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Social Media und Bürgerpartizipation – für mehr Demokratie im Nonprofit-Sektor

Für ein Fachgespräch des Centrum für Corporate Citizenship Deutschland habe ich zu der Frage Stellung genommen, wie die Social Media-Nutzung in gemeinnützigen Organisationen gefördert werden kann. In meiner Antwort konzentrierte ich mich auf den wohlfahrtsverbandlichen Bereich, der in unserem Land über 100.000 Einrichtungen umfasst und mit seinem Angebot an sozialen Diensten den größten Teil des Nonprofit- bzw. des „Dritten Sektors“ bildet, nämlich rund 39% (Zimmer/Priller 1995).

Bürger in jeder Stadt und in jeder Gemeinde haben Zugang zu gemeinnützigen sozialen Organisationen. Aufgrund der räumlichen Verbreitung der wohlfahrtsverbandlichen Dienste und Einrichtungen können und müssen sie meiner Ansicht nach in Zukunft eine viel bedeutendere Rolle spielen als in der Vergangenheit. Ihre Rolle darf sich nicht darauf beschränken, sozialer Dienstleister zu sein, sondern sie müssen verstärkt auch die Funktion eines community-builders und eines Ermöglichers von Partizipation übernehmen, der auf lokaler Ebene Brücken zwischen den unterschiedlichen Gemeinschaften schlägt, Bürgern Partizipationschancen bietet und sie darin unterstützt, sich stärker auf kommunaler Ebene zu beteiligen.

Weil das Internet neue Möglichkeiten schafft, Bürger in institutionelle Entscheidungen einzubeziehen, müssen sich gemeinnützige soziale Organisationen stärker mit Social Media auseinander setzen. Welche Chancen bieten diese neuen Technologien der eigenen Einrichtung, dem Beziehungsaufbau hin zur Umwelt, dem Potential als gemeinwesenorientierter Akteur?

Die Möglichkeiten von Social Media forcieren Beteiligungsdebatten. Auch der wohlfahrtsverbandliche Bereich wird dieser Debatte nicht ausweichen können und wird verstärkt von außen dazu aufgefordert werden, die eigenen Entscheidungsstrukturen kritisch zu überdenken. Es gilt die Frage zu beantworten: wie demokratisch ist der Dritte Sektor? Ist die Vereinsstruktur der einzige legitimatorische Grund, auf den gemeinnützige Organisationen verweisen können, wenn die Frage nach dem demokratischen Charakter der eigenen Einrichtungen gestellt wird?

Die Vereinsmitgliedschaft ist ein unvollkommener Indikator für zivile Partizipation und ‚Mitgliedschaft‘ alleine hat wenig Auswirkungen auf die Online-Partizipation von Bürgern (Suárez 2009).

Aus meiner Sicht sind sind die folgenden Bedingungen unerlässlich, wenn die Social Media-Nutzung – und damit die Chancen der Bürgerbeteiligung – in gemeinnützigen Organisationen gefördert werden soll:

