersichtlich. Aktivisten entwickelten eine Anwendung, bei der per SMS Nachrichten an eine Internetseite geschickt werden können. Landesweit berichteten Freiwillige per SMS über Menschenrechtsverstöße, die transparent auf einer <a href="http://legacy.ushahidi.com/">Karte</a> dargestellt wurden. Das Projekt Ushahidi hat viele Nachahmer gefunden.</p>
<p class="MsoNormal"><img decoding="async" loading="lazy" class="alignright" style="float: right;" src="http://neu.nonprofits-vernetzt.de/wp-content/uploads/2009/09/seite-ushahidi-com-10x7-verkleinert3.jpg" alt="" width="378" height="301" /></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Auf der <a href="http://www.stateofthemap.org/">OpenStreetMap Konferenz</a> im Juli berichteten die Teilnehmer von weiteren Beispielen. So entwickelte <a href="http://www.youtube.com/watch?v=qTOr6au-j6s">Arun Ganesh</a> aus Indien mit Hilfe von <a href="http://www.openstreetmap.org">OpenStreetMap</a> -Daten eine <a href="http://busroutes.in/chennai">Busplan-Informationsseite</a> und druckte hochwertige Karten in Papierform aus, die lizenzfrei genutzt werden können.</p>
<p class="MsoNormal">Das Projekt <a href="http://www.openstreetmap.org/">OpenStreetMap</a> begann vor einigen Jahren in England, hat aber mittlerweile Helfer weltweit. Deutschland hat die meisten Freiwilligen und die detaillierteste Karte, die sogar Briefkästen, Apotheken, Restaurants und Sicherheitskameras mit einschließt. Hier werden ebenfalls bereits Wander- und Fahrradkarten angeboten.</p>
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<p class="MsoNormal">Auch die britische Seite <a href="http://www.fixmystreet.com/">FixMyStreet</a> ist ein Beispiel dafür, wie Bürger sich in die Kartierung einbringen können.</p>
<p class="MsoNormal">Ebenso das Projekt <a href="http://www.opengreenmap.org/">Open Green Map</a> , das Internetnutzer dazu einlädt, die ökologisch-kulturellen Eigenschaften ihrer Umgebung zu kartieren, nach dem Motto &quot;Think Global, Map Local&quot;. Für Berlin-Neukölln existiert schon eine <a href="http://www.greenmap.org/greenhouse/en/node/2739">Green Map</a> .</p>
<p class="MsoNormal">[youtube _8pXOkBNYWo]</p>
<p class="MsoNormal">Diese Bündelung von freiwilligem Bürgerengagement über das Internet wird von gemeinnützigen Organisationen in Deutschland kaum genutzt und noch völlig unterschätzt. Der Film <a href="http://www.usnowfilm.com/">&#8216;US now&#8217;</a> aus England beschreibt die Potentiale eindrucksvoll.</p>
<p class="MsoNormal">Dabei gäbe es vielfältige Möglichkeiten, wie auch die Einführung <a href="http://www.tacticaltech.org/mapsforadvocacy">&#8216;Maps for Advocacy&#8217; </a> des Tactical Technology Collective anschaulich beschreibt. Folgende Ansätze wären für gemeinnützige Organisationen und Bürger denkbar:</p>
<ul>
<li>Karten können vielfältig genutzt werden, um Probleme anschaulicher und konkreter darzustellen</li>
<li>In der Kombination mit unterschiedlichen Daten können komplexe Sachverhalte mit Hilfe von Karten entschlüsselt werden.</li>
<li>Karten können zu neuen Anwendungen eines gemeinsamen Bürgersachverstandes genutzt werden</li>
<li>Im lokalen Kontext können Karten helfen, Bürger zu vernetzen.</li>
</ul>
<p>Eine wichtige Einschränkung muss jedoch auch genannt werden. Karten können durchaus die Transparenz erhöhen und bieten neue Formen der Darstellung, aber jede Karte lässt sich ähnlich wie Statistiken einseitig und verzerrt nutzen. Offene Karten und Geodaten sind nur ein Instrument unter vielen, die aber hoffentlich bald in der gemeinnützigen Landschaft Deutschlands mehr Anwendung finden werden.</p>
<p class="MsoNormal">
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<p class="MsoNormal">
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<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;"> </span></p>
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		<title>Sind Nonprofit-Organisationen Brückenbauer in die digitale Welt?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 22:17:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das Internet eröffnet Menschen neue Handlungschancen. Sie können über das Netz neue Freunde kennenlernen, sich weiterbilden, politisch aktiv werden, an Entscheidungen partizipieren, sich als Online-Volunteer in eine gemeinnützige Organisation einbringen, Geld spenden und Geld sammeln, ihr Wissen weitergeben, künstlerisch aktiv werden &#8211; die Möglichkeiten sind endlos. Das Internet bietet für den Einzelnen die Chance, unabhängiger [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" loading="lazy" src="http://stufr.de/wuedesign/blog/wp-content/uploads/2009/03/npo-blogparade-logo_m-300x67.png" alt="" width="300" height="67" /></p>
<p>Das Internet eröffnet Menschen neue Handlungschancen. Sie können über das Netz neue Freunde kennenlernen, sich weiterbilden, politisch aktiv werden, an Entscheidungen partizipieren, sich als Online-Volunteer in eine gemeinnützige Organisation einbringen, Geld spenden und Geld sammeln, ihr Wissen weitergeben, künstlerisch aktiv werden &#8211; die Möglichkeiten sind endlos. Das Internet bietet für den Einzelnen die Chance, unabhängiger zu werden von seiner Fähigkeit zur Mobilität, seinem sozialen Umfeld, seinem Ort, seinen finanziellen Möglichkeiten.</p>
<p>Das Internet kann zum Empowerment-Instrument werden, das Menschen eine öffentliche Stimme verleiht, die bisher noch keine hatten, &#8211; ein gutes Beispiel sind die Autoren des Caritas-Blogs <a href="http://blog.soziale-manieren.de/">Mitten am Rand</a> . Aber das Internet eröffnet nicht nur Individuen neue Chancen, sondern auch Organisationen und Gemeinschaften. Es hält Mittel bereit, um die Partizipation der Zivilgesellschaft voranzutreiben.</p>
<p>Aber die Chancen des Internets eröffnen sich nur denjenigen, die über die Kompetenzen verfügen, sich im Internet zu bewegen und diesen öffentlichen Raum effektiv zu nutzen. Mein Bloggerkollege Herber Schmidt, der in der Selbstorganisation von Senioren aktiv ist und <a href="http://blogpate.wordpress.com/">Blogpate</a> des Projekts <a href="http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Technologie-und-Innovation/Informationsgesellschaft/internet-erfahren.html">Internet Erfahren</a> , befasst sich in der <a href="http://stufr.de/wuedesign/blog/?p=377">9. Runde der Nonprofit-Blogparade</a> mit dem Thema eLearning für Senioren und stellt unterschiedliche Projekte und Netzwerke vor. Sie zielen mit ihren Angeboten zum Lernen und zum sozialen Austausch auf die digitale Inklusion von Senioren. In der Altersgruppe der über 50-Jährigen zählen 55% der Menschen &#8211; darunter mehrheitlich Frauen &#8211; zu den Offlinern <a href="http://www.nonliner-atlas.de/">(s. (N)Onliner-Atlas 2009, S. 10)</a> .</p>
