Der „digitale Graben“ in der NPO-Landschaft

Welche Chancen bietet das Web 2.0 gemeinnützigen Organisationen und werden diese Chancen derzeit schon von allen hier genutzt? Um diese Fragen kreist das Interview, das Markus Beckedahl mit den Blogpiloten führte. Beckedahl ist seit langen Jahren Teil der Internetszene und betreibt das mehrfach ausgezeichnete Weblog netzpolitik.org, das sich mit dem Thema ‚Freiheit‘ im Internet befasst.

In dem Interview mit den Blogpiloten stellt Beckedahl die These auf, dass ein „digitaler Graben“ die politische Landschaft in Deutschland durchzieht. Auf der einen Seite sieht er die traditionellen Verbände und Organisationen, für die das Internet lediglich ein „verlängertes Presseorgan“ ist, auf der anderen Seite jene meist jungen Organisationen, die das volle Potential des Internets erkannt haben und erfolgreich für sich nutzen.

Beckedahl betont die Chancen, die speziell auch für kleinere Organisationen im Netz liegen. Unabhängig von irgendwelchen Gatekeepern, die einer Einrichtung den Zugang versperren, weil ihr Thema nicht im Trend liegt, kann heutzutage jede Nonprofit-Organisation ihre Botschaft in die Welt tragen. Und ihren Webauftritt u.a. als Kanal für Videos und Audiobeiträge nutzen. Beckedahl bedauert, dass viele arrivierte NPOs die politische Bedeutung des Internets als Instrument für Kampagnen und die eigene Vernetzung noch nicht erkannt hätten.

Insgesamt ein informatives Interview mit einem Fachmann, der die Entwicklungen im Netz kennt und neue Trends früher sieht als andere.

Den Hinweis auf das Interview verdanke ich Matthias Schwenk und Martin Koser, – vielen Dank!

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