  1. Wir brauchen eine digitale Inklusion des Dritten Sektors. Gemeinnützige Einrichtungen ohne Internet-Anschluss und -Know-how sollte es nicht geben, weil diesen Beteiligungsmöglichkeiten entgehen. Die Mittel hierfür müssen von staatlicher und privater Seite zur Verfügung gestellt werden
  2. Wir brauchen eine Dezentralisierung von Organisations- und Entscheidungsstrukturen in sozialen Organisationen. Einrichtungen im Stadtteil, die nicht befugt sind, einen eigenen Webauftritt zu betreiben, können die Online-Vernetzung und -Partizipation nicht auf ihre Agenda setzen. Organisationen, in denen sich nur die Führungsspitze im inneren Kreis der Entscheidungsmacht befindet, werden sich mit der Forderung nach mehr Bürgerbeteiligung in den Einrichtungen – egal ob online oder offline – schwer tun
  3. Das Wissen der Bürger muss als wichtige Ressource Eingang in gemeinnützige Organisationen finden. Professionelles Wissen und Bürgerwissen müssen sich auf Augenhöhe begegnen. Es muss nach Formen der Koproduktion gesucht werden, bei denen Laien und Profis konstruktiv zusammenarbeiten. Die Art und Weise, wie soziale Dienstleistungen konzipiert und implementiert werden, muss – auch von staatlicher Seite – so ausgestaltet werden, dass die Partizipation der Bürger darin einen verbindlichen Platz erhält
  4. Nonprofits müssen ihr Selbstbild wieder erweitern. Statt sich nur als Dienstleister zu betrachten müssen die Elemente der Interessenvertretung gestärkt werden. Empirische Forschungsergebnisse zeigen, dass jene Organisationen wie bspw. Bürgerrechtsgruppen und Umweltorganisationen, die offensiv ihre Ziele auch im Netz bewerben, dieselben sind, die online Partizipationsmöglichkeiten bieten (siehe Suárez 2009). Wenn e-advocacy und e-democracy offensichtlich eng zusammenhängen, dann müssen staatliche Programme, die auf mehr Bürgerengagement abzielen, auch die Interessenvertretungskompetenz von Nonprofits in den Blick nehmen.
  5. Staatliche Akteure, Städte und Gemeinden spielen eine wichtige Rolle beim Empowerment des Dritten Sektors. Jene Kommunen, die sich einen gefügigen Dritten Sektor heranziehen, die abweichende Positionen mit Mittelentzug bestrafen, übersehen den Zusammenhang zwischen der Kompetenz des Dritten Sektors, Interessen zu vertreten und Bürger einzubeziehen. Von einem starken Dritten Sektor profitiert die Gemeinde, weil nur dieser die Partizipationspotentiale bieten kann, die für eine breite Beteiligung der Bürger auf lokaler Ebene wichtig sind.

Social Media können die Beteiligung von Bürgern fördern. Aber die Tools sind kein Selbstläufer. Ohne die Schaffung unterstützender Rahmenbedingungen, ohne das entsprechende Handeln von gemeinnützigen Organisationen, Bürgern, Politik und Verwaltung, wird man die Partizipationspotentiale des Internets für den Dritten Sektor nicht zur Gänze erschließen können

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Das Wissen der Bürger nutzen – die Koproduktion von Entscheidungen im Dritten Sektor

In den sozialen Diensten dominiert das professionelle Wissen. Die sozialen Professionen haben sich im Laufe des letzten Jahrhunderts die Lizenz, d.h. die Erlaubnis, und das Mandat, d.h. den gesellschaftlichen Auftrag, zur Hilfe erworben und diese Rechte monopolisiert (Lorenzen/Zifonun 2011, 3). Das Wissen von Laien, d.h. von Bürgern, die mit gemeinnützigen Organisationen zu tun haben, hat es schwer, gegen dieses Monopol der Profession anzukommen. Dem Bürgerwissen wird sehr häufig der Sachverstand abgesprochen, die Neutralität und die Fähigkeit zur Selbstreflexion.

Die unterschiedliche Bewertung von Bürger- und Mitarbeiterwissen konstituiert das Machtverhältnis zwischen der Einrichtung und ihren Bürger-Stakeholdern mit. „Knowledge claims are always embedded in power relationships“ (Corburn 2005, 64, in Anlehnung an Foucault). Und die Frage nach dem Wissen ist verknüpft mit der Frage nach den Entscheidungsbefugnissen. Oder anders formuliert: das Beharren auf der Superiorität professionellen Wissens gegenüber dem Wissen der Laien ist gleichzeitig auch immer der Versuch, letztere von Entscheidungsrechten fern zu halten.

Lorenzen und Zifoun sprechen dies in ihrem Beitrag offen an, wenn sie sich am Beispiel des Mentoring fragen, wie auf dieses „Einfallstor“ für bürgerschaftliche Akteure in die professionelle soziale Arbeit reagiert werden kann. Wie könne die Profession „die eigenen gesellschaftlichen (…) Problemfelder besetzt (..) halten“ angesichts des „massiven“ Eintretens von Freiwilligen, welches die Soziale Arbeit unter Legitimations- und Handlungsdruck bringe (Lorenzen/Zifoun 2011,3).

