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Das Internet – glorifizieren, verdammen oder einfach sinnvoll nutzen?

Für viele Nonprofits sind die Diskussionen über den Einsatz von Social Media in gemeinnützigen Organisationen schon viel zu spezialisiert und fortgeschritten. Sie stehen immer noch an dem Punkt, an dem es zu entscheiden gilt, ob ihre Organisation sich überhaupt stärker im Netz engagieren sollte oder nicht. Diese Frage ist für sie noch längst nicht beantwortet.

Gerade im Nonprofit-Sektor gibt es viele Menschen, die aufgrund ihrer klaren ethischen Vorstellungen das Internet für eine Gefahr halten und ihm kritisch gegenüber stehen, – siehe hierzu auch den Beitrag meines Blogger-Kollegen Günter Bressau . Es herrscht bei den Kritikern die Überzeugung vor, dass die Anonymität des Netzes und die unbeschränkten Publikationsmöglichkeiten die Verantwortungslosigkeit und Unzivilität in der Gesellschaft fördern. Zudem binde das Internet zeitliche Kapazitäten, die für Aktionen in der realen Welt nicht mehr zur Verfügung stehen: „Wer im Internet ist, kann nicht gleichzeitig den Spaten in die Hand nehmen, um ein Klettergerüst zu bauen“ (Konrad Hummel, pdf S. 6)). Auch der Machtverlust hierarchischer und repräsentativer Strukturen bringe nicht nur Gutes mit sich. In dem verlinkten Protokoll des Arbeitskreises Bürgergesellschaft und Aktivierender Staat (via BBE-Newsletter) können die Argumente nachgelesen werde, die das Pro- und Contra des Netzengagements von NPOs und Bürgern ausloten.

Wenn man über den Nutzen des Internets für NPOs diskutiert, muss man aufpassen, dass man – unabhängig von der eigenen Begeisterung oder Skepsis – nicht deterministisch argumentiert und der Internet-Technologie Automatismen – hin zum Guten oder zum Schlechten – unterstellt, die es so nicht gibt. Das Internet ist nur ein Instrument – entscheidend bleibt, was Bürger und Institutionen daraus machen.

Der instrumentelle Charakter des Internets wird aber zu häufig nicht ausreichend betont. Speziell die öffentliche Diskussion über das Netz in unserem Land zerfällt in zwei Lager, die sich unversöhnlich gegenüber stehen. Auf der einen Seite sind die Internet-Skeptizisten, die die Gefahren des Internets betonen, auf der anderen Seite die Internet-Euphoriker, die überzeugt davon sind, dass die Publikations- und Mitmachmöglichkeiten des Web 2.0 zu mehr Demokratie, mehr Bildungschancen und Emanzipationsmöglichkeiten führen werden.

Mundo Yang kritisiert in einem Aufsatz für das Online-Journal kommunikation@gesellschaft diese polarisierte Diskussion, die davon ausgeht, dass „das Internet“ zwangsläufig und ganz automatisch die befürchteten negativen oder die erhofften positiven Folgen für die Gesellschaft haben wird. Beide Positionen vernachlässigen die Bedeutung des Handelns von Akteuren, – es spielt für das, was aufgrund der technischen Entwicklung ohnehin eintreffen wird, keine wichtige Rolle.

Yang macht allerdings wenig Hoffnung, dass diese unergiebige Form der Debatte über das Internet irgendwann zu einem Ende kommen wird. Und zwar deshalb nicht, weil jede Seite für ihre Argumente empirische Beispiele im Netz findet. Auch Yang zeigt anhand einer Untersuchung des Diskurses über Genfood im Internet und in Printmedien, dass sich sowohl die Argumente der Internetbefürworter als auch der -gegner bestätigen lassen. Die Forschungsergebnisse, auf die er sich bezieht, zeigen: „Die Stimme der Zivilgesellschaft und ressourcenschwacher Akteure ist im Internet tatsächlich etwas stärker im Vergleich zu den Printmedien“ (Yang, S. 4). Ein Ergebnis, das die Internet-Euphoriker freut. Gleichzeitig reproduziert der untersuchte Internetdiskurs aber jene Machtstrukturen, die auch offline herrschen: d.h. es werden im Internet bezüglich Genfood dieselben Aspekte behandelt und dieselben Akteure für wichtig gehalten, wie in den Printmedien. Und schließlich zeigt der untersuchte Fall, dass die Debatte auch im Internet von Experten geführt wird, so dass sich die Schere zwischen jenen, die partizipieren und jenen, die in öffentlichen Dingen sprachlos sind, noch weiter öffnet. Beide Ergebnisse stärken die Position der Internet-Kritiker.