<p>Nonprofit-Organisationen spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Bürgern und Gruppen auf ihrem Weg in die digitale Welt zu helfen. Die Forschung zeigt, dass die Partizipation von Menschen &#8211; egal in welchem Kontext &#8211; davon profitiert, wenn sie von Dritte-Sektor-Organisationen gefördert und begleitet wird <a href="http://www.communities.gov.uk/documents/localgovernment/pdf/1241999">(Pratchett u.a. 2009)</a> . Wer versucht, sich alleine mehr Beteiligungsmöglichkeiten zu verschaffen, hat es schwerer als jemand, der diesen Lernprozess gemeinsam mit einer Gruppe geht.</p>
<p>Nonprofits können Initiativen und Projekte schaffen, in denen ihre Zielgruppen in das Internet eingeführt werden, sie können Informationen und Kontakte zum Thema bereithalten und selbst in Kursen das Wissen vermitteln, das man für die digitale Welt benötigt.</p>
<p>Eine Recherche in der <a href="http://www.digitale-chancen.de/einsteiger/">Datenbank der Stftung digitale Chancen</a> zeigt, dass viele Nonprofit-Organisationen öffentliche Internetzugänge und &#8211; soweit aufgelistet &#8211; auch Kurse für Interneteinsteiger anbieten. Sie sind auch involviert in das Programm <a href="http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Technologie-und-Innovation/Informationsgesellschaft/internet-erfahren.html">Internet Erfahren</a> des Bundeswirtschaftsministeriums, das Mitarbeiter der sozialen Dienste als wichtige Multiplikatoren erachtet, weil sie häufig einen direkten Zugang zu jenen Menschen haben, die noch zu den Offlinern zählen.</p>
<p>Die Forschung zeigt aber auch, dass das Empowerment von Menschen, ihre Befähigung zur Partizipation, nicht nur von ihren Kompetenzen abhängt und von der Existenz einer Gruppe, in der sie einen Rückhalt finden. Partizipation funktioniert dann am Besten, wenn man</p>
<ul>
<li>Bürger um ihren Input bittet, also sie aktiv anspricht (&quot;asked to&quot;)</li>
<li>und ihnen vermittelt, dass ihr Beitrag zählt (&quot;responded to&quot;) <a href="http://www.communities.gov.uk/documents/localgovernment/pdf/1241999">(Pratchett u.a. 2009)</a></li>
</ul>
<p>Dies bedeutet bezogen auf die digitale Inklusion, dass es hier nicht nur darum gehen darf, die Individuen für die internetbasierte Wissensgesellschaft fit zu machen, sondern darum, ihre Partizipationsmöglichkeiten als Bürger dieser Gesellschaft zu stärken. Und Institutionen &#8211; egal aus welchem Sektor &#8211; das digitale Engagement der Bürger würdigen und darauf eingehen sollten.</p>
<p>Die Frage ist, inwieweit die etablierten Nonprofit-Organisationen &#8211; und hier insbesondere die freie Wohlfahrtspflege &#8211; diese demokratiepolitischen Chancen der digitalen Inklusion sehen und fördern? Sind sie heute schon die Brückenbauer, die ihren Stakeholdern Wege in das Internet bahnen, damit letztere ihre Partizipationschancen &#8211; auch gegenüber dem freien Träger selbst- wahrnehmen können? Haben die traditionellen gemeinnützigen Organisationen, die das institutionelle Rückgrat der Zivilgesellschaft bilden, die Chancen von Social Media für die Bürgergesellschaft schon erkannt und nutzen sie diese Chancen für sich selbst und für ihre Stakeholder?</p>
<p>Die meisten gemeinnützigen Organisationen können die Rolle eines Brückenbauers in die digitale Welt, der nicht nur Kompetenzen vermittelt, sondern Menschen und Gruppen auch zur digitalen Partizipation ermuntert, noch nicht einnehmen. Die meisten Nonprofits stehen dem Internet noch kritisch gegenüber und können sich mit dem Netz nicht recht anfreunden. Dies führt zu der &#8211; aus strategischer Sicht bedauernswerten &#8211; Situation, dass mit dem Internet ein neuer öffentlicher Raum existiert, in dem Handlungschancen, Ressourcen und Macht verteilt werden, und viele Dritte-Sektor-Organisationen abseits stehen und es versäumen, sich selbst und ihrer Klientel einen angemessenen Platz in diesem öffentlichen Raum zu schaffen. So bleiben viele Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten ungenutzt liegen, die die Zivilgesellschaft stärken könnten.</p>
<p>Dass das Internet noch keinen prominenten Platz im Bewusstsein der Verfechter des Bürgerengagements einnimmt, zeigt auch der Zwischenbericht des <a href="http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2009/05/Agenda_Gesamt_Web.pdf">Nationalen Forums für Engagement und Partizipation</a> , das vor einigen Wochen tagte. In den Ergebnissen der zehn Dialogforen ist das Internet zwar durchaus an manchen Stellen präsent, aber in erster Linie als Informations- und Vermittlungs- und Austauschplattform (vgl. S. 13-26). Es wird nicht deutlich, dass das Internet dem bürgerschaftlichen Engagement auch grosse demokratiepolitische Chancen eröffnet und es den Umgang zwischen NPOs und ihren Stakeholdern verändert. Es wäre gut gewesen, es hätte sich ein Dialogforum speziell mit dem Internet und seinen Folgen für das bürgerschaftliche Engagement befasst. Angesichts der Ausdehnung und der wachsenden Bedeutung der digitalen Welt wäre es wichtig, dass sich Nonprofit-Organisation stärker dem Internet zuwenden und hier innovative Lösungen für sich und ihre Stakeholder entwickeln.</p>
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		<title>&#8220;Working across boundaries&#8221;- wie Kooperation in Netzwerken gelingen kann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 May 2009 19:23:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fundraising]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
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					<description><![CDATA[Welchen Nutzen bieten Social Media Nonprofit-Organisationen und wie arbeitet man erfolgreich in Netzwerken? Die Chancen von Web 2.0/Social Media für Nonprofit-Organisationen wurden auf einer Fachtagung an der FH Osnabrück ausgelotet, auf der Bloggerkollegen wie Hannes Jähnert , Ole Seidenberg, Christian Kreutz und ich eingeladen waren, um über das Thema zu referieren. In den Workshops wurde [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Welchen Nutzen bieten Social Media Nonprofit-Organisationen und wie arbeitet man erfolgreich in Netzwerken?</p>
