Web 2.0 vermitteln

In dem kanadischen Blog Mapping The Web wird das Web 2.0 als ‚Hallraum‘ bezeichnet: man erzählt Menschen von Social Software und das Ganze kommt als Echo wieder zu einem zurück, ohne dass die Inhalte den Adressaten erreicht hätten.

In dem Blog heißt es: „Those who live in this echo-chamber glorify the trends and technologies, as their value and potential is recognizable. This bleeding-edge Internet group wants the world to learn about these technologies, but the fact of the matter is that they are very daunting and intimidating to the average user. In other words, web 2.0 needs to be humanized before it can ever be adopted by the mainstream.“

Wie kann die Brücke zum ‚Normalbürger‘ geschlagen werden? Indem man den individuellen Nutzen der Tools herausstellt, bevor man ihren Nutzen für die Organisation thematisiert. Der kollektive Nutzen reicht für viele Menschen als Anreiz nicht aus, wenn es um die Implementation einer neuen Technologie geht, wie Michele Martin zu Recht feststellt. Deshalb sollte man vielleicht damit beginnen, Wikis bspw. nicht als kollektives Tool, sondern als individuelles Instrument zu propagieren, mit dessen Hilfe man persönliche Ideen sammeln oder persönliche Projekte organisieren kann. Wenn die Menschen den Mehrwert der Instrumente im eigenen Leben erfahren, dann wird es vielleicht einfacher, ihre Bereitschaft für eine kollektive Anwendung in der Organisation zu erhalten.

Ein Gedanke zu „Web 2.0 vermitteln

  1. Sehr richtig, das Akronym WIIFM (What’s in it for me?) kann die Argumentation für Wikis bei den Mitarbeitern oft besser leiten als das Anführen eines wie auch immer gearteten Nutzens für die Organisation.

    Die Umsetzung in Organisationen (bspw. im Rahmen des organisatorischen Wissensmanagements) muss am individuellen, persönlichen ansetzen.

    Im Kontext der sozialen Wirtschaft wird auch der Nutzen für das (kleine) Team betont werden, aber die Argumentation bleibt auch dann konkret und nutzenorientiert, d.h. es wird gezeigt wie einfach die Werkzeuge sind, man demonstriert die Integration der Methoden in die tägliche Arbeit, etc.

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