Konstruktiver als eine polarisierende Debatte über das Internet wäre es, sich stärker mit den konkreten Internetanwendungen zu befassen und zu fragen, welches Handeln online Mehrwert für die Gesellschaft und für Individuen produziert und welches nicht. Es kommt – wie oben erwähnt – darauf an, was die unterschiedlichen Akteure aus den Bildungs-, Partizipations – und Vernetzungschancen des Netzes machen und was sie nicht daraus machen. Oder wie es die Süddeutsche Zeitung im Hinblick auf das Internet formuliert: „Wissen ist heute – genau wie Verblödung- gratis und dezentral zu jeder Tages- und Nachtzeit zu haben “ (Boie, 16.11.09).

Es müsste auch Aufgabe von zivilgesellschaftlichen Organisationen sein, über diese Fragen nachzudenken. Denn das Internet ist ein neuer öffentlicher Raum, in dem Macht und Handlungschancen verteilt werden. Wer sich am Mitmach-Internet nicht beteiligt, verabschiedet sich von vielen Gestaltungsmöglichkeiten – nicht nur für sich selbst, sondern auch für die eigene Klientel. Für mich wäre es nicht zu weit hergeholt, wenn das Thema ‚Internet‘ in das Angebot auch von sozialen Organisationen integriert würde. Denn es sollte doch darum gehen, Menschen nicht nur zu versorgen und zu pflegen, sondern ihnen auch Mitgestaltungschancen als Bürger zu vermitteln. Entsprechende Empowerment-Projekte gibt es im Sozialbereich. Aber die Frage ist, inwieweit sie das Internet als Handlungs- und Vernetzungsraum mit integrieren. Welche Potentiale das Internet Individuen – und besonders immobilen oder körperlich beeinträchtigten Menschen bietet – zeigt eine Beitragsreihe bei den Blogpatenschaften, bei der speziell der Beitrag von Heiko Kunert – er ist blind – herausragt.

Wir stehen erst am Anfang einer Debatte. Die Chancen von Social Media für den gemeinnützigen Sektor und für die Bürgergesellschaft sind erkennbar und auch empirisch erfahrbar. Wie sich die Dinge im einzelnen entwickeln werden – wo Probleme auftauchen und Hoffnungen stranden werden – wird sich im Verlauf der Anwendung von Social Media im zivilgesellschaftlichen Sektor noch zeigen.

Wer am Nachdenken über entsprechende Fragen interessiert ist, den lade ich – auch im Namen meiner Host-Kollegen von der Nonprofit-Blogparade – herzlich in die neu gegründete Xing-Gruppe Zivilgesellschaft und Internet ein. Sie richtet sich an Akteure aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, aus Staat und Wirtschaft, die mit dem Thema ‚Bürgergesellschaft‘ befasst sind und natürlich an alle, die ihr Wissen über das Internet bzw. über Social Media in den gemeinnützigen Bereich und in die Diskussion einbringen wollen. Wir hoffen, dass mit dieser Gruppe ein Ort entsteht, in dem sachkundig über die Chancen und Probleme des Internets für den zivilgesellschaftlichen Bereich diskutiert werden kann. Die Relevanz der Gruppe wird vom Engagement ihrer Mitglieder abhängen.

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Die Bereitschaft zum Zuhören oder Wann verhalten sich Organisationen responsiv?