<p>Die Chancen von Web 2.0/Social Media für Nonprofit-Organisationen wurden auf einer <a href="http://www.wiso.fh-osnabrueck.de/npo-tagung.html">Fachtagung an der FH Osnabrück</a> ausgelotet, auf der Bloggerkollegen wie <a href="http://foulder.blogspot.com/">Hannes Jähnert</a> , <a href="http://socialaction20.wordpress.com/">Ole Seidenberg,</a> <a href="http://www.crisscrossed.net/">Christian Kreutz </a> und ich eingeladen waren, um über das Thema zu referieren. In den Workshops wurde mit Vertretern von <a href="http://www.helpedia.de/">Helpedia</a> , <a href="http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/start.html">Deine Stimme gegen Armut</a> , <a href="http://www.wikiwoods.org/doku.php">Wikiwoods</a> , <a href="http://wikimedia.de/">Wikimedia</a> , dem <a href="http://www.spendwerk.de/">Spendwerk</a> und anderen über Fundraising, Online-Volunteering und Campaigning diskutiert. Die Tagungsbeiträge kann man sich <a href="http://www.wiso.fh-osnabrueck.de/26816.html">hier</a> ansehen.</p>
<p>Mein Part war es, die Chancen von Web 2.0 für gemeinnützige Organisationen themenübergreifend darzustellen. Meine Argumentation war zweistufig:</p>
<p>Da Web 2.0 auf Vernetzung zielt, habe ich zuerst den Nutzen von <em>Netzwerken</em> für Nonprofits herausgearbeitet. Darauf aufbauend kann dann der Nutzen von Social Media für gemeinnützige Organisationen aufgezeigt werden, der in dem Potential liegt, Menschen und Organisationen untereinander verbinden zu können.</p>
<p>Ich bin überzeugt von folgendem: so lange der Nutzen kollaborativer Strukturen nicht durchgängig erkannt wird, so lange die Kooperation in Netzwerken als Aufwand betrachtet wird, der (zuviel) Zeit kostet, ineffektiv ist und Meinungsverschiedenheiten zwischen den Beteiligten sichtbar macht, die ansonsten verdeckt blieben &#8211; so lange wird man auch den Nutzen von Social Media im Nonprofit-Sektor nicht wertschätzen.</p>
<p>Netzwerke eröffnen Nonprofits neue Handlungsoptionen. Gemeinsam mit anderen können Ziele erreicht werden, die ohne eine Bündelung von Ressourcen unterschiedlicher Akteure nicht hätten erreicht werden können. Aber die Kooperation in Netzwerken und damit die Kooperation über Grenzen hinweg &#8211; seien sie organisationaler, individueller, sektoraler oder ideologischer Natur &#8211; ist eine Kunst, die man erlernen muss.</p>
<p>Nicht jedes kollaborative Projekt verläuft erfolgreich. Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, um die Zusammenarbeit zwischen Organisationen/Individuen erfolgreich zu machen?</p>
<p>Russel M. Linden hat vor Jahren in seinem Buch <a href="http://www.amazon.com/Working-Across-Boundaries-Collaboration-Organizations/dp/0787964301/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1243192611&amp;sr=1-1">&quot;Working across boundaries&quot;</a> (2002) einige Voraussetzungen aufgelistet, die notwendig sind, damit kollaborative Projekte im Nonprofit-Sektor auch funktionieren. Unter dem Stichwort &quot;The Basics&quot; zählt er auf (S. 74):</p>
<ul>
<li>Die an der Kooperation Beteiligten müssen ein gemeinsames Ziel haben</li>
<li>Dieses Ziel muss so gestaltet sein, dass es die Beteiligten alleine nicht erreichen können, sondern nur in Kooperation mit anderen: dadurch entsteht für Organisationen/Individuen der Anreiz zur Zusammenarbeit</li>
<li>Die Beteiligten müssen bereit sein, in das gemeinsame Projekt zu investieren und &#8211; ganz wichtig &#8211; auch zu handeln, nicht nur zu reden.</li>
<li>Es müssen die &quot;richtigen&quot; Personen am Tisch sitzen. D.h. jene, die a) am gemeinsamen Ziel interessiert sind und b) verbindliche Zusagen im Namen ihrer Organisation treffen können</li>
<li>Der Umgang und die Verfahren müssen transparent, glaubwürdig und offen sein, &#8211; das Ergebnis darf nicht von einigen im Vorfeld abgesprochen sein, sonst wirkt die Partizipation vieler schnell als Farce (S. 82).</li>
<li>Es gibt unter den Beteiligten jemanden, der kraft seiner Glaubwürdigkeit und seines Durchsetzungsvermögens die Kooperation vorantreibt. Linden nennt diese Person den &quot;Champion for the initiative&quot; (S. 74).</li>
</ul>
<p>Einfache Regeln, die im Einzelfall aber immer wieder die größten Probleme bereiten, weil</p>
<ul>
<li>die Teilnehmer der Kooperation unter dem gemeinsamen Ziel etwas ganz unterschiedliches verstehen</li>
<li>viel Zeit mit Diskutieren vergeht und keine Bereitschaft zum Handeln sichtbar ist</li>
<li>die &quot;falschen&quot; Leute am Tisch sitzen, die das Ziel nicht erreichen, sondern verhindern wollen</li>
<li>Verfahren nicht transparent sind und der Umgang untereinander nicht vertrauenswürdig.</li>
</ul>
<p>Social Media können Menschen untereinander vernetzen, aber sie können uns die Herausforderung der Kooperation, die viele Kompetenzen voraussetzt, nicht abnehmen.</p>
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		<item>
		<title>Web 2.0, Partizipation und die Blogosphäre</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/web-20-partizipation-und-die-blogosphare/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2009 11:59:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgergesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Empowerment]]></category>
		<category><![CDATA[Fundraising]]></category>
		<category><![CDATA[Macht]]></category>
		<category><![CDATA[NPO]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Ressourcen]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Staat]]></category>
		<category><![CDATA[Stakeholder]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn wir Blogger/innen über Web 2.0 schreiben, dann erwecken wir häufig den Eindruck, als wäre die Einführung von Social Media das Ziel und nicht der Beginn der eigentlichen Herausforderung: nämlich der Kooperation und des Meinungsaustausches mit den Stakeholdern, die via Internet mit einer Organisation in Kontakt treten. Der Umgang mit der verstärkten Partizipation von Bürgern, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn wir Blogger/innen über Web 2.0 schreiben, dann erwecken wir häufig den Eindruck, als wäre die Einführung von Social Media das <em>Ziel </em> und nicht der <em>Beginn</em> der eigentlichen Herausforderung: nämlich der Kooperation und des Meinungsaustausches mit den Stakeholdern, die via Internet mit einer Organisation in Kontakt treten.</p>
<p>Der Umgang mit der verstärkten Partizipation von Bürgern, Klienten, Kunden und die Steuerung der Kooperation zwischen Organisation und Stakeholdern, &#8211; das ist meines Erachtens die wirkliche Aufgabe, die Social Media mit sich bringen. Alles andere &#8211; die Technik, die Social Media-Strategie, die Auswahl der Instrumente, die Einführung der Tools &#8211; das sind nur die Vorbereitungen für das wirkliche Spiel, das beginnt, wenn die partizipativen Tools installiert sind.</p>