Wenn sich die Mitarbeiter in den Einrichtungen mit der Frage auseinandersetzen, wie die Entscheidungsmacht in ihrem Haus oder in einem bestimmten Projekt verteilt ist und wie aus ihrer Sicht eine bessere Verteilung aussehen könnte, dann wünschen sich die Fachkräfte zumeist selbst in den inneren Kreis der Entscheider. Im Rahmen des Projekts Partizipative Qualitätsentwicklung des WZB, das ich im letzten Blogbeitrag zitiert habe, entwerfen die beteiligten Fachleute anhand der Kreise der Entscheidung eine Soll-Situation, die zwar den Klienten zum Teil mehr Mitsprache einräumt als den Geldgebern, die aber auch die Zielgruppen nicht oder nur selten in den inneren Kreis der Entscheidungsmacht vorlässt.

Die inneren Kreise der Entscheidungsmacht bleiben der Profession vorbehalten. Begründet wird dies so: „Durch diese Autonomie der Praktiker/innen soll eine Fachlichkeit gewährleistet werden“, über die – aus Sicht der Fachleute – „weder die Zielgruppe noch der/die Geldgeberin verfügen“ (Wright/Block/Unger 2010, 75). Das Beharren auf der eigenen fachlichen Überlegenheit wird als Bollwerk gegen mehr Partizipation aufgebaut. Dies bedeutet, dass jeder, der an mehr Bürger-Partizipation in gemeinnützigen Einrichtungen interessiert ist, gleichgültig ob über das Internet oder offline, sich mit der dortigen Rolle des professionellen Wissens auseinander setzen muss.

Mehr Partizipation und Mitbestimmung für Bürger in gemeinnützigen Organisationen wird erst möglich, wenn das Bürgerwissen aufgewertet und nicht als Konkurrenz, aber auch nicht als bloße „Ergänzung“ professionellen Wissens betrachtet wird, sondern als notwendiger Bestandteil des Wissens einer NPO.

Holt man das Wissen der Profession aus dem Elfenbeinturm der Wissenschaft, dann zeigt sich, dass dieses wissenschaftliche Wissen sich nicht außerhalb von Zeit und Raum herausbildete, sondern im Austausch mit den gesellschaftlichen Institutionen und Akteuren – auch den Zielgruppen – gewonnen wurde. Das professionelle Wissen baut auf lokalem Bürger-bzw. Klientenwissen auf und ist insofern schon immer koproduziert (vgl. Corburn 2005).

Wer diese gesellschaftliche Bedingtheit des professionellen Wissens vor Augen hat, kann sich leichter auf einen Austausch mit Bürgern und deren Wissen und Erfahrungen einlassen. Fachlichkeit muss dann nicht als Monstranz vor sich her getragen werden, sondern Fachlichkeit erkennt den Einfluß gesellschaftlicher Kräfte auf den eigenen Kanon an und erkennt den Vorteil, die große Chance, die darin auch für die Profession liegt, weil Fachlichkeit durch das Bürger-Wissen empirisch gesättigter und problemlösungstauglicher wird.

Wenn das Wissen gemeinnütziger Träger koproduziert wird, bedeutet dies nicht, dass Bürgerwissen das Fachwissen schlägt. Sondern es bedeutet, dass Bürgerwissen und Fachwissen zusammengetragen wird, um soziale Probleme effektiv lösen zu können. Bürger und Profis sind auf Augenhöhe und die Anerkennung der Kompetenzen von Bürger-Helfern, Bürger-Klienten, Bürger-Spendern usw. ebnet deren Zugang zu den inneren Kreisen der Entscheidungsmacht.