Netzwerke und Partnerschaften leben vom Dialog. Wer nur die eigene Botschaft verbreitet und sich nicht auf die Sichtweise und Vorschläge des Anderen einlässt, wird in Kooperationsprozessen keinen langfristigen Erfolg haben. Die Gefahr, dass sich Partner frustriert abwenden, weil sie sich übergangen und überhört fühlen, ist zu groß.

Dies gilt auch dann, wenn man Beziehungen über das Internet aufbauen und pflegen möchte. Kern einer jeden Social Media Strategie muss das Zuhören sein und die Bereitschaft, in einen Dialog einzutreten. Wer im Internet nur Informationen sendet, aber keinen Dialog führt, nutzt die Potentiale des Mediums nicht adäquat bzw. transportiert seine traditionellen Kommunikationsformen in ein Umfeld, das eigentlich andere Chancen böte. Im Kulturmanagement-Blog weist C. Henner-Fehr auf die Grenzen hin, die monologischen Kommunikationsstrategien innewohnen, die auf das Senden hin ausgerichtet sind und dies durch Aggregationstechniken noch verstärken.

Wann verhalten sich Organisationen responsiv, – wann sind sie bereit, ihren Stakeholdern zuzuhören und ihnen zu antworten?

Die Studie von Thomas A. Bryer (2009) (abstract hier ) untersucht dies anhand von zwei empirischen Fällen in Los Angeles, in denen jeweils eine städtische Behörde mit bürgerschaftlichen Gremien, sogenannten Neighbourhood Councils , zusammenarbeitet. Diese Neighbourhood Councils – eine Art ‚Runde Tische‘ – wurden gegründet, um die Kommunikation zwischen der Verwaltung , dem Stadtrat und der Bürgerschaft zu verbessern und um Bürgern mehr Mitsprachemöglichkeiten zu verschaffen. Die Neighbourhood Councils sollen Rat und Verwaltung bei der Entscheidungsfindung unterstützen und die städtische Politik aus der Einwohnerperspektive heraus kommentieren.

Mit der Schaffung entsprechender bürgerschaftlicher Gremien ist immer die Hoffnung verbunden, dass die Einwohner einer Gemeinde auf diese Weise mehr Gehör gegenüber Politik und Verwaltung erlangen. Aber diese Hoffnung erfüllt sich nicht automatisch, denn die Verwaltungen reagieren ganz unterschiedlich offen auf die Partizipationswünsche der Bevölkerung. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass das Selbstbild der Behörde und ihre Wahrnehmung der bürgerschaftlichen Seite entscheidend dafür ist, wie responsiv sie sich verhält.

Wenn einer Behörde die interaktive, auf einen Dialog hin ausgerichtete Perspektive fehlt, wenn sie ihren eigenen Status als Experte betont und bürgerschaftliche Mitsprache als ‚Angriff‘ auf die Neutralität und inhaltliche Überlegenheit des Amtes sieht, dann kann keine Partnerschaft zwischen der kommunalen Organisation und den bürgerschaftlichen Gremien aufgebaut werden. Letztere werden in diesem Fall lediglich als mögliche Multiplikatoren der Verwaltungsposition gesehen und nicht als wertvolle Ideengeber, die ihr Quartier und ihre Bedarfe am besten kennen.

Die Thesen, die Bryer aufgrund der empirischen Ergebnisse aufstellt, kann man als Richtschnur nehmen, wenn es darum geht, die Responsivität von Organisationen gegenüber ihren Stakeholdern zu bestimmen. Danach verhalten sich Organisationen – offline oder im Internet – umso aufnahmebereiter gegenüber den (Bürger-)Stakeholdern, je stärker sie

  • an langfristigen Beziehungen zu den Stakeholdern interessiert sind
  • den Stakeholdern vertrauen. Damit verbunden ist auch der Respekt für die Dialogpartner
  • Ziele mit den Stakeholdern teilen
  • von den Stakeholdern lernen wollen
  • bereit sind, Entscheidungen bottom-up zu treffen
  • und sie den strategischen Nutzen der Partnerschaften mit den Stakeholdern sehen

(vgl. Bryer 2009, 277).