<p>In der Blogosphäre gibt es überraschend wenig Beiträge, die sich mit dieser Zeit <em>nach</em> der Einführung von Web 2.0 befassen. Die meisten Blogger haben nur die erste Phase im Blick. Wenige liefern Ideen, wie Partizipation und Kooperation online und offline erfolgreich gestaltet werden können.</p>
<p>Vielleicht haben die etablierten Organisationen wie Kommunen und Nonprofit-Einrichtungen eine Vorahnung über die Herausforderungen, die Web 2.0 mit sich bringt, wenn Hierarchie auf Netzwerke und repräsentative Systeme auf direkte Demokratie stoßen. Vielleicht erklärt sich so ihre Zurückhaltung bezüglich der Implementation von interaktiven Instrumenten.</p>
<p>Web 2.0 hat einen eminent politischen Charakter, &#8211; nicht nur wegen möglicher Machtverluste auf Seiten hierarchischer Organisationen, sondern auch deshalb, weil es das Verhältnis zwischen Bürger und Staat, Klient und professionellem Mitarbeiter, Nonprofits und Ehrenamtlichen usw. neu justiert.</p>
<p>Wird Web 2.0 angewandt, dann verkomplizieren sich die Politikformulierung und die Politikumsetzung (beides im weitesten Sinne), weil es den Kreis der Beteiligten ausdehnt. Je mehr Akteure mitsprechen, desto heterogener sind die Interessen, desto schwieriger ist die Entscheidungsfindung, desto weniger haben professionelle/fachliche Konzepte eine Chance, die sich plötzlich mit Vorschlägen von Laien konfrontiert sehen.</p>
<p>Es ist eine Fiktion, zu glauben, man könne in strittigen Fällen alles ausdiskutieren und früher oder später einen Konsens finden. In Wahrheit sind viele Positionen miteinander unvereinbar und es ist die Frage, ob Beziehungen, Projekte, Organisationen nicht an dieser schwierigen Entscheidungsfindung zwischen multiplen Akteuren &#8211; gefördert durch Social Media &#8211; zerbrechen können. Web 2.0-Anwendungen helfen uns aus diesem Dilemma nicht heraus. Lösungen sind nur aus der Weiterentwicklung partizipativer Konzepte und von Kooperationsverfahren zu erwarten.</p>
<p>Aus der Wissenschaft kommt das Feedback, dass das Phänomen der &#8216;Partizipation&#8217; theoretisch und empirisch noch zu wenig erforscht ist. Zumeist beschränken sich Befürworter und Gegner auf Positionen, die ideologisch motiviert sind, aber nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen (<a href="http://arp.sagepub.com/cgi/content/abstract/36/1/19">Fischer 2006</a> ).</p>
<p>Grundsätzlich zeigt aber die empirische Partizipationsforschung folgendes (vgl. <a href="http://arp.sagepub.com/cgi/content/abstract/36/1/19">Fischer 2006</a> ):</p>
<ul>
<li>Partizipation ist kein Selbstläufer. Es handelt sich vielmehr um einen komplizierten Prozess, der sorgfältig gepflegt, moderiert und gesteuert werden muss.</li>
<li>Partizipation führt nicht per se zu inhaltlich guten Ergebnissen mit gesellschaftlichem Mehrwert. Die empirische Untersuchung von Newig/Fritsch in <a href="http://www.amazon.de/s/ref=nb_ss_b?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&amp;url=search-alias%3Dstripbooks&amp;field-keywords=bode+b%FCrgergesellschaft&amp;x=18&amp;y=13">Bode/Evers</a> (2009) zeigt, dass partizipative Verfahren im Umweltbereich nicht immer bessere ökologische Entscheidungen produzieren. In 15 untersuchten Fällen kam es nur in sechs Verfahren zu Verbesserungen, in 5 Verfahren hat die Partizipation die ökologische Qualität der Entscheidungen verschlechtert, &#8211; weil die persönlichen Interessen über fachlich bedeutsame Aspekte dominierten.</li>
<li>Partizipation ist ein Prozess mit ungewissem Ausgang. Man kann nicht von der Ausgestaltung des Partizipationsverfahrens automatisch auf dessen Ausgang schließen.</li>
<li>Es fehlt noch detailliertes Wissen darüber, wie Partizipation genau funktioniert. Bezüglich der Beteiligungsverfahren muss erst noch gelernt werden &quot;what is good and what is bad, what works and what does not&quot; (Cornwall/Jewkes, zit. nach Fischer 2006).</li>
<li>Es zeichnet sich aber jetzt schon ab, dass eine formale Theorie über Partizipationsverfahren nicht möglich sein wird, weil jedes Verfahren sehr stark von den beteiligten Akteuren und deren Ideen/Haltungen/Wünschen dominiert wird.</li>
</ul>
<p>Angesichts der spärlichen Aufmerksamkeit, die in der Blogosphäre dem Thema &#8216;Partizipation in der Praxis&#8217; zu teil wird (obwohl Web 2.0 das Thema höchst aktuell macht), freue ich mich über Webseiten wie die diese:</p>
<p><a href="http://www.partizipative-qualitaetsentwicklung.de/partizipative-qualitaetsentwicklung.html">Partizipative Qualitätsentwicklung</a> : Die Seite bietet allen, die in der &quot;Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten&quot; aktiv sind, gutes Material über Partizipation und Kooperation.</p>
<p><a href="http://www.peopleandparticipation.net/display/Involve/Home">Involve </a> des people and participation.net, das eine interessante &quot;Bibliothek&quot; bzw. Linksammlung zum Thema Partizipation bietet.</p>
<p>Wegweiser-bürgergesellschaft.de, die unter dem Stichwort <a href="http://www.buergergesellschaft.de/politische-teilhabe/modelle-und-methoden-der-buergerbeteiligung/103413/">&#8216;Modelle und Methoden der Bürgergeteiligung&#8217;</a> auch Ressourcen für konkrete Partizipationsprozesse bieten.</p>
<p><strong>Nachtrag: </strong> ein aktuelles empirisches Beispiel, die Kampagne &#8216;StopStarbucks&#8217;, die ich beim <a href="http://klauseck.typepad.com/prblogger/2009/05/starbuckskampagne-ins-gegenteil-verkehrt.html">PR Blogger</a> gefunden habe, veranschaulicht sehr gut die system- und strukturkritischen Potentiale von Social Media.</p>
<p>Wenn eine Organisation hofft, durch einen strategischen Social Media-Einsatz, der hinsichtlich der Tools dem state-of-the-art entspricht, Interessensunterschiede zwischen ihr und ihren Stakeholdern durch einen Online-Dialog einfach auflösen zu können, dann irrt sie. Im Gegenteil: durch Social Media werden Interessensunterschiede sehr schnell sehr deutlich und sehr öffentlich. Konflikte können nicht tabuisiert werden und Defizite innerhalb der Organistion auch nicht. Es kommt alles früher oder später auf den Tisch &#8211; wer an Organisationsstrukturen festhält, die Stakeholder nicht auf Augenhöhe behandeln, wird es mit Social Media schwer haben. Denn sie zielen auch auf strukturelle Veränderungen in einer Organisation.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Web 2.0 und das Zögern gemeinnütziger Organisationen</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/web-20-und-das-zogern-gemeinnutziger-organisationen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 09:04:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
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		<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