Wie können gemeinnützige Einrichtungen vom Bürger-Wissen profitieren? In Jason Corburns „Street Science“ (2005) finden sich einige Gedanken hierzu. Sie können als Argumente für das „crowdsourcing“ gelesen werden, – für die Einbeziehung der Weisheit der Vielen, mit dessen Chancen und Risiken sich die aktuelle NPO-Blogparade im Blog von Karin Janner auseinandersetzt.

Das Wissen der Bürger

  • bringt die Pluralität der Perspektiven und Werte in unserer Gesellschaft zum Ausdruck und erweitert fachliche Ansätze in gemeinnützigen Einrichtungen um diese Pluralität
  • ergänzt das Fachwissen um wichtige lokale empirische Erfahrungen bzw. Daten
  • beinhaltet auch die Perspektive von schwer erreichbaren Gruppen, über die kein oder zu wenig professionelles Wissen vorliegt
  • zeigt neue Wege für die Umsetzung von Maßnahmen auf
  • verbessert den Erfolg von Maßnahmen, weil das Feedback von Bürgern in die Programm-Konzeption schon einfließt.
  • Wenn eine Einrichtung das Wissen der Bürger ernst nimmt, wächst das Vertrauen der Zivilgesellschaft in die Einrichtung und vergrößert sich deren Legitimität.
    (Corburn 2005)

Um Bürgerwissen eine gleichberechtigte Position neben dem professionellen Wissen verschaffen zu können, ist es notwendig, dass auch Bürger die Stärken und Schwächen ihres Wissens mehr reflektieren. Es ist wichtig, über den rein privaten, individualistischen Standpunkt, der nur die eigenen Belange sieht („wie fühlt sich mein Familienangehöriger in einer Einrichtung“, „welches sind meine Erfahrungen“) hinauszugehen. Und das eigene Wissen durch Beobachtung der gesamten Situation in einer Einrichtung und durch Vergleiche mit anderen Einrichtungen bzw. einen gemeinsamen Diskurs mit anderen Betroffenen zu objektivieren und zu erweitern. Wenn Bürger den rein auf sich bezogenen Blick hinter sich lassen, können sie die gemeinwesenorientierte Dimension ihres Wissens besser herausarbeiten.

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Wer ist an Entscheidungen beteiligt? Entscheidungsmacht in NPOs evaluieren

Organisationen verteilen Entscheidungskompetenzen an ihre Stakeholder-Gruppen ganz unterschiedlich. Wer wo und wie mitbestimmen darf, hängt von der Eigentümerstruktur einer Einrichtung und ihren Zielen ab.

Welche Stakeholder-Gruppen haben in For-profit, Nonprofit und kommunalen Sozialeinrichtungen das Sagen? Eine neue empirische Studie aus den USA von Avner Ben-Ner und Ting Ren (2010) geht dieser Frage nach. Fast 700 amerikanische Organisationen aus der Kinderbetreuung, der Altenpflege und der lokalen Behindertenbetreuung gaben Auskunft über die Allokation von Entscheidungsmacht. Das Ergebnis zeigt, dass in gemeinnützigen und kommunalen Einrichtungen die Angestellten, Bewohner, Angehörigen und die örtliche Gemeinschaft mehr Mitsprachemöglichkeiten haben als in For-profit Einrichtungen. Gleichzeitig ist aber das Ausmaß der Möglichkeiten dieser Stakeholder-Gruppen, an substantiellen Entscheidungen mitzuwirken, in beiden Einrichtungsarten (gemeinnützig/kommunal) gering. In allen drei Bereichen (for-profit/nonprofit/kommunal) dominiert die Geschäftsführung die Entscheidungsprozesse.

Ich finde es interessant, einen empirischen Blick auf die Allokation von Entscheidungskompetenzen zu werfen, denn „Entscheidungsmacht kann erst geteilt werden, wenn Klarheit darüber herrscht, wer sie ausübt“ (Wright u.a. 2010, 82).