Diese Voraussetzungen für Responsivität sollten gegeben sein, wenn Organisationen – zum Beispiel Nonprofits – den Schritt ins Internet machen. Wer mit einer monologischen Haltung ins Netz geht, wird vielleicht nicht scheitern, aber den Mehrwert des Internets nicht ausschöpfen können.

Meines Erachtens wird es zukünftig für jene Organisationen schwierig werden, die angesichts der Komplexität der Problemlagen noch glauben, auf die Anregungen der Stakeholder – seien es Bürger, Klienten, Angehörige Kunden usw. – verzichten zu können. Dialog und Partizipation sind anstrengend und erhöhen die Komplexität der Entscheidungsfindung. Aber sie erweitern den Horizont von Organisationen, können die Programmumsetzung verbessern und verschaffen einer Organisation neue Ressourcen und eine stärkere gesellschaftliche Integration.

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Sind Nonprofit-Organisationen Brückenbauer in die digitale Welt?

Das Internet eröffnet Menschen neue Handlungschancen. Sie können über das Netz neue Freunde kennenlernen, sich weiterbilden, politisch aktiv werden, an Entscheidungen partizipieren, sich als Online-Volunteer in eine gemeinnützige Organisation einbringen, Geld spenden und Geld sammeln, ihr Wissen weitergeben, künstlerisch aktiv werden – die Möglichkeiten sind endlos. Das Internet bietet für den Einzelnen die Chance, unabhängiger zu werden von seiner Fähigkeit zur Mobilität, seinem sozialen Umfeld, seinem Ort, seinen finanziellen Möglichkeiten.

Das Internet kann zum Empowerment-Instrument werden, das Menschen eine öffentliche Stimme verleiht, die bisher noch keine hatten, – ein gutes Beispiel sind die Autoren des Caritas-Blogs Mitten am Rand . Aber das Internet eröffnet nicht nur Individuen neue Chancen, sondern auch Organisationen und Gemeinschaften. Es hält Mittel bereit, um die Partizipation der Zivilgesellschaft voranzutreiben.

Aber die Chancen des Internets eröffnen sich nur denjenigen, die über die Kompetenzen verfügen, sich im Internet zu bewegen und diesen öffentlichen Raum effektiv zu nutzen. Mein Bloggerkollege Herber Schmidt, der in der Selbstorganisation von Senioren aktiv ist und Blogpate des Projekts Internet Erfahren , befasst sich in der 9. Runde der Nonprofit-Blogparade mit dem Thema eLearning für Senioren und stellt unterschiedliche Projekte und Netzwerke vor. Sie zielen mit ihren Angeboten zum Lernen und zum sozialen Austausch auf die digitale Inklusion von Senioren. In der Altersgruppe der über 50-Jährigen zählen 55% der Menschen – darunter mehrheitlich Frauen – zu den Offlinern (s. (N)Onliner-Atlas 2009, S. 10) .

Nonprofit-Organisationen spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Bürgern und Gruppen auf ihrem Weg in die digitale Welt zu helfen. Die Forschung zeigt, dass die Partizipation von Menschen – egal in welchem Kontext – davon profitiert, wenn sie von Dritte-Sektor-Organisationen gefördert und begleitet wird (Pratchett u.a. 2009) . Wer versucht, sich alleine mehr Beteiligungsmöglichkeiten zu verschaffen, hat es schwerer als jemand, der diesen Lernprozess gemeinsam mit einer Gruppe geht.

Nonprofits können Initiativen und Projekte schaffen, in denen ihre Zielgruppen in das Internet eingeführt werden, sie können Informationen und Kontakte zum Thema bereithalten und selbst in Kursen das Wissen vermitteln, das man für die digitale Welt benötigt.