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		<category><![CDATA[soziale Dienste]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>
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					<description><![CDATA[Von Ole Seidenberg, dem SocialBlogger , kommt die Frage für die dritte Runde der Nonprofit-Blogparade: &#8220;Welche Kehrseiten des Web 2.0-Hypes gilt es zu beachten, insbesondere für den Nonprofit-Sektor?&#8221; In meiner Antwort will ich untersuchen, welche &#8220;Kehrseiten&#8221; (oder nennen wir es lieber &#8220;Herausforderungen&#8221;) des Netzes von Organisationen als besonders irritierend wahrgenommen werden. Dazu die erste Feststellung: [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Von Ole Seidenberg, dem <a href="http://socialaction20.wordpress.com/2008/12/15/npo-blogparade-nr-3-die-kehrseite-des-web-20-hypes-fur-den-nonprofit-sektor/">SocialBlogger</a> , kommt die Frage für die dritte Runde der Nonprofit-Blogparade:<br />
&#8220;Welche Kehrseiten des Web 2.0-Hypes gilt es zu beachten, insbesondere für den Nonprofit-Sektor?&#8221;</p>
<p><strong></strong> <strong></strong></p>
<p>In meiner Antwort will ich untersuchen, welche &#8220;Kehrseiten&#8221; (oder nennen wir es lieber &#8220;Herausforderungen&#8221;) des Netzes von Organisationen als besonders irritierend wahrgenommen werden.</p>
<p>Dazu die erste Feststellung: das Internet ist ein neuer öffentlicher Raum. Und wie alle öffentlichen Räume birgt es Gefahren und Chancen. Die Gefahren gehen von destruktiven Nutzern, staatlichen Überwachungs- und Kontrollversuchen, mangelhafter Datensicherheit, rufschädigenden Inhalten usw. aus. Die Chancen des Internets liegen in der Vernetzung mit anderen Nutzern und im Gewinn von Ressourcen wie Ideen, Unterstützung und finanziellen Mitteln usw.</p>
<p>Was Menschen und Organisationen vor dem digitalen öffentlichen Raum zurückschrecken lässt und Ängste hervorruft, ist folgendes:</p>
<p><strong>Der Verlust an Intimität.</strong> Wer öffentlich im Internet agiert, erreicht potentiell Tausende von Nutzern, wildfremde Menschen in fremden Städten, fremden Ländern. Dies produziert Ängste, weil man den vergleichsweise kleinen geschützten Raum verlässt, in dem man bisher agierte. Dieses Überschreiten der Grenze zwischen innen und außen, zwischen Vertrautem und Fremdem fällt auch traditionellen Nonprofit-Organisationen schwer, die sich bisher hauptsächlich in ihrem angestammten Milieu bewegten, sei es kirchlich, gewerkschaftlich, oder ökologisch orientiert.</p>
<p><strong>Das Sichtbarwerden von Beziehungen</strong> . Während in der realen Welt die Beziehungsstrukturen zwischen Menschen und Organisationen für den Einzelnen nicht transparent sind &#8211; er hat hier nur einen begrenzten Überblick- werden im Internet Beziehungsstrukturen erheblich durchsichtiger. Man erkennt leichter, wer mit welcher Organisation verbunden ist (also zweiseitige Verhältnisse) und auch die Verbindungen der Nutzer untereinander. Die Sichtbarkeit von Beziehungen lässt Vergleiche zwischen den Netzwerken von gemeinnützigen Organisationen zu. Und damit auch Vergleiche über die Integrations-, Akquise- und Zukunftsfähigkeit eines gemeinnützigen Trägers.</p>
<p><strong>Die Angst vor dem Fremden.</strong> Während man im eigenen Umfeld die Menschen und ihre Reaktionen im allgemeinen ganz gut einschätzen kann, verliert man diese Sicherheit im Umgang, sobald fremde Menschen aus fremden Milieus auftreten. Dann überkommt viele die Angst vor einer vermeintlich feindlichen Umwelt und es wächst die WIR/UND DIE ANDEREN-Haltung. Die Angst vor dem Fremden existiert auch in Nonprofit-Organisationen, die befürchten, dass fremde Milieus und Botschaften ihre Identität bedrohen könnten.</p>
<p><strong>Die öffentliche Kritik.</strong> Mit Kritikern hat man als Individuum und Organisation immer zu tun. Es ist allerdings ein Unterschied, ob diese Kritik in einem zahlenmässig begrenzten Raum oder im Internet vorgetragen wird. Im ersten Fall erfährt von dieser Kritik vielleicht eine Mitgliederversammlung mit 50 Personen. Im zweiten Fall ein Nutzerkreis, der in die Tausende gehen kann und der die Kritik auch selbst noch weiterverbreitet. Eine Organisation braucht Selbstvertrauen und ein gewisses Mass an Coolness, um sich dieser Kritik bewusst auszusetzen. Wer allerdings glaubt, er könne der Kritik entgehen, wenn er offline bleibt, täuscht sich. Die Nutzer reden so oder so im Netz über einen selbst.</p>
<p><strong>Die Folgen für die Organisation</strong> . Wer sich für Social Media entscheidet und einen langfristigen Dialog mit den eigenen Stakeholdern aufbauen möchte, muss deren Fragen und Anregungen ernst nehmen. Man kann nicht pauschal Dinge ablehnen, sondern muss diskussionsbereit bleiben und Gründe für die eigene Haltung nennen, die wiederum von den Nutzern hinterfragt werden wird. So ergibt sich eine Machtverschiebung hin zu den Nutzern: während in der Vergangenheit die Nonprofit-Organisation mit ihren Publikationsmöglichkeiten die Rolle des Senders innehatte und die Adressaten die Rolle des Empfängers, können Stakeholder mit Hilfe von Social Media ihre Standpunkte sehr leicht selbst veröffentlichen. Und müssen dementsprechend ernst genommen werden.</p>
<p>Gerald Czech vom <a href="http://blog.roteskreuz.at/sociologist/2009/01/07/npo-blogparade-kehrseiten-des-web20-fur-npos/">Redcross Sociologist-Blog</a> weist auf einen weiteren Aspekt hin, der gemeinnützige Organisationen vor dem Internet zögern lässt: nämlich auf die Tatsache, dass Teile der Klientel von Nonprofit-Organisationen im Sozialbereich gar nicht im Netz vertreten sind. Menschen mit niedrigen Bildungsabschlüssen, geringem Haushaltseinkommen, Menschen über 70 Jahre und speziell viele Menschen in Ostdeutschland zählen zu den Offlinern. Auch Frauen sind nicht so häufig online wie Männer (vgl. <a href="http://www.nonliner-atlas.de/">(N)ONLINER-Atlas 2008</a> ).</p>
<p>Es existiert ein digitaler Graben in Deutschland, aber die Schlussfolgerung daraus darf nicht heißen, dass gemeinnützige Organisationen auf den Einsatz von Social Media verzichten sollten. Im Gegenteil: eine ihrer Aufgaben müsste nun sein, ihre Klientel für das Internet fit zu machen. Weil es dafür aller Wahrscheinlichkeit keine ausreichenden öffentlichen Mittel gibt, müssen Nonprofits daran gehen, für diese Aufgabe verstärkt Ehrenamtliche zu rekrutieren. Es geht also um eine Ausweitung des Aufgabenkatalogs für Nonprofits über soziale Dienstleistungen hinaus. Und zwar in Richtung eines Empowerments von Klienten, die in die Lage versetzt werden müssen, an der neuen digitalen <em>res publica</em> teilzunehmen.</p>