Wenn zivilgesellschaftliche Akteure mehr Mitsprache in gemeinnützigen Einrichtungen bekommen sollen – und selbst die Bundesregierung mahnt neuerdings mehr Mitsprache für freiwillige Helfer in Institutionen an, siehe hier, S. 3 – dann ist es sinnvoll, zuerst eine Evaluation der Entscheidungsstrukturen in Nonprofits durchzuführen. Oftmals sind die formellen und informellen Entscheidungsverläufe den Beteiligten in gemeinnützigen Organisationen selbst nicht ganz bewusst (vgl. Wright u.a. 2010), so dass eine Evaluation von Entscheidungsprozessen Sinn macht. Erst wenn über den Ist-Zustand von Mitsprachemöglichkeiten Klarheit herrscht, kann ein Soll-Zustand entworfen werden.

Nun geben aber diejenigen, die Entscheidungsbefugnisse innehaben, diese nur ungern ab bzw. nur dann, wenn sie keine andere Option sehen. Weshalb sollten Nonprofits hier eine Ausnahme bilden? Weil der Wettbewerb zwischen gemeinnützigen Organisationen um die Ressource ‚Freiwillige Helfer‘, mit der sehr häufig sehr nachlässig umgegangen wird (vgl. meinen letzten Blogbeitrag) es erfordert, dass Nonprofits sich ernsthaft Gedanken über eine Umverteilung von Entscheidungskompetenzen machen. Immerhin haben neue Generationen von Helfern andere inhaltliche Ansprüche an das Freiwilligenengagement als die Nachkriegsgenerationen, die bescheiden waren, wenn es um Mitsprache ging. Wer also neue Unterstützer und Helfer gewinnen möchte, muss Teilhabemöglichkeiten bieten.

Eine (Selbst)Evaluation interner Entscheidungsprozesse mit Blick auf die Einbeziehung der unterschiedlichen Stakeholder-Gruppen wäre in NPOs höchst angebracht. Ebenso die Konzeption eines Soll-Zustandes, der zivilgesellschaftliche Akteure in die Entscheidungsfindung gemeinnütziger Organisationen stärker einbezieht.

Ein leicht anzuwendendes Evaluations-Tool für Nonprofits sind die Kreise der Entscheidung, die von Wright/Block/Unger von der Forschungsgruppe Public Health des Wissenschaftszentrums Berlin im Rahmen eines Präventionsforschungsprojekts im Gesundheitsbereich entworfen wurden. Die Kreise der Entscheidung (siehe unten) sind auf der – sehr empfehlenswerten Webseite – partizipative-qualitaetsentwicklung.de zu finden (und im begleitenden Buch , S. 82), mit einer detaillierten Anleitung zum Gebrauch und vielen anderen wertvollen Informationen:

Kreise der Entscheidung (von Wright/Block/Unger)

KreisederEntscheidung

Die Kreise der Entscheidung umfassen unterschiedliche Beteiligungsmöglichkeiten, – je weiter eine Stakeholder-Gruppe vom inneren Kreis der Entscheidungsmacht entfernt ist, desto weniger Teilhabemöglichkeiten besitzt sie. Mit Hilfe der Kreise kann eine gemeinnützige Einrichtung für einzelne Projekte, für einzelne Entscheidungsphasen, für bestimmte Fachgebiete usw. die bestehenden Partizipationsstrukturen klären und neue entwerfen. Besonders informativ wird die Evaluation, wenn man unterschiedliche Gruppen daran beteiligt, also bspw. die Nutzer der Einrichtung, die Angehörigen, die Geldgeber, die Partner aus der Verwaltung usw.

Sofern gemeinnützige Organisationen für die stärkere Partizipation von zivilgesellschaftlichen Akteuren bereit sind, können sie ihre Weiterentwicklung hin zu community-orientierten Einrichtungen, die nicht nur Betreuungsleistungen erbringen, sondern soziales Kapital und bürgerschaftliche Kompetenzen aufbauen, erfolgreich bewältigen. Gerade die Mitarbeiter von Nonprofits, die laut der oben zitierten Studie von Ben-Ner und Ren (2010) an strategischen Entscheidungen nicht substantiell beteiligt sind, könnten hier zu wertvollen Verbündeten der Bürger werden.

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