Eine Recherche in der Datenbank der Stftung digitale Chancen zeigt, dass viele Nonprofit-Organisationen öffentliche Internetzugänge und – soweit aufgelistet – auch Kurse für Interneteinsteiger anbieten. Sie sind auch involviert in das Programm Internet Erfahren des Bundeswirtschaftsministeriums, das Mitarbeiter der sozialen Dienste als wichtige Multiplikatoren erachtet, weil sie häufig einen direkten Zugang zu jenen Menschen haben, die noch zu den Offlinern zählen.

Die Forschung zeigt aber auch, dass das Empowerment von Menschen, ihre Befähigung zur Partizipation, nicht nur von ihren Kompetenzen abhängt und von der Existenz einer Gruppe, in der sie einen Rückhalt finden. Partizipation funktioniert dann am Besten, wenn man

  • Bürger um ihren Input bittet, also sie aktiv anspricht ("asked to")
  • und ihnen vermittelt, dass ihr Beitrag zählt ("responded to") (Pratchett u.a. 2009)

Dies bedeutet bezogen auf die digitale Inklusion, dass es hier nicht nur darum gehen darf, die Individuen für die internetbasierte Wissensgesellschaft fit zu machen, sondern darum, ihre Partizipationsmöglichkeiten als Bürger dieser Gesellschaft zu stärken. Und Institutionen – egal aus welchem Sektor – das digitale Engagement der Bürger würdigen und darauf eingehen sollten.

Die Frage ist, inwieweit die etablierten Nonprofit-Organisationen – und hier insbesondere die freie Wohlfahrtspflege – diese demokratiepolitischen Chancen der digitalen Inklusion sehen und fördern? Sind sie heute schon die Brückenbauer, die ihren Stakeholdern Wege in das Internet bahnen, damit letztere ihre Partizipationschancen – auch gegenüber dem freien Träger selbst- wahrnehmen können? Haben die traditionellen gemeinnützigen Organisationen, die das institutionelle Rückgrat der Zivilgesellschaft bilden, die Chancen von Social Media für die Bürgergesellschaft schon erkannt und nutzen sie diese Chancen für sich selbst und für ihre Stakeholder?

Die meisten gemeinnützigen Organisationen können die Rolle eines Brückenbauers in die digitale Welt, der nicht nur Kompetenzen vermittelt, sondern Menschen und Gruppen auch zur digitalen Partizipation ermuntert, noch nicht einnehmen. Die meisten Nonprofits stehen dem Internet noch kritisch gegenüber und können sich mit dem Netz nicht recht anfreunden. Dies führt zu der – aus strategischer Sicht bedauernswerten – Situation, dass mit dem Internet ein neuer öffentlicher Raum existiert, in dem Handlungschancen, Ressourcen und Macht verteilt werden, und viele Dritte-Sektor-Organisationen abseits stehen und es versäumen, sich selbst und ihrer Klientel einen angemessenen Platz in diesem öffentlichen Raum zu schaffen. So bleiben viele Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten ungenutzt liegen, die die Zivilgesellschaft stärken könnten.

Dass das Internet noch keinen prominenten Platz im Bewusstsein der Verfechter des Bürgerengagements einnimmt, zeigt auch der Zwischenbericht des Nationalen Forums für Engagement und Partizipation , das vor einigen Wochen tagte. In den Ergebnissen der zehn Dialogforen ist das Internet zwar durchaus an manchen Stellen präsent, aber in erster Linie als Informations- und Vermittlungs- und Austauschplattform (vgl. S. 13-26). Es wird nicht deutlich, dass das Internet dem bürgerschaftlichen Engagement auch grosse demokratiepolitische Chancen eröffnet und es den Umgang zwischen NPOs und ihren Stakeholdern verändert. Es wäre gut gewesen, es hätte sich ein Dialogforum speziell mit dem Internet und seinen Folgen für das bürgerschaftliche Engagement befasst. Angesichts der Ausdehnung und der wachsenden Bedeutung der digitalen Welt wäre es wichtig, dass sich Nonprofit-Organisation stärker dem Internet zuwenden und hier innovative Lösungen für sich und ihre Stakeholder entwickeln.

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