<p>Selbstverständlich lastet diese Verantwortung nicht allein auf den Schultern der freien Wohlfahrtspflege, sondern primär auf dem Bildungssystem. Aber auch die freie Wohlfahrtspflege ist als Akteur gefragt, weil sie in Kontakt mit Menschen kommt, die zu anderen gesellschaftlichen Systemen häufig keinen Zugang mehr haben.</p>
<p>Zu diesem Zweck könnten Nonprofits im Sozialsektor eine gemeinsame Plattform ähnlich wie <a href="http://codekindness.org/">Codekindness.org</a> schaffen, die freiwillige IT-Helfer rekrutiert oder in bestehenden Freiwilligenbörsen die IT-Schulung für Klienten mitaufnehmen. Übrigens kann auf diesem Weg auch nach IT-Unterstützung für Nonprofits selbst gesucht werden, zumindest für kleine Organisationen und Initiativen , die sich einen gewerblichen Dienstleister nicht leisten können.</p>
<p>Fazit: es gibt für Nonprofits trotz aller &#8220;Kehrseiten&#8221;, die das Netz bietet, keinen Weg zurück in eine internetlose Zeit, sondern nur den Weg voran, den sie gemeinsam mit ihren Stakeholdern gehen sollten. Oder wie Li/Bernoff es formulieren: &#8220;You cannot ignore this trend. You cannot sit this one out (&#8230;) You may go a little slower or a little faster, but <em>you have to move forward</em> &#8221; (<a href="http://www.amazon.com/Groundswell-Winning-Transformed-Social-Technologies/dp/1422125009/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1231684418&amp;sr=1-1">2008, 75</a> ).</p>
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		<title>Nonprofits und der Aufbau von sozialem Kapital &#8211; Ziele für 2009</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 23:34:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Unter sozialem Kapital versteht man die immateriellen/materiellen Ressourcen, die man aus sozialen Beziehungen gewinnen kann. Je besser und intensiver eine gemeinnützige Organisation mit anderen Menschen und Organisationen verbunden ist, desto stärker wird sie von deren Ressourcen profitieren können. Soziales Kapital wird langsam zu einem Thema in amerikanischen Blogs, die sich mit dem Nonprofit-Sektor befassen. Vor [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Unter sozialem Kapital versteht man die immateriellen/materiellen Ressourcen, die man aus sozialen Beziehungen gewinnen kann. Je besser und intensiver eine gemeinnützige Organisation mit anderen Menschen und Organisationen verbunden ist, desto stärker wird sie von deren Ressourcen profitieren können. Soziales Kapital wird langsam zu einem Thema in amerikanischen Blogs, die sich mit dem Nonprofit-Sektor befassen.</p>
<p>Vor dem Hintergrund der internationalen Finanzkrise, die amerikanische Nonprofits besonders hart trifft, wird jenes Kapital entdeckt, dass nicht aus Finanzmärkten, sondern aus menschlichen Beziehungen gezogen werden kann. Bei <a href="http://beth.typepad.com/beths_blog/2008/12/collaborative-paper-what-to-do-in-the-nonprofit-sector-to-offset-the-economic-crash-.html">Beth Kanther</a> heißt es: &#8220;<strong>Invest in Social Capital</strong> . It will be the only growing market in 2009&#8243;.</p>
<p>Michael Gilbert von den <a href="http://news.gilbert.org/BuildSocialCapitalInHardTimes">Nonprofit Online News</a> thematisiert, dass gemeinnützige Organisationen sehr häufig das Ausmaß des sozialen Kapitals, über das sie verfügen, gar nicht genau kennen, weil bestehende Kontakte und Beziehungen nicht richtig ausgewertet werden. Zumeist wird nur eine Dimension eines Stakeholders wahrgenommen (des freiwilligen Helfers, des Spender usw.) und andere Kompetenzen und Handlungsoptionen, die er bietet, ausgeblendet. Gilbert fordert, sich im Jahr 2009 ganz auf die Entdeckung, die Pflege und den Aufbau von sozialem Kapital zu konzentrieren:</p>
<p><strong>&#8220;We are sitting on top of social assets that we often ignore in the good times. We can no longer afford to do that. We must turn our attention, our resources, and our strategies to social capital. We must uncover the social capital we have, we must use it and nurture it, and we must grow more of it.&#8221;</strong></p>
<p>Wichtig ist, dass gemeinnützige Organisationen diese Aufgabe nicht planlos angehen und es dem Zufall oder dem <em>muddling through</em> überlassen, wie gut der Aufbau von sozialem Kapital gelingt. Vielmehr muss dieses Ziel strategisch verankert werden und zwar auf allen Organisationsebenen, angefangen vom Dachverband bis hinunter zur Hilfseinrichtung vor Ort: &#8220;Social capital must be the strategic mantra of our organizations&#8221;, wie Gilbert formuliert.</p>
<p>Speziell die Einrichtungen vor Ort spielen beim Aufbau von Netzwerken eine wichtige Rolle, die unbedingt gestärkt werden muss. Dies kollidiert allerdings mit der Tendenz, die seit längerem im wohlfahrts-<br />
verbandlichen Bereich zu beobachten ist: dass nämlich die Einrichtungen vor Ort immer häufiger als selbstständige Betriebe geführt werden, die sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und von weiteren verbandlichen Aufgaben (wie Lobbying, Integrativen Funktionen usw.) befreit sind.</p>
<p>Es hängt dann vom Engagement der örtlichen Einrichtungsleitung ab, wie sehr man sich um Freiwillige bemüht und wie stark der Netzwerkaufbau mit dem lokalen Umfeld vorangetrieben wird. In den Verbänden gibt es deshalb die Forderung, die Öffnung zur Bürgerschaft und die Förderung des freiwilligen Engagements als verbandliche Ziele festzuschreiben. Nur so könne das bürgerschaftliche Engagement aus der randständigen Zone ins Zentrum rücken und eine erfolgreiche Vernetzung zwischen der Nonprofit-Organisation und ihrem Umfeld erzielt werden <a href="http://b-b-e.de/uploads/media/nl25_pott.pdf">(Pott im BBE-Newsletter Nr. 25)</a> .</p>
<p>Neue Ziele im verbandlichen Leitbild reichen aber nicht aus, um den Aufbau von sozialem Kapital voranzutreiben. Man benötigt auch die passenden Instrumente für deren Umsetzung. Gilbert fordert, alle IuK-Technologien und Managementmethoden, die eine gemeinnützige Organisation benutzt, daraufhin zu hinterfragen, ob sie der Pflege und dem Aufbau von Beziehungen dienen oder ob sie Beziehungen behindern, belasten, zerstören.</p>
<p>Sein Ratschlag lautet u.a.:</p>
<ol>
<li>Technologien und Methoden, die soziales Kapital beeinträchtigen, sofort einzustellen. Dazu gehören z.B. Kommunikationsabläufe, die Hürden aufrichten und den Dialog mit den Stakeholdern stören, statt ihn zu erleichtern.</li>
<li>In Technologien, die soziales Kapital zwar nicht beeinträchtigen, aber auch nicht weiter voranbringen, nicht weiter zu investieren.</li>
<li>Technologien und Methoden zu fördern, die soziale Beziehungen aufbauen und sichtbar machen können. Gilbert zielt hier auf Web 2.0-Technologien bzw. Social Media ab. Sie seien zwar nicht der einzige Weg, wie Beziehungen zwischen Menschen aufgebaut werden können. Aber im Unterschied zu anderen Medien sind die Beziehungen im Internet gut sichtbar und dementsprechend gut zu erheben und zu nutzen.</li>
</ol>
<p>Aus meiner Sicht ist eine breite und intensive Vernetzung zwischen einer Nonprofit-Organisation und ihrem sozialen Umfeld (das dank Internet nicht auf einen Ort beschränkt bleiben muss) unabdingbar, um den Charakter einer gemeinnützigen Einrichtung zu erhalten. Denn das Besondere an Nonprofits sind nicht ihre sozialen Dienstleistungen &#8211; diese können in den meisten Fällen auch von gewerblichen oder staatlichen Trägern erbracht werden. Das Besondere sind vielmehr ihre Verbindungen zur Bürgerschaft, aus der Nonprofits ihre Energien und ihre Legitimation beziehen.</p>
<p>Wenn diese Verbindung zur Gesellschaft abreißt, kann eine Nonprofit-Organisation mit staatlicher Hilfe zwar weiterbestehen, aber sie verliert einen wichtigen Teil ihrer Identiät. Nämlich jenen, der darin besteht, eine Botschaft weiterzutragen und gemeinsam mit anderen an der Lösung von gesellschaftlichen Missständen zu arbeiten.</p>
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			</item>
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		<title>Podcast-Interview mit mir zum Thema NPOs und Social Media</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Oct 2008 10:57:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Best Practice]]></category>
		<category><![CDATA[Fundraising]]></category>
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					<description><![CDATA[Timo Lommatzsch vom Social Media PReview-Blog hat ein Interview mit mir zum Thema Nonprofit-Organisationen und Social Media geführt. Der Podcast mit dem Interview ist seit Samstag online . Wir sprechen in dem Interview sämtliche Grundlagen an: Nutzen von Social Media für NPOs Stand der Umsetzung in Deutschland Gründe für die Zurückhaltung von NPOs, wenn es [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Timo Lommatzsch vom <a href="http://www.socialmediapreview.de/">Social Media PReview-Blog </a> hat ein Interview mit mir zum Thema Nonprofit-Organisationen und Social Media geführt. Der Podcast mit dem Interview ist seit Samstag <a href="http://www.socialmediapreview.de/2008/10/18/social-media-preview-folge-19/">online</a> .</p>
<p>Wir sprechen in dem Interview sämtliche Grundlagen an:</p>
<ul>
<li> Nutzen von Social Media für NPOs</li>
<li>Stand der Umsetzung in Deutschland</li>
<li>Gründe für die Zurückhaltung von NPOs, wenn es um das Mitmach-Internet geht</li>
<li>Best Practice-Beispiele</li>
<li>Die Bedeutung von Transparenz für Nonprofits</li>
<li>Konkurrenz für etablierte Organisationen durch neue Fundraising-Plattformen und NPOs?</li>
</ul>
<p>Vielen Dank an Timo Lommatzsch für die Möglichkeit, dem Nonprofit-Thema durch ein Podcast eine Öffentlichkeit zu verschaffen! Vielleicht gibt es in einem halben Jahr einen Teil II, der weitere Fragen behandelt.</p>
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		<title>Blog Action Day 2008: Armut und das Dilemma der Sozialen Arbeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2008 10:59:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klienten]]></category>
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		<category><![CDATA[Sozialarbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute ist der weltweite Blog Action Day zum Thema &#8216;Armut&#8217;. Möglichst viele Blogger sollen zu diesem Thema aus ihrer Perspektive Stellung nehmen. Via Blogpatenschaften wurde ich auf die Aktion aufmerksam, durch Twitter daran erinnert. Wer arm ist, hat zumeist nicht nur materielle Probleme, sondern benötigt auch Unterstützung im Beziehungs- und Bildungsbereich und bei Fragen der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" loading="lazy" src="http://www.kreative-strukturen.de/wp-content/uploads/2008/08/blogactionday08_250x160.jpg" alt="" width="250" height="160" /></p>
<p>Heute ist der weltweite Blog Action Day zum Thema &#8216;Armut&#8217;. Möglichst viele Blogger sollen zu diesem Thema aus ihrer Perspektive Stellung nehmen. Via <a href="http://www.bloggerpatenschaften.de/blog-action-day-2008-mehr-offentlichkeit-fur-das-thema-armut/">Blogpatenschaften</a> wurde ich auf die Aktion aufmerksam, durch <a href="http://twitter.com/deinestimme">Twitter</a> daran erinnert.</p>
<p>Wer arm ist, hat zumeist nicht nur materielle Probleme, sondern benötigt auch Unterstützung im Beziehungs- und Bildungsbereich und bei Fragen der Haushaltsführung und Lebensplanung. Diese Hilfen werden von den Sozialen Diensten der Sozialverwaltung oder freigemeinnütziger Träger angeboten.</p>
<p>Die Bedingungen der Sozialen Arbeit haben sich in den letzten Jahren sehr stark verändert. In einem Aufsatz in der Fachzeitschrift Sozialer Fortschritt (1/20008) fasst H.J. Dahme den Wandel in den sozialen Diensten wie folgt zusammen: die Arbeit wurde bürokratisiert und verbetriebswirtschaftlicht. Der einzelne Mitarbeiter muss immer höhere Fallzahlen und immer mehr administrative Aufgabent stemmen. Die Interaktion mit dem Klienten wird durch gesetzliche Vorgaben immer stärker reglementiert (S. 10f). Was darunter leide, sei die &quot;ganzheitliche Arbeit am und mit Menschen&quot; (Dahme 2008, 11). Die Reglementierung seitens des Staates und des Trägers stellt darüber hinaus die Autonomie der Sozialarbeit in Frage. Der Mitarbeiter kann seine Expertise nicht mehr in der Form einbringen, wie er es sich erhofft hat.</p>
<p>Die Soziarbeit steht vor einem Dilemma. Einerseits sind die Mitarbeiter motiviert und möchten helfen. Andererseits schwinden ihre Handlungsspielräume. Wie kann der Ausweg aus dieser Sitaution aussehen?</p>
<p>Ein Zurück zur früheren Autonomie und Expertise mit ihrem tendenziell &#8216;hierarchischen&#8217; Charakter kann es meines Erachtens nicht mehr geben. Die Bemühungen von staatlicher &#8211; und Trägerseite nach Effizienz, Effektivität und Transparenz (duch die Falldokumentationen) sind legitim. Dennoch darf die am Klienten orientierte ganzheitliche Arbeit dabei nicht auf der Strecke bleiben.</p>
<p>Der Ausweg aus dem Dilemma kann meiner Ansicht nach nur gelingen, wenn sich die Soziale Arbeit neue Bündnisparter sucht. Die vorhandenen Bezugsgrupen/Stakeholder wie Angehörige, Ehrenamtliche, Nachbarschaft, Gemeinde usw. müssen stärker in die Dienstleistungsproduktion mit eingebunden werden. Nicht nur, um die Sozialarbeit zu entlasten und zu bereichern. Sondern auch, um bei Bedarf ein Netzwerk zu besitzen, mit dessen politischer Unterstützung man rechnen kann. Denn wer vertritt im Moment die Interessen einer ganzheitlichen Sozialarbeit, abgesehen von den dafür zuständigen Gewerkschafts-<br />
funktionären? Nonprofits und die Sozialarbeit haben es versäumt, die Öffentlichkeit effektiv auf ihre Arbeitssituation vor Ort hinzuweisen. Nun ist niemand da, der mit ihnen gemeinsam die Auswüchse der Bürokratisierung bekämpfen könnte. Die Leidtragenden sind die Klienten. In diesem Fall: die Menschen, die arm sind.</p>
<p>Web 2.0 bietet den Sozialen Diensten die technischen Voraussetzungen, um sich mit ihren Stakeholdern stärker zu vernetzen und Communities aufzubauen, die man auch für die politische Arbeit nutzen kann. Vielleicht wird man auf dem Online-Weg mehr Unterstützung für die Soziale Arbeit organisieren können?</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wieviel Zeit benötigt man für Web 2.0?</title>
		<link>http://blog.nonprofits-vernetzt.de/wieviel-zeit-benotigt-man-fur-web-20/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Brigitte Reiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 10:59:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nonprofit-Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[NPO]]></category>
		<category><![CDATA[Social Software]]></category>
		<category><![CDATA[Stakeholder]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn sich eine Nonprofit-Organisation für den Einsatz von Web 2.0-Instrumenten entschlossen hat, wie viel Stunden pro Woche muss sie dann für ihre Online-Aktivitäten einkalkulieren? Die Antwort: sehr viele. Wer sich im Mitmach-Internet engagieren möchte, muss bereit sein, dafür viel Zeit zur Verfügung zu stellen. Um die Installation der Tools geht es hier nicht. Die Technik [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn sich eine Nonprofit-Organisation für den Einsatz von Web 2.0-Instrumenten entschlossen hat, wie viel Stunden pro Woche muss sie dann für ihre Online-Aktivitäten einkalkulieren? Die Antwort: sehr viele. Wer sich im Mitmach-Internet engagieren möchte, muss bereit sein, dafür viel Zeit zur Verfügung zu stellen.</p>
<p>Um die Installation der Tools geht es hier nicht. Die Technik ist, was den Zeitaufwand angeht, vollkommen nachrangig. Was Zeit kostet, sind die Beziehungen, die man über Web 2.0 aufbaut, die Erstellung der eigenen Inhalte, der Dialog mit den Stakeholdern und die Vermarktung der eigenen Organisation. Der Begriff &#8216;Social Media&#8217;, der für die neuen Mitmach-Tools steht, drückt dies gut aus: es geht nicht primär um Technik, sondern um den Austausch mit Menschen, und der ist zeitaufwändig.</p>
<p><a href="http://beth.typepad.com/beths_blog/2008/10/how-much-time-d.html">Beth Kanter</a> , die amerikanische Fachfrau für das Thema Nonprofits und Web 2.0, hat nun in einem aktuellen Beitrag versucht, den Zeitaufwand zu ermitteln, der für den Einsatz von Social Media veranschlagt werden muss. Die Zahlen sind nur beispielhaft und hängen im Einzelfall davon ab, wie viel Erfahrung eine Organisation schon mit Web 2.0 gesammelt hat, wie gut die Mitarbeiter im Umgang mit den Tools geschult sind, wie effektiv eine Organisation arbeitet usw. Dennoch geben die Zahlen eine Tendenz wieder und zeigen, dass es sich beim Einsatz von Social Media um keine Aufgabe handelt, die mal so nebenbei erledigt werden kann.</p>
<p>Beth Kanter veranschlagt die folgenden Stundenzahlen:</p>
<ul>
<li>5 Stunden pro Woche benötigt eine Organisation, um sich im Internet über relevante Beiträge bezüglich der eigenen Organisation und des eigenen Fachgebietes auf dem Laufenden zu halten. Kanter nennt diese Tätigkeit &#8216;Zuhören&#8217;. Sie läuft über Newsfeeds, Twitter, technorati usw.</li>
<li>5 Stunden pro Woche nimmt es in Anspruch, wenn man aktiv an Online-Diskussionen teilnimmt und Kommentare schreibt, auf einzelne Beiträge eingeht usw. Dieser Aufwand läuft unter dem Stichwort &#8216;Partizipieren&#8217;.</li>
<li>10-15 Stunden pro Woche muss eine Organisation für die Erstellung von eigenen Inhalten in Form von Blogs, Podcasts usw. veranschlagen. Da die Inhalte allein noch für keine Nachfrage sorgen, muss man diese entsprechend bekannt machen und im Netz vermarkten. Dies nennt Kanter &#8216;Generate Buzz&#8217; . Die Vermarktung der eigenen Inhalte kostet eine Organisation noch einmal 10-15 Stunden pro Woche.</li>
<li>Mehr als 20 Stunden pro Woche benötigt eine Organisation, wenn sie aktiv eigene Online-Netzwerke aufbaut und diese pflegt oder aktiv an bestehen Online-Communities wie Facebook teilnimmt. Die Beantwortung von Anfragen, der gemeinsame Dialog, die Entwicklung neuer Ideen, der wertschätzende Umgang mit den einzelnen Netzwerk-Mitgliedern, &#8211; all dies kostet sehr viel Zeit. Aber ohne diesen Stundeneinsatz bringt eine Community keinen Nutzen. Wenn man vom Mitmach-Internet profitieren will, muss man bereit sein, diese Stunden zu investieren.</li>
</ul>
<p>Ein Kommentator in Beth&#8217;s Blog bringt es auf den Punkt: je wichtiger einer Organisation der Austausch mit ihren Stakeholdern ist, desto mehr Zeit investiert sie in Social Media. Wer keine Zeit investiert, hält den Online-Dialog für bedeutungslos: &quot;zero time, zero importance&quot;.</p>
<p>Bei <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2008/09/25/wie-macht-man-sein-blog-bekannt/#comments">bwlzweinull.de </a> und dem <a href="http://kulturmanagement.wordpress.com/2008/09/27/weblogs-wann-ist-man-eigentlich-erfolgreich-und-lohnt-sich-bloggen-fur-mich/">Kulturmanagement-Blog </a> wurde in den letzten Tagen auch darüber diskutiert, wie zeitaufwändig Blogs &#8211; ein Tool aus dem Social Media Repertoire &#8211; sind und inwiefern sie sich für FreiberuflerInnen und Organisationen lohnen. Fazit der Debatte: es gibt kein Patentrezept, jeder Autor/jede Organisation muss für sich entscheiden, ob sie diese Zeit investieren will.</p>
<p>Ein gutes Argument für Blogs liefert jetzt <a href="http://news.gilbert.org/BecomeBlogger">Michael C. Gilbert</a> . Blogs kosten zwar viel Zeit, aber sie helfen dem Autor oder der Organisation, die Informationsüberflutung in den Griff zu bekommen. Wer professionell bloggt, hat klare Themen und Ziele. Diese helfen, die eingehenden Informationen zu rastern und schneller zu verarbeiten, als wenn man ziellos den Informationen ausgesetzt ist. Sein Tipp: &quot;Become a Blogger and relax&quot;.</p>
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